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Wandern am Hohen Ifen bei Oberstdorf

Rund um den Ifen bieten sich Wanderern gar traumhafte Ausblicke und Möglichkeiten. Die Wandermöglichkeiten belaufen sich auf teils leichtere Touren unter Einsatz der Bergbahn, aber auch auf ambitionierte Strecken für interessante Tagestouren. Dieser Artikel stellt drei der Optionen vor.

Abbildung 1: Der Hohe Ifen bietet Wanderern hervorragende Möglichkeiten.

1. Der Panoramaweg
Wanderer können überlegen, ob sie den Aufstieg zu Fuß angehen oder die Sesselbahn zur Bergstation wählen. Die Station wurde inmitten von Wiesen errichtet und bietet einen sensationellen Blick auf den Ifen. Schon an dieser Stelle erscheint es Wanderern, als könnten sie bald in eine fremde Welt treten. Denn dort, wo die Wiesen enden, beginnt die Karstlandschaft, die mit spitzen Felsen und tiefen Spalten aufwartet. Der Panoramaweg führt zu einem Aussichtspunkt am Bärenköpfle und befindet sich südwestlich der Bergstation. Einmal oben angekommen, finden Wanderer das Bergpanorama vor, welches sie sich wünschen.

2. Über dem Gottesackerplateau
Auch dies ist eine mittelschwere Route, die insgesamt über sechs Stunden geht und eine Strecke von über 15 Kilometern überbrückt. Einige Details:
  • Start - die Wanderung beginnt an der Auenhütte, die an der Talstation der Bahn auf 1275 Metern liegt. Von hier aus geht es über den asphaltierten Weg in den Innerkürenwald. Nach einer dreiviertel Stunde wird die Seilbahn mit der Ifenhütte erreicht. Hinter der Ifenhütte führt der Weg nach rechts in Richtung Gottesackerplateau.
  • Verlauf - einmal 1.900 Meter Höhe erreicht, zweigt der Weg zum Hofen Ifen ab, dieser Weg wird gewählt, bis der Steig erreicht wird. Weiter geht es in südlicher Richtung zu einer Steillage mit einem Felsenlabyrinth, durch welches jedoch eine gesicherte Route führt. Die Route führt direkt zum östlichen Rücken des Hohen Ifen bis hoch zum Gipfelkreuz.
  • Abstieg - Wanderer können an dieser Stelle überlegen, welche Variante des Abstiegs sie bevorzugen. Die originale Route führt hinab zur Schwarzwasserhütte, geht über eine Klettersteiganlage und Wiesenhänge.
Bei dieser Tour muss die Jahreszeit unbedingt mitberücksichtigt werden. Während der Sommermonate sind die Wege und Steiganlagen mit Seilen gesichert, sodass Wanderer sich an den Seilen orientieren und festhalten können. Ab dem frühen Herbst hingegen werden die Sicherungen abgebaut, was die gesamte Wanderung häufig schon in den schwierigen Bereich bringt.

3. Hoher Ifen
Diese Tour richtet sich an erfahrene Wanderer, die mit mittleren und leicht schweren Touren zurechtkommen. Der Weg ist mancherorts ausgesetzt, was die Abstiegsgefahr begünstigt. Die Tour im Überblick:
  • Start - der Sessellift bringt Wanderer zur Bergstation und weiter zur Ifenhütte. Der erste Teil des Weges ist recht belaufen, da er zur Ifenmulde führt und somit auch zum Panoramaweg gehört.
  • Verlauf - in der Mulde geht es aufwärts, bis es eine Weggabelung gibt. Hier wird der linke Weg gewählt. Der jetzige Aufstieg ist recht steil und führt über ein Geröllfeld bis ins Steilgelände. An dieser Stelle ist der Weg relativ breit, hat teils Geländer, wenn diese auch manchmal ausgesetzt sind.
  • Ifenmauer - ist sie erreicht, geht es über die Hochfläche nach rechts, bis das Kreuz erreicht wird. Rückweg - bis zur Felsstufe folgt der Rückweg dem Hinweg, doch wird nun nach links abgebogen, um die Bergstation am Hahnenköpfle zu erreichen.
Die Strecke verläuft über 7,5 Kilometer und dauert knapp drei Stunden.

Abbildung 2: Die Touren bieten an bestimmten Stellen auch durchaus kleinere Herausforderungen.

Welche Ausrüstung wird benötigt?
Das Kleinwalsertal rund um den Hohen Ifen gehört bereits zu den anspruchsvollen Gebieten. Wanderern wird generell ein umfangreiches Equipment wie Kleidung und Rücksäcke aus hochwertigem Material empfohlen:
  • Schuhwerk – festes und trittsicheres Schuhwerk, welches möglichst den Knöchel schützt, ist fast immer angeraten. Eine Ausnahme bildet der Panoramaweg oder die Routen, die ausschließlich über asphaltierte Wege führen. Wer höher hinauf will, kommt ohne festes Schuhwerk nicht aus. Achtung: An den Hängen und in den Spalten kann bis weit in den Sommer hinein Schnee liegen.
  • Handschuhe – die Finger sollten geschützt sein, gerade wenn die Seilanlagen genutzt werden. Auf dem Geröll kommt es leicht zu Stürzen und ungeschützte Hände können am Seil aufscheuern.
  • Bekleidung – der Jahreszeit angemessen, in den höheren Lagen jedoch auch im Sommer warm und windgeschützt.
Grundsätzlich sollten Wanderer ausreichend Proviant und Erste-Hilfe-Materialien bei sich haben. Gerade bei Familien, die mit ihren älteren Kindern wandern wollen, liegen die Bergstationen zu weit auseinander, um einzig dort einzukehren.

Ein Ort, viele Optionen
Wer sich für einen Urlaub am Hohen Ifen interessiert, der kann praktisch täglich eine neue Wanderung ausprobieren. Es gibt so viele Routen, die von den bereits begangenen Wegen abzweigen, durch Wälder oder durch Spalten führen, dass es durchaus möglich ist, das Gebiet mit jedem Sonnenaufgang neu zu entdecken.



Bildquellen:
Abbildung 1: @ Didgeman (CC0-Lizenz) / pixabay.com
Abbildung 2: @ MICHOFF (CC0-Lizenz) / pixabay.com

 
 

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Wandern am Hohen Ifen bei Oberstdorf - Berichte und Artikel rund um die Berge und die Natur
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