Lšnder Länder/Staaten > Nordamerika > St. Vincent und die Grenadinen St. Vincent und die Grenadinen

Land Karte: St. Vincent und die Grenadinen | Grenzen der Regionen auf der Karte anzeigen | Nachbarstaaten auf der Karte anzeigen

Staaten Nachbarstaaten: (0)

Nachbarstaaten Info Die Nachbarstaaten werden automatisch anhand der Grenzen errechnet. Daher kann es vorkommen, dass ein Nachbarstaat fehlt oder zu viel angezeigt wird.
Wir versuchen diese im Laufe der Zeit manuell anzupassen. Bei Fehlern kŲnnt ihr euch jederzeit an uns wenden Łber das Kontaktformular.

Staat Informationen : St. Vincent und die Grenadinen

Informationen:


St. Vincent und die Grenadinen (), amtlich englisch Saint Vincent and the Grenadines, ist ein unabh√§ngiger Inselstaat in der Karibik im Bereich der Westindischen Inseln. Er ist Mitglied im Commonwealth of Nations und in der Bolivarianischen Allianz f√ľr Amerika.

Geographie

Staatsgebiet

Die Inseln liegen s√ľdlich von St. Lucia und n√∂rdlich von Grenada. Ungef√§hr 180¬†km √∂stlich liegt die Insel Barbados.

Der Inselstaat umfasst die Insel St. Vincent und die 32 Inseln der n√∂rdlichen Grenadinen, die zu den Kleinen Antillen geh√∂ren. Die s√ľdlichen Grenadinen mit den Inseln Grenada, Carriacou und Petite Martinique geh√∂ren nicht zu St. Vincent und den Grenadinen, sondern zum Staatsgebiet von Grenada. Hauptstadt und gr√∂√üte Stadt des Landes ist Kingstown.

Verwaltungsgliederung

Der Staat ist in sechs Verwaltungsbezirke (Parishes) eingeteilt. Die sechs Parishes sind:

  • Charlotte
  • Grenadines
  • Saint Andrew
  • Saint David
  • Saint George
  • Saint Patrick.

Bevölkerung

Bevölkerungsentwicklung

Insgesamt leben etwa 117.000 Einwohner im Inselstaat. Die jährliche Wachstumsrate der Bevölkerung beträgt 0,3 %. Nach dem Stand von 2002 leben 43 % der gesamten Bevölkerung auf dem Land, die restlichen 57 % dagegen in der Stadt.

Seit den 1970er Jahren gibt es eine stete Abwanderung aus St. Vincent und den Grenadinen in das wohlhabendere Trinidad und Tobago.

Ethnien

Die Bevölkerung setzt sich zu ca. 65,5 % aus Menschen mit Herkunft aus Subsahara-Afrika und zu ca. 19 % aus Menschen mit Vorfahren mit heller und dunkler Hautfarbe zusammen. Außerdem gibt es 5,5 % Inder und 3,5 % Weiße.

Religion

Ca. 80 % der Bewohner bekennen sich zum Protestantismus (davon etwa 40 % Anglikaner und 30 % Methodisten), etwa 11 % zur Römisch-Katholischen Kirche; 0,5 % sind Zeugen Jehovas. Kingstown ist Sitz eines katholischen Bistums.

Geschichte

St. Vincent liegt auf einer Einwanderungsroute von Nordamerika nach S√ľdamerika. Die Insel wurde vermutlich seit dem 5. Jahrtausend v. Chr. zumindest zeitweise besiedelt. Ab 700 v. Chr. besiedelten die Arawak die Insel. Um 800 n.¬†Chr. wurden sie von den Kariben vertrieben. Die Kariben nannten die Insel Hairoun (‚ÄěHeimat der Gesegneten‚Äú).

Christoph Kolumbus sichtete die Insel am 22. Januar 1498, dem Tag des hl. Vinzenz von Valencia, nach dem er sie benannte.

Anfang des 17. Jahrhunderts wurde die Insel sowohl von Gro√übritannien als auch von Frankreich beansprucht. Die Herrschaft √ľber die Insel wechselte in den folgenden Jahrzehnten immer wieder zwischen den beiden K√∂nigreichen und den Kariben. Im Jahr 1783 trat Frankreich St. Vincent dann an Gro√übritannien ab.

Europ√§ische Kolonisten begannen bald √ľberall in der Karibik mit dem Anbau von Zuckerrohr, wobei der gr√∂√üte Teil der Arbeit von afrikanischen Sklaven geleistet wurde. 1635 lief ein Sklavenschiff vor St. Vincent auf Grund. Aus den Nachfahren der √úberlebenden und der einheimischen ‚Äěgelben‚Äú Kariben bildeten sich die ‚Äěschwarzen‚Äú Kariben.

Mit der Zeit wurden immer mehr Afrikaner zur Arbeit in den Plantagen auf die Insel gebracht. Bald stellten die Afrikaner, und nicht mehr die Europ√§er oder Kariben, die Bev√∂lkerungsmehrheit. Um die stark anwachsende Bev√∂lkerung zu ern√§hren, wurden neue Pflanzen auf der Insel eingef√ľhrt, wie etwa die Brotfrucht, die von William Bligh, vorher Kommandant der ber√ľhmten Bounty, auf seiner zweiten Brotfruchtreise 1793 auf die Insel gebracht wurde.

Im Jahr 1838 wurde die Sklaverei auf St. Vincent abgeschafft und es entwickelte sich eine neue Gesellschaft, in der die nun freien Nachkommen der Sklaven die Bev√∂lkerungsmehrheit bildeten. Die Gro√ügrundbesitzer holten indische Vertragsarbeiter auf die Insel. Mitte des 19. Jahrhunderts wanderte eine Anzahl Portugiesen ein. Durch die Vermischung der vielen Kulturen bildeten sich die heutigen ‚ÄěVincentianer‚Äú.

Das aktive und passive Frauenwahlrecht wurde am 5. Mai 1951 eingef√ľhrt. Die Grunds√§tze des allgemeinen, gleichen, geheimen und direkten Wahlrechts waren seit den Wahlen zum House of Assembly von 1951 in Geltung.

St. Vincent blieb bis 1969 britische Kolonie, bevor es weitreichende Autonomie erhielt. Von 1958 bis 1962 war St. Vincent Mitglied der Westindischen Föderation. 1975 wurde das Land ein assoziierter Staat und am 27. Oktober 1979 unter dem neuen Namen St. Vincent und die Grenadinen unabhängig, verblieb aber im Commonwealth. Das Frauenwahlrecht wurde bei der Unabhängigkeit 1979 bestätigt.

Später wurde auch der Film Fluch der Karibik auf St. Vincent gedreht.

Politik

St. Vincent und die Grenadinen ist Mitglied der UNO, der CARICOM, der OECS, der OAS, der CELAC und im Commonwealth of Nations. Das Land gehört außerdem zu den Trägern der Universität der Westindischen Inseln.

St. Vincent und die Grenadinen ist ein Commonwealth Realm und somit eine parlamentarische Monarchie mit der britischen K√∂nigin Elisabeth II. als Staatsoberhaupt. Sie wird seit dem R√ľcktritt von Frederick Ballantyne am 31. Juli 2019 vertreten durch die Generalgouverneurin Susan Dougan. Regierungschef ist Ralph Gonsalves.

Das Parlament hei√üt House of Assembly und besteht aus 21 Mitgliedern, davon werden alle f√ľnf Jahre 15 gew√§hlt und 6 ernannt. Wahlberechtigt sind alle Personen ab dem 18. Lebensjahr. Die letzten Wahlen fanden am 13. Dezember 2010 statt. Die United Labour Party ULP errang 8 Sitze, die New Democratic Party 7 Sitze.

Am 24. Juni 2009 trat St. Vincent und die Grenadinen der Bolivarianischen Allianz f√ľr Amerika bei. Der Iran, welcher einen Beobachterstatus in dieser Organisation hat, engagiert sich in St. Vincent und die Grenadinen mit wirtschaftlicher Hilfe und Krediten zu geringen Zinsen. Beim B√ľrgerkrieg in Libyen 2011 schloss sich die Regierung von St. Vincent und die Grenadinen dem Verhandlungsvorschlag von Hugo Ch√°vez an.

Wirtschaft und Infrastruktur

Allgemein

Das Land exportierte 2002 f√ľr 42,2 Mio. US-Dollar Waren. Davon waren 31¬†% Bananen, 16¬†% Mehl, 11¬†% Reis. Die vier wichtigsten Handelspartner sind mit 40¬†% Gro√übritannien, 10¬†% Trinidad und Tobago, 9¬†% St. Lucia und 9¬†% Barbados.

Ein wichtiger Wirtschaftsfaktor ist der Tourismus, der f√ľr viele Arbeitspl√§tze sorgt. So entstammen 61¬†% der Erwerbst√§tigkeit der Dienstleistung, gefolgt von 20¬†% Industrie und 15¬†% Landwirtschaft.

Ein großes Problem ist die hohe Arbeitslosigkeit von 22 %.

Das Bruttosozialprodukt im Jahr 2002 lag bei 775 Mio. US-$. Das entspricht 7038 Dollar pro Einwohner.

Die Regierung von St. Vincent und die Grenadinen ist Mitglied im Wirtschaftsb√ľndnis Bolivarianische Alternative f√ľr Amerika.

Am 28. Januar 2016 legte die EU-Kommission ein Maßnahmenpaket zur Bekämpfung von Steuerflucht vor, bei dem unter anderem St. Vincent und die Grenadinen auf der schwarzen Liste der Steueroasen auftauchen.

Staatshaushalt

Der Staatshaushalt umfasste 2016 Ausgaben von umgerechnet 222,2 Mio. US-Dollar, dem standen Einnahmen von umgerechnet 222,2 Mio. US-Dollar gegen√ľber. Daraus ergibt sich ein ausgeglichener Haushalt.
Die Staatsverschuldung betrug 2016 79,2 % des BIP.

Die Ausgaben verteilten sich (in % des BIP) wie folgt:

  • Gesundheit: 8,6¬†% (2014)
  • Bildung: 5,1¬†% (2010)
  • Milit√§r: k. A. (St. Vincent und die Grenadinen haben kein Milit√§r im eigentlichen Sinne).

Infrastruktur

Festnetz- und Mobiltelefonie

2005 hatte das Land 22.500 Festnetz-Telefonanschl√ľsse. 2004 gab es bereits 57.000 Mobiltelefone in St. Vincent und den Grenadinen. Im Jahr 2015 besa√üen 24.865 Einwohner einen Festnetz-Telefonanschluss, aber gleichzeitig gab es 113.000 Mobiltelefone und damit mehr als Einwohner. Die Verbindungen werden von zwei Providern ‚Äď Digicel und Flow ‚Äď bereitgestellt.

Medien

Das Land hat neun Radiosender (Stand: 2007) und einen Fernsehsender. Alle Radiosender senden auf UKW und sind somit nicht international zu empfangen. Laut dem Bericht Freedom of the Press der Nichtregierungsorganisation Freedom House gilt die Presse auf St. Vincent und den Grenadinen als "Frei". Das Land verf√ľgt, laut dem Bericht, sogar √ľber eine der freiesten Pressen auf dem gesamten amerikanischen Doppelkontinent. (Stand 2017)

Sport

Cricket ist der beliebteste Sport auf St. Vincent und die Grenadinen. St. Vincent und die Grenadinen ist eines der L√§nder, das mit anderen Karibikstaaten das West Indies Cricket Team bildet, eine der ‚ÄěNationalmannschaften‚Äú im internationalen Cricket mit Teststatus, der angesehensten Form dieses Sports. Das West Indies Cricket Team nahm an jedem Cricket World Cup teil und gewann die ersten beiden Austragungen 1975 und 1979.

Literatur

  • Saskia Thorbecke: St. Vincent und die Grenadinen. In: Wolfgang Gieler, Markus Porsche-Ludwig (Hrsg.): Staatenlexikon Amerika: Geographie, Geschichte, Kultur, Politik und Wirtschaft. Peter Lang, Berlin 2018, ISBN 978-3-631-77017-7, S. 403‚Äď410.

Weblinks

  • offizielle Website der Regierung
  • L√§nder- und Reiseinformation des Ausw√§rtigen Amtes
  • Website des Tourismusministeriums
  • Datenbank inhaltlich erschlossener Literatur zur gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Situation auf St. Vincent und den Grenadinen

Einzelnachweise



Quelle: Wikipedia

 

Region Regionen (0)

Noch keine Regionen eingetragen.
 

Die höchsten Gipfel Die höchsten Gipfel

 

Die höchsten Hütten Die höchsten Hütten

 

Touren in diesem Staat Touren in diesem Staat

 

Bücher und Karten Bücher und Karten

Flagge: Saint Vincent and the Grenadines

Name englisch: Saint Vincent and the Grenadines
Hauptstadt: Kingstown
Kfz: WV
ISO: VC
ISO3: VCT
Fläche: 389 km²
Tld: .vc
Wärung Einheit: XCD
Währung: Dollar
Vorwahl: +1-784

Ausdehnung / Grenzen (nach WGS 84 dezimal):
nördlichster Punkt: 13.3842132
südlichster Punkt: 12.5326587
westlichster Punkt: -61.4610171
östlichster Punkt: -61.1134244


 
St. Vincent und die Grenadinen: Große Karte mit den Grenzen und allen POIs
St. Vincent und die Grenadinen. Schaue dir die Lage und viele weitere Informationen an. Höchste Gipfel und höchste Hütten.

Twitter twitter.com/deinebergede Instagram instagram.com/deineberge.de Facebook facebook.com/DeineBerge Frage Kontakt Fragen, Fehler, Lob, Kritik?
Schreib uns eine Nachricht.