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Tour Brendelsteig - Birkkarspitze » 4. Etappe: Karwendel-Durchquerung Ost-West Extended

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Die östliche Karwendelspitze durch das natürliche Fenster
Informationen:
Der Hinweis auf dem Abzweig Richtung Brendelsteig: Für Geübte sollte durchaus ernst genommen werden. Teilweise sehr ausgesetzte Kletterei an versichertem Steig und rutschigen Abhängen.

Streckenbeschreibung:
Gleich hinter der Hütte geht es los mit den ersten versicherten Stellen, und wer sich hier nicht absolut sicher durchmanövriert, sollte die Tour lieber abbrechen, denn das ist nur ein kleiner Vorgeschmack auf das was noch kommen soll!
Die Seile führen uns mitten durch die Metallwälle die zum Schutz gegen Lawinen und Steinschlag hier aufgestellt wurden. Nach dieser kurzen Kraxelei führt uns der Pfad recht flach durch dichtes Nadelholz. Schon nach kurzer Zeit biegt rechts der Pfad ab Richtung Brendelsteig. Wie in der Info schon angesprochen ist es ratsam dem Hinweis: Nur für Geübte absoluten Glauben zu schenken, denn nur Trittsichere und Schwindelfreie sollten sich an die Überschreitung der Ödkarspitzen wagen.
Wir steigen nun ab in den Schlauchkargraben, um dann unterhalb des nördlichen Ausläufers der Ödkarspitzen leicht ansteigend durch Schotter zu queren. Schon bald befinden wir uns an den ersten Seilversicherungen, wo der eigentliche Brendelsteig beginnt. In einigen steilen Kehren in unwegsamen Gelände gelangen wir auf den Sattel nordwestlich der Ödkarspitzen. Wem das zu steil oder zu ausgesetzt ist, dem sei spätestens hier zur Umkehr geraten.
Nun gehen wir südlich den breiten Grat hinauf wobei es steil und felsig ist, teilweise unterstützt von Metallseilen. Schon vom Sattel konnte man eine Felswand sehen, die scheinbar unüberwindbar ist, diese wird dann auch der Punkt sein, ab dem man anfängt den Berg zu umgehen. Wir bleiben auf gleicher Höhe und steigen teils versichert um den Fuß der Ödkarspitzen herum bis ins Marxenkar. Dieses wird nun leicht ansteigend südlich ausgegangen durch losen Schotter. Kurz vor dem eigentlichen Anstieg auf die westliche Ödkarspitze müssen wir einige Schneefelder passieren, hier ist darauf zu achten nicht versehentlich auszurutschen, und nach Verlassen zu bedenken, dass die Schuhe noch nass sind und nicht ganz so griffig. Vom Einschnitt zwischen Marxenkarspitze und westlicher Ödkarspitze beginnt dann der Schlussanstieg der sich in steilen Serpentinen durch den Schotter zieht. Der Gipfel ist recht unscheinbar nur mit zwei großen Steinmännern markiert. Wir befinden uns jetzt knapp 1000 Höhenmeter über dem Karwendelhaus, welches wir von hier sehen können. Schon von hier bietet sich ein herrliches Panorama und eine Aussicht auf das was noch vor uns liegt.
Nach einer kurzen Rast steigen wir ein Stück ab, und dann wieder durch Schotter auf zur mittleren Ödkarspitze, der höchsten der drei ödkarspitzen, dem höchsten Punkt des Brendelsteigs und immerhin zweithöchster Gipfel des Karwendels. Hier steht dann auch ein einfaches Holzkreuz. Bis hier traue ich es jedem durchschnittlichen Wanderer mit ein wenig Mut zu zu bestehen. Doch schon der Anblick der östlichen Ödkarspitze vermag nicht gutes zu bedeuten. Der Anstieg sicht steil und felsig aus, und es gibt einige Stellen an denen man kaum mehr auf das Stahlseil verzichten kann. Dagegen wirkte der bisherige Steig wie ein Spaziergang. Endlich oben angekommen begüßt uns ein einfacher Steinmann. Ohne große Pause beschließen wir weiter zu gehen.
Es folgt der mit Abstand haarigste Teil der Tour, denn der Abstieg ist eher ein Abklettern, fast ständig am Seil und teilweise sehr ausgesetzt. Dazu kommt viel loser Schotter der einem nicht das Gefühl von sicherem Untergrund gibt selbst wenn es einen Pfad gibt. Nach dieser Schlüsselstelle geht es es felsiger und rutschiger Art weiter bis ins Schlüsselkar, wo das Birkkar-Notbiwak steht. Am Biwak beschließen wir, uns zu trennen und Jenny bleibt am Biwak um sich für den anstehenen Abstieg zu erholen.
Der Aufstieg zur Birkarspitze wirkt nach dem anspruchsvollen Abstieg von der östlichen Ödkarspitze nahezu leicht. Es gibt zwar auch einige Stahlseile, die man jedoch selten benötigt, und auch ist der Hang nicht so ausgesetzt. Flott bin ich auf dem Gipfel und geniesse den Rundblick auf die Berge des Karwendel, schliesslich gibt es weit und breit keinen höheren Berg.
Ich beginne den Abstieg vom Gipfel auf dem selben Weg wie hoch, und ab dem Schlauchkarsattel geht es gemeinsam an den langen Abstieg durchs Schlauchkar.
Die ersten Meter gestalten sich als äußerst unangenehm, da einige Schneefelder den normalen Weg blockieren und umgangen werden müssen. Dazu kommt, dass es sehr steil und rutschig ist. So dauert auch der Abstieg deutlich länger als geplant. Es wird dann aber nach und nach etwas flacher und bald geht es zügiger voran. Da die Sonne nach wie vor scheint, merken wir wieso jeder sagt, dass das Schlauchkar seinen Namen zurecht trägt, auch wenn der Ursprung wohl ein anderer war, aber die Hitze staut sich hier und der lange Marsch schlaucht gewaltig. Da können wir froh sein, dass wir nur den Abstieg durch diese Glut machen müssen. Nach schier endlosem Schutt kommt langsam das Grün näher und es wir zunehmend flach. Nach einigen Kehren treffen wir wieder auf den Abzweig Richtung Brendelsteig und wissen, dass es fast geschafft ist. Nur das das kurze Stück durch die Nadelhölzer, dann der Abstieg durch die Lawinengitter und wir sind wieder an der Hütte.

Zusatzinformationen / persönliche Anmerkungen:
Alles in allem ein sehr schöne Tour, die jedoch anspruchsvoller als gedacht war. Speziell der Abstieg von der östlichen Ödkarspitze stellte sich als äußerst pikant heraus, und einmal dort kann man auch kaum noch umkehren.
Zudem ist die Tour nur bei gutem Wetter zu empfehlen, bei Regen wird dies eine zu gefährliche Angelegenheit!
Kategorie: Wandern
Schwierigkeit: T5 ? T5: anspruchvolles Alpinwandern

Klicke für mehr Informationen
Tour gegangen am:
14.07.2010
Aufstieg: 1000m
Abstieg: 1000m
Gehzeit gesamt:
08:00 Stunden
Streckenlänge: ? Die Streckenlänge wird automatisch aus der Route errechnet.
Daher kann dieser Wert ungenau sein. Je genauer die Route bestimmt wird, desto genauer wird auch die Streckenlänge.
Alternativ kannst du die Länge auch manuell eingeben.

10.40km

Punkte :  ? aktueller Status: 10 (in Bearbeitung)
Maximal erreichbar: 10 Punkte

sinnvolle Tour: 3 Punkte
Informationen: 1 Punkt
ausführliche Beschreibung: 1-3 Punkte
Kategorie und Schwierigkeit: 1 Punkt
Aufstieg und Gehzeiten: 1 Punkt
Sonderpunkt: 1 Punkt

10/10 in Bearbeitung
     

Karte Lage / Optionen POI POIs in der Nähe Tourenser Wer war mit?

Staat / Land / Region:
Österreich , Bundesland: Tirol Tirol

Lage / Gebirgsgruppe / Gebirge:
Europa » Alpen » Ostalpen » Nördliche Ostalpen » Karwendel

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Favorit von 0 Benutzern
hochgeladen:
von: Tom Hofer
am: 30.07.2010 09:12
   

Bücher und Karten Bücher und Karten

Höhenprofil Höhenprofil: aktuelle Höhe:  m | aktuelle Streckenposition:  km

Aufstieg Aufstieg:  km ( Hm) [ %] | Abstieg Abstieg:  km ( Hm) [ %] | (Höhenmeter) [Steigung]

Wetter Wetter aktuell

Meistens bewölkt jetzt: Meistens bewölkt
Temperatur: 13°C | 55°F
Wind: O mit 8 km/h
Luftfeuchtigkeit: 94 %

Vorhersage:
  • Nebel Fr. Nebel 9°C bis 23°C
  • Meist sonnig Sa. Meist sonnig 7°C bis 23°C
  • Meist sonnig So. Meist sonnig 10°C bis 23°C
  • Meist sonnig Mo. Meist sonnig 10°C bis 24°C
 

Fotos Fotos (89) : Brendelsteig - Birkkarspitze

  • Auf gehts zur so genannten Königsetappe   1 Markierungen auf diesem Bild   Diashow hier starten
  • Diagonal unter dem Fels ist die Querung zum ersten Steig   Diashow hier starten
  • Zu Anfang zum Warmwerden geht es noch gemächlich zu   Diashow hier starten
  • Noch teilt man sich den Aufstieg mit dem Weg zum Hochalmkreuz   Diashow hier starten
  • Eine Gämse oberhalb des Weges   1 Markierungen auf diesem Bild   Diashow hier starten
  • Dort werden wir später wieder runterkommen   Diashow hier starten
  • Unser Weg verläuft durch den Schlauchkargraben   Diashow hier starten
  • Unter den imponierenden Ausläufern der Ödkarspitzen hinweg   Diashow hier starten
  • Nördlicher Ausläufer der Ödkarspitzen   Diashow hier starten
  • Uaf diesem Grat gehts gleich Richtung Ödkarpsitzen   Diashow hier starten
  • Nach der Querung des Geröllfeldes beginnt der eigentliche Brendelsteig   Diashow hier starten
  • Erste Reste von Schnee   Diashow hier starten
  • Gegenüber liegt das Karwendelhaus, zwischen uns der Schlauchkargraben   1 Markierungen auf diesem Bild   Diashow hier starten
  • Das Schlauchkar, unser späterer Abstieg   Diashow hier starten
  • Durch Fels und Gebüsch geht es steil hoch   Diashow hier starten
  • Wenn man nicht weiss wo der Weg ist erkennt man auch keinen   Diashow hier starten
  • Auf dem ersten Sattel angelangt sieht man die Ödkarspitzen   Diashow hier starten
  • Deutlich zurück liegen bereits Karwendelhaus und Lochalm   1 Markierungen auf diesem Bild   Diashow hier starten
  • Noch haben wir gut Lachen   Diashow hier starten
  • Erste Drahtseile säumen unseren Weg   Diashow hier starten
  • Hier ist der Grat schön breit   1 Markierungen auf diesem Bild   Diashow hier starten
  • Ein großer Fels wird umrundet   1 Markierungen auf diesem Bild   Diashow hier starten
  • Bis kurz unterhalb dieses Massivs steigt man   Diashow hier starten
  • Das Massiv wird dann nach rechts umgangen   Diashow hier starten
  • Schöne Gratwanderung noch wenig ausgesetzt   Diashow hier starten
  • Immer rechts am Fels entlang   Diashow hier starten
  • Teilweise muss man auch ohne Seile zurechtkommen   Diashow hier starten
  • Das Gelände wird deutlich anspruchsvoller   Diashow hier starten
  • westlich der Ödkarspitzen queren wir durchs Marxenkar   Diashow hier starten
  • Deutlich mehr Schnee liegt hier noch   Diashow hier starten
  • Bereits im Aufstieg ist das eine oder andere Schneefeld zu passieren   Diashow hier starten
  • Der Aufstieg zur westlichen Ödkarspitze beginnt   Diashow hier starten
  • Die letzte Wasserstelle zum erfrischen   Diashow hier starten
  • Auf der Karte nicht eingezeichnete Pfade   Diashow hier starten
  • Die Landschaft wird karger, der Steinmann weist den Weg   Diashow hier starten
  • Nicht mehr weit bis zum ersten Gipfelziel, westliche Ödkarspitze   Diashow hier starten
  • Durch dieses Geröll kamen wir herauf   Diashow hier starten
  • Zwei große Steinmänner markieren den Gipfel der westlichen Ödkarspitze   Diashow hier starten
  • Jetzt knapp 1000 Höhenmeter über unserem Ausganspunkt dem Karwendelhaus   Diashow hier starten
  • Panoramablick von der westlichen Ödkarpsitze mit Großer Seekarspitze   Diashow hier starten
  • Panoramablick von der westlichen Ödkarpsitze mit Zugspitze   Diashow hier starten
  • Panoramablick von der westlichen Ödkarpsitze mit mittlerer Ödkarspitze, Birkkarspitze und Kaltwasserkarspitze   2 Markierungen auf diesem Bild   Diashow hier starten
  • Nach einer Rast geht es weiter   1 Markierungen auf diesem Bild   Diashow hier starten
  • Flach in die Scharte und dann hoch zur mittleren Ödkarspitze   2 Markierungen auf diesem Bild   Diashow hier starten
  • Ein Wunderwerk der Natur   Diashow hier starten
  • Die östliche Karwendelspitze durch das natürliche Fenster   Diashow hier starten
  • Der Gipfel der mittleren Ödkarspitze   Diashow hier starten
  • östliche Ödkarspitze, Birkkarspitze, Kaltwasserkarspitze   1 Markierungen auf diesem Bild   Diashow hier starten
  • Diese beiden Felsen gilt es noch zu besteigen, östliche Ödkarspitze und Birkkarspitze   2 Markierungen auf diesem Bild   Diashow hier starten
  • Der Abstieg von der mittleren Ödkarspitze   Diashow hier starten
  • Der Weg auf die östliche Ödkarspitze sieht nicht nur anspruchsvoll aus, er ist es auch   1 Markierungen auf diesem Bild   Diashow hier starten
  • An einigen Stellen kann man auf die Seile kaum noch verzichten   Diashow hier starten
  • Blick zurück auf die mittlere Ödkarspitze   Diashow hier starten
  • Unspektakulär der Gipfel der östlichen Ödkarspitze, immerhin nur 7m niedriger als die mittlere   Diashow hier starten
  • Der Abstieg von der östlichen Ödkarspitze ist extrem ausgesetzt   Diashow hier starten
  • Schmal und rutschig sind die Stellen die nicht seilversichert sind   Diashow hier starten
  • Die Schlüsselstelle der Tour, eine sehr schmalle Stelle die extrem ausgesetzt ist   Diashow hier starten
  • Auch der Abstieg durch das lose steile Geröll ist nicht ungefährlich   Diashow hier starten
  • Kurz durchschnaufen nach diesem anspruchsvollen Stück   Diashow hier starten
  • Vorsichtig geht es weiter zum Schlauchkarsattel   Diashow hier starten
  • Am steil ins westliche Birkkar abfallenden Hang entlang   1 Markierungen auf diesem Bild   Diashow hier starten
  • Das Birkkar-Notbiwak ist in Sicht und die Birkkarspitze wirkt nicht mehr so gefährlich   1 Markierungen auf diesem Bild   Diashow hier starten
  • Sehr unangenehm zu gehen da sehr steil und rutschig   Diashow hier starten
  • Gleich ist der größte Teil der Tour geschafft   Diashow hier starten
  • Im Schlauchkarsattel steht das Birkkar-Notbiwak   Diashow hier starten
  • Der Aufstieg zur Birkkarspitze ist leichter als gedacht   Diashow hier starten
  • Ein Holzkreuz auf dem Gipfel der Birkkarspitze   Diashow hier starten
  • Blick auf die Ödkarspitzen   Diashow hier starten
  • Panoramablick von der Birkkarspitze mit Lamsenspitze, Grubenkarspitze, Kaltwasserkarspitze, Bettelwurf   Diashow hier starten
  • Panoramablick von der Birkkarspitze mit Kaltwasserkarspitze, Bettelwurf   Diashow hier starten
  • Panoramablick von der Birkkarspitze mit Wilde Kreuzspitze, Großer Lafatscher   Diashow hier starten
  • Panoramablick von der Birkkarspitze   Diashow hier starten
  • Panoramablick von der Birkkarspitze mit Birkköpfen   Diashow hier starten
  • Panoramablick von der Birkkarspitze mit Zugspitze und Ödkarspitzen   Diashow hier starten
  • Tiefblick ins Schlauchkar   Diashow hier starten
  • Die Seile von der Birkkarspitze kann man meistens unbenutzt lassen   Diashow hier starten
  • Einige Schneefelder machten den normalen Wegverlauf zunichte   Diashow hier starten
  • Abstieg duch ein großes Schneefeld   Diashow hier starten
  • Ein kleiner Wasserfall mitten am Weg   Diashow hier starten
  • Das Schlauchkar macht seinem Namen alle Ehre, hier möchte man nicht hoch   Diashow hier starten
  • Eine willkommene Erfrischung in der Hitze des Schlauchkars   Diashow hier starten
  • Rechts von uns ragen die Felsen des Schlauchkarkopfes hervor   Diashow hier starten
  • Blick zurück auf den Abstieg aus dem Schlauchkarsattel   Diashow hier starten
  • Gleich haben wir das Schlauchkar hinter uns gelassen, der Weg ist schon viel flacher geworden   Diashow hier starten
  • Das war der Anfang unserer Tour komplett diagonal den Hang hinauf   Diashow hier starten
  • Flacher und grüner, wir nähern uns der Hütte   Diashow hier starten
  • Absolut wahrheitsgemäß!   Diashow hier starten
  • Vorbei an Felsen   Diashow hier starten
  • Das Dach des Karwendelhaus, wir sind wohlbehalten zurück   Diashow hier starten

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