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Staat Informationen : Amerikanisch-Samoa

Informationen:


Amerikanisch-Samoa (englisch American Samoa, samoanisch Sāmoa Amelika) ist als Teil von Amerikanisch-Ozeanien ein Außengebiet der Vereinigten Staaten im sĂŒdlichen Pazifik. Amerikanisch-Samoa ist Teil der Samoainseln und schließt sĂŒdöstlich an den UnabhĂ€ngigen Staat Samoa an. Die flĂ€chengrĂ¶ĂŸte und bevölkerungsreichste Insel Amerikanisch-Samoas ist Tutuila mit dem Hauptort Pago Pago.

WĂ€hrend des Zweiten Weltkriegs erlangte Amerikanisch-Samoa in den Jahren 1942 bis 1945 vorĂŒbergehend grĂ¶ĂŸere strategische Bedeutung fĂŒr die Vereinigten Staaten, da der Bau einer Marinebasis und eines Flughafens (Pago Pago International Airport) beschlossen wurde.

Ein besonderes kulturelles Merkmal der gesamten Inselgruppe ist das Nebeneinander von modernem amerikanischem Lebensstil und samoanischen Traditionen.

Geographie

Amerikanisch-Samoa ist das grĂ¶ĂŸte US-Territorium sĂŒdlich des Äquators. Es erstreckt sich auf einige Vulkaninseln und zwei kleine Atolle in Polynesien:

  • Tutuila mit umliegenden kleineren Inseln, darunter AunuÊ»u,
  • die Gruppe der Manuainseln mit TaÊ»Ć« und Ofu-Olosega,
  • das Atoll Swains Island und
  • das Rose-Atoll.

Die Vulkane sind allesamt erloschen, wĂ€hrend die Berge der Inselgruppe durch Erosion stark zerklĂŒftet sind. Die höchste Erhebung des Inselstaats ist der Lata auf der Insel TaÊ»Ć« mit einer Höhe von 966 Metern ĂŒber dem Meeresspiegel.

Wichtige Ortschaften, neben der Hauptstadt Pago Pago, sind Tula Village, Amanave, Vaitogi und Tāfuna.

Bevölkerung

89 % der Einwohner sind polynesische Samoaner, 2 % Weiße (EuropĂ€er/Amerikaner), 4 % Tongaer und 5 % gehören einer anderen Ethnie an. Koreanische und chinesische Einwanderer fanden vor allem in der Fischindustrie eine BeschĂ€ftigung, wĂ€hrend Amerikaner vorwiegend in Verwaltungsberufen tĂ€tig sind.

Die Einwohner sind nicht generell StaatsbĂŒrger der Vereinigten Staaten von Amerika, sondern Staatsangehörige (US-National) mit unbegrenzter Einreise- und Aufenthaltsberechtigung in den USA, aber ohne Wahlrecht bei PrĂ€sidentschaftswahlen (Amerikanisch-Samoa wĂ€hlt einen nicht abstimmungsberechtigten Delegierten in den Kongress). Die Geburtenrate betrĂ€gt 21,83 Lebendgeburten pro Jahr auf 1000 Einwohner. Bei 3,24 TodesfĂ€llen auf 1000 Einwohner und der zunehmenden Abwanderung in die USA (einige zehntausend Samoaner haben sich auf Hawaii und an der amerikanischen WestkĂŒste niedergelassen) ergibt sich ein BevölkerungsrĂŒckgang um 0,2 % jĂ€hrlich. Das Medianalter liegt bei 23,6 Jahren, und die durchschnittliche Lebenserwartung betrĂ€gt 75,84 Jahre.

Im Jahr 2009 war Amerikanisch-Samoa weltweit das Land mit dem grĂ¶ĂŸten Anteil Übergewichtiger an der Gesamtbevölkerung. Das hierfĂŒr geltende Kriterium eines Body-Mass-Index (BMI) > 25 wurde von 93,5 % der Bevölkerung erfĂŒllt. (Zum Vergleich: In den USA wird dieses Kriterium von 66,7 % der Bevölkerung erfĂŒllt)

Entwicklung

Sprachen

Amtssprachen sind Englisch und Samoanisch, eine polynesische Sprache, die von 90,6 % als Muttersprache gesprochen wird. 2,9 % der Bevölkerung sind englische und 2,4 % tonganische Muttersprachler. Der Großteil der Einwohner ist bilingual.

Religionen

Vorherrschende Religion ist das Christentum, dem nahezu alle Einwohner angehören.

  • Protestantismus – 57 %:
    • Congregational Christian Church – 29,2 %
    • Pfingstbewegung – 15,1 %
    • Methodistische und Wesleyanische Kirchen – 6,7 %
    • Siebenten-Tags-Adventisten – 5,5 %
  • Mormonen – 22,3 %
  • Katholiken – 19 %
  • Bahaitum – 1,5 %
  • Zeugen Jehovas – 0,4 %

Geschichte

Die erste Besiedlung fand vermutlich bereits 1000 v. Chr. statt. Samoa wurde von europÀischen Entdeckern erstmals im 18. Jahrhundert gesichtet. WalfÀngerboote fanden im Tiefseehafen von Tutuila einen idealen Anlegeplatz, der spÀter auch das Interesse der USA weckte. Nach mehreren internationalen Streitigkeiten des 19. Jahrhunderts wurde der Archipel Samoa 1899 durch einen völkerrechtlichen Vertrag (Samoa-Vertrag) zwischen dem Deutschen Reich und den USA in Deutsch-Samoa (Westsamoa) und Ostsamoa aufgeteilt.

Amerikanisch-Samoa wurde am 20. Februar 1929 zu einem abhÀngigen Gebiet der USA. Es ist nicht mit dem UnabhÀngigen Staat Samoa, der spÀter aus der westlich davon liegenden deutschen Kolonie entstand, zu verwechseln. Seit 1946 steht das Territorium auf der UN-Liste der Hoheitsgebiete ohne Selbstregierung.

WĂ€hrend des Zweiten Weltkriegs diente Pago Pago der US-Marine als wichtiger StĂŒtzpunkt im Pazifik. Als Flottenbasis unterstand Amerikanisch-Samoa verwaltungsmĂ€ĂŸig bis 1951 dem Marineministerium der Vereinigten Staaten. Neun Jahre spĂ€ter erhielt das Territorium seine erste Verfassung. Innerhalb weniger Jahrzehnte hielten amerikanischer Lebensstil und moderne Technik Einzug in dem Gebiet, wĂ€hrend die Infrastruktur durch den Bau von Schulen, neuen Straßen, eines Flughafens, eines Krankenhauses und eines Hotels ausgebaut wurde.

Am 29. September 2009 wurde Amerikanisch-Samoa nach einem Erdbeben der StĂ€rke 8,0 (um 17:48h UTC) rund 200 Kilometer sĂŒdlich im Pazifik von einem Tsunami getroffen. Betroffen war auch die Hauptstadt Pago Pago. Auf der Insel gab es mindestens 24 Tote und 50 Verletzte.

Politik

Die Regierungsform von Amerikanisch-Samoa ist eine reprÀsentative Demokratie. Die Inselgruppe gilt zwar offiziell als Unorganized Territory, als Gebiet also, das zu keinem US-Bundesstaat gehört und somit auch keine Selbstverwaltung hat. Faktisch existiert jedoch auf Samoa eine Form von Selbstverwaltung mit einem eigenen Parlament, dem American Samoa Fono. Oberhaupt der Regierung ist der Gouverneur von Amerikanisch-Samoa. Dieser ist dem Innenministerium der Vereinigten Staaten unterstellt.

Die auf Amerikanisch-Samoa geborene Bevölkerung besitzt die US-amerikanische NationalitĂ€t, gilt jedoch nicht als vollwertige BĂŒrger der USA. Damit verbunden ist, dass die Bevölkerung kein aktives oder passives Stimmrecht bei US-Wahlen auf Bundesebene hat, jedoch ungehindert in die USA ein- und ausreisen kann. Die lokale Regierung kann außerdem nur einen nicht-stimmberechtigten Vertreter in das ReprĂ€sentantenhaus der Vereinigten Staaten wĂ€hlen.

Wirtschaft

Die samoanische Wirtschaft ist stark von den USA abhĂ€ngig, die zugleich wichtigster Handelspartner sind. Hauptwirtschaftszweig sind der Thunfischfang und die Thunfischverarbeitung. Außerdem profitiert der SĂŒdseestaat von Subventionen seitens der US-Regierung sowie von Entwicklungshilfen und Infrastrukturprojekten. Davon profitiert auch der sich immer stĂ€rker entwickelnde Tourismus.

Die Haushaltsausgaben des SĂŒdseestaats betrugen 1996/97 127 Mio. US-Dollar, die Einnahmen 121 Mio. US-Dollar. Das Bruttoinlandsprodukt lag 2005 bei 6320 US-Dollar pro Einwohner. Von den 57.881 Einwohnern waren 2005 17.630 erwerbstĂ€tig, was einer Arbeitslosenquote von 29,8 % entspricht.

Kultur

SehenswĂŒrdigkeiten

  • siehe auch: National Register of Historic Places in Amerikanisch-Samoa

Nationalpark

Der Nationalpark von Amerikanisch-Samoa wurde 1988 gegrĂŒndet und liegt verteilt ĂŒber die Inseln Tutuila, Ofu und TaÊ»Ć«.

Sport

Die Fußball-Nationalmannschaft von Amerikanisch-Samoa konnte beim 2:1 gegen Tonga in den Qualifikationsspielen fĂŒr die Fußball-Weltmeisterschaft 2014 am 22. November 2011 ihren ersten Sieg gegen einen Verband der FIFA feiern. Zuvor gelangen nur Erfolge gegen die Auswahl von Wallis und Futuna, deren Verband allerdings nicht Mitglied der FIFA ist. Amerikanisch-Samoa hat den Rekord „die höchste Niederlage einer Fußball-Nationalmannschaft“ inne, seit sie am 11. April 2001 mit 31:0 gegen das Team aus Australien verlor.

Die Hammerwerferin Lisa Misipeka gewann bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften 1999 in Sevilla mit einer Weite von 66,06 m die Bronzemedaille. Es war die erste Medaille ĂŒberhaupt fĂŒr Amerikanisch-Samoa bei einer Weltmeisterschaft.

Mit Sogelau Tuvalu startete am 28. August 2011 ein Bewohner des Inselstaats bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Daegu. In seiner eigentlichen Paradedisziplin, dem Kugelstoßen, verpasste er die Qualifikation und ging daher im 100-Meter-Lauf an den Start, wo er im Vorlauf mit vielen Metern RĂŒckstand zum Sieger und einer Zeit von 15,66 s als Letzter ausschied.

Literatur

  • MĂŒckler, Hermann: Unwanted Neighbours: Implications, Burdens and the Instrumentalization of Migration: Relations between American Samoa and the Republic of Samoa. In: Ferro, Katarina; Margot Wallner (Hrg.): Migration Happens. Reasons, Effects and Opportunities of Migration in the South Pacific. Novara, Vol. 4 (6), Hamburg/MĂŒnster 2006: LIT-Verlag, S. 63–81.
  • Stahn, Eberhard: SĂŒdsee. ReisefĂŒhrer mit Landeskunde. Dreieich 1999: Mai Verlag, S. 202–211.
  • Sutter, Frederic Koehler: Amerika Samoa; An Anthropological Photo Essay. Honolulu 1984: University of Hawaii Press.
  • Gray, John A. C.: Amerika Samoa. A History of America Samoa and Its United States Naval Administration. Annapolis 1960: United States Naval Institute.

Weblinks

  • Offizielle Website Amerikanisch-Samoa (englisch)
  • Bilder von Amerikanisch-Samoa
  • Informationen zur Insel Swains

Einzelnachweise



Quelle: Wikipedia

 

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Flagge: American Samoa

Name englisch: American Samoa
Hauptstadt: Pago Pago
Kfz: AS
ISO: AS
ISO3: ASM
Fläche: 199 km²
Tld: .as
Wärung Einheit: USD
Währung: Dollar
Vorwahl: +1-684

Ausdehnung / Grenzen (nach WGS 84 dezimal):
nördlichster Punkt: -14.1551045
südlichster Punkt: -14.3824778
westlichster Punkt: -170.846822
östlichster Punkt: -169.418556


 
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