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Region Sulawesi Selatan
Lage, Gebirge
Informationen Region: Sulawesi SelatanSulawesi Selatan (Südsulawesi) ist eine indonesische Provinz im Süden der Insel Sulawesi.
Hinsichtlich der Fläche ist die Provinz nach Selatan Tengah die zweitgrößte (anteilig 24,34 Prozent der Region) der 6 Provinzen auf Sulawesi. Unter allen 38 Provinzen und gleichgestellten Verwaltungseinheiten des Landes bedeutet dies Rang 19.
Die Provinz umfasst die südliche Halbinsel (zwischen der Makassarstraße und dem Golf von Bone gelegen) und greift im Norden auch auf den zentralen Landesteil über. Hier hat sie Landgrenzen mit den Provinzen Sulawesi Barat im Nordwesten (ca. 210 km), mit Sulawesi Tengah im Norden und Nordosten (ca. 320 km) sowie mit der Provinz Sulawesi Tenggara (auf ca. 75 Kilometer, lediglich mit dem Regierungsbezirk Luwu Timur). Die Seegrenzen bilden im Westen und Osten die oben erwähnten Meere sowie im Süden die Floressee. Die Provinz erstreckt sich auf Höhenlagen bis 3469 Metern. Die höchsten Berge befinden sich im Norden, die 3000er heißen Gunung Rante Mario und Gg. Latoimojong (beide liegen auf der Bezirksgrenze zwischen Enrekang und Luwu), Gg. Bukit Rantai Kombala sowie Gg. Balease (bei Kab. Luwu). In der Quelle sind 63 Flüsse gelistet, nur der Sungai Saddang ist mit 150 km länger als 100 km. Größter See ist der Danau Towuti (6,5 ha im Kab. Luwu). Zur Provinz gehören 370 Inseln, die meisten sind den Inselgruppen (bzw. Regierungsbezirken) der Selayar- und Spermonde-Inseln (Kab. Pangkajene und Inseln) administrativ zugeordnet (123 bzw. 133).
Die Provinz liegt südlich des Äquators und hat folgende äußere Grenzpunkte:
Der südlichste und westlichste Punkt der Provinz befindet sich im gleichen Ort auf der kleinen Insel Kapoposangbali (230 ha).
Die Provinz Sulawesi Selatan gliedert sich seit 2008 in 21 Regierungsbezirke (Kabupaten) und drei autonome Städte (Kota). Die weitere Untergliederung erfolgt in 175 Distrikte (Kecamatan). Diese gliedern sich in 3.051 Dörfer (indonesisch Desa), von denen 792 (26 %) als Kelurahan einen städtischen Charakter besitzen. Im Volkszählungsjahr 2020 wurden 2.074.669 Haushalte gezählt, also durchschnittlich 4,37 Menschen pro Haushalt.
Innerhalb der Region ist die Provinz die einwohnerstärkste und beansprucht nahezu die Hälfte der Regionsbevölkerung (45,53 %). Damit rangiert sie auf Platz 7 unter allen 38 Provinzen des Landes. Mit einer Bevölkerungsdichte von 208,7 Einw. je km² hat sie die höchste der Region und liegt landesweit auf Platz 12 (Stand: Mitte 2024).
Die Provinz wird von drei großen Völkern bewohnt, den Buginesen (oder Bugis), den Makassaren sowie den Toraja im Norden. Obwohl ihre drei Sprachen malayo-polynesischen Ursprungs sind, sind sie untereinander schwer verständlich.
Die Bevölkerung bekennt sich hauptsächlich zu einem Islam orthodoxer Prägung, genannt Senteri. Im Hochland im Norden der Provinz leben viele Christen. Vorislamische Traditionen, die auch jahrhundertelang nach der Islamisierung im 15. Jahrhundert eine Rolle im Alltag spielten, sind fast vollständig verschwunden und werden nur noch für Touristen gezeigt.
Nachfolgende Tabelle gibt Auskunft über die Verteilung der Religionen mit Stand Mitte 2024. Detaillierte Angaben über die Klassifizierung bzw. die Gebäudenutzung zum Zensus 2020 liegen nicht vor.
Die Provinz ist eine der wenigen mit einem Frauenüberschuss. Zum Jahresende 2024 waren 48,30 (38,73) % der Bevölkerung ledig; 45,84 (54,32) % verheiratet; 1,48 (1,76) % geschieden und 4,38 (5,19 %) der Bevölkerung verwitwet. Kursive Zahlen in Klammern beziehen sich auf die Bevölkerung ab dem Alter von 10 Jahren, dem heiratsfähigen Alter im Lande. Die meisten Menschen in der Provinz haben die Blutgruppe 0.
Nachfolgende Tabelle gibt die Einwohnerstände zum Zensus 2000, 2010 und 2020 sowie zum Jahresende 2021 bis 2024 wieder. Neben den Volkszählungsdaten wurden Ergebnisse der Fortschreibung durch die örtlichen Einwohnermeldeämter (Zivilregistrierungsbüros, Disdukcapil, indonesisch Dinas Kependudukan dan Pencatatan Sipil) verwendet. Der aktuelle Stand kann in einer interaktiven Karte abgerufen werden.
Spätestens seit dem 14. Jahrhundert existierten in der Region eine Reihe kleinerer hinduistisch oder buddhistisch geprägter Königreiche, die ihren Reichtum vornehmlich auf den Handel gründeten, darunter Luwu, Bone und Gowa. Anfang des 17. Jahrhunderts wurde die Region islamisiert. Makassar entwickelte sich zu einem Zentrum des Gewürzhandels und zog europäische Handelskompanien an. 1667 gründet die Niederländische Ostindien-Kompanie eine Festung und eine Handelsniederlassung in der Stadt. Die Niederländer waren zunächst nur am Handel interessiert. Erst in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde das Gebiet vollständig unterworfen und eine Kolonialverwaltung eingerichtet. Nach der japanischen Besetzung im Zweiten Weltkrieg wurde Sulawesi Selatan 1949 Teil des nun unabhängigen Indonesiens.
Als Provinz wurde Sulawesi Selatan gleichzeitig mit der Provinz Sulawesi Tenggara am 13. Dezember 1960 gegründet (Gesetz Nr. 47/1960) Der nordwestliche Teil mit drei Regierungsbezirken (Mamuju, Majene, Mamuju Tengah) wurde im Oktober 2004 mit Sulawesi Barat als eine eigene Provinz abgespalten.
Der wichtigste Wirtschaftszweig ist die Landwirtschaft. Angebaut werden unter anderem Reis, Kaffee und Kakao. Besondere Bedeutung hat der Fischfang, der zum Teil immer noch auf traditionelle Weise betrieben wird. Bergbau (Nickel) und Industrie spielen eine untergeordnete Rolle. Der Tourismus konzentriert sich auf das Hochland Tanah Toraja und auf den Küstenort Bira (Sulawesi) im Südosten der Provinz. Nördlich von Makassar befindet sich das Tal der Schmetterlinge – ein Nationalpark bei der Stadt Maros.
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