Pflanzen Alpen-Vergissmeinnicht Myosotis alpestris
Pflanze zu Favoriten
0
Pflanze gefällt 0 Benutzern

Foto Fotos (1 von 2)

Diashow hier starten
Voriges Bild anzeigen
Nächstes Bild anzeigen
  • Lermoos - Tuftlalm - Gräntjoch - Daniel Südostgrat - Upsspitze - Grüner Ups - Tuftlalm - Lermoos
  • Guggenberg - Arnitzalm - Arnitzsee - Großer Zunig - Zunigtörl - Zunigsee - Zunigalm - Guggenberg

Info Pflanze Details

Informationen:


Das Alpen-Vergissmeinnicht (Myosotis alpestris) ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Vergissmeinnicht (Myosotis) innerhalb der Familie der Raublattgewächse (Boraginaceae).

Beschreibung

Vegetative Merkmale

Das Alpen-Vergissmeinnicht ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 10 bis 15 Zentimetern erreicht. Die Grundblätter stehen in Rosetten. Die Laubblätter sind lanzettlich bis elliptisch und meist 3 bis 10 Millimeter breit. Die Grundblätter sind allmählich in den Stiel verschmälert.

Generative Merkmale

Blütezeit ist vorwiegend Juni bis August. Die Blüten stehen in reichblütigen, anfangs dichten, später auch in traubenförmig verlängernden Wickeln. Die Blüten sind bis zu 9 mm breit und hell- bis intensiv blau mit gelben Schlundschuppen. Die Fruchtstiele sind aufrecht abstehend, sie sind dick und wenig länger als der Kelch. Der Kelch hat zahlreiche anliegende und nur wenige abstehende, gebogene oder hakig gekrümmte Haare. Die Teilfrüchte sind stumpf und bis 1,8 Millimeter lang.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 24 oder 48, seltener 20, 70 oder 72.

Verwechslungsmöglichkeiten

Das Alpen-Vergissmeinnicht wird oft mit dem Himmelsherold verwechselt, der in etwa die gleiche Blütezeit aufweist. Unterschied: Der Himmelsherold kommt erst ab Höhenlagen von 2000 Metern vor und besitzt zahlreiche sehr kleine Blattrosetten, die einen polsterförmigen Eindruck vermitteln.

Ökologie

Die kurze Kronröhre gewährt auch kurzrüsseligen Insekten Zugang zum Nektar. Bestäuber sind Zweiflügler, Bienen und Schmetterlinge.

Die Blüten sind beim Aufblühen fliederfarben, später himmelblau. Dieser Farbumschlag ist typisch für die Familie der Raublattgewächse. Dies kommt dadurch zustande, dass der Blütenfarbstoff Anthocyan ähnlich wie Lackmus reagiert: Im anfänglich sauren Zellsaft färbt er die Blüten rötlich, im später alkalischen Zellsaft schlägt er nach blau um.

Vorkommen

Myosotis alpestris gedeiht in den Gebirgen Europas, der Türkei, Armeniens und Georgiens.

Häufige Standorte für Myosotis alpestris sind feuchte Flächen, Rasen, Schutt- oder Blockfluren in Höhenlagen von 1300 bis 3000 Metern. Das Alpen-Vergissmeinnicht wächst sowohl auf silikatischen als auch kalkhaltigen Böden. Es gedeiht in Mitteleuropa vor allem in Pflanzengesellschaften der Ordnung Seslerietalia albicantis, kommt aber auch in Gesellschaften der Klassen Salicetea herbaceae oder Thlaspietea rotundifolii sowie der Verbände Adenostylion oder Rumicion alpini vor.

Die ökologischen Zeigerwerte nach Landolt et al. 2010 sind in der Schweiz: Feuchtezahl F = 3 (mäßig feucht), Lichtzahl L = 4 (hell), Reaktionszahl R = 4 (neutral bis basisch), Temperaturzahl T = 1+ (unter-alpin, supra-subalpin und ober-subalpin), Nährstoffzahl N = 3 (mäßig nährstoffarm bis mäßig nährstoffreich), Kontinentalitätszahl K = 3 (subozeanisch bis subkontinental).

Aus Myosotis alpestris sind zahlreiche Gartenformen entstanden, die sehr leicht verwildern.

Systematik

Die Erstveröffentlichung von Myosotis alpestris erfolgte durch Franz Willibald Schmidt.

Von Myosotis alpestris wurden Unterarten beschrieben (Auswahl):

  • Myosotis alpestris F.W.Schmidt subsp. alpestris
  • Myosotis alpestris subsp. pyrenaeorum (Blaise & Kerguélen) Valdés: Sie kommt in Spanien und Frankreich vor.

Literatur

  • Xaver Finkenzeller, Jürke Grau: Alpenblumen. Erkennen und bestimmen (= Steinbachs Naturführer). Mosaik, München 2002, ISBN 3-576-11482-3. 
  • Manfred A. Fischer, Wolfgang Adler, Karl Oswald: Exkursionsflora für Österreich, Liechtenstein und Südtirol. 2., verbesserte und erweiterte Auflage. Land Oberösterreich, Biologiezentrum der Oberösterreichischen Landesmuseen, Linz 2005, ISBN 3-85474-140-5. 
  • Henning Haeupler, Thomas Muer: Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. Hrsg.: Bundesamt für Naturschutz (= Die Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. Band 2). Eugen Ulmer, Stuttgart (Hohenheim) 2000, ISBN 3-8001-3364-4. 

Einzelnachweise

Weblinks

  • Myosotis alpestris F. W. Schmidt, Alpen-Vergissmeinnicht. auf FloraWeb.de
  • Thomas Meyer: Vergissmeinnicht Datenblatt mit Bestimmungsschlüssel und Fotos bei Flora-de: Flora von Deutschland (alter Name der Webseite: Blumen in Schwaben).


Quelle: Wikipedia

Kommentar Meinungen und Kommentare


Fotos Fotos: Myosotis alpestris (2)

  •   Lermoos - Tuftlalm - Gräntjoch - Daniel Südostgrat - Upsspitze - Grüner Ups - Tuftlalm - Lermoos   1 Markierung auf diesem Bild   Die Koordinaten für dieses Bild sind:
    47.431335 , 10.87499
      Diashow hier starten
  •   Guggenberg - Arnitzalm - Arnitzsee - Großer Zunig - Zunigtörl - Zunigsee - Zunigalm - Guggenberg   1 Markierung auf diesem Bild   Die Koordinaten für dieses Bild sind:
    46.95478 , 12.500204
      Diashow hier starten
Ordnung:
Boraginales
Boretschartige
Familie:
Boraginaceae
Rauhblattgewächse
Gattung:
Myosotis
Vergissmeinnicht
Blütenfarbe:
blau
giftig: k.A.
geschützt: k.A.
essbar: k.A.
Heilpflanze: k.A.

erstellt von Tom Hofer
- erstellt von Tom Hofer am 10.02.2026
Myosotis alpestris ( Alpen-Vergissmeinnicht )
Myosotis alpestris ( Alpen-Vergissmeinnicht )

Twitter twitter.com/deinebergede Instagram instagram.com/deineberge.de Facebook facebook.com/DeineBerge Frage Kontakt Fragen, Fehler, Lob, Kritik?
Schreib uns eine Nachricht.