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Staat Informationen : Palau

Informationen:


Palau ([ˈpaːlaÊŠÌŻ], Vollform Republik Palau, pal.: Belau) ist ein Inselstaat im Pazifischen Ozean. Die rund 19.000 Einwohner (SchĂ€tzung, Stand 2019) bevölkern elf der insgesamt 356 Inseln des Staates. Hauptstadt ist Ngerulmud auf der Insel Babeldaob; Amtssprachen sind Palauisch und Englisch. Bis zur UnabhĂ€ngigkeit am 1. Oktober 1994 war Palau ein UN-Treuhandgebiet unter Verwaltung der Vereinigten Staaten. Bis heute ist der Staat mit den USA assoziiert und stark von der ehemaligen Kolonialmacht beeinflusst; so ist Palau eine nach US-amerikanischem Vorbild aufgebaute prĂ€sidiale Republik mit 16 Bundesstaaten als Verwaltungseinheiten.

Geographie

Geologie

Der Staat ist der pazifischen Inselregion Mikronesien zuzuordnen und umfasst die Palauinseln, die aus der westlichen Inselgruppe der Karolinen gebildet werden und nördlich von Neuguinea liegen, sowie einige weit abgelegene Inseln im SĂŒdwesten (SĂŒdwest-Inseln genannt). Die sechs Inselgruppen der Palauinseln bestehen aus 356 Inseln, deren bei weitem grĂ¶ĂŸte mit 396 kmÂČ Babeldaob ist. Nur elf der Inseln sind bewohnt.

UrsprĂŒnglich waren die heutigen Inseln ein Korallenriff, das durch Kontinentalbewegungen aus dem Wasser gehoben wurde. Die meisten Inseln sind Atolle aus Korallenkalk, die nur wenige Meter ĂŒber dem Meeresspiegel liegen und von einem Barriere-Riff umschlossen werden.

Die frĂŒhere Hauptstadt Koror liegt auf der gleichnamigen Insel Koror, die nur 11 kmÂČ umfasst. Im Osten der Hauptinsel Babeldaob wurde 2006 die neue Hauptstadt Ngerulmud errichtet.

Flora und Fauna

Vor allem durch Gezeiten wurde die Basis vieler Inseln ausgehöhlt, wodurch die heutige typische Pilzform entstand. Viele Inseln stehen unter Naturschutz, der eine Bebauung und auf manchen Inseln schon das Betreten untersagt.

Die Unterwasserwelt der Region zĂ€hlt ĂŒber 1500 Fisch- und 700 Korallen- und Anemonennarten. In Palau gibt es seltene und gefĂ€hrdete Arten wie Dugongs, Riesenmuscheln und Salzwasserkrokodile und RaritĂ€ten; zum Beispiel haben sich im „Jellyfishlake“ Mastigias-Quallen isoliert zu einer ungiftigen Unterart entwickelt.

In Palau gibt es 142 Vogelarten, wovon 16 endemisch sind, darunter die Palau-Eule, die Graustirntaube (Palau-Boden-Taube) und der PalaufÀcherschwanz, sowie zwei endemische Fledermausarten (Fruchtfledermaus). Von den zirka 1260 Pflanzenarten sind 109 endemisch, darunter wilde Orchideen und die Zikadenpalme.

Im September 2003 unterzeichnete der damalige PrÀsident Tommy E. Remengesau Jr. ein Gesetz zum Schutz der Haie in den GewÀssern um Palau und schuf damit das erste Haischutzgebiet der Welt.

Aufgrund der prekĂ€ren Lage Palaus mit nur wenigen Metern ĂŒber dem Meeresspiegel forderte dessen PrĂ€sident Johnson Toribiong am 22. September 2011 in der UN-Vollversammlung dazu auf, dass diese ein Rechtsgutachten des Internationalen Gerichtshofes in Den Haag zu der Frage der Verantwortlichkeit der Staaten fĂŒr die Folgen des andauernden Klimawandels einholen möge. Ein Jahr spĂ€ter wird darĂŒber diskutiert, ob die Vollversammlung das tun solle, und es spricht vieles dafĂŒr, dass die Initiative Palaus Erfolg haben könnte.

Klima

Das Klima ist tropisch. Die durchschnittliche Jahrestemperatur betrÀgt 27 °C, die Niederschlagsmenge pro Jahr liegt bei 3000 bis 4000 mm.

Bevölkerung

Entwicklung

Quelle: UN

Volksgruppen

Die Palauer – dies sind Mikronesier mit malaiischen und melanesischen Vermischungen – sind Titularnation und bilden mit einem Anteil von 72,9 % (Stand 2015) die grĂ¶ĂŸte Volksgruppe. Weiterhin besteht die Bevölkerung zu 21,6 % aus Asiaten; 2 % sind Karolinier und 1,2 % sind europĂ€ischer Herkunft.

Sprachen

Palauisch und Englisch sind die Amtssprachen auf Palau. Es werden auch Japanisch, Sonsorolesisch und Tobianisch als Verkehrssprachen verwendet.

Palauisch, das auf den meisten Inseln einen offiziellen Status hat, wird von 77 % der Bevölkerung gesprochen. Englisch beherrschen knapp 32 % der Bevölkerung. 11,7 % sprechen Filipino, Chinesisch wird von 1,4 % der Einwohner beherrscht. Karolinisch wird nur noch von jeweils 0,07 % der Einwohner gesprochen.

Religion

Nach dem Zensus 2015 bekennt sich die Bevölkerung vor allem zum Christentum: 45,3 % Katholiken, 26,4 % Protestanten und 6,9 % Siebenten-Tags-Adventisten. Modekngei, eine synkretistische Religion Palaus, ist mit 5,7 % vertreten.

Geschichte

Die ersten Bewohner von Palau kamen vermutlich aus dem Malaiischen Archipel oder Melanesien und besiedelten die Inseln schon zwischen 2000 und 1000 v. Chr. Der spanische Entdecker Ruy LĂłpez de Villalobos sichtete die Inseln erstmals 1543 und nahm sie fĂŒr Spanien in Besitz. 1574 wurde Palau in das Generalgouvernement Spanisch-Ostindien eingegliedert, das spĂ€ter zum Vizekönigreich Neuspanien wurde. Im spĂ€ten 19. Jahrhundert kolonialisierten die Spanier die Inseln und verkauften sie nach ihrer Niederlage im Spanisch-Amerikanischen Krieg zusammen mit dem grĂ¶ĂŸten Teil der restlichen Karolinen entsprechend dem Deutsch-Spanischen Vertrag 1899 als Teil Deutsch-Neuguineas an das Deutsche Reich. Am 15. August 1914 erklĂ€rte Japan dem Deutschen Reich den Krieg, besetzte die Inseln und erhielt sie spĂ€ter als Mandatsgebiet des Völkerbundes.

Nach den teilweise schweren KĂ€mpfen zwischen den USA und Japan wĂ€hrend des Zweiten Weltkrieges (→ Schlacht um die Palau-Inseln) kamen die Inseln 1947 als ein Distrikt des UN-Treuhandgebiets Pazifik-Inseln unter die Kontrolle der Vereinigten Staaten. Das aktive und das passive Frauenwahlrecht wurden am 2. April 1979 eingefĂŒhrt und bei der UnabhĂ€ngigkeit 1994 bestĂ€tigt.

Im Jahr 1978 stimmten die BĂŒrger von Palau gegen die Beteiligung an den 1979 gebildeten Föderierten Staaten von Mikronesien und fĂŒr die UnabhĂ€ngigkeit. Der HĂ€uptling von Koror, Ibedul Gibbons, kĂ€mpfte jahrelang um das Recht seines Volkes, den USA als Protektoratsmacht die Stationierung von Atomwaffen verfassungsrechtlich zu untersagen. 1983 erhielt das Volk von Palau fĂŒr die Durchsetzung seiner demokratischen und souverĂ€nen Rechte auf eine nuklearwaffenfreie Zone den Right Livelihood Award.

Nach einer langen Übergangsperiode und dem Tod zweier PrĂ€sidenten (Haruo Remeliik wurde 1985 ermordet; Lazarus Salii beging 1988 Suizid) wurde Palau am 1. Oktober 1994 offiziell unabhĂ€ngig. Zuvor hatte die Regierung auf Druck der USA einen Assoziierungsvertrag mit den USA unterzeichnet. Der Passus ĂŒber Palau als atomwaffenfreie Zone wurde aus der Verfassung gestrichen. Die USA blieben weiter fĂŒr die Verteidigung und Außenpolitik der Republik zustĂ€ndig. Als Gegenleistung verpflichteten sich die USA, in den nĂ€chsten 15 Jahren etwa 480 Millionen US-Dollar in die Wirtschaft der Inseln zu investieren. Im Dezember 1994 wurde Palau in die Vereinten Nationen aufgenommen.

Der damalige PrĂ€sident Johnson Toribiong gab am 10. Juni 2009 bekannt, dass Palau bereit sei, 17 Uiguren aus dem Gefangenenlager der Guantanamo Bay Naval Base aufzunehmen, deren Auslieferung China beantragt hatte. Er sprach in diesem Zusammenhang von einer „humanitĂ€ren Geste“. Ende 2009 wurden schließlich 6 Uiguren von Palau aufgenommen.

Palau erkennt die Volksrepublik China offiziell nicht an, sondern unterhÀlt seit 1999 diplomatische Beziehungen zur Republik China (Taiwan).

Politik

Verfassung

Die Republik Palau ist eine nach amerikanischem Vorbild aufgebaute prĂ€sidiale Republik und ist in 16 Verwaltungseinheiten („Staaten“) aufgeteilt.

Die Legislative der Republik Palau bildet das Parlament, das Olbiil Era Kelulau (OEK) genannt wird, was „Haus der besprochenen Entscheidungen“ bedeutet. Es ist ein Zweikammerparlament und wird vom Volk jeweils fĂŒr vier Jahre direkt gewĂ€hlt. Das ReprĂ€sentantenhaus besteht aus sechzehn Delegierten, je einem fĂŒr jede Verwaltungseinheit Palaus, der Senat hingegen setzt sich aus neun Senatoren zusammen, die entsprechend der Bevölkerungszahl der einzelnen Mitgliedstaaten gewĂ€hlt werden.

Die Exekutive der Republik Palau besteht aus einem PrĂ€sidenten, einem VizeprĂ€sidenten und dem 16-köpfigen HĂ€uptlingsrat. Diese haben zur UnterstĂŒtzung in ihren Aufgaben die Verwaltungsminister. Der HĂ€uptlingsrat wird aus den HĂ€uptlingen der sechzehn Verwaltungseinheiten gebildet. Dieses Gremium berĂ€t den PrĂ€sidenten ĂŒber das Brauchtum im Zusammenhang mit der Verfassung und den Gesetzen. Die HĂ€uptlinge von Eoueldaob (Koror) und Babeldaob (Melekeok) haben dabei eine traditionell hervorgehobene Position.

Der PrĂ€sident wird fĂŒr eine Amtsdauer von vier Jahren gewĂ€hlt, nach zwei Amtszeiten in Folge muss ein Amtsinhaber vor einer erneuten Kandidatur fĂŒr eine Wahlperiode pausieren. In der Wahlperiode von 2017 bis 2021 war Tommy Remengesau der PrĂ€sident von Palau, es war bereits seine vierte Amtszeit. Seit 2021 hat Surangel Whipps Jr. das Amt inne.

Siehe auch: Liste der PrÀsidenten von Palau

Die Judikative besteht derzeit aus einem erstinstanzlichen Gericht, einem Berufungsgericht (National Court) und einem Obersten Gerichtshof (Supreme Court), der auch als Revisionsinstanz und Verfassungsgericht fungiert.

Seit dem 7. Oktober 2006 ist die Hauptstadt Ngerulmud. Davor war Koror, die grĂ¶ĂŸte Stadt des Landes, seit der UnabhĂ€ngigkeit 1994 Hauptstadt. Die Umlegung geschah im Hinblick auf eine bessere Verteilung der politischen Macht in den einzelnen Staaten.

Justiz

Von palauischen Gerichten werden als einzige authentische Quelle bei GrundstĂŒcks- und Stammesstreitigkeiten die sogenannten „KrĂ€mer“-BĂ€nde der Hamburger SĂŒdseeexpedition (1908–1910) des deutschen Marinearztes, Anthropologen und Ethnologen Augustin KrĂ€mer (1864–1941) noch heute anerkannt. Die in fĂŒnf BĂ€nden enthaltenen Aufzeichnungen sind mangels eigener oder anderer schriftlicher Aufzeichnungen das kodifizierte GedĂ€chtnis der durch moderne Lebensart bedrohten palauischen Kultur und IdentitĂ€t. Die deutsche Botschaft förderte eine englische Übersetzung dieser Aufzeichnungen (KrĂ€mer Translation Project) unter Beteiligung des Etpison Museum und des Belau National Museum, der deutsche Botschafter ĂŒberreichte die ersten BĂ€nde im Mai 2014 an den PrĂ€sidenten.

Verwaltung

Palau ist in 16 administrative „Staaten“ (d. h. Verwaltungseinheiten) unterteilt:
(Die grĂŒnen und roten Pfeile zeigen die Zu- oder Abnahme der Bevölkerungszahl gegenĂŒber dem Minicensus 2012)

Wirtschaft

Allgemein

Der wirtschaftlich dominierende Einfluss stammt von AuslandsĂŒberweisungen von Palauern, die in den Vereinigten Staaten arbeiten. In die USA einzuwandern und dort zu arbeiten, ist fĂŒr StaatsbĂŒrger von Palau sehr einfach. Unternehmen, wie etwa Tourismusbetriebe, werden oft von japanischen und amerikanischen Investoren gelenkt. Palau besitzt einen hohen Bevölkerungsanteil von Filipinos, die vor allem im Tourismus arbeiten. Praktisch alle Kraftfahrzeuge werden aus Japan als Gebrauchtwagen importiert. Die Wirtschaft ist in Koror konzentriert – der Standort der neuen Hauptstadt Ngerulmud spielt praktisch noch (Stand 2008) keine Rolle.

Der einzige Hafen des Landes befindet sich auf Malakal, der internationale Flughafen auf Babeldaob. Die Landwirtschaft ist die hĂ€ufigste Wirtschaftsform auf Palau und dient hauptsĂ€chlich der Selbstversorgung; wichtigste Anbauprodukte sind Maniok, KokosnĂŒsse, Bananen und SĂŒĂŸkartoffeln. Naturressourcen sind Kopra und Fische.

Das Bruttoinlandsprodukt betrĂ€gt ĂŒber 178,4 Mio. US-Dollar, pro Kopf sind es 8.941 US-Dollar. Mit Auslandshilfe ĂŒber 200 Mio. US-Dollar, pro Kopf sind es 10.000 US-Dollar. Daran ist das Gewerbe mit 21 %, die öffentliche Verwaltung mit 20 %, BautĂ€tigkeit mit 15 %, Hotels und Restaurants mit 10 % und der Finanzsektor sowie Transport und Kommunikation mit 8 % beteiligt. (Stand 2009)

Die Inflationsrate von Palau betrÀgt nach Angaben der Weltbank im Jahr 2010 2 %. Die Haushaltseinnahmen betrugen 2008 114,8 Mio. US-Dollar, die Haushaltsausgaben 99,5 Mio. US-Dollar.

Im Jahr 2005 waren auf Palau insgesamt 11.671 Menschen erwerbstÀtig, 426 Menschen waren ohne Arbeit. Die Arbeitslosenquote lag im Jahr 2015 bei nur 1,5 %.

Im Jahr 2015 wies Palau mit 9,38 % das zweithöchste Wirtschaftswachstum der Welt nach Äthiopien auf.

Außenhandel

Das Exportvolumen betrĂ€gt ca. 5,9 Mio. US-Dollar (Stand 2004). Die wichtigsten Handelspartner sind die USA, Japan, Singapur, Taiwan und Korea. Die wichtigsten ExportgĂŒter sind Thunfisch, Kopra, Schalentiere, Kleidung, Handwerkskunst und KokosnĂŒsse. Das Importvolumen betrĂ€gt ca. 129,5 Mio. US-Dollar (Stand 2008). Die wichtigsten Handelspartner sind die USA, Guam, Japan, Singapur, Taiwan und Korea. Die wichtigsten ImportgĂŒter sind Maschinen, Öl, Tabak, Tiere, Metall sowie Lebensmittel und Spirituosen.

Staatshaushalt

Der Staatshaushalt umfasste 2008 Ausgaben von 99,5 Mio. US-Dollar, dem standen Einnahmen von 114,8 Mio. US-Dollar gegenĂŒber. Daraus ergibt sich ein HaushaltsĂŒberschuss in Höhe von 9,3 % des BIP.

Die Staatsverschuldung betrug 2004 ca. 18 Mio. (2006: 38 Mio.) US-Dollar oder ca. 13 % des BIP.

2006 betrug der Anteil der Staatsausgaben (in % des BIP) folgender Bereiche:

  • Gesundheit: 10,5 %
  • Bildung: 10,3 % (2002)
  • MilitĂ€r: 0,0 % (Palau hat kein MilitĂ€r, Verteidigung ist Aufgabe der USA)

Verkehr und Tourismus

Flugverkehr

Der internationale Flughafen verfĂŒgt ĂŒber Verbindungen mit Asiana Airlines nach Seoul und Osaka, mit Korean Air nach Seoul, mit China Airlines nach Taipeh sowie saisonale CharterflĂŒge mit Japan Airlines nach Tokio und Nagoya. Zudem ist Koror an das Drehkreuz von United Airlines in Guam angebunden, wodurch Verbindungen in die Region nach Manila und Yap sowie interkontinental nach Nordamerika und Europa bestehen. Die Republik Palau besitzt keine eigene Fluggesellschaft. Flugverbindungen zwischen den grĂ¶ĂŸeren Inseln Palaus fĂŒhren private Charterorganisationen mit kleinen Maschinen durch.

Schiffsverkehr

Der Schiffsverkehr und FÀhrverbindungen sind unerlÀsslich. Auf den Inseln sind in kleinen Teilen das Auto, das Mofa und der Ochsenkarren die Hauptverkehrsmittel.

Tourismus

Der Tourismus auf Palau wird noch nicht sehr kommerziell betrieben. Die meisten der ca. 100.000 (Stand 2011) Touristen pro Jahr kommen aus den USA, Japan, SĂŒdkorea, Taiwan und den Philippinen. Es gibt lediglich kleinere Bungalow- und Apartmentanlagen sowie kleinere Hotels in Koror und auf anderen Inseln. Der Tauchsport und Schnorcheln wird hĂ€ufig von Touristen als Sportmöglichkeit in Palau genutzt. Das Tauchmagazin Forbes Traveller wĂ€hlte die Blue Corner in Palau zum „besten Tauchgebiet der Welt“. Wegen der Strömungen vor allem am Außenriff verlangt das Tauchen in Palau aber fortgeschrittene Tauch-FĂ€higkeiten.

Kultur

Gesellschaft

Es besteht eine starke Identifikation mit der althergebrachten Kultur, auffĂ€llig ist eine enge Verbindung des Menschen mit dem Meer. Bis ins spĂ€te 19. Jahrhundert gab es keine geschriebene Sprache, so dass Geschichten, Legenden und Wissen mĂŒndlich weitergegeben wurden. Heute wird dieser Brauch noch praktiziert, indem am Ende eines Tages am Feuer Geschichte und Geschichten erzĂ€hlt werden. Die Frauen besitzen in der matrilinear geprĂ€gten, traditionellen Gesellschaft eine starke Stellung.

Bis ins 20. Jahrhundert waren Tatauierungen in Palau zentraler Bestandteil von Kultur und Gesellschaft sowie Indikator fĂŒr Stand und Reichtum des TrĂ€gers.

Palau wurde in Deutschland durch die Bilder Max Pechsteins bekannt, die dieser besonders in Kunstportraits nach seiner SĂŒdseereise 1913/14 darstellte.

Bildung

In Koror gibt es eine weiterfĂŒhrende Schule, an der ein College-Abschluss nach US-amerikanischem Muster erworben werden kann. Eine darĂŒber hinausgehende Ausbildung bedingt das Verlassen des Landes, zumeist in die Vereinigten Staaten von Amerika, wo Einwohner Palaus uneingeschrĂ€nkte Niederlassungsfreiheit genießen.

Gesetzliche Feiertage

Literatur

  • G. Deichman, K. Davidson, E. Daniels: Micronesia Palau, Dive Sites, History & Culture. Dream Time, Manila, Philippines 2007, ISBN 978-971-0490-00-4. 
  • Claudia Lauterbach: Von Frauen, Machtbalance und Modernisierung. Das etwas andere GeschlechterverhĂ€ltnis auf der Pazifikinsel Palau. In: Reihe Geschlecht und Gesellschaft. Band 27. Leske & Budrich, Opladen 2001. 
  • Sue Rabbitt Roff: Overreaching in Paradise. United States Policy in Palau since 1945. The Denali Press, Juneau 1991. 
  • Karl Semper: Auf den Palau-Inseln. Ein SĂŒdsee-Idyll. In: Wege zum Wissen. Band 29. Ullstein, Berlin. 
  • George Keate: Nachrichten von den Pelew-Inseln in der Westgegend des Stillen Oceans. Aus den TagebĂŒchern und mĂŒndlichen Nachrichten des Capitains Heinrich Wilson und einiger Officiere, welche mit ihm im August 1783 in der „Antelope“, einem Postschiff der englischen ostindischen Compagnie
 Übers. aus dem Englischen v. Georg Forster. SĂŒddeutsche Zeitung, Anna-Amalia-Bibliothek, MĂŒnchen 2007, ISBN 978-3-86615-413-1 (zuerst: Benjamin Gottlob Hoffmann, Hamburg 1788. Reihe: Neuere Geschichte der See- und Landreisen, 1; wieder: VEB Brockhaus Leipzig, 1977; wieder 1981; wieder: neu hg., bearb. & mit Nachwort von Jean Villain. BS-Verlag, Rostock 2003, ISBN 3-89954-024-7)
  • Der Schiffbruch der „Antelope“. Nachrichten von den Pelew-Inseln in der Westgegend des stillen Ozeans. AusgewĂ€hlte Abschnitte nach dem Original von 1789. Mit einer Einl. hg. von R. H. FrancĂ©. Reihe: Natur-Bibliothek Nr. 40/41. Thomas Verlag, Leipzig o. J. (um 1915)

Siehe auch

  • Liste der Orte in Palau
  • Liste der Registered Historic Places in Palau

Weblinks

  • LĂ€nderinformationen des AuswĂ€rtigen Amtes zu Palau
  • Website der Regierung Palaus
  • Offizielles FremdenverkehrsbĂŒro Palau in Deutschland
  • Foreign Ships in Micronesia: Palau, Entdeckung von und Landungen auf Palau von 1522 bis 1885, englisch
  • Zwischen Hamburg und Haiti: Palau - Inseln in der SĂŒdsee am 27. Dezember 2020 auf ndr.de, abgerufen am 27. Dezember 2020

Einzelnachweise



Quelle: Wikipedia

 

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Flagge: Palau

Name englisch: Palau
Hauptstadt: Koror
Kfz: PAL
ISO: PW
ISO3: PLW
Fläche: 458 km²
Tld: .pw
Wärung Einheit: USD
Währung: Dollar
Vorwahl: 680

Ausdehnung / Grenzen (nach WGS 84 dezimal):
nördlichster Punkt: 8.0940234
südlichster Punkt: 3.0011389
westlichster Punkt: 131.1692199
östlichster Punkt: 134.7210985


 
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