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Staat Informationen : Norfolkinsel

Informationen:


Die Norfolkinsel (Norfuk: Norfuk Ailen) ist eine Insel im Pazifischen Ozean, die zu Australien geh√∂rt. N√∂rdlich von ihr liegt Neukaledonien, westlich Australien, im S√ľden Neuseeland. Der Name der Insel geht auf den englischen Seefahrer James Cook zur√ľck, der sie 1774 entdeckte und zu Ehren von Mary Howard, Duchess of Norfolk benannte.

Geographie

Die Norfolkinsel liegt rund 1400¬†Kilometer √∂stlich des australischen Kontinents und ist Teil des knapp 1100¬†km langen Norfolk Ridge, der sich von Neukaledonien aus nach S√ľden hin erstreckt. Die Insel ist bis auf das s√ľdliche Gebiet mit der Hauptstadt Kingston von unzug√§nglichen Klippen umgeben. H√∂chste Erhebungen der Insel sind die beiden Berge Bates (319¬†Meter) und Pitt (318¬†Meter). Zum Territorium geh√∂ren neben der Norfolkinsel auch noch die kleineren, unbewohnten Inseln Nepean und Phillip. Die Norfolkinsel ist, ebenso wie Phillip Island, vulkanischen Ursprungs und bietet daher fruchtbaren Boden f√ľr die Landwirtschaft. Die gr√∂√üte Stadt der Insel ist Burnt Pine.

Klima

Es herrscht subtropisches Klima mit einer Jahresdurchschnittstemperatur von 19¬†¬įC und 1350¬†mm Jahresniederschlag. Eine besondere Gefahr stellen die Zyklone dar, die besonders in den ersten Monaten des Jahres auftreten.


Umwelt

Innerhalb der Interim Biogeographic Regionalisation for Australia gehört Norfolk Island zur Bioregion Pacific Subtropical Islands (PSI) und bildet dort die Subregion PSI02.

Flora

Auf der Insel gibt es 174 einheimische Pflanzen. Von 51 endemischen Arten gelten 18 als selten oder gef√§hrdet. Vor der europ√§ischen Kolonisierung war der gr√∂√üte Teil der Insel von subtropischem Regenwald bedeckt, mit der Norfolk-Tanne in exponierten Gebieten, Palmen und Baumfarnen in Feuchtgebieten sowie Lianen und Farnen im Unterholz. Ein Gebiet von f√ľnf Quadratkilometern wurde 1986 zum Norfolk-Island-Nationalpark erkl√§rt. Hier w√§chst der Norfolk-Baumfarn (Cyathea brownii), der als gr√∂√üter Baumfarn der Welt gilt.

Der urspr√ľngliche Regenwald ist durch zahlreiche Neophyten bedroht.

Fauna

Nach der Abholzung des einheimischen subtropischen Regenwaldes sind viele Arten und Unterarten einheimischer V√∂gel ausgestorben. Dazu haben auch eingef√ľhrte verwilderte S√§ugetiere wie Ratten, Katzen, Schweine und Ziegen sowie konkurrierende Vogelarten wie Amseln und Pennantsittiche beigetragen. Zu den ausgestorbenen Arten geh√∂ren der endemische Norfolk-Kaka, die Norfolk-Erdtaube und die Norfolk-Inseldrossel. Obwohl die Insel politisch zu Australien geh√∂rt, zeigen viele Vogelarten √Ąhnlichkeiten zu den Arten Neuseelands. Auf der Nepean-Insel, die zu Norfolk geh√∂rt, br√ľten einige Seevogelarten. Der Solandersturmvogel war zu Beginn des 19. Jahrhunderts am Ort ausgestorben, br√ľtet nun aber wieder auf der benachbarten Phillipinsel. Zu weiteren dort br√ľtenden Seev√∂geln geh√∂ren der Kermadec-Sturmvogel, der Australische T√∂lpel, der Rotschwanz-Tropikvogel und die Ru√üseeschwalbe.

Bevölkerung

2016 hatte die Insel 1748 Bewohner, was einer Bev√∂lkerungsdichte von 51 Einwohnern pro Quadratkilometer entspricht. Die Bev√∂lkerung setzt sich zu einem Drittel aus den Nachkommen der Bounty-Meuterer (Pitcairner) und zu zwei Dritteln aus im Laufe der Zeit zugewanderten Australiern, Neuseel√§ndern und Polynesiern zusammen. Zwischen den beiden Gruppen kommt es oftmals zu Streitigkeiten. W√§hrend die Nachfahren der 1856 auf die Insel √ľbergesiedelten Pitcairner, die sich in der Tradition ihrer Ahnen sehen, f√ľr eine konservative Politik mit der Unabh√§ngigkeit der Norfolkinsel als Ziel eintreten, sind die Nachfahren der Zuwanderer progressiv und aufgrund ihrer Herkunft weltoffener ‚Äď das hei√üt, sie hegen enge Kontakte zum Festland.

Die Mehrzahl der Bevölkerung spricht Englisch (45,5 %), 40,9 % sind noch des Norf'k-Pitcairn mächtig, einer Mischung aus der englischen Sprache des 18. Jahrhunderts und altem Tahitianisch. Der anglikanischen Kirche gehören weniger als ein Drittel (29,5 %) der Einwohner an, der Rest verteilt sich auf die Uniting Church in Australia (9,6 %) und die römisch-katholische Konfession (12,6 %). 26,8 % sind Atheisten.

Der im M√§rz 2002 begangene Mord an der 28-j√§hrigen australischen Restaurantleiterin Janelle Patton besch√§ftigte jahrelang die √∂rtliche Polizei und Justiz und sorgte f√ľr einiges Aufsehen, war doch mehr als ein Jahrhundert lang keine solche Straftat auf der Norfolkinsel ver√ľbt worden. Im August 2006 begannen die Anh√∂rungen in dem Prozess gegen den Angeklagten. Am 9.¬†M√§rz 2007 ging der erste Mordprozess seit 151 Jahren mit einem Schuldspruch f√ľr den neuseel√§ndischen Koch Glenn McNeill zu Ende.

Geschichte

Eine Reihe arch√§ologischer Untersuchungen in j√ľngerer Zeit erbrachte Erkenntnisse √ľber eine fr√ľhe polynesische Besiedlung. In den D√ľnen der Emily Bay wurden Spuren eines ostpolynesischen Dorfes aus der Zeit des 12. bis 15. Jahrhunderts gefunden, die die vermutlich ersten Siedler der Norfolkinsel hinterlie√üen. Sie bauten aus dem lokalen Basalt H√§user und √Ėfen, wo sie gefangene Fische, Schildkr√∂ten und V√∂gel brieten. Es wurden Artefakte aus Obsidian gefunden, die von den etwa 1300 Kilometer √∂stlich gelegenen Kermadecinseln stammen. Warum diese Bewohner die Insel verlassen haben, ist nicht bekannt.

Als der britische Seefahrer James Cook am 10. Oktober 1774 als erster Europ√§er das abgelegene Eiland betrat, dem er sp√§ter zu Ehren von Mary Howard, Duchess of Norfolk den Namen Norfolkinsel gab, fand er eine paradiesische, jedoch unbewohnte Landschaft vor. Die britische Krone nahm das Gebiet erst 1788 in Besitz. Aufgrund ihrer abgelegenen Lage sowie der zahlreichen f√ľr die Seefahrt n√ľtzlichen Ressourcen (beispielsweise Flachs und Nadelh√∂lzer) war die Insel gut zur Anlage einer Str√§flingskolonie geeignet, weshalb am 2.¬†M√§rz 1788 eine Gruppe von 15¬†Gefangenen unter der F√ľhrung von Lieutenant Philip Gidley King auf der Norfolkinsel landete und die erste Siedlung gr√ľndete.

Anfangs ein Str√§flingslager f√ľr Verbrecher, die sich durch gute F√ľhrung auf dem Festland die Versetzung verdient hatten, entwickelte sich das Eiland immer mehr zur am meisten gef√ľrchteten Str√§flingsanstalt des Pazifiks. Der permanente Nachschub an Str√§flingen sorgte f√ľr Platzmangel und Hungersn√∂te, die Kommandanten reagierten mit drakonischen Strafen auf jede Form von Widerstand. Mit dem Zusammenbruch der Holz- und Flachsverarbeitung wurde die Str√§flingskolonie 1813 komplett aufgegeben; alle Geb√§ude wurden abgerissen, alle G√ľter in die Heimat verschifft und die Insel quasi in ihren Urzustand zur√ľckversetzt.

Zw√∂lf Jahre vergingen, bis die Norfolkinsel abermals f√ľr die britische Regierung interessant wurde. Bedingt durch den sprunghaften Anstieg der Kriminalit√§tsrate im eigenen Land wurden erneut Rufe nach einer Str√§flingskolonie in den Weiten des Ozeans laut. Wieder wurde die Norfolkinsel auserkoren, diesmal jedoch als Gef√§ngnis f√ľr Schwerstkriminelle. Fortan war die Umsiedlung auf die Insel mit ihrer 1825 wieder eingerichteten Str√§flingskolonie die H√∂chststrafe f√ľr jeden Verbrecher. In einem Arbeitslager lie√ü man die Gefangenen unter extremen Bedingungen schuften. Es gab Unmengen an Verletzten und Toten zu beklagen. 1844 wurde die Norfolkinsel Teil Van-Diemens-Lands. Damals wusste noch kaum jemand in der britischen Heimat von den Geschehnissen in der Str√§flingskolonie. Nach und nach drangen jedoch Berichte an die √Ėffentlichkeit, es kam zu zahlreichen Protesten, und so musste die Strafanstalt im Mai 1855 geschlossen werden. Durch die Goldfunde auf dem australischen Kontinent hatte der Pazifikraum ohnehin seine abschreckende Wirkung verloren, der Mythos von der unwirtlichen und trostlosen Meeresregion war jetzt nicht mehr aufrechtzuerhalten. Viele Briten zog es nun aus freien St√ľcken nach Ozeanien.

Am 8. Juni 1856 trafen die 194 Nachkommen der Bounty-Meuterer (sogenannte Pitcainer), die bis dato auf der 6000¬†km entfernten Insel Pitcairn gelebt hatten, auf der Norfolkinsel ein, da Pitcairn diese Menge Bewohner kaum mehr ern√§hren konnte. Insgesamt f√ľnf Familien kehrten zwar 1858 und 1864 nach Pitcairn zur√ľck, die meisten blieben jedoch und betrachteten das Gebiet fortan als ihre Heimat.

Politik

Gr√ľndung

Die Insel war im M√§rz 1788 von der ersten Str√§flingskolonie Australien in der Botany Bay als zweite britische Str√§flingskolonie gegr√ľndet worden und unterstand den Weisungen des Gouverneurs der ersten Str√§flingskolonie New South Wales Arthur Phillip. Nachdem die Insel im Jahr 1813 aufgegeben wurde, blieb sie ins Jahr 1825 menschenleer, bis es auf der Insel zur Errichtung eines Strafgef√§ngnisses kam, das der britischen Krone direkt unterstand. Das Gef√§ngnis wurde 1855 aufgegeben und 1856 lie√üen sich zahlreiche Nachkommen von Bounty-Meuterern mit Erlaubnis der britischen Kolonialverwaltung auf der Norfolkinsel nieder. Im gleichen Jahr wurde sie zu einem eigenen, New South Wales untergeordneten Territorium mit weitestgehender Autonomie. Erst im Jahr 1979 √§nderte sich die politischen Verh√§ltnisse erneut.

Norfolk Island Act 1979

Als australisches Gebiet wurde die Norfolkinsel ab 1979 vom Ministerium f√ľr Umwelt, Sport und Territorien verwaltet. G√ľltige Verfassung war das Norfolkinsel-Gesetz von 1979, welches der Insel ein bestimmtes Ma√ü an Selbstst√§ndigkeit einr√§umte, so beispielsweise die Einrichtung einer eigenen Legislative, Polizei, Judikative und Zollbeh√∂rde. Rechtliches Fundament waren die australischen Gesetze, daneben existierte eine Vielzahl an lokalen Verordnungen. In √∂ffentlichen Bereichen, die nicht durch australisches Recht geregelt werden, griff britisches Recht. Gerichtsorgane waren der Oberste Gerichtshof (Supreme Court) sowie ein Gericht f√ľr kleinere Vergehen, war der Court of Petty Sessions.

Staatsoberhaupt ist die britische K√∂nigin Elisabeth¬†II., als Vertreter Australiens und der Krone auf der Insel fungiert der vom australischen Generalgouverneur und vom Federal Executive Council ernannte Administrator (seit dem 1.¬†April 2017 Eric Hutchinson). Alle vier Jahre wurde ein neun Sitze starkes Parlament, die Norfolk Legislative Assembly, von allen Personen √ľber 18¬†Jahren gew√§hlt. Dabei standen jedem W√§hler neun gleichwertige Stimmen zur Verf√ľgung, von denen er einem Kandidaten maximal vier zukommen lassen konnte. Das Parlament w√§hlte den Premierminister, welcher an der Spitze einer f√ľnfk√∂pfigen Regierung stand. Der letzte Regierungschef auf der Insel war Lisle Snell, der lediglich im Jahr 2016 ins Norfolk Island Regional Council gew√§hlt wurde, das sich aus f√ľnf Mitgliedern zusammensetzt.

Liste der Regierungschefs und Premierminister
  • 10. August 1979 ‚Äď 21. Mai 1986: David Ernest Buffett
  • 21. Mai 1986 ‚Äď 22. Mai 1989: John Terence Brown
  • 22. Mai 1989 ‚Äď 20. Mai 1992: David Ernest Buffett
  • 20. Mai 1992 ‚Äď 4. Mai 1994: John Terence Brown
  • 4. Mai 1994 ‚Äď 5. Mai 1997: Michael William King
  • 5. Mai 1997 ‚Äď 28. Februar 2000: George Charles Smith
  • 28. Februar 2000 ‚Äď 5. Dezember 2001: Ronald Coane Nobbs
  • 5. Dezember 2001 ‚Äď 2. Juni 2006: Geoffrey Robert Gardner
  • 2. Juni 2006 ‚Äď 28. M√§rz 2007: David Ernest Buffett
  • 28. M√§rz 2007 ‚Äď 24. M√§rz 2010: Andre Neville Nobbs
  • 24. M√§rz 2010 ‚Äď 20. M√§rz 2013: David Ernest Buffett
  • 20. M√§rz 2013 ‚Äď 17. Juni 2015: Lisle Snell

Norfolk Island Legislation Amendment Bill 2015

Durch den Norfolk Island Legislation Amendment Bill 2015, der vom australischen Bundesparlament am 14. Mai 2015 erlassen wurde und den Royal Assent am 26. Mai 2015 erhielt, wurde die Selbstverwaltung der Norfolkinsel zum 30. Juni 2016 aufgehoben und die Insel ab dem folgenden 1. Juli der Gesetzgebung des Staates New South Wales unterstellt. Seitdem obliegt die Verwaltung der Insel dem Norfolk Island Regional Council. Die Angliederung an Australien ist in der Bevölkerung umstritten. Die Insel wird in australischen Parlamentswahlen im Australian Capital Territory repräsentiert.

Norfolk Island Legislation (Migration) Transitional Rule 2016

Seit 2016 ist die Norfolkinsel mit der Norfolk Island Legislation (Migration) Transitional Rule 2016 in die Migrationszone Australien einbezogen worden. Dies bedeutet, dass anlandende Boatpeople auf Fl√ľchtlingsbooten keinen Antrag auf Asyl in Australien stellen k√∂nnen und sie in Einwanderungshaft in Australien festgesetzt werden.

Wirtschaft

Das Bruttoinlandsprodukt der Norfolkinsel lag 2016 bei 81,8¬†Mio. AUD. Die Au√üenhandelsbilanz ist stark negativ; 2016 standen Importen von rund 60¬†Mio. AUD Exporte von weniger als 3¬†Mio. AUD gegen√ľber. Die Arbeitslosigkeit liegt mit 1,6¬†% (2016) auf sehr niedrigem Niveau.

Wichtigster Wirtschaftsfaktor mit einem Anteil von ann√§hernd 40¬†% an den wirtschaftlichen Aktivit√§ten des Landes ist der Tourismus, welcher der Bev√∂lkerung einen gewissen Wohlstand und vor allem den Anschluss an den Rest der Welt gebracht hat. Insbesondere die mittlerweile restaurierten Geb√§ude der ehemaligen Str√§flingssiedlung in Kingston (Kingston and Arthurs Vale Historic Area) und die ein Viertel der Insel ausmachenden Naturschutzgebiete (beispielsweise das Vogelreservat auf der Phillip-Insel, siehe auch Norfolk-Island-Nationalpark) sind beliebte Anlaufstellen f√ľr Besucher. Die von der Regierung beschlossene Beschr√§nkung der maximalen Besucherzahl garantiert ganzj√§hrig eine hohe Tourismusqualit√§t. Die Insel ist √ľber einen Flughafen zu erreichen; echte H√§fen gibt es keine, sondern lediglich zwei Anlegestellen in Kingston und Cascade. Die aufwendige Entladung mit Hilfsschiffen f√ľhrt zu vergleichsweise hohen Preisen f√ľr Importg√ľter.

Der zweite bedeutsame Wirtschaftszweig ist die Landwirtschaft. Durch den Anbau von Getreide, Obst und Gem√ľse sowie die Erzeugung von Rindfleisch, Gefl√ľgel und Eiern kann sich die Insel gr√∂√ütenteils selbst versorgen. Exportiert werden vor allem die Samen der f√ľr die Norfolkinsel charakteristischen Zimmertannen, Rhopalostylispalmen, Avocados und f√ľr Philatelisten in aller Welt interessante Briefmarken. Abnehmer finden sich in den anderen Pazifikstaaten, Europa und Asien.

Infrastruktur

Die Norfolkinsel hat keine Wasserstra√üen, H√§fen und kein Schienennetz. Schiffspiere existieren in Kingston und in der Cascade Bay, jedoch k√∂nnen dort keine gro√üen Schiffe entladen werden, da die Piere hierf√ľr nicht ausgelegt sind. Die Entladung erfolgt durch kleinere Hilfsschiffe, die bis zu f√ľnf Tonnen pro Fahrt laden k√∂nnen. H√§ufige schnelle Wetterwechsel k√∂nnen dazu f√ľhren, dass sich die Entladung √ľber mehrere Tage hinzieht.

Zudem gibt es einen Flughafen, den Norfolk Island International Airport. Die neuseel√§ndische Fluggesellschaft Air New Zealand bietet regelm√§√üig Fl√ľge nach Brisbane und Sydney an.

Das Stra√üennetz umfasst etwa 80 Kilometer, wovon 53 Kilometer asphaltiert und 27 Kilometer unbefestigt sind. Laut Gesetz haben K√ľhe Vorrang vor sonstigen Verkehrsmitteln auf der Insel.

F√ľr die Versorgung der Insel mit elektrischer Energie ist das regierungseigene Unternehmen ‚ÄěNorfolk Island Electricity‚Äú zust√§ndig. Es betreibt in Burnt Pine ein Kraftwerk mit sechs dieselgetriebenen Generatoren mit einer Leistung von je 1¬†MW. Da der maximale Leistungsbedarf nur bei etwa 1,7¬†MW liegt, arbeiten h√∂chstens je zwei der Generatoren gleichzeitig. Au√üerdem gibt es private Solaranlagen mit einer installierten Leistung von 1,4¬†MW, die gr√∂√ütenteils in das Stromnetz integriert sind. Weil es keine Speicherm√∂glichkeit gibt, muss der tags√ľber produzierte √úberschuss an Solarstrom vernichtet werden. Das Stromnetz besteht aus 44¬†km Hochspannungsleitungen, die mit 6600¬†Volt betrieben werden, und ebenfalls 44¬†km Niederspannungsleitungen.

Es gibt auf der Insel ein Krankenhaus, das jedoch nur kleinere Operationen ausf√ľhren darf. In schwierigeren F√§llen m√ľssen Patienten auf das australische Festland geflogen werden, wobei die Regierung die Kosten √ľbernimmt. In Notf√§llen erfolgen medizinische Evakuierungen durch die Royal Australian Air Force.

Kultur

Landesspezifische Feiertage sind der Gr√ľndungstag 6. M√§rz (im Jahre 1788 kamen an diesem Tag die ersten Str√§flinge auf der Insel an) und der Nationalfeiertag ‚ÄěBounty Day‚Äú (Ankunft der ehemaligen Bewohner der Pitcairninsel 1856) am 8.¬†Juni. Daneben besitzen zahlreiche australische und britische Feiertage G√ľltigkeit.

Eine der Hauptattraktionen der Insel ist das Fletcher‚Äôs Mutiny Cyclorama, ein realistisches Rundgem√§lde, welches die Geschichte der Bounty-Meuterei und der Inselbewohner darstellt. Ein Teil der Norfolkinsel und der vorgelagerten Phillip-Insel sind als Nationalpark unter Schutz gestellt (vgl. Norfolk Island National Park). Seit 2010 ist das urspr√ľngliche Str√§flingslager, das Kingston and Arthurs Vale Historic Area, aufgrund seiner historischen Bedeutung in die Liste des UNESCO-Welterbes eingetragen.

Fotos

Literatur

  • Peter Clarke: Hell and paradise ‚Äď the Norfolk-Bounty-Pitcairn saga. Viking Press, Ringwood (Victoria) 1986, ISBN 0-670-81521-7 (englisch).¬†
  • Merval Hoare: Norfolk Island ‚Äď an outline of its history 1774‚Äď1977. 2. Auflage. University of Queensland Press, Brisbane 1978, ISBN 0-7022-1941-X (englisch).¬†
  • Dieter Kreutzkamp: Stra√üen in die Einsamkeit. Australien. Outback, Queensland und Norfolk Island. Mit Gel√§ndewagen, Camper, Kajak, Windjammer, Fahrrad und Kamel durch den f√ľnften Kontinent. 2., √ľberarbeitete und aktualisierte Auflage. Frederking und Thaler, M√ľnchen 1999, ISBN 3-89405-322-4.¬†
  • Colleen McCullough: Insel der Verlorenen ‚Äď Australien-Saga. 1. Auflage. Blanvalet, M√ľnchen 2005, ISBN 3-442-36190-7.¬†
  • Peter M√ľhlh√§usler, Joshua Nash (Hrsg.): Norfolk Island ‚Äď History, People, Environment, Language. Battlebridge Publications, London 2012, ISBN 978-1-903292-25-9 (englisch).¬†

Weblinks

  • Norfolk Island Regional Council. Offizielle Website der Inselverwaltung (englisch).
  • Norfolk Island ‚Äď The Website. Website der Norfolk Island‚Äôs Society of Pitcairn Descendants (englisch, mit virtueller Tour).

Einzelnachweise


 

Region Regionen (0)

Abk Name O
Niue  
AU.CT Norfolk Island  
 

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Flagge: Norfolk Island

Name englisch: Norfolk Island
Hauptstadt: Kingston
Kfz:
ISO: NF
ISO3: NFK
Fläche: 35 km²
Tld: .nf
Wärung Einheit: AUD
Währung: Dollar
Vorwahl: 672

Ausdehnung / Grenzen (nach WGS 84 dezimal):
nördlichster Punkt: -28.9953881
südlichster Punkt: -29.1365875
westlichster Punkt: 167.9162192
östlichster Punkt: 167.9969269


 
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