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Staat Informationen : Kenia

Informationen:


Kenia [ˈkÊ°eːniÌŻa] (Swahili, englisch Kenya [ˈkʰɛnjə, ˈkÊ°iːnjə]), offiziell Republik Kenia, ist ein Staat in Ostafrika. Die Hauptstadt und grĂ¶ĂŸte Stadt des Landes ist Nairobi, die zweite Millionenstadt ist Mombasa. Die Wirtschaft Kenias ist, gemessen am Bruttoinlandsprodukt, die grĂ¶ĂŸte in SĂŒdost- und Zentralafrika.

Kenia erlangte im Dezember 1963 die UnabhĂ€ngigkeit von Großbritannien. Nach der Verabschiedung einer neuen Verfassung im August 2010 ist Kenia in 47 halbautonome Gebietskörperschaften, sogenannte Counties, unterteilt, in denen jeweils ein gewĂ€hlter Gouverneur regiert.

Geographie

Kenia grenzt im Nordwesten an den SĂŒdsudan, im Norden an Äthiopien, im Nordosten an Somalia, im SĂŒden an Tansania, im Westen an Uganda und im SĂŒdosten an den Indischen Ozean.

Inseln

Folgende Inseln gehören ebenfalls zum Staatsgebiet Kenias:

  • Lamu, Pate, Manda, Kiwayu, Manda Toto (Lamu-Archipel im Indischen Ozean)
  • Chale Island, Mombasa Island, Wasini Island (Indischer Ozean)
  • Mfangano Island, Ndere Island, Pyramid Island, Rusinga Island (Victoriasee)
  • Central Island, South Island (Turkana-See)

Geomorphologie

Zentral-Mittel-Kenia wird vom Rift Valley durchzogen, einem Teil des Ostafrikanischen Grabenbruchs. Die höchste Erhebung – der Batian mit 5199 m – befindet sich im Mount-Kenya-Massiv, das Gebirge gehört zum UNESCO-Weltnaturerbe. Der tiefste Punkt liegt bei 0 m an der 480 km langen KĂŒste des Indischen Ozeans; dort sind teilweise Korallenriffe vorgelagert. Die lĂ€ngsten FlĂŒsse des Landes sind: Tana, Sabaki und Kerio. Im Osten erstreckt sich das KĂŒstentiefland als ein schmaler Saum. Die KĂŒstenlinie wird dabei von Buchten und Lagunen gegliedert. SĂŒdlich sind Korallenriffe vorgelagert. Nach Westen schließen sich HĂŒgel- und TafellĂ€nder an.

Klima

Kenia kann in zwei Klimazonen unterteilt werden: Im Hochland, das höher als 1800 m liegt, kommt es von April bis Juni und von Oktober bis November zu Regenperioden. Der Niederschlag fĂ€llt meist nachmittags, abends und nachts. Die NĂ€chte sind relativ kĂŒhl. Die kĂ€lteste Zeit in dieser Region liegt im Juli und August mit etwa 10 °C tĂ€glichem Minimum. Die warme Periode liegt im Januar und Februar mit etwa 25 bis 26 °C tĂ€glichem Maximum. Die Luftfeuchtigkeit betrĂ€gt etwa 65 Prozent. In Nairobi liegen die Temperaturen im Juli bei 11 bis 21 °C und im Februar bei 13 bis 26 °C. Die jĂ€hrliche durchschnittliche Niederschlagsmenge liegt in Nairobi bei 958 mm. Am Victoriasee sind die Temperaturen viel höher, hier gibt es zum Teil starke RegenfĂ€lle.

An der KĂŒste liegen die Temperaturen zwischen 22 und 32 °C, und die mittlere Luftfeuchtigkeit betrĂ€gt etwa 75 Prozent. Der meiste Niederschlag fĂ€llt von April bis Juni. Die trockensten Monate sind Januar und Februar. Die wĂ€rmsten Monate sind Oktober bis Mai.

Hydrogeographie

Die Hydrogeographie des Landes ist von unterschiedlichem Charakter. Bedingt durch die unterschiedlichen Klimazonen ergibt sich, dass das kleinste Einzugsgebiet, das des Viktoriasees mit knapp 10 % der LandesflĂ€che, mit der HĂ€lfte der Gesamtwassermenge den höchsten Abfluss hat. Das grĂ¶ĂŸte Einzugsgebiet hingegen, das des Ewaso Ng’iro, der in den Juba entwĂ€ssert, hat mit mehr als einem Drittel der LandesflĂ€che nur einen Anteil des Abflusses von weniger als 2 %. Neben dem regenreichen SĂŒdwesten stellt das Massiv des Mount Kenya das „Wasserschloss“ des Landes dar. Knapp ein Viertel des Landes entwĂ€ssern in abflusslose Becken wie das des Turkana-Sees.

Nationalparks und Naturschutz

Es gibt eine Vielzahl an Nationalparks in Kenia, die ein wichtiges Standbein fĂŒr den Tourismus darstellen. Der grĂ¶ĂŸte Nationalpark ist der Tsavo-Nationalpark, der in Tsavo-Ost und Tsavo-West gegliedert ist. Die bekannte Masai Mara, der nördliche AuslĂ€ufer der Serengeti, ist formell kein Nationalpark, sondern ein Naturschutzgebiet. Bedingt durch die Herdenwanderungen von Gnus, Zebras, Antilopen, BĂŒffeln und Impalas, findet man hier besonders in den Monaten Juli und August einen großen Tierreichtum. Weitere bedeutende Nationalparks sind Amboseli, Lake Nakuru und Meru. Ebenso sehenswert ist der Nationalpark in Nairobi, ein kleineres tierreiches Reservat inmitten der Hauptstadt. Wohl nirgends sonst kann man Giraffen und Zebras so dicht vor einer Großstadtskyline beobachten. An der KĂŒste von Kenia liegt der Watamu Marine Nationalpark, ca. 120 Kilometer nördlich von Mombasa. Der Nationalpark besteht aus einem Korallenriff mit vielen verschiedenen Fischarten.

Bevölkerung

Demographie

Die zusammengefasste Fruchtbarkeitsziffer lag im Jahr 2019 bei 3,4 Kindern pro Frau. Die Rate geht seit Anfang der 1970er Jahre zurĂŒck, als noch etwa 8 Kinder pro Frau geboren wurden. Der RĂŒckgang rĂŒhrt unter anderem daher, dass der Anteil der kenianischen Frauen, denen moderne VerhĂŒtungsmethoden zur VerfĂŒgung stehen, kontinuierlich steigt und mittlerweile bei 79 % liegt.

Kenia nimmt mit etwa 47,5 Millionen Einwohnern (2019) Rang 34 der bevölkerungsreichsten LĂ€nder der Erde ein. Die durchschnittliche Lebenserwartung bei der Geburt wird fĂŒr 2019 mit 66,7 Jahren angegeben. Auf dem Höhepunkt der AIDS-Epidemie 2000 lag sie nur noch bei 50 Jahren. Ein Bevölkerungsanteil von ĂŒber 39,2 % ist jĂŒnger als 15 Jahre.

Volksgruppen

Insgesamt leben in Kenia mehr als 40 verschiedene Volksgruppen, die mehr als 50 verschiedene Sprachen und Dialekte sprechen.

Die meisten Einwohner Kenias gehören bantusprachigen Volksgruppen an. Zu diesen zĂ€hlen die Kikuyu (mit rund 22 % Bevölkerungsanteil die grĂ¶ĂŸte Volksgruppe Kenias), die Luhya (14 %), die Kamba (11 %), die Kisii (6 %), die Mijikenda (5,1 %) und die Meru (4,3 %).

Des Weiteren leben im Nordwesten Kenias nilotische Volksgruppen wie die Kalendjin (mit 12,9 % die drittgrĂ¶ĂŸte Gruppe), die Luo (mit 10,5 %), die Turkana (2,6 %), die Massai (2,2 %) und die Samburu (0,6 %).

Zu den kuschitischsprachigen Völkern im Nordosten des Landes gehören die kenianischen Somali (6,2 %) und die Oromo sowie kleinere Gruppen wie die Rendille (0,2 %) und die El Molo.

Nicht-afrikanische Bevölkerungsgruppen (EuropÀer vorwiegend britischer Herkunft, Asiaten, Araber) machen etwa 1 % der Bevölkerung aus.

Die kenianische Regierung erkennt aktuell (Stand: 2017) 43 Völker als zur StaatsbĂŒrgerschaft berechtigt an. Daneben gibt es eine Reihe von Völkern und Communitys, die vermutlich bereits vor der UnabhĂ€ngigkeit in Kenia lebten, aber als staatenlos gelten – insgesamt rund 18.500 Personen. Zu ihnen zĂ€hlen die Shona, die Shirazi, die Galja’el sowie die Pemba.

Im Jahre 2017 waren 2,2 % der Bevölkerung im Ausland geboren. Die meisten AuslĂ€nder sind FlĂŒchtlinge aus Somalia, Uganda und dem SĂŒdsudan.

Sprachen und Dialekte

Nach der geltenden Verfassung gilt seit 1992 Swahili mit Englisch als eine der offiziellen Sprachen des Parlamentes, jeder Kandidat muss Kenntnisse der Sprache nachweisen. Alle BeschlĂŒsse des Parlamentes sind aber auf Englisch zu fassen. Auf der unteren Ebene der Gerichte ist Swahili als Verhandlungssprache zugelassen, Niederschriften und Urteile sind hingegen auf Englisch auszufertigen. Die öffentlichen Verwaltungen dĂŒrfen im Verkehr mit dem BĂŒrger Englisch und Swahili verwenden. Im Entwurf der neuen Verfassung sind Englisch und Swahili als die beiden offiziellen Sprachen des Staates vorgesehen, Swahili außerdem als nationale Sprache. Die wichtigsten Sprachen von insgesamt 52 Volksgruppen (die Linguisten fĂŒhren ganz genau 61 Sprachvarianten inkl. indischer Sprachen und Dialekte auf) sind:

  • Englisch ist als Erbe der britischen Kolonialzeit eine der beiden offiziellen Amtssprachen Kenias und besonders durch den Gebrauch als Schulunterrichtssprache weit verbreitet.
  • Swahili ist die zweite Amtssprache. Es wird an der KĂŒste um Mombasa z. B. von den Giriama gesprochen und in den Schulen gelehrt. Gleichzeitig ist Swahili Verkehrssprache in ganz Ostafrika. In Kenia ist es die vor allem auf dem Land am meisten gesprochene Sprache.
  • Kikuyu: Sprache der grĂ¶ĂŸten Volksgruppe (22 Prozent der Gesamtbevölkerung), insbesondere um Nairobi; berĂŒhmte Kikuyu: Jomo Kenyatta, Mwai Kibaki, Wangari Maathai, NgĆ©gÄ© wa Thiong’o und Uhuru Kenyatta.
  • Kamba: dem Kikuyu verwandt, wird von 11 Prozent der Bevölkerung östlich des Mount Kenya gesprochen.
  • Luhya: Sprache der gleichnamigen zweitgrĂ¶ĂŸten Volksgruppe (14 Prozent) im Westen um Kakamega (Provinzhauptstadt) umfassend aus mehreren Sprachen z. B. Bukusu, Maragoli, Tiriki.
  • Luo: Die Sprache des drittgrĂ¶ĂŸten Volks (13 Prozent), wird am Victoriasee um Kisumu gesprochen. BerĂŒhmte Luo: Jael Mbogo, Oginga Odinga, Raila Odinga und Tom Mboya.
  • Kalendjin: Ist eine mehrere Sprachen umfassende Sprachgruppe (11 Prozent), z. B. Pokot oder das Tugen, die Sprache des Volks, aus dem der zweite PrĂ€sident Daniel arap Moi entstammt. Die meisten der kenianischen „WunderlĂ€ufer“ sind Kalenjin, besonders aus dem Volk der Nandi.
  • Turkana: Sprache des Turkana-Volkes; etwa 340.000 Sprecher.
  • Maa: Sprache der Massai und verwandter Völker wie der Samburu und Njemps.
  • Indische Sprachen und Dialekte der „Asians“ genannten Inder im Land.
  • Sheng ist die aktuelle Jugendsprache.
  • Ki-Settler war die auf Swahili basierende Lingua franca der weißen Kolonialherren mit ihren Bediensteten, Ă€hnlich dem Fanakalo in SĂŒdafrika oder dem Chilapalapa im kolonialen Rhodesien. Die Vorsilbe Ki- steht im Swahili fĂŒr „Sprache“, heißt hier also: „Sprache der Siedler“.

Religion

Nach der VolkszÀhlung von 2009 sind 82,6 Prozent der Bevölkerung Christen, davon etwa 26 % Anglikaner, 23,3 % Katholiken, 2,5 % Orthodoxe sowie AnhÀnger der zahlreichen afrikanischen Kirchen. Insgesamt sind 47,4 % der Bevölkerung Protestanten.

Nur noch knapp 1,6 % der Kenianer werden den traditionellen afrikanischen Religionen zugerechnet. Weiterhin gibt es insbesondere an der KĂŒste Muslime der sunnitischen Richtung, die ungefĂ€hr 11,1 % der Gesamtbevölkerung ausmachen und vor allem in den sĂŒdöstlichen KĂŒstengebieten leben. Im östlichen Viertel des Landes dominieren muslimische Somali, die etwa die HĂ€lfte aller Muslime Kenias ausmachen. Genauere Zahlen sind umstritten, da eine Unterscheidung zwischen kenianischen Somali und zwischen einer halben und einer Million FlĂŒchtlingen aus Somalia schwierig ist. Daher könnten sie inzwischen bis zu 20 % der Bevölkerung ausmachen. Daneben sind 0,1 % der Bevölkerung Hindus und 2,4 % der Bevölkerung sind konfessionslos.

Geschichte

Das Gebiet des heutigen Staates Kenia war bereits vor mehr als vier Millionen Jahren von frĂŒhen Vormenschen wie Australopithecus und Kenyanthropus besiedelt und gehört zu jenen Regionen Afrikas, in denen sich die Gattung Homo entwickelte.

PrÀhistorische StÀtten, die besucht werden können, sind z. B. die Olorgesailie Prehistoric Site oder Kariandusi bei Gilgil. Viele GrabungsstÀtten der PalÀoanthropologen, wie etwa von Orrorin, können jedoch nicht besucht werden. Die anthropologische Forschung Kenias ist untrennbar mit dem Namen der Familie Leakey verbunden.

Die Geschichte Kenias als Kolonie beginnt 1885 mit einem deutschen Protektorat ĂŒber die Besitzung Witu an der KĂŒste des Sultanats von Sansibar. 1888 kam die Imperial British East Africa Company nach Kenia und verwaltete bis 1895 Britisch-Ostafrika. Deutschland ĂŒbergab Witu gemĂ€ĂŸ dem sogenannten Helgoland-Sansibar-Vertrag von 1890 an die Briten.

1895 rief die britische Regierung Britisch-Ostafrika als Protektorat aus und gab 1902 das fruchtbare Bergland als Siedlungskolonie fĂŒr Weiße frei. 1920 wurde Kenia offiziell zur Kronkolonie. Kenia durchlebte Kolonialgeschichte und war lange Zeit in der Hand der Briten.

Am 20. Oktober 1952 verhÀngte der damalige britische Gouverneur den Ausnahmezustand in Kenia, nachdem der oberste afrikanische ReprÀsentant der Kolonialadministration ermordet worden war. Dann begannen AufstÀnde (auch Mau-Mau-Krieg genannt). Im MÀrz 1957 fand die erste allgemeine Wahl statt. Die Kenya African National Union (KANU) bildete die erste Regierung. Am 1. Juni 1963 wurde Jomo Kenyatta MinisterprÀsident. Am 10. November fusionierten KANU und KADU; Kenia wurde ein Einparteiensystem. Am 12. Dezember 1963 wurde Kenia unabhÀngig und Kenyatta wurde der erste PrÀsident Kenias.

Der Oberste Gerichtshof erklĂ€rte die PrĂ€sidentschaftswahl vom 8. August 2017 wegen eines Hackerangriffs fĂŒr ungĂŒltig.

Soziales

Medizinische Versorgung

Die SĂ€uglingssterblichkeit lag im Jahr 2019 bei 38 je 1000 Geburten, die MĂŒttersterblichkeit bei 342 je 100000 Geburten.

Nach Angaben von UNAIDS sind 5,2 bis 6,7 % der erwachsenen Bevölkerung (15–49 Jahre) HIV-positiv. Jugendliche sind besonders hĂ€ufig betroffen. AIDS hat in Kenia zu einem Absinken der Lebenserwartung beigetragen. In den letzten Jahren konnten jedoch Fortschritte im Kampf gegen die Epidemie erzielt werden und die durchschnittliche Lebenserwartung stieg wieder an. 2018 gehörte sie laut Angaben der Weltbank mit 66,6 Jahren zu den höchsten in Subsahara-Afrika.

Beschneidung

2002 wurde in Kenia mit dem Childrens Act eine moderne Kinderschutzgesetzgebung verankert. Hiernach ist die Genitalbeschneidung an MĂ€dchen unter 17 Jahren gesetzlich verboten und wird in Artikel 14 unter Strafe gestellt. Es ist nicht bekannt, ob dieser Artikel vor Gericht schon einmal zur Anwendung kam.

Die kenianische Regierung hat einen „Nationalen Aktionsplan zur Abschaffung der Genitalbeschneidung von 1999 bis 2019“ (also ein Programm gegen die weibliche Genitalbeschneidung) aufgestellt. Dieser Plan deutet darauf hin, dass die Beschneidung von Frauen und MĂ€dchen – wie sie z. B. wieder von Mungiki praktiziert wird – noch nicht ĂŒberall erfolgreich verhindert werden kann.

HomosexualitÀt

HomosexualitĂ€t in Kenia ist in Teilen der Gesellschaft tabuisiert und homosexuelle Handlungen zwischen MĂ€nnern sind strafbar. Allerdings gab es seit einigen Jahren keine strafrechtlichen Verurteilungen auf dieser Grundlage. DarĂŒber hinaus gibt es in Kenia weder ein Antidiskriminierungsgesetz noch eine Anerkennung gleichgeschlechtlicher Paare.

Hunger und Überflutungen

Im Januar 2006 litt der Nordosten des Landes unter den Folgen einer DĂŒrre und dem damit einhergehenden Nahrungsmittelmangel. Von der Hungerkrise am Horn von Afrika 2006 waren auch in den angrenzenden LĂ€ndern Millionen Menschen bedroht.

Anfang April 2006 kam es nach rekordartigen RegenfĂ€llen (Nairobi: 54,5 mm) im ganzen Land zu Überflutungen. Viele Menschen starben in den Fluten. Mehrere Orte im Norden waren von der Außenwelt abgeschnitten, so dass die Armee Hubschrauber zur Versorgung der Bevölkerung einsetzte.

2011 kam es zu einer weiteren schweren Hungerkrise am Horn von Afrika, von der bis zu 11,5 Millionen Menschen in Somalia, Äthiopien, Kenia und Dschibuti betroffen waren.

2015 waren 19,1 % der Bevölkerung unterernÀhrt. Im Jahr 2000 betrug die Rate noch 32,2 %.

Bildung

Der Lehrplan orientiert sich am sogenannten 8-4-4-System, welches das koloniale Schulsystem mit seinen eurozentristischen Inhalten ablöste, das heißt acht Jahre Grundschule, vier Jahre Gymnasium und vier Jahre Hochschule.

Jedes Jahr findet zwischen den Schulen ein Wettkampf um die höchsten Punktzahlen im nationalen Wettbewerb statt. Die Medien berichten ausfĂŒhrlich und mit Homestorys ĂŒber die Sieger und Siegerinnen. Die besten SchĂŒler des Landes erhalten vom PrĂ€sidenten Preise, etwa einen Ochsen oder ein UniversitĂ€tsstipendium.

Die Alphabetisierungsrate in Kenia betrug 2015 78,0 %. In Kenia stieg die mittlere Schulbesuchsdauer ĂŒber 25-JĂ€hriger von 3,7 Jahren im Jahr 1990 auf 6,3 Jahre im Jahr 2015 an. Die Bildungserwartung der aktuellen Generation liegt bereits bei 11,1 Jahren.

Vorschulerziehung

KindergĂ€rten und Vorschulerziehung (preschool education) sind ĂŒberwiegend auf die StĂ€dte beschrĂ€nkt und kostenpflichtig. Sie werden meist von bildungsstarken und wohlhabenderen ElternhĂ€usern verlangt. Einige der KindergĂ€rten arbeiten z. B. nach der MontessoripĂ€dagogik. Der US-amerikanisch-britische Unternehmen Bridge International Academies (BIA) betreibt einige Vorschulen.

AchtjÀhrige Grundschule

Besonders auf dem Land wurden viele Grundschulen nach dem Harambee-Prinzip unterhalten, das heißt die Eltern finanzierten sie durch Spenden selbst. Diese Schulen waren in jeder Hinsicht arm. Diese Situation verbesserte sich erst, als 2003 die Regierung Kibaki ihr Wahlversprechen einlöste und das Schulgeld fĂŒr die „Primary Schools“ abschaffte. Damit ermöglichte sie zum ersten Mal den Zugang zur Bildung fĂŒr Kinder aus Ă€rmeren Familien. Es gingen innerhalb eines Jahres 1,7 Millionen Kinder mehr zur Schule. Jedoch blieben Investitionen im Bildungssektor aus, und das Schulsystem ist kaum im Stande, der steigenden Anzahl von SchĂŒlern gerecht zu werden.

Das Lehrer-SchĂŒler-VerhĂ€ltnis hat sich auf 1:100 verschlechtert, ein qualitativ guter Unterricht ist daher kaum möglich. Zudem nimmt die Zahl der Lehrer kontinuierlich ab. Und wer eine halbwegs akzeptable Lehrer-SchĂŒler-Relation fĂŒr seine Kinder wĂŒnscht mit dem daraus resultierenden besseren Lernerfolg und sich nicht zufrieden gibt, nur dem Papier nach seine Kinder eine Klasse weiter aufsteigen zu lassen, ist weiterhin gezwungen, seine Kinder gegen entsprechendes Schulgeld auf eine der vielen Privatschulen zu schicken. Zu ihnen gehören zahlreiche Schulen von BIA. Der Betrieb dieser Schulen ist umstritten.

WeiterfĂŒhrende Schulen

WeiterfĂŒhrende Schulen (Klasse 9–12) sind kostenpflichtige Gesamtschulen. Ihre TrĂ€ger sind der Staat, große Organisationen wie z. B. die Kirchen oder private Unternehmer. Die beiden letzteren werden allgemein als Privatschulen bezeichnet. Aufgrund der Kosten sind diese Schulen fĂŒr große Teile der Bevölkerung unzugĂ€nglich, auch wenn die Privatschulen Stipendien vergeben. Einige Schulen nehmen kostenlos nur begabte Kinder aus den Slums auf.

Berufsausbildung

Eine Berufsausbildung, wie sie in Deutschland etwa nach dem Dualen System oder in Berufsfachschulen flĂ€chendeckend bekannt ist, existiert in Kenia nicht. Eine Art Ausbildung gibt es im Betrieb (in-service-training) oder an einem der in den StĂ€dten zahlreichen Privatinstitute. Dort werden etwa Kfz-Mechaniker, Frisöre oder Computerfachleute ausgebildet. Alle diese Ausbildungen kosten Geld. Ein Hardware-Fachmann wird zum Beispiel in Nairobi fĂŒr 2000 Euro in 18 Monaten ausgebildet. Eine solche Ausbildung erhöht die Chancen auf dem freien Markt enorm.

UniversitÀten

Kenia hat heute sieben staatliche VolluniversitĂ€ten und eine Vielzahl von Colleges. Nur die besten SchĂŒler erhalten an den staatlichen UniversitĂ€ten kostenlose StudienplĂ€tze. Wer weniger „gut“ ist, ist auf die kostenpflichtigen (internationalen) PrivatuniversitĂ€ten angewiesen. An den UniversitĂ€ten fehlt es öfter an nötigen Geldern, daher sind Streiks der Dozenten oder Studenten hĂ€ufig.

Noch immer zieht es die Elite des Landes (oder Gemeinschaften, die ĂŒber Harambee das Geld aufbringen) vor, ihre Kinder in Großbritannien oder den USA studieren zu lassen. Einige kommen zum Studium auch nach Deutschland. Ein Auslandsstudium gibt ihnen in der Regel einen Startvorteil bei der Berufssuche. Manche StudiengĂ€nge können in Kenia nicht belegt werden.

Politik

Politisches System

Kenia ist nach der Verfassung von 2010 eine PrĂ€sidialrepublik. Der StaatsprĂ€sident verfĂŒgt ĂŒber weitreichende Exekutivvollmachten. Ihm unterstehen sowohl die Regierung als auch die StreitkrĂ€fte. Nach friedlicher Annahme der neuen Verfassung mit großer Mehrheit im Referendum vom August 2010 finden mit der Umsetzung des Grundrechtekatalogs, den Reformen in den Feldern Sicherheit und Justiz sowie der Dezentralisierung politischer Verantwortungen wichtige Änderungen statt. Kenia ist seit den allgemeinen Wahlen vom 4. MĂ€rz 2013 ein dezentral aufgebautes und verwaltetes Land, das in 47 "counties" gegliedert ist. Neben dem PrĂ€sidenten und VizeprĂ€sidenten wurden erstmals Gouverneure und Parlamente auf Bezirksebene gewĂ€hlt.

Innenpolitik

Wegen KorruptionsvorwĂŒrfen wurden 2005/06 zehn Minister entlassen oder traten wegen grĂ¶ĂŸerer Finanzskandale (Anglo-Leasing-Skandal und Goldenberg-Skandal) selbst zurĂŒck. Zu den aus mangelnder LoyalitĂ€t zur Regierung von PrĂ€sident Kibaki 2006 entlassenen Ministern gehörten unter anderem Bauminister Raila Odinga und Außenminister Kalonzo Musyoka.

Am 22. MĂ€rz 2006 trat das (nach der fĂŒr die Regierung gescheiterten Volksabstimmung ĂŒber die neue Verfassung) von PrĂ€sident Kibaki beurlaubte Parlament zur neunten Periode zusammen. Kibaki Ă€ußerte sich zur neuen Verfassung und positiv zum Kampf gegen die Korruption. Er bejahte die Pressefreiheit (hier bezog er sich auf den „Sturm auf den Standard“), mahnte die Presse aber gleichzeitig zur Verantwortung.

Am 28. November 2006 gelang in der KANU ein interner Parteicoup, in dem durch eine nicht durch die FĂŒhrung der Partei einberufene Delegiertenkonferenz in Mombasa eine neue ParteifĂŒhrung gewĂ€hlt und wohl mit Hilfe der Regierung und Ex-PrĂ€sident Moi registriert wurde. Damit wurde trotz lautstarker Proteste mit Uhuru Kenyatta fast die gesamte alte ParteifĂŒhrung entmachtet und Nicholas Biwott neuer Parteichef. Gleichzeitig wurde er damit auch der mit zahlreichen Privilegien versehene offizielle FĂŒhrer der Opposition im Parlament.

Der Oberste Gerichtshof (High Court) hob diese Entscheidung am 29. Dezember 2006 wieder auf, bis in der Hauptsache am 11. Februar 2007 entschieden wĂŒrde. Damit war Uhuru wieder Partei- und OppositionsfĂŒhrer – auf Zeit.

PrĂ€sident Mwai Kibaki (vom Stamm der Kikuyu), Raila Odinga (vom Stamm der Luo) und Kalonzo Musyoka traten in der PrĂ€sidentenwahl im Dezember 2007 als Kandidaten an. Die Wahlen fanden am 27. Dezember statt. Kibaki wurde hierbei mit einer knappen Mehrheit von 300.000 Stimmen im Amt bestĂ€tigt. Die Opposition und internationale Wahlbeobachter sprechen von massiven WahlfĂ€lschungen. Nach der Bekanntgabe der Vereidigung von Mwai Kibaki zum PrĂ€sidenten kam es in ganz Kenia zu schweren Auseinandersetzungen zwischen den SicherheitskrĂ€ften und Demonstranten. Schwerpunkte der gewalttĂ€tigen Auseinandersetzungen waren die Hauptstadt Nairobi, Kisumu, und die StĂ€dte Nakuru, Naivasha und Eldoret in der Provinz Rift Valley. Es wurden bis zu 1.500 Menschen getötet und mehr als 600.000 Menschen vertrieben. Angeheizt wurde die Situation durch ethnisch motivierte Gewaltakte in mehreren Landesteilen, die fĂŒr einen Wechsel an der Spitze des politischen Systems stimmten. Diese richteten sich vor allem gegen Kikuyu, Angehörige der Ethnie von PrĂ€sident Kibaki.

Am 4. August 2010 wurde ĂŒber eine neue Verfassung in einem Referendum abgestimmt, die mehrheitlich von der Bevölkerung angenommen wurde.

Wahlen 2013 und 2017

Bei den allgemeinen Wahlen am 4. MÀrz 2013 wurden der PrÀsident, die Nationalversammlung, der Senat sowie Gouverneure und ReprÀsentanten der Landkreise (Counties) neu gewÀhlt.

Bei der PrĂ€sidentschaftswahl traten acht Kandidaten an. Am 9. MĂ€rz wurde Uhuru Kenyatta, Ă€ltester Sohn von Kenias erstem PrĂ€sidenten Jomo Kenyatta, von der Wahlkommission zum Sieger erklĂ€rt. In der Folge wurde das Wahlergebnis von mehreren unterlegenen Parteien, vor allem Raila Odinga, vor dem Höchstgericht beeinsprucht. Am 30. MĂ€rz wurden alle EinsprĂŒche abgewiesen. Laut dem am 18. Juli veröffentlichten offiziellen Endergebnis wurden fĂŒr Uhuru Kenyatta 6.173.433 gĂŒltige Stimmen abgegeben, womit mit 50,51 % aller gĂŒltigen Stimmen die notwendige absolute Mehrheit erreicht wurde. Raila Odinga erreichte mit 5.340.546 gĂŒltigen Stimmen 43,70 %.

Bei den Wahlen zur Nationalversammlung entfielen von 349 Sitzen 167 Sitze auf die Jubilee-Koalition, 141 auf die CORD-Koalition, 24 auf die Amani-Koalition sowie weitere 17 Sitze auf sonstige Kleinparteien.

Im August 2017 gewann Kenyatta erneut die PrĂ€sidentschaftswahl gegen Odinga, sie musste aber aufgrund von UnregelmĂ€ĂŸigkeiten wiederholt werden. Odinga rief zum Boykott dieser Wahl auf. Kenyatta gewann mit rund 98 % der Stimmen, bei einer Wahlbeteiligung von rund 39 %.

Menschenrechte

Amnesty International bemĂ€ngelt in seinem Jahresbericht von 2010, dass es der kenianischen Regierung am politischen Willen fehlt, die Personen, die fĂŒr MenschenrechtsverstĂ¶ĂŸe bei den gewalttĂ€tigen Ausschreitungen nach den Wahlen im Jahr 2007 verantwortlich waren, vor Gericht zu stellen und fĂŒr eine angemessene EntschĂ€digung der Opfer zu sorgen. Auch am Zustand der Straflosigkeit fĂŒr Mitarbeiter der Staatssicherheitsdienste, die ungesetzliche Tötungen und Folterungen zu verantworten hatten, Ă€nderte sich nichts, so der Bericht. Auch andere Menschenrechtsorganisationen wie zum Beispiel die Kenya National Commission of Human Rights (KNCHR) beklagen weiterhin eine „Kultur der Straflosigkeit“ in Kenia, da es bislang nicht gelungen ist, ein örtliches Strafgericht zur Aburteilung der Verursacher und HintermĂ€nner der gewaltsamen Ausschreitungen nach den Wahlen am 27. Dezember 2007 einzurichten. Eine endgĂŒltige Entscheidung, ob der IStGH in Den Haag sich des Falles Kenia offiziell annimmt, steht noch aus.

Menschenrechtsverteidiger sahen sich Bedrohungen und großen persönlichen Risiken ausgesetzt. Bei pogromartigen ZusammenstĂ¶ĂŸen zwischen einzelnen Ethnien kommt es ebenfalls immer wieder zu Menschenrechtsverletzungen. Tausende von Menschen wurden bereits gewaltsam aus ihren HĂ€usern vertrieben. Sexualverbrechen wie Vergewaltigungen und Zwangsbeschneidungen von Frauen und MĂ€dchen sind nach wie vor weit verbreitet. Im MĂ€rz 2010 erschien eine Studie der International Federation of Women Lawyers (FIDA), der zufolge in Kenia fĂŒr Frauen und MĂ€dchen mit Behinderungen das Risiko, Opfer geschlechtsspezifischer Gewalt zu werden, dreimal so hoch ist wie fĂŒr nicht behinderte Frauen. Die Studie stellte außerdem fest, dass entsprechende VorfĂ€lle praktisch nie zur Anzeige gelangen.

Die Kinderprostitution in dem ostafrikanischen Land hat gemĂ€ĂŸ einem UNICEF-Bericht dramatische Ausmaße angenommen. Fast ein Drittel aller MĂ€dchen zwischen 12 und 18 Jahren hĂ€tten bereits Sex gegen Geld oder Geschenke gehabt. Bei rund 36 % aller Geschlechtsakte mit Kinderprostituierten seien keine Kondome verwendet worden. Laut dem Bericht bieten bis zu 15.000 MĂ€dchen im Alter von 12 bis 18 Jahren an den kenianischen KĂŒsten gelegentlich Sex gegen Geld oder SachgĂŒter an. Das seien bis zu 30 % dieser Altersgruppe in der Region. RegelmĂ€ĂŸig prostituierten sich dort zwei- bis dreitausend Jungen und MĂ€dchen. Im Human Rights Report 2009 der Vereinigten Staaten von Amerika wird zur Situation der Menschenrechte in Kenia zusĂ€tzlich der Menschenhandel und die Rekrutierung von Kindersoldaten erwĂ€hnt.

In Kenia herrscht ein Klima der gesellschaftlichen Ablehnung, Diskriminierung und Gewalt gegen Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung oder GeschlechtsidentitÀt. 2007 hat der Rat der Imame und Prediger von Kenia HomosexualitÀt öffentlich verurteilt und sich gegen die Legalisierung von gleichgeschlechtlichen Ehen ausgesprochen.

Das Strafgesetzbuch kriminalisiert und verbietet homosexuelle Handlungen im Allgemeinen und sieht ein Höchststrafmaß von 14 Jahren vor. Eine spezielle Klausel nennt explizit homosexuelle Handlungen unter MĂ€nnern und sieht hier eine Höchststrafe von 21 Jahren vor. Im Februar 2010 wurden drei homosexuelle MĂ€nner im KĂŒstenort Mtwapa von einer durch einen Bischof aufgehetzten Menge gejagt, misshandelt und beinahe umgebracht.

Innere Konflikte

Im Turbi-Massaker, bei dem es um Viehdiebstahl, Weideland und Wasserrechte ging, waren 2005 bei KĂ€mpfen zwischen verfeindeten Ethnien 90 Menschen ums Leben gekommen.

Am 10. April 2006 ereignete sich in der NĂ€he von Marsabit ein FlugzeugunglĂŒck, bei dem 14 Menschen ums Leben kamen. Drei Insassen ĂŒberlebten den Absturz einer Harbin Yunshuji Y 12 II Turbo Panda (chinesische Weiterentwicklung der ukrainischen Antonow An-26), die bei stĂŒrmischem Wetter und Nebel in einen HĂŒgel raste. Das Flugzeug brannte sofort völlig aus. Unter den 14 Personen befanden sich hochrangige Politiker. Es handelte sich hierbei um vier (Assistant) Minister, sechs Parlamentarier, einen anglikanischen Bischof und weitere Regierungsangestellte. Die Gruppe war auf dem Weg, um FriedensgesprĂ€che mit verfeindeten nomadischen Clans zu fĂŒhren. Drei der verunglĂŒckten Politiker reprĂ€sentierten die dort angesiedelten und seit langem verfeindeten Clans. MP Dr. Bonaya Godana war ein Gabbra, MP Abdi Sasura ein Borana und Vize-Minister Titus Ngoyoni ein Rendille. Erst kurz zuvor waren sie ĂŒbereingekommen, fĂŒr den Frieden in der Region zusammenzuarbeiten. Da fast alle Toten im Flugzeug aus dieser Gegend stammten, verlor die Provinz mit einem Schlag einen Großteil ihrer politischen Elite.

PrĂ€sident Kibaki ordnete drei Tage Staatstrauer an; das Parlament unterbrach seine Arbeit fĂŒr eine Woche. Die durch den Tod notwendigen fĂŒnf Nachwahlen brachten am 24. Juli 2006 in drei FĂ€llen Verwandte der Getöteten ins Parlament. In Nakuru gewann William Kariuki Mirugi, der 28-jĂ€hrige Sohn des verstorbenen Mirugi Kariuki. Er gehörte der damals neuen – vom ehemaligen PrĂ€sidenten Kibaki favorisierten – Partei NARC-K an.

Korruption

Korruption kann in Kenia in allen Regierungsperioden der drei bisherigen PrĂ€sidenten Kenyatta, Moi und Kibaki beobachtet werden. Eine SchĂ€tzung besagt, dass der durchschnittliche kenianische Stadtbewohner 16 Mal pro Monat besticht, z. B. Polizisten an Straßensperren. Sicherlich sind die meisten dieser Bestechungsgelder klein und nicht immer im politischen Raum zu suchen. In die großen KorruptionsfĂ€lle, seien es Bestechungen, Verschwendungen oder das Abzweigen von Geldern bei völlig ĂŒberteuerten GeschĂ€ften, waren nicht nur GeschĂ€ftsleute, sondern immer auch Regierungsstellen, teils in großem Ausmaß, verwickelt.

Zwei der bedeutendsten Korruptionsskandale waren der Goldenberg-Skandal, in dem Kenia Anfang der 1990er-Jahre 700 Millionen Euro durch gefÀlschte Gold- und Diamantenexporte verlor, sowie der Anglo-Leasing-Skandal.

Die aktuelle Politik ist stark mit der Auseinandersetzung um die Korruption beschÀftigt. Zwei Körperschaften bekÀmpfen neben der Presse und den gesellschaftlichen Gruppierungen offiziell die Korruption:

  • Das „Public Accounts Committee“ (PAC) – ein Komitee des Parlaments – steht unter der Leitung von Uhuru Kenyatta.
  • Die Kenya Anti-Corruption Commission (KACC) wird von einem Direktor geleitet, seit 2005 von dem Richter Aaron Ringera. Diese Kommission ist Nachfolgerin der aufgelösten KACA. Kritisiert wird, dass sie nur Ermittlungs-, aber keine Strafverfolgungsbefugnisse hat. Parallel hierzu war als unabhĂ€ngiger Antikorruptionsberater des PrĂ€sidenten seit 2003 der frĂŒhere Journalist John Githongo tĂ€tig, der aufgrund von Drohungen um sein Leben fĂŒrchtete und 2005 ins selbst gewĂ€hlte Exil nach London ging. Nach vier Jahren im Exil kehrte Githongo 2009 nach Kenia zurĂŒck, um seinen Kampf gegen die Korruption fortzusetzen.

Außenpolitik

Die Bezugspunkte der kenianischen Außenpolitik liegen traditionell innerhalb Afrikas, zunehmend auch im Rahmen der Vereinten Nationen und von Regionalorganisationen. Die Republik Kenia ist seit der UnabhĂ€ngigkeit im Jahr 1963 von politischer StabilitĂ€t geprĂ€gt und bemĂŒht sich daher auch um regionale Stabilisierung im ostafrikanischen Raum.

In Ostafrika nimmt Kenia eine regionale FĂŒhrungsrolle fĂŒr sich in Anspruch. Das Land tritt als Vermittler in regionalen Konflikten auf. Beleg dafĂŒr sind kenianische FriedensbemĂŒhungen etwa in Burundi, in SĂŒdsudan und in Somalia sowie die Teilnahme an allen fĂŒr die Region wichtigen Initiativen. So ist Kenia eine treibende Kraft in der East-African Community (EAC), der regionalen wirtschaftlichen Kooperationsgemeinschaft mit dem Fernziel, eine politische Union nach dem Vorbild der EU zu werden. Des Weiteren arbeitet Kenia in der Inter-Governmental Authority on Development (IGAD) mit.

Im IGAD-Rahmen hatte Kenia zu Fortschritten beim Friedensprozess fĂŒr Sudan beigetragen und war wichtige StĂŒtze der UnabhĂ€ngigkeit SĂŒdsudans. Dies gilt auch fĂŒr die Stabilisierung des fragilen Nachbarlands Somalia. FlĂŒchtlingsbewegungen aus Somalia sowie die kritische Sicherheitslage vor allem an der kenianisch-somalischen Grenze bleiben GrĂŒnde fĂŒr das aktive Engagement Kenias in diesem Bereich. Kenia bemĂŒht sich darum, das weltgrĂ¶ĂŸte FlĂŒchtlingslager Dadaab in absehbarer Zeit zu schließen und ermutigt dessen Bewohner zur freiwilligen RĂŒckkehr nach Somalia. Ein dreiseitiges Abkommen mit UNHCR und der somalischen Regierung bildet hierfĂŒr die Grundlage.

Kenia unterhĂ€lt insbesondere im Sicherheitsbereich enge Beziehungen zu den USA und der ehemaligen Kolonialmacht Großbritannien und beteiligt sich an der Zusammenarbeit gegen den internationalen Terrorismus. Durch seinen militĂ€rischen Einsatz in SĂŒdsomalia im Rahmen von AMISOM (African Union Mission in Somalia) trĂ€gt Kenia zur BekĂ€mpfung der dortigen islamistischen Al-Shabaab-Miliz bei. Mit den AnschlĂ€gen gegen die US-Botschaft in Nairobi im Jahr 1998, gegen ein Ferienhotel in Mombasa 2002, im September 2013 mit dem Überfall von Al-Shabaab auf die Westgate-Mall, und dem Anschlag auf die Garissa University im April 2015 wurde Kenia selbst mehrfach Ziel von massiven Terrorakten.

Kenia ist außerdem ein wichtiger Partner bei den internationalen BemĂŒhungen zur BekĂ€mpfung der Piraterie im Indischen Ozean und kooperiert durch die Strafverfolgung mutmaßlicher Piraten vor kenianischen Gerichten mit der EU-Mission Atalanta zur BekĂ€mpfung der Piraterie vor der somalischen KĂŒste.

MilitÀr

Die Kenya Defence Forces (KDF) sind die StreitkrĂ€fte der Republik Kenia. Sie wurden im Jahre 1963, nach der UnabhĂ€ngigkeit Kenias, aus den Teilen der King’s African Rifles gebildet. GegenwĂ€rtig hat die KDF eine PersonalstĂ€rke von 24.120 Mann, wobei mit 20.000 Soldaten der grĂ¶ĂŸte Anteil auf die LandstreitkrĂ€fte (Kenya Army) entfĂ€llt. Die Hauptaufgabe der KDF ist die Grenzsicherung zum Nachbarland Somalia, wo sie seit 2007 ein Kontingent fĂŒr AMISOM stellt. Kenia gab 2017 knapp 1,2 Prozent seiner Wirtschaftsleistung oder 964 Millionen US-Dollar fĂŒr seine StreitkrĂ€fte aus.

Verwaltungsgliederung

Territoriale Gliederung

Der Staat Kenia gliedert sich seit der Verfassungsreform 2010 in 47 Countys:

Bis dahin war Kenia in sieben Provinzen und einen Hauptstadt-Distrikt aufgeteilt:

StÀdte

Die grĂ¶ĂŸten StĂ€dte sind (Stand Zensus 2019):

Wirtschaft

Kenias Bruttosozialprodukt ist in den letzten Jahrzehnten im Vergleich zu anderen afrikanischen Staaten ĂŒberdurchschnittlich gewachsen. Da auch das Bevölkerungswachstum ĂŒberdurchschnittlich war, hat sich dies nicht in einer wesentlichen Verbesserung der LebensverhĂ€ltnisse der meisten Kenianer niedergeschlagen. Die Arbeitslosenquote wurde 2008 mit etwa 40 % angegeben, die Inflationsrate lag bei etwa 26 %. 2019 lag die Arbeitslosenquote hingegen bei 9,3 %. Kenias BIP pro Kopf betrug 2016 1.512 US-Dollar, womit es weltweit auf Rang 147 von 188 LĂ€ndern lag. Im Global Competitiveness Index, der die WettbewerbsfĂ€higkeit eines Landes misst, belegt Kenia Platz 91 von 137 LĂ€ndern (Stand 2017/2018). Im Index fĂŒr wirtschaftliche Freiheit belegte es 2017 Platz 135 von 180 LĂ€ndern.

Landwirtschaft

Weit mehr als die HÀlfte der Kenianer leben von der Landwirtschaft, doch sind nur etwa 20 Prozent der FlÀche des Landes nutzbar. Der Rest ist wegen karger Böden oder zu geringen NiederschlÀgen meist Brach- oder Bergland. Angebaut werden neben Kaffee und Tee auch Sisal und Pyrethrum, das als Basis vieler InsektenbekÀmpfungsmittel dient.

Daneben erzeugen die Menschen hauptsĂ€chlich fĂŒr den Eigenbedarf Mais, Weizen, Gerste, Zuckerrohr, Bohnen, Bananen, Reis, Ananas und Baumwolle.

Außerdem werden Rosen angebaut. Dies geschieht rund um den Naivashasee in großen Plantagen.

In der Viehwirtschaft sind die Mast- und Milchrinder vorherrschend. Die grĂ¶ĂŸeren Betriebe im Hochland Kenias haben einen guten Entwicklungsstand erreicht. Umfangreiche Rinder-, Schaf-, Ziegen- und sogar Kamel-Herden mĂŒssen mit den kargen Mitteln des Landes ernĂ€hrt werden.

Viele WĂ€lder stehen unter Naturschutz. DemgemĂ€ĂŸ sind die BambuswĂ€lder fĂŒr die Papierindustrie und die Rinde der Akazien (als Gerbstoff genutzt) im Freiland von eher untergeordneter Bedeutung.

Der besonders artenreiche Dakatcha-Tropenwald im SĂŒdosten des Landes wurde 2011 durch den geplanten Bau einer Jatropha-Plantage durch die Firma Kenya Jatropha Energy zur Gewinnung von Agrarenergie bedroht. Die großflĂ€chige Plantage hĂ€tte auch Auswirkungen auf die traditionelle Landwirtschaft der mehr als 20.000 in dem Gebiet lebenden indigenen Kleinbauern gehabt, weshalb das Vorhaben allgemein umstritten war und schließlich gestoppt wurde.

BodenschÀtze

Kenia hat nur geringfĂŒgige Vorkommen an BodenschĂ€tzen. Man gewinnt in nennenswerter Menge Natriumcarbonat (z. B. im Magadi-See) und Salz, daneben geringe Mengen an Gips, Blei, Gold, Silber, Kupfer, Asbest, Kalkstein, Graphit sowie Flussspat, Kieselgur und Seifenstein.

Außenhandel

Kenia lebt vom Tee- und Kaffee-Export, von der Industrie (Maschinen- und Fahrzeugbau, Textil und Bekleidung, ErnÀhrung und Genussmittel) und vom Tourismus (Nationalparks und Wildreservate).

Im Jahr 2018 exportierte Kenia Tee im Wert von 1,2 Mrd. €, vor allem in die Arabische Welt, was 22 % der Exporte Kenias ausmachte. Kaffee wurde im Wert von 200 Mio. € exportiert, vor allem nach Europa und in die USA.

Gegen Ende der 1990er-Jahre konnte im gleichen Maße, wie der Kaffee an Bedeutung verlor, die Blumen-Industrie gewinnen. Im Jahr 2018 exportierte Kenia Schnittblumen im Wert von 520 Mio. €. Kenia ist der grĂ¶ĂŸte Blumenexporteur Afrikas, ĂŒber die HĂ€lfte der aus Afrika importierten Schnittblumen stammen aus Kenia.

Andere wichtige Exportprodukte sind Titanerz, TropenfrĂŒchte, Kleidung und tierische Erzeugnisse.

Kenia hat ein hohes Handelsbilanzdefizit. 2018 waren die Importe beinahe dreimal so hoch wie die Exporte. Wichtigste Handelspartner sind inzwischen Indien und China (auf der Exportseite machen sie jedoch nur etwa 3 % aus).

Am 1. Januar 2021 startete die innerafrikanische Freihandelszone – mit 54 LĂ€ndern die grĂ¶ĂŸte der Welt.

Wirtschaftsdaten

Staatshaushalt

Der Staatshaushalt umfasste 2016 Ausgaben von umgerechnet 17,85 Mrd. US-Dollar, dem standen Einnahmen von umgerechnet 12,89 Mrd. US-Dollar gegenĂŒber. Daraus ergibt sich ein Haushaltsdefizit in Höhe von 7,2 % des BIP.

Die Staatsverschuldung betrug 2016 37,4 Mrd. US-Dollar oder 54,4 % des BIP.

2006 betrug der Anteil der Staatsausgaben (in % des BIP) folgender Bereiche:

  • Gesundheit: 4,6 %
  • Bildung: 6,9 %
  • MilitĂ€r: 2,8 %

Mikrofinanzen

Der Sektor der Mikrofinanz und Genossenschaftsbanken ist in Kenia stark segmentiert und unzusammenhÀngend. Laut einem Bericht der Weltbank von 2007 besteht er aus mehr als 5000 Institutionen. Viele davon, wie zum Beispiel der Kenya Women Finance Trust (KWFT) und die National Association of Self-Employed Women of Kenya, sind speziell auf Frauen fokussiert. Den meisten dieser Institute fehlt das Kapital, um ihr Angebot zu diversifizieren, so dass sie sich auf einzelne Marktnischen beschrÀnken.

Tourismus

In Kenia findet sich eine Vielzahl an unterschiedlichen Landschaften, die alle charakteristisch fĂŒr den afrikanischen Kontinent sind. Schöne KĂŒstengebiete und ein langes Korallenriff, weite Savannen mit Großwildtieren, schneebedeckte Gipfel, WĂŒste und im Ă€ußersten Westen im Kakamega Forest National Reserve ein kleiner AuslĂ€ufer des zentralafrikanischen Tieflandregenwaldes. Dies alles ist im Wesentlichen fĂŒr den Tourismus erschlossen, sowohl was den Massentourismus – meist an der KĂŒste – aber auch den Individualtourismus – eher im Landesinneren, z. B. bei der Besteigung des Mount Kenya – angeht. Tragendes Element des Tourismus sind neben den weißen StrĂ€nden an der KĂŒste die großen Nationalparks (siehe oben).

2015 besuchten knapp 1.114.000 Touristen das Land. Die Tourismuseinnahmen beliefen sich 2016 auf 824 Mio. US-Dollar und sind ein wichtiger Devisenbringer.

Raketenstarts

Durch seine ÄquatornĂ€he ist Kenia gĂŒnstig fĂŒr Orbit-Raketenstarts gelegen. Mit der San-Marco-Plattform (San Marco Equatorial Range – SMER, Centro Spaziale Luigi Broglio) wurde ein Raketenstartplatz vor der KĂŒste Kenias zum Start von Feststoffraketen aus zwei ehemaligen Ölplattformen und zwei Versorgungsschiffen vor der KĂŒste Malindi errichtet. Von 1964 bis 1988 wurden insgesamt 18 Höhenforschungsraketen und neun Scout-TrĂ€gerraketen gestartet. Z. B. wurde von der San-Marco-Plattform 1972 der Röntgensatellit Uhuru („Freiheit“ auf Swahili) mit einer Scout-Rakete in den Orbit gebracht. Am 16. Februar 1980 wurden von dieser Plattform zur Beobachtung einer totalen Sonnenfinsternis einige Höhenforschungsraketen gestartet. Die Zulassung der Plattformen lief 2014 aus.

Infrastruktur

Verkehrsnetz

Es gibt im kenianischen Verkehrsnetz insgesamt 3000 Kilometer Eisenbahnstrecken und fast 65.000 Kilometer Straßen; dort herrscht Linksverkehr. Der Straßenverkehr gilt als sehr unsicher. 2013 kamen in Kenia insgesamt 29,1 Verkehrstote auf 100.000 Einwohner. Zum Vergleich: In Deutschland waren es im selben Jahr 4,3 Tote. Insgesamt kamen damit ca. 13.000 Personen im Straßenverkehr ums Leben. Die Rate an Verkehrstoten ist noch weitaus höher wenn man sie der niedrigen Motorisierungsrate des Landes gegenĂŒberstellt. 2010 kamen in Kenia 24 Kraftfahrzeuge auf 1000 Einwohner (in Deutschland waren es ĂŒber 500 Fahrzeuge).

Seit Mai 2017 verkehren ZĂŒge auf der Neubaustrecke Mombasa–Nairobi. Diese Strecke wurde fast komplett von China finanziert.

Die Fluggesellschaft Kenya Airways beschĂ€ftigt fast 3000 Arbeitnehmer und unterhĂ€lt ein internationales Liniennetz. In Kenia gibt es die zwei internationalen FlughĂ€fen Nairobi und Mombasa, neben vielen kleinen FlugplĂ€tzen. Über 30 Fluglinien fliegen Nairobi an.

Zu den in Kenia verbreiteten Verkehrsmitteln zÀhlen Matatus und Busse (z. B. Akamba, Easy Coach).

Im Logistics Performance Index, der von der Weltbank erstellt wird und die QualitĂ€t der Infrastruktur misst, belegte Kenia 2018 den 68. Platz unter 160 LĂ€ndern. Von allen LĂ€nder in Afrika belegt Kenia damit den drittbesten Platz hinter SĂŒdafrika und Ruanda.

Kommunikation

Mit Beginn des 21. Jahrhunderts hat die Zahl der MobilfunkanschlĂŒsse stark zugenommen. Es gibt etwa 19,4 Millionen MobilfunkanschlĂŒsse sowie etwa 664.000 FestnetzanschlĂŒsse (Stand 2009). Durch die zunehmende Verbreitung von InternetcafĂ©s und der Nutzung des Mobilfunknetzes steht vielerorts Internet zur VerfĂŒgung. Knapp 45 % der Bevölkerung nutzten 2016 das Internet. Kenia verfĂŒgt ĂŒber eine der am weitesten entwickeltensten digitalen Infrastrukturen des Afrikanischen Kontinents. Zahlungen werden in Kenia inzwischen hĂ€ufig ĂŒber das Bezahlsystem M-Pesa abgewickelt.

Energieversorgung

Im Jahr 2019 hatten 84,5 % der Menschen Zugang zu elektrischem Strom. Im Jahr 2013 waren es erst 20 %, und durch dieses Wachstum liegt Kenia inzwischen auch weit vor seinen NachbarlÀndern. Dennoch blieben 8,1 Mio. Menschen ohne Strom, vor allem in lÀndlichen Gebieten.

2018 wurden in Kenia 11.800 GWh ElektrizitĂ€t generiert. Davon stammen 18 % aus Wasserkraft, 44 % aus Geothermie und 34 % aus der Verstromung von Öl.

Kenia ist zu etwa 65 % auf Wasserkraft angewiesen. Lang anhaltende Trockenperioden seit 2009 und großflĂ€chige Abholzung der WĂ€lder reduzierten jedoch die VerfĂŒgbarkeit der Wasserkraftwerke auf etwa 30 %, was den vermehrten Einsatz von Ölkraftwerken erforderlich macht und damit zu einer verstĂ€rkten AbhĂ€ngigkeit von Importen fĂŒhrt.

Wegen der geringen Versorgungssicherheit der Wasserkraftwerke setzt Kenia verstÀrkt auf andere erneuerbare EnergietrÀger.

Geothermie

Kenia errichtete 1981 als erstes afrikanisches Land ein Geothermiekraftwerk. Die im Besitz des staatlichen Energieerzeugers KenGen befindlichen Kraftwerke Olkaria I–III sowie das in Privatbesitz befindliche Kraftwerk Olkaria IV in der Rift-Valley-Provinz decken mit einer Gesamtleistung von 198 MW 13,2 % des kenianischen Strombedarfs – damit liegt Kenia im internationalen Spitzenfeld. Geologische Untersuchungen ergaben ein Potential fĂŒr Geothermie zwischen 7000 und 10.000 MW verteilt auf 14 LagerstĂ€tten, vor allem im Großen Afrikanischen Grabenbruch, wo die Ausbeutung geothermaler Quellen besonders effizient ist.

Kenia plant die Ausweitung seiner ErdwÀrmekraftwerkskapazitÀten auf 750 Megawatt.

Windenergie

In der Lake-Turkana-Region entstand mit dem Windpark Lake Turkana der grĂ¶ĂŸte Windpark im subsaharischen Afrika mit einer Gesamtleistung von 310 MW. Die Bauarbeiten an dem 617 Millionen Euro teuren Projekt, in dem insgesamt 365 Windkraftanlagen zum Einsatz kommen, begannen 2015 und liefen bis 2017. Mit dem Betrieb sollen durch den Wegfall von Ölkraftwerken jĂ€hrlich bis zu 700.000 Tonnen CO2-Emissionen vermieden werden.

Kernenergie

Im September 2010 gab Energieminister Patrick Nyoike bekannt, dass bis 2017 ein Atomkraftwerk mit einer Leistung von 1000 MW errichtet werden sollte. Das Kraftwerk sollte mit sĂŒdkoreanischer Technologie errichtet werden und etwa 2,6 Milliarden Euro (3,5 Mrd. US-Dollar) kosten. Nach der Nuklearkatastrophe von Fukushima im Jahre 2011 kam es immer wieder zum Verschieben des Baubeginns, an der generellen Entscheidung fĂŒr den Atomstrom Ă€nderte sich aber nichts.

Solarenergie

Im Januar 2014 berichtete die britische Tageszeitung The Guardian, dass Kenia bis zum Jahr 2016 mehr als die HÀlfte seiner Energieproduktion aus Solarenergie beziehen will. Das Investitionsvolumen bemisst sich auf knapp 885 Millionen Euro (1,2 Milliarden Dollar). Bis Ende des Jahres 2013 wurden in Kenia etwa 370 Millionen Euro (500 Millionen US-Dollar) in Solarprojekte investiert. Vom Ausbau der Solarenergie verspricht sich das Land um bis zu 80 % niedrigere Strompreise.

Netz

Es ist geplant, die Netze von Kenia und Äthiopien durch eine 1070 km lange Stromtrasse, die Kenya-Ethiopia Electricity Highway, zu verbinden. Es handelt sich um eine Hochspannungs-Gleichstrom-Leitung. 2019 befand sich die Leitung bereits in der Testphase.

Wasserversorgung

In Kenia sind lediglich etwa 70 % der stĂ€dtischen und nur 48 % der lĂ€ndlichen Bevölkerung mit sauberem Trinkwasser versorgt. Die kenianischen StĂ€dte Mombasa und Nairobi werden mit Wasser aus den Mzima Springs versorgt. Aus der Quelle von Mzima Springs im grĂ¶ĂŸten Nationalpark Kenias sprudeln tĂ€glich 200 Millionen Liter Trinkwasser. Das Quellwasser stammt aus unterirdischen GĂ€ngen und wird durch das Lavagestein der Umgebung gefiltert.

Kultur

Medien

Bei der Rangliste der Pressefreiheit 2018, welche von Reporter ohne Grenzen herausgegeben wird, belegte Kenia Platz 96 von 180 LĂ€ndern. Bei der Situation der Pressefreiheit im Land gibt es laut der Nichtregierungsorganisation „erkennbare Probleme“. Immer wieder gebe es Drohungen und Angriffe von Lokalpolitikern und Polizei auf investigativ arbeitende Journalisten. Somalische Exiljournalisten wĂŒrden von kenianischen Islamisten wie auch von offiziellen Sicherheitsbehörden drangsaliert. Ein weiteres Problem ist eine umstrittene Gesetzesreform aus dem Jahr 2013. Bei VerstĂ¶ĂŸen gegen den Medienkodex drohen Journalisten seither ruinöse Geldstrafen und andere drastische Sanktionen, was zu Selbstzensur fĂŒhren kann.

Im MĂ€rz 2006 kam es zu einem recht mysteriösen Überfall einer Spezialeinheit der Polizei auf die Tageszeitung The Standard und deren Fernsehsender KTN. Bei der Polizeiaktion liefen die ĂŒblichen Überwachungskameras weiter. Die Spezialeinheit hatte vergessen, die Kameras auszuschalten oder wenigstens die Videos zu beschlagnahmen. Diese Bilder wurden am nĂ€chsten Tag im Fernsehen gesendet und konnten weltweit von der Website des Standard heruntergeladen werden. Die Attacke wurde von einer Schnellen Eingreiftruppe namens Kanga Squad durchgefĂŒhrt, die von Offizieren der Geheimpolizei CID und der paramilitĂ€rischen Einheit General Service Unit (GSU) befehligt wurden. Die Kanga Squad waren mit sowjetischen Kalaschnikows und deutschen G3-Gewehren bewaffnet. Der Überfall erfolgte simultan auf die BĂŒros des Standard und der KTN-SenderĂ€ume in Nairobi. Gleichzeitig wurden die Druckanlagen im Industriegebiet stillgelegt und Stapel frisch gedruckter Zeitungen in Brand gesetzt. In den BĂŒros wurde Equipment wie Computer und Unterlagen beschlagnahmt. Die TV-Sendung wurde sofort unterbrochen. Als spĂ€tere BegrĂŒndung fĂŒr die Attacke gab der Innenminister John Michuki einen Verdacht auf angebliche staatsfeindliche AktivitĂ€ten der Zeitungsredaktion an. Die Zeitung hatte zuvor veröffentlicht, dass sich Kibaki mit Kalonzo Musyoka, einem seiner stĂ€rksten politischen Gegner, heimlich im PrĂ€sidentenpalast getroffen haben sollte. Die Opposition protestierte.

Am 12. Mai 2006 ereignete sich ein Ă€hnlicher Überfall auf Radio „Hope FM“, eine christliche Station der Nairobi Pentecostal Church, bei der bewaffnete Gangster die SenderĂ€ume stĂŒrmten, einen Wachmann erschossen und zwei weitere Menschen verletzten und anschließend die RĂ€ume in Brand setzten.

Das Media Council of Kenya (MCK) grĂŒndete daraufhin am 2. Juni 2006 unter der Leitung des altgedienten Journalisten Mitch Odero einen Presserat (Ethics Team), um alle VorwĂŒrfe gegen die Presse selbst regeln zu können.

Literatur

Mehrere kenianische Autoren sind weltweit bekannt, insbesondere Ngugi wa Thiongo (* 1938), der 1964 mit Weep not Child bekannt wurde und als Literaturnobelpreiskandidat gilt. Zu den weiteren bekannten Schriftstellern zĂ€hlen Grace Ogot (1930–2015), Meja Mwangi (* 1948) und Binyavanga Wainaina (1971–2019).

Museen und Archive

Die meisten der kenianischen Museen, die ĂŒber das ganze Land verteilt liegen, werden von den National Museums of Kenya (NMK) verwaltet.

  • Nairobi National Museum; dort werden spartenĂŒbergreifend naturgeschichtliche, zoologische, anthropologische, kulturelle und historische Aspekte behandelt.
  • Fort Jesus in Mombasa
  • Gedi Ruinen, in Gedi bei Malindi
  • Hyrax Hill bei Nakuru
  • Jumba la Mtwana, in Mtwapa bei Mombasa
  • Kabarnet Museum in Kabarnet
  • Karen Blixen Museum in Nairobi
  • Kapenguria Museum in Kapenguria
  • Kariandusi Museum bei Gilgil
  • Kisumu Museum in Kisumu
  • Kitale Museum in Kitale
  • Koobi Fora im Sibiloi National Park
  • Lamu Museum in Lamu
  • Meru Museum in Meru
  • Mnarani Ruinen in Kilifi
  • Narok Museum in Narok
  • Olorgesailie in der NĂ€he des Magadisees
  • Siyu Fort auf Pate Island
  • Takwa auf Manda Island
  • Thimlich Ohinga 45 km westlich von Migori

Weitere Museen werden von anderen Organisationen unterhalten, so das Railway Museum oder die National Archives.

Musik und Tanz

Besonders Nairobi bietet hĂ€ufige nationale oder internationale Musik-, Tanz- und Akrobatik-Shows, sei es in großen Hotels, TheaterspielstĂ€tten, Schulen oder Kulturzentren. Der Tradition verschrieben sind die Gonda Traditional Entertainers, die Bomas of Kenya und die Original Zengala Band.

Die bekanntesten Bands aus Kenia sind die Safari Sound Band und Them Mushrooms, die beide traditionelle Lieder auf Swahili in modernen Fassungen aufgenommen haben. Sie gehören zu den Vertretern des Hotelpops, Bands die in Hotels fĂŒr auslĂ€ndische Touristen musizieren.

Kenia hat eine reiche Chormusikszene mit einer starken Betonung auf religiösen Gesang. Einer der bekanntestes Chöre ist der Muungano National Choir unter der Leitung von Boniface Mganga, der unter anderem auch die bekannte kongolesische Missa Luba singt.

Bekannte kenianische SĂ€nger sind: Susan Awiyo, Merry Johnson, Alex und Merry Ominde, Kim4Love, Necessary Noize (SĂ€ngerin: Nazizi), Longombaz und Redsan, Juacali.

Theater

Das Theaterleben wird stark vom Schultheater geprĂ€gt. Jedes Jahr finden in den Distrikten, Provinzen und auf nationaler Ebene Wettbewerbe und Festivals statt. Die StĂŒcke, die sich um das Genre des Volkstheaters bewegen – und thematisch z. B. hĂ€ufig AIDS oder frĂŒhe Schwangerschaft aufgreifen – werden hĂ€ufig im Fernsehen gezeigt.

Klassische TheaterspielstÀtten gibt es wenige, so das Kenya National Theater, welches jedoch kein festes Ensemble hat, sondern nationalen und internationalen Truppen und Show-Events Raum bietet.

Bekanntere Theatergruppen sind Heartstrings Ensemble, Mbalamwezi Players, Tufani, Hearts Ablaze und Winds of Change. Bekannte Schauspieler sind Winnifred Gitao, Angel Waruinge, Antony Kinuthia und Benta Stephanie Ochieng. Mumbi Kaugwa ist zudem StĂŒckeschreiber und Regisseurin.

Die einzige feste Truppe mit eigener SpielstĂ€tte, meist Laien mit guter schauspielerischer QualitĂ€t, haben die Phoenix Players Theatre Company. Der Theaterraum befindet sich im Professional Centre in der Innenstadt Nairobis. Die Truppe ist unter seinem GrĂŒnder James Falkland 1984 aus dem kolonialen und von der Familie Maule betriebenen Donovan Maule Theater hervorgegangen, das im modernen Kenia nicht mehr lebensfĂ€hig war. Die Phoenix Players haben sich mit einem speziellen Programm dem Thema Anti-HIV gewidmet. Sie leben von ihren Mitgliedern und Spendern, kĂ€mpfen aber trotzdem stĂ€ndig um ihre Existenz.

Ansonsten bieten die Kulturzentren großer Nationen in Nairobi Theatergruppen und SĂ€le, in denen periodisch Theater gespielt wird, so im French Cultural Centre, dem Alliance française oder im Goethe-Institut.

Aufgrund dieser Bedingungen hat sich eine kleine, aber lebhafte Theaterszene entwickelt. Autoren wie Cajetan Boy oder Jimmy Makotsi schreiben moderne authentische StĂŒcke in Englisch oder Swahili.

Film

Das Filmleben wird in den großen StĂ€dten vom US-amerikanischen Mainstream und von Bollywood (aufgrund der starken indischen Minderheit im Land) beherrscht. Gemeinsam organisieren das Alliance Française und das Goethe-Institut in Nairobi z. B. Kinderfilm-Festivals.

In Kenia wurden relativ viele international ausgezeichnete Filme gedreht, z. B. Jenseits von Afrika (1986), Nirgendwo in Afrika (2001), Die weiße Massai (2004), Der ewige GĂ€rtner (2005) oder Afrika, mon amour (2007).

FĂŒr das Fernsehen, die Kenya Broadcasting Corporation (KBC), werden auch Filme im Land produziert, so z. B. Reflections oder Naliaka von Brutus Serucho.

Feiertage

Die öffentlichen Feiertage wurden in der Verfassung von 2010 neu festgelegt. Darin wurden Feiertage wie der 10. Oktober (Moi Day, zu Ehren des frĂŒheren PrĂ€sidenten Daniel arap Moi) gestrichen. Der 20. Oktober (Kenyatta Day, zu Ehren des ersten PrĂ€sidenten Jomo Kenyatta) wurde umbenannt in Mashujaa Day – ein Gedenktag fĂŒr alle Helden in der kenianischen Geschichte. Idd ul-Azha und Diwali gelten nur fĂŒr Angehörige der jeweiligen Glaubensrichtung als öffentliche Feiertage. Sollte ein öffentlicher Feiertag auf einen Sonntag fallen, wird der nĂ€chste darauf folgende Werktag zum Feiertag.

Zu bestimmten AnlÀssen werden immer wieder einzelne Tage zu Feiertagen erklÀrt; diese gelten jedoch nur in dem entsprechenden Jahr. Zum Beispiel wurde anlÀsslich des Wahlsieges von US-PrÀsident Barack Obama der 6. November 2008 als Obama Day zum Feiertag erklÀrt.

Sport

In Kenia werden mehrere Sportarten wie Cricket, Rallye, Fußball, Rugby und Boxen ausgeĂŒbt, von denen einige ihren Ursprung im Vereinigten Königreich haben. Gemeinsam mit den afrikanischen Staaten Äthiopien und Marokko stellt Kenia regelmĂ€ĂŸig die besten LangstreckenlĂ€ufer der Welt, insbesondere in den olympischen Disziplinen 5000-Meter-Lauf, 10.000-Meter-Lauf, dem Hindernislauf und dem Marathonlauf. Bei den olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro konnten kenianische Sportler zudem auch bei kĂŒrzeren Laufdistanzen (1500 m, 800 m und 400 m HĂŒrden) sowie im Speerwurf der MĂ€nner Medaillen gewinnen. WĂ€hrend die Grundlage fĂŒr den Langstreckenlauf meist schon in der Grundschule gelegt werden, weil die weiten Wege zur Schule gehend/laufend zurĂŒckgelegt werden, werden die besten Talente in gemeinsamen Trainingslagern entdeckt. Da die EinkommensverhĂ€ltnisse in Kenia begrenzt sind, dient vor allem der Langstreckenlauf als eine Einkommensgelegenheit. Seit der Initiierung von Title IX haben sich auch amerikanische Hochschulsportprogramme darauf spezialisiert, weiblichen LĂ€ufernachwuchs in Kenia zu rekrutieren. Im Vergleich zum europĂ€ischen Trainingssystem wird in Kenia hĂ€ufiger in großen Gruppen trainiert, wobei an Ort und Stelle eine Auswahl der besten erfolgt, weil (fast) jedes Training ein Ausscheidungsrennen ist. In der Laufkultur trifft sich die traditionelle Stammeskultur der Hirten der Savanne mit dem post-kolonialem LebensgefĂŒhl der unbegrenzten Möglichkeiten. Genetik, Tradition, Höhentraining und ein internationaler Markt fĂŒr Rennen im Dauerlauf begĂŒnstigen vor allem die LĂ€uferinnen und LĂ€ufer aus dem Rift Valley. Zu den bekanntesten Athleten gehören u. a. Kipchoge Keino, Ben Jipcho, Abel Kirui, Catherine Ndereba, Samuel Kamau Wanjiru, Wilson Kipsang und Eliud Kipchoge.

Fußball ist in Kenia die beliebteste Mannschaftssportart und die kenianische Fußballnationalmannschaft trĂ€gt den Spitznamen Harambee Stars (Swahili fĂŒr: „Lasst uns zusammenarbeiten“). Die Mannschaft qualifizierte sich noch nicht fĂŒr eine Fußball-Weltmeisterschaft. Man nahm bisher an fĂŒnf Afrika-Cups teil (1972, 1988, 1990, 1992 und 2004), erreichte jedoch noch nicht die K.O.-Phase.

Cricket ist in Kenia ebenfalls beliebt und die erfolgreichste Mannschaftssportart des Landes. Die kenianische Cricket-Nationalmannschaft nahm zwischen 1996 und 2011 an jedem Cricket World Cup teil, jedoch nicht an den Turnieren 2015 und 2019. Kenia war zusammen mit SĂŒdafrika und Simbabwe Co-Gastgeber des Cricket World Cups 2003, bei dem man das Halbfinale erreichte, dort jedoch gegen den spĂ€teren Vizeweltmeister Indien unterlag. Trotz den Erfolgen des Landes blieb Kenia weiterhin ein Associate Member des International Cricket Council und der Teststatus blieb ihnen verwehrt.

Rugby erfreut sich ebenfalls zunehmender Beliebtheit, vor allem dank der Erfolge der kenianischen Siebener-Rugby-Nationalmannschaft der letzten Jahre. Man nimmt regelmĂ€ĂŸig an der World Rugby Sevens Series teil und 2009 erreichte man den dritten Platz. Im Gegensatz dazu gelang es der kenianischen Rugby-Union-Nationalmannschaft (mit dem Spitznamen Simbas – Swahili fĂŒr: „Löwen“) noch nicht, sich fĂŒr eine Rugby-Union-Weltmeisterschaft zu qualifizieren; bei der Rugby-Union-Afrikameisterschaft ist man dagegen regelmĂ€ĂŸiger Teilnehmer und gewann bisher zwei Turniere (2011 und 2013).

Bekannte kenianische Fußballspieler sind Victor Wanyama, der bei Tottenham Hotspur spielt, und McDonald Mariga.

Literatur

  • Charles Hornsby: Kenya: A History Since Independence. I.B. Tauris, New York City 2012, ISBN 978-1-78076-501-3.

Siehe auch

Weblinks

  • LĂ€nderinformationen des AuswĂ€rtigen Amtes, des Eidgenössischen Departements fĂŒr auswĂ€rtige Angelegenheiten und des Bundesministerium fĂŒr Europa, Integration und Äußeres zu Kenia
  • Datenbank inhaltlich erschlossener Literatur zur gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Situation in Kenia
  • Anti-Korruptions-Kommission
  • Kenya Wildlife Service, zustĂ€ndig fĂŒr die Nationalparks und den Tierschutz (englisch)
  • APRM – Country Review Report of the Republic of Kenya, May 2006 (Memento vom 27. September 2007 im Internet Archive)

Einzelnachweise



Quelle: Wikipedia

 

Region Regionen (8)

Bezeichnung der Regionen: Provinz
Abk Name Lat N Lat S Lng W Lng E B O
Central 0.121846 -1.317215 36.198547 37.546597  
Coast 0.009223 -4.678047 37.589832 41.526087  
Eastern 4.460594 -3.075363 36.055489 39.489937  
Nairobi -1.139 -1.417 36.676 37.132  
North-Eastern 4.285 -2.078 38.665 41.885  
Nyanza 0.307 -1.412 33.895 35.327  
Rift Valley 5.492 -3.192 33.977 38.057  
Western 1.103 -0.072 33.89 35.171  
 

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Flagge: Kenya

Name englisch: Kenya
Hauptstadt: Nairobi
Kfz: EAK
ISO: KE
ISO3: KEN
Fläche: 582650 km²
Tld: .ke
Wärung Einheit: KES
Währung: Shilling
Vorwahl: 254

Ausdehnung / Grenzen (nach WGS 84 dezimal):
nördlichster Punkt: 5.0334209
südlichster Punkt: -4.7243
westlichster Punkt: 33.9098213
östlichster Punkt: 41.9068316


 
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