Pflanzen Rauer Kranzenzian Gentianella aspera
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Info Pflanze Details

Informationen:


Der Raue Kranzenzian (Gentianella aspera), auch Rauer Enzian genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Kranzenziane (Gentianella) in der Familie der Enziangewächse (Gentianaceae).

Beschreibung

Vegetative Merkmale

Der Raue Kranzenzian ist eine zweijährige krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 5 bis 30 Zentimetern. Die Stängel sind einfach oder verzweigt. Die Stängelglieder sind kurz und wenig zahlreich (meist 3 bis 5).

Die gegenständigen Laubblätter sind in grundständigen Rosetten und am Stängel verteilt angeordnet. Die Grundblätter und unteren Stängelblätter sind eiförmig bis spatelförmig mit gerundetem oberen Ende. Die mittleren Stängelblätter sind dreieckig-eiförmig oder eilanzettlich und höchstens dreimal so lang als breit. Die oberen Stängelblätter sind gegen den Grund zu am breitesten und spitz. Sie sind am Rand und manchmal auch auf den Blattnerven oder nur am Mittelnerv kurz bewimpert.

Generative Merkmale

Die Blütezeit reicht von Mai oder Juni bis September. Die Blüten sind in einem rispigen, manchmal trugdoldigen Blütenstand angeordnet.

Die zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die fünf Kelchblätter sind bis weniger als die Hälfte ihrer Länge verwachsen. Die Kelchröhre ist schmal geflügelt. Die Buchten zwischen den lanzettlichen Kelchzähnen sind spitz. Ein bis drei Kelchzipfel sind etwas breiter als die übrigen, einzelne sind länger als die Kronzipfel. Die Kelchzähne sind am schwach nach außen gerollten Rand und auf der Mittelrippe von 0,1 Millimeter langen Papillen rau. Die violetten oder lilafarbenen gefärbten Blütenkronen besitzen einen auffällig weißbärtige Schlund. Die Blütenkrone ist bis 4 Zentimeter lang. Die fünf Kronzipfel sind 5 bis 10 Millimeter breit. Der Fruchtknoten ist ziemlich lang gestielt.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 36.

Vorkommen

Das Verbreitungsgebiet des Rauen Enzians umfasst die Ostalpen westwärts bis zum Gotthardmassiv. Es gibt Fundortangaben für die Länder Tschechien, Deutschland, Österreich, Liechtenstein, Schweiz und Slowenien.

In Österreich ist der Raue Kranzenzian häufig in den nördlichen Kalkalpen und in den Hohen Tauern; er fehlt in Wien und im Burgenland.

Er gedeiht in Höhenlagen von 700 bis 2500 Metern. In den Allgäuer Alpen steigt er in Bayern am Rauhhorn bis zu einer Höhenlage von 2200 Metern auf. Standorte sind Böden, Schutt und Magerrasen, Halb- sowie Kalktrockenrasen. Der Raue Kranzenzian kommt in Mitteleuropa in den Pflanzengesellschaften der Verbände Mesobromion, Molinion oder der Ordnung Seslerietalia vor.

Die ökologischen Zeigerwerte nach Landolt et al. 2010 sind in der Schweiz: Feuchtezahl F = 2 (mäßig trocken), Lichtzahl L = 4 (hell), Reaktionszahl R = 4 (neutral bis basisch), Temperaturzahl T = 2+ (unter-subalpin und ober-montan), Nährstoffzahl N = 2 (nährstoffarm), Kontinentalitätszahl K = 3 (subozeanisch bis subkontinental).

Taxonomie

Die Erstbeschreibung erfolgte 1839 unter dem Namen (Basionym) Gentiana aspera Hegetschw. & Heer durch Johannes Jacob Hegetschweiler und Oswald Heer in Flora der Schweiz, Seite 210. Die Neukombination zu Gentianella aspera (Hegetschw. & Heer) Skalický, Chrtek & J.Gill wurde 1966 durch Josef Dostál in Vladimír Skalický, Jindřich Chrtek und Jirí Gill: Preslia, Band 38, Seite 92 veröffentlicht.

Für Gentianella aspera (Hegetschw. & Heer) Dostál ex Skalický, Chrtek & J.Gill gibt es zahlreiche Synonyme: Gentiana aspera Hegetschw. & Heer, Gentiana sturmiana A.Kern. & Jos. Kern., Gentiana norica A.Kern. & Jos. Kern., Gentiana sturmiana A.Kern. & Jos. Kern., Gentiana amarella subsp. chlorifolia (Nees) Arcang., Gentiana amarella subsp. obtusifolia (Willd.) Arcang., Gentiana aspera Hegetschw. & Heer subsp. aspera, Gentiana aspera subsp. norica (A.Kern. & Jos. Kern.) Vollm., Gentiana aspera subsp. sturmiana (A.Kern. & Jos. Kern.) Vollm., Gentiana germanica subsp. obtusifolia (Willd.) Rouy, Gentiana polymorpha subsp. aspera (Hegetschw. & Heer) Dostál, Gentianella aspera subsp. norica (A.Kern. & Jos. Kern.) Dostál, Gentianella aspera subsp. sturmiana (A.Kern. & Jos. Kern) Skalický, Chrtek & J. Gill.

Literatur

  • Xaver Finkenzeller, Jürke Grau: Alpenblumen. Erkennen und bestimmen (= Steinbachs Naturführer). Mosaik, München 2002, ISBN 3-576-11482-3. 
  • Wolfgang Adler, Karl Oswald, Raimund Fischer: Exkursionsflora von Österreich. Hrsg.: Manfred A. Fischer. Eugen Ulmer, Stuttgart/Wien 1994, ISBN 3-8001-3461-6. 

Einzelnachweise

Weblinks

  • Gentianella aspera (Hegetschw.) Skalický, Chrtek & Gill, Rauer Kranzenzian. auf FloraWeb.de
  • Rauer Kranzenzian – Steckbrief und Verbreitungskarte für Bayern. In: Botanischer Informationsknoten Bayerns
  • Rauer Kranzenzian. In: BiolFlor, der Datenbank biologisch-ökologischer Merkmale der Flora von Deutschland.
  • Thomas Meyer: Datenblatt mit Bestimmungsschlüssel und Fotos bei Flora-de: Flora von Deutschland (alter Name der Webseite: Blumen in Schwaben).
  • Datenblatt Gentianella aspera - Rau-Kranzenzian mit Fotos bei Botanik im Bild / Flora von Österreich, 2007.


Quelle: Wikipedia

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Ordnung:
Gentianales
Enzianartige
Familie:
Gentianaceae
Enziangewächse
Gattung:
Gentianella
Kranzenziane
Blütenfarbe:
violett
giftig: k.A.
geschützt: k.A.
essbar: k.A.
Heilpflanze: k.A.

erstellt von Tom Hofer
- erstellt von Tom Hofer am 10.02.2026
- letzte Änderung am 10.02.2026 von Tom Hofer
Gentianella aspera ( Rauer Kranzenzian )
Gentianella aspera ( Rauer Kranzenzian )

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