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Auf Klettertour in Kanada: Die besten Areale in Ost und West des Wilden Nordens

Bild 1: Faulenzen gibt’s in Kanada nur für Bären. Kletterer nutzen ihre kostbare Zeit für die unzähligen Möglichkeiten hier.

Wer weg will von europäischen Destinationen und unbedingt packende Wildnis erleben möchte, kommt in der Regel um Kanada einfach nicht herum. Im Westen des Landes, in der Provinz British Columbia, locken nicht nur die Canadian Rockies, sondern eine ganze Menge anderer Berge und Klippen. Hier findet sich „Canada’s Pride“ in Form knackiger Sportrouten, jeder Menge Boulder-Areale und mit dem „Chief“ auch einer der größten Monolithen des Kontinents. Als wenn das noch nicht genug wäre, hat auch der Osten Kanadas noch zahlreiche Klettermöglichkeiten in Petto. Auf den folgenden Zeilen checken wir deshalb alle Gebiete und auch, was man für einen solchen Trip an Ausrüstung benötigt.

1. Reisevorbereitungen

Kanada ist alleine aufgrund seiner weiten Entfernung schon eine Hausnummer für sich. Nicht zuletzt ob der Tatsache, dass das Land wirklich weit und extrem dünn besiedelt ist, empfiehlt es sich, sich umfangreich auf so einen Trip vorzubereiten.

Einreisebestimmungen machen dabei den Anfang. „Einfach so“ geht es seit 2016 nicht mehr, seit diesem Jahr muss man im Vorfeld einen ganz ähnlichen eTA-Antrag (online) ausfüllen wie bei USA-Reisen. Um den vorschriftsmäßig mit Daten zu füllen, ist ein Reisepass vonnöten, der Personalausweis reicht nicht aus. Zudem braucht es auch noch eine Kreditkarte (die benötigt man aber sowieso auch für den Trip, um dort zu bezahlen). Nach dem Ausfüllen werden noch sechs kanadische Dollar abgezogen und dann heißt es warten. Aber: In den allermeisten Fällen wird das eTA positiv beschieden, letztendlich ist das nur eine Formsache, damit die Kanadier wissen, wer da warum in ihr Land reisen will. 

Bild 2: Kanada ist richtig menschenleer. Das ist zwar angenehm fürs Klettern, kann aber bei Unfällen problematisch werden.

Sicherheitshinweise sind das zweite Standbein der Vorbereitungen. Grundsätzlich kann man davon ausgehen, dass Kanada ein sehr sicheres Land ist, zumindest was die öffentliche Ordnung und die Kriminalitätsrate angeht. Allerdings muss man hier der Weite dieses Landes (Kanada ist nach Russland das zweigrößte Flächenland der Erde bei gerade mal 36 Millionen Einwohnern) Tribut zollen.

Vor allem in den Sommermonaten bis hinein in den September, kann es aufgrund von Trockenheit zu teilweise gewaltigen Wald- und Buschbränden kommen. Ein Blick auf die Brandgefahrenkarte sollte daher in Country zum allmorgendlichen Ritual gehören.  Zudem ist die Einsamkeit ein Problem. Gerade wer klettern will, sollte dies nicht alleine tun, sondern entweder gleich mindestens zu zweit anreisen oder sich im Land einer Klettergruppe für die Region anschließen. Es empfiehlt sich, sich vorab in die Ausländerliste des Auswärtigen Amtes eintragen zu lassen.

Ebenfalls wichtig ist es sich damit auseinander zu setzen, dass hier „echte“ Wildnis vorherrscht. Nicht die europäische Variante, die einen mit einem einstündigen Fußmarsch immer wieder in die Nähe von Siedlungen bringt, sondern die kanadische Wildnis, in der man tagelang keinen Menschen trifft. Das bedeutet:
  • Auf Wildtiere gefasst sein und sich dann entsprechend verhalten
  • Immer eine genaue Angabe (etwa im Hotel) hinterlassen, wohin man fährt und wann man in etwa zurückkehren wird
  • Bei jedem Trip eine ausreichende Wasser- und Nahrungsreserve mit einplanen (Stichwort Autopanne)
  • Entsprechende Notfallvorsorge betreiben und mit sich führen (Verbandsmaterial, Taschenlampen usw.)
Nicht alle, aber einige Klettergebiete des Landes liegen richtig tief in der Wildnis. Schon wenn da am Mietwagen der Reifen platzt und man keinen Ersatz mit sich führt, kann das zu einem richtigen Abenteuer werden. Und selbst die Polizei bzw. Rettungsdienste (beide über die 911 zu erreichen) benötigen oft Stunden, bis sie vor Ort sind. Das ist der Nachteil von Kanadas einsamer Weitläufigkeit.

Grafik-Hintergrund

2. Reisegepäck

Ohne Gepäck kein Trip. Doch angesichts dessen, was man alles mitnehmen wird, empfiehlt es sich beim Buchen der Flugtickets bereits in Richtung Übergepäckpreise zu schauen. Denn mit den mageren 25 Kilo, die bei den meisten Airlines erlaubt sind, kommt man als Wander- bzw. Klettertourist nicht weit.

Das Grundgepäck sollte nach den besten Gesichtspunkten der Outdoor-Lastigkeit des Landes ausgerichtet sein. Sofern man nicht vorhat, auch noch die größeren Städte mitzunehmen, kann man dabei voll auf Aktivbekleidung setzen. Tribut sollte man der Tatsache zollen, dass es je nach Region und Jahreszeit zu raschen Wetterumschwüngen kommen kann. Neben den dedizierten Kletterschuhen kommen als Schuhwerk nur mindestens knöchelhohe Wanderboots in den Koffer. Falls die neu gekauft werden (insbesondere, wenn sie zum Großteil aus Leder bestehen) sollte man sich in Deutschland dringend die Zeit nehmen und sie anständig einlaufen.

Was die Kleidung anbelangt, muss man sich an den klimatischen Unterschieden des Landes ausrichten:
  • Im Westen des Landes, insbesondere in British Columbia, hat es generell ein etwas milderes Küstenklima. Die Winter sind (zumindest im Süden) mit Deutschland zu vergleichen, im Sommer sind Temperaturen über 30°C jedoch eher die Ausnahme und auch an heißen Sommertagen kann es nachts empfindlich kühl werden.
  • Im Osten des Landes, zumindest abseits der Küste, herrscht hingegen ein Kontinentalklima vor, das bedeutet heiße Sommer und sehr kalte Winter. Vor allem letzterer kommt früh und hält viel länger an, als es bei uns der Fall ist. Dann muss man sich auf teilweise enorme Schneemengen gefasst machen.
Bild 3: Leicht und robust sollte alles sein, was man nach Kanada mitnimmt. Denn es muss immer dabei sein und viel aushalten.

Die Wander- bzw. Kletterausrüstung macht den gewichtigeren Teil des Gepäcks aus. Natürlich gilt hier zunächst das, was die eigene Klettertechnik vorgibt. Vor allem technische Kletterer sollten sich jedoch nicht darauf verlassen, genügend feste Sicherungspunkte vorzufinden. Im Zweifelsfall sollte man deshalb immer mehr Haken mitführen, als man es in Deutschland gewohnt ist.

Außerdem sind die kanadischen Klettermöglichkeiten zu einem großen Teil in höheren Schwierigkeitsgraden angesiedelt. Kombiniert mit der Einsamkeit und dem generell niedrigeren „Ausbau- und Sicherungsfaktor“ der Areale, empfiehlt es sich daher dringend, selbst bei Wanderungen in felsigem Gebiet auf einen Kletterhelm zu setzen. Die Wahl der richtigen Variante hängt dabei nicht nur von dem lokalen Einsatzgebiet, sondern auch von der Art des Kletterns ab. Oftmals ist der Hybridhelm die beste Wahl, um gleichzeitig ausreichenden Schutz zu erhalten, aber nicht unkomfortabel zu klettern. Wer alpin klettert, sollte indes auf einen eher schweren, aber robusten Hartschalenhelm zurückgreifen. Bitte bedenken: Schon bei einem harmlos aussehenden Sturz kann das Gehirn gegen die Schädeldecke stoßen und es zu Blutungen kommen. Gleiches gilt für Mikro-Steinschläge. Wenn der nächste Notarzt zwei Flugstunden entfernt ist, kann das lebensgefährlich sein.

Was sonst noch dabei sein sollte:
  • Ein richtig gutes Mückenspray (am besten vor Ort kaufen, die wissen was gut für kanadische Verhältnisse wirkt) und sich jeden Tag regelrecht damit duschen
  • Ein Bärenabwehrspray. Wobei Kanadier auch auf kleine, dauernd dudelnde Batterieradios schwören, die Bären alarmieren und einfach verscheuchen
  • Ein Prepaid-Handy mit kanadischer SIM. Achtung: Abseits von Siedlungen ist die Netzabdeckung löchrig wie ein Schweizer Käse!
  • Kleidung, die den Wetterumschwüngen gerecht wird. Das bedeutet, Jacken und Co. müssen so leicht sein, dass sie immer im Rucksack stecken können, gleichzeitig aber auch zuverlässigen Langzeitschutz vor Regen und Wind bieten.
  • Portable Wasserfilter. Die Flüsse und Bäche in Kanadas Wildnis mögen klar wie Leitungswasser wirken, sind aber manchmal mit Bakterien und Keimen verunreinigt.
  • Camping-Ausrüstung. Die wenigsten Klettermöglichkeiten kann man in Kanada so legen, dass man morgens vom Hotel aus losfährt und abends wieder zurück ist. Nächte im Zelt sind dort die Regel für Klettertouristen.
Robustheit ist bei allen Ausrüstungsstücken oberstes Gebot. Denn je nachdem, wie weit man draußen ist, ist schneller Ersatz ein Ding der Unmöglichkeit.

Bild 4: Safety first. In Kanada sind die wenigsten Routen so präpariert wie in Europa. Helm und Notfallausrüstung sollten immer dabei sein.

3. Kanadisches Klettern in der Praxis

Kommen wir zu den handfesteren Eckdaten des Kletterns in Kanada.

Klima und Wetter sind dabei die wichtigsten Faktoren. Wie sie sich regional verteilen, wurde bereits erklärt. Im Folgenden deshalb die wichtigsten Infos für British Columbia (BC). Als optimale Kletter-Reisezeit kann man dabei alles ansehen, was zwischen Ende Mai und Mitte September liegt. Dann sind selbst in den niederschlagreicheren Regionen angenehme Sommertemperaturen zu erwarten. Allerdings: Als im winterlichen Klettern unerfahrener Sportler sollte man die Monate außerhalb davon meiden. Auch, weil dann die Möglichkeiten, Kletterführer zu buchen, stark schwinden.

Die Kletterarten sollen ebenfalls ihre Erwähnung finden, denn in BC gibt es keine Kletterart, die nicht möglich ist.
  • Alpinklettern hat als die Variante, bei er es ums klassische Gipfelsteigen geht, den höchsten Technisierungsgrad und sollte sich daher auch in der umfangreichsten Ausrüstung niederschlagen. Die Liste der möglichen Gipfel ist dabei lang.
  • Sportklettern hat bekanntermaßen eher „Der Weg ist das Ziel“ als Philosophie. Wenn es nicht gerade um die Gipfel an sich geht, ist die Reihenfolge technisch knackiger Wände ziemlich umfangreich.
  • Bouldern ist der große Spaß ohne große Höhen und ohne sonderliche Absicherung. Besonders in Sqamish (siehe weiter unten) ist die Auswahl buchstäblich gigantisch. Die Granit-Verhältnisse sind etwa mit denen im Tessin zu vergleichen.  
  • Eisklettern kann in BC für sich den Titel „World’s finest“ in Anspruch nehmen. Wenn hier der Winter kommt, warten die vielleicht schönsten Eiskletter-Areale der Pazifikküste auf Wagemutige.
Auf gut Deutsch gibt es in British Columbia nicht nur etwas für absolut jedes Kletterherz, sondern in jeder Disziplin raue Mengen davon. Der einzige Wehrmutstropfen: Mit einem normalen deutschen Jahresurlaub kann man niemals alles davon abgrasen.

Bild 5: Für den ersten Trip empfiehlt es sich dringend, auch bei großer Klettererfahrung auf einen ortskundigen Guide zu setzen.

4. Die besten Klettergebiete im Westen

Squamish ist eine Kleinstadt dicht an der kanadischen Pazifikküste, je nach Verkehrslage eine Stunde Fahrtzeit vom südlich gelegenen Vancouver entfernt. Eigentlich eine ruhige Ecke, wenn es da nicht den Chief gäbe genauer gesagt den Stawamus Chief.
Dieser Monolith macht zusammen mit den um Sqamish herumliegenden North Shore Mountains das ganze Areal zu dem Wunderland für alle Outdoor-Fans. Hier ist nicht nur Wandern in einer wunderschönen Landschaft möglich, sondern auch praktisch jede Kletterart, die man sich nur vorstellen kann. Schon den Chief als „Hausberg“ des Ortes kann man entweder erwandern oder mit knackigen Schwierigkeitsgraden, die nicht unter 5.8 liegen, erklettern.

Bild 6: Da lacht das Klettererherz: Der Chief liegt direkt vor Sqamishs Haustüren. Drumherum gibt’s noch dutzende weitere Wände.

Banff ist eine Ortschaft nebst gleichnamigem Nationalpark in Alberta, am Osthang der kanadischen Rockies gelegen. Im Sommer sind die zahlreichen Wände und Gipfel Magnet für Alpin- und Sportkletterer, sowie Wanderern, die sich an der wahrhaft atemberaubenden Landschaft nicht sattsehen können. Kanada-Neulinge sollten sich am Via Ferrata des Mount Norquay versuchen, um ein Gefühl für die Region zu entwickeln.

Im Winter jedoch wird es nicht ruhiger, sondern nur die Klientel ändert sich. Denn in Banff befinden sich die nach einhelliger Meinung großartigsten Eisklettermöglichkeiten Nordamerikas. Manche sagen sogar der Welt.

Whistler liegt ebenfalls in British Columbia in „kanadischer Nähe“ zu Squamish. Doch hier ticken die Uhren anders. Denn um Whistler herum findet sich zunächst mal das größte Skigebiet Nordamerikas. Aber hier liegen eben auch einige äußerst spannende Routen für Sportkletterer, die sich rund um die Mounts Wedge, Garibaldi, Tantalus, Chimai und Cayley drehen. Im naheliegenden Örtchen Whistler Creek findet sich mit Creekside sogar ein kleines, aber äußerst feines Boulder-Areal.

Tantalus Range ist das Schlagwort, das man sich merken sollte, wenn man es wirklich auf Einsamkeit abgesehen hat. Eigentlich ist das Areal zwar nur zwei Dutzend Kilometer von Sqamish entfernt. Aber dadurch, dass dort der wilde Squamish River fließt und die ganze Region nicht erschlossen ist, wird die Anreise kompliziert. So gesehen gibt es nur zwei Wege:
  • Mit dem Kanu über den Squamish River. Das ist zwar schnell, hat aber einen Nachteil: Man muss sämtliche Berge aus Meereshöhe erklettern und das ist echte Knochenarbeit.
  • Per Helikopter zum Lake Lovely Water und von dort aus weiter zu Fuß. Das ist zwar ziemlich technisch und auch teuer, aber de facto die bessere Variante.
Wenn man die Anreise aber absolviert hat, warten absolute Highlights für Alpinkletterer. Der Alpha Mountain wartet mit fünf Routen auf, die Mounts Dione und Tantalus immerhin noch mit je zwei. Man kann sicher sein, dass man hier keine Warteschlangen vorfindet.

Bild 7: Die Tantalus Range alleine ist schon für einen dreiwöchigen Trip gut, denn sie ist groß und ziemlich schwer zu erreichen.

Vancouver ist eigentlich eine Großstadt. Aber die Stadt ist eben auch ein exzellentes Basislager für Touren in die Region rund um Squamish. Vor allem aber ist hier die Infrastruktur wesentlich besser. Heißt, dass es hier viel mehr Optionen gibt, Ausrüstung zu ergänzen. Zudem gibt es außerhalb der Stadtgrenzen einige kleinere Boulder-Areale, meist nur den Locals bekannt, die sich exzellent als „Snack“ eignen.

Northwest Territories. Eine Fläche, in die Deutschland fast viermal hineinpasst – dabei aber gerade mal so viele Einwohner wie Wismar, roundabout 45.000. Das Territorium nordöstlich von British Columbia ist aber schon deshalb für Kletterer interessant, weil sich hier unter anderem die Logan Mountains befinden. Und darin: „The Cirque of the Unclimbables“, eine Reihe Klettersteige, die nur denen offenstehen, für die sämtliche Alpenrouten Routine geworden sind. Hier treffen sich die Besten der Besten.

5. Die besten Klettergebiete im Osten

Im Osten Kanadas muss man sein Schul-Französisch aufpolieren, denn hier findet sich der Teil des Staats, in dem traditionell die Sprache unseres Nachbarlandes gesprochen wird und einige richtig geniale Kletterareale noch dazu.

Quebec ist nicht nur eine Stadt, sondern auch ein Territorium größer als British Columbia. Die meisten Klettermöglichkeiten finden sich im Süden des Bundesstaates. Um Montreal herum liegen beispielsweise nicht weniger als mehrere hundert traditionelle Kletterrouten und eine ähnliche Anzahl an Bouldering-Locations. Wer seinen eigenen Berg-Horizont erweitern will, sollte sich Val-David merken. Ein 5.000-Seelen-Örtchen in den Laurentian Mountains, mit über 500 Routen aller Schwierigkeitsgrade.

Bild 8: Im Osten Kanadas sind die Winter eisig. Doch auch dann sind noch genügend Routen offen.

Ontario liegt westlich von Quebec und gilt als das am dichtesten besiedelte Territorium Kanadas, wobei man diesen Begriff natürlich in kanadische Relationen setzen muss.  Extrem beliebt ist hier der Rattlesnake Point. Ein Gebiet, das Outdoorfans aller Couleur anlockt und sich auch zum Sportklettern und Bouldern sehr gut eignet. Wer jedoch das ganz besondere sucht, sollte sich an die 752 Kilometer Böschungsfläche des Niagara (Niagara Escarpment) halten. Denn auf dieser Strecke finden sich unzählige Wände, die schon viele Kletterer begeisterten.

Baffin Island könnte man auch mit „Zieh dich warm an“ übersetzen. Denn die gigantische Insel liegt nördlich der Hudson Bay und ist nur einen „Steinwurf“ von Grönland entfernt. Aber neben der Tatsache, dass die ganze Insel ziemlich gebirgig ist, stehen hier auch Mount Asgard und Mount Thor. Was ehrfurchtgebietend klingt, ist es auch, denn hier gibt es alpine Kletterkost für Hartgesottene.

Wichtig: Das Klima auf Baffin Island ist entsprechend seiner Lage zu betrachten. (Geringe) Plusgrade gibt es erst im Juni und schon spätestens Anfang September fällt das Quecksilber auch tagsüber wieder unter die Null-Grad-Marke. Sonnenschein ist selten, Bewölkung gibt es fast immer. Dafür kann man, wenn man hier klettert, aber auch eine Landschaft vorfinden, die es in der Ausdehnung und Imposanz in Europa schlicht nicht gibt.

Bild 9: Nur die Harten kommen nach Baffin. Hier gibt es keine Outdoor-Romantik, sondern arktisches Extremklettern vom Feinsten.

6. Fazit

Man muss nicht in Europa alles bestiegen haben, was es zu besteigen gibt, um Kanada gut zu finden. Im Gegenteil. Denn hier trifft eine menschenleere Landschaft auf eine tief in der Bevölkerung verwurzelte „Outdoor-Mentalität“. Die Möglichkeiten sind schlicht gigantisch, die Menschen dem Sport gegenüber mehr als aufgeschlossen. Zusammen ergibt das eine Mischung, die vielen europäischen Kletterern das Herz für immer gestohlen hat. Kanada ist gefährlich, suchtgefährlich.


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