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Karte Karte: Region Hsinchu

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Region Informationen Region: Hsinchu

Informationen:


Hsinchu (chinesisch 新ç«č澂, Pinyin XÄ«nzhĂș ShĂŹ, Tongyong Pinyin SinjhĂș ShĂŹh, W.-G. Hsin-chu Shih, Zhuyin ㄒㄧㄣ ㄓㄹˊ ㄕˋ – „neuer oder frischer Bambus-Stadt“) ist eine kreisfreie Stadt im Nordwesten der Republik China auf Taiwan mit 455.729 Einwohnern und einer FlĂ€che von 104,1526 kmÂČ (Stand: Juli 2025). Sie wird oftmals die „windige Stadt“ genannt (鱹柎 / 风柎, fēngchĂ©ng – „Stadt des Windes“), wegen ihres starken Windes aus der Taiwanstraße, und ist fĂŒr die hohe Konzentration von Halbleiterherstellern im Hsinchu-Wissenschaftspark bekannt.

Geschichte

Qing-Herrschaft

Die Stadt Hsinchu war einst die Heimat der Taokas, eines der UreinwohnerstĂ€mme Taiwans. Diese lebten ursprĂŒnglich in den Feuchtgebieten um Xiangshan und erschlossen sich die nördlichen Gebiete Hsinchus erst spĂ€ter.

Der alte Name des Ortes war „ZhĂșqiĂ n“, was so viel wie „Bambusgraben“ bedeutet. Zur Zeit der Qing-Dynastie wanderte 1711 Wang Shijie (王侖悑 / 王䞖杰, WĂĄng ShĂŹjiĂ©), der erste Siedler aus SĂŒd-Fujian, nach Hsinchu ein. Er lebte in der Gasse 36 der Dongqian-Straße (æ±ć‰èĄ—36悑, DƍngqiĂĄnjiē 36 JiĂ©), der Ă€ltesten Straße in Hsinchu, die auch die „dunkle Straße“ genannt wird. Viele der heutigen Felder wurden zu dieser Zeit angelegt. 1723 wurde die Unter-PrĂ€fektur Danshui in Hsinchu gegrĂŒndet. Um die Sicherheit der Stadt zu verbessern, wurden elf Jahre spĂ€ter Bambus fĂŒr eine Stadtbefestigung angebaut und vier Turmtore errichtet. Nun passte der Name Hsinchu (新ç«č, XÄ«nzhĂș), „Neuer Bambus“.

1826 forderten 47 Mitglieder der lokalen Oberschicht, u. a. der erste Jinshi (é€Č棫 /Â èż›ćŁ«, jĂŹnshĂŹ) Taiwans Zheng Yongxi (鄭甚錫 / 郑甹锡, ZhĂšng YĂČngxĂ­), eine Mauer aus Stein zu errichten, welche von den Einwohnern finanziert werden sollte. Dem Anliegen wurde stattgegeben und eine neue Stadtmauer mit Graben und vier Turmtoren wurden gebaut: das Osttor Yingxi (èżŽæ›Š, YĂ­ngxÄ«), das Westtor Yishuang (æŒč爜, YĂŹshuǎng), das SĂŒdtor Gexun (歌薰) und das Nordtor Gongchen (拱蟰). Des Weiteren wurden die zu den Toren fĂŒhrenden Straßen auf 3,8 m erweitert. Heutzutage sind nur noch das Osttor und Teile des Grabens erhalten geblieben.

1875 löste der kaiserliche Qing-Hof die Unter-PrÀfektur Danshui auf und gliederte Nordtaiwan in die drei Bezirke Danshui, Hsinchu und Yilan. Die Landkreise Hsinchu und Yilan bestehen noch heute.

Japanische Kolonialzeit und Republik China

Im 1895 musste China die Insel Taiwan an Japan abtreten. Unter der Herrschaft der Japaner wurde Hsinchu als Sub-PrĂ€fektur organisiert. WĂ€hrend der folgenden 50 Jahre Ă€nderte sich das Bild der Stadt grundlegend. Es wurden eine Bahnlinie gebaut, die Straßen erweitert und viele alte GebĂ€ude und die Stadtmauer niedergerissen. Ab 1920 war Hsinchu die Hauptstadt der neu eingerichteten PrĂ€fektur Shinchiku, die das Gebiet der Stadt Hsinchu und das der heutigen Landkreise Hsinchu, Miaoli sowie der Stadt Taoyuan umfasste.

Nachdem Taiwan nach dem Zweiten Weltkrieg an die Republik China gekommen war, erfolgte eine Verwaltungsreform und Hsinchu wurde am 28. Februar 1946 zu einer kreisfreien Stadt. Das Stadtgebiet war damals in sieben Bezirke eingeteilt: Nord, Ost, West, SĂŒd, Zhudong, Baoshan und Xiangshan. Am 25. Oktober 1951 wurde die Stadt um das Gebiet der heutigen Landkreisgemeinden Guanxi, Xinpu, Hukou, Hongmao (heute Xinfeng), Zhubei, Hengshan, Qionglin, Beipu und Emei vergrĂ¶ĂŸert, so dass diese den grĂ¶ĂŸten Teil des heutigen Landkreises Hsinchu umfasste. Schon im Folgejahr verlor sie jedoch im Rahmen einer weiteren Verwaltungsreform ihre Kreisfreiheit, wurde Teil des Landkreises Hsinchu und auf die fusionierten ehemaligen Bezirke Nord, Ost, West und SĂŒd begrenzt.

Die Regierung der Republik China, die anfĂ€nglich noch ganz China regierte, konzentrierte ihre Arbeit auf die industrielle Entwicklung und die Erschließung mineralischer und energetischer Ressourcen. 1980 wurde in Hsinchu der Hsinchu-Wissenschaftspark gegrĂŒndet und brachte der Stadt High-Tech und technische Erzeugnisse in hoher QualitĂ€t aus eigener Produktion. Von großer Bedeutung wurde das 1973 in Hsinchu gegrĂŒndete Forschungsinstitut fĂŒr Industrietechnologie (ITRI), das die Keimzelle fĂŒr die IT-Industrie Taiwans darstellte.

Zum 1. Juli 1982 wurde die Kreisstadt Hsinchu um die Gemeinde Xiangshan vergrĂ¶ĂŸert, erhielt danach den Status einer kreisfreien Stadt in der Provinz Taiwan und schied damit aus dem Landkreis aus. Am 1. November 1990 erfolgte die administrative Einteilung in drei Stadtbezirke – Nord, Ost und Xiangshan.

Administrative Gliederung

Hsinchu ist in drei Bezirke (捀 QĆ«) eingeteilt, die wiederum in zusammen 120 Stadtteile (里 Lǐ) unterteilt sind:

Quelle:

Wirtschaft

In Hsinchu wurde eine zollfreie Zone – der Hsinchu-Wissenschaftspark – eingerichtet, in dem mehr als 20 Halbleiter-Werke errichtet wurden. Unter anderem befinden sich in dem Gewerbepark die Unternehmenssitze des LCD-Flachbildschirmherstellers AU Optronics und der zwei weltgrĂ¶ĂŸten Halbleiter-Foundries: Taiwan Semiconductor Manufacturing Company Limited – TSMC (die weltweit grĂ¶ĂŸte unabhĂ€ngige, auf Halbleiter spezialisierte Foundry [Chipfabrik]) und UMC. Daneben gibt es hier weitere Halbleiterunternehmen wie Elan, Winbond und Powerchip. Die Unternehmen Sinonar und NexPower stellen hier Solarzellen und Solarmodule, die Firma Tecom Telekommunikations-Einrichtungen her.

Klima

Höhere Bildung und Forschungseinrichtungen

In Hsinchu sind die Staatliche Tsing-Hua-UniversitĂ€t (NTHU) und die Staatliche Yang-Ming-Chiao-Tung-UniversitĂ€t (NCTU) ansĂ€ssig. Erstere wurde 1911 als Vorbereitungsschule fĂŒr ein weitergehendes Studium in den USA in Peking gegrĂŒndet und 1925 zu einer VolluniversitĂ€t erweitert (Tsing-Hua-UniversitĂ€t). WĂ€hrend des Zweiten Weltkrieges bzw. Chinesischen BĂŒrgerkrieges vereinigte sich die Tsing-Hua-UniversitĂ€t mit der Staatlichen UniversitĂ€t Peking und der Staatlichen UniversitĂ€t Nankai. Im Zuge des BĂŒrgerkrieges kam es zu einer Spaltung und ein Teil der FakultĂ€t zog 1955 nach Hsinchu. Dort wurde das Tsing-Hua-Institut fĂŒr Nuklearwissenschaften gegrĂŒndet. Aus diesem entstand 1956 die Staatliche Tsing-Hua-UniversitĂ€t.

Beide UniversitĂ€ten stehen seit ihrer GrĂŒndung in starker Konkurrenz. Die RivalitĂ€t zeigt sich besonders im jĂ€hrlichen Mei-Chu-Turnier / Mei-Zhu-Turnier (æą…ç«čèłœÂ /Â æą…ç«čè”›, MĂ©i-ZhĂș-SĂ i), einer Serie von Sport- und SpielwettkĂ€mpfen im MĂ€rz. Das VerhĂ€ltnis wird gern mit dem von Athen (NTHU) und Sparta (NCTU) verglichen oder mit dem zwischen den UniversitĂ€ten Cambridge und Oxford.

Im Bezirk Xiangshan befinden sich die Chung-Hua-UniversitĂ€t, die Hsuan-Chuang-UniversitĂ€t und die Yuanpei-UniversitĂ€t fĂŒr Naturwissenschaft und Technik. Hsinchu ist zudem der Sitz einiger Forschungsinstitute:

  • Forschungsinstitut fĂŒr Industrietechnologie (ITRI)
  • NSRRC Nationales Synchrotron-Zentrum
  • NCHC Nationales Supercomputer-Zentrum
  • NCTS Nationales Zentrum fĂŒr Theoretische Wissenschaften

SchwesterstÀdte

Die Stadt Hsinchu hat folgende zehn SchwesterstÀdte bzw. -regionen (mit Datum des Abkommens):

  • Vereinigte Staaten Richland, Washington, USA (6. Juni 1988)
  • Vereinigte Staaten Beaverton, Oregon, USA (7. Juni 1988)
  • Vereinigte Staaten Cary, North Carolina, USA (31. MĂ€rz 1993)
  • Australien Fairfield City, New South Wales, Australien (8. September 1994)
  • Taiwan Chiayi, Republik China auf Taiwan (9. Oktober 2002)
  • Japan Okayama, Japan (21. April 2003)
  • Vereinigte Staaten Plano, Texas, USA (22. September 2003)
  • Philippinen Puerto Princesa, Palawan, Philippinen (10. Februar 2006)
  • Vereinigte Staaten Cupertino, Kalifornien, USA (9. MĂ€rz 2007)
  • Palau Airai, Palau (20. April 2011)

Söhne und Töchter der Stadt

  • Chen Chin (1907–1998), Malerin
  • Yuan T. Lee (* 1936), US-amerikanisch-taiwanischer Chemiker und NobelpreistrĂ€ger 1986
  • Francisco Ou (1940–2021), Politiker und Außenminister von Taiwan
  • Shue Ming-shu (* 1940), Radrennfahrer
  • Chi Cheng (* 1944), Leichtathletin und Politikerin
  • Lin Junq-tzer (* 1944), Politiker
  • David Wu (* 1955), US-amerikanisch-taiwanischer Politiker, demokratisches Mitglied des US-ReprĂ€sentantenhauses fĂŒr Oregon
  • Cho-Liang Lin (* 1960), US-amerikanisch-taiwanischer Violinist
  • Chen Shih-kai (* 1977), Politiker
  • Peng Hsien-yin (* 1989), Tennisspieler
  • Yang Tsung-hua (* 1991), Tennisspieler
  • Lin Shih-chia (* 1993), BogenschĂŒtzin

Literatur

  • Yao Xiafen, He Yilin, Lin Bocheng: The Garden City : Hsinchu City Tour Guide, Edition 2009. 1. Auflage. Hsinchu City Government, Hsinchu 2008, ISBN 978-986-01-3236-6. (chinesisch)

Weblinks

  • Offizielle Website des Hsinchu City Government (chinesisch, englisch, japanisch)
  • National Tsing Hua University (chinesisch, englisch)
  • National Chiao Tung University. (Memento vom 15. Januar 2012 im Internet Archive) (englisch)
  • Hsinchu City News (Memento vom 5. Januar 2008 im Internet Archive) (englisch)

Einzelnachweise



Quelle: Wikipedia

 

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auch: Xinzhu; Hsinchu city, Hsinchu city, Xinzhu

ISO 3166-2:
Bezeichnung der Region: District, Hsien

Fläche ca.: 153.80 km²

Länge der Grenze ca.: km


Ausdehnung / Grenzen (dezimale Koordinaten nach WGS 84):
nördlichster Punkt: 24.853
südlichster Punkt: 24.71
westlichster Punkt: 120.873
östlichster Punkt: 121.046

 
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