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Pflanze Details
Die Japanische Kerrie (Kerria japonica) â japanisch ć±±ćč Yamabuki, chin. æŁŁæŁ è±, dĂŹtĂĄnghuÄ, Jyutping dai6tong4faa1, auch Ranunkelstrauch, Japanisches Goldröschen oder Goldröschen genannt, ist die einzige Pflanzenart der monotypischen Gattung Kerria und gehört zur Familie der RosengewĂ€chse (Rosaceae). Diese Art und ihre Sorten sind in weiten Bereichen Mitteleuropas winterhart und werden als Zierpflanzen fĂŒr Parks und GĂ€rten verwendet. Der Gattungsname ehrt den schottischen GĂ€rtner William Kerr (â 1814).
Die Kerrie ist ein sommergrĂŒner Strauch und erreicht Wuchshöhen von meist 1 bis 2, selten bis zu 3 Metern. Sie wĂ€chst aufrecht mit rutenförmigen, grĂŒnen Zweigen, die anfangs kantig sind. Sie breitet sich ĂŒber lange AuslĂ€ufer aus. Die Rinde der Zweige ist fein gestreift und kahl; anfangs ist sie grĂŒn.
Die wechselstĂ€ndigen LaubblĂ€tter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Der Blattstiel ist 5 bis 15 Millimeter lang und kahl. Die einfache, hellgrĂŒne Blattspreite ist dreieckig-eiförmig bis eiförmig, lang zugespitzt, 3 bis 10 Zentimeter lang und 2 bis 4 Zentimeter breit. Der Blattrand ist scharf doppelt gesĂ€gt. Die hĂ€utigen NebenblĂ€tter besitzen einen bewimperten Rand und fallen nach der BlĂŒtezeit ab.
Die HauptblĂŒtezeit erstreckt sich von April bis Juni. Die Zuchtform Kerria japonica 'Pleniflora' bildet im Herbst oft eine NachblĂŒte. Die BlĂŒten stehen einzeln endstĂ€ndig an kurzen Seitenzweigen. Der kahle BlĂŒtenstiel ist 8 bis 15 Millimeter lang. Die mit einem Durchmesser von 2,5 bis 6 Zentimeter relativ groĂen, zwittrigen BlĂŒten sind radiĂ€rsymmetrisch und fĂŒnfzĂ€hlig mit doppelten Perianth. Der BlĂŒtenbecher (Hypanthium) ist flach, kurz tellerförmig. Auch an der Frucht sind die fĂŒnf eiförmig-elliptischen KelchblĂ€tter noch sichtbar und besitzen einen glatten oder gesĂ€gten Rand. Die fĂŒnf mit 1,5 bis 2 Ă 1 bis 1,8 Zentimetern breit elliptischen, kurz genagelten KronblĂ€tter sind ein- bis viermal so lang wie die KelchblĂ€tter und bei der Wildform gelb. Bei der Wildform sind viele StaubblĂ€tter vorhanden. Die BlĂŒten einiger Zuchtformen sind gefĂŒllt, es sind viele StaubblĂ€tter kronblattartig umgeformt, so dass sich ein âStrubbelköpfchenâ bildet. Es sind fĂŒnf freie FruchtblĂ€tter vorhanden mit je zwei Samenanlagen. Der dĂŒnne Griffel ist aufrecht.
Die kahlen, runzeligen, brĂ€unlich-schwarzen AchĂ€nen sind mit 4 bis 4,5 Ă 3,5 bis 4 Millimeter verkehrt-eiförmig oder kugelig. Die FrĂŒchte reifen von Juni bis August.
Die Chromosomenzahl betrÀgt 2n = 18.
Die Samen enthalten geringe Mengen an Amygdalin, einem BlausÀureglykosid, wie sie auch in Samen anderer RosengewÀchse vorkommen kann.
Die Wildform der Kerrie stammt ursprĂŒnglich aus China. Nach der Flora of China kommt sie ursprĂŒnglich in den Provinzen Anhui, Fujian, Gansu, Guizhou, Henan, Hubei, Hunan, Jiangsu, Jiangxi, Shaanxi, Shandong, Sichuan, Yunnan und Zhejiang und auĂerdem in Japan vor. Sie wĂ€chst in Höhenlagen von 200 bis 3000 Metern Meereshöhe.
Zuchtformen sind vor allem aus Japan bekannt. Sie gedeiht in fast allen nicht zu sauren Böden und gilt als âindustriefestâ. Sie ist gegen Abgase sehr widerstandsfĂ€hig und wird daher hĂ€ufig in VorgĂ€rten und an StraĂenrĂ€ndern gepflanzt. In Europa ist sie in der Schweiz und in Westrussland eingebĂŒrgert, in anderen LĂ€ndern nur stellenweise verwildert.
Kerria japonica ist die einzige Art der Gattung Kerria aus der Tribus Kerrieae in der Unterfamilie der Spiraeoideae innerhalb der Familie Rosaceae. Synonyme fĂŒr Kerria japonica (L.) DC. sind: Rubus japonicus L., Corchorus japonicus Thunb.
Die Kulturformen sind in allen Teilen etwas gröĂer und entwickeln lĂ€ngere AuslĂ€ufer als die Wildform.
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Fotos: Kerria japonica (1)