Pflanzen Alpen-Greiskraut Jacobaea alpina Alpen-Kreuzkraut
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Jacobaea alpina
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Informationen:


Das Alpen-Greiskraut (Jacobaea alpina), auch Alpen-Kreuzkraut genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Jacobaea. und der Familie der KorbblĂŒtler (Asteraceae). Sie kommt in den Alpen vor.

Beschreibung

Vegetative Merkmale

Beim Alpen-Greiskraut handelt es sich um eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 30 bis 100 Zentimetern erreicht. Das charakteristischste Merkmal innerhalb der Gattung Jacobaea sind die breiten, höchstens 1,5-mal so langen wie breiten, und ungeteilten LaubblĂ€tter mit einem deutlich herzförmigen Spreitengrund. Im Gegensatz zum Ă€hnlichen Berg-Greiskraut (Jacobaea subalpina (W.D.J.Koch) Pelser & Veldkamp) sind die Blattstiele bei Jacobaea alpina nicht geflĂŒgelt. Der Blattrand ist unregelmĂ€ĂŸig gezĂ€hnt. Auf der Unterseite sind die LaubblĂ€tter oft spinnwebartig wollig behaart, können aber auch fast kahl sein.

Generative Merkmale

Die BlĂŒtezeit reicht von Juli bis September. Die BlĂŒtenkörbe stehen in schirmrispigen GesamtblĂŒtenstĂ€nden. Die HĂŒlle der goldgelben BlĂŒtenkörbe besitzt einen Außenkelch.

Die Chromosomenzahl betrÀgt 2n = 20, seltener 40.

Ökologie

Beim Alpen-Greiskraut handelt es sich um einen Hemikryptophyten. Die BestÀubung erfolgt durch Fliegen und Falter. Es kann sich als invasiv darstellen, z. B. in Norwegen.

Das Alpen-Greiskraut ist ein Intensivwurzler und ein Stickstoff- und Beweidungszeiger. An Stellen mit intensivem Weidebetrieb kann das Alpen-Greiskraut zu einem lĂ€stigen und schnell wachsenden „Unkraut“ werden. Das Vieh vermeidet das Alpen-Greiskraut, da die darin enthaltenen Pyrrolizidinalkaloide bitter schmecken. Diese Alkaloide sind fĂŒr Wirbeltiere lebertoxisch und dienen der Abwehr von Herbivoren.

Allerdings können sie auch zu deren Ortung beitragen, denn sie werden vom spezialisierten Fressfeind, dem JakobskrautbĂ€r (Tyria jacobaeae), gewittert, um das Kraut fĂŒr die Eiablage aufzufinden. FĂŒr den JakobskrautbĂ€r wirken sich die meisten Pyrrolizidinalkaloide nicht als giftig aus. Bergbauern verwenden einen Absud des Krautes zum Reinigen von Wunden.

Vorkommen

Das Verbreitungsgebiet des Alpen-Greiskraut umfasst Frankreich, Deutschland, die Schweiz, Italien und Österreich. Das Alpen-Greiskraut kommt in alpinen Hochstaudenfluren, Erlen-GebĂŒschen oder auf Almen in den Alpen in Höhenlagen bis zu etwa 2000 Meter vor. Das Alpen-Greiskraut kommt in den AllgĂ€uer Alpen in GipfelnĂ€he der Kanzelwand in Bayern in einer Höhenlage von 2030 Metern vor. Auch in höher gelegenen Gebieten des Alpenvorlands kann man es ab und zu finden. Sie zieht nĂ€hrstoffreiche und kalkhaltige Böden vor. Sie ist eine Charakterart des Verbandes Rumicion alpini, kommt aber auch in Gesellschaften der VerbĂ€nde Adenostylion, Alno-Ulmion oder Agropyro-Rumicion vor.

Die ökologischen Zeigerwerte nach Landolt & al. 2010 sind in der Schweiz: Feuchtezahl F = 4w+ (sehr feucht aber stark wechselnd), Lichtzahl L = 3 (halbschattig), Reaktionszahl R = 4 (neutral bis basisch), Temperaturzahl T = 2+ (unter-subalpin und ober-montan), NĂ€hrstoffzahl N = 5 (sehr nĂ€hrstoffreich bis ĂŒberdĂŒngt), KontinentalitĂ€tszahl K = 2 (subozeanisch).

Taxonomie

Die Erstveröffentlichung erfolgte 1753 unter dem Namen (Basionym) Solidago alpina durch Carl von LinnĂ©. Die Neukombination zu Jacobaea alpina (L.) Moench wurde 1794 durch Conrad Moench veröffentlicht. Weitere Synonyme fĂŒr Jacobaea alpina (L.) Moench sind: Cineraria alpina (L.) L., Senecio alpinus (L.) Scop., Cineraria cordifolia Gouan, Senecio cordifolius (Gouan) Clairv. non L. f., Senecio cordatus W.D.J.Koch.

Literatur

  • Manfred A. Fischer, Wolfgang Adler, Karl Oswald: Exkursionsflora fĂŒr Österreich, Liechtenstein und SĂŒdtirol. 2., verbesserte und erweiterte Auflage. Land Oberösterreich, Biologiezentrum der Oberösterreichischen Landesmuseen, Linz 2005, ISBN 3-85474-140-5. 

Einzelnachweise

Weblinks

  • Alpen-Greiskraut. In: BiolFlor, der Datenbank biologisch-ökologischer Merkmale der Flora von Deutschland.
  • Steckbrief und Verbreitungskarte fĂŒr Bayern. In: Botanischer Informationsknoten Bayerns.
  • Thomas Meyer: Greiskraut Datenblatt mit BestimmungsschlĂŒssel und Fotos bei Flora-de: Flora von Deutschland (alter Name der Webseite: Blumen in Schwaben).

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Bücher und Karten Bücher und Karten

Ordnung:
Asterales
Asternartige
Familie:
Asteraceae
KorbblĂŒtler
Gattung:
Senecio
GreiskrÀuter
Blütenfarbe:
gelb
giftig: k.A.
geschützt: k.A.
essbar: k.A.
Heilpflanze: k.A.

erstellt von Tom Hofer
- erstellt von Tom Hofer am 12.07.2016
Jacobaea alpina ( Alpen-Greiskraut,Alpen-Kreuzkraut )
Jacobaea alpina ( Alpen-Greiskraut,Alpen-Kreuzkraut )

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