Pflanzen Skabiosen-Flockenblume Centaurea scabiosa
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Ein BĂĽschel Skabiosen-Flockenblumen
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Informationen:


Die Skabiosen-Flockenblume (Centaurea scabiosa) ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Flockenblumen (Centaurea) innerhalb der Familie der KorbblĂĽtler (Asteraceae).

Beschreibung

Die Skabiosen-Flockenblume ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von bis 1,20 m erreichen kann. Sie besitzt einen kantigen, rauen Stängel, der über der Mitte aufrecht abstehende Äste ausbildet, welche jedoch nicht sparrig verzweigt sind. Die grünen und ledrigen, meist nur wenig rau behaarten Laubblätter sind fiederteilig. Die Fieder-Abschnitte sind länglich oder schmal lanzettlich geformt.

Die Einzelblüten stehen zusammen in einem einzelnen endständigen Köpfchen, welcher im Durchmesser etwa 2 cm hoch wird und bis 4 cm breit. Die Hüllblätter (s. Abb.) weisen keine Nerven auf. Die ausgefransten Anhängsel besitzen am Rand einen gezähnten oder gewimperten Saum, der relativ weit herabläuft. Die Farbe der Kronblätter variiert von dunkelpurpurn über purpurn oder hellrot bis selten sogar weiß. Der Pappus ist fast so lang wie die Achänenfrüchte.

Die BlĂĽtezeit ist Juni bis August.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 20, seltener 40.

Ă–kologie

Die Ausbreitung der Achänenfrüchte erfolgt durch Ameisen, zudem sind sie Windstreuer und durch die „hakelnden“ Hüllblätter auch Tierstreuer.

Von allen einheimischen Pflanzen, außer von solchen der Gattung der Eichen, wird sie am meisten von Gallwespen befallen. Ein Befall ist erkennbar an dicken, eiförmigen Anschwellungen der Stängel.

Die wild wachsende Wiesenpflanze überdauert den Winter als Hemikryptophyt mit Hilfe ihrer rübenartigen Pfahlwurzel. Im Frühjahr können zudem vegetative Wurzelsprosse daraus gebildet werden. Sie wurzelt bis 200 cm tief. Die selbststerilen Blüten werden ausschließlich von Insekten bestäubt.

Vorkommen

Die Skabiosen-Flockenblume ist auf Trocken- oder Halbtrockenrasen, an mäßig trockenen Ruderalstellen an Wegrändern oder auf trockenen Wiesen zu finden. Sie ist in Mitteleuropa eine Charakterart der Klasse Festuco-Brometea. Auf extensiv genutzten Äckern und auf subalpinen Steinrasen kommt sie ebenfalls vor. Sie bevorzugt kalkreiche Böden. Sie steigt in der Unterart Centaurea scabiosa subsp. alpestris im Tiroler Teil der Allgäuer Alpen am Gampensattel bis zu 2200 Metern Meereshöhe auf. In Deutschland reicht ihre Häufigkeit von zerstreut bis relativ häufig. Sie ist eine Pflanze der Trocken- bis Halbtrockenrasen und kommt zudem im übrigen Europa bis nach West-Asien vor. In wenigen Teilen Nord-Amerikas ist sie als Neophyt zu finden. Natürlicherweise wächst die Skabiosen-Flockenblume nur in den temperierten Breiten vom Flach- bis in das Hügelland der Nordhemisphäre.

Systematik

Man kann folgende Unterarten unterscheiden:

  • Centaurea scabiosa L. subsp. scabiosa
  • Centaurea scabiosa subsp. adpressa (Ledeb.) Gugler: Sie kommt in der Ukraine, in Russland, Moldawien, in Rumänien, der Slowakei und in Transkaukasien vor.
  • Centaurea scabiosa subsp. alpestris (Hegetschw.) Nyman: Sie kommt auf subalpinen Steinrasen der Alpen vor und ist durch schwarze HĂĽllblättchen gekennzeichnet. Sie ist eine Charakterart der Ordnung Seslerietalia albicantis. Ihr Verbreitungsgebiet umfasst Frankreich, die Schweiz, Liechtenstein, Ă–sterreich, Deutschland, Italien, die Slowakei, das frĂĽhere Jugoslawien, Polen und die Ukraine.
  • Centaurea scabiosa subsp. apiculata (Ledeb.) Mikheev: Sie kommt in WeiĂźrussland, in der Ukraine, in Russland, Moldawien und Transkaukasien vor.
  • Badener Skabiosen-Flockenblume (Centaurea scabiosa subsp. badensis (Tratt.) Gugler): Sie ist eine 30–80 cm hohe Sippe und kommt in den Alpen von Ă–sterreich von Baden bis Wien vor. Das Verbreitungsgebiet umfasst Ă–sterreich, Tschechien und die Slowakei.
  • Centaurea scabiosa subsp. cephalariifolia (Willk.) Greuter (Syn.: Centaurea cephalariifolia Willk.): Sie kommt in Spanien vor.
  • Centaurea scabiosa subsp. fritschii (Hayek) Hayek: Sie kommt in Ă–sterreich, Ungarn, in der Slowakei, Italien, auf der Balkanhalbinsel, in Bulgarien und in Rumänien vor.
  • Centaurea scabiosa subsp. grinensis (Reut.) Nyman (Syn.: Centaurea grinensis Reut.): Sie kommt in Italien, in Frankreich und in der Schweiz vor.
  • Centaurea scabiosa subsp. integra Greuter (Syn.: Centaurea integrifolia Tausch): Sie kommt im östlichen europäischen Russland vor.
  • Centaurea scabiosa subsp. menteyerica (Chaix) Nyman (Syn.: Centaurea menteyerica Chaix): Sie kommt in Frankreich und in Italien vor.
  • Centaurea scabiosa subsp. sadleriana (Janka) Asch. & Graebn.: Sie kommt in Ă–sterreich, Ungarn, Serbien, in der Slowakei und in Rumänien vor.
  • Centaurea scabiosa subsp. spinulosa (Spreng.) Arcang. (Syn.: Centaurea spinulosa Spreng.): Sie kommt in Ungarn, auf der Balkanhalbinsel, in Bulgarien und in Rumänien vor.
  • Centaurea scabiosa subsp. tematinensis (Domin) Domin (Syn.: Centaurea scabiosa subsp. vertesensis (Boros) SoĂł): Sie kommt in Ungarn vor.

Trivialnamen

Für die Skabiosen-Flockenblume bestehen bzw. bestanden auch die weiteren deutschsprachigen Trivialnamen: Eisenwurzel (Schlesien), Knauf (Eifel bei Kerpen), Knoop (Mecklenburg), Knopfwurzel (Schlesien), Kowatsch (Pommern), Lämmerridpen (Kärnten im Mölltal) und Papenklöten (Mecklenburg).

Quellen

  • Dietmar Aichele, Marianne Golte-Bechtle: Was blĂĽht denn da? 54. Auflage. Kosmos Verlag, 1991, ISBN 3-440-05615-5.
  • Robert Zander: Zander Handwörterbuch der Pflanzennamen. Hrsg. von Fritz Encke, GĂĽnther Buchheim, Siegmund Seybold. 15. Auflage, korrigierter Nachdruck der 14. Auflage. Eugen Ulmer, Stuttgart 1994, ISBN 3-8001-5072-7.
  • Ruprecht DĂĽll, Herfried Kutzelnigg: Taschenlexikon der Pflanzen Deutschlands und angrenzender Länder. Die häufigsten mitteleuropäischen Arten im Portrait. 7., korrigierte und erweiterte Auflage. Quelle & Meyer, Wiebelsheim 2011, ISBN 978-3-494-01424-1.
  • Raimund Fischer: BlĂĽtenvielfalt im Pannonikum. Pflanzen im östlichen Niederösterreich, Nordburgenland und Wien. IHW-Verlag, Eching bei MĂĽnchen 2004, ISBN 3-930167-51-4.

Einzelnachweise

Weblinks

  • Skabiosen-Flockenblume. FloraWeb.de
  • Skabiosen-Flockenblume. In: BiolFlor, der Datenbank biologisch-ökologischer Merkmale der Flora von Deutschland.
  • Steckbrief und Verbreitungskarte fĂĽr Bayern. In: Botanischer Informationsknoten Bayerns.
  • Centaurea scabiosa L. s. str. In: Info Flora, dem nationalen Daten- und Informationszentrum der Schweizer Flora. Abgerufen am 20. Juni 2016.
  • Centaurea scabiosa subsp. alpestris (Hegetschw.) Nyman In: Info Flora, dem nationalen Daten- und Informationszentrum der Schweizer Flora. Abgerufen am 20. Juni 2016.
  • Centaurea scabiosa subsp. grinensis (Reut.) Nyman In: Info Flora, dem nationalen Daten- und Informationszentrum der Schweizer Flora. Abgerufen am 20. Juni 2016.
  • Die Verbreitung auf der Nordhalbkugel
  • Thomas Meyer: Flockenblume Datenblatt mit BestimmungsschlĂĽssel und Fotos bei Flora-de: Flora von Deutschland (alter Name der Webseite: Blumen in Schwaben)


Quelle: Wikipedia

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Bücher und Karten Bücher und Karten

Ordnung:
Asterales
Asternartige
Familie:
Asteraceae
KorbblĂĽtler
Gattung:
Centaurea
Flockenblumen
Blütenfarben:
rot
violett
giftig: nein
geschützt: nein
essbar: k.A.
Heilpflanze: k.A.

erstellt von Tom Hofer
- erstellt von Tom Hofer am 28.09.2015
Centaurea scabiosa ( Skabiosen-Flockenblume )
Centaurea scabiosa ( Skabiosen-Flockenblume )

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