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Karte Karte: Provinz,Territorium Alberta

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Gebirge in Alberta: 2
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Region Informationen Provinz,Territorium: Alberta

Informationen:


Alberta  [Êɫˈbɝtə] ist die westlichste der PrĂ€rieprovinzen Kanadas. Die Hauptstadt ist Edmonton, die grĂ¶ĂŸte Stadt Calgary. Benannt ist die Provinz nach Louise Caroline Alberta, Duchess of Argyll, der vierten Tochter von Königin Victoria.

Albertas Landschaft wird von der PrĂ€rie geprĂ€gt, die sich im Osten bis nach Saskatchewan ausdehnt. An der Westgrenze der Provinz dominieren hingegen die AuslĂ€ufer der Rocky Mountains. Alberta besitzt umfangreiche Ölvorkommen und ist die reichste Provinz Kanadas. Weitere Wirtschaftsfaktoren sind der Getreideanbau und die Rinderzucht.

Geographie

Alberta bedeckt eine FlÀche von 661.848 km2, davon sind 642.317 km2 Land- und 19.531 km2 WasseroberflÀche.

Lage

Im SĂŒden grenzt Alberta an den US-Bundesstaat Montana, im Osten an die Provinz Saskatchewan, im Norden an die Nordwest-Territorien und im Westen an British Columbia.

GewÀsser

Mit Ausnahme des sĂŒdwestlichen Teils ist Alberta sehr wasserreich. Es gibt zahlreiche FlĂŒsse und Seen. Die drei grĂ¶ĂŸten Seen sind der Athabascasee (7.898 km2), dessen östlicher grĂ¶ĂŸerer Teil in der Provinz Saskatchewan liegt, der Lake Claire (1.436 km2) unmittelbar westlich des Lake Athabasca im Wood-Buffalo-Nationalpark und der Lesser Slave Lake (1.168 km2) nordwestlich von Edmonton.

Landschaften

Albertas Hauptstadt, Edmonton, liegt beinahe im geographischen Zentrum der Provinz, und der Großteil von Albertas Öl wird hier raffiniert. Das sĂŒdliche Alberta, wo Calgary liegt, ist bekannt fĂŒr sein Ranching. Ein Großteil des unbewaldeten Albertas wird zum Getreideanbau oder die Milchwirtschaft verwendet, wobei Ranching und GrĂŒnland im SĂŒden dominieren. Das Ödland Albertas liegt im SĂŒdosten, wo der Red Deer River die flache PrĂ€rie und das Farmland kreuzt und tiefe Schluchten und beeindruckende Landschaften zu sehen sind. Der Dinosaur Provincial Park, nahe Brooks, ist Schauplatz fĂŒr das Terrain des Ödlands, der Flora der WĂŒste und Überbleibsel von Albertas Vergangenheit, als Dinosaurier die Landschaft durchstreiften.

Ökologie

Die Verödung des Gebiets des Ölschieferabbaus schreitet wegen des hohen Wasserverbrauchs weiter voran. Im Januar 2015 wurde in Alberta durch Fracking nach vielen kleineren Beben ein mittleres Erdbeben mit der StĂ€rke von 4,4 auf der Richterskala in einem dĂŒnn besiedelten Gebiet mit dem Epizentrum nahe der Stadt Fox Creek ausgelöst. Hier war der Fels mit großen Mengen Wasser und Lösungsmitteln bis auf 3000 Meter Tiefe gespalten und der Schiefersand bis zu 2000 Meter horizontal durchbohrt worden. Es ist vermutlich das bislang stĂ€rkste Erdbeben, das je von Menschenhand verursacht wurde. Der United States Geological Survey bestĂ€tigte die Ursache, die von den die Bohrungen betreibenden Unternehmen bestritten wird. Gail Atkinson, Spezialist fĂŒr kĂŒnstlich induzierte Erdbeben der Western University in London (Ontario) geht davon aus, dass industriell induzierte Beben gefĂ€hrlicher sein können als natĂŒrliche.

WĂ€hrend in British Columbia Bohrungen nach Erdbeben mit einer Magnitude > 4,0 eingestellt werden mĂŒssen, gibt es in Alberta kein entsprechendes Gesetz.

Gliederung

Geographisch wird Alberta in sechs Regionen aufgeteilt:

  • Alberta’s Rockies
  • Calgary Region
  • Central Alberta
  • Edmonton Capital Region
  • Northern Alberta
  • Southern Alberta

Gelegentlich wird der Calgary-Edmonton Corridor als weitere Region gezÀhlt. Teilweise wird der Region Zentral-Alberta zugerechnet.

Zu Verwaltungszwecken gibt es die Einteilung in Municipal Districts (siehe: Liste der Municipal Districts in Alberta), die wiederum zu statistischen Zwecken zu Census Divisions zusammengefasst werden.

Klima

Da sich Alberta 1.200 km in Nord-SĂŒd-Richtung (und etwa 600 km in Ost-West-Richtung) ausdehnt, unterscheidet sich das Klima zwischen dem 49. und 60. Breitengrad betrĂ€chtlich. Es wird auch durch die Höhe ĂŒ. NN beeinflusst: Sie reicht von etwa 1.000 Meter im SĂŒden (Calgary liegt etwa 1.000–1.200 Meter hoch und Red Deer etwa 850 m) bis zu 650 Meter im Norden. Die PrĂ€senz der Rocky Mountains im Westen und offener PrĂ€rie im Osten beeinflusst das Wetter ebenfalls. Der Norden Albertas ist meistens von Taiga bedeckt und hat weniger frostfreie Tage als der SĂŒden, der ein semiarides Klima aufweist. Der Westen Albertas wird durch die Berge geschĂŒtzt und erfreut sich im Winter milder Temperaturen aufgrund der Chinook-Winde. Das sĂŒdöstliche Alberta hingegen besteht allgemein aus flacher, trockener PrĂ€rie mit einigen HĂŒgeln und extremen Temperaturen. Diese liegen im Bereich von sehr kalt (−35 °C oder tiefer im Winter) bis sehr heiß (38 °C oder mehr im Sommer). Das zentrale und Teile des nordwestlichen Alberta im Bereich des Peace River sind zum großen Teil Aspen Parklands, ein Übergangs-Biom zwischen der PrĂ€rie im SĂŒden und der Taiga im Norden. Nach dem sĂŒdlichen Ontario ist das zentrale Alberta diejenige Region Kanadas mit der grĂ¶ĂŸten Wahrscheinlichkeit fĂŒr Tornados. Gewitter sind hĂ€ufig im Sommer speziell im zentralen und sĂŒdlichen Alberta. Die Region um den Calgary-Edmonton Corridor ist berĂŒchtigt fĂŒr die höchste HĂ€ufigkeit an Hagel in Kanada.

Generell hat Alberta kalte Winter mit Durchschnittstemperaturen zwischen −10 °C im SĂŒden bis zu −24 °C im Norden. Im SĂŒden entlang den AuslĂ€ufern der Rocky Mountains wird der Winter manchmal durch den Chinook unterbrochen, der die Temperaturen in kurzer Zeit auf bis zu 20 °C und mehr steigen lĂ€sst. Dies geschieht meist im Februar oder MĂ€rz. Im Sommer reicht die durchschnittliche Tagestemperatur in den TĂ€lern der Rocky Mountains und im hohen Norden bis etwa 21 °C, in der trockenen PrĂ€rie des SĂŒdwestens bis zu 30 °C. In den nördlichen und westlichen Teilen der Provinz fĂ€llt mehr Regen, und die Verdampfungsraten sind wegen der kĂŒhleren Sommertemperaturen niedriger. SĂŒdliche und östlich-zentrale Gebiete sind anfĂ€llig fĂŒr dĂŒrreĂ€hnliche Bedingungen; dies zum Teil ĂŒber Jahre hinweg, obwohl es auch in diesen Gebieten heftige NiederschlĂ€ge geben kann. Die nördlichen Teile Albertas erhalten wegen des recht trockenen Klimas ziemlich viel Sonnenschein; der östlich-zentrale an Saskatchewan grenzende Teil der Provinz ist der sonnigste Platz Kanadas mit einem Durchschnitt von ĂŒber 2.500 Sonnenstunden jĂ€hrlich.

Fauna

Die drei klimatischen Regionen Albertas (alpin, Wald und PrĂ€rie) beheimaten viele verschiedene Tierarten. Die sĂŒdliche und zentrale PrĂ€rie war das Land der Bisons. Das Gras lieferte Futter fĂŒr Millionen von BĂŒffeln. Seit der ersten Besiedlung wurde die BĂŒffel-Population dezimiert, aber die BĂŒffel haben sich wieder stark vermehrt und gedeihen in Farmen und in Parks ĂŒberall in Alberta.

Alberta ist die Heimat vieler großer Carnivoren. Darunter sind der Grizzly und der SchwarzbĂ€r, die man in den Berg- und Waldregionen findet. Kleinere Vertreter der Fleischfresser der Hunde- und Katzen-Familien sind der Kojote, der Wolf, der Rotfuchs und Swiftfuchs, der Kanadische Luchs, der Rotluchs und der Puma. Der Kojote ist auch in manchen Teilen der großen urbanen Zentren zu finden.

Herbivoren findet man ĂŒberall in der Provinz. Elch und Hirsch (sowohl Maultierhirsch als auch Weißwedelhirsch) findet man in bewaldeten Regionen, und den Gabelbock in den PrĂ€rien des sĂŒdlichen Alberta. Dickhornschafe und Schneeziegen leben in den Rocky Mountains. Kaninchen, Baumstachler, Skunks, Grauhörnchen, und viele Arten von Nagetieren und Reptilien leben in jeder Region der Provinz. In Alberta ist nur eine einzige Giftschlangenart, die PrĂ€rieklapperschlange, beheimatet.

Bevölkerung

Bei der VolkszĂ€hlung 2011 wurden fĂŒr Alberta 3.645.257 Einwohner ermittelt, was gegenĂŒber dem Zensus von 2006 einer Zunahme um 10,8 % entspricht. Somit liegt Alberta hinsichtlich der Bevölkerungsentwicklung deutlich ĂŒber dem landesweiten Durchschnitt mit einer landesweiten Zunahme von 5,9 %. Das Bevölkerungswachstum ist dabei hauptsĂ€chlich der anhaltenden Einwanderung zuzuschreiben. Der Anteil Albertas an der Gesamtbevölkerung Kanadas betrĂ€gt 10,89 %. Die Bevölkerungsdichte lag 2016 bei 6,4 Einwohnern pro Quadratkilometer.

Ca. 77 % der Bevölkerung gaben im Rahmen des Zensus 2011 Englisch als Muttersprache an, der Anteil der Bevölkerung mit Französisch als Muttersprache betrÀgt ca. 2 %. Rund 2,2 % der Bevölkerung gaben bei der Befragung Deutsch als Muttersprache an.

Etwa 70.000 BĂŒrger Albertas sind Indianer. Mehrheitlich sind dies Cree und Blackfoot (Siksika). Dazu kommt eine grĂ¶ĂŸere Anzahl MĂ©tis. Ihnen wurde 1990 vom obersten Gerichtshof Kanadas ein in acht Siedlungen aufgeteiltes Schutzgebiet von 500.000 Hektar Land zugesprochen. Die Provinz ist eines der Zentren der Hutterer in Kanada.

Laut der VolkszĂ€hlung 2006 setzt sich die Bevölkerung aus 27,2 % EnglischstĂ€mmigen, 20,9 % DeutschstĂ€mmigen, 20,5 % „KanadischstĂ€mmigen“, 20,3 % SchottischstĂ€mmigen, 16,6 % IrischstĂ€mmigen, 11,9 % FranzösischstĂ€mmigen sowie 10,2 % UkrainischstĂ€mmigen zusammen (Mehrfachnennungen waren möglich).

GrĂ¶ĂŸte StĂ€dte

Die grĂ¶ĂŸten Ballungszentren sind Calgary (mit Airdrie), Edmonton (mit Sherwood Park, Spruce Grove und St. Albert), Red Deer, Lethbridge und Medicine Hat.

Geschichte

Alberta wurde nach Prinzessin Louise Caroline Alberta benannt.

Der sĂŒdliche Teil der Provinz Alberta war seit GrĂŒndung der Hudson’s Bay Company (HBC) 1670 ein Teil von Ruperts Land und unterstand damit der Verwaltung der HBC. Der nördliche Teil des Gebiets wurde erst noch von der North West Company administriert, die aber 1821 in der HBC aufging (siehe Pemmikan-Krieg).

Um 1731 erreichten die Franzosen das Gebiet der westlichen kanadischen PrĂ€rie. Sie grĂŒndeten spĂ€ter Gemeinden wie Lac La Biche und Bonnyville. Fort La JonquiĂšre wurde 1752 in der NĂ€he des heutigen Calgary erbaut. Der erste Erforscher der Region Athabasca war Peter Pond, der im Namen der North West Company 1778 das Fort Athabasca am Lac La Biche baute. 1788 grĂŒndete Roderick Mackenzie Fort Chipewyan, die Ă€lteste europĂ€ische Siedlung in Alberta, an der Nordwestspitze des Athabascasees.

Alexander Mackenzie, der Cousin Roderick Mackenzies, folgte dem North Saskatchewan River zu seinem nördlichsten Punkt in der NĂ€he von Edmonton, setzte dann zu Fuß nach Norden und folgte dann dem Fluss Athabasca zum Athabascasee. Dort entdeckte er einen Ausfluss, den Mackenzie River, diesem folgte er bis zur MĂŒndung in den Arktischen Ozean. Er kam zum Athabascasee zurĂŒck und folgte dem Peace River stromaufwĂ€rts und erreichte den Pazifik. Mackenzie ist somit der erste EuropĂ€er, der den amerikanischen Doppelkontinent nördlich Mexikos durchquerte.

1882 wurde Alberta ein separater Distrikt der Nordwest-Territorien, 1905 wurde sein Gebiet nach einer langen Kampagne fĂŒr Autonomie vergrĂ¶ĂŸert und zu einer Provinz. Alexander Cameron Rutherford wurde der erste Premierminister.

Politik

Das politische System Albertas basiert auf dem Westminster-System mit einem Einkammernparlament. Die Legislativversammlung besteht aus 87 Mitgliedern, die in ebenso vielen Wahlkreisen nach dem Mehrheitswahlsystem gewĂ€hlt werden. Der Vizegouverneur, der das Staatsoberhaupt vertritt, kann in Absprache mit dem Premierminister innerhalb eines bestimmten Zeitrahmens (spĂ€testens nach fĂŒnf Jahren) das Parlament vorzeitig auflösen und Neuwahlen ansetzen, der britischen Parlamentstradition entsprechend. Premierminister ist stets der Vorsitzende jener Partei, welche die meisten Sitze errungen hat. Designierte Premierministerin seit den Wahlen vom 16. April 2019 ist Jason Kenney, Vizegouverneurin ist Lois Mitchell.

Politisch gilt Alberta als eine der konservativsten Provinzen Kanadas. 33 von 34 ReprĂ€sentanten Albertas im kanadischen Unterhaus gehören der Konservativen Partei Kanadas an. Auf Provinzebene stellte die Progressive Conservative Association of Alberta seit 1971 ununterbrochen die Regierung, bis sie 2015 eine empfindliche Wahlniederlage erlitt und von der sozialdemokratischen Alberta New Democratic Party abgelöst wurde. 2019 errang die aus einer Fusion der PCA und der Wildrose Party entstandene United Conservative Party die absolute Mehrheit und stellt seitdem die Provinzregierung. Alberta wurde aus diesem Grund gelegentlich als „Texas North“ bezeichnet. GemĂ€ĂŸ der kanadischen Verfassung stehen Alberta sechs Sitze im Senat zu, die derzeit allesamt von unabhĂ€ngigen Senatoren gehalten werden.

Kultur und SehenswĂŒrdigkeiten

Alberta entwickelte sich als beliebtes Touristenziel zu Beginn des 20. Jahrhunderts, mit mehreren SehenswĂŒrdigkeiten und sportlichen Attraktionen wie Skifahren, Bergwandern, Camping sowie auch als eine beliebte Einkaufsmetropole durch das grĂ¶ĂŸte Einkaufszentrum in ganz Nordamerika, dem West Edmonton Mall. Neben der Shopping Mall ist auch die Stephen Avenue in Calgary eine beliebte Einkaufsstraße mit mehreren GeschĂ€ften Restaurants und CafĂ©s. Sehr beliebt sind diverse Outdoor FestivitĂ€ten und Veranstaltungen, wie unter anderen das Professionellen Athletik Event, die International Sporting Competitions sowie die Commonwealth Games und Olympic Games und andere Events. Alberta wird auch das Land der Cowboys genannt. Nirgends in Kanada gibt es so viele Working und Guest Ranches wie hier. JĂ€hrlich findet auch die Calgary Stampede statt, es ist das grĂ¶ĂŸte Rodeo weltweit seiner Art an dem jĂ€hrlich ca. 1,2 Millionen Menschen teilnehmen.

Albertas Rocky Mountains sind sehr bekannt bei den Touristen, unter anderem durch den Banff National Park und Jasper National Park. Die zwei Parks sind durch eine der schönsten Fernstraßen verbunden, den Icefields Parkway. Banff befindet sich ca. 128 km westlich von Calgary und ist mit dem Highway 1 verbunden. Jasper befindet sich 366 km westlich von Edmonton am Yellowhead Highway.

NaturdenkmÀler

Alberta besitzt eine Reihe von Nationalparks und Provinzparks. Im Westen liegt der Jasper-Nationalpark und der Banff-Nationalpark, im Norden der Wood-Buffalo-Nationalpark, im Osten der Elk-Island-Nationalpark, im SĂŒdosten der Dinosaur Provincial Park und im SĂŒden der Waterton-Lakes-Nationalpark. Dabei sind folgende Parks von der UNESCO mit dem Titel einer WelterbestĂ€tte ausgezeichnet worden. Die Canadian Rocky Mountain Parks, der Waterton-Glacier International Peace Park, der Wood-Buffalo-Nationalpark, der Dinosaur Provincial Park und Head-Smashed-In Buffalo Jump. Seit 2019 ist außerdem der Writing-on-Stone Provincial Park, unter anderem wegen seiner Petroglyphen, eine WelterbestĂ€tte. Somit befinden sich sechs von Kanadas WelterbestĂ€tten in der Provinz Alberta.

Einer der grĂ¶ĂŸten Findlinge der Welt, der etwa 16.000 Tonnen schwere und 18 Meter hohe Big Rock, liegt nahe Calgary. Er wurde vor etwa 18.000 Jahren durch einen wandernden Eisgletscher zu seinem heutigen Standort transportiert.

Wirtschaft und Infrastruktur

Ölvorkommen (Athabasca-Ölsande)

Mit 1,7 Billionen Barrel (≈ 2,70 kmÂł) lagert hier in den sogenannten Athabasca-Ölsanden nahe Fort McMurray etwa ein Drittel der weltweiten Ölsandvorkommen. Sie machen Kanada nach Saudi-Arabien zum Land mit der weltweit zweitgrĂ¶ĂŸten Ölreserve und begrĂŒnden den Reichtum der Provinz. Der Abbau ist jedoch mit großen Umweltproblemen und einem hohen CO2-Ausstoß verbunden. Die Gewinnung von Öl aus Ölsand wurde erst in jĂŒngerer Zeit durch neue Technologien und einen anhaltend hohen Ölpreis rentabel. Mindestens 65 Prozent des hier gewonnenen Erdöls gehen aufgrund einer Klausel des Nordamerikanischen Freihandelsabkommens (Nafta) in die Vereinigten Staaten; hierfĂŒr wurde eine der weltgrĂ¶ĂŸten Öl-Pipelines gebaut, die sogenannte Keystone-Pipeline. Im Jahr 2010 lagen die Pro-Kopf-Investitionen in Alberta bei 18.930 CAD und waren damit mehr als doppelt so hoch wie der kanadische Durchschnitt. Da der Abbau sehr energieintensiv ist, birgt er die Gefahr, dass Kanada seine Verpflichtungen aus dem Kyoto-Protokoll nicht erfĂŒllen kann (Stand: 2006).

Im Zuge des Ölpreisverfalls seit Herbst 2014 wurde der im Vergleich zur konventionellen Ölförderung teure Abbau von Ölsanden stark zurĂŒckgefahren; die Prognosen eines weiteren steilen Anstiegs der Förderung haben sich nicht erfĂŒllt. Dadurch droht der Provinz eine Rezession. Im Februar 2015 betrug die Arbeitslosigkeit in der Region 12,6 % (2010: 6,5 %), lag allerdings saisonbereinigt immer noch weit unter dem kanadischen Durchschnitt.

Agrarwirtschaft

Nach der Ölindustrie ist die Agrarwirtschaft der wichtigste Wirtschaftszweig; sie besteht hauptsĂ€chlich aus Getreideanbau und Rinderzucht fĂŒr den Export in die USA. Der Rinderexport wurde 2003 empfindlich beeintrĂ€chtigt, als FĂ€lle von BSE auftraten und die USA vorĂŒbergehend ihre Grenzen fĂŒr den Import schlossen.

Tourismus

Die zustÀndige Tourismusbehörde, Alberta Economic Development, registrierte im Jahresdurchschnitt etwa vier Millionen Touristen in Edmonton und Calgary, weitere drei Millionen in Banff, Jasper und den Rocky Mountains.

Weitere wichtige Wirtschaftssektoren

Luft-, Raumfahrt- und RĂŒstungsindustrie: In der Provinz haben sich rund 170 Unternehmen angesiedelt und beschĂ€ftigen mehr als 6000 Arbeitnehmer. Der Wirtschaftssektor trĂ€gt jĂ€hrlich 1,3 Milliarden kanadische Dollar zur Wertschöpfung der Provinz bei. 40 Prozent der produzierten GĂŒter dieses Bereichs werden in andere LĂ€nder exportiert.

Die Branche der Informations- und Kommunikations-Technologie zĂ€hlt zu den grĂ¶ĂŸeren und stabilen Industriesektoren der Provinz. Hierzu gehören ca. 4300 Unternehmen mit rund 54.500 Angestellten, die rund 10,2 Milliarden kanadische Dollar erwirtschafteten. Albertas IT-Sektor hat einen hervorragenden internationalen Ruf vor allem durch Forschung und Entwicklung. Hinzu kommen viele Medienunternehmen. Calgary hat die höchste Start-up-Rate pro Einwohner in ganz Kanada.

Bildung und Forschung

Die Provinz umfasst 42 Schulbezirke, in denen rund 589.000 SchĂŒler an Grund- und Sekundarschulen angemeldet sind. Dazu kommen sechs öffentliche UniversitĂ€ten und 15 Colleges sowie weitere private BildungstrĂ€ger. Die University of Alberta in Edmonton ist die grĂ¶ĂŸte und Ă€lteste staatliche UniversitĂ€t in der Provinz, an der im Jahr 2009 rund 37.588 Studenten eingeschrieben waren. Die zweitgrĂ¶ĂŸte UniversitĂ€t ist die University of Calgary mit rund 28.000 Studenten. Eine weitere UniversitĂ€t ist die Athabasca University, die als FernuniversitĂ€t operiert, mit rund 30.000 Studenten. Weitere kleinere UniversitĂ€ten sind die University of Lethbridge in Lethbridge, die Mount Royal University in Calgary, Grant MacEwan University in Edmonton. Zu den Colleges zĂ€hlen vor allem das Northern Alberta Institute of Technology und Southern Alberta Institute of Technology. Das Alberta Research Council ist ein Forschungsinstitut, das sich vor allem auf den Energiesektor konzentriert.

Verkehr

Highways

Alberta verfĂŒgt ĂŒber ein 180.000 km langes Autobahn- und Straßennetz. Die wichtige Nord-SĂŒd-Verbindung wird durch den Alberta Highway 2 bedient. Der Highway 2 beginnt sĂŒdlich von Cardston, fĂŒhrt an der Carway Border vorbei und ist ein Teil des CANAMEX-Korridors, der Kanada mit Mexiko verbindet und durch die Vereinigten Staaten fĂŒhrt. Highway 4, der sich an die Interstate 15 anschließt, ist zugleich die wichtigste und meistbefahrene Hauptverbindung, die die USA mit der Provinz verbindet. Die wichtigste Ost-West-Verbindung ist der Trans-Canada Highway. Er verbindet alle Provinzen von KĂŒste zu KĂŒste und durchquert die Provinz in Ost-West-Richtung mit einer nördlichen und einer sĂŒdlichen StreckenfĂŒhrung, wobei die sĂŒdliche StreckenfĂŒhrung dem Highway 1 folgt und die nördliche dem Highway 16.

Weitere wichtige Autobahnen in der Provinz sind:

  • Der Highway 2 verbindet unter anderem Calgary mit Edmonton.
  • Der Highway 11 verbindet Saskatchewan River Crossing und endet bei Red Deer. Auf dem Weg dorthin kreuzt er den Highway 2.
  • Der Highway 12 verbindet Compeer und Bentley.
  • Der Highway 43 verbindet Athabasca mit Grande Prairie.

Flugverbindungen

Alberta verfĂŒgt ĂŒber zwei große internationale FlughĂ€fen, von denen mehrere nationale als auch internationale Verbindungen angeboten werden. Diese FlughĂ€fen werden von jeder grĂ¶ĂŸeren internationalen Fluggesellschaft bedient. Der Calgary International Airport ist der drittgrĂ¶ĂŸte und der Edmonton International Airport der fĂŒnftgrĂ¶ĂŸte Flughafen in Kanada. Der Flughafen in Calgary ist ein Drehkreuz fĂŒr WestJet Airlines sowie fĂŒr Air Canada. Vom Flughafen Calgary gibt es Flugverbindungen zu mehreren kanadischen Provinzen sowie zu 15 grĂ¶ĂŸeren US-FlughĂ€fen, neun europĂ€ischen Flugzielen, eine Flugverbindung nach Asien sowie vier nach Mexiko und in die Karibik. Vom Flughafen in Edmonton werden Verbindungen zu allen grĂ¶ĂŸeren kanadischen FlughĂ€fen angeboten sowie zehn US-FlughĂ€fen, drei europĂ€ische FlughĂ€fen und sechs mexikanische und karibische FlughĂ€fen angeflogen.

Schienenverbindung

Durch die Provinz fĂŒhrt ein 9500 km langes Schienennetz, das von mehreren Eisenbahnunternehmen bedient wird. Die Unternehmen VIA Rail Canada, Rocky Mountaineer sowie die Canadian Pacific Railway und Canadian National Railway bieten mehrere Verbindungen in der Provinz an und verbinden mehrere grĂ¶ĂŸere StĂ€dte innerhalb und außerhalb der Provinz.

Literatur

  • Jack Brink & Susan Berry: Aboriginal Cultures in Alberta: Five Hundred Generations. Provincial Museum of Alberta, 2004, ISBN 0-7785-2852-9 (google.ca). 
  • Michael Payne; Donald Wetherell; Catherine Cavanaugh: Alberta formed, Alberta transformed, Volume 1. University of Alberta Press, 2006, ISBN 1-55238-194-3 (google.ca). 
  • John M. Law, Richard Connors: Forging Alberta's constitutional framework. University of Alberta – Centre for Constitutional Studies, 2005, ISBN 0-88864-457-4 (google.ca). 
  • Faye Reineberg Holt: Alberta: A History in Photographs. Heritage House ; Lancaster : Gazelle, 2009, ISBN 978-1-894974-87-5 (google.ca). 
  • George Melnyk: The literary history of Alberta. University of Alberta Press, 1999, ISBN 0-88864-296-2 (google.ca). 
  • Alison Taylor: The politics of educational reform in Alberta. University of Toronto Press, 2001, ISBN 0-8020-4813-7 (google.ca). 
  • Darryl Raymaker: Trudeau's Tango. Alberta Meets Pierre Elliott Trudeau, 1968–1972. University of Alberta Press, 2017

Weblinks

  • Regierung von Alberta (englisch)
  • Alberta Tourismus (deutsch/englisch)
  • Statistics Canada (englisch)
  • Alberta (englisch, französisch) In: The Canadian Encyclopedia. Abgerufen am 22. MĂ€rz 2015.
  • Der deutsche Kriegsgefangene in Alberta – Alberta and the keeping of german prisoners of war, 1939–1947, mehrere Sites in Englisch. Von John Joseph Kelly. Dies ist ein Kapitel aus: Provincial Museum of Alberta: For King and Country: Alberta in the Second World War. Hg. Ken Tingley ISBN 1-895073-81-2.

Einzelnachweise


 

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ISO 3166-2:
Bezeichnung der Region: Provinz,Territorium

Fläche ca.: 663726.90 km²

Länge der Grenze ca.: km


Ausdehnung / Grenzen (dezimale Koordinaten nach WGS 84):
nördlichster Punkt: 60.000062
südlichster Punkt: 48.996667
westlichster Punkt: -120.000522
östlichster Punkt: -109.999855

 
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