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Informationen:


Andhra Pradesh (Telugu ఆంధ్ర à°Ș్రఊేశ్ IAST Āndhra Pradēƛ [ˈɑːndÊ°rʌ prʌˈdeːɕ]) ist ein indischer Bundesstaat mit einer FlĂ€che von 160.205 kmÂČ und ĂŒber 49 Millionen Einwohnern (VolkszĂ€hlung 2011). Hauptstadt ist Amaravati, die sich Stand 2019 noch im Aufbau befindet, aber bereits als solche im offiziellen Internet-Portal verzeichnet ist.

Der Name des Bundesstaates bedeutet im Sanskrit „Land der Andhra“, eines schon in vorchristlicher Zeit bekannten Volkes. Andhra Pradesh entstand im unabhĂ€ngigen Indien 1953 zunĂ€chst in Form des Bundesstaats Andhra. Dieser vereinigte sich 1956 im Rahmen des States Reorganisation Acts mit der Region Telangana zum neuen Bundesstaat Andhra Pradesh, dessen Grenzen entlang der Sprachgrenzen des Telugu gebildet wurden. Am 2. Juni 2014 wurde Telangana als eigener Bundesstaat von Andra Pradesh abgetrennt. Damit verlor Andhra Pradesh jeweils rund 40 Prozent seiner FlĂ€che und seiner Einwohner sowie auch die Hauptstadt Hyderabad, die nun fĂŒr 10 Jahre als Hauptstadt fĂŒr beide Bundesstaaten fungiert. Zur Unterscheidung von Andhra Pradesh vor 2014 ist fĂŒr Andhra Pradesh ohne Telangana auch der Begriff Seemandhra in Gebrauch, der zusammengesetzt ist aus den Namen der beiden Regionen des verbliebenen Bundesstaates: Seema fĂŒr Rayalaseema und Andhra fĂŒr die AndhrakĂŒste.

Geografie

Andhra Pradesh grenzt an die Bundesstaaten Tamil Nadu im SĂŒden, Karnataka im Westen, Telangana im Norden und Odisha im Nordosten, sowie im Osten an den Golf von Bengalen. Der zum Unionsterritorium Puducherry gehörende Ort Yanam liegt als Enklave nahe der KĂŒste im Nordosten Andhra Pradeshs. Nach der Abspaltung Telanganas hat Andhra Pradesh eine FlĂ€che von 160.205 Quadratkilometern und ist damit weniger als halb so groß wie Deutschland. FlĂ€chenmĂ€ĂŸig ist Andhra Pradesh der siebtgrĂ¶ĂŸte der 29 Bundesstaaten Indiens. Vor der Abspaltung Telanganas war Andhra Pradesh mit 275.045 Quadratkilometern Indiens viertgrĂ¶ĂŸter Bundesstaat gewesen.

Landschaftsgliederung

Andhra Pradeshs KĂŒste am Golf von Bengalen ist eine AusgleichskĂŒste mit zahlreichen, zum Teil bereits verlandeten Lagunen. Der sĂŒdliche Abschnitt bis zur MĂŒndung des Krishna wird der KoromandelkĂŒste zugerechnet. Dahinter liegt eine breite KĂŒstenebene, die vom Gebirgszug der Ostghats begrenzt wird, welche im Westen und Nordwesten wiederum zum Hochland von Dekkan abfallen. Die drei grĂ¶ĂŸten Ströme Godavari, Krishna und Penneru schneiden sich tief ins Bergland ein und trennen die Ostghats damit in mehrere große Blöcke: die bis zu 1150 Meter hohen Palkonda- und Seshachalam-Berge sĂŒdlich des Penneru, die knapp ĂŒber 1000 Meter reichenden Nallamalai-Berge zwischen Penneru und Krishna sowie die sich nordöstlich des Godavari fortsetzende, steil zum Meer hin abfallende Hauptkette der Ostghats mit dem 1680 Meter hohen Devodi Munda, der höchsten Erhebung des Bundesstaates. Der Penneru teilt zudem die östlich der Nallamalai-Kette parallel verlaufenden Velikonda-Berge, die im SĂŒden bis an die Grenze Tamil Nadus und im Norden fast bis zum Krishna reichen, in zwei jeweils mehr als 1000 Meter erreichende HöhenzĂŒge. Westlich der Nallamalai-Berge schließt sich das tief gelegene, vom Penneru und einigen Nebenarmen durchflossene Kadapa-Becken an. Krishna und Godavari bilden breite Stromebenen, die weit ins Binnenland hineinreichen, und mĂŒnden in stark gefĂ€cherten Deltas in den Golf von Bengalen. Das nordwestliche Hochland zwischen Krishna und Godavari ist unter dem Namen Telangana, die SĂŒdwestregion als Rayalasima bekannt.

Klima

In Andhra Pradesh herrscht tropisches Klima. Allerdings gibt es betrĂ€chtliche regionale Unterschiede sowohl bei den Temperaturen als auch bei der Niederschlagsverteilung. Im Wesentlichen lassen sich zwei allgemeine Aussagen treffen. Zum einen ist es im Norden kĂŒhler und feuchter als in den sĂŒdlichen Landesteilen, zum anderen weisen die KĂŒstengebiete höhere Durchschnittstemperaturen und Niederschlagsmengen auf als das Binnenland.

An der KĂŒste fĂ€llt das Thermometer selbst im Januar und Februar nur selten unter 18 Grad Celsius. Werte von bis zu 41 Grad werden nur in den heißesten Monaten April und Mai erreicht. Im Jahresmittel liegt die Temperatur um 27 Grad im Norden sowie um 29 Grad im SĂŒden. NiederschlĂ€ge fallen fast ausschließlich wĂ€hrend des SĂŒdwestmonsuns von Juni bis September sowie wĂ€hrend des Nordostmonsuns von Oktober bis Dezember, wobei die IntensitĂ€t des ersteren von Norden nach SĂŒden abnimmt und die des letzteren von Norden nach SĂŒden zunimmt. Pro Jahr fallen je nach Ort zwischen 700 und 1500 mm Regen. Am niederschlagsreichsten ist der nördliche KĂŒstenabschnitt mit ĂŒber 1000 mm. Die Luftfeuchtigkeit ist ganzjĂ€hrig hoch.

Im höher gelegenen Binnenland schwanken die Temperaturen spĂŒrbar stĂ€rker. Die Tiefstwerte im Winter liegen bei 13 Grad im nördlichen Telangana-Hochland bzw. 17 Grad in der Rayalasima-Region im SĂŒdwesten. Zumindest in Telangana sind vereinzelt sogar Temperaturen unter 10 Grad möglich. Im April und Mai kann das Thermometer auf 43 Grad steigen, in Extremjahren sind auch schon ĂŒber 45 Grad gemessen worden. Die durchschnittlichen Jahrestemperaturen sind etwas niedriger als an der KĂŒste. Telangana erhĂ€lt nur durch den SĂŒdwestmonsun von Juni bis September ausreichend Niederschlag, insgesamt je nach Ort 750 bis 1000 mm. In Rayalasima regnet es zwar auch wĂ€hrend des Nordostmonsuns von Oktober bis Dezember, dafĂŒr fallen die vorangehenden Sommermonsunregen wesentlich schwĂ€cher aus, sodass insgesamt nur 550 bis 800 mm erreicht werden. Die Luftfeuchtigkeit im Binnenland liegt bei 20 % bis 35 % in der trockensten Zeit des Jahres von Februar bis Mai. In der Regenzeit steigt sie auf 70 % bis ĂŒber 80 %. Das trockene Klima des Binnenlandes begĂŒnstigt DĂŒrren.

Bevölkerung

Demografie

Nach der indischen VolkszĂ€hlung 2011 leben im Gebiet des heutigen Bundesstaates Andhra Pradesh (nach der Abspaltung Telanganas) 49.4 Millionen Menschen. Damit ist Andhra Pradesh der zehntgrĂ¶ĂŸte unter den 29 Bundesstaaten Indiens. Vor der Abspaltung Telanganas war Andhra Pradesh mit 84,6 Millionen Einwohnern noch der fĂŒnftgrĂ¶ĂŸte Bundesstaat gewesen.

Die Bevölkerungsdichte Andhra Pradeshs betrĂ€gt 308 Einwohner pro Quadratkilometer und liegt somit unter dem indischen Durchschnitt von 382 Einwohnern pro Quadratkilometer. Die Bevölkerung ist ungleich verteilt: WĂ€hrend die fruchtbaren Deltas des Godavari und Krishna eine Dichte von jeweils mehr als 500 Menschen je Quadratkilometer aufweisen, ist der trockene SĂŒdwesten eher dĂŒnn besiedelt. 30 Prozent der Einwohner Andhra Pradeshs leben in StĂ€dten. Der Urbanisierungsgrad entspricht damit dem Landesdurchschnitt von 31 Prozent. Das GeschlechterverhĂ€ltnis ist unausgeglichen, entspricht aber dem Mittelwert Gesamtindiens: Auf 1000 MĂ€nner kommen in Andhra Pradesh 950 Frauen (Indien: 943).

Eine Minderheit der Bevölkerung Andhra Pradeshs stellen die Adivasi (Angehörige der indigenen Stammesbevölkerung) dar. 2,6 Millionen Einwohner des Bundesstaates (fĂŒnf Prozent der Bevölkerung) werden als Angehörige der Stammesbevölkerung (Scheduled Tribes) klassifiziert. Die grĂ¶ĂŸten Gruppen sind die Yanadi, Yerukula und Sugali, die im SĂŒdwesten Andhra Pradeshs siedeln. In den nördlichen Ostghats an der Grenze zu Orissa (Distrikte Visakhapatnam, Vizianagaram und Srikakulam) lebt eine Reihe weiterer Stammesvölker, darunter die Konda, Bagata, Jatapu, Savara und Kondh.

Sprachen

Die Hauptsprache Andhra Pradeshs ist wie im benachbarten Telangana das Telugu. Das Telugu gehört zur Gruppe der in SĂŒdindien verbreiteten dravidischen Sprachen und wird in einer eigenen Schrift, der Telugu-Schrift geschrieben. Nach der VolkszĂ€hlung 2011 wurde Telugu im Gebiet des heutigen Andhra Pradesh von 89 Prozent der Bevölkerung als Muttersprache gesprochen.

Der grĂ¶ĂŸte Teil der muslimischen Minderheit Andhra Pradeshs spricht als Muttersprache Urdu, meist in der regionalen Variante Dakhini. Das Urdu gehört zu den indoarischen Sprachen und ist eng mit dem Hindi verwandt. Es unterscheidet sich aber durch die Benutzung der persisch-arabischen Schrift und den grĂ¶ĂŸeren Anteil von Lehnwörtern aus dem Persischen und Arabischen. Die meisten Urdu-Sprecher in Andhra Pradesh sind zweisprachig mit Telugu. In Distrikten mit besonders hohem Sprecheranteil genießt Urdu den Status einer zweiten offiziellen Sprache. Entlang der Grenze zu Tamil Nadu, Karnataka und Odisha sind zudem die Sprachen der jeweiligen Nachbarbundesstaaten – Tamil, Kannada und Oriya – verbreitet.

Unter der Stammesbevölkerung im Nordosten Andhra Pradeshs sind eine Reihe kleinerer Sprachen verbreitet, die jeweils einige Zigtausend Muttersprachler haben. Hierzu gehören Savara in den Distrikten Srikakulam und Vizianagaram, Jatapu im Distrikt Vizianagaram, Konda im Distrikt Visakhapatnam und Koya im Distrikt West Godavari. Das Savara gehört zur Gruppe der Munda-Sprachen, die ĂŒbrigen dieser Sprachen zur dravidischen Sprachfamilie.

Als alleinige Amtssprache Andhra Pradeshs dient das Telugu. Wie ĂŒberall in Indien spielt das Englische eine wichtige Rolle als bedeutende Bildungs-, Wirtschafts- und Verwaltungssprache.

Religionen

In Andhra Pradesh liegt der Bevölkerungsanteil der Hindus mit 91 Prozent deutlich ĂŒber dem gesamtindischen Durchschnitt von 80 Prozent. Muslime stellen mit 7 Prozent die grĂ¶ĂŸte Minderheit. Der grĂ¶ĂŸte Teil der Muslime Andhra Pradeshs lebt in der Region Rayalaseema, wĂ€hrend die KĂŒstenregion stark hinduistisch geprĂ€gt ist. Rund anderthalb Prozent der Bevölkerung Andhra Pradeshs sind Christen. Trotz vereinzelter jesuitischer Missionierungsversuche im 18. Jahrhundert hat das Christentum erst im 19. Jahrhundert durch die vorwiegend protestantische, spĂ€ter auch katholische MissionstĂ€tigkeit in Andhra Pradesh Fuß fassen können, insbesondere unter den von der hinduistischen Gesellschaft ausgegrenzten Dalit und Adivasi.

Bildung

Andhra Pradeshs Alphabetisierungsrate liegt mit 67 % unter dem Landesdurchschnitt von 73 % (jeweils VolkszÀhlung 2011). Trotz allgemeiner Schulpflicht ab sechs Jahren werden vor allem auf dem Land lÀngst nicht alle Kinder tatsÀchlich eingeschult.

Erste Unterrichtssprache ist in der Regel die Amtssprache Telugu. Der Unterricht kann jedoch auch in einer der anderen anerkannten Nationalsprachen Indiens erteilt werden, sofern wenigstens 10 SchĂŒler einer Klasse und mindestens 30 SchĂŒler an der gesamten Schule die entsprechende Sprache zur Muttersprache haben. Englisch wird als Zweit- oder Drittsprache gelehrt. Die Sprachen der Adivasi-Bevölkerung sind dagegen nicht anerkannt, Adivasi-Kinder erhalten ihre Grundausbildung ausschließlich auf Telugu. An höheren Bildungseinrichtungen wird ein Großteil der Lehrveranstaltungen auf Englisch abgehalten.

GrĂ¶ĂŸte StĂ€dte

Stand: VolkszÀhlung 2011.

Geschichte

FrĂŒhgeschichte

Die Andhra finden erstmals in der Aitareya-Brahmana als einer der nicht-indoarischen StĂ€mme SĂŒd- und Zentralindiens ErwĂ€hnung. Aus der Zeit des Maurya-Reiches, das zwischen dem 4. und 2. Jahrhundert v. Chr. in Nordindien bestand, stammen weitere Hinweise auf die zwischen den UnterlĂ€ufen von Godavari und Krishna lebenden Andhra. Eines der Edikte des Ashoka nennt die Andhra als Untergebene des großen Maurya-Herrschers Ashoka. Nach seinem Tod 233 v. Chr. begann der Niedergang der Maurya und damit der Aufstieg der Andhra.

Shatavahana (3. Jahrhundert v. Chr. bis 3. Jahrhundert n. Chr.)

Im 3. Jahrhundert v. Chr. vereinigte Simuka die verschiedenen Andhra-StĂ€mme in einem Reich und begrĂŒndete die Dynastie der Shatavahana, die zu Beginn des 2. Jahrhunderts zur Großmacht aufstieg. Ihr Reich umfasste den nördlichen Dekkan zwischen Narmada und Godavari, einschließlich Telangana und der NordkĂŒste des heutigen Andhra Pradesh. Hauptstadt war zunĂ€chst Dharanikota am Unterlauf des Krishna, spĂ€ter Pratishtana im heutigen Maharashtra. Der römische Gelehrte Plinius der Ältere beschrieb die „Andarae“ (Andhra bzw. Shatavahana) sogar als stĂ€rkste Macht SĂŒdindiens mit 30 befestigten StĂ€dten, 100.000 Fußsoldaten, 30.000 Reitern und 1000 Kriegselefanten.

Kriegerische Verwicklungen mit den Shaka ab dem spĂ€ten 1. Jahrhundert n. Chr. fĂŒhrten zum Verlust der nordwestlichen Reichsteile, in deren Folge der Unterlauf des Godavari zum neuen Machtmittelpunkt wurde. Nach einem kurzen Wiedererstarken im 2. Jahrhundert zerbrach das Shatavahana-Reich im frĂŒhen 3. Jahrhundert allmĂ€hlich in zahlreiche kleinere Feudalstaaten.

Trotz ihres vermutlich dravidischen Ursprunges ĂŒbernahmen die Shatavahana die Sanskritkultur Nordindiens und fĂŒhrten ein Verwaltungswesen nach dem Vorbild der Maurya ein. Das Herrscherhaus folgte dem Hinduismus, gleichzeitig konnte sich aber auch der Buddhismus im Reich verbreiten und festigen.

Regionalreiche (3. bis 7. Jahrhundert)

Aus dem zerfallenden Shatavahana-Reich ging im 3. Jahrhundert die Vakataka-Dynastie im nördlichen Dekkan als stĂ€rkste Nachfolgemacht hervor. Sie kontrollierte unter anderem das Telangana-Hochland. Der SĂŒdindien-Feldzug des Gupta-Herrschers Samudragupta (reg. etwa 335 bis 375) brachte die Vakataka in ein AbhĂ€ngigkeitsverhĂ€ltnis zum Norden Indiens, verstĂ€rkt durch eine Heiratsverbindung mit den Gupta zur Zeit Chandraguptas II. (reg. 375 bis 413/5). Zwar konnten die Vakataka ihre SelbststĂ€ndigkeit zurĂŒckerlangen, doch im ausgehenden 5. Jahrhundert kam ihre Herrschaft aus ungeklĂ€rten GrĂŒnden zum Erliegen. Auf sie folgten um die Mitte des 6. Jahrhunderts die Chalukya von Badami.

Im eigentlichen Kernland Andhra Pradeshs, den fruchtbaren Niederungen zwischen Godavari- und Krishnadelta, beerbten die Ikshvaku die Shatavahana. Obwohl sie dem hinduistischen Glauben anhingen, konnte sich der Buddhismus unter ihrem Schutz weiterhin frei entfalten. Das Ishvaku-Reich war kurzlebig und fiel schon um 300 an die Pallava, die sich bereits in der SpĂ€tzeit der Shatavahana im SĂŒden Andhra Pradeshs festgesetzt hatten. Auch sie unterlagen Samudragupta und wurden vorĂŒbergehend zu dessen Untergebenen.

Das Reich der Pallava grenzte im Norden an Kalinga unter den Ganga, dessen Machtzentrum ab dem 6. Jahrhundert an der Andhra-KĂŒste nördlich des Godavari lag, aber auch große Teile Orissas einschloss. Erst im 11. Jahrhundert verlegten die Ganga ihre Hauptstadt nach Orissa.

Östliche Chalukya (7. bis 11. Jahrhundert)

Pulakeshin II. (reg. 609 bis 642), König des seit dem 6. Jahrhundert den nordwestlichen Dekkan beherrschenden Chalukya-Reiches, setzte der Herrschaft der Pallava in Andhra Pradesh – mit Ausnahme des SĂŒdens – ein Ende. Zum Vizekönig der eroberten Gebiete ernannte er 624 seinen Bruder Vishnuvardhana. Nach Pulakeshins Tod erlangte das Reich der östlichen Nebenlinie der Chalukya SelbststĂ€ndigkeit. Hauptstadt wurde Vengi im Krishna-Godavari-Becken. Die westlichen HochlĂ€nder Andhra Pradeshs verblieben jedoch bei den Chalukya von Badami, die 757 von den Rashtrakuta besiegt wurden und 973 als Chalukya von Kalyani wieder an die Macht gelangen konnten.

In der ersten HĂ€lfte des 8. Jahrhunderts durch innere Streitigkeiten und unfĂ€hige Herrscher geschwĂ€cht, sahen sich die östlichen Chalukya nach dem Sieg der Rashtrakuta ĂŒber die Chalukya von Badami stĂ€ndig deren Angriffen ausgesetzt, denen sie nur mit MĂŒhe standhalten konnten. Erst Vijayaditya III. (reg. 848 bis 892) gelang ein Befreiungsschlag, indem er sich mit den Rashtrakuta verbĂŒndete, um nach dem Tod ihres Königs seine volle UnabhĂ€ngigkeit wiederherzustellen. Vijayadityas Neffe und Nachfolger, Bhima (reg. 892 bis 921), vermochte erstmals einen militĂ€rischen Sieg ĂŒber die Rashtrakuta zu erringen.

Nachdem der Erzfeind, die Rashtrakuta, im Jahre 973 von den westlichen Chalukya ausgelöscht worden war, schien sich die Lage des östlichen Chalukya-Reiches verbessert zu haben. Doch in den Chola, die schon gegen Ende des 9. Jahrhunderts die Pallava besiegt hatten, erwuchs ihm ein neuer Gegner. Rajaraja I. (reg. 985 bis 1014) etablierte das Chola-Reich als Großmacht im Gebiet des heutigen Tamil Nadu. Er setzte einen Marionettenherrscher als König des östlichen Chalukya-Reiches ein, das fortan nur noch den Status eines Vasallenstaates innehatte und bald darauf zum Zankapfel zwischen den aufstrebenden Chola und den Chalukya von Kalyani wurde. Letztere unterstĂŒtzten immer wieder eigene ThronanwĂ€rter. 1070 wurde der Streit zu Gunsten der Chola entschieden: Ein Prinz der östlichen Chalukya bestieg als Kulottunga I. den Thron des Chola-Reiches. Als der Chalukya-König Vijayaditya VII. wenige Jahre darauf verstarb, fiel sein Reich an die Chola.

Obwohl die östlichen Chalukya kanaresischer Abstammung waren, förderten sie ab dem 9. Jahrhundert die einheimische Telugu-Sprache. Im 11. Jahrhundert ließ Rajaraja Narendra (reg. 1018 bis 1061) das Mahabharata von seinem Hofdichter ins Telugu ĂŒbersetzen. Tempelbauten zeugen von der Förderung der hinduistischen Religion, wĂ€hrend der Buddhismus unter den Chalukya seine Bedeutung einbĂŒĂŸte.

Mittelalterliche Reiche (11. bis 14. Jahrhundert)

Unter Kulottunga I. (reg. 1070 bis 1120) zeichnete sich bereits der allmĂ€hliche Verfall des Chola-Reiches ab. Um 1118 fiel der Großteil Andhra Pradeshs, einschließlich Vengi, in die HĂ€nde der Chalukya von Kalyani. Zudem musste er die Machtausdehnung der Hoysala, Vasallen der Chalukya, auf dem sĂŒdlichen Dekkan hinnehmen. Lediglich der SĂŒden Andhra Pradeshs verblieb bis zum endgĂŒltigen Zusammenbruch des Reiches in der zweiten HĂ€lfte des 13. Jahrhunderts bei den Chola.

Die Chalukya ĂŒberließen die Verwaltung der östlichen Reichsteile lokalen Vasallen, darunter dem Kakatiya-FĂŒrsten Prola II., der seinen ursprĂŒnglichen Machtbereich nahe Warangal in Telangana nach SĂŒden ausdehnte und sich nach dem Tode Vikramadityas II. (reg. 1076 bis 1127) fĂŒr unabhĂ€ngig erklĂ€rte. Rudra (reg. 1158 bis 1195) verlegte die Hauptstadt nach Warangal und erweiterte das Reich bis zum Godavari, seine Nachfolger Mahadeva (reg. 1195 bis 1199) und Ganapati (reg. 1199 bis 1261) bis zur KĂŒste. Unter Ganapati erreichte das Kakatiya-Reich seine grĂ¶ĂŸte Ausdehnung und umfasste die nördliche HĂ€lfte Andhra Pradeshs.

1304 fielen erstmals Truppen des Sultans von Delhi von Norden her ein, wurden aber zurĂŒckgeschlagen. 1309/10 war die Armee des Sultans unter FĂŒhrung von Malik Kafur erfolgreich. Der Kakatiya-König Prataparudra (reg. 1295 bis 1323) musste sich beugen, durfte aber gegen Tributzahlung weiter regieren. Nach dem Tod von Sultan Ala ud-Din Khalji (reg. 1296 bis 1316) verweigerte er jedoch den Tribut. 1323 kam das Ende der Kakatiya: Nach einer verlorenen Schlacht ergab sich ihr König dem Sultan und verstarb als Gefangener auf dem Weg nach Delhi. Die Herrschaft der Delhi-Sultane auf dem Dekkan wĂ€hrte indes nicht lange. Vasallen oder Statthalter spalteten sich ab, Hindureiche eroberten auf Kosten Delhis. 1347 sagte sich das Bahmani-Sultanat von der im fernen Norden liegenden Hauptstadt los.

Bahmaniden und Vijayanagar (14. bis 16. Jahrhundert)

WĂ€hrend sich die Bahmaniden im nordwestlichen Dekkan und westlichen Telangana festsetzten, entstand in Karnataka nach dem Tod des letzten Hoysala-Königs (1346) das Hindu-Reich Vijayanagar, das alsbald auch die kleineren Reiche im SĂŒden Andhra Pradeshs eroberte. Das 14. und 15. Jahrhundert war durch stĂ€ndige Kriege zwischen den muslimischen Bahmaniden und den hinduistischen Reichen der Region, allen voran dem Erzfeind Vijayanagar, geprĂ€gt. 1425 unterwarfen die Bahmaniden Warangal und erweiterten ihr Reich bis zum Golf von Bengalen. Vijayanagar konnte sich zeitweise bis ans MĂŒndungsdelta des Godavari erweitern. FĂŒr das Bahmani-Sultanat stellte jedoch nicht nur der sĂŒdliche Nachbar eine ernstzunehmende Bedrohung dar. Auch die 1435 begrĂŒndete Suryavamshi-Dynastie in Orissa machte ihnen zu schaffen. Innere Streitigkeiten im spĂ€ten 15. Jahrhundert beschleunigten den Verfall des Bahmanidenreiches, das ab 1490 in fĂŒnf Einzelreiche zersplitterte.

Sultanat von Golkonda und Herrschaft der Moguln (1512 bis 1724)

FĂŒr die Geschichte Andhra Pradeshs ist das östlichste und neben Bijapur mĂ€chtigste der fĂŒnf Dekkan-Sultanate, Golkonda, von Bedeutung. 1512 erklĂ€rte der Gouverneur dieses östlichen Landesteiles des Bahmanidenreiches, Quli Qutb Schah, seine Provinz fĂŒr unabhĂ€ngig und begrĂŒndete damit die Qutb-Schahi-Dynastie. Wie die anderen Dekkan-Sultanate setzte auch Golkonda fĂŒr sich allein den Kampf gegen Vijayanagar fort. Erst 1564 einigten sich vier der fĂŒnf Sultanate, darunter Golkonda, auf ein BĂŒndnis gegen den gemeinsamen Feind, den sie ein Jahr darauf in der Schlacht von Talikota vernichtend schlugen. In der Folge konnte Golkonda sein Staatsgebiet etwa bis zum Penneru auf fast ganz Andhra Pradesh erweitern. Auch kulturell gelangte das Sultanat im spĂ€ten 16. und frĂŒhen 17. Jahrhundert zur BlĂŒte. In jener Zeit entstanden bedeutende BeitrĂ€ge zur Urdu-Dichtung sowie zur muslimischen Baukunst. Viele auslĂ€ndische, vor allem persische, KĂŒnstler und Berater kamen an den Hof der Sultane. Der Islam verbreitete sich in den StĂ€dten. Gleichwohl verhielten sich die herrschenden Muslime der ĂŒberwiegend hinduistischen Bevölkerung gegenĂŒber tolerant. 1590 wurde Hyderabad, spĂ€ter Mittelpunkt eines eigenen Reiches, gegrĂŒndet.

Die Eroberung des nördlichen Nachbarsultanats Ahmadnagar durch das nordindische Mogulreich im Jahre 1633 leitete den Niedergang Golkondas ein, das nun erstmals der Bedrohung durch die nach dem Dekkan greifenden Moguln unmittelbar gegenĂŒberstand. 1636 musste der Sultan in einem Vertrag die Herabsetzung zum Vasallen des mĂ€chtigen Gegners hinnehmen. 1685 begann Großmogul Aurangzeb (reg. 1658 bis 1707) einen Eroberungszug gegen die beiden letzten noch verbliebenen der ursprĂŒnglich fĂŒnf Dekkan-Sultanate, Bijapur und Golkonda. Bijapur fiel nach nur zweimonatiger Belagerung. Golkonda vermochte sich zwar lĂ€nger zu halten, erlag aber 1687 ebenfalls der Armee Aurangzebs. Erstmals stand ganz Andhra Pradesh unter der Herrschaft eines einzigen muslimischen Reiches.

Die Moguln sollte das gleiche Schicksal ereilen wie ĂŒber drei Jahrhunderte zuvor die Sultane von Delhi. Bald nach dem Tod des Eroberers des Dekkan, Großmogul Aurangzeb, ĂŒberkamen angesichts schwacher, meist nur kurze Zeit regierender und ĂŒberdies in stĂ€ndige Fehden mit ihren Rivalen verwickelter Herrscher Zerfallserscheinungen das Riesenreich. 1724 nutzte der als Gouverneur eingesetzte mĂ€chtige Feldherr Nizam ul-Mulk die SchwĂ€che des Mogulreiches, um sich in Hyderabad niederzulassen und unter dem Namen Asaf Jah I. eine neue Dynastie zu begrĂŒnden.

Hyderabad und britische Kolonialherrschaft (1724 bis 1948)

Das Kernland des Reiches Hyderabad lag in Telangana im Nordosten Andhra Pradeshs. Hauptstadt war jedoch zunĂ€chst Aurangabad im heutigen Maharashtra und erst ab 1763 Hyderabad. Nach dem Tod des ersten Nizams (Herrschers) im Jahre 1748 geriet das Reich in die Auseinandersetzungen zwischen den sich im sĂŒdlichen Indien untereinander und mit indischen Reichen um die Vormacht streitenden Briten und Franzosen, die jeweils einen AnwĂ€rter auf den Thron Hyderabads unterstĂŒtzten. Nachdem beide Kandidaten kurz nacheinander in Kriegen gegen abtrĂŒnnige Nawabs (Provinzstatthalter) ums Leben gekommen waren, bestieg 1751 der von den Franzosen unterstĂŒtzte Salabat Jang den Thron.

Die Wirren des 1756 ausgebrochenen und auch auf indischem Boden ausgefochtenen SiebenjĂ€hrigen Krieges zwischen Franzosen und Briten nutzten letztere 1762 fĂŒr einen Staatsstreich in Hyderabad. Im Gegenzug musste der neue Nizam Asaf Jah II. 1766 das gesamte KĂŒstenland vom Krishnadelta bis zum Chilkasee im sĂŒdlichen Orissa, bekannt als „Nördliche Sarkars“, an die britische Schutzmacht abtreten. Zugleich konnten die Marathen (Einnahme von Gooty 1776) sowie das Königreich Mysore unter den muslimischen Herrschern Hyder Ali (reg. 1761 bis 1782) und Tipu Sultan (reg. 1782 bis 1799) im SĂŒdwesten Andhra Pradeshs Gebietsgewinne zu Lasten Hyderabads verzeichnen, unterlagen aber letztendlich den Briten. An der SĂŒdkĂŒste herrschten die Nawabs von Arcot, die gegen Ende des 18. Jahrhunderts in immer grĂ¶ĂŸere AbhĂ€ngigkeit von den Briten gerieten und deren Hoheitsgebiet 1801 Teil der PrĂ€sidentschaft Madras wurde. Ein Jahr spĂ€ter – im Todesjahr Asaf Jahs II. – beschrĂ€nkte sich Hyderabad nur noch auf Telangana sowie einige angrenzende Gebiete in den heutigen Staaten Maharashtra und Karnataka. Die gesamte Andhra-KĂŒste und alle Gebiete sĂŒdlich des Krishna waren fest in HĂ€nden der Britischen Ostindien-Kompanie. Zudem war der Nachfolger des verstorbenen Nizams vertraglich an die Briten gebunden und musste die Anwesenheit britischer Truppen auf seinem Territorium dulden. Immerhin blieb Hyderabad als grĂ¶ĂŸter FĂŒrstenstaat Indiens unter britischer Oberhoheit bis 1948 bestehen.

Die Gebiete unter unmittelbarer Verwaltung der Britischen Ostindien-Kompanie wurden nach dem vorwiegend auf Nordindien begrenzten Sepoy-Aufstand von 1857/58 auf die britische Krone ĂŒbertragen. Die indische UnabhĂ€ngigkeitsbewegung erfasste die britisch verwalteten Gebiet Andhra Pradeshs erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Besonders Mahatma Gandhis Bewegung des zivilen Ungehorsams fand in den 1920er und 1930er Jahren viele AnhĂ€nger in Andhra Pradesh.

Entwicklungen seit der indischen UnabhÀngigkeit 1947

Eingliederung Hyderabads

Die Entlassung Britisch-Indiens in die UnabhĂ€ngigkeit am 15. August 1947 verlief in Andhra Pradesh nicht ohne ZwischenfĂ€lle. Die Herrscher der unter britischer Oberhoheit stehenden FĂŒrstenstaaten sollten sich entweder fĂŒr den Beitritt zu Indien oder zu Pakistan entscheiden. Staaten mit muslimischer Bevölkerungsmehrheit wurde der Beitritt zu Pakistan nahegelegt, außerdem sollten geographische Gesichtspunkte in Betracht gezogen werden. FĂŒr Hyderabad, dessen Bevölkerung zum weitaus ĂŒberwiegenden Teil dem Hinduismus anhing und das zudem vollstĂ€ndig von indischem Territorium umschlossen war, schien ein Beitritt als Gliedstaat zur Indischen Union folgerichtig. Dem muslimischen Herrscher schwebte jedoch angesichts der GrĂ¶ĂŸe seines Landes ein unabhĂ€ngiger Staat vor. Es kam zu Demonstrationen und AufstĂ€nden der hinduistischen Bevölkerung. Nachdem die indische Regierung unter Jawaharlal Nehru vergeblich mit dem Nizam ĂŒber einen Beitritt verhandelte hatte, besetzten zwischen dem 13. und 17. September 1948 indische StreitkrĂ€fte Hyderabad und bereiteten damit den Hoffnungen des Nizams ein Ende. Fortan bildete Hyderabad in den Grenzen des alten FĂŒrstenstaates einen indischen Gliedstaat, ab 1950 einen Bundesstaat. Der Osten und SĂŒden des heutigen Andhra Pradesh gehörte zum Staat Madras.

Gleichzeitig kam es in der Region Telangana ab 1946 zu einem von der Communist Party of India (CPI) gefĂŒhrten Bauernaufstand, in dessen Folge die AufstĂ€ndischen zeitweilig weite Teile Telanganas kontrollierten und dort eine radikale Umverteilung des Bodens durchfĂŒhrten. Nach der Eingliederung Hyderabads in die Indische Union wurde der Aufstand von der Indischen Armee niedergeschlagen, die letzten AufstĂ€ndischen kapitulierten 1951.

Herausbildung Andhra Pradeshs und weitere politische Entwicklung

Unmittelbar nach der UnabhĂ€ngigkeit Indiens wurden im ganzen Land Forderungen nach einer Auflösung der sich an den Grenzen der alten FĂŒrstentĂŒmer und britisch-indischen Provinzen orientierenden Staatsgebilde und deren Neuordnung nach sprachlichen Gesichtspunkten laut. Die telugusprachige Bevölkerung Hyderabads und Madras forderte einen eigenen Bundesstaat namens Andhra. Dieser sollte auch die Stadt Madras (heute Chennai) einschließen, die damals ein buntes Völkergemisch aus Andhras und Tamilen aufwies. Am 1. Oktober 1953 entstand aus den elf ĂŒberwiegend telugusprachigen Distrikten von Madras der neue Staat Andhra als erster der sprachenbasierten Staaten Indiens – allerdings ohne die Stadt Madras, die beim gleichnamigen Staat (heute Tamil Nadu) verblieb. Hauptstadt wurde Kurnool.

In den telugusprachigen Teilen Hyderabads regte sich der Wunsch nach Zugehörigkeit zu Andhra. Dem kam die indische Regierung nach: Am 1. November 1956 wurde Andhra im Rahmen des sogenannten States Reorganisation Act mit neun Distrikten Hyderabads, die eine Telugu-Mehrheit aufwiesen, zu Andhra Pradesh mit der Hauptstadt Hyderabad vereinigt. Erster Chefminister wurde Neelam Sanjiva Reddy vom Indischen Nationalkongress, welcher bis 1983 ununterbrochen die Regierung des Staates stellte.

Ende der 1960er Jahre kam es in der Region um Srikakulam zu einem mehrere Jahre anhaltenden, von maoistischen Naxaliten inspirierten Bauernaufstand.

Ende der 1960er Jahre entstand in der Nordwestregion Telangana eine den Andhra-Einigungsbestrebungen des vorangegangenen Jahrzehnts gegenlĂ€ufige regionale Bewegung, die angesichts der fĂŒr sozialen Sprengstoff sorgenden Zuwanderung vieler Menschen aus den KĂŒstendistrikten nach Hyderabad und andere StĂ€dte der Region einen eigenen Bundesstaat Telangana einforderte. Zwischen 1969 und 1971 prĂ€gte die Telangana-Bewegung die Politik Andhra Pradeshs, bis der damalige Chefminister Kasu Brahmananda Reddy zugunsten des aus Telangana stammenden P. V. Narasimha Rao zurĂŒcktrat. Als Gegenreaktion kam es 1972 zu Demonstrationen der Bewegung „Jai Andhra“ (hindi „Sieg Andhra“, in Anspielung auf den landesweit ĂŒblichen Ausruf „Jai Hind“). Sie richtete sich gegen die Benachteiligung von Bewohnern der KĂŒstenregion bei der Vergabe von Beamtenstellen auf der Grundlage einer damals noch immer gĂŒltigen Regelung des Nizams von Hyderabad. Die Unruhen legten sich erst im Dezember 1973 nach der Ernennung eines neuen Chefministers, Jalagam Vengala Rao.

HĂ€ufige Regierungswechsel begĂŒnstigten in den 1980er Jahren den Aufstieg der Regionalpartei Telugu Desam Party, 1982 von dem beliebten frĂŒheren Filmschauspieler N. T. Rama Rao gegrĂŒndet. Ihr gelang 1983 erstmals die Ablösung der Kongresspartei an der Regierungsspitze. Seitdem bestimmt sie, hĂ€ufig im Wechsel mit dem Kongress, die politischen Geschicke Andhra Pradeshs. Nara Chandrababu Naidu regierte als Chefminister von 1994 bis 2004, lĂ€nger als jeder seiner AmtsvorgĂ€nger. 2004 wurde er von der Kongresspartei unter dem amtierenden Chefminister Y. S. Rajasekhara Reddy abgelöst.

Naxalitische Rebellenbewegungen

Seit 1980 kĂ€mpfen erneut maoistische Rebellen, in Indien als Naxaliten bekannt, in den Gebieten der wirtschaftlich und sozial vernachlĂ€ssigten StĂ€mme im Nordwesten Andhra Pradeshs fĂŒr die Errichtung eines kommunistischen Gemeinwesens. Ihre militĂ€rischen Aktionen richten sich vor allem gegen Sicherheitsorgane und politische ReprĂ€sentanten des Staates. In ZusammenstĂ¶ĂŸen zwischen Naxaliten und der Polizei sind seitdem Hunderte Menschen ums Leben gekommen. MenschenrechtsverstĂ¶ĂŸe haben auf beiden Seiten ein Besorgnis erregend hohes Maß angenommen. In den Jahren 1999 bis 2001 kam es zu den bislang heftigsten Auseinandersetzungen. Obwohl die Kampfhandlungen seitdem nachgelassen und mehrere Verhandlungsrunden ĂŒber einen Waffenstillstand stattgefunden haben, kontrollieren naxalitische Gruppierungen noch immer lĂ€ndliche Gegenden im Nordwesten des Staates.

Teilung von Andhra Pradesh 2014

Im Dezember 2009 kĂŒndigte die indische Zentralregierung an, dass die Region Telangana ein eigener Bundesstaat werden soll; die Bildung des neuen Bundesstaates Telangana wurde am 30. Juli 2013 beschlossene Sache; bis zur GrĂŒndung sollte es noch mindestens 122 Tage dauern. Zuvor mussten noch die indische Bundesregierung sowie das Parlament des Bundesstaates Andhra Pradesh zustimmen. Vorangegangen waren tagelange, teils gewaltsame Proteste und ein Hungerstreik des FĂŒhrers der seit Jahren fĂŒr die Abspaltung des Bundesstaates eintretenden Partei Telangana Rashtra Samithi (TRS), Chandrasekhara Rao.

Da Hyderabad, die ehemalige Hauptstadt des heutigen Andhra Pradesh, auf dem Gebiet des neuen Bundesstaates Telangana liegt, waren Unstimmigkeiten ĂŒber die Zuordnung der Stadt zu erwarten. Hyderabad sollte den PlĂ€nen nach fĂŒnf Jahre lang Hauptstadt beider Bundesstaaten sein. Am 2. Juni 2014 wurde der neue Bundesstaat mit der Hauptstadt Hyderabad konstituiert. Die neue Hauptstadt Andhra Pradeshs ist nun Vijayawada.

Politik

Politisches System

Formales Oberhaupt des Bundesstaates ist der vom indischen PrĂ€sidenten ernannte Gouverneur (Governor). Die tatsĂ€chliche Regierungsgewalt liegt jedoch beim Chefminister (Chief Minister), der vom Parlament fĂŒr eine Amtszeit gewĂ€hlt wird. Er bestimmt die Zusammensetzung seines Kabinetts, das formal vom Gouverneur eingefĂŒhrt wird. Das Parlament umfasst seit 2007 ein Unterhaus (Legislative Assembly) und ein Oberhaus (Legislative Council); von 1985 bis 2007 bestand es aus nur einer Kammer. Dem Unterhaus gehören 176 per Direktwahl vom Volk bestimmte Abgeordnete (vor der Abspaltung Telanganas im Jahr 2014: 294 Abgeordnete) sowie ein vom Gouverneur als Vertreter der anglo-indischen Gemeinschaft nominiertes Mitglied an. Einige Sitze sind fĂŒr Angehörige benachteiligter Kasten (Scheduled Castes) sowie der Stammesbevölkerung (Scheduled Tribes) reserviert. Das Oberhaus hat 90 Mitglieder, von denen 31 von den Abgeordneten des Unterhauses, 31 von den Verwaltungsbehörden der Distrikte und 16 von Vertretern des Bildungswesens gewĂ€hlt werden. Die restlichen 12 Abgeordneten werden vom Gouverneur ernannt.

Höchster Gerichtshof Andhra Pradeshs ist der Andhra Pradesh High Court in Amaravati. Den Vorsitz fĂŒhrt der Chief Justice.

Politische Parteien

Bis in die frĂŒhen 1980er Jahre wurde die Politik Andhra Pradeshs ausschließlich vom Indischen Nationalkongress (INC) bestimmt. Angesichts hĂ€ufiger Umbildungen der Kongress-Regierungen und schwerer Bestechungs- und VeruntreuungsvorwĂŒrfe gegen die Partei grĂŒndete der frĂŒhere Filmschauspieler N. T. Rama Rao 1982 die Telugu Desam Party (TDP; „Partei fĂŒr das Land der Telugu“) als politische Alternative zur Kongresspartei auf Bundesstaatenebene. Die TDP versteht sich als Interessenvertretung der gesamten telugusprachigen Bevölkerung Andhra Pradeshs. Ein Jahr spĂ€ter konnte sie die Wahlen fĂŒr sich entscheiden. Seitdem wechselten Kongresspartei und TDP einander hĂ€ufig an der Regierung ab. Nach dem Tod des Kongress-Politikers Y. S. Rajasekhara Reddy spaltete sich 2011 unter der FĂŒhrung von dessen Sohn Y. S. Jaganmohan Reddy die YSR Congress Party (YSRCP) von der Kongresspartei ab. Die neue Partei konnte sich schnell als bedeutende politische Kraft auf Bundesstaatsebene etablieren. Die indienweit grĂ¶ĂŸte Partei, die hindu-nationalistische Bharatiya Janata Party (BJP, „Indische Volkspartei“), ist in Andhra Pradesh dagegen weitgehend bedeutungslos.

Im Mai 2014 wurde formell ein Parlament fĂŒr Gesamt-Andhra Pradesh gewĂ€hlt, das mit der GrĂŒndung Telanganas am 2. Juni 2014 in die Parlamente Andhra Pradeshs und Telanganas aufgeteilt wurde. Die TDP gewann 102 von 175 Wahlkreisen in Rest-Andhra-Pradesh und erhielt somit im Parlament des verbliebenen Bundesstaates die absolute Mehrheit. ZweitstĂ€rkste Kraft wurde mit 67 Abgeordneten die 2009 gegrĂŒndete YSR Congress Party. Ebenfalls im Parlament vertreten sind die BJP mit vier Abgeordneten, die Kleinpartei Navodayam Party mit einem Abgeordneten und ein UnabhĂ€ngiger. Die Kongresspartei erlitt dagegen infolge der von der Kongress-gefĂŒhrten Zentralregierung mitverantworteten Teilung Andhra Pradeshs eine katastrophale Wahlniederlage und verpasste gĂ€nzlich den Einzug ins Parlament. Als Ergebnis der Wahl wurde der TDP-FĂŒhrer N. Chandrababu Naidu am 8. Juni 2014 als Chief Minister Andhra Pradeshs vereidigt. Er hatte das Amt bereits von 1995 bis 2004 bekleidet.

Bei der zeitgleich mit der Bundesstaatswahl stattfindenden gesamtindischen Parlamentswahl 2014 trat die TDP als Teil der National Democratic Alliance (NDA), eines von der landesweit siegreichen Bharatiya Janata Party (BJP) gefĂŒhrten ParteienbĂŒndnisses, an. Von den 25 Wahlkreisen in Rest-Andhra-Pradesh entschied die TDP 15 fĂŒr sich, zwei weitere gewann ihr BĂŒndnispartner, die BJP. Die restlichen acht Wahlkreise gingen an den YSR Congress.

Bei der folgenden gesamtindischen Wahl 2019 und der parallel dazu stattfindenden Wahl zur Legislativversammlung von Andhra Pradesh gewann die YSRCP auf breiter Linie. Sie erlangte 151 von 175 Wahlkreismandaten im Parlament des Bundesstaats und gewann 22 der 25 Lok Sabha-Wahlkreise von Andhra Pradesh. Am 30. Mai 2019 wurde Y. S. Jaganmohan Reddy als neuer Chief Minister von Andhra Pradesh vereidigt.

Verwaltungsgliederung

Distrikte

Andhra Pradesh ist in folgende 13 Distrikte unterteilt (Einwohnerzahl und Bevölkerungsdichte nach der VolkszÀhlung 2011):

Kommunale Selbstverwaltung

In Andhra Pradesh gibt es aktuell 16 Municipal Corporations:

Daneben gibt es zahlreiche Municipalities.

Wirtschaft

Andhra Pradesh war mit einem Bruttoinlandsprodukt von 4.752 Milliarden Rupien (umgerechnet 100 Milliarden US-Dollar, Stand 2010) nach Maharashtra und Uttar Pradesh die drittgrĂ¶ĂŸte Volkswirtschaft der damals 28 Bundesstaaten Indiens. Dies ist auf seine hohe Bevölkerungszahl zurĂŒckzufĂŒhren, denn in der tatsĂ€chlichen Entwicklung liegt der Staat lediglich im Mittelfeld. Das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf ist mit 1.185 Dollar nur unwesentlich höher als der indische Durchschnitt von 1.087 US-Dollar.

Noch immer ist Andhra Pradesh in hohem Maße von der Landwirtschaft abhĂ€ngig, deren gesamtwirtschaftlicher Anteil jedoch stetig abnimmt. Wichtigster Wachstumsmotor ist der Dienstleistungsbereich in den großen BallungsrĂ€umen. Die Hauptstadt Hyderabad gilt als Hochtechnologiestandort.

Mit einem Wert von 0,683 erreicht Andhra Pradesh 2015 den 20. Platz unter den 29 Bundesstaaten Indiens im Index der menschlichen Entwicklung.

Landwirtschaft

Noch immer ist die wenig eintrĂ€gliche Landwirtschaft, die 29 % (2005/06) des Bruttoinlandsproduktes ausmacht, die Haupteinkommensquelle von 62 % der Bevölkerung. Fast die HĂ€lfte der FlĂ€che Andhra Pradeshs wird landwirtschaftlich genutzt. Der Anbau von Reis, der mit Abstand wichtigsten Ackerpflanze, ĂŒberwiegt in den fruchtbaren TĂ€lern von Godavari und Krishna sowie in der gesamten KĂŒstenregion alle anderen Anbauprodukte bei Weitem, ist jedoch mit Ausnahme des trockenen SĂŒdwestens auch im restlichen Andhra Pradesh verbreitet. Unter den Hirsesorten dominiert auf dem Dekkan Sorghum (Jowar), wĂ€hrend die niederschlagsreichen Berge des Nordostens eines der Hauptanbaugebiete der Fingerhirse (Ragi) in Indien darstellen. Weitere wichtige Nahrungsmittelpflanzen sind HĂŒlsenfrĂŒchte, Mais sowie Ölsaaten wie ErdnĂŒsse im Binnenland und KokosnĂŒsse an der KĂŒste. Unter den kommerziellen Anbauprodukten sind Baumwolle (in der Ebene zwischen Krishna und Penneru), Zuckerrohr und Tabak (jeweils im kĂŒstennahen Tiefland) von Bedeutung. Andhra Pradesh ist neben Gujarat der grĂ¶ĂŸte Tabakproduzent Indiens.

Da nur rund 40 % der NutzflĂ€che unter BewĂ€sserung steht, hĂ€ngt die landwirtschaftliche Produktion in hohem Maße von den Witterungsbedingungen in der Monsunregenzeit ab. Andhra Pradesh ist daher anfĂ€llig fĂŒr DĂŒrren – betroffen sind besonders die Rayalasima-Region im SĂŒdwesten und das sĂŒdliche Telangana. In guten Erntejahren erzeugt der Staat große ÜberschĂŒsse an Reis.

Andhra Pradesh hat als einer der ersten Bundesstaaten Indiens seine Landwirtschaft liberalisiert. Als wichtigste Maßnahmen wurden Subventionen und gĂŒnstige staatliche Darlehen abgeschafft oder gekĂŒrzt, viele staatliche Hilfsorganisationen (beispielsweise zur Verteilung von Saatgut an arme Kleinbauern) privatisiert oder aufgelöst sowie Binnen- und AußenhandelsbeschrĂ€nkungen fĂŒr Agrarerzeugnisse aufgehoben. Ziel ist es, die landwirtschaftliche Produktion auf den Weltmarkt auszurichten. Dies erfordert hohe Investitionen in Hochertragssaatgut, Agrochemikalien und Landmaschinen, um die internationale WettbewerbsfĂ€higkeit zu erhöhen. Kleinbauern, welche die ĂŒberwĂ€ltigende Mehrheit der Landwirte stellen, sind dazu ohne staatliche Hilfen nicht imstande und geraten dementsprechend verstĂ€rkt in die AbhĂ€ngigkeit privater Kreditgeber. JĂ€hrlich sehen Hunderte kleiner Landwirte den Selbstmord als einzigen Ausweg aus der Schuldenfalle.

Bis 2024 will Andhra Pradesh komplett auf eine ökologische Landwirtschaft umsteigen.

Bergbau und BodenschÀtze

Andhra Pradesh gehört zu den rohstoffreichsten Bundesstaaten Indiens. Am unteren und mittleren Lauf des Godavari (Distrikte Khammam, Warangal, Karimnagar und Adilabad) wird Steinkohle gefördert. Im Distrikt Kadapa gibt es große Vorkommen an Asbest und Baryt. In den Deltas von Krishna und Godavari sowie den angrenzenden KĂŒstengewĂ€ssern lagern grĂ¶ĂŸere Mengen an Erdgas, in geringerem Umfang auch Erdöl. Die bisher unbedeutende Erdgasgewinnung soll weiter ausgebaut werden. Weiterhin werden Eisenerz, Mangan, Kalkstein, Granit und Glimmer, in geringem Umfang auch Quarz, Kupfer, Blei und Zink gefördert. Obwohl Andhra Pradesh ĂŒber die zweitgrĂ¶ĂŸten Bauxitvorkommen Indiens verfĂŒgt, sind die LagerstĂ€tten dieses wichtigen Aluminiumerzes bisher kaum erschlossen. Bis in die Mitte des 18. Jahrhunderts war das Gebiet des heutigen Andhra Pradesh auch einer der wichtigsten Fundorte fĂŒr Diamanten in Indien. Mittlerweile sind die Vorkommen jedoch weitestgehend erschöpft.

Industrie

Mit einem Anteil von 22 % am Bruttoinlandsprodukt (2005/06; einschließlich Bergbau) ist die Industrie Andhra Pradeshs etwas schwĂ€cher entwickelt als im gesamtindischen Durchschnitt. Die wichtigsten Industriezweige sind traditionell die Nahrungsmittel-, GetrĂ€nke-, metallverarbeitende, Textil-, Zement-, Leder- und Maschinenindustrie. Wachstumsbereiche sind die pharmazeutische, chemische und Softwareindustrie. Letztere hat sich besonders in der Hauptstadt Hyderabad, dem wichtigsten Industriestandort Andhra Pradeshs, angesiedelt, wie auch die als Zukunftsbranche geltende Biotechnologie. Weitere wichtige Industriezentren sind Visakhapatnam (Ölraffinerie, Stahl, Metallverarbeitung, chemische Industrie, Schiffbau) an der NordkĂŒste und die großen StĂ€dte in den Deltas von Krishna und Godavari, insbesondere Vijayawada. Dagegen sind die gesamte sĂŒdliche HĂ€lfte des Staates sowie das Telangana-Hochland mit Ausnahme des Großraums Hyderabad nur gering industrialisiert.

Infrastruktur

Die Straße ist der mit Abstand wichtigste Verkehrsweg in Andhra Pradesh. Im Jahr 2000 wurden 82 % der Personen- sowie 73 % der GĂŒterbeförderung ĂŒber die Straße abgewickelt. Das Straßennetz ist mit einer GesamtlĂ€nge von etwa 195.000 Kilometern (Stand: 2001) selbst im Vergleich zu anderen indischen Bundesstaaten grobmaschig. Rund 4.100 Kilometer entfallen auf die zwölf meist zweispurigen National Highways. Lediglich der ĂŒber 1.000 Kilometer lange Anteil Andhra Pradeshs am National Highway 5 zwischen Kalkutta und Chennai wurde im Rahmen des großangelegten nationalen Infrastrukturprogramms „Golden Quadrilateral“ („Goldenes Viereck“) zu einer vierspurigen Autobahn ausgebaut. Insgesamt kann der Straßenneu- und -ausbau jedoch trotz stetig steigender öffentlicher Investitionen in diesem Bereich nicht mit dem schnellen Wachstum des Verkehrsaufkommens Schritt halten. 2001 waren in Andhra Pradesh knapp 3,6 Millionen Kraftfahrzeuge registriert.

Das ĂŒber 5.000 Kilometer lange Eisenbahnnetz verbindet alle wichtigen StĂ€dte miteinander. Es untersteht grĂ¶ĂŸtenteils der Regionalgesellschaft South Central Railway der indischen Staatsbahn. Die Strecken nördlich von Visakhapatnam werden von der East Coast Railway bedient, die Linien Gudur–Chennai, Renigunta–Chennai sowie deren Nebenlinien von der Southern Railway. Elektrifiziert sind nur die Hauptstrecken. Einige Nebenstrecken verfĂŒgen noch ĂŒber Meterspurweite, der weitaus grĂ¶ĂŸere Teil des Schienennetzes ist jedoch in Breitspur ausgelegt.

Hyderabad verfĂŒgt als einzige Stadt Andhra Pradeshs ĂŒber einen internationalen Flughafen, den Rajiv Gandhi International Airport. Der Flughafen wurde 2008 in Betrieb genommen und kann bis zu 12 Millionen FluggĂ€ste im Jahr abfertigen. RegionalflugplĂ€tze bestehen außerdem in Donakonda (70 Kilometer nordwestlich von Ongole), Kadapa, Kakinada, Nadirgul (bei Hyderabad), Puttaparthi (60 Kilometer sĂŒdlich von Anantapur), Rajamandri, Sikandarabad, Tirupati, Vijayawada, Visakhapatnam und Warangal.

Andhra Pradeshs zweitgrĂ¶ĂŸte Stadt Visakhapatnam verfĂŒgt ĂŒber den bedeutendsten Überseehafen Indiens. Im GeschĂ€ftsjahr 2004/05 wurden hier ĂŒber 50 Millionen Tonnen Waren umgeschlagen, vor allem MassengĂŒter wie Eisenerz, Mineralöle, Kohle und DĂŒngemittel. In Kakinada und Machilipatnam befinden sich mittlere HĂ€fen, die fĂŒr den Außenhandel jedoch von untergeordneter Bedeutung sind.

Andhra Pradesh ist der drittgrĂ¶ĂŸte Stromerzeuger Indiens. Mehr als die HĂ€lfte des Energiebedarfs wird durch fossile Brennstoffe gedeckt, etwa 40 % durch Wasserkraft.

Siehe auch

  • Liste der Monuments of National Importance in Andhra Pradesh

Literatur

  • Hermann Kulke, Dietmar Rothermund: Geschichte Indiens. Von der Induskultur bis heute. Verlag C. H. Beck, MĂŒnchen 1998, ISBN 3-406-43338-3 (besonders die Kapitel Der Aufstieg SĂŒdindiens, Entstehung und Konflikte der Regionalreiche und Die Staaten SĂŒd- und Zentralindiens im Zeitalter des Delhi-Sultanats)
  • P. Raghunadha Rao: Ancient and Medieval History of Andhra Pradesh. Sterling Publishers Private Ltd., Neu-Delhi 1994, ISBN 81-207-1709-0.

Weblinks

  • WebprĂ€senz der Regierung von Andhra Pradesh (englisch)
  • Geschichte Andhra Pradeshs (englisch)
  • Sprachen (insbes. Urdu) in Andhra Pradesh (englisch)
  • Offizielle Webseite der indischen VolkszĂ€hlung 2001 (Memento vom 16. Juni 2004 im Internet Archive) (englisch)

Einzelnachweise


 

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auch:

ISO 3166-2:
Bezeichnung der Region: State

Fläche ca.: 275715.70 km²

Länge der Grenze ca.: km


Ausdehnung / Grenzen (dezimale Koordinaten nach WGS 84):
nördlichster Punkt:
südlichster Punkt:
westlichster Punkt:
östlichster Punkt:

 
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