Pflanzen Alpen-Kratzdistel Cirsium spinosissimum Stachel-Kratzdistel, Vielstachel-Kratzdistel, Kratzigste Kratzdistel
Pflanze zu Favoriten
0
Pflanze gefällt 0 Benutzern

Foto Fotos (1 von 0)

Cirsium spinosissimum
© Eigentümer des Fotos: peganum, Flickr
Diashow hier starten
Voriges Bild anzeigen
Nächstes Bild anzeigen

Info Pflanze Details

Informationen:


Die Alpen-Kratzdistel (Cirsium spinosissimum) ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Kratzdisteln (Cirsium) in der Unterfamilie der Carduoideae innerhalb der Familie der KorbblĂŒtler (Asteraceae). Weitere Trivialnamen sind Stachel-Kratzdistel, Vielstachel-Kratzdistel oder Kratzigste Kratzdistel. Ihr botanischer Name Cirsium spinosissimum bedeutet Dornigste aller Kratzdisteln.

Beschreibung

Vegetative Merkmale

Die ausdauernde krautige Pflanze erreicht Wuchshöhen von 20 bis 80 Zentimetern. Sie ist abstehend behaart. Der dicke StÀngel ist meist auf seiner ganzen LÀnge dicht beblÀttert.

Die steifen, stechenden LaubblÀtter sind tief buchtig und tief fiederspaltig mit dornzÀhnigen Abschnitten. Die unteren BlÀtter sind gestielt, die oberen herzförmig stÀngelumfassend.

Generative Merkmale

Die BlĂŒtezeit reicht von Juli bis September. Es stehen dicht knĂ€uelig gehĂ€uft meist zwei oder mehr bleichgelbe BlĂŒtenkörbe zusammen. Die dornig gezĂ€hnten, weiß-gelblichen HochblĂ€tter sind 20 bis 25 Millimeter lang und ĂŒberragen die BlĂŒtenkörbe. Die RöhrenblĂŒten sind blassgelb.

Die 3 bis 5 Millimeter große, brĂ€unliche AchĂ€ne besitzt einen gefiederten Pappus.

Die Chromosomenzahl betrÀgt 2n = 34.

Ökologie

Bei der Alpen-Kratzdistel handelt es sich um einen mesomorphen, hygromorphen Hemikryptophyten.

Die Schauwirkung der AnhĂ€ufung der BlĂŒtenkörbe wird durch die lang zugespitzten HochblĂ€tter noch verstĂ€rkt und ist in der kahlen Hochalpenregion weithin sichtbar. Als BestĂ€uber fungieren Falter, KĂ€fer und Fliegen.

Die Alpen-Kratzdistel ist ein lĂ€stiges „Weideunkraut“ und wird auf Almen bekĂ€mpft. Die erwachsenen Pflanzen sind durch die vielen Dornen vor Viehfraß geschĂŒtzt. Junge BlĂŒtenköpfe werden noch vom Kleinvieh gefressen.

Vorkommen

Die Alpen-Kratzdistel kommt nur in den Alpen vor. Das Verbreitungsgebiet reicht von der Rhone ostwĂ€rts ĂŒber Norditalien, die Schweiz und Deutschland bis nach Niederösterreich und die Steiermark. Angaben fĂŒr den Apennin beziehen sich auf Bertolonis Kratzdistel (Cirsium bertolonii Spreng., Syn.: Cirsium spinosissimum subsp. bertolonii (Spreng.) K.Werner).

HÀufige Standorte sind frische bis feuchte Hochstaudenfluren, insbesondere BachrÀnder, mit stickstoffreichen Böden auf Weiden, zwischen Felsblöcken, auf Gesteinsschutt und in LÀgerfluren. Sie gedeiht in Höhenlagen von 1100 bis 3000 Metern. Die Alpen-Kratzdistel ist eine Charakterart des Peucedano-Cirsietum spinosissimi. In den AllgÀuer Alpen steigt sie im Tiroler Teil am Gipfel des Hohen Lichts bis zu einer Höhenlage von 2600 Metern auf.

Die Alpen-Kratzdistel gilt als Stickstoffzeiger und Bodenfestiger. Zeigerwerte nach Ellenberg sind: L-7, T-2, K-5, F-6, R-7, N-8, S-0.

Nutzung

Die dornigen BlĂ€tter sind Meisterwerke der Ornamentik und dienten bereits im Mittelalter als Vorlage fĂŒr Brokatstickerei und gotische Zierrate.

Junge Triebe werden als Spinat oder als Zutat fĂŒr FrĂŒhlingskrĂ€utersuppen verwendet. In manchen AlpentĂ€lern wurde die Pflanze auch als Schweinefutter gekocht.

Trivialnamen

FĂŒr die Alpen-Kratzdiestel bestehen bzw. bestanden auch die weiteren deutschsprachigen Trivialnamen: Einhacken (Tirol bei Lienz) und Kraftwurz (Berchtesgaden).

Literatur

  • Xaver Finkenzeller, JĂŒrke Grau: Alpenblumen. Erkennen und bestimmen (= Steinbachs NaturfĂŒhrer). Mosaik, MĂŒnchen 2002, ISBN 3-576-11482-3. 
  • Manfred A. Fischer, Wolfgang Adler, Karl Oswald: Exkursionsflora fĂŒr Österreich, Liechtenstein und SĂŒdtirol. 2., verbesserte und erweiterte Auflage. Land Oberösterreich, Biologiezentrum der Oberösterreichischen Landesmuseen, Linz 2005, ISBN 3-85474-140-5. 
  • Herbert Sauerbier, Wolfgang Langer: Alpenpflanzen – Endemiten von Nizza bis Wien. IHW, Eching 2000, ISBN 3-930167-41-7.
  • Wendelberger: Alpenpflanzen – Blumen, GrĂ€ser, ZwergstrĂ€ucher (= Spektrum der Natur). blv, MĂŒnchen/Wien/ZĂŒrich 1984, ISBN 3-405-12868-4.

Einzelnachweise

Weblinks

  • Cirsium spinosissimum subsp. spinosissimum (L.) Scop., Alpen-Kratzdistel (Unterart). FloraWeb.de
  • Alpen-Kratzdistel. In: BiolFlor, der Datenbank biologisch-ökologischer Merkmale der Flora von Deutschland.
  • Steckbrief und Verbreitungskarte fĂŒr Bayern. In: Botanischer Informationsknoten Bayerns.
  • Cirsium spinosissimum (L.) Scop. In: Info Flora, dem nationalen Daten- und Informationszentrum der Schweizer Flora. Abgerufen am 15. Juni 2016.
  • Thomas Meyer: Kratzdistel Datenblatt mit BestimmungsschlĂŒssel und Fotos bei Flora-de: Flora von Deutschland (alter Name der Webseite: Blumen in Schwaben).


Quelle: Wikipedia

Kommentar Meinungen und Kommentare


Fotos Fotos: Cirsium spinosissimum (0)

 

Bücher und Karten Bücher und Karten

Ordnung:
Asterales
Asternartige
Familie:
Asteraceae
KorbblĂŒtler
Gattung:
Cirsium
Kratzdisteln
Blütenfarbe:
gelb
giftig: k.A.
geschützt: k.A.
essbar: k.A.
Heilpflanze: k.A.

erstellt von Tom Hofer
- erstellt von Tom Hofer am 12.07.2016
Cirsium spinosissimum ( Alpen-Kratzdistel,Stachel-Kratzdistel,Vielstachel-Kratzdistel,Kratzigste Kratzdistel )
Cirsium spinosissimum ( Alpen-Kratzdistel,Stachel-Kratzdistel,Vielstachel-Kratzdistel,Kratzigste Kratzdistel )

Twitter twitter.com/deinebergede Instagram instagram.com/deineberge.de Facebook facebook.com/DeineBerge Frage Kontakt Fragen, Fehler, Lob, Kritik?
Schreib uns eine Nachricht.