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Pflanze Details
Der Gold-Pippau (Crepis aurea) ist eine Pflanzenart aus der Gattung Pippau (Crepis) in der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Er wird auch als Orange-Pippau bezeichnet.
Der Gold-Pippau ist eine ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 5 und 30 Zentimetern. Es wird ein abgebissenen, zylindrischen, schwärzlichen Rhizom gebildet. Die aufrechten, einfachen oder wenig verzweigten Stängel sind im oberen Teil dicht, schwarz, zottig behaart.
Die verkehrt-lanzettlich-spatelförmigen, grob gezähnten bis schrotsägeförmig-fiederlappigen und kahlen Grundblätter sind in einer grundständigen Rosette angeordnet. Am Stängel sind meist keine oder höchstens zwei, schuppenförmige, linealische bis pfriemliche Hochblätter vorhanden.
Die Blütezeit reicht von Juni bis September. Die körbchenförmigen Blütenstände befinden sich einzeln, endständig am Stängel und seinen Verzweigungen und haben einen Durchmesser von etwa 2 bis 3,5 Zentimetern. Die dicht, schwarz, zottig behaarten Hüllblätter sind lanzettlich und zugespitzt, die äußeren sind halb so lang wie die inneren. Der Korbboden ist kurz behaart. Der Blütenkorb enthält nur Zungenblüten. Die Zungenblüten sind orangefarben bis bräunlich-feuerrot, auf der Unterseite meist purpurfarben.
Die Achänen sind 5 bis 6 Millimeter lang und besitzen 20 an der Spitze etwas raue Rippen und einen nur undeutlichen Schnabel. Der rein weiße, weiche Pappus ist etwas kürzer als die Frucht.
Blütenbesucher sind Schmetterlinge, Käfer, Fliegen und Hymenopteren. Unter den Schmetterlingen sind es besonders der Kleine Fuchs (Vanessa urticae), der Dukatenfalter (Polyommatus virgaureae) und Perlmuttfalter.
Der Gold-Pippau ist nahezu auf Europa beschränkt, kommt aber auch in Kleinasien vor. Er ist in Europa in den Gebirgen vom Jura über die Alpen bis zu den Gebirgen Italiens und der Balkanhalbinsel beheimatet. In Österreich ist er häufig, fehlt aber in Wien und im Burgenland.
Der Gold-Pippau gedeiht auf frischen, nährstoffreichen, meist kalkarmen Wiesen und Weiderasen, Lägerfluren, Schneeböden (Schneetälchen) in Höhenlagen zwischen 1000 und 2900 Metern. Er ist eine Charakterart des Verbands der alpinen Milchkraut-Weiden (Poion alpinae). In den Allgäuer Alpen steigt er bis über 2000 Meter auf. In Tirol steigt er bis in eine Höhenlage von 2800 Meter, in Graubünden am Piz Platta bis 2780 Meter und in der Mont-Blanc-Gruppe bis 2900 Meter auf.
Die ökologischen Zeigerwerte nach Landolt et al. 2010 sind in der Schweiz: Feuchtezahl F = 3 (mäßig feucht), Lichtzahl L = 4 (hell), Reaktionszahl R = 3 (schwach sauer bis neutral), Temperaturzahl T = 2 (subalpin), Nährstoffzahl N = 4 (nährstoffreich), Kontinentalitätszahl K = 3 (subozeanisch bis subkontinental).
Die Erstveröffentlichung erfolgte 1759 unter dem Namen (Basionym) Leontodon aureus durch Carl von Linné in Systema naturae per regna tria naturae: secundum classes, ordines, genera, species, cum characteribus, differentiis, synonymis, locis. 10. Auflage, S. 1193. Die Neukombination zu Crepis aurea (L.) Cass. wurde 1822 durch Alexandre Henri Gabriel de Cassini in Lactucées. in G.-F. Cuvier (Hrsg.): Dictionnaire des Sciences naturelles dans lequel on traite méthodiquement des differentes Étres de la Nature. 2. Auflage, Band 25, 1822, S. 88 veröffentlicht.
Je nach Autor gibt es von Crepis aurea mehrere Subtaxa. Beispielsweise etwa drei Unterarten:
Es wurde auch eine Varietät beschrieben:
In den Schweizer Alpen wurden die Blüten gelegentlich zum Färben von Käse oder für Brusttees verwendet.
Für den Gold-Pippau bestehen bzw. bestanden auch die weiteren deutschsprachigen Trivialnamen Große Gemswurz (Zillertal) und Rohmblümle (Appenzell).
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