Länder Länder/Staaten > Afrika > Guinea-Bissau Guinea-Bissau

Land Karte: Guinea-Bissau | Grenzen der Regionen auf der Karte anzeigen | Nachbarstaaten auf der Karte anzeigen

Staaten Nachbarstaaten: (2)

Nachbarstaaten Info Die Nachbarstaaten werden automatisch anhand der Grenzen errechnet. Daher kann es vorkommen, dass ein Nachbarstaat fehlt oder zu viel angezeigt wird.
Wir versuchen diese im Laufe der Zeit manuell anzupassen. Bei Fehlern könnt ihr euch jederzeit an uns wenden über das Kontaktformular.

Staat Informationen : Guinea-Bissau

Informationen:


Guinea-Bissau [ÉĄiˈneːa bÉȘˈsaÊŠÌŻ] (portugiesisch GuinĂ©-Bissau [ÉĄiˈnɛ biˈsau]) ist ein Staat in Afrika. Er liegt an der afrikanischen WestkĂŒste zum Atlantik und grenzt an Senegal und Guinea.

Geographie

Lage

Guinea-Bissau liegt im Westen von Westafrika und Oberguinea zwischen 13° und 17° westlicher LĂ€nge und 11° und 12° nördlicher Breite. Im Norden grenzt die Republik an Senegal (gemeinsame Grenze rund 338 km), im Osten an Guinea (gemeinsame Grenze rund 386 km), die gesamte GrenzlĂ€nge betrĂ€gt 724 Kilometer zuzĂŒglich 350 Kilometer KĂŒste. Mit einer GesamtflĂ€che von 36.125 kmÂČ (28.120 kmÂČ LandflĂ€che und 8005 kmÂČ WasserflĂ€che) ist das Land rund zehn Prozent kleiner als die Schweiz. Die geographischen Koordinaten der Hauptstadt Bissau sind 11°50’ nördlicher Breite und 15°36’ westlicher LĂ€nge.

Landschaftsbild

An das ĂŒberwiegend flache Landesinnere schließt sich ein durch marine Erosion stark zerklĂŒfteter KĂŒstenstreifen mit einem Sumpfgebiet an. Der höchste Berg ist der Madina do BoĂ© mit 262 Metern ĂŒber dem Meeresspiegel. Die wichtigsten FlĂŒsse sind RĂ­o GĂȘba, RĂ­o Cacheu und RĂ­o Corubal.

Dem Festland vorgelagert liegt der Bissagos-Archipel (Arquipélago dos Bijagós) im Atlantik mit den bedeutendsten Inseln des Landes: Ilha de Orango, Caravela, Bubaque, Roxa, Bolama, Uno und Formosa.

Klima

Das Klima ist tropisch, ĂŒberwiegend feucht und heiß. Die Durchschnittstemperatur betrĂ€gt 24 °C. Von Dezember bis April besteht die Trockenzeit mit Harmattan-WĂŒstenwinden. Die Regenzeit dauert von Mai bis Ende Oktober. Die regenreichsten Monate sind Juli und August.

Bevölkerung

Übersicht

Das Land zĂ€hlte bei der VolkszĂ€hlung 2009 1,45 Mio. Bewohner, darunter waren nur ca. 2.000 Staatsangehörige anderer LĂ€nder. Die Mehrheit der Zuwanderer kommt aus der Region (27,7 % aus Guinea, 18,7 % aus Mauretanien und 18,3 % aus dem Senegal). Von dieser kleinen AuslĂ€ndergruppe waren zudem 5,6 % Portugiesen. 5070 Personen machten keine Angaben zu ihrer Staatsangehörigkeit. Viele Einwohner sind ausgewandert. 2017 lebten jeweils ca. 30.000 StaatsbĂŒrger in Portugal und dem Senegal. Laut UN-Bericht 2015 lebten 22.333 in Deutschland.

Die Bevölkerung im Land ist sehr jung. Das Medianalter lag 2020 bei geschÀtzt 18,8 Jahren, der Anteil der unter 15-JÀhrigen bei 41,9 %. Die FertilitÀtsrate sinkt zwar kontinuierlich, lag aber 2019 immer noch bei 4,4 Kindern pro Frau. Die Bevölkerung wÀchst um 2,4 % jÀhrlich.

Volksgruppen

Über 25 ethnische Gruppen leben im Land, die sich in Sprache, Kultur und Sozialstruktur mehr oder weniger unterscheiden. Die Resultate der letzten VolkszĂ€hlung ergeben folgendes Bild der einheimischen Völker:

Der grĂ¶ĂŸte Teil der Bevölkerung (ca. 83 %) setzt sich aus folgenden fĂŒnf Volksgruppen zusammen:

  • Fulbe 410.560 Personen (28,33 %) (Regionen: GabĂș 79,6 %, BafatĂĄ 60,0 %, Tombali 20,9 %, Bissau 18,0 %)
  • Balanta 323.948 Personen (22,35 %) (Regionen: Tombali 46,9 %, Oio 43,6 %, Quinara 35,2 %, Cacheu 28,8 % und Bissau 20,5 %)
  • Mandinka 212.269 Personen (14,65 %) (Regionen: Oio 32,9 %, BafatĂĄ 22,9 % und GabĂș 14,2 %)
  • Pepel 130.651 Personen (9,02 %) (Regionen: Biombo 64,7 % und Bissau 15,7 %)
  • Manjaco 119.808 Personen (8,27 %) (Region Cacheu 36,8 %)

Weitere bedeutende Volksgruppen sind:

  • Biafada 50.543 Personen (3,49 %) (Region Quinara 36,7 %)
  • Mancanha 44.829 Personen (3,09 %) (Region Cacheu 36,8 %)
  • Bidjogo 30.294 Personen (2,09 %) (Region Bolama/Bissagos-Archipel 64,3 %)
  • Felupe 24.892 Personen (1,72 %) (Region Cacheu 9,1 %)
  • Mansoanca Balante 20.456 Personen (1,41 %)

Ferner gibt es die Balanta Mane (14.460 Menschen; Region Bolama), Nalu (13.420 Menschen; an der sĂŒdwestlichen Grenze zu Guinea), Saracule, Sosso und Diola (an der nördlichen Grenze zur Casamance).

32.098 StaatsbĂŒrger erklĂ€rten, keiner dieser genannten afrikanischen Volksgruppen anzugehören. Und 1274 Personen machten keine Angaben zu ihrer Volkszugehörigkeit.

Sprache

Obwohl die offizielle Landessprache Portugiesisch ist und Schulunterricht ausschließlich darin stattfindet, beherrschen es nur wenige Einwohner gut; laut der letzten VolkszĂ€hlung von 2009 wird Portugiesisch insgesamt von 27,1 % der Landesbevölkerung gesprochen (46,3 % in stĂ€dtischen Gebieten und 14,7 % in lĂ€ndlichen Gebieten). Der Alphabetisierungsgrad liegt bei rund 45 Prozent. Jede ethnische Gruppe verfĂŒgt ĂŒber eine eigene Sprache, die zugleich die Muttersprache ihrer Mitglieder ist. Verkehrssprache ist Guineabissauisches Kreol, eine auf dem Portugiesischen basierende Kreolsprache, die durch die Sprachen der verschiedenen ethnischen Gruppen beeinflusst ist und von rund 60 Prozent der Einwohner beherrscht wird.

Der Schulunterricht wird landesweit auf Portugiesisch abgehalten, obwohl die allermeisten Kinder diese Sprache zuhause nicht sprechen. Kreol zur Unterrichtssprache zu erheben ist bis jetzt sehr schwierig, da die Schriftform erst vor kurzem entwickelt wurde und so kaum Unterrichtsmaterialien in dieser Sprache zur VerfĂŒgung stehen.

Religion

Nach Angaben der letzten VolkszĂ€hlung 2009 sind 45,1 % Muslime, 22,1 % Christen (zumeist Katholiken) und 14,9 % bekennen sich zu afrikanischen Religionen. Allerdings machten 15,9 % der Einwohnerschaft keine Angaben zu ihrer Religionszugehörigkeit. Unter diesen dĂŒrften etliche weitere Angehörige traditioneller Religionen sein. Weitere 2 % erklĂ€rten sich als konfessionslos.

In Guinea-Bissau gibt es zwei katholische BistĂŒmer, das Bistum Bissau sowie das Bistum BafatĂĄ. Papst Johannes Paul II. besuchte 1990 als erster Papst das Land.

Muslimische Mehrheiten gibt es in den Regionen GabĂș (86,5 %) und BafatĂĄ (77,1 %). Die Christen sind in den Regionen Bissau (40,2 %), Cacheu und Bolama (jeweils ĂŒber 30 %) stark vertreten. AnhĂ€nger afrikanischer Religionen sind in den Regionen Biombo (40,6 %) und Cacheu (34,0 %) ĂŒberdurchschnittlich vertreten.

Bildungswesen

Unmittelbar nach der UnabhĂ€ngigkeit ist Guinea-Bissau mit großem Elan an den Aufbau eines Bildungswesens gegangen, das – im Gegensatz zur Kolonialzeit – die gesamte Bevölkerung in einem neuen, von Paulo Freire vermittelten Geist erfassen sollte. Dieser Impuls ist jedoch schon in den 1980er Jahren erlahmt. Heute bietet Guinea-Bissau nur eingeschrĂ€nkte Bildungsmöglichkeiten und -einrichtungen und 54,4 Prozent sind Analphabeten. Die Regierung strebt eine Schulpflicht mit der Dauer von sechs Jahren an. Allerdings besuchen nur wenige Kinder die Schule, da viele von ihren Familien in anderen Aufgaben eingesetzt werden, wie z. B. in der Landwirtschaft. Auf dem Land gibt es außerdem nicht immer die Möglichkeit, eine Schule zu besuchen. Auch muss Schulgeld entrichtet werden, was schon den Zugang zu grundlegender Bildung fĂŒr große Teile der Bevölkerung erschwert. Die durchschnittliche Dauer des Schulbesuchs liegt daher nur bei 3,6 Jahren.

WĂ€hrend weiterfĂŒhrende Schulen in vielen grĂ¶ĂŸeren StĂ€dten des Landes existieren, konzentrieren sich nahezu sĂ€mtliche Ausbildungszentren auf die Hauptstadt Bissau. Außerdem nimmt die Höhe des Schulgeldes mit höheren Klassen zu, was den Besuch dieser Schulen fĂŒr viele potenzielle Absolventen unerschwinglich macht.

Guinea-Bissau verfĂŒgt ĂŒber einige Berufsschulen und Einrichtungen zur Lehrerausbildung. Das nationale Forschungsinstitut INEP (Instituto Nacional de Estudos e Pesquisa) wurde schon 1984 gegrĂŒndet. Als reines Forschungsinstitut bietet es aber selbst keine StudiengĂ€nge an. An das INEP sind weiterhin das historische Nationalarchiv (Arquivos HistĂłricos Nacionais), sowie eine öffentliche Bibliothek angegliedert. Seit 1990 existiert eine FakultĂ€t fĂŒr Rechtswissenschaften, die „Faculdade de Direito Bissau“. Im Zuge der Kooperation mit Kuba auf dem medizinischen Sektor wurde auch eine FakultĂ€t fĂŒr Medizin („Faculdade de Medicina“) aufgebaut. Unterrichtet wird an dieser nicht nur in Bissau, sondern auch noch an weiteren Standorten im Land. Im Jahr 2003 wurden zwei weiteren UniversitĂ€ten, die private „Universidade Colinas de BoĂ©â€œ, sowie die staatliche „Universidade Amilcar Cabral“, gegrĂŒndet. Letztere wurde 2008 von der portugiesischen Grupo LusĂłfona fĂŒr drei Jahre ĂŒbernommen und operiert derzeit unter dem Namen „Universidade LusĂłfona GuinĂ©â€œ. Ende 2009 wurde mit einem Ableger des portugiesischen Instituto Jean Piaget eine dritte UniversitĂ€t eröffnet. Alle genannten Einrichtungen sind fĂŒr Studenten kostenpflichtig – in der Höhe der GebĂŒhren unterscheiden sie sich allerdings teilweise betrĂ€chtlich.

Gesundheit

Das Gesundheitswesen in Guinea-Bissau ist stark unterentwickelt. Zwar gibt der Staat ca. 7 % des BIP fĂŒr das Gesundheitswesen aus, doch aufgrund des geringen BIP sind dies nur 53 US-Dollar pro Person. Dementsprechend schlecht ist die medizinische Versorgung. So gibt es nur etwa 7 Ärzte pro 100 000 Einwohner. Die HIV-PrĂ€valenz bei Erwachsenen betrug im Jahr 2019 rund 3,4 %. Im Jahre 2015 waren 28,3 % der Bevölkerung unterernĂ€hrt. Die durchschnittliche Lebenserwartung bei der Geburt lag 2019 daher nur bei 58,3 Jahren. Dennoch gibt es positive Entwicklungen: Die SĂ€uglingssterblichkeit lag 2009 bei 115 von 1000 Lebendgeburten, hat sich aber bis 2019 auf 55 halbiert. Die Sterblichkeit von Kindern bis 5 Jahren lag 2009 bei 193 von 1000 Lebendgeburten und ist auf 79 gesunken.

Geschichte

Seit dem 13. Jahrhundert gehörte der östliche Teil des heutigen Guinea-Bissaus zum Königreich Kaabu. 1446 erreichten erste portugiesische Seefahrer und HĂ€ndler die obere GuineakĂŒste. 1879 wurde die Provinz Portugiesisch-Guinea gegrĂŒndet. Zuvor war der Distrikt Guinea von den Kapverdischen Inseln aus verwaltet worden. Amilcar Lopes Cabral grĂŒndete am 19. September 1956 die PAIGC und fĂŒhrte von 1963 bis zu seiner Ermordung im Januar 1973 den UnabhĂ€ngigkeitskrieg gegen die Portugiesen. Als die PAIGC 1972 den Großteil des Landes unter Kontrolle hatte, ließ sie Landeswahlen abhalten. Die UnabhĂ€ngigkeit Guinea-Bissaus wurde am 24. September 1973 proklamiert und am 10. September des folgenden Jahres von Portugal anerkannt. Bis heute ist der 24. September der Nationalfeiertag Guinea-Bissaus.

Bis 1961 waren Einheimische von der Wahl ausgeschlossen gewesen. 1961 erhielten alle die portugiesische Staatsangehörigkeit und konnten bei Lokalwahlen abstimmen. Vor der UnabhĂ€ngigkeit 1974 gab es ein Frauenwahlrecht in den Gebieten, die von der Befreiungsbewegung PAIGC kontrolliert wurden. An den BefreiungskĂ€mpfen nahmen Frauen aktiv teil. 1977 wurde das allgemeine aktive und passive Frauenwahlrecht eingefĂŒhrt.

Der PrĂ€sident von Guinea-Bissau, JoĂŁo Bernardo Vieira, der dieses Amt nach einer frĂŒheren PrĂ€sidentschaft von 1980 bis 1999 seit 2005 wieder innehatte, wurde am 2. MĂ€rz 2009 beim Verlassen seines Hauses durch MilitĂ€rs getötet. Die Ermordung Vieiras folgte nahezu unmittelbar auf den Tod des Generalstabschefs Tagme Na Wai bei einem Bombenanschlag am Abend zuvor.

Wenige Tage spĂ€ter wurde der ParlamentsprĂ€sident Raimundo Pereira als neuer PrĂ€sident vereidigt und ĂŒbernahm ĂŒbergangsweise die StaatsgeschĂ€fte.

Am 5. Juni 2009 wurden Baciro Dabo, der als Kandidat bei den anstehenden PrÀsidentschaftswahlen antreten sollte, und Hélder Proença, ehemals Verteidigungsminister des Landes, von Soldaten erschossen. Der ehemalige MinisterprÀsident Faustino Imbali wurde von Soldaten verhaftet. Die drei AnhÀnger des im MÀrz ermordeten PrÀsidenten Vieira sollen einen Putsch gegen die amtierende Regierung geplant haben.

Bei den vorgezogenen PrĂ€sidentschaftswahlen am 28. Juni 2009 erreichten Malam Bacai SanhĂĄ, der Kandidat der PAIGC, und Kumba IalĂĄ, der Kandidat der PRS, die meisten Stimmen. Die am 26. Juli 2009 durchgefĂŒhrte Stichwahl konnte Malam Bacai SanhĂĄ fĂŒr sich entscheiden.

Bei einem Putschversuch am 1. April 2010 wurden der Regierungschef Carlos Gomes Junior sowie der Chef der StreitkrĂ€fte, Zamora Induta, von MilitĂ€rs festgenommen. Das Kommando ĂŒbernahm Indutas ehemaliger Stellvertreter AntĂłnio Indjai. Es folgten ZusammenstĂ¶ĂŸe von Soldaten und aufgebrachten Gomes-AnhĂ€ngern. Nach wenigen Stunden wurde Gomes Junior wieder freigelassen und versuchte selbst das Geschehen als „Zwischenfall“ zu relativieren. Danach beruhigte sich die Lage wieder. Als Hintergrund werden Spannungen innerhalb der MilitĂ€rfĂŒhrung vermutet.

Am 25. Juni 2010 wurde AntĂłnio Indjai, der AnfĂŒhrer der Meuterei vom 1. April, zum neuen Armeechef Guinea-Bissaus ernannt. Zamora Induta und weitere Offiziere blieben ohne Gerichtsverfahren in Gefangenschaft. Am 2. August wurde vom PrĂ€sidenten bekannt gegeben, dass das Land der Stationierung einer internationalen Stabilisierungstruppe zustimmen werde. Am 21. Dezember 2010 wurden Zamora Induta und die anderen Offiziere aus der Haft entlassen, aber unter stĂ€ndige Überwachung gestellt, und zwar auf ein Ultimatum der EU hin, die gedroht hatte, andernfalls wegen Verletzung der Menschenrechte die Entwicklungszusammenarbeit mit Guinea-Bissau einzustellen.

PrÀsident Malam Bacai Sanha starb im Januar 2012 nach langer Krankheit.

Am 12. April 2012 kam es zu einem MilitĂ€rputsch in der Hauptstadt Bissau durch Truppenteile unter FĂŒhrung von Mamadu TurĂ© Kuruma. Sie nahmen PrĂ€sident Raimundo Pereira und Premierminister Carlos Gomes JĂșnior gefangen und ĂŒbernahmen die Kontrolle ĂŒber die Stadt. Da der Putsch zwischen der ersten Runde der PrĂ€sidentschaftswahlen, die der frĂŒhere Premierminister Carlos Gomes JĂșnior und seine Partei PAIGC gewonnen hatte, und der fĂŒr den 29. April angesetzten Stichwahl zwischen ihm und dem zweitstĂ€rksten Kandidaten Kumba IalĂĄ stattfand, nehmen viele an, dass die Motivation des Putsches die Verhinderung der Wahl von Carlos Gomes JĂșnior zum PrĂ€sidenten war. Zwischen den Putschisten und einigen Oppositionsparteien, insbesondere der PRS des frĂŒheren PrĂ€sidenten Kumba IalĂĄ, aber unter Ausschluss der PAIGC, wurde die Übereinkunft getroffen, die Verfassung fĂŒr eine Übergangszeit von ein bis zwei Jahren in Teilen auszusetzen und keine Neuwahlen (Parlament, PrĂ€sident) stattfinden zu lassen. Im Zuge dieser Übereinkunft wurde der vorher amtierende ParlamentsprĂ€sident Manuel Serifo Nhamadjo zum ÜbergangsprĂ€sidenten ernannt. Die PAIGC von Gomes JĂșnior erkennt diese Übergangsregierung nicht an, ebenso nicht die EU, die darĂŒber hinaus Reisesanktionen gegen Angehörige des MilitĂ€rkommandos, das den Putsch angefĂŒhrt hatte, verhĂ€ngte. Am 12. April 2012 wurde Carlos Domingos Gomes Junior, der Favorit bei den anstehenden PrĂ€sidentenwahlen am 29. April, von Soldaten in seinem Haus festgenommen. Das MilitĂ€r ĂŒbernahm die Kontrolle.

Am 18. Mai 2014 konnte sich JosĂ© MĂĄrio Vaz (PAIGC) mit 61,92 % im zweiten Wahlgang gegen Nuno Gomes Nabiam durchsetzen. Er regierte bis 2019 und damit als erster PrĂ€sident des Landes ĂŒber eine volle Amtszeit. Seine Amtszeit war jedoch ĂŒberschattet von politischen Krisen, da er 2015 den Parteichef seiner eigenen Partei, Domingos SimĂŽes Pereira, als Premierminister entlassen hat und die nĂ€chsten Jahre keine vom Parlament akzeptierte Regierung mehr installieren konnte. Allein im Verlauf des Jahres 2016 hatte das Land fĂŒnf unterschiedliche Regierungschefs. Erst 2018 fand sich mit Aristides Gomes ein Kompromisskandidat. Obwohl die Amtszeit des PrĂ€sidenten bereits im Juni 2019 endete, ernannte er im Oktober noch Faustino Imbali zum neuen Premierminister. Die Wahlen fanden erst im November und Dezember statt. Vaz trat erneut an, wurde jedoch aufgrund der Vorkommnisse nicht mehr von der PAIGC unterstĂŒtzt. Diese schickte stattdessen Vaz' politischen Kontrahenten Pereira ins Rennen.

Politik

Politisches System

Nach der Verfassung von 1984 ist Guinea-Bissau eine PrĂ€sidialrepublik, seit 1991 mit einem Mehrparteiensystem. Der PrĂ€sident wird fĂŒr fĂŒnf Jahre nach absoluter Mehrheitswahl gewĂ€hlt.

Am 29. Dezember 2019 gewann der ehemalige Premierminister Umaro Sissoco EmbalĂł die PrĂ€sidentschaftswahl im zweiten Wahlgang mit 53,55 %, nachdem er im ersten Wahlgang mit 27,65 % noch weit gegenĂŒber seinem Konkurrenten Domingos SimĂŽes Pereira zurĂŒcklag, der auf 40,13 % der Stimmen kam. Pereira erzielte im zweiten Wahlgang 46,45 % und erkannte das Wahlergebnis nicht an. Am 27. Februar 2020 vereidigte sich EmbalĂł selbst als PrĂ€sident. Das Parlament bestimmte jedoch den ParlamentsprĂ€sidenten Cipriano Cassama zum InterimsprĂ€sidenten, der aber wenige Tage spĂ€ter nach Morddrohungen zurĂŒcktrat.

Die Legislative besteht aus der Nationalversammlung (Assembleia Nacional Popular da GuinĂ©-Bissau). Von den 102 Abgeordneten werden 100 in 27 Mehrpersonenwahlkreisen nach VerhĂ€ltniswahlrecht gewĂ€hlt. Zwei Sitze sind fĂŒr Staatsangehörige im Ausland reserviert, die in den beiden Wahlkreisen Afrika und Europa gewĂ€hlt werden. Die letzten Parlamentswahlen fanden am 10. MĂ€rz 2019 statt.

Außenpolitik

Die Republik Guinea-Bissau unterhĂ€lt Botschaften und Generalkonsulate in folgenden LĂ€ndern: Botschaften in Deutschland, Belgien, Spanien, Frankreich, Portugal, Russland, China, Iran, Brasilien, Kuba, Venezuela, Algerien, Gambia, Guinea-Conakry, Nigeria, Senegal, Marokko, Indonesien. Generalkonsulate in Angola, Argentinien, Benin, Kap Verden, Island, SĂŒdkorea, Libanon, Mauretanien, Niederlande, RumĂ€nien, Slowenien, Sri Lanka.

Folgende Staaten sind mit Botschaften oder Generalkonsulaten in Guinea-Bissau vertreten: Botschaften von Angola, Brasilien, China, Kuba, Frankreich, Gambia, Deutschland, Guinea-Conakry, Libyen, Nigeria, Portugal, Russland, Senegal, SĂŒdafrika, Spanien. Generalkonsulate von Belgien, Kap Verde, Indien, Italien, Libanon, Mauretanien, Niederlande, RumĂ€nien, Schweiz, TĂŒrkei, Vereinigtes Königreich.

Das Land hat stÀndige Vertreter bei der Afrikanischen Union, der EuropÀischen Union, der Kommission der LÀnder portugiesischer Sprache (CPLP), bei den Vereinten Nationen sowie bei der UNESCO.

Der Staat der Vatikanstadt unterhÀlt eine Apostolische Nuntiatur in Bissau.

MilitÀr

Die aus den drei TeilstreitkrÀften Luftwaffe, Marine und Heer bestehenden StreitkrÀfte von Guinea-Bissau haben eine StÀrke von circa 9.250 Mann. Das Land hat die Todesstrafe auch im MilitÀrstrafrecht abgeschafft.

Menschenrechte

Die weibliche GenitalverstĂŒmmelung ist in Guinea-Bissau weiterhin ein ernstzunehmendes Problem. Nach Angaben des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen (UNICEF) und Terre des Femmes sind bis zu 50 % der MĂ€dchen und Frauen im Alter von 15 bis 49 Jahren betroffen. Im Juni 2011 verabschiedete das Parlament von Guinea-Bissau ein Gesetz, welches die weibliche GenitalverstĂŒmmelung unter Strafe stellt. Der Weltfriedensdienst unterstĂŒtzt das Netzwerk DJINOPI, welches sich im Land entschieden gegen diese Praxis einsetzt.

Verwaltungsgliederung

Guinea-Bissau gliedert sich in acht Regionen und einen autonomen Sektor um die Hauptstadt Bissau. Die Regionen teilen sich wiederum in 37 Sektoren. FĂŒr die Regionen wurde der jeweilige Name der Hauptstadt in Klammern mitangegeben, die Sektoren sind nach ihren jeweiligen HauptstĂ€dten benannt. Lediglich fĂŒr die drei Sektoren des Bissagos-Archipels sind auch die Hauptorte in Klammern mitangegeben.

Die acht Regionen Guinea-Bissaus sind in drei Provinzen gruppiert: Leste (Ost: BafatĂĄ, GabĂș), Norte (Nord: Biombo, Cacheu, Oio) und Sul (SĂŒd: Bolama, Quinara, Tombali).

StÀdte

Die grĂ¶ĂŸten StĂ€dte in Guinea-Bissau sind (Stand Zensus vom 3. MĂ€rz 2009): Bissau 387.909 Einwohner, GabĂș 43.556 Einwohner, BafatĂĄ 29.556 Einwohner, Canchungo 12.044 Einwohner, BissorĂŁ 9898 Einwohner und Bula 9010 Einwohner.

Wirtschaft

Guinea-Bissau zĂ€hlt zu den Ă€rmsten LĂ€ndern der Erde. FĂŒr 2016 wird das BIP auf 694 US$ je Einwohner geschĂ€tzt, so dass in den letzten Jahren nominal ein gewisses Wirtschaftswachstum zu verzeichnen ist. Dennoch hat das Land nach wie vor ein sehr hohes Außenhandelsdefizit; praktisch alle industriell verarbeiteten Waren werden importiert – zum großen Teil aus Europa – und deren Preisniveau ist meist hoch im Vergleich mit benachbarten Staaten. Gleichzeitig ist das Einkommen der absoluten Mehrheit der Bevölkerung sehr niedrig und die Einkommensverteilung relativ ungleichmĂ€ĂŸig; fĂŒr viele Menschen ist es Ă€ußerst schwierig, die eigenen GrundbedĂŒrfnisse der Familie tĂ€glich zu befriedigen.

Die auf die BedĂŒrfnisse der Kolonialmacht Portugal ausgerichtete Wirtschaft war nach deren Abzug nicht mehr lebensfĂ€hig. Ihre ProduktivitĂ€t bewegt sich auf dem Niveau einer Selbstversorgungswirtschaft. Nach der UnabhĂ€ngigkeit wurde zwar begonnen, eine eigene nationale Industrieproduktion aufzubauen, eine solche ist jedoch heutzutage kaum noch vorhanden, unter anderem weil viele der industriellen Anlagen im BĂŒrgerkrieg 1998/99 zerstört wurden. Heute mangelt es an nachhaltigen Investitionen in diesen Sektor, es wird von internationaler Seite – wenn ĂŒberhaupt – nur in die Rohstoffausbeutung investiert und zum großen Teil ist dies bisher nur im Planungsstadium.

Nach dem Korruptionswahrnehmungsindex (Corruption Perceptions Index) von Transparency International lag Guinea-Bissau 2017 von 176 LĂ€ndern zusammen mit Libyen, Äquatorialguinea und Nordkorea auf dem 171. Platz, mit 17 von maximal 100 Punkten. Damit gehört das Land zu den korruptesten der Welt. Im Ease of Doing Business Index der Weltbank belegt das Land 2018 Platz 176 von 190 LĂ€ndern.

Bevor der CFA-Franc eingefĂŒhrt wurde, war von 1975 bis 1997 der Guinea-Peso (PG) zu 100 Centavos die WĂ€hrung von Guinea-Bissau.

Kennzahlen

Alle BIP-Werte sind in US-Dollar (KaufkraftparitÀt) angeben.

Landwirtschaft

Mehr als 90 % der Bevölkerung sind in der Landwirtschaft tĂ€tig. Angebaut werden können Reis, Mais, Hirse, Maniok, Yams, Bataten und Zuckerrohr. 38,1 % der FlĂ€che Guinea-Bissaus sind bewaldet, 12,0 % werden fĂŒr Landwirtschaft, 38,4 % fĂŒr Weidewirtschaft und 11,5 % fĂŒr sonstige Zwecke genutzt (1994).

Bergbau

An BodenschĂ€tzen verfĂŒgt das Land ĂŒber Phosphate, Bauxit, Erdöl, Gas und Gold. An der sĂŒdwestlichen Landesgrenze zu Guinea in der Region BoĂ© und im Norden des Landes bei Farim wurden große Vorkommen an Bauxit aufgefunden. In der Region BoĂ© will ein angolanisches Bergbauunternehmen in KĂŒrze mit der Exploration beginnen. Dazu soll auch ein Tiefseehafen in Buba errichtet werden. Im Ölsektor stehen 14 Blöcke zur Förderung bereit, von denen die meisten bereits vergeben wurden.

Export

Einen Export von IndustriegĂŒtern gibt es nicht. In den Export gelangen Erzeugnisse aus Land- und Forstwirtschaft und der Fischerei wie ErdnĂŒsse, Palmkerne und Palmöl, Garnelen und Holz. In den letzten Jahren wurden vermehrt Cashew-NĂŒsse angebaut und ausgefĂŒhrt, so dass Guinea-Bissau inzwischen auf Platz 6 der weltweit grĂ¶ĂŸten Produzenten von Cashew-NĂŒssen steht. Sie machen 85 % der Exporterlöse aus.

Drogenhandel

Nach Erkenntnissen des BĂŒros der Vereinten Nationen fĂŒr Drogen- und VerbrechensbekĂ€mpfung waren Guinea-Bissau und die Republik Guinea in den Jahren 2004 bis 2007 ein wichtiges Drehkreuz fĂŒr den Kokainschmuggel von SĂŒdamerika ĂŒber Westafrika nach Europa. Sowohl die innenpolitischen Ereignisse in den beiden LĂ€ndern, als auch internationale BemĂŒhungen zur BekĂ€mpfung des Kokainschmuggels in der Region fĂŒhrten zu einem deutlichen RĂŒckgang der Transporte in den Jahren 2008 und 2009. Die Ereignisse des 1. April 2010 in Bissau lĂ€uteten die Wiederbelebung der Transportroute ĂŒber Guinea-Bissau ein. Der in die Ereignisse verstrickte, ehemalige Chef der Marine Konteradmiral Bubo na Tchuto sowie der amtierende Luftwaffenchef Ibraima Papa Camara wurden im April von US-Behörden des Drogenschmuggels beschuldigt und deren Konten in den USA eingefroren. Im Jahr 2012 erreichten in jeder Nacht 800 bis 1000 Kilogramm Kokain das Land.

Staatshaushalt

Der Staatshaushalt umfasste 2016 Ausgaben von umgerechnet 213 Mio. US-Dollar, dem standen Einnahmen von umgerechnet 171 Mio. US-Dollar gegenĂŒber. Daraus ergibt sich ein Haushaltsdefizit in Höhe von 3,5 % des BIP.

Die Staatsverschuldung betrug 2016 46,7 % des BIP.

2006 betrug der Anteil der Staatsausgaben (in % des BIP) folgender Bereiche:

  • Gesundheit: 5,8 %
  • Bildung: 5,2 % (1999)
  • MilitĂ€r: 3,1 % (2005)

Verkehr

Schiffsverkehr

In Bissau, Buba, Cacheu und Farim existieren HĂ€fen.

Flugverkehr

Den einzigen Verkehrsflughafen gibt es in Bissau (Aeroporto Internacional Osvaldo Vieira de Bissau). Er wird heute von fĂŒnf Fluglinien bedient, die Strecken nach Portugal, Marokko, Kap Verde und in den Senegal anbieten. Einzige nationale Fluggesellschaft war die 1998 eingestellte Air Bissau.

Schienenverkehr

Schienenverkehr in Guinea-Bissau hat es bisher nicht gegeben, von einer kleinen Hafenbahn in Bissau Ende des 19. Jahrhunderts bis in die 1940er Jahre abgesehen. BegĂŒnstigt durch eine positive wirtschaftliche Entwicklung bis 1997 entstanden in Kooperation mit Portugal erste grobe Planungen, die ab 1998 die Errichtung einer ersten Eisenbahn mit Verbindung zum Schienenverkehr in Guinea andachten. Sie erreichten jedoch kein konkretes Stadium, insbesondere nach der anhaltenden Krise des Landes nach dem Putsch von 1998.

Kultur

Frankreich, Portugal und Brasilien unterhalten grĂ¶ĂŸere Kulturzentren in Bissau.

Die – auch international – bekannteste Kulturgestalt des Landes war der WiderstandskĂ€mpfer und Dichter Amilcar Cabral. Ein weiterer wichtiger Literat war HĂ©lder Proença. Der Schriftsteller Abdulai SilĂĄ ist sogar ins Deutsche ĂŒbersetzt worden und gilt als wichtigste zeitgenössische literarische Stimme seines Landes.

Bekanntester PopsÀnger des Landes ist Américo Gomes. Der Filmemacher Flora Gomes gilt als bedeutendster Vertreter seines Faches.

Die drei bedeutendsten Museen des Landes befinden sich in der Hauptstadt Bissau. So gibt es ein 1988 eröffnetes Museum fĂŒr Ethnographie bzw. Ethnologie (Museu ethnografico national da Guinea-Bissau) in einem ehemaligen, nach portugiesischem Kolonialstil 1948 erbauten GebĂ€ude mit einer rund 14.000 BĂ€nde umfassenden Bibliothek. Es ist das grĂ¶ĂŸte und bekannteste Museum des Landes mit einer umfangreichen Sammlung ethnologischer und ethnographischer Exponate. Weitere Museen sind das Memorial da Escravatura e do TrĂĄfico Negreiro (Gedenkort fĂŒr die Sklaverei und den Transport von Afrikanern nach Übersee), ein Museum, das sich der Geschichte der Sklaverei verschrieben hat, sowie das Museu Militar da Luta de Libertação Nacional (Museum fĂŒr den Kampf fĂŒr die nationale Freiheit), ein Museum, das die Geschichte des Widerstandes gegen die Kolonialmacht Portugal zeigt.

Literatur

  • Thomas Baur: Reise Know-How ReisefĂŒhrer Senegal, Gambia und Guinea-Bissau. 8. Auflage. Reise Know-How Verlag, Bielefeld 2018, ISBN 978-3-8317-3152-7. 
  • Ulrich Schiefer: Dissipative Ökonomie und Entwicklungszusammenarbeit und der Zusammenbruch afrikanischer Agrargesellschaften am Beispiel Guinea-Bissaus. IAK, Hamburg 2002, ISBN 3-928049-83-6 (ssoar.info). 
Belletristik
  • Sylvain Prudhomme: Ein Lied fĂŒr Dulce. Übers. Claudia Kalscheuer. Unionsverlag, ZĂŒrich 2017

Weblinks

  • Datenbank inhaltlich erschlossener Literatur zur gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Situation in Guinea-Bissau
  • Guinea-Bissau im World Fact Book des CIA (englisch)
  • LĂ€nderinformationen des AuswĂ€rtigen Amtes zu Guinea-Bissau
  • Weitere Informationen auf guinee-bissau.net (französisch)
  • Webseiten zu Guinea-Bissau auf Bolama.net
  • https://www.embassypages.com/guineabissau

Einzelnachweise


 

Region Regionen (0)

Abk Name O
GW.BA BafatĂĄ  
GW.BS Bissau  
GW.BL Bolama  
GW.CA Cacheu  
GW.GA GabĂș  
GW.OI Oio  
GW.QU Quinara  
GW.TO Tombali  
 

Die höchsten Gipfel Die höchsten Gipfel

 

Die höchsten Hütten Die höchsten Hütten

 

Touren in diesem Staat Touren in diesem Staat

 

Bücher und Karten Bücher und Karten

Flagge: Guinea-Bissau

Name englisch: Guinea-Bissau
Hauptstadt: Bissau
Kfz: GUB
ISO: GW
ISO3: GNB
Fläche: 36120 km²
Tld: .gw
Wärung Einheit: XOF
Währung: Franc
Vorwahl: 245

Ausdehnung / Grenzen (nach WGS 84 dezimal):
nördlichster Punkt: 12.6847224
südlichster Punkt: 10.8599702
westlichster Punkt: -16.7117356
östlichster Punkt: -13.6275045


 
Guinea-Bissau: Große Karte mit den Grenzen und allen POIs
Guinea-Bissau. Schaue dir die Lage und viele weitere Informationen an. Höchste Gipfel und höchste Hütten.

Twitter twitter.com/deinebergede Instagram instagram.com/deineberge.de Facebook facebook.com/DeineBerge Frage Kontakt Fragen, Fehler, Lob, Kritik?
Schreib uns eine Nachricht.