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Pflanze Details
Die Besenheide (Calluna vulgaris) ist die einzige Art der monotypischen Pflanzengattung Calluna, die zur Familie der HeidekrautgewÀchse (Ericaceae) gehört. Sie ist eine prÀgende Pflanzenart der Heidelandschaft.
Die Besenheide ist Blume des Jahres 2019.
Die Besenheide ist ein verholzender und immergrĂŒner Zwergstrauch, der relativ langsam wĂ€chst und etwa 40 Jahre alt werden kann. Seine Wuchshöhe betrĂ€gt 30 bis 100 Zentimeter, letztere setzt eine ungestörte Entwicklung voraus. Die Besenheide ist ein Tiefwurzler mit einer endotrophen Mykorrhiza vom Ericaceen-Typ. Sie unterscheidet sich von den verwandten und teilweise recht Ă€hnlichen Erika-Arten durch schuppenförmig an den Ăstchen anliegende und nach oben eingerollte, ledrige gegenstĂ€ndige BlĂ€tter, die nur 1 bis 3,5 Millimeter lang sind. Sie sind vierzeilig angeordnet und decken sich dachig. Sie tragen am Grund 2 lange, spitze, am Rand drĂŒsige, abwĂ€rts gerichtete Sporne oder Ăhrchen. Spaltöffnungen befinden sich nur an der Blattunterseite und sind von Haaren geschĂŒtzt.
Die BlĂŒtezeit reicht vom SpĂ€tsommer bis Herbst. Die nickenden BlĂŒten stehen in einem dichten, traubigen BlĂŒtenstand. Sie stehen kurz gestielt an 5 bis 15 Zentimeter langen Kurztrieben und tragen am Grund 4 kleine, lĂ€nglichrunde, am Rand hĂ€utige und langgefranste HochblĂ€tter wie eine Art AuĂenkelch. Die zwittrigen, vierzĂ€hligen, weiĂen und rosa- bis purpurfarbenen BlĂŒten haben eine LĂ€nge von 1 bis etwa 4 Millimetern. Die jeweils vier Kron- und KelchblĂ€tter sind gleich gefĂ€rbt; die KelchblĂ€tter sind doppelt so lang wie die eher unscheinbare Krone. Es sind acht StaubblĂ€tter vorhanden. Die Staubbeutel besitzen jeweils zwei hornartige AnhĂ€ngsel. Um den Pollen zu entlassen, öffnen sie sich mittels endstĂ€ndiger Poren. Der Griffel ĂŒberragt die KelchblĂ€tter und trĂ€gt eine dicke, kopfige, vierhöckerige Narbe. Die Fruchtkapsel ist kugelig, 1,5 Millimeter lang, vierfĂ€cherig und enthĂ€lt viele Samen. Die Samen sind sehr klein, wenig ĂŒber 0,1 Millimeter lang und eilĂ€nglich. Bei der Besenheide beginnt die BlĂŒhreife mit vier Jahren.
Die Chromosomengrundzahl betrÀgt à = 8; es liegt Diploidie vor, also ist die Chromosomenzahl 2n = 16.
Es lassen sich charakteristische Lebenszyklen von Calluna vulgaris unterscheiden, die jeweils eigene Lebensgemeinschaften beherbergen: In der Pionierphase wĂ€chst die Besenheide sehr lĂŒckig und erreicht nur selten Wuchshöhen von 10 bis 15 cm. In der Aufbauphase wird nach und nach eine fast vollstĂ€ndige Deckung erreicht, die BlĂŒte ist sehr ĂŒppig, die Pflanzen werden bis zu 40 cm hoch. Diese Phase ist fĂŒr Schafhaltung, Imkerei und Tourismus am gĂŒnstigsten. In der Reifephase verholzt die Calluna zunehmend und wird von Schafen nicht mehr verbissen. Sie wird (bei ungestörter Entwicklung) nun 60 bis 100 cm hoch und lichter, Moose und GrĂ€ser dringen zunehmend ein. In der Degenerationsphase sterben die Pflanzen von der Mitte her ab, können sich aber gleichzeitig an aufliegenden Zweigen neu bewurzeln. Es entstehen typische ringförmige Strukturen mit zentraler LĂŒcke.
Die ledrigen RollblĂ€ttchen, deren Spaltöffnungen auf der Blattunterseite durch Haare geschĂŒtzt sind, werden als Anpassungsleistung an stickstoffarme Böden gedeutet (Peinomorphose).
Die BlĂŒten sind âGlockenblumen mit Streueinrichtungâ (allerdings ohne Streukegel). Ihre Schauwirkung geht auf die lange erhalten bleibenden KelchblĂ€tter zurĂŒck; die unscheinbaren KronblĂ€tter sind in dieser Hinsicht bedeutungslos. Die StaubblĂ€tter sind bereits in der Knospe geöffnet. Der Nektar ist leicht zugĂ€nglich, und es findet ein reger Besuch von Insekten statt; besonders hĂ€ufige Besucher sind die Honigbiene (Heidehonig) und Schmetterlinge wie der Ockergelbe Blattspanner. Die BestĂ€ubung erfolgt durch Insekten (InsektenbestĂ€ubung), zum Beispiel durch die winzige BlasenfuĂ-Art Taeniothrips ericae (âGewitterwĂŒrmchenâ). Die Weibchen fliegen auf der Suche nach den ungeflĂŒgelten MĂ€nnchen von BlĂŒte zu BlĂŒte und bestĂ€uben dadurch die BlĂŒten. Auch WindbestĂ€ubung ist möglich. Wenn der Insektenbesuch unterbleibt, verlĂ€ngern sich die StaubfĂ€den und es wird reichlich Pollen mit dem Wind ĂŒbertragen.
Die fachspaltigen, vielsamigen KapselfrĂŒchte bleiben im Kelch verborgen. Die winzigen, nur 1,5 mm langen, aber trotzdem langlebigen Samen werden vom Wind ausgeschĂŒttelt und breiten sich als Körnchenflieger (Meteorochorie) aus. Fruchtreife ist von MĂ€rz bis April des Folgejahres.
Die Samen sind Lichtkeimer und die Verbreitung der Besenheide wird durch nicht zu starke BrĂ€nde besonders gefördert: Die Keimung wird durch Hitzestress verbessert und der abgebrannte Boden bietet mehr NĂ€hrstoffe sowie ideale Keimbedingungen fĂŒr die konkurrenzempfindliche Art.
Vegetative Vermehrung erfolgt gelegentlich durch sich bewurzelnde Zweige (Legetriebe).
Die Besenheide gilt als Futterpflanze fĂŒr zahlreiche Schmetterlingsarten und deren Raupen, darunter auch gefĂ€hrdete Arten, wie den KiefernheidensacktrĂ€ger, die Heidekraut-Bunteule, den GrĂŒnen Moorheidenspanner oder den Komma-Dickkopffalter.
Der Nektar der Besenheide enthÀlt den Stoff Callulen, der den Darmparasiten Crithidia bombi der Hummeln bekÀmpft.
NatĂŒrlich verbreitet ist die Besenheide in ganz Europa mit Schwerpunkt in Mittel- und Nordeuropa, im Osten kommt sie bis Westsibirien vor. Besonders hĂ€ufig ist sie in eiszeitlich geprĂ€gten Gebieten. Schottische Einwanderer fĂŒhrten die Besenheide im 19. Jahrhundert nach Kanada ein. Seitdem breitet sie sich in Nordamerika aus und gilt dort als Neophyt.
Die Besenheide gilt als SĂ€urezeiger. Sie kommt natĂŒrlich auf sonnigen bis lichten Standorten, vornehmlich auf kalkfreien Sanden vor. Sie wĂ€chst bevorzugt auf trockenen, aber auch auf wechselfeuchten Böden, beispielsweise in entsprechenden Bereichen von Mooren. Lebensraum sind Heiden, Moore, DĂŒnen, lichte WĂ€lder. Sie ist in Mitteleuropa eine Nardo-Callunetea-Klassencharakterart.
Die Besenheide kommt vom Flachland bis in Höhenlagen von 2700 Metern vor. In den AllgÀuer Alpen steigt die Besenheide im Tiroler Teil an der Mutte oberhalb Bernhardseck bis zu einer Höhenlage von bis zu 2100 Meter auf. Im Tessin kommt sie an der Fibbia sogar bis etwa 2700 Meter Meereshöhe vor. NordwÀrts findet man sie in Norwegen bis 71° 5' nördlicher Breite.
Die ökologischen Zeigerwerte nach Landolt et al. 2010 sind in der Schweiz: Feuchtezahl F = 3w+ (mĂ€Ăig feucht aber stark wechselnd), Lichtzahl L = 3 (halbschattig), Reaktionszahl R = 1 (stark sauer), Temperaturzahl T = 2+ (unter-subalpin und ober-montan), NĂ€hrstoffzahl N = 2 (nĂ€hrstoffarm), KontinentalitĂ€tszahl K = 2 (subozeanisch).
Die Erstveröffentlichung erfolgte 1753 unter dem Namen (Basionym) Erica vulgaris durch Carl von LinnĂ© in Species Plantarum 1: 352. Die Gattung Calluna wurde 1802 durch Richard Anthony Salisbury in Transactions of the Linnean Society of London, Band 6, S. 317 aufgestellt. Die Neukombination zu Calluna vulgaris (L.) Hull wurde 1808 durch John Hull in The British Flora, 1, S. 114 veröffentlicht. Der Gattungsname Calluna leitet sich vom griechischen Wort kallyno fĂŒr âich reinige, fegeâ ab. Das Artepitheton vulgaris bedeutet gewöhnlich.
Calluna vulgaris ist die einzige Art der monotypischen Gattung Calluna aus der Tribus Ericeae in der Unterfamilie Ericoideae innerhalb der Familie Ericaceae.
Die Besenheide stellt in der Imkerei eine wichtige Bienenweide dar, denn ihr Nektar enthĂ€lt 24 % Zucker, ĂŒberwiegend Saccharose, und jede einzelne BlĂŒte produziert durchschnittlich 0,12 mg Zucker tĂ€glich (Zuckerwert). Der von den Bienen aus ihrem Nektar gewonnene Heidehonig zeichnet sich durch eine gallertartige Konsistenz aus. FĂŒr Weidetiere wie Schafe, Ziegen und Rinder bietet die Besenheide nur geringe Futterwerte und hat eine geringe FutterattraktivitĂ€t. Am ehesten sind noch Schafe in der Lage, Besenheide-geprĂ€gte LebensrĂ€ume (z. B. LĂŒneburger Heide) zur Gewichtszunahme zu nutzen, wobei sich einige Rassen besonders eignen (z. B. Heidschnucke). Das Ertragsniveau bleibt allerdings niedrig. Es kann durch die Beimischung von Ziegen geringfĂŒgig verbessert werden. Die Bewirtschaftung Besenheide-geprĂ€gter LebensrĂ€ume muss in der heutigen landwirtschaftlichen Ordnung in Mitteleuropa allerdings immer durch die öffentliche Hand finanziell unterstĂŒtzt werden. Ohne den Einfluss der Beweidung (oder anderer Pflegeverfahren) ĂŒberaltern BesenheidebestĂ€nde und verlieren damit an Wert fĂŒr den BiodiversitĂ€tsschutz.
Die Besenheide ist fĂŒr WildpflanzengĂ€rten zu empfehlen und zur BegrĂŒnung sandiger Böschungen geeignet. Sie ist auch eine beliebte Zierpflanze, die als âCalluna(heide)â oder âSommerheideâ in etwa 10.000 Sorten mit sehr unterschiedlichen BlĂŒtezeiten und FĂ€rbungen der BlĂŒten und BlĂ€tter kultiviert wird. Kultursorten sind beispielsweise âBeoley Crimsonâ (karminrote BlĂŒten), âBoskoopâ (helles lila), âCupreaâ (kupferfarben), âFireflyâ (dunkellila) und âLong Whiteâ (weiĂ). Beliebt sind auch âknospenblĂŒhendeâ Calluna-ZĂŒchtungen, deren dauerhaft geschlossene Knospen eine lang anhaltende, farbintensive BlĂŒte vortĂ€uschen, und deren Knospen im Gegensatz zur BlĂŒte frosthart sind. Diese âKnospenheidenâ sind unfruchtbar und aufgrund der sich nicht öffnenden Knospen nicht als Insektenweide geeignet.
Die Besenheide wird zur Firstverkleidung von reetgedeckten DĂ€chern verwendet. Aufgrund der sehr langen Haltbarkeit im AuĂenbereich wird sie auch zu Sicht-, Wind- und LĂ€rmschutzelementen zusammengebunden. Besenheide trotzt allen WitterungsverhĂ€ltnissen und bleibt daher ĂŒber lange Jahre bestĂ€ndig.
Namensgebend ist allerdings die Nutzung der Besenheide in der Besenbinderei. Noch in den 1980er Jahren wurden solche Besen in der Teerindustrie verwendet. Unter anderem waren diese Besen industriell gefertigten Besen durch ihre TemperaturbestĂ€ndigkeit ĂŒberlegen.
FrĂŒher galt die Besenheide als Herba Ericae cum florbus offizinell und wurde bei Nierensteinen angewandt.
FĂŒr die Besenheide bestehen bzw. bestanden auch die weiteren deutschsprachigen Trivialnamen: BĂ€sareis (St. Gallen bei Werdenberg), Besenhaide (Bern), Bessenheide (Ostfriesland, Schleswig-Holstein), Bienenheide, Brandheide (Weser), Brauch (Bern), Brauttreue (LĂŒchow bei Salzwedel), Breinbart (Bayern), Breusch (Schweiz um Solothurn), BrĂŒch (St. Gallen bei Sargans), BrĂŒsch (Bern, St. Gallen), Bruch (Bern), Brui (GraubĂŒnden bei Oberhalbstein), Brusch, Bultheide (Unterweser bei HudemĂŒhl), Doppheide (Ostfriesland), Eyden (mittelhochdeutsch), GaisbrĂŒsch (St. Gallen), Genst (TĂŒbingen), rote Grampen (Tirol), Haadach (KĂ€rnten), Haid (Holstein, mittelhochdeutsch), Haide (Holstein, mittelhochdeutsch), Heede (OsnabrĂŒck), Heen (OsnabrĂŒck), Hei (Altmark), Heid (Norddeutschland), Heide (althochdeutsch), Heidache (althochdeutsch), Heidahi (althochdeutsch), Heide (Hannover bis Pommern), Heidekraut (Hannover bis Pommern), Heiderer (Ăsterreich), Heie (Hannover) Heude (mittelhochdeutsch), Hey (mittelhochdeutsch), Heyde (mittelhochdeutsch), Hoadach (Tirol), Krankrebbe (Ăsterreich), Monsee, Nivuihtholz (althochdeutsch), Plaggen, Prisi (St. Gallen bei Obertoggenburg), Prog (St. Gallen bei Werdenberg), Rehheide, Ruchabruch (St. Gallen im Rheintal), Sefi (Appenzell, St. Gallen), Sevi (Appenzell, St. Gallen), Sendach (KĂ€rnten), Senden (Tirol), Senfen (AllgĂ€u), Sör (Appenzell bei Walzenhausen), Strahlgras und Tannenmyrthe (Berner Oberland).
Ein Kranz von Besenheide um den Spiegel gelegt, sollte UnglĂŒck vom Hause abhalten.
Eine weiĂblĂŒtige âweiĂe Heidtâ galt im deutschen Sprachraum als antidĂ€monisch wirksames Mittel, wobei nach Marzell âweiĂe Heidtâ in nachstehendem Zitat eher als Sumpfporst zu deuten ist.
Bevor die Kuhhirten des Kreises Disentis zum Essen gingen, steckten sie neben ihre KĂŒhe jeweils eine Erikastaude in die Erde und beteten: âO guter, heiliger Valentin, ich stecke eine Erikastaude, hĂŒte mein Vieh, bis ich geh und bis ich komme; ich will ein Vaterunser beten und dem Vieh ein Kreuz auf den RĂŒcken machen.â Nach der RĂŒckkehr deckten sie die Erikastauden mit Erde und beteten zum Dank wieder ein Vaterunser.
In den Schriften der Antike wird die Besenheide nicht erwĂ€hnt. Die erste sichere Beschreibung der Besenheide erfolgte in spĂ€tmittelalterlichen KrĂ€uterbĂŒchern. Eine Pflanze namens âericeâ, ĂŒber welche Dioscorides und Plinius ĂŒbereinstimmend schrieben, dass sie schlechten Honig liefere und dass ihr Laub und ihre BlĂŒte als Umschlag nach Schlangenbissen zu verwenden sei, wurde von Kurt Sprengel als Baumheide oder als EuropĂ€ischer Queller gedeutet. Diese âericeâ wurde 1543 von Leonhart Fuchs, einem der VĂ€ter der Botanik, als Besenheide gedeutet, und er ĂŒbernahm die von Dioskurides und Plinius fĂŒr diese Pflanze angegebenen Indikationen. Hieronymus Bock jedoch betonte 1546 in seinem KrĂ€uterbuch, dass die Besenheide als guter Honiglieferant bekannt sei und dass die âericeâ der Klassiker unmöglich die bei uns wachsende Pflanze sein könne.
Eine erste sichere ErwĂ€hnung der Besenheide war bereits 1485 in der Mainzer KrĂ€uterbuchinkunabel Gart der Gesundheit erschienen, wo der Kompilator Johann Wonnecke von Kaub mit Bezug auf den byzantinischen Arzt Paulos von Aigina der âmirica â heydeâ, die durch eine beigefĂŒgte Abbildung sicher als Besenheide zu deuten war, ein ganzes Kapitel widmete. Nach der SĂ€ftelehre beurteilt er sie als âwarm und trockenâ. Die in Honig gebeizten BlĂŒten empfahl er zur Behandlung des Viertagefiebers. Zusammen mit Kleinem Habichtskraut und Oregano verwendet, sollten sie Scheidenausfluss heilen. AuĂerdem sollte das Kraut, als Aufguss nach dem Bade eingerieben, Lendenbeschwerden heilen. In seinem Kleinen Destillierbuch empfahl der StraĂburger Wundarzt Hieronymus Brunschwig ein Destillat aus âmirica â heydeâ zur Behandlung von âsandigen Stellenâ am Auge.
Die Besenheide galt allgemein als schleimlösend und schweiĂtreibend. Eingesetzt wurde sie bei Nierensteinen, Gicht, EntzĂŒndungen und rheumatischen Beschwerden. Hieronymus Bock (1539) beispielsweise hob mit Bezug auf die Werke von Paulos von Aigina die Wirkung auf GeschwĂŒlste hervor. Tabernaemontanus (ca. 1522â1590) gab an, dass das Ăl der Pflanze bei âherpetesâ (sprachlich eine flektierte Form von Herpes) hilfreich sei. Sebastian Kneipp (1821â1897) befĂŒrwortete die Anwendung bei Gicht und Rheuma aufgrund blutreinigender Eigenschaften. In der heutigen Pflanzenheilkunde wird die Besenheide nicht mehr eingesetzt.
Am 1. Juni 1990 veröffentlichte die Kommission E des frĂŒheren Bundesgesundheitsamtes eine Negativ-Monographie zu Heidekraut und HeidekrautblĂŒten, was besagt, dass deren Wirksamkeit nicht belegt ist.
Theophrast um 371 â um 287 (Kurt Sprengel) --- Dioskurides 1. Jh. --- Plinius 1. Jh. --- Galen, 2. Jh. --- Gart der Gesundheit 1485 --- Hieronymus Brunschwig 1500 --- Leonhart Fuchs 1543 --- Hieronymus Bock 1546 ---Mattioli / Handsch / Camerarius 1586 --- Nicolas LĂ©mery 1699/1721 --- WĂŒrttembergische Pharmacopoe 1741 --- Philipp Lorenz Geiger 1830 --- Wolfgang Schneider 1974
Meinungen und Kommentare
Fotos: Calluna vulgaris (1)