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Staat Informationen : Nauru

Informationen:


Nauru  [nɑːˈuːruː] (nauruisch Ripublik Naoero, auch Ripubrikin Naoero, englisch Republic of Nauru) ist ein Inselstaat im Pazifischen Ozean mit etwa 11.550 Einwohnern (Stand 2019). Nauru ist nach FlĂ€che der drittkleinste und nach Einwohnerzahl der zweit- oder drittkleinste anerkannte Staat sowie die kleinste Republik der Erde.

Nauru besteht aus der gleichnamigen Koralleninsel, die zur Inselwelt Mikronesiens gehört (nicht zu verwechseln mit den Föderierten Staaten von Mikronesien), sowie den zum Staat gehörenden HoheitsgewĂ€ssern im Umkreis von zwölf Seemeilen. Die Nachbarstaaten sind die Föderierten Staaten von Mikronesien im Westen, die Marshallinseln im Norden, Kiribati im Osten und die Salomonen im SĂŒden.

UrsprĂŒnglich war die Insel von zwölf VolksstĂ€mmen bewohnt, die als Nauruer zusammengefasst werden. 1888 wurde Nauru als Protektorat unter die Herrschaft des Deutschen Reiches gestellt. WĂ€hrend des Ersten Weltkriegs ĂŒbernahm Australien die Kontrolle ĂŒber die Insel und behielt diese, abgesehen von der japanischen Besatzungszeit von 1942 bis 1945, bis zur UnabhĂ€ngigkeit des Landes 1968 bei. Wirtschaftlich war fĂŒr Nauru lange Zeit der Abbau der reichen, bereits ab 1900 entdeckten PhosphatbestĂ€nde (Guano/Nauruit) entscheidend. Das Land verfĂŒgte ĂŒber das höchste Pro-Kopf-Einkommen weltweit. Als die BestĂ€nde zur Neige gingen, zeigte sich, dass der Staat und die meisten BĂŒrger die durch den Abbau erzielten Gewinne nicht zukunftssicher investiert hatten; Nauru verarmte nach dem vollstĂ€ndigen Abbau der einzigen natĂŒrlichen Ressource zunehmend. RegelmĂ€ĂŸig bewegen sich die Staatsfinanzen daher am Rande des Bankrotts, konnten aber in den letzten Jahren durch vom Pacific Islands Forum koordinierte UnterstĂŒtzungsmaßnahmen stabilisiert werden.

Etymologie

Die Herkunft des Wortes „Nauru“ ist nicht geklĂ€rt. Die Nauruer nannten ihre Insel frĂŒher wie heute „Naoero“. Der Deutsche Paul Hambruch, der die Insel im Mai 1909 und von September bis November 1910 besuchte, gab die etymologische ErklĂ€rung, dass „Naoero“ als Kontraktion des Satzes „ã-nuau-a-a-ororo“ interpretiert werden mĂŒsse (wĂŒrde heute „A nuaw ea arourĂ”â€œ geschrieben werden), was so viel wie „Ich gehe an den Strand“ bedeute. Im Deutschen Koloniallexikon (1920) wurde dann auch Hambruchs ErklĂ€rung mit dem Wort „AnĂĄoero“ bzw. „Ānā́ọĕáč™á»â€œ ĂŒbernommen. Der elsĂ€ssische katholische Missionar Alois Kayser, MSC, der mehr als 30 Jahre auf Nauru missionierte und die nauruische Sprache intensiv studierte, lehnte Hambruchs ErklĂ€rung ab, da im Nauruischen das Wort „Strand“, als Ziel eines Verbs der Bewegung, das richtungsweisende Wort „rodu“, was „abwĂ€rts“ heißt, benötige und gibt fĂŒr „An den Strand gehen“ den Begriff „rodu arĂ¶ĂŒro“ an. Die Nauruer halten den Strand fĂŒr den geographisch tiefsten Punkt der Insel – sowohl in Bezug auf das Land wie auf das Meer. Die Tatsache, dass „rodu“ in Hambruchs WorterklĂ€rung fehlt, macht seine Etymologie des Wortes „Naoero“ und damit auch von „Nauru“ unhaltbar.

Die Insel hatte auch weitere Namen: Die englischen Kolonialisten vor 1888 nannten die Insel Pleasant Island oder Shank Island, die deutschen Kolonialherrscher Nawodo oder Onawero. Das Wort „Nauru“ wurde spĂ€ter aus „Naoero“ geschaffen, damit EuropĂ€er und Amerikaner den Namen der Insel richtig aussprechen können.

Geographie

Geologie und Klima

Die Insel liegt im westlichen Pazifischen Ozean bei 0° 32â€Č sĂŒdlicher Breite und 166° 56â€Č östlicher LĂ€nge. Die nĂ€chstgelegene Insel ist Banaba 290 km weiter östlich, die zu Kiribati gehört und die eine Ă€hnliche Bedeutung wegen reicher PhosphatlagerstĂ€tten hatte (die dritte bedeutende Phosphatinsel im Pazifik ist Makatea im Tuamotu-Archipel). Nauru hat eine Ausschließliche Wirtschaftszone mit einer GrĂ¶ĂŸe von 308.480 kmÂČ (einschließlich der HoheitsgewĂ€sser von rund 570 kmÂČ), die an die entsprechenden Zonen von Kiribati im Osten (290 km bis zur Insel Banaba) und von den Marshallinseln im Norden (600 km bis zum Ebon-Atoll) grenzt. Weiter entfernte Nachbarn sind Mikronesien (Kosrae) im Nordwesten, die Salomon-Inseln im SĂŒdwesten, Papua-Neuguinea (Bismarck-Archipel) im Westen und Tuvalu im SĂŒdosten.

Nauru ist ein gehobenes Atoll auf der Spitze eines erloschenen untermeerischen Vulkans. Der riesige Korallenstock reicht etwa 2000 Meter tief in das Meer und erhebt sich maximal etwa 60 m ĂŒber den Meeresspiegel. Dieser höchste Punkt befindet sich im Osten Aiwos entlang einer Plateaukante, die Command Ridge genannt wird. Im Vergleich mit anderen Atollen hat Nauru eine sehr kleine Lagune. Einen Kilometer von der KĂŒste entfernt betrĂ€gt die Meerestiefe bereits mehr als 1000 Meter, und der Inselsockel fĂ€llt steil bis in eine Tiefe von etwa 4300 Meter ab. Bis auf einen schmalen KĂŒstenstreifen wurde der innere Teil der Insel von Phosphat (Nauruit) bedeckt, das sich aus den Exkrementen von Seevögeln bildete. Etwa zwei Quadratkilometer der Insel sind bewaldet.

Aufgrund der Lage Naurus in unmittelbarer NĂ€he des Äquators sind die Temperaturen ganzjĂ€hrig ausgeglichen mit etwa 27,5 °C monatlicher Durchschnittstemperatur. Die Passatwinde bringen der Insel ganzjĂ€hrige NiederschlĂ€ge, die sich auf durchschnittlich 1900 mm im Jahr belaufen. Landwirtschaft wird durch das poröse Kalkgestein erheblich erschwert, da das Wasser sehr schnell versickert.

Die Regierung hat in Bezug auf den durch den Klimawandel verursachten steigenden Meeresspiegel bereits mehrmals bei der UNO die Dringlichkeit der Angelegenheit dargelegt und einige Treffen mit den USA und anderen Industrienationen gefordert.

Flora und Fauna

Auf Nauru gibt es keine großen Tiere: Neben Insekten sind dort lediglich verschiedene Arten von Seevögeln wie zum Beispiel der Bindenfregattvogel beheimatet. Es kommt nur eine einzige Singvogelart vor, der Nauru-RohrsĂ€nger (Acrocephalus rehsei), der hier endemisch ist.

HĂ€ufig anzutreffende streunende Haustiere wie Katzen, Hunde und Schweine wurden von der Bevölkerung aus dem Ausland eingefĂŒhrt.

Um die Insel verlĂ€uft ein breiter Flachwassersaum, der bei Ebbe abtrocknet und begehbar ist; hier lebt eine Vielfalt von Meerestieren wie Seeigel, Weichtiere und Krabben, außerdem wachsen im davorliegenden flachen Wasser Korallen. Mit diesem Saum verbunden ist ein schmaler, wenige hundert Meter breiter Landstreifen mit schneeweißem Korallensand, auf dem Kokospalmen, SchraubenbĂ€ume und andere Hölzer gedeihen. Entlang der gesamten KĂŒste, an der sich fast alle GebĂ€ude der Insel befinden, verlĂ€uft die Hauptverkehrsstraße.

Weiter landeinwĂ€rts erhebt sich eine zweite Hochterrasse, auf der die natĂŒrliche Landschaft noch weitgehend erhalten ist. Hier erstrecken sich lichte WĂ€lder mit Kokospalmen, FeigenbĂ€umen, Rosenholz (lokal Tomano genannt), Hibiskus. Andere Baumarten wie Kirschen, MandelbĂ€ume oder MangobĂ€ume sind den intensiven Abholzungen und der Umweltzerstörung zum Opfer gefallen. Bemerkenswert ist im Inselinnern der Unterschied zwischen den inzwischen abgeminten PhosphatflĂ€chen und der noch einigermaßen erhaltenen natĂŒrlichen Landschaft. WĂ€hrend in tieferen Lagen sich eine etwas dichtere und niedrigere Vegetation zeigt, finden sich um die höchsten Punkte der Insel vermehrt HartholzbĂ€ume. Diese Unterschiedlichkeit lĂ€sst sich durch das Fehlen eines Abflusses des Regenwassers in den Ozean erklĂ€ren. Es versickert rasch in den porösen Kalk- und Phosphatboden, dessen Grund (und damit auch der Grundwasserspiegel) tief liegt.

Von den 493 Pflanzenarten (einschließlich Hybriden) auf Nauru sind vermutlich nur 59 einheimisch, und keine endemisch.

Korallen

An der KĂŒste und unmittelbar davor leben eine große Anzahl Mollusken und Krebstiere sowie blaue Korallen mit ihrem schimmernden blauen Kalkskelett. Diese gelten als lebende Fossilien und sind die einzigen Vertreter der Familie Helioporidae aus der Ordnung der Octocorallia. Sie sind selten und kommen nur in Meeresgebieten um den Äquator vor, in denen eine Wassertemperatur von 24 °C nicht unterschritten wird.

Geologie

Der bemerkenswerteste Teil im Innern der Insel sind fantastisch anmutende Kalksteinzacken und -pyramiden, die sich in den ausgebeuteten Phosphorittagebauen gebildet haben. Sie sind vier bis zehn Meter hoch, und zwischen ihnen ist ein ganzes Labyrinth von Kesseln und tiefen Mulden entstanden.

Der ĂŒbrige Teil der Insel ist eine fast ebene Tafel. Das von Baggern abgebaute Phosphat wurde mit einer Schmalspurbahn abtransportiert. Eine eigentĂŒmliche, unbelebte Mondlandschaft blieb ĂŒbrig. Die Steinzacken und -pyramiden haben keine Bodendecke und sind vegetationslos. Das Regenwasser lĂ€uft in den Mulden zusammen und versickert schnell durch den porösen Riffkalkstein.

Geographen, Geomorphologen und Geologen untersuchten Relief, Boden und geologischen Bau der Insel und leiteten daraus eine sehr abwechslungsreiche Entwicklungsgeschichte ab: Das Nauru-Atoll existiert bereits seit sehr langer Zeit. Das ringförmige Saumriff aus Korallen des TertiĂ€rs ist bis heute erhalten geblieben. Im PalĂ€ogen, dem AlttertiĂ€r, lag der Boden der Buada-Lagune 60 Meter unter dem heutigen Meeresspiegel. Im MiozĂ€n, einem Abschnitt des JungtertiĂ€rs, wurde das Atoll stark angehoben, so dass der Boden der Lagune zehn Meter höher lag als der heutige Meeresspiegel. Wahrscheinlich unterlag die OberflĂ€che der Insel in dieser Zeit einer starken Erosion, wodurch ein Karstrelief geformt wurde. Dies sind die heutigen Steinzacken und -pyramiden, die den Tagebauen ein so seltsames Aussehen geben. Im Anschluss daran wurde die Insel ĂŒberflutet, und es bildete sich eine Seichtwasserlagune. In den Mulden und anderen HohlrĂ€umen zwischen den Zacken des Riffkalksteins setzten sich mit Phosphor angereicherte Sedimente ab. Die Überflutung der Insel hielt lĂ€ngere Zeit an. Dabei erfuhren die Lagunensedimente betrĂ€chtliche VerĂ€nderungen, die möglicherweise dazu beitrugen, dass sich die in den Sedimenten enthaltenen Karbonate auflösten und die Sedimente mit Phosphorverbindungen angereichert wurden.

Danach trat eine lĂ€ngere Periode der Hebung der Insel ein, der Boden der frĂŒheren Lagune stieg aus dem Wasser empor, und Pflanzen begannen die Insel zu besiedeln. GegenwĂ€rtig liegt der gesamte innere Teil der Insel zwanzig bis dreißig Meter ĂŒber dem Meeresspiegel. Es ist nur eine kleine Vertiefung erhalten geblieben, die von einem See – der Buada-Lagune – eingenommen wird.

Dieses Bild der geologischen Geschichte Naurus enthÀlt zwei strittige Punkte:

Etwas zweifelhaft ist die ErklĂ€rung, die fĂŒr die Entstehung des eigenartigen Reliefs gegeben wird. Außer der Vermutung, dass es eine starke Verkarstung gegeben hat, dass also die Riffkalke gelöst worden sind, lĂ€sst sich noch eine andere Auffassung vertreten: Am Strand und im steinigen Flachwasser gibt es besonders an der Ostseite der Insel recht viele als „Zeugen“ erhalten gebliebene kleine SteinsĂ€ulen. Sie sind merkwĂŒrdig geformt und haben sich infolge der Zerstörung des Riffmassivs durch die Meereswogen gebildet. Man kann sich vorstellen, dass der gesamte Seichtwasserteil der InseloberflĂ€che in Hebungsperioden einer intensiven Bearbeitung durch die Wellen unterworfen war. Dieser Raum war nicht geschĂŒtzt, jedenfalls hat es in dem ringförmigen Riff sehr breite DurchlĂ€sse gegeben. Die weitere Hebung der Insel hat dann lediglich zur Folge gehabt, dass die vorausgegangene AusspĂŒlung fortgesetzt wurde, wobei das Regenwasser die als Reste stehen gebliebenen SteinsĂ€ulen und Steinzacken geglĂ€ttet hat.

Der zweite strittige Punkt ist die Entstehung der Phosphorite. In den Tagebauen und an Stellen, wo der so genannte Nauruit zutage tritt, kann man erkennen, dass die Schicht der Phosphoritsedimente kompliziert gebaut ist. Am typischsten ist das Bild zerstĂŒckelter TrĂŒmmer von unterschiedlicher GrĂ¶ĂŸe: teilweise Krusten und Schollen von einem Meter Durchmesser, zumeist kleinere kantige TrĂŒmmerstĂŒcke, seltener abgeschliffene Phosphoritnieren, die mit Feinerde vermischt sind. Dieses ganze Material ist nicht sortiert und sehr verschiedenartig. Demnach ist die ursprĂŒngliche AnhĂ€ufung von Phosphorit, der sich gewöhnlich in Flachwasser nach dem Tod großer Planktonmassen bildet, bei starker Erosion und mehrfacher Umlagerung, wiederholt umgeformt worden.

In der komplizierten und langen Geschichte der Insel hat es zweifellos auch Perioden gegeben, in denen starke Taifune ĂŒber sie hinweg zogen. Dann erfolgte eine sehr intensive Auswaschung und Umlagerung des TrĂŒmmermaterials. Derartige katastrophale VerĂ€nderungen sind auch von heutigen Atollen beschrieben worden. In jedem Fall wird dann darauf hingewiesen, dass auf der Insel und im Flachwasser an der KĂŒste riesige Massen von TrĂŒmmermaterial umgelagert und umgeformt worden sind. Dabei wurde die Feinerde auf die offene See hinausgetragen, wĂ€hrend die grĂ¶ĂŸeren StĂŒcke, vorwiegend Phosphoritknollen und BruchstĂŒcke der durch Tropfen entstandenen Krusten, auf der Insel blieben. Geröll und BruchstĂŒcke wurden in den Hohlformen des Reliefs festgehalten, und in einem verkarsteten Relief fĂŒllten sie vor allem die Mulden und Taschen zwischen den Zacken und Pyramiden aus Riffkalk.

Zur Entstehung des Phosphatgesteins existiert noch eine andere Version, die als wahrscheinlicher angesehen wird: In dem leicht löslichen, der Verwitterung ausgesetzten Kalkgestein bildeten sich an der OberflĂ€che tiefe Trichter und spitze Kegel, ideale NistplĂ€tze fĂŒr Seevögel. Im Laufe von Hunderttausenden von Jahren hĂ€uften sich die Exkremente von Millionen und Abermillionen von Seevögeln in den Trichtern und bedeckten schließlich fast die gesamte Insel meterhoch. Der Guano, wie die Ablagerungen von Vogelexkrementen genannt werden, wandelte sich mit der Zeit unter dem Einfluss der Witterung zu Calciumphosphat von höchster Reinheit um. Das Gestein enthielt teilweise ĂŒber 90 % reines Phosphat.

Distrikte

Nauru ist unterteilt in 14 Distrikte. Die Grenzen der Distrikte sind die ehemaligen Grenzen der frĂŒheren Gaue, die bis 1968 jeweils aus einigen Dörfern bestanden.

Bevölkerung

Die 9945 Bewohner (2011) Naurus bestehen zu 93,6 % aus Nauruern. Der in frĂŒheren Jahren extrem hohe Anteil von AuslĂ€ndern an der Bevölkerung (1992 etwa 70 %) ist durch die Krise des Phosphatbergbaus und die damit verbundene massenhafte Abwanderung der auswĂ€rtigen Bergleute auf gut 6 % geschrumpft.

Unter den Bewohnern mit anderer NationalitĂ€t bilden die Kiribatier mit 1,8 % und die Chinesen mit 1,5 % die grĂ¶ĂŸten Bevölkerungsgruppen.

Die durchschnittliche Lebenserwartung ist mit 60,4 Jahren (MĂ€nner 57,5, Frauen 63,2 Jahre) relativ niedrig. Ein Grund dafĂŒr ist die hohe Verbreitung von Diabetes (siehe Gesundheit).

Von der Bevölkerung sind 37,8 % unter 15 Jahren alt, 60,9 % zwischen 15 und 64 Jahren und 1,3 % Ă€lter als 64 Jahre. Das jĂ€hrliche Bevölkerungswachstum betrĂ€gt 1,8 % nach einer Phase des BevölkerungsrĂŒckgangs in den Jahren 2002–2006. Die SĂ€uglingssterblichkeit ist zwar rĂŒcklĂ€ufig, aber mit 3,3 % immer noch hoch; die Kindersterblichkeit liegt bei 0,4 %. Die Fruchtbarkeitsquote betrĂ€gt 4,3 Geburten pro Frau. Die Geburtenrate liegt bei 3,63 %, die Sterberate bei 0,75 % pro Jahr. Die Urbanisierung liegt bei 48 %, die Alphabetisierungsquote bei ĂŒber 99 %, die mit Abstand höchste Quote in Ozeanien und auch weltweit eine der höchsten, was der Investition der Regierung in die Bildung zu verdanken ist. Auf einen Arzt kommen etwa 700 Einwohner.

Religion

Die ursprĂŒngliche einheimische Religion auf Nauru ist ein monotheistisches Glaubenssystem, das eine weibliche Gottheit namens Eijebong und eine Insel der Geister namens Buitani kennt. GlĂ€ubige sagen, dass der Himmel und der Ozean von einer Spinne namens Areop-Enap erschaffen wurden und dass die ersten Bewohner der Insel Nauru aus zwei Felsen zur Welt gebracht wurden. Diese Vorstellungen wurden mit der Ankunft westlicher Kolonisatoren und Missionare zurĂŒckgedrĂ€ngt und sind in den Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg weitgehend verschwunden.

In Nauru leben heute (Stand 2011) ĂŒberwiegend Christen. Die meisten Nauruer sind Protestanten verschiedener Konfessionen (insgesamt etwa 60 %). Die grĂ¶ĂŸte protestantische Glaubensgemeinschaft auf Nauru, der 35,7 % der Bevölkerung angehören, ist die Nauru Congregational Church, eine Partnerkirche der Uniting Church in Australia, mit Hauptkirche in Aiwo und Kapellen in Meneng, Buada, Anabar und Nibok. Der Assembly of God gehören 13 % der Nauruer an, weitere 9,5 % bekennen sich zur Nauru Independent Church, einer evangelikalen Gemeinschaft. Die ĂŒbrigen den Protestanten zugerechneten Nauruer sind Baptisten (1,5 %) und AnhĂ€nger der Siebenten-Tags-Adventisten (0,7 %).

Etwa 33 % der Einwohner Naurus sind Katholiken. Diese besitzen in Yaren eine Kirche und eine Schule sowie in Ewa das Kayser College. Die einstmals beachtlichen religiösen Minderheiten der Buddhisten, Daoisten und AnhÀnger der Bahai-Religion sind infolge der krisenbedingten Abwanderung der auslÀndischen Phosphat-Bergarbeiter zur Bedeutungslosigkeit geschrumpft.

Gesundheit

Naurus Gesellschaft hat mit den schwersten gesundheitlichen Problemen der Welt zu kĂ€mpfen. Das Nauru General Hospital deckt die medizinische Grundversorgung der Bevölkerung kostenfrei fĂŒr diese ab; das Nauru Phosphate Corporation Hospital sorgt fĂŒr die frĂŒheren Mitarbeiter des Phosphatunternehmens; beide arbeiten weit unterhalb internationaler Standards, weshalb Schwerkranke nach Australien ausgeflogen werden mĂŒssen. Hohe Anteile der Bevölkerung leiden an Tuberkulose, Lepra, Vitaminmangel und Diabetes mellitus. Pro Kopf hat Nauru mit die höchsten Anteile an Diabetes, Nierenversagen und Herzkrankheiten der Welt. Die australische Regierung unterstĂŒtzt die nauruische Bevölkerung durch Entwicklungshilfe insbesondere im medizinischen Bereich, unter anderem durch Entsendung von Ärzten. Rauschtrinken und Tabakrauchen sind weit verbreitet, ErnĂ€hrungsgrundlagen sind weißer Reis, Nudeln und Softdrinks, hĂ€ufig in Form von Fertiggerichten und Konserven, wĂ€hrend GemĂŒse kaum vorkommt. Laut dem 2015 veröffentlichten Global Nutrition Report lag der Anteil Fettleibiger in Nauru zwischen 2010 und 2014 bei 39,7 %, das Vierfache des weltweiten Durchschnitts.

Bemerkenswert ist die Rate der Diabetespatienten. Der erste Diabetesfall ist auf 1925 datiert, das Problem wurde in den 1970er Jahren erstmals identifiziert. 2003 hatten 30,3 % der Erwachsenen Diabetes Typ II, in den 2010er Jahren 33 % der erwachsenen MÀnner, was den weltweit höchsten Anteil bedeutet. Es gibt Programme zur ErnÀhrungsberatung und Sportförderung in Schulen, die durch die schwierige wirtschaftliche und gesellschaftliche Situation weitgehend ohne Erfolg sind.

Mit Fettleibigkeit hat der gesamte Pazifikraum zu kÀmpfen. Eine Hauptursache sehen Fachleute in der Verwestlichung der ErnÀhrung und einer zunehmenden Abkehr von traditionellen Lebens- und ErnÀhrungsweisen.

Geschichte

In Nauru lebten ursprĂŒnglich zwölf StĂ€mme: die Deiboe, Eamwidamit, Eamwidara, Eamwit, Eamgum, Eano, Emeo, Eoraru, Irutsi, Iruwa, Iwi und Ranibok. Diese sind im zwölfzackigen Stern der heutigen Staatsflagge reprĂ€sentiert. Ihre Nachkommen leben noch immer auf Nauru, ordnen sich aber nicht mehr einem Stamm zu, sondern dem Distrikt, in dem sie wohnen. Eine Besonderheit ist der Stamm Iruwa, der ursprĂŒnglich nicht nauruisch ist, sondern von den Gilbertinseln stammt. Von den StĂ€mmen der Irutsi und Iwi gibt es heute keine Nachkommen mehr. Sie sind vermutlich ausgestorben, als 1942 etwa 1200 Nauruer von den japanischen Besatzern als Zwangsarbeiter auf die mikronesische Insel Truk verschleppt wurden und von diesen nur 737 nach Nauru zurĂŒckkehrten. Dass dabei ausgerechnet diese beiden StĂ€mme ausstarben, war Zufall.

Nach einem 1886 zwischen Deutschland und Großbritannien geschlossenen Abkommen ĂŒber die EinflusssphĂ€ren im Westpazifik wurde die Insel 1888 von Deutschland annektiert, vor allem aus strategischen GrĂŒnden, um seinen Kolonialbesitz im Pazifik zu festigen. Nachdem 1900 die bedeutenden Phosphatvorkommen entdeckt worden waren, beteiligte sich Deutschland am Abbau. Nach dem Ersten Weltkrieg ging das Land an Australien, Großbritannien und Neuseeland. Das Phosphat wurde seitdem von Australien abgebaut und verkauft, den einheimischen Nauruern blieb nur ein geringer Anteil am Ertrag.

Deutsche Angriffe auf Nauru fanden vom 6. bis 8. Dezember und am 27. Dezember 1940 im Zweiten Weltkrieg durch die deutschen Hilfskreuzer Orion und Komet statt. Am 27. Dezember zerstörte die Komet die Phosphat-Verladestation auf Nauru durch Beschuss. Dieser letzte deutsche Angriff auf Nauru hatte Folgen fĂŒr die australische und neuseelĂ€ndische Wirtschaft, da die Phosphatverladung erst zehn Wochen spĂ€ter wieder aufgenommen werden konnte. Dieser Angriff gilt als der grĂ¶ĂŸte Erfolg der im pazifischen Ozean operierenden deutschen Hilfskreuzer wĂ€hrend des Zweiten Weltkriegs. Von August 1942 bis September 1945 war Nauru von japanischen Truppen besetzt (→ Operation RY).

1968 wurde Nauru unter FĂŒhrung des GrĂŒndungsprĂ€sidenten Hammer DeRoburt von Australien unabhĂ€ngig und eine völkerrechtlich souverĂ€ne Republik. Das aktive und passive Frauenwahlrecht wurde am 3. Januar 1968 eingefĂŒhrt. 1970 wurde die australische Phosphatabbaugesellschaft verstaatlicht. Nauru baute die Phosphate nun selbst ab und wurde dadurch zum (pro Kopf gerechnet) zweitreichsten Staat der Welt. Die immensen Gewinne wurden einerseits der nauruischen Bevölkerung zur freien VerfĂŒgung gestellt, andererseits in verschiedene GeschĂ€fte investiert, zum Beispiel in eine eigene Fluggesellschaft und eine Reederei, aber auch in das erfolglose Musical Leonardo in London.

Seit den 1990er Jahren nahm der Phosphatabbau ab, und Armut begann sich auszubreiten. Korruption im Zusammenhang mit FinanzgeschĂ€ften und Fehlinvestitionen ließen Nauru auf den Stand eines Entwicklungslandes zurĂŒckfallen. Politisch erreichte die Krise in den Jahren 2003 und 2004 ihren Höhepunkt, als sich die PrĂ€sidenten Bernard Dowiyogo, RenĂ© Harris und Ludwig Scotty alle paar Monate durch Misstrauensvoten abwechselten. Am 1. Oktober 2004 löste der damals amtierende PrĂ€sident Scotty das nauruische Parlament auf und setzte Neuwahlen fĂŒr den 23. Oktober 2004 an. Diese Wahlen konnten Scotty und seine Gefolgsleute deutlich fĂŒr sich entscheiden und erreichten mit 16 der insgesamt 18 Sitze eine historische Mehrheit im Parlament. Im Januar 2005 wurde Nauru als potenzieller Standort fĂŒr die Endlagerung von australischem AtommĂŒll genannt. Im Oktober 2005 wurde der Inselstaat von der Schwarzen Liste unkooperativer Staaten in Bezug auf GeldwĂ€sche der FATF gestrichen.

Im Juli 2007 zog Scotty die fĂŒr Oktober angesetzten Wahlen um zwei Monate vor. Am 25. August 2007 wĂ€hlte das nauruische Volk ein neues Parlament; es ergab sich fĂŒr Scotty ein haushoher Wahlsieg. Drei Tage spĂ€ter wurde Scotty vom neuen Parlament im Amt bestĂ€tigt. Am 10. November 2007 traten drei Minister der Scotty-Regierung nach einem ZerwĂŒrfnis mit Außenminister David Adeang zurĂŒck. Er und PrĂ€sident Scotty wurden kritisiert, das Reformprogramm zu untergraben und nicht genĂŒgend voranzutreiben. Am 19. Dezember 2007 wurde Scotty schließlich per Misstrauensvotum mit 10 zu 7 Stimmen vom Parlament abgesetzt und durch Marcus Stephen ersetzt, der sogleich ein neues Kabinett bildete. Nach fortwĂ€hrenden MachtkĂ€mpfen zwischen der Regierung von Stephen und der Opposition um Adeang löste PrĂ€sident Stephen im April 2008 das Parlament auf und setzte Neuwahlen fĂŒr den 26. April 2008 an. Die Regierung um Stephen konnte bei den Wahlen um drei Sitze zulegen und verfĂŒgte so ĂŒber eine solide Mehrheit im Parlament, wodurch die Krise vorerst beendet war. Nach dem RĂŒcktritt Stephens folgten Frederick Pitcher (fĂŒr nur fĂŒnf Tage), Sprent Dabwido und Baron Waqa.

Am 27. Mai 2016 schaffte Nauru mit dem Crimes Act 2016 gleichzeitig die Todesstrafe, die Einzelhaft, die Verurteilung zur Zwangsarbeit und die strafrechtliche Verfolgung Homosexueller ab. Zugleich wurde die Vergewaltigung in der Ehe fĂŒr strafbar, der Suizidversuch fĂŒr straffrei erklĂ€rt.

Politik

Nauru ist eine parlamentarisch-demokratische Republik mit einer parlamentsgebundenen Exekutivgewalt als Regierungssystem.

Politisches System

Das politische System besteht aus:

  • dem PrĂ€sidenten und der Regierung
    • PrĂ€sident im Amt ist Lionel Aingimea (seit 2019)
  • dem StaatssekretĂ€r (Chief Secretary)
  • dem Parlament (Parliament, the House; oberstes Glied der Legislative)
  • einem Parlamentssprecher und dessen Stellvertreter (Speaker/Deputy Speaker)
  • einem ParlamentssekretĂ€r (Clerk)
  • dem Obersten Gerichtshof (Supreme Court)
  • dem Bezirksgericht (District Court)

Das aus 19 Abgeordneten in einer Kammer bestehende Nauruische Parlament, in Nauru auch House genannt, wird in der Regel alle drei Jahre gewĂ€hlt. Es wĂ€hlt aus seiner Mitte einen PrĂ€sidenten. Der PrĂ€sident benennt danach meistens aus Parteigenossen im Parlament sein Kabinett, das aus fĂŒnf bis sechs Ministern besteht.

Parteien

Es gibt ein kleines Mehrparteiensystem. Die zwei formellen Parteien sind die Oppositionspartei Naoero Amo und die ebenfalls opponierende Democratic Party of Nauru. Außerdem existiert eine konservative, jedoch informelle Partei, die Centre Party. Beide Oppositionsparteien wurden gegrĂŒndet, um die Rolle des Parlaments zu stĂ€rken und um die Macht der frĂŒheren PrĂ€sidenten, denen oft Korruption nachgesagt wird, einzudĂ€mmen. Heute spielt vor allem die Naoero Amo eine bedeutende Rolle, wĂ€hrend die DPN und die CP nur wenig politische Macht haben.

  • Naoero Amo, Nauru First Party; christlich-liberal (formelle Partei)
  • Demokratische Partei Nauru, Democratic Party (formelle Partei; ehemalige informelle Nauru Party)
  • Nauruische Zentrumspartei, Centre Party; christlich-konservativ (informell)

Wahlen

Wahlsystem

Nauru hat ein PrioritÀtswahlsystem, bei dem die WÀhler die Kandidaten ihres Wahlkreises in der Reihenfolge ihrer PrioritÀt wÀhlen. Eine ErstprioritÀtsstimme zÀhlt eine ganze Stimme, eine ZweitprioritÀtsstimme zÀhlt eine halbe Stimme, eine DrittprioritÀtsstimme zÀhlt eine Drittel-Stimme. Gibt es in einem Wahlkreis beispielsweise 21 Kandidaten, so zÀhlt die letzte Stimme ein Einundzwanzigstel.

Es herrscht Wahlpflicht. WĂ€hlen muss jede Person, die die nauruische StaatsbĂŒrgerschaft besitzt und am Wahltag 20 Jahre oder Ă€lter ist. Um sich als Kandidat aufstellen zu lassen, muss man die erwĂ€hnten Bedingungen erfĂŒllen und seine Nominierung mit seiner Unterschrift sowie den Unterschriften zweier oder mehrerer WĂ€hler seines Distrikts spĂ€testens 14 Tage vor dem Wahltag einreichen.

Wahlkreise

Wahltermine

Parlamentswahlen fanden statt:

  • am 18. November 1995
  • am 8. Februar 1997 (vorgezogen)
  • am 8. April 2000
  • am 3. Mai 2003
  • am 22./23. Oktober 2004
  • am 25. August 2007
  • am 26. April 2008
  • am 24. April 2010
  • am 19. Juni 2010
  • am 8. Juni 2013
  • am 10. Juli 2016
  • am 24. August 2019

Rechtssystem

Das nauruische Recht basiert auf dem englischen Common Law und auf BeschlĂŒssen des nauruischen Parlaments. Entscheidungen werden durch den Supreme Court of Nauru (Oberstes Gericht von Nauru) getroffen.

Vorsitzender des Obersten Gerichtshofs (Supreme Court) ist der Oberrichter (Chief Justice), der vom PrÀsidenten ernannt wird und aus insgesamt drei Richtern aus dem Ausland besteht. Sofern Rechtsmittel gegen Urteile des Obersten Gerichtshofs zulÀssig sind, ist der australische Oberste Gerichtshof (High Court of Australia) zustÀndig. Solche Rechtsmittel sind jedoch relativ selten. Das Parlament kann keine gerichtlichen Entscheide revidieren. Dem Bezirksgericht (District Court) sitzt ein ortsansÀssiger Richter (Resident Magistrate) vor, der auch der Standesbeamte des Obersten Gerichtes ist. Dem aus drei Richtern bestehenden Familiengericht (Family Court) sitzt der ortsansÀssige Richter ebenfalls vor.

Die Verfassung sieht noch zwei weitere Spruchkörper vor, die Beschwerdekammer fĂŒr den öffentlichen Dienst (Public Service Appeal Board) und die Polizeibeschwerdekammer (Police Appeal Board). Beiden zweiköpfigen Kammern sitzt der Oberrichter vor.

Die Todesstrafe ist abgeschafft.

MilitÀr und Polizei

Nauru besitzt keine militĂ€rischen VerteidigungskrĂ€fte; aufgrund eines informellen Abkommens ist Australien fĂŒr die Verteidigung der Insel verantwortlich. Dennoch sind ĂŒber 3000 Nauruer fĂŒr eine Rekrutierung verfĂŒgbar und etwas weniger als 2000 davon sind gesundheitlich fĂŒr militĂ€rische EinsĂ€tze geeignet.

Naurus innere Sicherheit ist durch eine kleine Polizeieinrichtung unter bĂŒrgerlicher Kontrolle gewĂ€hrleistet. Die schwersten vorherrschenden GesetzesbrĂŒche sind Fahrraddiebstahl, GeschwindigkeitsĂŒbertretung, Hausfriedensbruch und Unruhestiftung.

FlĂŒchtlingslager

Auf Nauru existierte zwischen 2001 und 2008 ein Lager fĂŒr FlĂŒchtlinge (hauptsĂ€chlich aus Afghanistan, aber auch Sri Lanka, Indien und Pakistan), die von Australien zurĂŒckgewiesen worden waren. Dieses wurde im August 2012 mit WiedereinfĂŒhrung der sog. Pazifischen Lösung erneut eröffnet. Dort kam es laut einem Bericht der Regierung zu Vergewaltigungen und sexuellem Missbrauch. Das Lager wird von Australien finanziert und von einer privaten Firma betrieben.

Im August 2016 waren insgesamt 1200 FlĂŒchtlinge auf Nauru untergebracht. Die Menschenrechtsorganisationen Amnesty International und Human Rights Watch machten in einem gemeinsamen Bericht regelmĂ€ĂŸige Übergriffe gegen FlĂŒchtlinge, völlig unzureichende Unterbringung und medizinische Versorgung sowie Kommunikations- und ZugangsbeschrĂ€nkungen fĂŒr FlĂŒchtlinge und Journalisten öffentlich. Sie machten hauptsĂ€chlich die Regierung Australiens sowie die privaten Unternehmen, die die FlĂŒchtlinge betreuen sollen, dafĂŒr verantwortlich. Am 10. August 2016 veröffentlichte die britische Tageszeitung The Guardian geleakte Berichte von zahlreichen MissbrauchsfĂ€llen und FĂ€llen von Selbstverletzungen. Die ZustĂ€nde im Nauruer FlĂŒchtlingslager thematisierte die Regisseurin Eva Orner in ihrem Dokumentarfilm Chasing Asylum (2016). Etwas ĂŒber 50 der FlĂŒchtlinge auf Nauru, die laut UN-FlĂŒchtlingskommissar einen besonders hohen Schutzstatus haben, sollen nach einer Vereinbarung mit Australien in den Vereinigten Staaten aufgenommen werden.

Außenpolitik

1982 wurde auf Nauru das Nauru Agreement unterzeichnet, das die Fischerei im nördlichen und westlichen Pazifik, insbesondere nach Thunfischen, regelt.

Die Republik Nauru unterhĂ€lt engere diplomatische Beziehungen mit Australien, Fidschi, dem Vereinigten Königreich, Indien, Japan, Kuba, Neuseeland, den Philippinen, SĂŒdkorea, Taiwan, Thailand und den USA.

Nauru steht im Ruf, in seinen Außenbeziehungen auf Scheckbuchdiplomatie zu setzen, also UnterstĂŒtzung fĂŒr die Anliegen anderer LĂ€nder im Gegenzug fĂŒr finanzielle UnterstĂŒtzung zu gewĂ€hren, etwa bei der Anerkennung umstrittener Staaten, Japans Walfang oder der Ausgabe von ReisepĂ€ssen.

Im August 1995 stellte Nauru zusammen mit Kiribati nach französischen Atomtests im Pazifik die diplomatischen Beziehungen zu Frankreich ein, nahm sie aber Ende 1997 wieder vollstÀndig auf. AnlÀsslich eines Staatsbesuch von Jacques Chirac in Französisch-Polynesien im Juli 2003 wurden diese Beziehungen durch ein kurzes Treffen Chiracs mit PrÀsident Ludwig Scotty gestÀrkt.

Am 4. MĂ€rz 2004 unterzeichneten der nauruische UN-Botschafter Vinci Clodumar und der islĂ€ndische Vertreter HjĂĄlmar Hannesson ein Abkommen ĂŒber die Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Nauru und Island. Nauru erhofft sich von Island Hilfe beim Aufbau einer eigenen Fischereiindustrie.

Am 21. Januar 2006 wurde ein nauruisches Generalkonsulat in Bangkok (Thailand) eröffnet, ein Jahr nach der Aufnahme von diplomatischen Beziehungen zwischen beiden LĂ€ndern im Januar 2005. Nauru hat zurzeit als einziger ozeanischer Staat neben Australien und Neuseeland eine diplomatische Vertretung in Thailand. Der Eröffnungszeremonie wohnten die jeweiligen Außenminister David Adeang und Kantathi Suphamongkhon bei. Wenige Tage zuvor hatte ein thailĂ€ndisches Unternehmen einen Vertrag mit der nauruischen Phosphatgesellschaft ĂŒber den wiederaufgenommenen Phosphatabbau unterzeichnet.

Im Oktober 2007 errichtete Nauru zusammen mit Kuba eine gemeinsame Regierungskommission zur Förderung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit und der allgemeinen bilateralen Beziehungen der beiden LÀnder.

Im Dezember 2009 erkannte Nauru als viertes Land der Erde – nach Russland, Nicaragua und Venezuela – die UnabhĂ€ngigkeit der abtrĂŒnnigen georgischen Regionen Abchasien und SĂŒdossetien an. Naurus Außenminister Kieren Keke besuchte die sĂŒdossetische Hauptstadt Zchinwali und erhielt Entwicklungshilfe von Russland in Höhe von mutmaßlich 33 Millionen Euro. Als Haupteinnahmequelle des Landes bezeichnete die Frankfurter Rundschau 2009 die Aufnahme von Asylbewerbern Australiens fĂŒr die Dauer ihres Asylverfahrens.

China

Am 21. Juli 2002 brach Nauru, das bislang Taiwan offiziell anerkannt hatte, seine diplomatischen Beziehungen mit Taipeh ab und stellte sich auf die Seite der Volksrepublik China. Der damalige PrĂ€sident RenĂ© Harris unterzeichnete in Hongkong eine gemeinsame ErklĂ€rung mit Chinas damaligem Vizeaußenminister Zhou Wenzhong. Nauru erhielt dafĂŒr von China finanzielle UnterstĂŒtzung in zweistelliger Millionenhöhe. Mit dem Schwenk Naurus sank die Zahl der Staaten, die Taiwan anerkannten, auf 27. Im Jahre 2003 erklĂ€rte sich China bereit, nauruische Schulden (Kauf einer Boeing 737) bei der Export-Import Bank of the United States in Höhe von 2,7 Millionen Dollar zu zahlen.

Im MĂ€rz 2005 sprach sich der amtierende chinesische Vizeaußenminister Yang Jiechi nach einem Treffen mit PrĂ€sident Scotty fĂŒr weitergehende diplomatische Beziehungen zwischen China und Nauru aus. Gleichzeitig erklĂ€rte Scotty, Nauru unterstĂŒtze das chinesische Programm, Taiwan mit China wieder zusammenzuschließen. Am 9. Mai 2005 jedoch trafen sich Scotty und der taiwanische PrĂ€sident Chen Shui-bian kurz in Majuro, worauf am 14. Mai offiziell die diplomatischen Beziehungen zwischen Nauru und Taiwan wiederaufgenommen wurden. Scotty begrĂŒndete die Entscheidung damit, dass der damalige Abbruch der Beziehungen mit Taiwan durch RenĂ© Harris falsch war und er stets dagegen war. Es ist aber zu vermuten, dass wieder zu Taiwan gewechselt wurde, weil China sein Versprechen, die Schulden fĂŒr das Boeing-Flugzeug zu bezahlen, niemals eingelöst hatte. Zudem versprach Taiwan, Entwicklungshilfe in den Bereichen Erziehung, Landwirtschaft, Fischerei und Tourismus zu leisten. Im Gegenzug wird Taiwan von Nauru bei Beitrittsgesuchen in internationale Organisationen wie die WHO und die UNO unterstĂŒtzt.

Deutschland

Die Bundesrepublik Deutschland unterhĂ€lt seit dem 15. April 1979 diplomatische Beziehungen mit Nauru, die DDR hatte 1984 Beziehungen aufgenommen. Auf Grund der großen Entfernung und der geringen GrĂ¶ĂŸe Naurus sind diese jedoch nicht intensiv. Deutschland besitzt daher keine eigene Botschaft in Nauru; zustĂ€ndig ist die deutsche Botschaft in Australien. Deutsche Missionare sind deshalb weiterhin die einzigen TrĂ€ger deutscher Kultur, die auf Dauer in Nauru wirken. Sie haben sich durch ihre BemĂŒhungen um die Erhaltung und Fixierung der nauruischen Sprache besondere Verdienste erworben. Deutschland zahlte an Nauru im Rahmen eines Programms der EuropĂ€ischen Union bis zum Jahr 2007 Entwicklungshilfe in einer GrĂ¶ĂŸenordnung von 2,7 Millionen Euro.

Österreich

Österreich steht in diplomatischem Kontakt mit Nauru und unterschrieb 1980 in London einen bilateralen Staatsvertrag zur Rechtshilfe in Zivil- und Handelssachen, der seit dem 1. Februar 1981 in Kraft ist. Die weiteren diplomatischen Beziehungen zwischen den beiden Republiken sind jedoch gering. Österreich hat keinen Botschafter nach Nauru entsandt; die österreichische Botschaft in Canberra ist fĂŒr Nauru zustĂ€ndig.

Schweiz

Die Schweiz hat Nauru im Jahr 1969 völkerrechtlich anerkannt und im Jahr 2003 mit dem Aufbau diplomatischer Beziehungen angefangen. Die Schweiz unterhĂ€lt keine diplomatische Vertretung, da auch kein Schweizer StaatsbĂŒrger einen permanenten Wohnsitz in Nauru hat. Nicht zuletzt deshalb fehlen auch engere politische, wirtschaftliche, kommerzielle und kulturelle Beziehungen. FĂŒr Nauru zustĂ€ndig ist die Botschaft in Canberra, die nur sporadisch dafĂŒr tĂ€tig wird.

Mitgliedschaft in internationalen Organisationen

Nauru ist Mitglied der folgenden Organisationen: Alliance of Small Island States, AKP-Staaten, Asiatische Entwicklungsbank, Commonwealth, ICAO, Internationaler Strafgerichtshof, Interpol, Internationale Fernmeldeunion, Internationale Walfangkommission, Internationaler WĂ€hrungsfonds, Organisation fĂŒr das Verbot chemischer Waffen, Pacific Community, Vereinte Nationen, UNESCO, Weltpostverein, Weltgesundheitsorganisation.

Wirtschaft

Wirtschaftliche Situation

Die Wirtschaft ist immer noch sehr abhÀngig vom Phosphatabbau.

Nauru verfĂŒgte ĂŒber die Phosphatvorkommen mit dem höchsten Phosphatgehalt der Welt. Rund 75 % des Bruttosozialprodukts wurden durch den Export dieses Rohstoffes erwirtschaftet.

Der grĂ¶ĂŸte Teil der ĂŒppigen Einnahmen aus dem Phosphatabbau wurde der Bevölkerung zur VerfĂŒgung gestellt. Bis 2001 war die medizinische Behandlung kostenlos, es gab weder Steuern noch GebĂŒhren fĂŒr öffentliche Dienstleistungen. So lebten die Nauruer recht sorglos und hatten oft keinen geregelten Tagesablauf. Ein beliebter Zeitvertreib war das Fangen und ZĂŒchten von Fregattvögeln. Jeder Haushalt besaß durchschnittlich zwei bis drei Autos (bei nur 29 Kilometern asphaltierter Straßen) und ein Motorboot. Viele Nauruer flogen hĂ€ufig nach Australien, um sich mit den neuesten und modernsten KonsumgĂŒtern einzudecken. Zahlreiche Feste und die allgemeine ungesunde ErnĂ€hrung fĂŒhrten zu großen gesundheitlichen Problemen (siehe Gesundheit).

Ab 2000 wurde jedoch wegen Erschöpfung der Vorkommen nur noch sehr wenig Phosphat abgebaut. Trotzdem arbeiten im Phosphatbergbau noch immer knapp die HĂ€lfte der ErwerbstĂ€tigen. Die BeschĂ€ftigten der frĂŒheren Phosphatmine sind fast ausschließlich Gastarbeiter aus Kiribati, Tuvalu, den Philippinen, Hongkong, Australien und Neuseeland. Die Gastarbeiter und deren Familien stellen rund 40 % der Inselbewohner. Mit Entdeckung neuer Vorkommen, die bis etwa 2035 ausreichen sollen, hat die Wirtschaft des Landes seit 2005 wieder deutlich zugenommen.

Die Regierung versuchte mehrmals, den hohen Lebensstandard auch ohne die Einnahmen aus den erschöpften Phosphatvorkommen zu sichern. Zu diesem Zweck wurde ein Kapitalfonds gebildet, der Immobilien und Aktien in den pazifischen Nachbarstaaten und in den USA und Australien erwarb, etwa einen Wolkenkratzer in Melbourne, das Nauru House, das dort abschĂ€tzig birdshit tower genannt wird. Außerdem bemĂŒhte sich die Nauru Finance Industry, den Inselstaat durch erhebliche SteuervergĂŒnstigungen zu einem Steuerparadies fĂŒr die internationale GeschĂ€ftswelt zu machen. Bald geriet das nauruische Finanzsystem jedoch in den Verdacht, GeldwĂ€sche und Anlagebetrug in großem Stil zuzulassen. Daraufhin wurden gegen Nauru als ersten Staat in der Geschichte Sanktionen durch die Financial Action Task Force on Money Laundering (FATF) der Organisation fĂŒr Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) verhĂ€ngt und Nauru auf die schwarze Liste der GeldwĂ€scheoasen gesetzt. Nachdem im Jahr 2003 sĂ€mtliche Banklizenzen widerrufen wurden, zogen auch die FATF und OECD ihre Maßnahmen wieder zurĂŒck.

Wegen gravierender Fehlinvestitionen und korrupter GeschÀfte der Regierung wÀhrend der 1990er Jahre verlor der Staat jedoch fast seinen gesamten Reichtum und der hohe Wohlstand schwand. Beispielsweise hatte der Staat ein erfolgloses Musical in London finanziert, das nach der Premiere sofort abgesetzt wurde, man leistete sich auch einen unrentablen Ableger der University of the South Pacific. 1994 vergab der Staat ein Darlehen an einen australischen Football-Klub, der bald darauf seinen Spielbetrieb einstellen musste. Löhne werden zurzeit teilweise nicht bezahlt, der Abfall hÀuft sich an, der Staat hat erhebliche Schulden zu bewÀltigen und steht vor dem Bankrott.

Nauru hofft derzeit auf EntschĂ€digungszahlungen Australiens, das vor der UnabhĂ€ngigkeit die Phosphatvorkommen ohne Gegenleistung ausgebeutet hatte. Außerdem bezahlt Australien Nauru fĂŒr die Internierung von FlĂŒchtlingen; diese Zahlungen machten zeitweise fast das gesamte Staatseinkommen aus. Weiterhin versucht Nauru, seine GlĂ€ubiger und die UNO von seiner Notlage zu ĂŒberzeugen, und bittet um Schuldenerlass sowie um Subventionen der UNO. Im Jahr 2004 mussten schließlich Immobilien wie das Nauru House und das Mercure Hotel in Sydney verkauft werden, um einige Schulden zu bezahlen.

Mit dem Reichtum verschwanden auch die kostenlosen Dienstleistungen. Die Regierung konnte die medizinische Behandlung nicht mehr unentgeltlich zur VerfĂŒgung stellen, und auch Steuern werden mittlerweile erhoben.

Als nahezu einziger Wirtschaftszweig blieb Fischfang und Fischverarbeitung, obwohl die Fischerei heute noch eine untergeordnete Rolle spielt. Die Aufsicht ĂŒber die Fischerei liegt bei der Nauru Fisheries and Marine Resources Authority (NFMRA). Die Landwirtschaft ist wegen des porösen Bodens und der unregelmĂ€ĂŸigen RegenfĂ€lle auf die KĂŒstenzone beschrĂ€nkt, wo Kokospalmen, Bananen, Ananas und etwas GemĂŒse angebaut werden. Man versucht nun, auf den abgebauten Phosphatfeldern die Korallenfelsen wegzurĂ€umen und Humus aufzutragen, um die landwirtschaftlichen FlĂ€chen auszudehnen. SchĂ€tzungsweise 20 % aller Bewohner betreiben mittlerweile in ihren GĂ€rten landwirtschaftlichen Anbau.

Im September 2004 wurde bei Bodenuntersuchungen entdeckt, dass noch weit mehr Phosphat im Abbaugebiet vorhanden ist als bisher angenommen; weitere Tests wurden veranlasst. Im Dezember 2004 wurde schließlich erstmals seit Monaten wieder eine grĂ¶ĂŸere Menge Phosphat exportiert. Die Schiffslieferung nach SĂŒdkorea betrug etwa 10.000 Tonnen. Im Oktober 2005 ließen Scotty und Außenminister David Adeang verkĂŒnden, das im September 2004 entdeckte ĂŒbrige Phosphat wĂŒrde Naurus Exportrate innerhalb sechs Monaten um 300 % steigern. Im Jahr 2012 wurden auf Nauru bereits wieder 167.600 t Phosphat (umgerechnet auf den P4O10-Gehalt) im Wert von ca. 17 Mio. US-$ abgebaut.

Die gesamte ElektrizitĂ€t fĂŒr die Insel wird im Power House in Aiwo erzeugt, jedoch sind StromausfĂ€lle sehr hĂ€ufig. Das Trinkwasser wird, wie die meisten anderen Lebensmittel, vor allem aus Australien mit Schiffen importiert. Da die chronische Wasserknappheit ein großes Problem ist, wurde eine Meerwasserentsalzungsanlage gebaut.

Der industrielle Sektor spielt nur eine geringe Rolle. Einziger grĂ¶ĂŸerer Arbeitgeber ist die staatliche Phosphatraffinerie. Der Dienstleistungssektor hingegen ist mit rund 35 % der BeschĂ€ftigten ein wichtiger Pfeiler der nauruischen Wirtschaft. Hauptarbeitgeber sind die Verwaltung der Phosphatminen (Nauru Phosphate Royalties Trust) und die staatliche Reederei (Nauru Pacific Line) und die nationale Fluggesellschaft (Nauru Airlines), die gelegentlich ihren Betrieb einstellt, wenn sie sich den Treibstoff oder Reparaturen nicht leisten kann. Sowohl die Nauru Pacific Line als auch die Nauru Airlines werden zu großen Teilen vom Staat subventioniert.

Am 28. Januar 2016 legte die EU-Kommission ein Maßnahmenpaket zur BekĂ€mpfung von Steuerflucht vor, bei dem unter anderem Nauru auf der schwarzen Liste der Steueroasen auftaucht.

Staatshaushalt

Der Staatshaushalt umfasste 2010 Ausgaben von umgerechnet 51,8 Millionen US-Dollar, dem standen Einnahmen von umgerechnet 57,8 Millionen US-Dollar gegenĂŒber. Dies entspricht einem HaushaltsĂŒberschuss von mehr als 10 %.

Infrastruktur

Landverkehr

Das Straßennetz umfasst insgesamt 41 Kilometer; 29 Kilometer sind befestigte Asphaltstraßen, davon entfallen 17 Kilometer auf die KĂŒstenstraße rund um die Insel. Weitere, unbefestigte Straßen haben etwa 12 Kilometer LĂ€nge; sie fĂŒhren ins Zentralplateau und werden vor allem fĂŒr den Phosphatabbau genutzt. Es herrscht Linksverkehr.

Die einzige, fĂŒnf Kilometer lange Bahnstrecke ist eine Schmalspurbahn und bedient das Phosphatabbaugebiet. Diese Schmalspurbahn von Nauru verlĂ€uft von der Sammelstelle im Westen von Anibare zur Aufbereitungsanlage in Aiwo.

Der öffentliche Personennahverkehr erfolgt durch Busse, die bei den Hotels in Aiwo und Meneng, beim Flughafen in Yaren, beim Krankenhaus in Denigomodu und beim Nauru College in Ewa halten.

See- und Luftverkehr

Der internationale Reiseverkehr ist neben dem internationalen Seehafen (Aiwo Harbour) durch einen internationalen Flughafen (Nauru International Airport; IATA-Code INU) gewĂ€hrleistet. Die gefahrenreiche KĂŒste zwingt grĂ¶ĂŸere Schiffe, in einiger Entfernung von der Insel vor Anker zu gehen.

Als einzige Fluggesellschaft fliegt Nauru Airlines die Insel an. Das VorgĂ€ngerunternehmen Air Nauru war wĂ€hrend des Booms der Phosphat-Industrie gegrĂŒndet worden, hatte aber ĂŒber lange Zeit hinweg mit wirtschaftlichen Problemen zu kĂ€mpfen. Im Dezember 2005 wurde das einzige Flugzeug der Air Nauru von dessen GlĂ€ubiger, der Export-Import Bank of the United States, zurĂŒckverlangt. Damit musste die Fluggesellschaft ihren Betrieb einstellen, Nauru war mehrere Monate lang nur auf dem Seeweg erreichbar und gewissermaßen isoliert. Im September konnte mit Hilfe taiwanischer Finanzmittel der Flugbetrieb wieder aufgenommen werden. In diesem Rahmen wurde die Gesellschaft zuerst in Our Airline und 2014 in Nauru Airlines umbenannt.

KanÀle

In Nauru gibt es keine FlĂŒsse, jedoch wurden einige KanĂ€le angelegt. Die KanĂ€le sind vorwiegend kĂŒnstlich errichtete Öffnungen im Saumriff, die die ganze Insel umrunden. Durch diese KanĂ€le gibt es vermehrt Möglichkeiten, mit Booten und Yachten an- und abzulegen.

Kultur

FrĂŒhkultur

Die frĂŒhe Kultur Naurus basierte auf den zwölf StĂ€mmen. Ein gemeinsames Oberhaupt ĂŒber alle StĂ€mme gab es nicht. Jeder Stamm hatte seine eigene Abstammungsgeschichte. Jeder Stamm zerfiel noch in einige Familien, von denen jede ein besonderes wappenĂ€hnliches Erkennungszeichen besaß. Die Angehörigen der StĂ€mme verteilten sich auf vier verschiedene Rangklassen namens Temonibe, Emo, Amenengame und Engame; daran schlossen sich zwei besitzlose Klassen an, die Itsio und die Itiora. Bestimmend fĂŒr die Zugehörigkeit zu einer Klasse war stets die Klasse der Mutter. Bis zur Geburt eines Sohnes, der die Rangklasse der Mutter besaß, traten vorher geborenen Töchter in die gleiche Klasse ein, die nachfolgenden Kinder gehörten den nĂ€chstfolgenden Klassen an. Einige Temonibe hatten die Rechte ĂŒber das Riff und Teile des tiefen Wassers und gestatteten die Fischerei gegen Abgaben.

Die Siedlungen lagen damals bereits an der KĂŒste, nur wenige befanden sich bei der Buada-Lagune. Die Insulaner wohnten in aus zwei bis drei HĂ€usern bestehenden Gehöften, mehrere Gehöfte schlossen sich zu Dörfern zusammen, die teilweise unmerklich ineinander ĂŒbergingen. Insgesamt gab es 168 Dörfer. Eine Anzahl Dörfer bildeten einen Gau, von denen es insgesamt 14 gab. Diese damaligen Gaue sind die heutigen Distrikte.

Zu jedem Gehöft gehörte eine Reihe von GrundstĂŒcken und teilweise Besitzanrechten an den Fischteichen der Buada-Lagune. Jedes GrundstĂŒck hatte einen besonderen Namen und durfte in Erbpacht gegeben werden. Dieser persönliche Besitz wurde durch Grenzsteine und ErdwĂ€lle festgelegt. Ferner gehörten zum persönlichen Besitz GerĂ€te und Werkzeug sowie Schmucksachen, Fregattvögel, Möwen, Hunde, Schweine, und Palmen, die Ă€ußerlich besondere Erkennungsmarken trugen.

Heutige Kultur

Die VerdrĂ€ngung der traditionellen Kultur durch zeitgenössische, westliche EinflĂŒsse ist auf Nauru sehr deutlich sichtbar. Nur wenig ist von den alten Sitten und BrĂ€uchen erhalten geblieben. An die Stelle der traditionellen Musik ist Unterhaltungsmusik getreten. Bei Radio Nauru hat man zahlreiche Aufzeichnungen mit hiesiger Volksmusik gesammelt, die aber selbst von alten Menschen nicht immer verstanden wird.

Auch die Traditionen des Kunsthandwerks sind fast gĂ€nzlich verloren gegangen. Im Alltagsleben hat sich fast nichts Althergebrachtes erhalten. Die Einwohner tragen die ĂŒbliche Tropenkleidung: kurze Hosen und leichte Hemden. Noch am ehesten wird wohl der Fischfang in der traditionellen Art ausgeĂŒbt, teilweise mit Hilfe von dressierten Fregattvögeln. Diese stehen in Nauru als Nationaltier unter besonderem Schutz und werden nur zum Fischfang und teilweise noch zur Übermittlung von Briefen gehalten.

Die wenige indigene Kultur, die noch ĂŒbrig geblieben ist, ist Ă€hnlich wie auf allen Inseln Mikronesiens. Musik und Tanz zĂ€hlen zu den beliebtesten Kunstformen. Rhythmische GesĂ€nge und traditionelle Reigen werden vor allem zu Festen und an Feiertagen auf dem Aiue Boulevard aufgefĂŒhrt. Kunsthandwerker stellen aus Kokosfasern und den BlĂ€ttern des Schraubenbaumes KleidungsstĂŒcke und FĂ€cher her und verwenden geometrische Muster, die jenen der indonesischen Kultur Ă€hneln. Auch das Holz der Kokospalme wird zur Herstellung von Kunsthandwerk genutzt. Die traditionellen Schnitzereien verzieren hĂ€ufig AlltagsgegenstĂ€nde wie Schalen und ProviantbehĂ€lter.

Die Zeremonie der Zubereitung und des Trinkens von Kava gilt als traditioneller Brauch, der ursprĂŒnglich nur von MĂ€nnern begangen werden durfte; heute sind aber auch Frauen zugelassen. Das Nachtleben findet ĂŒberwiegend in Restaurants und Bars statt. Das einzige Kino befindet sich in Aiwo.

Die Sprache Naurus ist eine Mischung aus den Sprachen der Nachbarinseln. Nauruisch ist die Nationalsprache, Englisch wird jedoch weitgehend verstanden und gesprochen, ebenso wie Französisch. Es besteht allgemeine Schulpflicht vom sechsten bis zum sechzehnten Lebensjahr. Schulen sind unter anderem das Kayser College und das Nauru College. Zur weiteren UniversitÀtserziehung gehen die Nauruer ins Ausland, meist nach Australien. Der staatliche Rundfunk sendet ganztÀgig.

Medien

Presse und Rundfunk

Auf Nauru gibt es keine Tageszeitung. Das Nauru Bulletin erschien als wöchentliche Zeitung in Nauruisch und Englisch und wurde von der Regierung herausgegeben. Central Star News and The Nauru Chronicle erschien alle zwei Wochen. Beide Zeitungen wurden jedoch 2014 aufgrund finanzieller Probleme eingestellt. Es verbleibt als einzige Print-Publikation die staatliche Zeitschrift Mwinen Ko (Bedeutung etwa: Lass’ uns ĂŒber die Themen reden), die nur monatlich erscheint (erstmals 2010) und mit Förderung der australischen Entwicklungsorganisation Australian Aid kofinanziert wird. Das Nauru Bulletin, das seit 2009 im Internet erscheint, erscheint als Newsletter weiterhin zweimal monatlich.

Die Regierung unterhĂ€lt das Government Information Office, das staatliche Regierungsinformationsamt und gleichzeitig Nachfolger des ehemaligen Nauru Broadcasting Service, seit 2008 Veranstalter eines Hörfunkprogramms, eines Fernsehprogramms und seit 2010 der Zeitschrift Mwinen Ko und des Newsletters Nauru Bulletin. Die frĂŒhere Rundfunkanstalt nahm 1968 den Sendebetrieb von Radio Nauru und 1991 den Sendebetrieb von Nauru Television auf. Gesendet wird in Nauruisch, mit BeitrĂ€gen in Englisch.

Die Bevölkerung von Nauru wird von auslĂ€ndischen Journalisten als sehr medienscheu beschrieben. Die Autorin Jenny Roller, die 2013 eine Dokumentation ĂŒber die Insulaner gedreht hat, beklagt, es gebe wenig verlĂ€ssliche Informationen ĂŒber die Insel und es gebe allgemein keine Medienkultur: „Wir haben tatsĂ€chlich nicht wirklich gewusst, was auf uns zukommt. [
] Das kennen die einfach nicht, [
] Insofern waren wir darauf angewiesen, auf die Leute zuzugehen, weil es ganz selten vorgekommen ist, dass uns jemand aktiv angesprochen hat.“

Medienfreiheit

Freedom House stufte Nauru bis 2013 als frei ein, seitdem als „teilweise frei“. Selbst das staatliche Fernsehen ist nicht frei von Kontrolle. Im Jahr 2000 konfiszierte die Polizei ein Video von der Parlamentswahl. 2013 wurde der staatliche Sender mindestens zweimal zensiert, ĂŒber einen Aufstand im FlĂŒchtlingslager und kurz darauf, als Premierminister Kevin Rudd mit Australien ein neues Asylbewerberabkommen aushandelte und PrĂ€sident David Adeang ein Medienverbot verfĂŒgte. Er blockierte damit Interviews mit Oppositionsvertretern, darunter Mathew Batsuia und der ehemalige Außenminister Kieren Keke. Es gibt keine Selbstregulierung fĂŒr die Presse, kein Informationsfreiheitsgesetz und Verleumdung steht unter Strafe.

Auch Berichte ĂŒber die Insel im Ausland werden behindert. 2001 wurde Michael Field, Journalist einer französischen Presseagentur, die Einreise verwehrt, als er ĂŒber das jĂ€hrliche Pacific Islands Forum berichten wollte. Er berichtete zuvor regelmĂ€ĂŸig ĂŒber Naurus Beteiligung an GeldwĂ€sche. Seit der Guardian ĂŒber die ZustĂ€nde im FlĂŒchtlingslager berichtet hat, hat die Regierung auslĂ€ndische Journalisten sehr effektiv von der Insel verbannt und damit verhindert, dass die australische Öffentlichkeit von den MissstĂ€nden im Lager erfĂ€hrt. Die BearbeitungsgebĂŒhr fĂŒr Visa fĂŒr Journalisten wurde von 200 auf 8000 US-Dollar erhöht, die auch dann fĂ€llig sind, wenn das Visum verweigert wird. Formal begrĂŒndete die Regierung den Schritt mit der Absicht, die Einnahmen fĂŒr die Insel zu erhöhen, Kritiker sehen sie als Behinderung der Pressefreiheit.

Internet und Telekommunikation

Es gibt zwei Internetportale, die ĂŒber die Insel informieren. Das pazifische Internetportal Loop, fĂŒr die Insel unter loopnauru.com vertreten, informiert tagesaktuell ĂŒber lokale Themen, die Pazifikregion und global in allen relevanten Themenfeldern. Über eine Kooperation mit dem Mobilfunkbetreiber Digicel kann das Portal auf Nauru und anderen Inseln ohne Anrechnung auf das Datenvolumen genutzt werden. ErgĂ€nzt wird der redaktionelle Teil durch Kommentarfunktionen und Blogs fĂŒr Texte und andere Medien der Nutzer, sowie Kleinanzeigen. Das Portal steht auch ĂŒber Mobile Apps zur VerfĂŒgung. nauru-news.com ist ein Informationsportal der Regierung, ĂŒber das offizielle Regierungsinformationen verbreitet werden. Beide Portale informieren ausschließlich auf Englisch.

Außer einem Postamt gibt es im Stadtteil Aiwo ein InternetcafĂ©, betrieben vom einzigen Internetprovider der Insel CenpacNet. Im Jahr 2008 gab es 177 Haupttelefonleitungen pro 1000 Personen. Zu dieser Zeit gab es noch keinen Mobilfunk auf der Insel, lediglich Satellitentelefone konnten verwendet werden. Aufgrund der schlecht ausgebauten Infrastruktur hatten nach Angabe von Internet World Stats im Jahr 2013 nur 6 % der Bevölkerung Zugang zum Internet.

Sport

Sport und SportstÀtten auf Nauru

Australian Football ist Nationalsport, gefolgt von Gewichtheben, Softball, Basketball und Tennis. Andere auf Nauru praktizierte Sportarten sind in geringem Maße Cricket, Golf, Segeln, Schwimmen und Fußball. Die Regierung unterstĂŒtzt dabei vor allem das Gewichtheben, da in dieser Disziplin die meisten internationalen Erfolge erzielt wurden. Daneben werden Australian Football und Golf noch geringfĂŒgig unterstĂŒtzt. Im East End Club in Meneng stehen einige Billardtische fĂŒr Pool und Snooker.

Australian Football ist in Nauru von großer Bedeutung fĂŒr die Bevölkerung. Es gibt vielen Jugendlichen etwas zu tun, da es sonst nicht viele Alternativen in der Freizeit gibt, und es lĂ€sst Tausende von Leuten daran teilhaben, ob Spieler oder Zuschauer. Es gibt einige Australian-Football-Mannschaften, die in einer eigenen nauruischen Liga spielen.

Es gibt einige SportplĂ€tze in Nauru. Das einzige Stadion, das Linkbelt Oval, steht in Aiwo, ist jedoch ĂŒberaltert und genĂŒgt internationalen AnsprĂŒchen nicht. Ein grĂ¶ĂŸeres und moderneres Sportstadion im Distrikt Meneng war geplant, wurde aber mangels Geld nicht fertiggestellt. Geplant war frĂŒher auch ein grĂ¶ĂŸeres Stadion in Yaren und Boe, dessen GelĂ€nde bereits vorbereitet war. Man entschied sich jedoch fĂŒr den Standort in Meneng, weil dort keine Platzprobleme herrschten. Neben dem Linkbelt Oval oder Aida Oval in Aiwo gibt es noch das Denig Oval in Denigomodu.

Nauru bei internationalen Sportereignissen

Nirgends war und ist Nauru sportlich erfolgreicher als im Gewichtheben. Der sensationelle Gewinn einer Goldmedaille bei den Commonwealth Games 1990 durch den Gewichtheber Marcus Stephen initiierte die GrĂŒndung des Nauruischen Nationalen Olympischen Komitees. Die Gewichtheberin Reanna Solomon holte in der Folge ebenfalls mehrere Medaillen bei den Commonwealth Games.

1992 startete Marcus Stephen, damals noch fĂŒr Samoa, als erster Nauruer bei den Olympischen Spielen in Barcelona. Seit 1996 ist Nauru offiziell bei den Olympischen Spielen vertreten. Die offiziell ersten Athleten waren neben Stephen seine Gewichtheber-Kollegen Gerard Garabwan und Quincy Detenamo.

Am 2. Oktober 1994 fand im Denig Oval in Denigomodu ein Fußballspiel zwischen nauruischen BĂŒrgern und Phosphatarbeitern von den Salomonen statt, das die Nauru-Auswahl mit 2:1 gewann.

1998 beschloss der Gewichtheber-Weltverband (IWF) in Lahti, die Weltmeisterschaften 2001 in Nauru durchzufĂŒhren. Dieser Tag wurde in Nauru als „der grĂ¶ĂŸte Tag in der Geschichte unseres Volkes“ tituliert. Nauru hatte bei der Kampfabstimmung in Lahti den deutschen Mitbewerber Riesa vor allem durch seine Finanzkraft aus dem Feld gedrĂ€ngt. Die Nauruer wollten das Spektakel nebst Flugreise und Aufenthalt der SportfunktionĂ€re finanzieren. Und zum ersten Mal in der WM-Geschichte sollte es auch Geld fĂŒr die Besten geben: circa 3330 Euro pro Goldmedaille. Jedoch wurden diese WettkĂ€mpfe seitens Nauru aufgrund der inzwischen fehlenden Geldmittel in letzter Minute abgesagt. Austragungsort wurde notgedrungen Antalya in der TĂŒrkei.

Bei den Olympischen Spielen in Sydney 2000 startete Stephen zum dritten und letzten Mal, als erste Frau trat Gewichtheberin Sheeva Peo fĂŒr Nauru an. FĂŒr die Olympischen Spiele in Athen 2004 wurden die Gewichtheber Yukio Peter, Itte Detenamo und Reanna Solomon nominiert. Peter konnte dabei erstmals ein olympisches Diplom fĂŒr Nauru gewinnen. 2008 in Peking nahm Itte Detenamo als einziger nauruischer Vertreter teil und belegte Platz 10 im Gewichtheben seiner Klasse. Bei den olympischen Sommerspielen 2012 in London war neben Itte Detenamo auch der Judoka Sled Dowabobo im nauruischen Team.

Bei den Commonwealth Games konnte Nauru nach der ersten Teilnahme durch Marcus Stephen im Jahr 1990 seine Erfolge weiter ausbauen. Bei allen Spielen gewannen die Athleten von der Insel seitdem mindestens zwei Medaillen – alle im Gewichtheben. Dabei konnte Naurus Team von dem Umstand profitieren, dass anders als bei den Olympischen Spielen bis 2002 nicht nur eine Medaille pro Gewichtsklasse vergeben wurde, sondern es neben dem Zweikampf auch Einzelentscheidungen in den Teildisziplinen Reißen (Snatch) und Stoßen (Clean and jerk) gab. 1994 in Victoria und 1998 in Kuala Lumpur konnte daher Marcus Stephen jeweils alle drei Goldmedaillen seiner Gewichtsklasse gewinnen, und in Manchester 2002 kamen die Nauruer auf das Rekordergebnis von 15 Medaillen, darunter zweimal Gold durch Reanna Solomon. Nachdem seit 2006 nur noch der Zweikampf gewertet wird, gewannen die Gewichtheber aus Nauru jeweils zwei Medaillen (2006 in Melbourne durch Itte Detenamo und Sheba Deireragea; 2010 in Delhi durch Itte Detenamo und Yukio Peter).

Feiertage

Der offizielle Nationalfeiertag ist der UnabhÀngigkeitstag am 31. Januar, jedoch gilt der Angam Day als weiterer staatlicher Nationalfeiertag.

Siehe auch

Literatur

  • Ferdinand Karl, Hermann MĂŒckler: Oasen der SĂŒdsee. Die grĂ¶ĂŸten „Kleinststaaten“ der Welt. Ostmikronesien: Marshall-Inseln, Gilbert-Inseln, Nauru. Weishaupt, Gnas 2002, ISBN 3-7059-0121-4.
  • Luc Folliet: Nauru – die verwĂŒstete Insel. Wie der Kapitalismus das reichste Land der Erde zerstörte. Klaus Wagenbach, Berlin 2011, ISBN 978-3-8031-2654-2.

Weblinks

  • Regierung Naurus (englisch)
  • UN-Vertretung Naurus (englisch)
  • Nauru im CIA World Factbook (englisch)
  • LĂ€nder- und Reiseinformationen des AuswĂ€rtigen Amtes
  • LĂ€nderinformation des österreichischen Außenministeriums

Dokumente

  • Die Verfassung Naurus (englisch)

Einzelnachweise




Quelle: Wikipedia

 

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Flagge: Nauru

Name englisch: Nauru
Hauptstadt: Yaren
Kfz: NAU
ISO: NR
ISO3: NRU
Fläche: 21 km²
Tld: .nr
Wärung Einheit: AUD
Währung: Dollar
Vorwahl: 674

Ausdehnung / Grenzen (nach WGS 84 dezimal):
nördlichster Punkt: -0.5026395
südlichster Punkt: -0.5541894
westlichster Punkt: 166.9095486
östlichster Punkt: 166.9589281


 
Nauru: Große Karte mit den Grenzen und allen POIs
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