Lšnder Länder/Staaten > Nordamerika > Kanada Kanada > Nova Scotia Provinz,Territorium Nova Scotia

Karte Karte: Provinz,Territorium Nova Scotia

Lage Lage, Gebirge


Da von den Grenzen der Gebirge und der Regionen nur die äußersten Punkte berücksichtigt werden, und die Berechnung automatisch passiert, kann es an den Rändern zu fehlerhaften Überschneidungen kommen.
Durch einblenden der Gebirge auf der Karte (Klick auf Gebirge oben links in der Karte) kannst du genau sehen, welche Gebirge in der Region liegen und welche nur daran grenzen.

Region Informationen Provinz,Territorium: Nova Scotia

Informationen:


Nova Scotia [ňĆno äv…ô ňąsko ä É…ô] (lateinisch f√ľr Neuschottland, franz√∂sisch Nouvelle-√Čcosse, schottisch-g√§lisch Alba Nuadh) ist eine der drei Seeprovinzen Kanadas. Sie liegt an der Atlantikk√ľste und besteht zum gr√∂√üten Teil aus der gleichnamigen Halbinsel. Die Hauptstadt ist Halifax.

Geographie

Die Provinz besteht im Wesentlichen aus einer Halbinsel im Atlantischen Ozean und der Kap-Breton-Insel nord√∂stlich des Festlandes. Zahlreiche Buchten und Fischerorte s√§umen die K√ľste.

Nova Scotia ist flächenmäßig die zweitkleinste Provinz Kanadas. Bei einer Größe von 55.284 km² (96,5 % Landmasse und 3,5 % Wasser) ist kein Punkt in Nova Scotia mehr als 56 km vom Meer entfernt.

Der maritime Charakter der Provinz kommt auch dadurch zum Ausdruck, dass sich ihre vier extremsten Punkte alle auf Inseln befinden: Im S√ľden das Cape Sable auf der gleichnamigen K√ľsteninsel, im Westen die ebenfalls in K√ľstenn√§he befindliche Brier-Insel, am n√∂rdlichsten Punkt der Insel die in der Cabotstra√üe gelegene Sankt-Paul-Insel und im Osten die ca. 175¬†km vor der K√ľste gelegene Sable-Insel.

Städte und Ballungszentren

Wichtige Städte sind Halifax, Dartmouth, Bedford, Yarmouth, Amherst, Truro, New Glasgow und Sydney. Weitere Städte sind u. a. Lunenburg, Kentville, Mahone Bay und Bridgewater.

Stand: Volkszählung 2011

  • Halifax (Halifax Regional Municipality): 390.096
  • Cape Breton Regional Municipality: 97.398
  • Lunenburg (Municipal District): 25.118
  • East Hants (Municipal District): 22.111
  • West Hants (Municipal District): 14.165
  • Truro: 12.059
  • Liverpool (Queens Regional Municipality): 11.177
  • Chester: 10.599
  • Amherst: 9.707
  • New Glasgow: 9.562
  • Bridgewater: 8.241
  • Yarmouth: 6.761

Nationalparks

Die zwei Nationalparks der Provinz sind der Cape-Breton-Highlands-Nationalpark im Norden und der Kejimkujik-Nationalpark im S√ľden Nova Scotias.

Klima

Das Klima Nova Scotias wird stark von der Lage am Atlantischen Ozean und dem Golfstrom beeinflusst. So sind die Winter mild, mit Durchschnittstemperaturen von 0¬†¬įC bis ‚ąí10¬†¬įC, was Nova Scotia oft Winter mit sehr wechselhaften und gew√∂hnlich nicht allzu hohen Schneeh√∂hen beschert. Eine Ausnahme bildet der n√∂rdliche Teil um die Kap-Breton-Insel, wo die Durchschnittstemperatur einige Grad tiefer liegt, mit bis zu 200¬†mm Niederschlag in den Wintermonaten.

Im Fr√ľhjahr und im Herbst liegen die Temperaturen bei etwa 15 bis 18¬†¬įC. Im Herbst verwandelt der Indian Summer die Landschaft in einen einzigartigen Farbrausch. Meistens beginnt diese Jahreszeit in der zweiten oder dritten Septemberwoche und dauert bis etwa Ende Oktober.

Geschichte

Indigene Völker

Der älteste Fund menschlicher Überreste wurde bei Debert im Colchester County gemacht. Die rund 4500 Artefakte, Werkzeuge der Paläoindianer, wurden auf etwa 8600 v. Chr. datiert. Damit ist Debert nicht nur die älteste Fundstätte in Nova Scotia, sondern auch die nordöstlichste der Paläo-Indianer. Oberhalb der Cobequid Bay jagten diese Menschen offenbar Karibus.

Vor der Ankunft der Europ√§er waren die Mi‚Äôkmaq J√§ger und Fischer. Sie bauten au√üer Tabak keine Feldfr√ľchte an. W√§hrend des Herbstes verteilten sie sich in kleine Gruppen, um Elche und Karibus zu jagen.

Europäische Besiedlung

Die dauerhafte europ√§ische Besiedlung begann, als John Cabot im 15. Jahrhundert gro√üe Kabeljaubest√§nde vor der K√ľste entdeckte. 1605 wurde Port Royal, das heutige Annapolis Royal, gegr√ľndet. Immer mehr Franzosen wanderten in die neu gegr√ľndete Provinz Akadien ein.

1620 erkl√§rte Jakob¬†I., K√∂nig von England, im Council for New England die ganze K√ľste Akadiens bis zur Chesapeake Bay zu Neuengland. Am 29. September 1621 erhielt Sir William Alexander Landgarantien f√ľr die erste britische Siedlung in Nova Scotia. 1622 verlie√üen die ersten Siedler Schottland. Obwohl die Herrschaft √ľber Nova Scotia immer wieder in englische H√§nde √ľberging, gab es bis zur Gr√ľndung von Halifax 1749 keine nennenswerte gr√∂√üere britische Siedlung in Nova Scotia.

Die Briten errichteten im Juli 1749 ihr neues Hauptquartier Halifax auf der Chebucto-Halbinsel, nachdem sie die Festung Louisbourg gem√§√ü dem Friedensvertrag von Aachen (1748) wieder an die Franzosen hatten zur√ľckgeben m√ľssen.

Britische Kolonie

1713 wurde Gro√übritannien im Frieden von Utrecht das Gebiet von Nova Scotia zugesprochen. Frankreich behielt seine Besitzungen nur auf √éle St Jean (Prince Edward Island) und die √éle Royale (Kap-Breton-Insel), wo es die Festung Louisbourg gr√ľndete, um die dortigen franz√∂sischen Fischfanggebiete und den Seezugang nach Qu√©bec zu kontrollieren. Die britische Regierung war jedoch beunruhigt, da die Mehrheit der Siedler Nova Scotias aus katholischen und franz√∂sischsprachigen Akadiern bestand, die keine Treue auf die britische Krone schworen. Dieser Konflikt eskalierte 1755, als √ľber 12.000 Akadier gewaltsam aus Nova Scotia vertrieben wurden. Zuvor hatte die britische Regierung bereits Foreign Protestants, Einwanderer aus S√ľddeutschland, angeworben, um ein Gegengewicht zu den katholischen Akadiern zu schaffen.

Mehr als die Hälfte der Vorfahren der heutigen Bewohner Nova Scotias kamen in der Zeitperiode nach der Vertreibung der Akadier. Zwischen 1759 und 1768 folgten rund 8000 Farmer aus den Neuenglandstaaten dem Ruf von Charles Lawrence, dem damaligen Gouverneur Nova Scotias, und siedelten großteils im Annapolis Valley. Nach dem Ende des Amerikanischen Unabhängigkeitskrieges kamen weitere 16.000 Loyalisten nach Nova Scotia. Eine große Anzahl gälischsprachiger Hochlandschotten immigrierte nach Cape Breton, das 1763 ein Teil Nova Scotias wurde. Etwa 1000 Nordiren aus Ulster siedelten in Zentral-Nova Scotia.

Nova Scotia war die erste Kolonie des britischen Empires, die 1848 aufgrund der Bem√ľhungen von Joseph Howe eine gewisse Selbstverwaltung erhielt. Am 1. Juli 1867 f√ľhrte Charles Tupper Nova Scotia zusammen mit New Brunswick und der Provinz Kanada in die Kanadische Konf√∂deration.

Neuzeit

1923 wurde der Straßenverkehr von Links- auf Rechtsverkehr umgestellt. Bei einem Amoklauf am 18. und 19. April 2020 wurden 23 Menschen getötet.

Politik

Das politische System Nova Scotias basiert auf dem Westminster-System mit einem Einkammernparlament. Das Abgeordnetenhaus besteht aus 51 Mitgliedern, die in ebenso vielen Wahlkreisen nach dem Mehrheitswahlsystem gewählt werden. Der Vizegouverneur, der das Staatsoberhaupt vertritt, kann in Absprache mit dem Premierminister innerhalb eines bestimmten Zeitrahmens das Parlament vorzeitig auflösen und Neuwahlen ansetzen, der britischen Parlamentstradition entsprechend. Premierminister ist stets der Vorsitzende jener Partei, welche die meisten Sitze errungen hat. Dieses Amt hat zurzeit Stephen McNeil inne, Vizegouverneur ist John James Grant.

Im kanadischen Unterhaus wird Nova Scotia von elf Abgeordneten vertreten. Gemäß der kanadischen Verfassung stehen der Provinz zehn Sitze im Senat zu.

Administrative Gliederung

Nova Scotia besteht aus drei sogenannten Regional Municipalities (Cape Breton, Halifax, Queens) und insgesamt 18 Bezirken (Countys):

Bevölkerung

Mehr als 80 % der Bewohner Nova Scotias haben Vorfahren, die von den britischen Inseln stammen. Der Rest bildet sich aus 18 Prozent französischer Herkunft und den nächstgrößten Bevölkerungsgruppen mit deutschen und niederländischen Vorfahren.

Zahlreiche Bewohner Nova Scotias sind polnischer, italienischer, j√ľdischer und libanesischer Herkunft. Nach dem Krieg von 1812 lie√üen sich etliche Tausend Schwarze in der Umgebung von Halifax nieder; heute leben 15.000 ihrer Nachfahren in Nova Scotia. In j√ľngerer Zeit sind auch Afrikaner, Osteurop√§er, Chinesen sowie diverse andere Asiaten als Einwanderer nach Nova Scotia gekommen.

Fast 22.000 Provinzbewohner (etwa 2,4 %) stammen von den indigenen Völkern ab; die meisten gehören zu den Mi’kmaq-Indianern.

Sprachen

Die Provinz Nova Scotia ist offiziell anglophon, mit etwa 830.000 englischsprachigen Bewohnern und 40.000 frankophonen Akadiern, die akadisches Französisch sprechen. Die Akadier leben vor allem im Digby County, Yarmouth County, um Antigonish, im Guysborough County, auf der Isle Madame und in benachbarten Dörfern im Richmond County, Cheticamp, St. Joseph du Moine und im Inverness County. Zusätzlich leben noch etwa 4500 algonkinsprachige Mi’kmaq in der Provinz. Unter den minoritären Sprachen liegen das Arabische und das Deutsche mit je etwa 4000 Muttersprachlern gleichauf, was jeweils 0,5 % der Bevölkerung entspricht.

Im Norden der Provinz ‚Äď auf der Kap-Breton-Insel ‚Äď hatte bis Mitte des 20. Jahrhunderts die kanadisch-g√§lische Sprache (eine Variante der schottisch-g√§lischen Sprache) der schottischen Einwanderer eine starke Stellung.

Religion

Etwa 85,8 % der Bevölkerung Nova Scotias gehören einer christlichen Konfession an, etwa 46,3 % sind evangelisch, etwa 36,5 % katholisch, etwa 2,7 % anderen christlichen Glaubens und etwa 0,3 % orthodox. Muslime stellen etwa 0,4 % der Bevölkerung, des Weiteren gibt es etwa 0,2 % Juden und etwa 0,2 % Buddhisten. Ungefähr 11,6 % gehören keiner Religion an.

Bildung

Die Provinz beherbergt eine Reihe von kleineren Universitäten und Colleges. Zu den größeren zählen die Dalhousie University und die Saint Mary’s University in Halifax, die Acadia University in Wolfville, die Saint Francis Xavier University in Antigonish und die einzige frankophone Université Sainte-Anne.

Wirtschaft

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) betrug im Jahr 2005 preisbereinigt 17,89 Milliarden Euro, was nur 2,2 % des gesamten kanadischen BIP entspricht. Nova Scotias BIP pro Kopf mit 19.074 Euro liegt ebenfalls unter dem Kanadas.

In Nova Scotia gibt es ausgedehnte Holzwirtschaft, Acker- und Obstbau, vor allem im Annapolis Valley, und Bergbau, etwa in Cape Breton. In den K√ľstenregionen Nova Scotias stellt neben dem Fischfang der Tourismus f√ľr viele Einwohner den Haupterwerb dar.

Zunehmend wird der Abbau von Rohstoffen wie Gas, √Ėl, Gold, Gips und anderen Erdmineralien sowie der allgemeine Energiesektor wichtiger. In Nova Scotia befinden sich mehrere Abbaugebiete, die mehrere Tausend Mitarbeiter besch√§ftigen.

Der Luft- und Raumfahrtsektor hat auch eine immer stärker werdende Bedeutung in der Provinz. In diesem Bereich werden rund 6000 Mitarbeiter in der Privatwirtschaft beschäftigt und Erlöse von 500 Millionen Kanadischen Dollars (CAD) jährlich generiert. Hinzu kommen weitere 9000 Mitarbeiter, die in den Forschungs- und Entwicklungsbeteiligungen des Department of National Defence (DND) arbeiten. Zu den größeren Unternehmen im Luft- und Raumfahrtsektor gehören u. a. Lockheed Martin Canada, CAE, Pratt & Whitney Canada und MacDonald Dettwiler.

Nova Scotia z√§hlt zu den gr√∂√üten Produktionsstandorten der Filmwirtschaft in Kanada. Der Bereich besch√§ftigt rund 3000 Mitarbeiter und erwirtschaftet rund 100 Millionen CAD j√§hrlich. In Nova Scotia befinden sich mehrere Filmstudios, die √ľber die n√∂tige Infrastruktur verf√ľgen. Neben kanadischen Produktionen werden auch US-amerikanische in der Provinz gedreht.

Des Weiteren tragen Informations- und Kommunikationstechnologie, Finanzwirtschaft, Computerspieleindustrie und Medizintechnik zum Bruttoinlandsprodukt bei.

Verkehr

Highways

Die wichtigste Autobahnverbindung ist der Trans-Canada Highway, der die Provinz mit dem kanadischen Festland verbindet. Die Provinz verf√ľgt √ľber mehrere Landstra√üen und kleine Zubringer-Autobahnen zum Highway.

Flugverbindungen

Der Halifax Stanfield International Airport ist der gr√∂√üte Flughafen in der Provinz. Er wird bei ung√ľnstigen Winden √ľber dem Atlantik des √Ėfteren als Tankstopp f√ľr reichweitenkritische Transatlantikfl√ľge benutzt. Im Jahr 2012 wurden bei durchschnittlich 170 Flugbewegungen pro Tag 3.605.701 Passagiere gez√§hlt.

Schienenverbindungen

Canadian National Railway bietet Direktverbindungen nach Halifax an.

Siehe auch

  • Nova Scotia Museum
  • Oak Island, Insel an der Ostk√ľste Nova Scotia, auf der seit Ende des 18. Jahrhunderts nach einem vermuteten Schatz gesucht wird
  • Die Serie Trailer Park Boys wird seit 1997 in einer Wohnwagensiedlung in Nova Scotia gedreht.

Literatur

  • Harry Beckett: Nova Scotia. Weigl, Calgary 2003. ISBN 978-1-55388-978-6 (hc.)
  • David Orkin: Nova Scotia. Bradt, Bucks 2010. ISBN 978-1-84162-282-8
  • John Reid: Nova Scotia ‚Äď A Poecket History. Fernwood Publishing Co., Ltd., Hubbards 2010. ISBN 978-1-55266-325-7
  • Beckles Willson: Nova Scotia ‚Äď The Province that has been passed by. Constable & Co., Ltd., London 1911

Weblinks

  • Archaeology in Nova Scotia
  • Nova Scotia - immer eine Reise Wert (Touristische Informationen und Reisef√ľhrer √ľber Nova Scotia, deutsch)
  • Museen in Nova Scotia (Memento vom 3. September 2013 im Internet Archive)
  • Touristische Informationen √ľber Nova Scotia
  • Nova Scotia (englisch, franz√∂sisch) In: The Canadian Encyclopedia.
  • Hans-J√ľrgen H√ľbner: Neuschottland Geschichte von Nova Scotia (deutsch)

Einzelnachweise



Quelle: Wikipedia

 

Kommentar User Meinungen und Kommentare


Die höchsten Gipfel Die höchsten Gipfel

 

Die höchsten Hütten Die höchsten Hütten

 

Touren in dieser Region Touren in dieser Region

 

Bücher und Karten Bücher und Karten

auch: Acadia; Nouvelle-√Čcosse, Acadia, Nouvelle-√Čcosse

ISO 3166-2:
Bezeichnung der Region: Provinz,Territorium

Fläche ca.: 55090.40 km²

Länge der Grenze ca.: km


Ausdehnung / Grenzen (dezimale Koordinaten nach WGS 84):
nördlichster Punkt: 47.69405
südlichster Punkt: 40.451472
westlichster Punkt: -67.7425278
östlichster Punkt: -57.9999979

 
Kanada - Provinz,Territorium Nova Scotia: Große Karte mit den Grenzen und allen POIs
Provinz,Territorium Nova Scotia in Kanada. Schaue dir die Lage und viele weitere Informationen an. HŲchste Gipfel und hŲchste HŁtten.

Twitter twitter.com/deinebergede Instagram instagram.com/deineberge.de Facebook facebook.com/DeineBerge Frage Kontakt Fragen, Fehler, Lob, Kritik?
Schreib uns eine Nachricht.