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Staat Informationen : Kap Verde

Informationen:


Kap Verde [ňĆkapňąv…õrd…ô] (amtlich portugiesisch Cabo Verde [ňĆkabuňąve…ĺd…®], im Deutschen veraltet: ‚ÄěInseln des Gr√ľnen Vorgebirges‚Äú) ist ein afrikanischer Inselstaat, bestehend aus den Kapverdischen Inseln mit neun bewohnten Inseln im Zentralatlantik, 570 Kilometer vor der Westk√ľste des afrikanischen Kontinents. Der Archipel hat eine Landfl√§che von 4033¬†km¬≤ und etwa 550.000 Einwohner. Die Hauptstadt ist Praia.

Die ehemalige portugiesische Kolonie zählt heute zu den stabilsten und wohlhabendsten Ländern Afrikas.

Geografie

Lage

Die Republik Kap Verde liegt im Zentralatlantik vor der Westk√ľste des afrikanischen Kontinents. Die Inselgruppe besteht aus 15 Inseln und weiteren kleinen Eilanden, von denen neun bewohnt sind. Es wird unterschieden zwischen den n√∂rdlichen Inseln √ľber dem Wind (Ilhas de Barlavento) und den s√ľdlichen Inseln unter dem Wind (Ilhas de Sotavento). Die Inseln √ľber dem Wind sind Santo Ant√£o, S√£o Vicente, S√£o Nicolau, Sal, Boa Vista und die unbewohnten Inseln Santa Luzia, Branco und Raso. Zur Sotavento-Gruppe geh√∂ren Maio, Santiago, Fogo und Brava sowie die unbewohnte Inselgruppe der Ilh√©us do Rombo.

Fauna und Flora

Die Vegetation der Kapverdischen Inseln ist aufgrund der Trockenheit halbw√ľsten√§hnlich. Es gibt unter anderem trockene Grasfluren, im √∂stlichen Teil sind die Inseln auch mit gro√üen D√ľnen oder Salzs√ľmpfen (Mangroven) bedeckt. Dazu kommen einige Palmenarten wie die Kanarische Dattelpalme, die an die Trockenheit angepasst sind.

Die Tierwelt auf den Inseln ist vergleichsweise artenarm. Vor der Besiedlung durch den Menschen waren bis auf eine Fledermausart keine Säugetiere auf den Inseln vorhanden. Zudem gibt es einige kleine Reptilienarten, zum Beispiel Geckos und Skinke. An den Stränden legen Meeresschildkröten gelegentlich ihre Eier ab.

Geologie

Der Archipel der Kapverden ist vulkanischen Ursprungs. Die h√∂chste Erhebung der Kapverden ist der ebenm√§√üige Vulkankegel des Pico do Fogo mit 2829 Metern H√∂he. 1995 brach er nach einer 44-j√§hrigen Ruhephase wieder aus. Hierbei entstand der 1920 m hohe Parasit√§rkrater ‚ÄěPequeno Fogo‚Äú, an dessen R√§ndern noch hei√üe Fumarolen t√§tig sind. Dieser Parasit√§rvulkan war ab dem 23. November 2014 wieder aktiv und spie Aschewolken und Feuer. Durch die austretende Lava, die sich in die Caldeira mit drei Hauptstr√∂men ergoss, wurden zwei Ortschaften und einige weitere, kleine Ansiedlungen in der Caldeira zerst√∂rt. Die vulkanischen Aktivit√§ten endeten am 8. Februar 2015. Die Inseln im Nordwesten Santo Ant√£o, S√£o Vicente und S√£o Nicolau sowie Santiago sind ebenfalls jung-vulkanisch und hochgebirgig, w√§hrend die √∂stlichen Inseln weitaus √§lter, bis auf einige Zeugenberge flach abgetragen und mit einem Kalksockel ausgestattet sind. Zum Archipel geh√∂ren auch noch folgende Tiefseeberge (englisch Seamounts): Seamount Nola (westlich Santo Ant√£os), Seamount Boavista (√∂stlich Boa Vistas), Seamount Cape Verde (s√ľd√∂stlich Boa Vistas), Seamount Maio (√∂stlich Maios) und Seamount Cadamosto (s√ľdlich Bravas). M√∂glicherweise geh√∂rt auch das Riff Jo√£o Valente s√ľdlich von Boa Vista zu den Seamounts. Auf den Inseln gibt es bis auf die Ribeira da Torre und die Ribeira da Pa√ļl (beide auf der Insel Santo Ant√£o) keine permanent wasserf√ľhrenden Fl√ľsse oder B√§che. Im Inselinneren Boavistas besteht ganzj√§hrig der kleine S√ľ√üwassersee Odjo d‚Äô√Āgua. In der Regenzeit schwellen die ansonsten trockenen T√§ler der Ribeiras (= B√§che) oft zu rei√üenden Str√∂men an und zerst√∂ren Stra√üen und Wege, die dann mitunter l√§ngere Zeit unpassierbar bleiben.

Klima

Auf den Kapverdischen Inseln herrscht √§hnlich wie auf den Kanarischen Inseln ein mildes ozeanisches Klima. Es ist aber w√§rmer und trockener und wird vom Nordostpassat bestimmt. Das Klima ist durch geringe Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht (meist um 5¬†¬įC) und durch ganzj√§hrig relativ hohe Luftfeuchtigkeit (um 70¬†%) gekennzeichnet. So liegen die Tagestemperaturen das ganze Jahr zwischen 23 und 30¬†¬įC, wobei die Nachtwerte im Winter (Januar bis April) um 18 und im Sommer (August bis Oktober) um 24¬†¬įC liegen. Der Boden ist √ľberall sehr trocken, die durchschnittliche Niederschlagsmenge in der Hauptstadt liegt bei etwa 250¬†mm j√§hrlich, sonst meist nur zwischen 100 und 200¬†mm. Der meiste Niederschlag f√§llt von August bis November. Die Wassertemperaturen mit 22 bis 27¬†¬įC machen das Land f√ľr den Strandtourismus attraktiv.

Bevölkerung

Herkunft der Bevölkerung

Die Kapverdischen Inseln waren vor ihrer Entdeckung und Besiedlung durch Portugiesen unbewohnt. Aus der Durchmischung der Kulturen europäischer Siedler und afrikanischer Sklaven bildete sich eine neue kreolische Kultur.

Eine Studie zur Genetik der Bevölkerung der Kapverden aus dem Jahre 2010 kam zum Ergebnis, dass der europäische Anteil an den Genen bei 43 Prozent liegt und der afrikanische bei 57.

Demografie

Die Geschichte von Kap Verde ist geprägt von wiederholten Einwanderungswellen aus Portugal und Madeira, starkem wirtschaftlichem Einfluss der Engländer und massenhafter Emigration als Antwort auf wiederholte Hungerkatastrophen. 2010 kamen zu den damals etwa 516.000 Bewohnern des Archipels geschätzte 700.000 in der Diaspora lebende Kapverdianer hinzu. Wegen der Armut des Landes gibt es kaum Einwanderer, doch haben sich in den letzten Jahren in Praia eine Reihe von Nigerianern (meist Händler) niedergelassen.

Gut die Hälfte der Bevölkerung konzentriert sich auf die Hauptinsel Santiago.

Nach der Volksz√§hlung aus dem Jahr 2000 liegt das Geschlechterverh√§ltnis weiblich zu m√§nnlich bei 51,9 zu 48,1¬†%. Bedingt durch Hungersn√∂te und die daraus resultierende Auswanderung fehlt die Generation der in den 1940er und 1950er Jahre Geborenen fast v√∂llig. Rund ein Drittel der Bev√∂lkerung sind j√ľnger als 15 Jahre. Der Altersdurchschnitt betrug im Jahr 2000 17,4 Jahre, das Bev√∂lkerungswachstum lag bei 2,4¬†% pro Jahr.

Der durchschnittliche Haushalt hat 4,6 Mitglieder, 54¬†% der erwachsenen Bev√∂lkerung bezeichnen sich als ledig, 24¬†% leben in Partnerschaft, ohne verheiratet zu sein, und 16¬†% sind verheiratet. Drei Prozent leben getrennt oder sind geschieden. Das l√§sst sich darauf zur√ľckf√ľhren, dass das portugiesische Recht die Heirat unter Sklaven oder zwischen Sklaven und Freien nicht erlaubte. Hierdurch entstand in kreolischen Gesellschaften eine Vielfalt an Formen des Zusammenlebens, die bis heute √ľberlebt hat.

Die Aussicht auf ein besseres Leben zieht die junge Landbevölkerung in die Städte oder in die Nähe der Hauptverbindungsstraßen. Heute zählen schon 54 % zur Stadtbevölkerung.

Städte

Die einzige Großstadt ist die Hauptstadt Praia. Nur wenige Städte erreichen mehr als 10.000 Einwohner. Diese Zahlen beziehen sich nur auf die Kernstadt und nicht das gesamte Verwaltungsgebiet der Stadt (municipality).

Sprachen

Die Amtssprache von Kap Verde ist Portugiesisch; Nationalsprache ist das Kapverdische Kreol (Krioulo), das verschiedene Varianten hat. Die gr√∂√üten Unterschiede bestehen zwischen dem Kreol von Santiago und dem von Santo Ant√£o, sie k√∂nnen bis zur gegenseitigen Unverst√§ndlichkeit gehen. Es bestehen gro√üe √Ąhnlichkeiten zwischen dem Kreol von Santiago und dem von Guinea-Bissau. Vor allem unter der j√ľngeren Generation ist durch verst√§rkte Bildung und durch die Nutzung portugiesischsprachiger Medien ein Prozess der Dekreolisierung festzustellen.

Die Regierung strebt an, das Krioulo zur Amtssprache zu machen. Als offiziell anerkannte Schreibweise hat man sich auf die Regelungen von ALUPEC geeinigt. Franz√∂sisch und Englisch werden von Teilen der j√ľngeren Bev√∂lkerung in der Schule erlernt.

Religion

Kapverdier sind in der Mehrheit römisch-katholischen Glaubens (mehr als 90 %). Andere christliche Konfessionen sind auch in Kap Verde vorhanden, vor allem die protestantische Kirche des Nazareners, die Siebenten-Tags-Adventisten, die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (Mormonen), Zeugen Jehovas, Pfingstkirchen und andere Adventisten. Es gibt kleine Minderheiten von Muslimen und Bahai. Auch die Universale Kirche des Reichs Gottes hat Anhänger in Kap Verde. Die Religionsfreiheit ist durch die Verfassung garantiert und auch von der Regierung respektiert. Es gibt gute Beziehungen zwischen den verschiedenen Glaubensrichtungen.

Bildung

Grundschulbildung ist f√ľr Kinder im Alter von 6 bis 14 Jahren verpflichtend und f√ľr 6- bis 12-J√§hrige kostenlos. F√ľr 90¬†% der Schulkinder sind Schulb√ľcher vorhanden. 83¬†% der Lehrer haben eine Lehrerausbildung absolviert. Viele Sch√ľler und manche Lehrer sprechen zu Hause Kreol und beherrschen die portugiesische Sprache nicht perfekt. Die Ausgaben f√ľr Schulmaterialien, B√ľcher und Mahlzeiten sind nicht hinreichend; f√ľr einige Stufen gibt es eine hohe Wiederholerquote.

Zu den Grundschulen kommen in Praia, Mindelo u.¬†a. Sekundarschulen, die bis zur Hochschulreife f√ľhren. Im Jahr 2006 wurde unter Eingliederung einiger Fachhochschulen die Universidade de Cabo Verde gegr√ľndet, die sich z√ľgig entwickelt. Daneben gibt es die private Universidade Jean Piaget, eine Filiale des Instituto Jean Piaget in Portugal.

Die Alphabetisierungsrate lag 2019 bei 86,8¬†% der Bev√∂lkerung. Die durchschnittliche Schulbesuchsdauer der √ľber 25-J√§hrigen liegt bei 6,3 Jahren. Die erwartete Schulbesuchsdauer der neuen Sch√ľlergeneration liegt mit 12,7 Jahren doppelt so hoch.

Gesundheit

Die Lebenserwartung bei der Geburt ist eine der h√∂chsten in Afrika. 2019 betrug sie 73 Jahre (M√§nner: 69,5 Jahre, Frauen: 76,2 Jahre). Es gibt 49 √Ąrzte pro 100.000 Einwohner.

Geschichte

Die unbewohnten Inseln wurden 1445 von Ant√≥nio Fernandes umrundet und 1456 von dem in portugiesischen Diensten fahrenden Venezianer Alvise Cadamosto entdeckt und erstmals betreten (Boa Vista). Antonio da Noli, ein ebenfalls im Auftrag des portugiesischen Prinzen Heinrich des Seefahrers fahrender genuesischer Kapit√§n, setzte ab 1458 im Zusammenwirken mit Diogo Gomes die Erkundung der Inseln fort, entdeckte den gr√∂√üten Teil der √ľbrigen √∂stlichen Kapverden, taufte den Archipel auf den Namen Ilhas de Cabo Verde und begann ab 1461 als Gouverneur der portugiesischen Krone mit der Besiedlung der Inseln. Tats√§chlich behauptete Diogo Gomes sp√§ter, als erster der beiden die Insel Santiago von weitem gesichtet und auch als erster betreten zu haben. Antonio da Noli gelang es jedoch fr√ľher, die R√ľckreise nach Portugal anzutreten, und er wurde daraufhin verst√§ndlicherweise von Heinrich dem Seefahrer mit dem Zuspruch der Entdeckung belohnt, die nach den Worten von Diogo Gomes ‚Äěich, Gomes, entdeckt habe‚Äú. Aufgrund der Rivalit√§t der beiden gilt deshalb Diogo Gomes in der portugiesischen Geschichtsschreibung als der wahre Entdecker der Hauptinsel Santiago.

Die Inseln wurden von den Portugiesen nach dem Cabo Verde (Gr√ľnes Kap) an der Westk√ľste Afrikas benannt. Der Name gibt die Entdeckungsgeschichte und die sp√§tmittelalterliche Technik der Navigation wieder. Auch folgten, bis zur sicheren Bestimmung der geografischen L√§nge im 18.¬†Jahrhundert, die Navigatoren der westafrikanischen K√ľste bis zum Kap, um die Inselgruppe in der Weite des Atlantiks nicht zu verfehlen. Schon Christoph Kolumbus, der 1498 auf seiner dritten Reise nach Amerika die Kapverden streifte, merkte an, dass die Bezeichnung wenig zum zumeist w√ľstenhaft trockenen Charakter der Inselgruppe passe.

Die Besiedlung der Inselgruppe begann mit einer kleinen portugiesischen Militärstation 1461 auf der Hauptinsel Santiago sowie auf der Insel Fogo.

Im Jahre 1532 errichtete man ein eigenst√§ndiges Bistum. Mit der Entsendung eines Generalgouverneurs erhielt die Insel einen offiziellen Status als portugiesische Kolonie. Wirtschaftshistorisch spielte Kap Verde ab 1461 eine Rolle als portugiesische Milit√§rstation und Vorposten f√ľr weitere Entdeckungsfahrten sowie zur Gewinnung von Roccella tinctoria, einer F√§rberflechte.

Von 1500 bis etwa 1620 spielte die Insel Santiago eine bedeutende Rolle im transatlantischen Sklavenhandel als Umschlags- und Versorgungsstation. Im Anschluss belebte lediglich der Salzhandel unter englischer Kontrolle, der bis 1850 den gro√üen nat√ľrlichen Hafen von Mindelo auf S√£o Vicente aufbl√ľhen lie√ü, die ansonsten dahinsiechende Wirtschaft. Englische Kohlehandelsgesellschaften machten aus ihm den viertgr√∂√üten Kohlehafen zur Versorgung der rasant wachsenden Dampfschifffahrt. Als der Kohlehandel ab den 1880er Jahren nachlie√ü, ersetzten neun auf S√£o Vicente zusammenlaufende transatlantische Unterseekabel einen Teil der Bedeutung der Inselgruppe.

W√§hrend des Estado Novo unter Ant√≥nio de Oliveira Salazar erlangte Kap Verde eine traurige Ber√ľhmtheit durch das Konzentrationslager Tarrafal (Campo do Tarrafal) auf der Insel Santiago. Auch innerhalb Portugals pr√§gten linke Intellektuelle aus der damaligen portugiesischen √úberseeprovinz der Kapverden, allen voran Am√≠lcar Cabral und dessen Halbbruder Lu√≠s Cabral, die gemeinsame Bewegung gegen das autorit√§re Regime des sogenannten Estado Novo und dessen Kolonialkrieg mit. Am 25. April 1974 brachte die Nelkenrevolution die Diktatur unter Staatspr√§sident Marcelo Caetano schlie√ülich zu Fall.

Wie in allen portugiesischen Überseegebieten wurde unter dem Vorsitz eines Hohen Kommissars der neuen linksgerichteten portugiesischen Militärregierung (Revolutionsrat) die Bildung einer gemischten Übergangsverwaltung vereinbart, die freie Wahlen zu einer verfassunggebenden Versammlung und die Entlassung der Kapverden in die Unabhängigkeit vorbereiten sollte.

Die Partido Africano da Independ√™ncia da Guin√© e Cabo Verde (PAIGC, portugiesisch f√ľr ‚ÄěAfrikanische Partei f√ľr die Unabh√§ngigkeit von Guinea und Kap Verde‚Äú) hatte sich im Widerstand gegen die Diktatur einen hohen Vertrauensvorschuss erworben und dominierte diese Wahlen. Sie errang alle Sitze in der verfassunggebenden Versammlung und strebte nun, wie ihr Name schon sagt, die Vereinigung der Kapverden mit Guinea-Bissau an, der vormaligen portugiesischen √úberseeprovinz Guinea auf dem afrikanischen Festland.

Am 5. Juli 1975 wurde die Unabh√§ngigkeit ausgerufen, und die linksnationale Befreiungsbewegung PAIGC wurde zur allein regierenden Partei. Erster Staatspr√§sident des gemeinsamen Staats wurde Aristides Pereira. Den Wahlsieg nutzte die marxistisch gepr√§gte PAIGC umgehend zum Ausbau ihrer Machtpositionen und zur Errichtung einer neuerlichen, nunmehr eben linksgerichteten Einparteiendiktatur. Eine der ersten Ma√ünahmen war die Gr√ľndung einer marxistischen Einheitsgewerkschaft, der sofort das Verbot aller freien und unabh√§ngigen Gewerkschaften folgte.

In den Jahren der marxistischen Diktatur wuchsen allerdings auch die Widerspr√ľche und Spannungen innerhalb der regierenden Bewegung des PAIGC, der in seinen Leitungsgremien sehr stark durch Pers√∂nlichkeiten gepr√§gt war, die von den Kapverdischen Inseln stammen. Dagegen regte sich im Lauf der Jahre ein immer st√§rker werdender Widerstand der Funktion√§re vom afrikanischen Festland Guinea-Bissau. Die un√ľberwindbaren Gegens√§tze zwischen den kreolischen Mulatten von den Kapverdischen Inseln und den √ľberwiegend schwarzafrikanischen Parteif√ľhrern des Festlandes (Guinea-Bissau) f√ľhrten schlie√ülich im Jahre 1981 zu einem Putsch in der Regierungshauptstadt Bissau, der vor allem das Ziel hatte, die Vorherrschaft der kapverdischen Leitungskader innerhalb der Partei zu beenden, und √ľberdies auch deutlich von rassistischen Ressentiments gegen die kreolischen Mischlinge angetrieben wurde.

Während des blutig verlaufenen Putsches wurde der vom Festland stammende Nino Vieira von seinen Anhängern zum Präsidenten ausgerufen. In der Folge löste sich die gemeinsame Partei auf, und die Bestrebungen zur Vereinigung der beiden Staaten wurde aufgegeben. Während die marxistische Bewegung in Guinea-Bissau ihren Namen beibehielt, benannte sie sich auf den Kapverden in Partido Africano da Independência de Cabo Verde (PAICV) um.

Bei den gelenkten Scheinwahlen des Jahres 1985 erhielt die PAICV zwar die √ľblichen 94,5¬†% aller Stimmen; jedoch wurden immer mehr Stimmen laut, die eine Demokratisierung der Kapverdischen Republik forderten.

Der Einparteienstaat fand sein Ende durch eine Verfassungs√§nderung im Jahre 1990, durch die ein Mehrparteiensystem eingef√ľhrt wurde. Im selben Jahr gr√ľndete die Opposition die Bewegung f√ľr Demokratie (Movimento para a democracia/MpD). Diese wurde in den ersten demokratischen freien Wahlen 1991 st√§rkste Kraft mit √ľberw√§ltigender absoluter Mehrheit (78¬†%). Ant√≥nio M. Monteiro wurde zum Pr√§sidenten der ‚Äězweiten Republik‚Äú und verfolgte im darauf folgenden Jahrzehnt eine neoliberale, marktwirtschaftlich orientierte Politik und die Dezentralisierung in Landkreise. Verfassungs√§nderungen im Jahre 1993 st√§rkten die Position des Ministerpr√§sidenten und beschr√§nkten den Pr√§sidenten auf repr√§sentative Funktionen wie in einigen westeurop√§ischen Demokratien (z.¬†B. Deutschland).

Durch die Wahlen zur Nationalversammlung von 2001 kehrte die PAICV mit einem sozialdemokratischen Profil in die Regierung zur√ľck. Bei den Pr√§sidentschaftswahlen in Kap Verde 2001 wurde Pedro Verona Rodrigues Pires (* 29. April 1934) zum neuen Pr√§sidenten gew√§hlt.

Bei den Parlamentswahlen im Januar 2006 konnte die PAICV ihren Vorsprung zu einer soliden absoluten Mehrheit (41 von 72 Sitzen) ausbauen, und bei den Präsidentschaftswahlen in Kap Verde 2006 wurde Pedro Pires in direkter Wahl bis 2011 im Amt bestätigt

Bei den Parlamentswahlen am 6. Februar 2011 gewann Premierminister Jos√© Maria Neves von der PAICV zum dritten Mal in Folge mit etwas √ľber 50¬†% der insgesamt abgegebenen Stimmen die absolute Mehrheit im Parlament.

Politik

Politisches System

Kap Verde ist eine pluralistische parlamentarische Republik. Staatsoberhaupt ist der Pr√§sident, der f√ľr f√ľnf Jahre direkt gew√§hlt wird und einmal wiedergew√§hlt werden kann. Aus den Pr√§sidentschaftswahlen 2011 ging Jorge Carlos Fonseca von der MpD als Sieger hervor. Er wurde 2016 mit 74¬†% im Amt best√§tigt.

An der Spitze der Regierung steht der Premierminister, der zwar vom Pr√§sidenten ernannt wird, jedoch vorher vom Parlament nominiert werden muss und diesem gegen√ľber verantwortlich ist. Das Parlament besteht aus einer Kammer, der Nationalversammlung mit 72 Abgeordneten, die alle f√ľnf Jahre in Mehrpersonenwahlkreisen gew√§hlt werden. Von 2001 bis 2016 besa√ü die PAICV die Mehrheit in der Nationalversammlung, seit der Parlamentswahl in Kap Verde 2016 besitzt die MpD eine absolute Mehrheit im Parlament. Premierminister wurde Ulisses Correia e Silva.

Parteien

Frauenwahlrecht

Die Geschichte des Frauenwahlrechts reicht in die Kolonialzeit zur√ľck. Bis 1961, als alle die portugiesische Staatsangeh√∂rigkeit bekamen und in Kommunalwahlen wahlberechtigt wurden, waren alle Einheimischen (M√§nner wie Frauen) vom Wahlrecht ausgeschlossen. Unter portugiesischer Verwaltung w√§hlten Frauen am 15. April 1975 zum ersten Mal. Als das Land 1975 unabh√§ngig geworden war, wurde das allgemeine aktive und passive Wahlrecht auf nationaler Ebene zum 5. Juli 1975 eingef√ľhrt. Im Juli 1989 wurde das allgemeine aktive und passive Wahlrecht auch auf die lokale Ebene ausgedehnt. Die erste Wahl einer Frau ins nationale Parlament, Carmen Pereira, erfolgte im Juli 1975.

Verwaltungsgliederung

Verwaltungstechnisch sind die Kapverden in 22 Kreise (concelhos, Singular concelho) unterteilt: Boa Vista, Brava, Maio, Mosteiros, Pa√ļl, Praia, Porto Novo, Ribeira Grande, Sal, Santa Catarina, Santa Cruz, S√£o Domingos, S√£o Filipe, S√£o Miguel, S√£o Nicolau, S√£o Vicente und Tarrafal. 2005 waren durch die Teilung bisheriger Kreise f√ľnf neue entstanden: Ribeira Grande de Santiago (Abspaltung vom Kreis Praia), S√£o Louren√ßo dos √ďrg√£os (Abspaltung vom Kreis Santa Cruz), S√£o Salvador do Mundo (Abspaltung vom Kreis Santa Catarina), Santa Catarina do Fogo (Abspaltung vom Kreis S√£o Filipe) und Tarrafal de S√£o Nicolau (Abspaltung vom Kreis S√£o Nicolau).

Außenpolitik

Die kapverdische Außenpolitik ist offen, kooperativ und pragmatisch ausgerichtet und wird geprägt von den Beziehungen zu westafrikanischen Staaten und zur Gemeinschaft der Portugiesischsprachigen Länder, insbesondere den afrikanischen Staaten mit Amtssprache Portugiesisch. Insbesondere seit dem Cotonou-Abkommen 2000 nähert sich Kap Verde zudem immer weiter der EU an.

Bedeutendster politischer Verb√ľndeter sind die USA, ansonsten bestehen zu Portugal wirtschaftlich, kulturell, institutionell, gesellschaftlich und in vielen anderen Bereichen die engsten Beziehungen.

Die strategisch bedeutende Lage der Kapverden im Atlantik, wo sich bedeutende Seewege kreuzen, erlangt in j√ľngster Zeit eine Renaissance. Grund sind die internationalen Bem√ľhungen im Kampf gegen den internationalen Drogenhandel und die organisierte Kriminalit√§t, und der internationale Wunsch nach kontrollierten Handelswegen.

Militär

Kap Verde gab 2020 knapp 0,6 Prozent seiner Wirtschaftsleistung oder 11,4 Millionen US-Dollar f√ľr seine Streitkr√§fte aus. Das Milit√§rbudget des Landes z√§hlt damit zu den kleinsten der Welt.

Wirtschaft

Allgemein

Kap Verde verf√ľgt √ľber keine nennenswerten mineralischen Ressourcen und leidet unter dem extrem trockenen Sahel-Klima. Nur auf vier Inseln gibt es, wenn der j√§hrliche Regen nicht ausbleibt, etwas Wasser f√ľr Bew√§sserungslandwirtschaft. Der Trockenfeldbau ist seit 1968 weitestgehend ausgefallen, und die landwirtschaftliche Produktion reicht nicht zur Eigenversorgung, so dass √ľber 90 Prozent der Nahrungsmittel importiert werden m√ľssen.

Auch der Fischreichtum ist beschr√§nkt und kann mit der einfachen handwerklichen Technik einheimischer Fischer nicht ausgesch√∂pft werden, weswegen ausl√§ndischen Flotten der gr√∂√üte Teil des Fangs √ľberlassen werden muss. Exportiert werden Fisch, Langusten, Bananen, Textilien und einige Halbfertigwaren (Schuhe, Lederwaren). Der Tourismus entwickelt sich langsam und tr√§gt etwa zehn Prozent zum Bruttosozialprodukt bei, wobei die Insel Sal am st√§rksten besucht ist und √ľber die H√§lfte der Gesamt-Bettenbelegungen mit Strandtouristen erreicht. Segler und Windsurfer nutzen gerne die g√ľnstig im Passat gelegenen Inseln. Die guten M√∂glichkeiten f√ľr Bergtourismus und historisch-kulturellen Tourismus, f√ľr eine ausgeglichene Entwicklung wesentlich f√∂rderlicher, werden sehr viel langsamer erschlossen.

Der Kapverdische Escudo (CVE) wurde 1998 an den portugiesischen Escudo und 1999 an den Euro gekoppelt. Seit ihrer Gr√ľndung 1975 verfolgt die Nationalbank Kap Verdes eine kompromisslose Politik der Geldwertstabilit√§t, um Emigranten zur Anlage ihres Sparverm√∂gens in Kap Verde zu motivieren.

Die Uni√£o Nacional dos Trabalhadores de Cabo Verde ‚Äď Central Sindical (UNTC-CS) unter ihrem Generalsekret√§r J√ļlio Ascen√ß√£o Silva setzt sich ein f√ľr ‚Äěanst√§ndige Arbeit‚Äú (decent work) und einen sozialen Mindestlohn. Die Gewerkschaft hat 1992 eine Kooperation mit Luxemburgs OGBL vereinbart.

Im Jahre 2008 wurde Kap Verde als zweites afrikanisches Land nach Botswana von einem wenig entwickelten Land zu einem Land mit mittleren Einkommen heraufgestuft.

Etwa zwei Drittel der kapverdischen Familien erhalten Zuwendungen von Familienangeh√∂rigen in der Emigration; Geldsendungen nach Kap Verde machen gut ein F√ľnftel des Bruttoinlandsprodukts aus.

Um die Abh√§ngigkeit vom teuren √Ėl zu mindern, wurde Ende Juli 2010 der Bau von vier Windparks auf den Inseln Santiago, S√£o Vicente, Sal und Boa Vista mit einer Leistung von insgesamt 28 MW beschlossen. Seit 2011 gibt es zudem zwei 2,5 und 5 MW gro√üe Solarparks, die in der Mittagszeit einen gro√üen Teil des landesweiten Strombedarfs decken k√∂nnen.

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) f√ľr 2017 wird auf 1,7 Milliarden US-Dollar gesch√§tzt. In Kaufkraftparit√§t betr√§gt das BIP 4 Milliarden US-Dollar oder 6900 US-Dollar je Einwohner. Das reale Wachstum betrug 4,0¬†%. Der Staat z√§hlt zu den am h√∂chsten verschuldeten der Welt.

Kennzahlen

Alle BIP-Werte sind in US-Dollar (Kaufkraftparität) angeben.

Staatshaushalt

Der Staat finanziert sich haupts√§chlich aus Einfuhrz√∂llen und indirekten Steuern. 2004 wurde eine Mehrwertsteuer von 15¬†% eingef√ľhrt. Die Regierung versucht, durch die F√∂rderung ausl√§ndischer Direktinvestitionen die Grundlage f√ľr eine erfolgreichere Entwicklungspolitik zu legen.

Der Staatshaushalt umfasste 2015 Ausgaben von umgerechnet 490 Millionen US-Dollar. Dem standen Einnahmen von umgerechnet 374 Millionen US-Dollar gegen√ľber. Daraus ergibt sich ein Haushaltsdefizit in H√∂he von 7,1¬†% des Bruttoinlandsprodukts. Die Staatsverschuldung betrug 2005 ca. 0,9 Milliarden US-Dollar oder ca. 90¬†% des BIP, bis 2015 ist sie auf ca. 1,6 Milliarden US-Dollar oder ca. 116,2¬†% des BIP gestiegen.

Der Anteil der Staatsausgaben (in % des BIP) folgender Bereiche betrug:

  • Gesundheit: 4,4 (2013)
  • Bildung: 5,0 (2011)
  • Milit√§r: 0,51 (2011)

Verkehr

Alle Inseln verf√ľgen √ľber ein Stra√üensystem, das auf den von Sklaven angelegten Wegen basiert. Die meisten Ortschaften sind √ľber kleine Pisten erreichbar. Hauptstra√üen sind in der Regel mit einem Kopfsteinpflasterbelag versehen. Nach und nach werden wichtige Strecken auf allen Inseln asphaltiert. Einige Inseln haben mittlerweile asphaltierte Strecken, z.¬†B. Fogo von S. Filipe bis zum Eintritt in die Caldeira des Pico de Fogo, auf Santiago die Strecke von Praia nach Tarrafal im Norden der Insel, auf S. Nicolau die Strecke Ribeira Brava-Tarrafal, und weitere. Auf Santo Ant√£o wurde 2009 eine mit zwei Tunneln versehene asphaltierte Umgehungsstra√üe im S√ľdosten der Insel dem Verkehr √ľbergeben, die die beschwerliche √úberfahrt zwischen Porto Novo und Ribeira Grande √ľber einen 1460 m hohen Pass √ľberfl√ľssig macht. Praia hat mit dem ‚ÄěCircular da Praia‚Äú eine autobahn√§hnliche Ringstra√üe um die ganze Stadt mit Anschluss an den Flughafen. Auf Sal existiert eine jeweils zweispurige asphaltierte autobahn√§hnliche Stra√üe vom Flughafen nach Santa Maria am S√ľdende der Insel.

Das gesamte Straßennetz umfasste 2013 etwa 1350 km, wovon 932 km asphaltiert sind.

√Ėffentlicher Nahverkehr

In den St√§dten Praia und Mindelo existiert jeweils ein Stadtbusnetz, das alle Stadtteile bedient. In den l√§ndlichen Regionen gibt es bis auf wenige Ausnahmen keinen Busverkehr. Den Personentransport √ľbernehmen dort auf allen Inseln sogenannte Aluguers (= Sammeltaxis, von port. ‚Äěaluguel‚Äú = ‚ÄěMiete‚Äú, bzw. "alugar" = "mieten") mit bis zu 20 Pl√§tzen, die einen sehr geringen Tarif haben. Sie fahren meist an festen Pl√§tzen in den St√§dten und Ortschaften ab, wenn sie voll sind. Falls sie als Taxi privat gemietet werden, ist der Fahrpreis der zehnfache Betrag des Sammeltaxipreises. Normale Taxis gibt es auch in den gr√∂√üeren St√§dten und Gemeinden.

Eisenbahnen existieren nicht in dem Land. Von einer auf der Insel Sal mit Segeln betriebenen Lorenbahn, mit der fr√ľher Salz aus den Salinen zum Anleger in Santa Maria transportiert wurde, ist heute nichts mehr zu sehen.

Flugverkehr

Die TACV Cabo Verde Airlines verband bisher regelm√§√üig alle Inseln untereinander mit Ausnahme von Santo Ant√£o und Brava, deren Flugpl√§tze geschlossen wurden. Ab August 2017 √ľbernimmt diese inl√§ndischen Verbindungen die auf den Kanaren ans√§ssige, spanische Fluggesellschaft Binter. Internationale Flugh√§fen sind der Gr√∂√üe/dem Verkehrsaufkommen nach: Am√≠lcar Cabral International Airport auf Sal (bei Espargos), Praia ‚ÄěNelson Mandela‚Äú, Flughafen Boavista ‚ÄěAristides Pereira‚Äú (bei Rabil) und S√£o Vicente (8¬†km s√ľdlich von Mindelo bei S√£o Pedro) ‚ÄěCes√°ria √Čvora‚Äú, benannt nach der ber√ľhmtesten, 2011 verstorbenen S√§ngerin der Kapverden. Von den internationalen Flugh√§fen gibt es u.¬†a. Verbindungen nach Dakar (Senegal), Fortaleza (Brasilien), Europa (Portugal, Deutschland, Italien, Niederlande u.¬†a.) sowie in die Vereinigten Staaten (Boston). Saisonal werden noch zahlreiche andere Flugziele bedient.

Fährverbindungen

F√§hren verkehren meist nur unregelm√§√üig, abh√§ngig vom jeweiligen Frachtaufkommen. Nur die Inseln S√£o Vicente und Santo Ant√£o bzw. Fogo und Brava sind mit einem t√§glichen regelm√§√üigen F√§hrverkehr verbunden, da sie keine Flugh√§fen mehr besitzen. Eine neue Schnellf√§hre (Katamaran) verbindet Praia mit Fogo und Brava t√§glich. Eine weitere Schnellf√§hre verkehrt mittlerweile auf der Strecke S√£o Vicente ‚Äď Santo Ant√£o sowie auch zu anderen Inseln.

Kultur

Die Kultur der Kapverden ist afrikanischen und europ√§ischen Ursprungs. Es gibt verschiedene kapverdische Musikrichtungen, von denen Morna die bekannteste ist und die auf den Gedichten Eug√©nio Tavares‚Äô beruht, der als Vater einer eigenst√§ndigen Literatur der Kapverden gilt. Ces√°ria √Čvora war die wohl ber√ľhmteste kapverdische S√§ngerin. Auch die in Kuba von kapverdischen Eltern geborene Mayra Andrade (* 1985) erlangte internationale Bekanntheit. Mindelo wird von vielen als die Kulturhauptstadt der Kapverden betrachtet.

Literatur

Die Literatur von Kap Verde ist eine der reichsten Afrikas.

  • Dichter: Sergio Frusoni, Eug√©nio Tavares, B. L√©za, Jo√£o Cleofas Martins, Ov√≠dio Martins, Jorge Barbosa, Corsino Fortes, Jo√£o V√°rio, Oswaldo Os√≥rio, Arm√©nio Vieira, Vadinho Velhinho, Jos√© Lu√≠s Tavares u.¬†a.
  • Schriftsteller: Baltasar Lopes da Silva, Manuel Lopes, Lu√≠s Romano de Madeira Melo, Germano Almeida, Orlanda Amar√≠lis, Jorge Vera Cruz Barbosa, Pedro Cardoso, M√°rio Jos√© Domingues Daniel Filipe, M√°rio Alberto Fonseca de Almeida, Corsino Ant√≥nio Fortes, Arnaldo Carlos de Vasconcelos Fran√ßa, Ant√≥nio Aur√©lio Gon√ßalves, Aguinaldo Brito Fonseca, Ov√≠dio de Sousa Martins, Osvaldo Os√≥rio, Dulce Almada Duarte, Manuel Veiga, Fatima Bettencourt, Maria Helena Spencer, Adelaide Maria das Neuvers, Maria Margarieda Mascarenhas, Haydeia Avelino Pires, Dina Salustio, Maria Isabel Barreno, Leopoldina Barrento, Odina Ferreina.

2009 erhielt der kapverdische Dichter Arm√©nio Vieira den Pr√©mio Cam√Ķes, die bedeutendste literarische Auszeichnung der portugiesischsprachigen Welt.

Die bekanntesten Fabelwesen sind Ti Lobo und Chibim (Onkel Wolf und Onkel Zieglein), Ti Pedro, Ti Ganga und Capotona.

Malerei

  • Maler: Manuel Figueira, Lu√≠sa Queir√≥s, Tchal√© Figueira, Bela Duarte, Kiki Lima

Film

Kap Verde konnte bisher auf Grund seines kleinen Binnenmarktes und seiner eingeschränkten wirtschaftlichen Lage keine ausgeprägte Filmkultur entwickeln. Jedoch wurden und werden hier immer wieder Dokumentationen und Spielfilme, insbesondere des portugiesischen Kinos produziert.

Die beiden bekanntesten, in Kap Verde gedrehten Spielfilme d√ľrften der international pr√§mierte Fu√üballfilm ‚ÄěFintar o Destino‚Äú (1998) und der ebenfalls mehrfach ausgezeichnete Film ‚ÄěNha Fala ‚Äď Meine Stimme‚Äú (2002) sein.

Musik

  • Komponisten: Manuel de Novas, Vasco Martins, Jorge Fernandes Monteiro (Jotamont), Francisco Xavier da Cruz (B.Leza), Epif√Ęnia √Čvora (Tututa √Čvora), Nha Ana Proc√≥pio (orale Musiktraditionen), Nha Nasia Gomi (orale Musiktraditionen), Tibau Tavares
  • Interpreten: Ces√°ria √Čvora, Maria Alice, Kim Alves, Mayra Andrade, Terezinha Ara√ļjo, Adriano Gon√ßalves (Bana), Maria de Barros, Rufino Almeida (Bau), Bius, Teofilo Chantre, Gracindo √Čvora (Grace √Čvora), Francelina Almeida (Fantcha), Hermina, Ildo Lobo, Mario Lucio, Maria de Lurdes (Lura), G√©rard Mendes (Boy G√© Mendes), Lu√≠s Morais, Orlando Monteiro Barreto (Orlando Pantera), Aristides Paris (Tito Paris), Celina Pereira, Mariana Ramos, Gil Semedo, Daniel Silva, Sara Tavares, Manuel Lopes Andrade (Tcheka), Nancy Vieira, Paulino Vieira, Jos√© Carlos Brito (Voghina), Tibau Tavares, Gabriela Mendes, Elida Almeida, Neuza.
  • Bands: Bulimundo, Cordas do Sol, Ferro Gaita, Fina√ßon, Livity, Simentera, Splash, Os Tubar√Ķes.

Sport

Der Nationalsport ist auf den Kap Verden Fu√üball. Er wird international vertreten durch die Kapverdische Fu√üballnationalmannschaft. Die Mannschaft konnte sich 2012 erstmals f√ľr den Afrikacup qualifizieren. Bei der Ausspielung 2013 erzielte sie mit dem Einzug in das Viertelfinale ihren bislang gr√∂√üten Erfolg, nachdem sie in der Gruppenphase ungeschlagen geblieben war. Die beste Platzierung in der FIFA-Weltrangliste wurde dann im Februar 2014 mit dem 27. Rang erreicht.

Medien

Fernsehsender:

  • RTC, RTP √Āfrica (portugiesisch)
  • TV4 Afrique (franz√∂sisch)

Radiostationen:

  • Radiotelevis√£o Caboverdiana,
  • Praia FM
  • Radio France Internationale

Zeitschriften:

  • A Semana (Praia, 1991‚Äď), Expresso das Ilhas, Journal O Cidad√£o (S√£o Vicente), Jornal Horizonte (Praia, 1988‚Äď), Terra Nova (S. Vicente, 1975‚Äď), Artiletra (S. Vicente, 1991‚Äď), A Na√ß√£o (Praia, 2007‚Äď), Jornal J√° ‚Äď seman√°rio gratuita (Praia, 2010‚Äď)

Weblinks

  • Webpr√§senz der Regierung von Kap Verde (portugiesisch/englisch/franz√∂sisch)
  • L√§nderinformationen des Ausw√§rtigen Amts zu Kap Verde (deutsch)
  • lirecapvert.org, die umfassendste Website zur kapverdischen Literatur und Kultur!(franz√∂sisch)

Einzelnachweise



Quelle: Wikipedia

 

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Flagge: Cape Verde

Name englisch: Cape Verde
Hauptstadt: Praia
Kfz: CV
ISO: CV
ISO3: CPV
Fläche: 4033 km²
Tld: .cv
Wärung Einheit: CVE
Währung: Escudo
Vorwahl: 238

Ausdehnung / Grenzen (nach WGS 84 dezimal):
nördlichster Punkt: 17.2052865
südlichster Punkt: 14.8023513
westlichster Punkt: -25.3609944
östlichster Punkt: -22.6577782


 
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