Pflanzen Stern-Steinbrech Micranthes stellaris
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Informationen:


Der Stern-Steinbrech (Saxifraga stellaris L., Syn.: Micranthes stellaris (L.) Galasso, Banfi & Soldano), auch Sternblütiger Steinbrech genannt, ist eine in Deutschland und Österreich geschützte Pflanzenart aus der Gattung Steinbrech (Saxifraga) in der Familie der Steinbrechgewächse (Saxifragaceae).

Beschreibung

Der Sternblütige Steinbrech ist eine ausdauernde Pflanze, die Wuchshöhen von 2 bis 30 Zentimeter erreicht. Sie wächst in dichten lockeren Rasen und bildet an den Ausläufern Blattrosetten aus. Der Stängel ist aufrecht und drüsig oder kahl. Die Grundblätter sind 50 Millimeter lang, 20 Millimeter breit, ei- bis keilförmig, fleischig, glänzend und spärlich behaart oder kahl. An der Spitze sind sie grob gezähnt. Sie sind allmählich in den Stiel verschmälert.

Der Blütenstand ist eine Rispe mit 3 bis 15 langgestielten Blüten. Die Teilblütenstände stehen in den Achseln der oberen Laubblätter. Der Kelch besteht aus 5 (bis 8) länglich-lanzettlichen Kelchblättern. Sie sind 1,5 bis 5 Millimeter lang, rötlich und während der Blütezeit zurückgeschlagen und am Blütenstiel anliegend. Die 5 bis 6 Kronblätter sind 3 bis 7 Millimeter lang, lanzettlich und weiß, mit je zwei gelben Punkten am Grund. Sie sind am Grund kurz genagelt. Bei aufrechten Blüten sind alle Kronblätter gleich groß; bei geneigten Blüten sind die beiden nach außen ragenden Kronblätter größer als die anderen. Die 10 Staubblätter sind etwa halb so lang wie die Kronblätter. Die Fruchtblätter sind etwa zur Hälfte miteinander verwachsen. Die reifen Kapseln sind rundlich eiförmig, bauchig aufgeblasen und etwa 3 bis 8 Millimeter lang. Die Samen sind braun, leicht gekrümmt und spindelförmig, 0,5 Millimeter lang mit feinen Stachelwarzen in Längsreihen. Blütezeit ist von Juni bis September.

Der Stern-Steinbrech besitzt die Chromosomenzahl 2n = 28.

Vorkommen

Der Sternblütige Steinbrech kommt von den Gebirgen Spaniens über die Alpen und Karpaten bis zum Apennin und zum Balkan montan bis subalpin in Quellfluren, an Bachufern und auf feuchtem Schutt in Höhenlagen von 1200 bis 3000 Meter vor. Die Art ist in den Alpen häufig. Sie gedeiht auf kühlen, sickernassen, mäßig nährstoffreichen, basenreichen, neutralen bis mäßig sauren, humosen, oft moosigen, steinig-sandigen Tonböden, auch auf reinen Steinböden. Sie ist ein Kaltwasserspezialist und gedeiht in Gesellschaften der Klasse Montio-Cardaminetea. In den Allgäuer Alpen steigt sie am Nordgrat des Biberkopfs in Bayern bis zu 2420 m Meereshöhe auf. Die ökologischen Zeigerwerte nach Landolt & al. 2010 sind in der Schweiz: Feuchtezahl F = 4w+ (sehr feucht aber stark wechselnd), Lichtzahl L = 5 (sehr hell), Reaktionszahl R = 3 (schwach sauer bis neutral), Temperaturzahl T = 1+ (unter-alpin, supra-subalpin und ober-subalpin), Nährstoffzahl N = 2 (nährstoffarm), Kontinentalitätszahl K = 3 (subozeanisch bis subkontinental).

Unterarten

Der Stern-Steinbrach spaltet sich in drei Sippen auf:

  • Saxifraga stellaris subsp. stellaris (Syn: Micranthes stellaris (L.) Galasso, Banfi & Soldano subsp. stellaris): Sie kommt in Skandinavien, Großbritannien, Irland, Island, im Süden von Grönland und im äußersten Nordosten von Kanada vor. In Mitteleuropa kommt sie nicht vor.
  • Brut-Stern-Steinbrech (Saxifraga stellaris subsp. prolifera (Sternb.) Temesy, Syn.: Micranthes stellaris var. prolifera (Sternb.) Gornall): Er trägt zusätzlich zu den Blüten oder anstelle der Blüten Brutknospen im Blütenstand. Er besitzt nur ein kleines Verbreitungsgebiet, ist also endemisch in den Gurktaler Alpen im Grenzgebiet der österreichischen Bundesländer Kärnten, Steiermark und Salzburg und in den Steiner Alpen Sloweniens. Er steigt am Zirbitzkogel bis 2350 Meter Meereshöhe auf.
  • Gewöhnlicher Stern-Steinbrech (Saxifraga stellaris subsp. engleri P. Fourn.; Syn.: Saxifraga stellaris var. hispida Dalla Torre; Saxifraga stellaris var. robusta Engl.,Saxifraga stellaris subsp. alpigena Temesy, Micranthes stellaris subsp. robusta (Engl.) Gornall): Er kommt weit verbreitet in den Gebirgen Süd- und Mitteleuropas von Spanien bis zu den Karpaten vor. In der Sierra Nevada erreicht diese Unterart sogar 3300 Meter Meereshöhe.

Ökologie

Der Stern-Steinbrech kann noch völlig untergetaucht im Wasser in 50 cm Tiefe kräftig grüne Rasen bilden. Dort kann er dann allerdings nicht mehr blühen.

Der Stern-Steinbrech wird manchmal vom Pilz Synchytrium saxifragae befallen.

Literatur

  • Xaver Finkenzeller: Alpenblumen, ISBN 3-576-11482-3
  • Xaver Finkenzeller, Jürke Grau: Alpenblumen (Steinbachs Naturführer). Mosaik Verlag GmbH, München 1996, ISBN 3-576-10558-1.
  • Wolfgang Adler, Karl Oswald, Raimund Fischer: Exkursionsflora von Österreich. Hrsg.: Manfred A. Fischer. Ulmer, Stuttgart/Wien 1994, ISBN 3-8001-3461-6.

Belege

Weblinks

  • Stern-Steinbrech. auf FloraWeb.de
  • Stern-Steinbrech. In: BiolFlor, der Datenbank biologisch-ökologischer Merkmale der Flora von Deutschland.
  • Stern-Steinbrech – Steckbrief und Verbreitungskarte für Bayern. In: Botanischer Informationsknoten Bayerns
  • Thomas Meyer: Datenblatt mit Bestimmungsschlüssel und Fotos bei Flora-de: Flora von Deutschland (alter Name der Webseite: Blumen in Schwaben)
  • Herbarexemplar aus dem Linné-Herbarium
  • Bilder zur Art auf saxifraga.org (Memento vom 10. Juni 2016 im Internet Archive).


Quelle: Wikipedia

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Ordnung:
Saxifragales
Steinbrechartige
Familie:
Saxifragaceae
Steinbrechgewächse
Gattung:
Micranthes
Steinbrech
Blütenfarbe:
weiß
giftig: k.A.
geschützt: k.A.
essbar: k.A.
Heilpflanze: k.A.

erstellt von Tom Hofer
- erstellt von Tom Hofer am 10.02.2026
Micranthes stellaris ( Stern-Steinbrech )
Micranthes stellaris ( Stern-Steinbrech )

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