Beschreibung der Tour:
Wir kommen natürlich später weg als geplant, dann wird in Schliersee gerade der Maibaum aufgstellt und die Straße eine Weile gesperrt.
Der Parkautomat funktioniert nicht mit Karte, also suchen wir einen anderen. Dann fährt die Gondel nicht wegen eines technischen Problems, was aber nach 10 Minuten behoben ist.
So können wir erst um 11 Uhr an der Bergstation starten...
Wir deponieren unsere Klettersachen oben an der Bergstation, da wir sie erst übermorgen brauchen werden.
Dann gehts endlich los und nach einem kurzen Abstieg in den Lochgrabensattel und Wiederaufstieg stehen wir schon bald am ersten Gipfelkreuz auf dem Rauhkopf. Die Aussicht ist schon von hier toll.
Wir steigen direkt wieder ab und in den nächsten Sattel und hinauf zur Schnittlauchmoosalm vor der wir dann rechts abbiegen Richtung Tanzeck. Einen richtigen Gipfel samt Gipfelkreuz finden wir hier nicht, obwohl es auf der Karte so eingezeichnet ist.
Ab nun wird es alpiner und anspruchsvoller. Wir bleiben direkt am Grat, was einige schöne Kletterstellen bis zum 2. Grad bietet. Bald stehen wir an einem Gedenkschild wieder am Normalweg, der teils über sehr speckigen Fels spannend bis zum Gipfelkreuz des Aiplspitz führt.
Da es hier völlig überfüllt ist bleiben wir nur kurz und steigen Richtung Norden über einen sehr steilen felsigen Abstieg spannend hinunter in den Sattel. Ab hier wird es dann einsamer und wir gehen geradeaus durch eine Latschengasse und später über einen Rücken bis zum Gipfel der Heißenplatte. Ein anderes Pärchen bricht gerade auf und wir nehmen auf der Bank Platz und genießen das fantastische Panorma und machen Brotzeit.
Nach der Rast steigen wir weiter Richtung Norden ab. Bald verläuft sich der Pfad etwas im Wald und an der ehemaligen Heißenplattenalm steigen wir etwas zu tief ab, so dass wir wieder etwas zurücksteigen müssen um den unscheinbaren Pfad zu finden. Hier quert man am besten direkt oben auf der Wiese nach links, sonst kommt man zu tief auf den falschen Pfad.
Unsere Freude währt nur kurz denn sofort darauf laufen wir erneut an dem unscheinbaren Abzweig zum nächsten Pfad vorbei. Schnell bemerken wir unseren Fehler und gehen ein paar Meter zurück.
Wenn man dann einmal auf dem richtigen Pfad ist, kann man ihn nicht mehr verpassen. Er scheint mir auch leichter als T4 wie auf der Karte angegeben zu sein. Wir queren so den gesamten Weg unterhalb der Heißenplatte zurück zum normalen Wanderweg und steigen dann vorbei an der unbewirtschafteten Bezingalm und dann hinauf in den Sattel oberhalb der Jägerbauernalm. Die letzten steilen Meter Schnee umgehen wir in der Wiese.
Der Nordgrat zum Jägerkamp führt durch eine Latschengasse in der noch jede Menge Schnee liegt, ist aber problemlos zu begehen.
Da wir spät dran sind und noch unser Gepäck an der Bahn abholen müssen vor 17 Uhr bleiben wir nur sehr kurz am Gipfel und steigen Richtung Osten ab. Die Benzingspitz lassen wir heute aus, da das Gebiet noch wegen Wildschutz gesperrt ist. So geht es unterhalb des Gipfels zur Schnittlauchalm wo in der Senke noch eine Menge Schnee liegt, wo man unangenehm in den Matsch darunter einbricht. Ein kalter Wind zieht auf und wir schauen, dass wir weiterkommen. Den Gipfel des Rauhkopf umgehen wir auf dem Rückweg. Zunächst über einen breiten Weg, dann durch den Schnee ehe sich die Spur im Wald verliert. Wir stehen vor einem Abbruch, den wir umgehen und dann langsam wieder eine Spur finden. Diese Umgehung scheint nicht viel begangen zu werden. Als wir wieder einen ausgeprägten Pfad finden sind wir flott zurück im Lochgrabensattel und ich eile noch zur Bergstation rauf um unser Gepäck abzuholen.
Mit doppeltem Rucksack steigen wir dann über die Piste hinab zur Oberen Maxlraineralm, wo wir die nächsten beiden Nächte verbringen werden.
Da der Wind sehr kalt ist ärgern wir uns nur wenig darüber, dass der höchste Pool Deutschlands mit dem überall geworben wird, leider nur halb voll ist und kein frisches Wasser enthält...
Auf eine Stärkung verzichten wir, da es eigentlich in 30 Minuten Abendessen geben soll. Dass es dann am Ende 2 Stunden bis zum Essen werden hätte uns anders entscheiden lassen.
Aber so dusche ich noch heiß in 3 Minuten und wir setzen uns mit Jacken in die kalte Stube.
Zusatzinformationen / persönliche Anmerkungen:
Benzingspitz ausgelassen wegen Wildschutz.
Schöne Runde von der Bergstation. Anspruchsvolle Überschreitung der Aiplspitz. Einsamer Rückweg über die Heißenplatte, der gutes Gespür und am besten GPS für die Wegfindung erfordert.
Obere Maxlraineralm bissl unorganisiert und nicht sauber aber sonst schön.

Bike and Hike MTB möglich