Lšnder Länder/Staaten > Australien/Ozeanien > Tokelau Tokelau

Land Karte: Tokelau | Grenzen der Regionen auf der Karte anzeigen | Nachbarstaaten auf der Karte anzeigen

Staaten Nachbarstaaten: (0)

Nachbarstaaten Info Die Nachbarstaaten werden automatisch anhand der Grenzen errechnet. Daher kann es vorkommen, dass ein Nachbarstaat fehlt oder zu viel angezeigt wird.
Wir versuchen diese im Laufe der Zeit manuell anzupassen. Bei Fehlern kŲnnt ihr euch jederzeit an uns wenden Łber das Kontaktformular.

Staat Informationen : Tokelau

Informationen:


Tokelau (Bedeutung ‚ÄěNordwestwind‚Äú oder ‚ÄěBlattspitze‚Äú) ist ein von Neuseeland abh√§ngiges Gebiet im S√ľdpazifik und besteht aus drei tropischen Korallenatollen (von Nordwesten: Atafu, Nukunonu und Fakaofo) mit einer Gesamtfl√§che von 12,2¬†km¬≤ und einer Bev√∂lkerung von 1499 Einwohnern (Oktober 2016), von denen 48 als Angestellte des in Apia ans√§ssigen Tokelau Public Service (TPS) und deren Angeh√∂rige auf Samoa leben und arbeiten. Die Inselgruppe wird gelegentlich auch mit ihrem ehemaligen Kolonialnamen Union-Inseln bezeichnet.

Tokelau liegt n√∂rdlich der Samoainseln, √∂stlich von Tuvalu, s√ľdlich der Phoenixinseln, s√ľdwestlich der weit entfernten Line Islands und nordwestlich der Cookinseln. Die n√§chstgelegene Insel, das etwa 180¬†km s√ľdlich von Fakaofo befindliche Atoll Swains Island, geh√∂rt, wenngleich historisch und kulturell eng mit Tokelau verbunden, politisch nicht zu diesem Gebiet, sondern wird als Teil Amerikanisch-Samoas von den USA verwaltet.

Bis 1976 war Tokelaus offizielle Bezeichnung Tokelau Islands.

Geographie

Tokelau besteht aus folgenden Atollen:

Die Atolle liegen inmitten des Pazifischen Ozeans n√∂rdlich von Neuseeland und √∂stlich von Neuguinea. Die Inselkette erstreckt sich von Atafu im Nordwesten √ľber rund 160¬†km bis Fakaofo im S√ľdosten. Die drei Atolle sind von mehrere Kilometer tiefem Wasser umgeben; ihre Inseln ragen nur wenige Meter √ľber den Meeresspiegel. Zwischen Tokelau und der n√§chstgelegenen Inselgruppe Samoa liegen etwa 480¬†km.

Die wegen der Ertr√§ge aus Fischereilizenzen f√ľr Tokelau √∂konomisch wichtige ausschlie√üliche Wirtschaftszone (AWZ) erstreckt sich √ľber eine Fl√§che von 318.990¬†km¬≤. Der Verlauf der Grenzen zu den AWZ der Phoenixinseln im Norden, der Cookinseln im S√ľdosten, von Amerikanisch-Samoa im S√ľden sowie von Wallis und Futuna im S√ľdwesten ist durch Vertr√§ge festgelegt.

Die Atolle bestehen haupts√§chlich aus Riffkalk und Sand. Ihre stark alkalischen B√∂den sind gekennzeichnet durch hohe Porosit√§t, geringen N√§hrstoff- und Humusgehalt sowie starke Versalzung. Die schlechte Bodenqualit√§t, die eine √ľber Subsistenzniveau hinausgehende Landwirtschaft unm√∂glich macht, gilt als ein Haupthindernis f√ľr die Entwicklung des Landes.

Klima und Umwelt

Tokelau hat tropisches Klima mit ausgeglichenem Temperaturverlauf. Die Durchschnittstagestemperaturen liegen ganzj√§hrig bei 28¬†¬įC auf Atafu und 27¬†¬įC auf Nukunonu und Fakaofo. Die durchschnittlichen monatlichen Niederschlagsmengen liegen zwischen 160 und 360¬†mm, wobei die h√∂chsten Werte zwischen November und M√§rz erreicht werden. Die Jahresniederschlagsmenge liegt bei 2800¬†mm.

Tokelau liegt am n√∂rdlichen Rand der Zugbahn tropischer Wirbelst√ľrme im S√ľdpazifik. Die H√§ufigkeit, mit der Tokelau von Zyklonen getroffen wird, hat sich in den letzten Jahrzehnten erh√∂ht; seit 1987 richteten St√ľrme mehrmals schwere Sch√§den auf den Atollen an. Am 25. und 26. Februar 2005 traf der Zyklon ‚ÄěPercy‚Äú auf die Inseln, der zwar keine Menschenleben kostete, aber auf Nukunonu die √úberflutung von 80¬†% des Dorfes verursachte.

Im Herbst 2011 f√ľhrte eine monatelange D√ľrreperiode im s√ľdpazifischen Raum zu akutem Trinkwassermangel in mehreren der dortigen Inselstaaten. Besonders betroffen waren Tuvalu und Tokelau. Beide Gebiete riefen den Notstand aus; die Trinkwasserversorgung Tokelaus konnte nur mit Hilfe von Schiffen aufrechterhalten werden. Dieses Ereignis war Ausl√∂ser f√ľr bedeutende Investitionen in die Sanierung und Verbesserung der Wasserversorgung Tokelaus.

Bevölkerung

Die Bev√∂lkerung von Tokelau lebt in vier D√∂rfern, von denen sich zwei auf Fakaofo und je eines auf Atafu und Nukunonu befinden. Die meisten Bewohner sprechen Tokelauisch; etwa die H√§lfte der Bev√∂lkerung kann sich auf Englisch verst√§ndigen. Die Isolation der Atolle und das Fehlen nat√ľrlicher Ressourcen behindern die √∂konomische Entwicklung des Gebietes; die landwirtschaftliche Produktion befindet sich auf Subsistenzniveau. Gemeinsam mit der √úberbev√∂lkerung des Gebiets f√ľhrte dies zur Emigration vieler Atollbewohner nach Neuseeland. Nach einem √ľber Jahrzehnte anhaltenden Bev√∂lkerungsr√ľckgang konnte 2016 ein Wachstum der Bev√∂lkerung um 6,2¬†% gegen√ľber 2011 festgestellt werden.

Religion

Auf dem Atoll Atafu bekannte sich 2016 mit 78,3¬†% die √ľberwiegende Mehrheit der beim Zensus anwesenden Einwohner zur Congregational Christian Church of Samoa (Ekalesia Fa‚Äôapotopotoga Kerisiano i Amerika Samoa), w√§hrend auf Nukunonu 81,8¬†% der r√∂misch-katholischen Kirche (Mission sui juris Tokelau) angeh√∂rten. Auf Fakaofo sind beide Konfessionen vertreten, wobei 2016 die Anh√§nger der Congregational Christian Church mit 62,7¬†% gegen√ľber den Katholiken mit 32,6¬†% √ľberwogen. Weitere 4,2¬†% der Bev√∂lkerung Tokelaus bezeichneten sich als Presbyterianer (Presbyterian Church of Aotearoa New Zealand)

Gesundheit

Laut einem Bericht der WHO aus dem Jahr 2008 hat Tokelau unter den Gebieten im S√ľdpazifik mit 93,6¬†% den h√∂chsten Bev√∂lkerungsanteil an √ľbergewichtigen Menschen. Die Diabetesrate bei den 25- bis 64-J√§hrigen lag 2006 bei 43,6¬†%.

Geschichte

Die Atolle wurden von Polynesiern √ľber die umliegenden Inseln besiedelt. Die erste Entdeckung durch Europ√§er erfolgte durch Commodore John Byron an Bord des britischen Expeditionsschiffs Dolphin, der am 24.¬†Juni 1765 das Atoll Atafu sichtete und Duke of York‚Äôs Island taufte.

Auf seiner Suche nach den Meuterern der Bounty erreichte Captain Edward Edwards mit der Pandora am 6. Juni 1791 zunächst Duke of York’s Island und fand am 12. Juni 1791 ein weiteres Atoll, das heutige Nukunonu, das er Duke of Clarence’s Island nannte.

Fakaofo wurde erstmals im Februar 1835 von einem amerikanischen Walfänger unter Captain Smith gesichtet und D’Wolf’s Island genannt. Zwischen dem 25. und dem 29. Januar 1841 wurden alle drei Atolle von der United States Exploring Expedition aufgesucht, wobei Fakaofo im Glauben, dass es sich um eine bisher unbekannte Insel handele, in Bowditch Island umbenannt wurde.

Bis zum 19. Jahrhundert waren die Inseln autark. Durch die Aktivit√§ten peruanischer Sklavenh√§ndler, die im Jahr 1863 beinahe die H√§lfte der Bev√∂lkerung Tokelaus, darunter fast alle arbeitsf√§higen M√§nner, deportierten, sowie durch eingeschleppte Krankheiten wurde die urspr√ľngliche Bev√∂lkerung stark dezimiert. In den folgenden Jahren sorgte die Zuwanderung polynesischer M√§nner und europ√§ischer wie amerikanischer Siedler, die sich auf Tokelau niederlie√üen und einheimische Frauen heirateten, f√ľr eine Erholung der Bev√∂lkerung.

1877 wurden die Inseln zum britischen Schutzgebiet erkl√§rt. Die entsprechenden formellen Erkl√§rungen und die Flaggenhissung wurden 1889 von Commodore Oldham, Royal Navy, HMS Egeria, auf den jeweiligen Inseln vorgenommen. 1893 wurden die Union Islands (wie die Tokelau-Inseln bis 1946 hie√üen) dem neu gegr√ľndeten Schutzgebiet der Gilbert- und Elliceinseln zugeordnet und von Tarawa, sp√§ter von Ocean Island aus verwaltet. 1916 wurden die Tokelau-Inseln auf Wunsch der Einwohner in das Vereinigte K√∂nigreich aufgenommen und bildeten einen Teil der Gilbert-Ellice-Kolonie; die Verwaltung wurde vom Bezirksverwalter (District Officer) in Funafuti ausge√ľbt.

Am 11. Februar 1926 schlie√ülich, in Umsetzung eines Beschlusses vom 4.¬†November 1925, wurden die Inseln der Verwaltung von Neuseeland unterstellt; zust√§ndig wurde der Administrator des Territoriums Westsamoa. Im gleichen Jahr wurde die bis dahin zum Verband der Union Islands geh√∂rende Insel Olohega (heute Swains Island) von Gro√übritannien an die USA abgetreten. Olohega liegt etwa 180¬†km s√ľdlich von Fakaofo.

Seit 1946 steht das Territorium auf der UN-Liste der Hoheitsgebiete ohne Selbstregierung. Die am 7. Mai 1946 verabschiedete Tokelau-Namensverordnung bezeichnete die Inselgruppe offiziell als Tokelau-Inseln, und mit dem Tokelau-Inseln-Gesetz wurde Neuseeland zum 1. Januar 1949 die Landeshoheit √ľbertragen und Tokelau dem neuseel√§ndischen Hoheitsgebiet zugeordnet.

Durch die Unabh√§ngigkeitserkl√§rung Westsamoas 1962 wurde dessen Administrator Hochkommissar (High Commissioner) von Neuseeland, behielt aber das Amt des Administrators f√ľr die Tokelau-Inseln. Ab dem 1.¬†Januar 1972 wurde der Titel Administrator der Tokelau-Inseln dem Minister f√ľr Maori- und Inselfragen in Wellington, vom 1. Dezember 1975 an dem Au√üenminister Neuseelands √ľbertragen.

Die Insel war Ziel von Koprah√§ndlern, die das getrocknete Fruchtfleisch der Kokosnuss, das vor allem f√ľr Speise√∂l verwendet wird, mit gutem Gewinn weiterverkauften. Ein Postschiff steuerte nur drei bis vier Mal pro Jahr Tokelau an. Die erste Schule Tokelaus entstand 1950.

Im Gegensatz zu Neuseeland lag Tokelau bis 2011 √∂stlich der Datumsgrenze, wodurch die Zeit im Vergleich zu Neuseeland 22 Stunden hinterherging. Zusammen mit Samoa √ľberging Tokelau jedoch den 30. Dezember 2011 und wechselte somit auf die westliche Seite der Datumsgrenze. Die Zeit auf Tokelau war bis dahin als UTC‚ąí11 und ist seitdem als UTC+13 definiert.

Politik

Tokelau ist ein integraler Teil Neuseelands. Seine Angelegenheiten werden vom neuseel√§ndischen Au√üen- und Handelsminister geregelt, der seit 1980 zur Verwaltung der drei Atolle einen Administrator of Tokelau ernennt. Dieses ist stets der neuseel√§ndische Hochkommissar auf Samoa. Ein Gro√üteil der Verantwortung wurde allerdings der tokelauischen Bev√∂lkerung, insbesondere den √Ąltestenr√§ten (Taupulega) der drei Atolle √ľbertragen, sodass der Administrator quasi nur als Schnittstelle zwischen der Kolonie und dem Mutterland fungiert. Basis der tokelauischen Gesetzgebung, Verwaltung und Justiz bildet der Tokelau Islands Act von 1948.

Jedem der Atolle steht ein Faipule vor, der den jeweiligen Rat leitet und auch rechtsprechende Funktionen wahrnimmt. Exekutivorgane sind die drei Pulenuku, die sich als B√ľrgermeister bezeichnen lassen. Intern besteht keine administrative Trennung der drei Inseln, die insgesamt 20 Repr√§sentanten in das Parlament (General Fono) von Tokelau entsenden. Die Anzahl der Delegierten f√ľr jedes Atoll beruht auf den beim letzten Zensus ermittelten Bev√∂lkerungszahlen; 2017 entfielen auf Nukunonu 6¬†Sitze und auf Fakaofo sowie Atafu je 7¬†Sitze. Der Vorsitz im General Fono rotiert j√§hrlich zwischen den Atollen. Der jeweilige Faipule nimmt in dieser Zeit auch die Funktion des Regierungschefs (Ulu-o-Tokelau) ein. Au√üerhalb der Sitzungsperioden des General Fono werden die Regierungsgesch√§fte vom Council for the Ongoing Government of Tokelau gef√ľhrt, das aus den Faipule und Pulenuku der drei Atolle besteht.

Am 2. Dezember 1980 wurde auf Atafu der Tokehega-Vertrag unterzeichnet, ein Abkommen zwischen Neuseeland und den Vereinigten Staaten √ľber den maritimen Grenzverlauf zwischen Tokelau und Amerikanisch-Samoa, das unter anderem die Anspr√ľche auf die Insel Olohega (Swains Island) zugunsten der USA kl√§rte. Bemerkenswert an diesem Vertrag sind insbesondere folgende Umst√§nde:

  1. Der Vertrag wurde in Tokelau unterzeichnet.
  2. Der Vertrag wurde sowohl auf Englisch als auch auf Tokelauisch verfasst.
  3. Als Vertreter Neuseelands traten die drei Faipule der Atolle auf.

Am 11. November 2004 kamen Neuseeland und Tokelau √ľberein, Verhandlungen √ľber einen Vertrag aufzunehmen, der den politischen Status Tokelaus in den eines unabh√§ngigen Staats in freier Assoziation mit Neuseeland umgewandelt h√§tte, √§hnlich dem gegenw√§rtigen Status der Cookinseln und Niues. Vom 11. bis 15.¬†Februar 2006 wurde ein von den Vereinten Nationen finanziertes Referendum √ľber die Unabh√§ngigkeit abgehalten. Die n√∂tige Zwei-Drittel-Mehrheit zur Losl√∂sung wurde mit 349 Stimmen gegen 232 bei einer Wahlbeteiligung von 95¬†% verpasst. Die Gegner einer Losl√∂sung f√ľrchteten vor allem das Ende der finanziellen Unterst√ľtzung durch Neuseeland. Ein erneutes Referendum fand im Oktober 2007 statt. Auch in diesem erhielt der Vorschlag einer losen Bindung mit Neuseeland nicht die notwendige Mehrheit.

Das Pacific Islands Forum gewährte Tokelau im Oktober 2005 Beobachterstatus. Im August 2014 wurde Tokelau als assoziiertes Mitglied aufgenommen.

Wirtschaft

Traditionell betreiben die Bewohner Tokelaus Subsistenzwirtschaft, in der das Teilen vorhandener Ressourcen eine wichtige Rolle spielt. Dieses Prinzip der gemeinschaftlichen Ressourcenteilung wird auf Tokelau Inati genannt. Fischfang, der Anbau von Kokospalmen und Brotfruchtb√§umen sowie die Haltung von Schweinen und H√ľhnern leisten einen wichtigen Beitrag zur Deckung des Bedarfs an Lebensmitteln.

Eine bedeutende Einnahmequelle ist der Verkauf von Fischereilizenzen f√ľr Tokelaus ausgedehnte ausschlie√üliche Wirtschaftszone (AWZ). Die Gew√§sser um die Inseln weisen gro√üe Thunfischbest√§nde auf, die mit Ringwadennetzen befischt werden.

Von untergeordneter Bedeutung sind die Erl√∂se aus dem Verkauf von Sammlerbriefmarken und -m√ľnzen und dem Export der Erzeugnisse des traditionellen Handwerks.

Bekannt geworden ist Tokelau im Internet durch die kostenlose Vergabe der Top-Level-Domain .tk. Es ist aber nicht der Inselstaat selbst, der die Top-Level-Domains vergibt, sondern ein Investor, der das Nutzungsrecht an der Adresse erwarb.

Im Finanzjahr 2016/17 betrug das Bruttoinlandsprodukt knapp 15¬†Mio. Neuseeland-Dollar (NZ$), was etwa 10,6¬†Mio. US-Dollar entsprach. Tokelaus Wirtschaft ist in hohem Ma√üe von der Unterst√ľtzung durch Neuseeland abh√§ngig. Diese umfasst direkte Finanzhilfen wie den Ausgleich des Budgetdefizits, die Zahlung der Geh√§lter f√ľr die Arbeitspl√§tze in der Gebietsverwaltung sowie Sachleistungen wie die Anschaffung des Versorgungsschiffs Mataliki oder die Sanierung der Trinkwasserversorgung. Im Budgetjahr 2015/16 belief sich die Hilfe Neuseelands auf 16,3¬†Mio. NZ$.

Infrastruktur

Tokelau gilt als eines der abgeschiedensten Gebiete der Welt. Es gibt weder Seeh√§fen oder Flugh√§fen auf den Inseln noch nennenswerte Transportm√∂glichkeiten zwischen den Atollen. Der Archipel kann nur per Schiff erreicht werden. Auch die Versorgung mit Lebensmitteln und Gebrauchsg√ľtern erfolgt auf dem Seeweg. Seit 2016 steht daf√ľr die Mataliki in Dienst, die von Neuseeland finanziert und dem Inselstaat zur Verf√ľgung gestellt wurde. Das Schiff verkehrt in ungef√§hr zweiw√∂chigem Turnus zwischen Tokelau und der n√§chstgelegenen Hafenstadt Apia (Samoa) und ben√∂tigt von dort bis Fakaofo etwa 24 Stunden. Zus√§tzliche neuneinhalb Stunden dauert die Weiterreise zum nordwestlichsten Atoll Atafu. Da die drei Atolle Tokelaus nur √ľber je einen lediglich f√ľr kleine Boote zug√§nglichen Anlegesteg verf√ľgen, m√ľssen G√ľter und Passagiere vor der K√ľste auf Barkassen umgeladen werden, bevor sie auf den Inseln angelandet werden k√∂nnen. Ein weiteres Frachtschiff sollte 2018 in Dienst gestellt werden.

Jedes der Atolle verf√ľgt √ľber ein eigenes kleines Krankenhaus. Die medizinische Behandlung ist f√ľr die Tokelauer kostenlos.

Als letzter Staat der Erde wurde Tokelau im Jahr 1994 mit dem internationalen Telefonnetz verbunden. Im September 2003 hat die Stiftung Tokelau eine 384-kbps-Downlink- und eine 64-kbps-Uplink-Internetverbindung via Satellit auf Fakaofo angelegt, die rund um die Uhr aktiv ist.

Tokelau war der erste Staat der Erde, der sich vollst√§ndig mittels Photovoltaik mit Strom versorgt. Daf√ľr wurden 2012 auf den drei Atollen im Rahmen des Tokelau Renewable Energy Project Photovoltaikanlagen mit einer elektrischen Gesamtleistung von 1¬†MW installiert. Durch die Umstellung von Dieselgeneratoren auf Photovoltaik spart Tokelau jeden Tag etwa 200 Liter fossilen Brennstoff ein. F√ľr Perioden mit anhaltender Bew√∂lkung, in denen nicht gen√ľgend Solarstrom produziert werden kann, stehen Reservegeneratoren bereit, die mit Kokos√∂l betrieben werden k√∂nnen.

Sport

Beliebte Sportarten Tokelaus sind Rugby Union, Netball und kilikiti, eine Art einheimisches Cricket.

Bei den S√ľdpazifikspielen in Apia gewannen tokelauische Sportler 2007 die ersten drei Goldmedaillen in der Geschichte des Staates bei internationalen Wettbewerben. Im Lawn Bowls holten Lotomalie Fakaalofa, Sagato Alefosio und Sakaraia Patelesio die Goldmedaille im Dreier-Wettbewerb der M√§nner. Zuvor hatten bereits Violina Linda Pedro und Opetera Samakia Ngatoko in derselben Sportart im Paarwettbewerb der Frauen die Goldmedaille gewonnen. Schlie√ülich gewann Violina Pedro im Einzelwettbewerb der Damen ebenfalls Gold, w√§hrend es f√ľr die M√§nner im Viererwettbewerb noch Silber und f√ľr die Frauen im selben Wettbewerb eine Bronzemedaille gab. Lawn Bowls ist in den Staaten des S√ľdpazifiks ein popul√§rer Sport; alle 22 teilnehmenden Nationen stellten Teams f√ľr die Wettbewerbe in diesem Pr√§zisions-Kugelspiel.

Netball wurde vermutlich von Briten nach Tokelau gebracht, der Sport wurde jedoch erst popul√§r, als Neuseeland die Verwaltung der Insel √ľbernahm. Der Sport wird meist w√§hrend Interinsel-Sportwettbewerben ausge√ľbt, gemeinsam mit anderen Sportarten wie Rugby League und Volleyball.

Literatur

  • Selwyn Digby Wilson: Tokelau Islands. In: Alexander Hare McLintock (Hrsg.): An Encyclopaedia of New Zealand. 1. Auflage. R. E. Owen, Wellington 1966 (englisch, online in: Te Ara ‚Äď the Encyclopedia of New Zealand [abgerufen am 17.¬†September 2017]).¬†
  • Matagi Tokelau. History and Traditions of Tokelau. Office for Tokelau Affairs / Institute of Pacific Studies, University of the South Pacific, Apia / Suva 1991, ISBN 982-02-0058-X (englisch, tokelauanisch: Matagi Tokelau. 1990. √úbersetzt von Antony Hooper, Judith Huntsman).¬†
  • Anthony H. Angelo, Hosea Kirifi: The Treaty of Tokehega ‚Äď an exercise in law translation. In: Victoria University of Wellington Law Review. Band¬†17, Nr.¬†2, 1.¬†April 1987, ISSN¬†0042-5117, S.¬†125‚Äď139 (englisch, online verf√ľgbar durch das SSRN).¬†
  • Judith Huntsman, Antony Hooper: Tokelau ‚Äď A Historical Ethnography. Auckland University Press, Auckland 1996, ISBN 1-86940-153-0 (englisch).¬†
  • Judith Huntsman: Tokelau 1852 Exodus: A Story and Its History. In: The Journal of Pacific History. Band¬†39, Nr.¬†1, Juni 2004, ISSN¬†0022-3344, S.¬†23‚Äď41, doi:10.1080/00223340410001684831 (englisch).¬†
  • Kelihiano Kalolo: Tokelau. In: The Contemporary Pacific. Band¬†12, Nr.¬†1, 2000, ISSN¬†1043-898X, S.¬†246‚Äď249, doi:10.1353/cp.2000.0017 (englisch).¬†
  • Anke Richter: Tokelau ‚Äď 200 Tage. Bericht aus einem sinkenden Paradies. Egmont Vgs, K√∂ln 2003, ISBN 3-8025-1527-7.¬†

Weblinks

  • Government of Tokelau. Offizielle Website der Regierung von Tokelau (englisch).
  • Tokelau. New Zealand Ministry of Foreign Affairs and Trade (englisch).
  • CIA World Factbook: Tokelau (englisch).
  • Ulli Weissbach: Die Sonneninseln ‚Äď Tokelau stieg von √Ėl auf Solarkraft um. Filmbericht, gesendet am 16. September 2015 in nano. 3sat-Mediathek; mit Pressemeldung der dpa.

Einzelnachweise



Quelle: Wikipedia

 

Region Regionen (0)

Noch keine Regionen eingetragen.
 

Die höchsten Gipfel Die höchsten Gipfel

 

Die höchsten Hütten Die höchsten Hütten

 

Touren in diesem Staat Touren in diesem Staat

 

Bücher und Karten Bücher und Karten

Flagge: Tokelau

Name englisch: Tokelau
Hauptstadt:
Kfz:
ISO: TK
ISO3: TKL
Fläche: 12 km²
Tld: .tk
Wärung Einheit: NZD
Währung: Dollar
Vorwahl: 690

Ausdehnung / Grenzen (nach WGS 84 dezimal):
nördlichster Punkt: -8.531454
südlichster Punkt: -9.4448709
westlichster Punkt: -172.520740
östlichster Punkt: -171.181111


 
Tokelau: Große Karte mit den Grenzen und allen POIs
Tokelau. Schaue dir die Lage und viele weitere Informationen an. Höchste Gipfel und höchste Hütten.

Genabi Gesundheit.Nachhaltigkeit.Bio Twitter twitter.com/deinebergede Instagram instagram.com/deineberge.de Facebook facebook.com/DeineBerge Frage Kontakt Fragen, Fehler, Lob, Kritik?
Schreib uns eine Nachricht.