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Wandern in den Alpen

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Warum in die Ferne schweifen? Die Alpen liegen so nah und sind doch eine Welt für sich. Wir haben Inspirationen und Tipps für die schönsten Touren gesammelt.


Die Alpen sind ein 1200 Kilometer langes Schmuckstück im Herzen Europas und erstrecken sich über die acht sogenannten Alpenstaaten Frankreich, Monaco, Italien, die Schweiz, Liechtenstein, Deutschland, Österreich und Slowenien. Hier finden sich insgesamt 128 Berge mit mehr als 4000 Metern Höhe, viele sind vergletschert. Der höchste Gipfel ist der des Mont Blanc mit 4810 Metern, der wohl den meisten Kletterern ein Begriff sein dürfte.
Touren in den Alpen können bei verschiedensten Anbietern gebucht werden, wobei man sich am besten auf einen Profi im Reisebereich verlässt. Wir haben einige Tipps und Inspirationen gesammelt.

Es gibt Touren für jeden Schwierigkeitsgrad

Man sollte sich die Route und deren Gegebenheiten gut auswählen, damit man sich nicht überfordert oder in Gefahr bringt. Wer wenig Erfahrung hat, startet mit einer leichten Tour und wählt beim nächsten Mal eine anspruchsvollere.

Das einfache Wandern ist für jedermann geeignet. Auch Kinder und ältere Menschen können auf einfachen Straßen und breiten Wegen vorwärtskommen. Dabei erlebt man Schritt für Schritt die Natur etwas mehr und lässt den stressigen Alltag der Stadt hinter sich. Es gibt neben Tagestouren auch Wochenendtouren und mehrtägige Routen. Besonders schön ist es, wenn man in seine Tour die urigen Hütten mit einbezieht, die ganz typisch für den Charme der Alpen sind. Bei solchen Wanderungen stehen die Natur und Kultur der Umgebung mehr im Vordergrund als sportliche Höchstleistungen.

Das Bergwandern etwa im Voralpenland fordert den Wanderern schon etwas mehr Geschick ab. Sie sind hier in mittlerer Höhe auf verschiedenen Bergwegen unterwegs, eine gewisse Kondition und auch Trittsicherheit sind für eine sichere Tour auf den unterschiedlichen Bergwegen wichtig. Der Deutsche Alpenverein hat die Bergwege klassifiziert, sodass man nicht versehentlich auf einer zu schweren Route landen kann. Das Bergwegekonzept funktioniert ganz ähnlich wie die Einteilung von Skipisten, und zwar nach Farben. Blau steht dabei für einfache Routen, bei denen es keine seitliche Absturzgefahr gibt, rot für mittelschwere und schwarz für schwierige Routen. Die Farben finden sich als Punkte auf den Wegweisern, häufig gemeinsam mit dem Namen des Wegehalters. Es gibt auch Zwischenmarkierungen in rot und weiß, die keine Aussage über den Schwierigkeitsgrad eines Weges aussagen.

Das alpine Weitwandern führt die Besucher über durchgehende Höhenwege, auf denen man bis zu 20 Tage unterwegs sein und in speziellen Hütten übernachten kann. Wer noch weiter gehen will, nutzt die europäischen Fernwanderwege.


Inspirationen für schöne Touren

Im Triglav Nationalpark in Slowenien finden Trekking Fans die Julischen Alpen mit guten Bergwegen, die teils steil und felsig, aber immer gut abgesichert sind. Der dreigipfelige Zweitausender namens Triglav bildet den Mittelpunkt dieser abwechslungsreichen Landschaft mit einem Höhenunterschied von insgesamt 3.060 Metern. Der Park entwickelt sich immer mehr vom  Insidertipp zu einem Must-See. Auf dem Berg sollen frühere Hexensabbate stattgefunden haben, auf eine mystische Ausstrahlung kann man sich also freuen. Ebenfalls wunderschön ist das Sieben-Seen-Tal und der Savica-Wasserfall im umrahmenden Nationalpark. Hierhin reist man am besten zwischen Mai und Oktober.

Der höchste Berg Österreichs, der Glocknertrek, ist ebenfalls einen Besuch wert. Er steht umrahmt von einigen besonders schönen Alpentälern, hier finden Trekkingfans Österreichs älteste Schutzhütte, die Salmhütte, die bereits 1799 gebaut wurde. Die Glocknergruppe kann man zu Fuß umrunden und dabei einen wunderbaren Sonnenuntergang genießen, fernab der Touristenströme. Hier ist man auf hochalpinem Terrain und kommt am besten im Hochsommer zum Wandern.

Den Mont Blanc sollte man einmal im Leben besucht haben. Das „Dach von Europa“ zählt zu den beliebtesten Naturschauplätzen der Welt. Die berühmten Gletscher des Mont-Blanc-Massivs glitzern in der Sonne und sind einfach nur beeindruckend. Man kann den Mont Blanc umrunden und bewegt sich dabei durch drei Länder und sieben Täler. Natürlich kann man hier auch klettern. Das Gelände ist zum Wandern leicht bis mittelschwer, die beste Zeit für einen Besuch liegt zwischen Mai und September.


Bergwandern, aber sicher

Natürlich sind die Risiken beim Klettern ungleich höher als beim Bergwandern, dennoch sollte man einige Regeln unbedingt beachten, um seine Wanderung sicher und unbeschadet verbringen zu können.
Zunächst einmal sollte man nur dann starten, wenn man gesund ist und sich fit genug fühlt. Gerade, wer lange Touren nicht gewohnt ist, sollte langsam starten und sich nicht gleich überfordern. Eine bekannte Herz-/Kreislaufschwäche kann zur Gefahr werden, hier sollte man sich selbst beobachten und ausreichend Pausen einlegen. Die passende Ausrüstung ist ein Muss. Dazu zählen neben gut eingelaufenen, möglichst wasserfesten Schuhen, die für Outdoor geeignet sind, auch ein paar Wander- bzw. Trekkingstöcke, die gerade beim bergab Gehen die Knie und Gelenke optimal entlasten können, die ansonsten schon bei kleinen Steigungen leiden können. Auch eine entsprechende Bandage an einem schmerzenden Knie kann Wunder wirken. In seinem Rucksack führt man neben genügend Essen und Trinken auch eine Karte der Umgebung und einen Kompass mit sich, ebenso einen Regenschutz und ein Handy. Man sagt zu Hause Bescheid, wo man sich befindet, und geht nicht zwanghaft an seine Grenzen.
So steht einer entspannten Tour, die natürlich im Voraus gut geplant werden sollte, nichts im Weg!
 

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Wandern in den Alpen - Berichte und Artikel rund um die Berge und die Natur
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