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Gebirge in Cusco: 1
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Region Informationen Region: Cusco

Informationen:


Cusco (außerhalb Perus in der Regel Cuzco; auf Quechua Qusqu oder Qosqo; auf Deutsch historisch auch Kusko) ist die Hauptstadt der gleichnamigen Region und der Provinz Cusco im Zentrum des peruanischen Andenhochlandes. Sie liegt in 3416 m Höhe und hatte beim Zensus 2017 111.930 Einwohner im Stadtgebiet sowie 428.450 Einwohner im Ballungsraum. Sie ist Sitz des Erzbistums Cuzco und einer UniversitĂ€t. Die historische Bedeutung als Hauptstadt des Inkareiches, die vorkolonialen und kolonialen BaudenkmĂ€ler und SehenswĂŒrdigkeiten in der Stadt und ihrer Umgebung und die Lage inmitten der Anden machen sie zum Anziehungspunkt fĂŒr viele Touristen.

1983 wurde die andine Stadt in die Liste der UNESCO-WelterbestĂ€tten aufgenommen. Cusco ist auch Ausgangspunkt fĂŒr AusflĂŒge zu der etwa 100 Streckenkilometer entfernten, lange verborgenen Inkastadt Machu Picchu.

Name

Der Name der Stadt ist Quechua (Qusqu, Aussprache: ['qos.qɔ]). Dem Wort wird oft die Bedeutung „Nabel der Welt“ oder „Mitte der Welt“ zugeschrieben. Möglicherweise stammt es ursprĂŒnglich aus dem Aymara und ist durch eine VerkĂŒrzung aus der Benennung qusqu wanka („Felsen der Eule“) entstanden. Laut einem GrĂŒndungsmythos der Stadt ließ sich ein geflĂŒgeltes Wesen am Ort der spĂ€teren StadtgrĂŒndung nieder und wurde dort in Stein verwandelt.

Auf Spanisch wurde der Name in der Schreibung Cuzco, Cozco oder Cusco verschriftlicht. Die ĂŒblichste Schreibweise innerhalb Perus ist heute Cusco, im restlichen spanischen Sprachgebiet Cuzco. Im Jahr 1976 wurde auf Anordnung des BĂŒrgermeisters Cusco als amtliche Schreibweise angeordnet. Am 23. Juni 1990 wurde auch eine Änderung der Schreibung auf Quechua beschlossen, um sie der in Cusco ĂŒblichen Quechua-VarietĂ€t und Orthographie anzunĂ€hern. FĂŒr auf Quechua abgefasste Dokumente der Stadtverwaltung ist seither die Schreibweise Qosqo vorgeschrieben.

Geschichte

Inka-Zeit

Der Sage nach grĂŒndete der erste Inka Manco CĂĄpac, der Sohn der Sonne, mit seiner Schwester Mama Ocllo die Stadt. Zuvor soll die Gegend von den Tampu, einem Volk der Quechua, bewohnt gewesen sein. Mit Sicherheit gehörte sie zum Einflussgebiet der Wari-Kultur, deren Machtzentrum im 11. Jahrhundert verfiel. Basierend auf der traditionellen Liste der 12 Inkaherrscher wurde die GrĂŒndung Cuscos meist in das 11. oder 12. Jahrhundert europĂ€ischer Zeitrechnung datiert, wofĂŒr es außer den sagenhaften Überlieferungen aber keine Anhaltspunkte gab. ArchĂ€ologisch wird die Entwicklung der Siedlung zu einem herausragenden urbanen Zentrum heute etwa in der Zeit zwischen 1250 und 1310 angesetzt, als eine regionale Trockenphase zur Intensivierung der Landwirtschaft zwang und ein starker Bevölkerungszuwachs stattfand. Gegen Ende dieser Phase besaß die Stadt eine Ausdehnung von ca. 50 Hektar, etwa fĂŒnfmal mehr als vergleichbare Ansiedlungen in der weiteren Umgebung. SpĂ€testens zu dieser Zeit hatte auch die Expansion des Inkareichs begonnen.

Die Stadt bestand aus zwei StadthĂ€lften, Ober-Cusco (Hanan Qusqu) und Unter-Cusco (Urin Qusqu). Die ersten fĂŒnf Inka-Herrscher, die den Titel Sinchi („Kriegsherr“, eigentlich „stark“) trugen, herrschten von Unter-Cusco aus, die nachfolgenden Herrscher mit dem Titel Sapa Inka residierten in Ober-Cusco. Genauere Überlieferungen gibt es erst seit der Zeit des 9. Inka, PachacĂștec Yupanqui. WĂ€hrend seiner Regierung, die gewöhnlich nach der in den 1940er Jahren von John Rowe etablierten Chronologie von 1438 bis 1471 datiert wird, erweiterte er das Inkagebiet in den Zentralanden vom Titicacasee bis nach JunĂ­n. Das Reich wurde nach den vier Himmelsrichtungen in vier Teile eingeteilt (auf Quechua Tawantinsuyu, tawa – vier, suyu – Land), seine Flagge war die Regenbogenfahne (Wiphala). Auch in Cusco, dem Zentrum des Reiches, entsprach jedem dieser Reichsteile ein Stadtviertel. Diese Vierteilung war möglicherweise auch im Andenkreuz dargestellt, das Loch in der Mitte könnte die Hauptstadt Cusco reprĂ€sentieren.

PachacĂștec ließ in der Umgebung landwirtschaftliche Terrassen (Inka-Terrasse) zum Anbau von Mais errichten, um damit die Versorgung der Bevölkerung zu gewĂ€hrleisten. KanĂ€le zu den FlĂŒssen Saphi (Quechua: „Wurzel“) und Tullumayu („Knochenfluss“), die durch die gesamte Stadt fĂŒhrten, versorgten die Einwohner mit frischem Wasser und hielten die Stadt sauber. Außerdem ließ er als imperiales Identifikationszentrum in Cusco den Sonnentempel Inticancha errichten, der mit unvorstellbaren Mengen an Goldschmuck ausgestattet war.

TĂșpac Yupanqui ĂŒbernahm als 10. Inka die Herrschaft des Reiches von seinem Vater. Unter seiner FĂŒhrung erreichte das Inkareich die grĂ¶ĂŸte Ausdehnung. Durch unterschiedliche Einverleibungsmethoden konnte er das Reich im Norden bis nach Quito im heutigen Ecuador und im SĂŒden bis in die Gegend des heutigen Santiago de Chile ausdehnen. Östlich der Anden reichte das SĂŒdviertel des Inkareichs unter seiner Herrschaft mindestens bis zu der Kultstadt Samaipata im heutigen Bolivien. Das Ostviertel des Reiches stieß unter ihm oder seinem Nachfolger bis zu dem Fluss GuaporĂ© im heutigen bolivianisch-brasilianischen Grenzgebiet vor. Hohe WĂŒrdentrĂ€ger der unterlegenen Volksgruppen wurden nach Cusco geschickt und dort ausgebildet und anschließend mit wichtigen Verwaltungsfunktionen in ihren Heimatregionen betraut, was zur Entwicklung und Verbreitung einer einheitlichen imperialen Inkakultur beitrug.

Huayna CĂĄpac, der 11. Inka, ĂŒbernahm das Reich wenige Jahrzehnte vor der Ankunft der Spanier und trieb die Expansion besonders im Norden voran. Er hielt sich lange in Quito auf und machte es zu einer zweiten, mit Cusco konkurrierenden Hauptstadt. Nach seinem Tod (um 1525) stritten seine Söhne Atahualpa, der in Quito residierte, und HuĂĄscar aus Cusco um die Nachfolge. In den folgenden Jahren eskalierte der Konflikt zum BĂŒrgerkrieg. 1532 unterlag HuĂĄscar seinem Bruder, der ĂŒber die kampferprobteren Truppen aus dem nördlichen Territorium und kriegserfahrene GenerĂ€le verfĂŒgte. Atahualpa, nun der uneingeschrĂ€nkte Herrscher ĂŒber das Inkareich, hielt sich von Cusco fern und setzte seinen General Quisquis als dortigen Statthalter ein. Quisquis ließ HuĂĄscars gesamte Familie und einen großen Teil des cusquenischen Inkaadels töten.

Kolonialzeit und Niedergang

Am 16. November 1532 nahm Francisco Pizarro Atahualpa in der sogenannten Schlacht von Cajamarca gefangen. Um sich freizukaufen, ließ Atahualpa unermessliche Mengen von Gold und Silber von Cusco nach Cajamarca bringen. Pizarro ließ ihn dennoch töten und zog nach Cusco. Am 15. November 1533 nahm er die Hauptstadt ein. Cusco blieb zunĂ€chst weitgehend unzerstört und wurde von den Spaniern geplĂŒndert.

1535 grĂŒndete Pizarro an der PazifikkĂŒste die Stadt Lima, die verkehrstechnisch viel gĂŒnstiger lag und das Verwaltungszentrum der Kolonie werden sollte. Im gleichen Jahr floh der von Pizarro eingesetzte Marionettenherrscher Manco CĂĄpac II. aus Cusco und organisierte einen groß angelegten Aufstand. Mit ĂŒber 100.000 Mann marschierte er gegen Cusco und belagerte die Stadt mehrere Monate lang. Nur mit knapper Not und dank der RĂŒckeroberung der Festung SacsayhuamĂĄn konnten die Spanier dem Untergang entgehen. Cusco wurde bei der Belagerung vor allem durch Brandgeschosse zerstört und in den darauf folgenden Jahren im kolonialen Stil wieder aufgebaut, wobei die aus der Inkazeit stammenden Grundmauern und die alte StraßenfĂŒhrung allerdings weitgehend erhalten blieben. 1536 wurde Cusco Sitz eines Bistums, des zweiten (nach Cartagena) auf dem sĂŒdamerikanischen Kontinent.

Unmittelbar im Anschluss an die Niederschlagung des Inka-Aufstands brach ein BĂŒrgerkrieg unter den Konquistadoren aus, da sowohl Pizarro als auch sein Partner Diego de Almagro Anspruch auf die Stadt erhoben. Im Verlauf der Auseinandersetzungen kamen sowohl Almagro und sein gleichnamiger Sohn (1538 bzw. 1542 in Cusco hingerichtet) als auch sein Widersacher Francisco Pizarro (1541 in Lima ermordet) ums Leben. Auch Gonzalo Pizarro, der eine Rebellion gegen die spanische Krone angefĂŒhrt hatte, wurde 1548 in Cusco hingerichtet.

Mit der Neuorganisation der Kolonie unter königlicher Verwaltung nach den BĂŒrgerkriegen trat Cusco seine einstige Bedeutung endgĂŒltig an die Hauptstadt Lima und die benachbarte Hafenstadt Callao ab und wurde zu einer zweitrangigen Kolonialstadt. Dennoch entstanden in dieser Zeit die historischen Bauwerke, die der Altstadt bis heute ihr GeprĂ€ge verleihen, darunter vor allem zahlreiche Kirchen. Der spanische Chronist Pedro de Cieza de LeĂłn verbreitete in seinem Buch CrĂłnica del PerĂș (1553) erste authentische Nachrichten ĂŒber die Stadt und ihre Bewohner. Die Illustrationen zu diesem Buch sind allerdings realitĂ€tsferne Fantasiedarstellungen.

In Cusco wurde 1572 auf Befehl des Vizekönigs Francisco de Toledo der letzte Inkakönig TĂșpac Amaru demonstrativ vor indigenem Publikum enthauptet, um die frĂŒheren Inka-Untertanen zu entmutigen. Ebenfalls in Cusco wurde 1781 nach einem gescheiterten Aufstand auch der indianische RebellenfĂŒhrer JosĂ© Gabriel Condorcanqui gevierteilt, der unter dem Namen „TĂșpac Amaru II.“ bekannt geworden war.

1650 wurde Cusco durch ein Erdbeben zerstört, doch die von den Inkas errichteten Grundmauern der PalÀste und Tempel, die schon den Kriegszerstörungen standgehalten hatten, widerstanden dem Erdbeben.

1692 wurde die UniversitĂ€t von Cusco gegrĂŒndet, eine der Ă€ltesten UniversitĂ€ten Perus.

WĂ€hrend des UnabhĂ€ngigkeitskriegs wurde Cusco 1820 zur Hauptstadt des letzten spanischen Vizekönigs JosĂ© de la Serna, wĂ€hrend in Lima bereits die Republik herrschte. Nach der UnabhĂ€ngigkeit verkam Cusco, das vor 1820 noch ca. 40.000 Einwohner gehabt haben soll, immer stĂ€rker zur unbedeutenden Provinzstadt, da die spanische und kreolische Oberschicht abwanderte. 1876 wurden nur noch 18.370 Einwohner gezĂ€hlt; nach dem fĂŒr Peru katastrophalen Ausgang des Salpeterkriegs in den 1880er Jahren ging die Bevölkerung noch weiter zurĂŒck.

20. Jahrhundert

Als 1911 die auf einem Berg verborgene Stadt Machu Picchu entdeckt wurde, Ă€nderte sich die Bedeutung der Stadt. Cusco wurde zu einem Zentrum des wieder entstandenen Interesses an der indianischen Vergangenheit. Gleichzeitig entwickelte sich Cusco zum grĂ¶ĂŸten Touristenzentrum in Peru.

Ein neuerliches Erdbeben im Jahr 1950 zerstörte die wieder aufgebauten Kirchen und HÀuser. Cusco wurde zu 90 % zerstört. Die erhalten gebliebenen Inka-Ruinen und die Innenstadt mit ihren Kolonialbauten wurden 1983 durch die UNESCO zum Welterbe erklÀrt.

SehenswĂŒrdigkeiten

Kirchen

  • Die Kathedrale von Cusco – Sie wurde von 1560 bis 1654 auf den Grundmauern des Palastes des 8. Inka Viracocha erbaut.
  • La Compañía de JesĂșs – Die Kirche der Jesuiten wurde von 1552 bis 1668 auf den Grundmauern des Palastes von Huayna CĂĄpac erbaut. Sie ĂŒbertrifft die Kathedrale in Prunk und Schönheit, was damals zu einem Kirchenstreit fĂŒhrte.
  • La Merced – Die Klosterkirche wurde zwischen 1540 und 1600 errichtet. Hier befindet sich die 22 kg schwere, goldene Monstranz, die mit 1.518 Diamanten, ĂŒber 600 Perlen und unzĂ€hligen Rubinen, Smaragden und anderen Edelsteinen verziert ist.
  • San Francisco – Eine Kirche mit geschnitztem Chor und GemĂ€lden.
  • San BlĂĄs – Eine Kirche mit geschnitzter Kanzel. Die schönste Holzschnitzarbeit in Cusco.
  • San SebastiĂĄn – Eine barocke Kirche mit einer reichen ornamentalen AusschmĂŒckung des Inneren.
  • Santo Domingo – In ihrem Inneren wurde durch das Erdbeben 1950 das Sonnenheiligtum Coricancha freigelegt.

Inkaruinen

  • CallejĂłn de Siete Culebras – Die Gasse der sieben Schlangen. Einige Steine sind mit Schlangen verziert, die fĂŒr die Inkas ein Symbol der Weisheit darstellten.
  • Calle Hatunrumiyoc (hatun rumiyuq: „mit dem großen Stein“) – Die Mauer des ehemaligen Palastes des Herrschers Inca Roca. Sie ist ein Beispiel fĂŒr die Technik der fugenlosen Verblockung riesiger Steine. Der berĂŒhmteste Stein hat 12 Ecken.
  • Sonnenheiligtum Coricancha (Qurikancha) – Im Sonnentempel der Inka befinden sich schrĂ€ge Mauern mit trapezförmigen Nischen und ein 20-eckiger Stein.

Museen

  • Museo Inka – Stoffe, Keramik, Schmuck und GebrauchsgegenstĂ€nde, sowie Mumien und trepanierte SchĂ€del aus der Inkazeit werden hier ausgestellt.
  • Museo Regional – Das Museum befindet sich im Inneren eines Palastes aus dem 17. Jahrhundert.
  • Museo de Historia Regional – PrĂ€kolumbische GegenstĂ€nde und Keramik der Kulturen ChavĂ­n, Mochica, ChimĂș und Nazca werden hier gezeigt.
  • Museo de Historia Natural – Eine Sammlung von Objekten aus dem regionalen Tier- und Vogelreich sind hier zu sehen.
  • Museo Monasterio de Santa Catalina de Siena. Es zeigt die Kultur der Frauenklöster im kolonialen Cusco und die wirtschaftliche Autonomie und intellektuelle Selbstbestimmung der Nonnen in einer mĂ€nnerdominierten Gesellschaft.
  • Museo Machupicchu Casa Concha – Eine Sammlung von Objekten aus Machu Picchu

SehenswĂŒrdigkeiten in der nĂ€heren Umgebung

  • SacsayhuamĂĄn, RuinenstĂ€tte drei Kilometer nördlich auf den Bergen ĂŒber Cuzco.
  • Tambomachay, Wasserheiligtum, in dem sich das Wasser in KanĂ€len ĂŒber vier terrassenförmige Ebenen ergießt; 8 Kilometer nördlich.
  • Puka Pukara, eine kleine Bergfestung mit TĂŒrmen, Behausungen und Treppen, bei Tambomachay.
  • Q'enko, ein Festplatz mit einem riesigen, zerklĂŒfteten Kalkstein. Eine Spalte fĂŒhrt ins Innere des Felsens, wo vermutlich Tote mumifiziert wurden. Auf dem Gipfel ein Stein zur Beobachtung der Sonnenwende. Eine schlangenförmige Rinne soll bei religiösen Ritualen fĂŒr Trank- und Blutopfer verwendet worden sein.
  • Cristo Blanco, eine weiße Christusstatue auf dem HĂŒgel neben SacsayhuamĂĄn.

SehenswĂŒrdigkeiten in weiterer Umgebung

  • Chinchero – kleine Ortschaft im Hochplateau NW von Cusco. Kirche aus kolonialer Zeit gebaut auf Inkaruinen. Sonntags findet in Chinchero ein Indiomarkt statt.
  • TipĂłn – Inkaruinen mit breiten Terrassen und funktionierenden WasserkanĂ€len im Osten der Stadt, nahe der Ortschaft Oropesa.
  • Pikillaqta – Ruinen aus der Wari-Kultur, im Osten der Stadt Cusco auf einem vorgezogenen HĂŒgelzug an enger Stelle des Urubambaflusses (nahe dem Zusammenfluss mit dem RĂ­o Sapphi) gelegen, welches als natĂŒrlicher Pass ein strategisch wichtiger Ort war.
  • Valle Sagrado de los Incas (heilige Tal der Inkas) – fruchtbares Tal im Norden Cuscos, eine Gegend geprĂ€gt durch flache wenige Kilometer breite Schwemmgebiete zwischen steilen FelswĂ€nden, kleinere Ortschaften, Inkaruinen und umgeben von hohen Schneebergen. Besondere SehenswĂŒrdigkeiten sind:
    • Urubamba – Hauptort der gleichnamigen Provinz. Der Fluss Urubamba bildet in diesem Talbereich das sogenannte Valle Sagrado.
    • PĂ­sac – Eine ehemalige Inkastadt etwa 30 km von Cuzco entfernt mit Befestigungsmauer, Toren und Bastionen, einem riesigen Friedhof, unzĂ€hligen Terrassen und einem 16 m langen unterirdischen Gang.
    • Ollantaytambo – Eine Festung mit großer religiöser Bedeutung etwa 70 km von Cuzco entfernt. Die Festung wurde bis zum Eintreffen der Spanier nicht fertiggestellt. Davon zeugen sechs riesige Monolithen aus rotem Granit, die bis zu 50 Tonnen wiegen.
  • Machu Picchu – Die verborgene Stadt – Die am meisten besuchte SehenswĂŒrdigkeit Perus.
  • Kreise von Moray – großer kreisförmiger Agrar-Experimentkomplex der Inkas, wo unter anderem Samen aus dem Amazonasgebiet gefunden wurden.

Modernes Cusco

Touristen erreichen Cusco ĂŒber den Flughafen oder mittels der zahlreichen Überlandbusse am Terminal Terrestre. PeruRail verbindet Cusco mit Puno und Machu Picchu.

Das moderne Cusco prĂ€sentiert sich gerne als eine Tourismus-Metropole. TatsĂ€chlich ist der Tourismus die grĂ¶ĂŸte Einnahmequelle. Die Stadtverwaltung unternimmt gewaltige Anstrengungen, um dafĂŒr die notwendige Infrastruktur zu schaffen und die negativen Auswirkungen möglichst gering zu halten. So hat sich das architektonische Stadtzentrum in den letzten Jahrzehnten kaum verĂ€ndert. Folkloristische AuffĂŒhrungen und ursprĂŒngliche Lebensart sind in vielen Veranstaltungen und Lokalen zu erleben.

Zur Sicherheit der Besucher wurde eine eigene Touristen-Polizei eingefĂŒhrt, die auch nachts patrouilliert.

Sport und Kultur

Neben verschiedenen speziell tourismusbezogenen KulturanlĂ€ssen finden verschiedene AnlĂ€sse fĂŒr die Bevölkerung statt: Nebst kirchlichen Feiertagen (Señor de los Temblores – Herr der Beben, Weihnachtsmarkt, Karneval, Ostern und Corpus Christi – Fronleichnam) auch musikalische (z. B. Festival de la Cerveza) und sportliche AnlĂ€sse, wobei der bekannteste lokale Fußballclub Cienciano del Cusco sich in den letzten Jahren (seit 2001) zu einem international renommierten Verein (Gewinner der Copa Sudamericana 2003) gesteigert hat. Cusco besitzt Fußballstadien und ein geschlossenes Kolosseum fĂŒr sportliche und kulturelle AnlĂ€sse.

Bilder

Söhne und Töchter der Stadt

  • Manco CĂĄpac II. (≈1500–1544), Inka-Herrscher nach der Eroberung des Inkareichs und der Ermordung Atahualpas durch die spanischen Conquistadores
  • Diego Quispe Tito (1611–≈1681), Maler der Quechua
  • Faustino Espinoza Navarro (1905–2000), Schauspieler, Dichter und Dramatiker
  • Ricardo Castro Pinto (1916–2011), Musiker, Komponist, Schauspieler, TĂ€nzer und Sammler traditioneller Lieder
  • Demetrio TĂșpac Yupanqui MartĂ­nez (1923–2018), Professor fĂŒr Quechua, Übersetzer und Journalist
  • ValentĂ­n Paniagua Corazao (1936–2006), peruanischer ÜbergangsprĂ€sident von 2000 bis 2001
  • Odi Gonzales (* 1962), Dichter, der auf Spanisch und Cusco-Quechua schreibt
  • Ciro Quispe LĂłpez (* 1973), katholischer Geistlicher, PrĂ€lat von Juli
  • FrĂ©dĂ©ric Perreten (* 1978), Schweizer Komponist peruanischer Herkunft
  • VerĂłnika Mendoza (* 1980), Psychologin, Lehrerin und Politikerin

StÀdtepartnerschaften

Cusco listet folgende zwanzig PartnerstÀdte auf:

Klimatabelle

Literatur

  • Ian Farrington: Cusco: Urbanism and Archaeology in the Inka World. University Press of Florida, Tallahassee 2014, ISBN 978-0-8130-6095-8.

Weblinks

  • Offizielle Website ĂŒber Cusco (englisch)
  • Touristische Informationen ĂŒber u. a. Cuzco auf der Seite rediscover machupicchu (englisch)
  • Eintrag auf der Website des Welterbezentrums der UNESCO (englisch und französisch).

Einzelnachweise


 

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auch: Cuzco; Qosqo, Cuzco, Qosqo
Wappen/Flagge: Cusco

ISO 3166-2:
Bezeichnung der Region: Departamento

Fläche ca.: 74209.50 km²

Länge der Grenze ca.: km


Ausdehnung / Grenzen (dezimale Koordinaten nach WGS 84):
nördlichster Punkt: -11.2
südlichster Punkt: -15.334
westlichster Punkt: -73.961
östlichster Punkt: -70.356

 
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