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Karte Karte: Bundesstaat Michigan

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Region Informationen Bundesstaat: Michigan

Informationen:


Michigan (engl. Aussprache [ˈmÉȘʃÉȘgən] , Ojibwe fĂŒr „Großer See“) ist ein Bundesstaat der Vereinigten Staaten. Er ist als Geburtsort der amerikanischen Automobilindustrie bekannt, besitzt aber auch eine große Tourismusbranche. Reiseziele wie Traverse City, Mackinac Island und die gesamte Obere Halbinsel ziehen Sportler und Naturliebhaber vor allem aus den gesamten USA und Kanada an. Michigan, das aus zwei großen Halbinseln besteht, hat durch die Lage an den Großen Seen die lĂ€ngste SĂŒĂŸwasserkĂŒste eines US-Bundesstaates. Michigan hat die Beinamen Great Lakes State ‚Staat der Großen Seen‘, Wolverine State ‚Vielfraß-Staat‘, Mitten State ‚Fausthandschuh-Staat‘ und Water Winter Wonderland ‚Wasser-Winter-Wunderland‘.

Geografie

Relief

Michigan ist der einzige Bundesstaat der USA, dessen Festland in zwei Teile geteilt ist. Zwischen den Teilen erstreckt sich der Michigansee. Ober-Michigan, der nördliche Teil, ist zwischen Michigansee im SĂŒden und Oberem See im Norden gelegen. Der westliche Teil wird geprĂ€gt durch das Superior Upland, ein Hochland mit granitischem Felsuntergrund. Es besteht aus mehreren von Nordost nach SĂŒdwest verlaufenden Gebirgsketten, die sich im Westen bis nach Wisconsin und Minnesota hinein erstrecken. Einzelne GebirgszĂŒge sind die Porcupine Mountains und die Gebirgsketten Gogebic Range und Copper Range. Das Superior Upland weist wesentlich grĂ¶ĂŸere Höhenunterschiede als die restliche FlĂ€che des Staates auf. Die höchste Erhebung Michigans ist der Mount Arvon mit 603 m. Die Isle Royale im Oberen See gehört, obwohl sowohl die kanadische Provinz Ontario als auch der US-Bundesstaat Minnesota deutlich nĂ€her zu der Insel liegen, ebenfalls zu Michigan.

Der sĂŒdliche Teil, Unter-Michigan, ist zwischen Michigansee (Westen) und Huronsee (Osten) gelegen. FlĂ€chenmĂ€ĂŸig ist dies der grĂ¶ĂŸere Teil des Staates. Die ĂŒberwiegende Mehrzahl der Bevölkerung des Staates lebt im sĂŒdlichsten Drittel Unter-Michigans. Ganz Unter-Michigan und der östliche Teil Ober-Michigans gehören zum Eastern Great Lakes Lowland. Dies ist ein flaches bis hĂŒgeliges Tiefland und entstand infolge der Gletscher, die in der Eiszeit das Land bedeckten. Die Durchschnittshöhe liegt bei 274 m und der tiefste Punkt bei ca. 173 m. Es gibt folglich kaum merkliche Höhenunterschiede innerhalb Unter-Michigans.

Boden

Der Boden in Ober-Michigan ist grau-brĂ€unlich und sauer. Er ging aus Gletscherablagerungen hervor und ist teilweise wenig bis gar nicht fruchtbar. Dadurch und bedingt durch das Klima gibt es dort kaum Landwirtschaft. Im SĂŒdosten Michigans, an der Saginaw Bay, herrscht ein schwerer, lehmiger Boden vor. Der Großteil Unter-Michigans jedoch verfĂŒgt ĂŒber sehr fruchtbaren Boden, welcher auch landwirtschaftlich genutzt wird.

FlĂŒsse und Seen

Michigan hat Anteil an vier der fĂŒnf Großen Seen. Diese sind der Michigansee, der Huronsee, der Obere See und der Eriesee. Dadurch verfĂŒgt es ĂŒber eine GesamtkĂŒstenlĂ€nge von 5310 km. Außerdem gibt es mehr als 11 000 kleinere Seen, von denen der GrĂ¶ĂŸte der Houghton Lake im Norden Unter-Michigans ist.

Der lĂ€ngste Fluss des Bundesstaates ist der Grand River. Weitere wichtige FlĂŒsse sind der Kalamazoo, Manistee, Saint Clair, Detroit und Saint Joseph. Durch die Wasserstraßen können GĂŒter in alle Welt verschifft werden, denn ĂŒber den Eriesee und den Sankt-Lorenz-Strom existiert eine Verbindung zum Atlantik. In Obermichigan gibt es einige WasserfĂ€lle, beispielsweise die Tahquamenon Falls.

Klima

Das Klima in Michigan hat eine Sonderstellung im Vergleich zu den restlichen Vereinigten Staaten. Dies liegt an der NĂ€he zu den Großen Seen. Diese geben Michigan ein milderes Klima im Vergleich zu anderen Staaten derselben geographischen Breite. Es ist feucht und kontinental (weltweit eine recht seltene Kombination) und liegt in der kĂŒhlgemĂ€ĂŸigten Klimazone. Das Klima von Ober- und Unter-Michigan ist jedoch gesondert zu betrachten.

Ober-Michigan ist deutlich kĂŒhler und weist ein nordisches Klima auf. Die durchschnittliche frostfreie Zeit betrĂ€gt nur 60 bis 120 Tage pro Jahr. Die Winter sind sehr streng und die Sommer mild. Die durchschnittliche Jahrestemperatur in Sault Ste. Marie nahe der Grenze zu Kanada im Nordosten Ober-Michigans betrĂ€gt 4,3 °C. WĂ€rmster Monat ist der Juli mit 18 °C, die kĂ€ltesten sind Januar und Februar mit −10 °C. Der durchschnittliche Jahresniederschlag liegt bei 869 mm und verteilt sich ĂŒber das gesamte Jahr.

Das Klima in Unter-Michigan hingegen ist mild. Die durchschnittliche frostfreie Zeit betrĂ€gt 180 bis 240 Tage, ist also deutlich lĂ€nger als in Ober-Michigan. In Detroit (im SĂŒdosten Unter-Michigans) liegt die Durchschnittstemperatur bei 10 °C. WĂ€rmster Monat ist der Juli mit 24 °C, kĂ€ltester der Januar mit −5 °C. Die Temperaturen sind insgesamt um 5 °C höher als in Ober-Michigan. Die Temperaturdifferenz ist mit 18 °C gering fĂŒr einen Kontinentalstaat. Dies liegt an dem Einfluss der Großen Seen. Im Sommer kĂŒhlen sie die Luft ab und im Winter speichern sie WĂ€rme und erwĂ€rmen die Luft. Allerdings ist die Temperaturdifferenz immer noch deutlich höher als etwa an MeereskĂŒsten, weshalb das Michigan-Klima trotz des Einflusses der Seen zum kontinentalen Typ gerechnet wird. Der Niederschlag ist auch hier ganzjĂ€hrig, jedoch mit 691 mm etwas geringer.

Nachbarstaaten

Michigan hat im SĂŒden Landgrenzen zu Ohio und Indiana. Zudem hat die Obere Halbinsel in ihrem SĂŒdwesten eine Landgrenze zu Wisconsin. Über den Michigansee besteht auch eine Grenze zu Illinois und ĂŒber den Oberen See eine Grenze zu Minnesota. Die Grenze zur kanadischen Provinz Ontario verlĂ€uft durch den Oberen See, Huronsee, Eriesee und deren VerbindungsgewĂ€sser.

Zwar gibt es keine Landgrenze zu Illinois, dennoch gehört der SĂŒdwesten des Staates noch zum Großraum Chicago, welches von dort schneller zu erreichen ist als Detroit.

GrĂ¶ĂŸte StĂ€dte

  • Liste aller Kommunen in Michigan (in alphabetischer Reihenfolge)
  • Liste der StĂ€dte in Michigan nach Einwohnerzahl (ĂŒber 10.000 Einwohner)

Gliederung

  • Liste der Countys in Michigan

Wirtschaft

Die Wirtschaftsleistung Michigans betrug im Jahre 2016 487 Milliarden USD, womit es die dreizehnt-höchste Wirtschaftsleistung der Bundesstaaten der USA hatte und einen Anteil von 2,64 % an der gesamten amerikanischen Wirtschaft hielt. Als eigenes Land gezĂ€hlt, wĂ€re die Wirtschaftsleistung von Michigan ungefĂ€hr so groß wie die Polens. Das reale Bruttoinlandsprodukt pro Kopf (engl. per capita GDP) lag im Jahre 2016 bei USD 49.074 (nationaler Durchschnitt der 50 US-Bundesstaaten: USD 57.118; nationaler Rangplatz: 37). Die Arbeitslosenrate lag im November 2017 bei 4,6 % (Landesdurchschnitt: 4,1 %).

Wirtschaftszweige

Michigan verfĂŒgt ĂŒber eine vielseitige Wirtschaft. Der primĂ€re (Landwirtschaft/Bergbau) und der sekundĂ€re (Industrie) Sektor sind von grĂ¶ĂŸter Bedeutung fĂŒr den Wirtschaftsraum. In der ersten HĂ€lfte des 19. Jahrhunderts gewann die Landwirtschaft in Michigan an großer Bedeutung, die bis heute anhĂ€lt. Wichtigste landwirtschaftliche Erzeugnisse sind Milchprodukte, Mais, Sojabohnen und Rinder. Außerdem ist Michigan fĂŒhrend fĂŒr die Produktion von Kirschen und Äpfeln. Etwa 3 Milliarden US-Dollar werden durch Nutzpflanzen eingenommen. Die Holzwirtschaft spielt keine wesentliche Rolle. Sie wird hauptsĂ€chlich im Westen Ober-Michigans betrieben; das Holz dient meist der Papierherstellung. Die Fischerei trĂ€gt ebenfalls wenig zur Wirtschaft bei. Der Wert des jĂ€hrlichen Fangs liegt bei nur 11 Millionen US-Dollar.

Der Bergbau spielt eine tragende Rolle fĂŒr Michigan. Er ist ein wichtiges Standbein fĂŒr die Industrie. Es gibt reichliche Vorkommen an Erzen und auch Erdgas und Erdöl werden im mittleren Norden und SĂŒden gefördert. Die wichtigsten Rohstoffe sind Eisenerz, Petroleum, Erdgas und Kupfer. Die Förderung von Salz ist ebenfalls sehr bedeutend. Außerdem ist Michigan wichtiger Exporteur von Kies, Torf, Silber und Pottasche, welche aus den zahlreichen SĂŒmpfen gewonnen werden.

Michigan ist einer der bedeutendsten Industriestaaten der USA. Es ist fĂŒhrend bei der Herstellung von Personenkraftwagen. Detroit ist dabei eines der wichtigsten Zentren. Hier befinden sich die Firmensitze der drei großen Automobilhersteller Chrysler, General Motors und Ford. Weitere Zentren der Automobilindustrie sind Flint, Lansing und Pontiac. Andere wichtige industrielle Erzeugnisse sind Motoren und Baumaschinen. Außerdem werden Metalllegierungen wie Stahl, vorrangig in Detroit, hergestellt. Nahrungsmittelindustrie (siehe: Brauereien in Michigan) sowie chemische und pharmazeutische Erzeugnisse sind ebenfalls bedeutsam. Die Industrie in Michigan macht 27 % des Bruttosozialprodukts aus.

Der grĂ¶ĂŸte Dienstleistungsbereich ist der Tourismus. Dieser Wirtschaftszweig bringt dem landschaftlich attraktiven Staat jĂ€hrlich 6,3 Milliarden US-Dollar ein. Außerdem gibt es weit reichende Erholungsmöglichkeiten, beispielsweise Wassersport und einen sommerlichen Badebetrieb an vielen KĂŒstenbereichen der Großen Seen. In den kalten und relativ schneereichen Wintern ziehen die Wintersportmöglichkeiten Touristen an.

Infrastruktur

Michigan verfĂŒgt ĂŒber eine gut ausgebildete Infrastruktur. Es gibt ein weites Netz von Highways in einer GesamtlĂ€nge von 189.000 km, von denen 1890 km Interstate-Highways sind.

An Land werden GĂŒter meist ĂŒber das heute noch ca. 4000 km lange und im Vergleich zu anderen Bundesstaaten gut ausgebaute Schienennetz transportiert, denn viele FlĂŒsse sind nicht schiffbar. Allerdings sind auch hier viele Eisenbahn-Nebenstrecken in der zweiten HĂ€lfte des 20. Jahrhunderts stillgelegt worden. An den KĂŒsten zu den Großen Seen gibt es große HafenstĂ€dte fĂŒr Im- und Export wie Calcite und Escanaba. Auf den Großen Seen sind die Sault-Saint-Marie-KanĂ€le und die FlĂŒsse Saint-Clair und Detroit River von Bedeutung, da sie den Huronsee und den Eriesee verbinden und somit eine Verbindung zum Atlantischen Ozean herstellen. Weiterhin wichtig ist der Saint Mary’s. Dieser verbindet den Oberen See mit dem Huronsee.

Mit dem Detroit Metropolitan Wayne County Airport existiert ein internationaler Flughafen, der einer der grĂ¶ĂŸten der USA ist.

August 2020 hat Michigan in Kooperation mit privaten Unternehmen den Projektstart fĂŒr die Inbetriebnahme einer in den USA einzigartigen separaten Fahrspur fĂŒr autonome Fahrzeuge unternommen. Die 65 Kilometer lange Autobahnstrecke entlang des Interstate 94-Korridors wird Detroit zunĂ€chst mit der Stadt Ann Arbor verbinden. Als erster Schritt wird im Verlauf einer zweijĂ€hrigen Studie untersucht, inwieweit hierfĂŒr entweder bereits vorhandene Fahrspuren verwendet oder aber neue Fahrspuren gebaut werden mĂŒssen.

Bevölkerung

Die landesweite VolkszĂ€hlung 2010 ergab eine Einwohnerzahl von 9.883.640, davon 76,6 % Weiße, 14,2 % Afro-Amerikaner, 0,6 % Native Americans, 2,4 % Asiaten und 4,4 % Hispanier. Michigan ist der einzige der 50 US-Bundesstaaten, in dem die Bevölkerungszahl seit der letzten VolkszĂ€hlung im Jahr 2000 gesunken ist. Lediglich im US-Außengebiet Puerto Rico war sie ebenfalls rĂŒcklĂ€ufig.

Religionen

Die mitgliederstĂ€rksten Religionsgemeinschaften waren im Jahr 2000 die Katholische Kirche mit 2.019.926, die Lutheran Church – Missouri Synod mit 244.231, die United Methodist Church mit 222.269 und die Evangelisch-Lutherische Kirche in Amerika mit 160.836 AnhĂ€ngern.

Geschichte

Einst ein bedeutender Lieferant von Holz, Eisen und Kupfer, wurde Michigan nach Abnahme der natĂŒrlichen Ressourcen zu Beginn des 20. Jahrhunderts zum Geburtsort der Autoindustrie. Henry Ford ließ sein erstes Automobilwerk in Highland Park, einer Vorstadt von Detroit errichten. Damit begann eine neue Ära im Personentransport (→ Geschichte der Vereinigten Staaten #Industrialisierung). Detroit wuchs zur grĂ¶ĂŸten Stadt Michigans; auch andere Pioniere des Automobilbaus (William Durant, die GebrĂŒder Dodge, Packard und Walter Chrysler) errichteten dort Werke. Etwa in den 1960er Jahren begann eine lange Phase des Niedergangs der Automobilindustrie in Detroit. Große Gebiete des frĂŒheren Manufacturing Belt werden heute Rust Belt genannt.

FrĂŒhe europĂ€ische Geschichte

1622 erreichten der französischen Entdecker und WaldlĂ€ufer Étienne BrĂ»lĂ© und sein GefĂ€hrte Grenoble als wahrscheinlich erste Weiße den Oberen See. Die erste stĂ€ndige Niederlassung von EuropĂ€ern wurde 1668 in Sault Ste. Marie von Jesuiten gegrĂŒndet. 1701 grĂŒndeten Antoine de Lamothe Cadillac und sein Leutnant Alphonse de Tonty an der Stelle des heutigen Detroit einen Außenposten, den sie Fort Pontchartrain du DĂ©troit nannten. Durch den Frieden von Paris (1763) kam das Gebiet unter britische Herrschaft und wurde in der Folge Teil der Provinz QuĂ©bec. Im zweiten Frieden von Paris (1783) wurde die untere Halbinsel an die USA abgetreten, bald darauf auch die obere Halbinsel.

US-amerikanische Geschichte

Ab 1787 gehörte das gesamte Gebiet des heutigen Bundesstaats zum Nordwestterritorium, von dem 1800 das Indiana-Territorium abgetrennt wurde. Aus dem Indiana-Territorium wurde 1805 das Michigan-Territorium abgetrennt, mit Detroit als Regierungssitz und William Hull als Gouverneur. Detroit wurde durch einen Brand zerstört. Nach Ausbruch des Kriegs von 1812 zwangen britische Truppen unter Sir Isaac Brock Brigadegeneral Hulls Armee in Detroit zur Kapitulation und hielten Teile Michigans besetzt, bis sie durch den amerikanischen Sieg in der Schlacht auf dem Eriesee im Herbst 1813 zum RĂŒckzug gezwungen wurden. Durch die Schlacht am Thames River wurde auch die Widerstandskraft der Indianer gebrochen.

Der Gouverneur, Stevens Mason, förderte einen Streit mit Ohio ĂŒber die Zugehörigkeit der Stadt Toledo, der spĂ€ter als Toledo-Krieg bezeichnet wurde. Ohio, das als Bundesstaat bereits im US-Kongress vertreten war, erreichte die Absetzung Masons und die Anerkennung des Anspruchs auf Toledo, aber Michigan erhielt als EntschĂ€digung den westlichen Teil der Oberen Halbinsel, das bislang zum Wisconsin-Territorium gehörte. 1835 trat die erste Verfassunggebende Versammlung zusammen. Unter der neuen Verfassung, die vom Kongress gebilligt wurde, wurde Mason erneut Gouverneur, nachdem er die Wahl gewann (ie Gouverneure wurden zuvor von der Bundesregierung ernannt). Am 26. Januar 1837 wurde Michigan 26. Bundesstaat der USA. Lansing wurde 1847 per Gesetz als neue Hauptstadt gewĂ€hlt.

Infolge der Indianer-Umsiedlung erlebte Michigan in den 1830er Jahren einen Wirtschaftsboom. Dieser wurde zusÀtzlich noch durch den schuldenfinanzierten Ausbau der Verkehrswege gefördert. 1840 war die Staatsverschuldung Michigans daher deutlich angestiegen. Michigan erklÀrte 1840 in der Folge der Wirtschaftskrise von 1837 den Staatsbankrott und bediente seine Staatsanleihen nur noch teilweise weiter.

Die acht Kilometer lange Mackinac Bridge wurde am 1. November 1957 eröffnet.

Am 30. April 2020 stĂŒrmten hunderte rechte Demonstranten, teilweise mit Kriegswaffen bewaffnet und vermummt, das Michigan State Capitol, wĂ€hrend dort ĂŒber Maßnahmen gegen die COVID-19-Pandemie beraten wurde. Unter den Angreifern fanden sich zahlreiche Mitglieder rechter Milizen. Die Menge versuchte vergeblich, in den Plenarsaal einzudringen, und bedrohte die Gouverneurin Gretchen Whitmer. Dem vorausgegangen waren Aufrufe von PrĂ€sident Donald Trump, gegen die strikten Maßnahmen der Gouverneurin zu protestieren; so twitterte er u. a. „befreit Michigan“. Einige Beobachter sahen in diesen Aufrufen den Versuch, einen Aufstand anzustacheln, so wie spĂ€ter beim Angriff auf das Kapitol in Washington D.C. Nur wenige Monate spĂ€ter wurden erneut PlĂ€ne einer Miliz aufgedeckt, das Kapitol anzugreifen. Die Gruppe Wolverine Watchmen plante ursprĂŒnglich, das Kapitol einzunehmen und Geiseln zu nehmen, verlagerte sich dann aber auf den Plan zur EntfĂŒhrung Gretchen Whitmers. Einige dieser Personen nahmen bereits an den Ereignissen des 30. April teil.

Politik

Der Staat Michigan ist geprĂ€gt von einer Spannung zwischen dem industrialisierten Ballungsraum um Detroit und Flint herum, dem lĂ€ndlichen Gebiet im Norden und Westen der Unteren Halbinsel, und der Oberen Halbinsel mit Wildnis und Bergbau; jede dieser Regionen hat eine eigene politische Kultur. Nur durch das Zusammenspiel dieser Regionen entsteht das Gesamtbild der Politik Michigans, in der sowohl die Demokratische als auch die Republikanische Partei ihren Platz hat. UnterstĂŒtzung fĂŒr die Demokraten kam historisch aus dem Migrantenmilieu und den Gewerkschaften – beide haben in und um Detroit ihre Hochburgen. Republikaner wiederum, die Mitte des 19. Jahrhunderts insbesondere wegen ihrer Anti-Sklaverei-Haltung als Regionalpartei des Nordens galten (die Partei wurde sogar in Michigan gegrĂŒndet), haben heute ihre Hochburgen einerseits in den wohlhabenden Vororten von Detroit, andererseits aber im Westen des Staates um Grand Rapids herum, wo u. a. durch die bedeutende Zahl niederlĂ€ndischer Einwanderer die streng calvinistische Christian Reformed Church in North America großen Einfluss hat. Die Bergbau-Regionen der Oberen Halbinsel wiederum neigen den Demokraten zu.

WĂ€hrend zwischen 1932 und 1976 sowohl Demokraten (wie z. B. Franklin D. Roosevelt) als auch Republikaner die PrĂ€sidentschaftswahlen je sechsmal gewonnen haben, stimmte Michigan in den 1980er Jahren konsequent fĂŒr die republikanischen PrĂ€sidentschaftskandidaten. Politikwissenschaftler interessieren sich dabei besonders fĂŒr den Fall von Macomb County als klassisches Beispiel fĂŒr sogenannte Reagan Democrats. Ab 1992 hat Michigan jedoch immer fĂŒr den demokratischen Kandidaten gestimmt; als die Republikanische Partei zunehmend religiös-kulturelle Themen betonte, fiel ihre UnterstĂŒtzung in bislang republikanischen Hochburgen in den wohlhabenden Vororten (wie in Oakland County) entsprechend ab, deren religiös gemĂ€ĂŸigte WĂ€hlerschaft sich eher mit klassischen wirtschaftlichen und steuerpolitischen Positionen der Republikaner als mit deren Positionen zu Schwangerschaftsabbruch oder gleichgeschlechtlicher Ehe identifizierte. Bei der PrĂ€sidentschaftswahl 2016 wĂ€hlte Michigan unerwartet mit Donald Trump wieder einen republikanischen PrĂ€sidentschaftskandidaten.

Im Electoral College stellte Michigan in den 1980er Jahren noch 20, in den 1990er Jahren dann 18 und nach der VolkszĂ€hlung des Jahres 2010 nur noch 16 WahlmĂ€nner. Diese Abnahme spiegelt die Tatsache wider, dass die Bevölkerung in Michigan deutlich langsamer gewachsen ist als im nationalen Durchschnitt; dennoch bleibt Michigan einer der grĂ¶ĂŸten Bundesstaaten (Platz 8 nach Einwohnerzahl), mit entsprechendem politischem Gewicht.

Staatsregierung

  • Liste der Gouverneure von Michigan
  • Liste der Vizegouverneure von Michigan

Kongress

  • Liste der US-Senatoren aus Michigan
  • Liste der Mitglieder des US-ReprĂ€sentantenhauses aus Michigan

Mitglieder im 117. Kongress

Kultur und SehenswĂŒrdigkeiten

Parks

NaturdenkmÀler

Bildung

Die wichtigsten staatlichen Hochschulen sind die drei Standorte des University of Michigan System mit Hauptstandort in Ann Arbor und weitere Standorten in Flint und Dearborn, die Michigan State University, die Central Michigan University, die Eastern Michigan University, die Northern Michigan University, die Western Michigan University, die Ferris State University, die Grand Valley State University, die Oakland University, die Saginaw Valley State University und die Wayne State University. Zu den bekanntesten privaten Hochschulen gehört die University of Detroit Mercy. Weitere Hochschulen sind in der Liste der UniversitÀten in Michigan verzeichnet.

Weblinks

  • Offizielle Webseite des Staates Michigan
  • Pure Michigan – Tourismus-Portal des Staates Michigan

Einzelnachweise



Quelle: Wikipedia

 

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auch: MI; Mich., MI, Mich.

ISO 3166-2:
Bezeichnung der Region: Bundesstaat

Fläche ca.: 250046.70 km²

Länge der Grenze ca.: km


Ausdehnung / Grenzen (dezimale Koordinaten nach WGS 84):
nördlichster Punkt: 48.305
südlichster Punkt: 41.7
westlichster Punkt: -90.413
östlichster Punkt: -82.146

 
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