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Gebirge Karte: Elstergebirge

Gebirge Lage und Zugehörigkeit

Zugehörigkeit: Europa » Elstergebirge
 

Gebirge Informationen zur Gebirgsgruppe: Elstergebirge

Informationen zur Lage und Bezeichnung:


ausführliche Beschreibung:

Das Elstergebirge (tschechisch HalŇ°trovsk√© hory), benannt nach dem Fluss Wei√üe Elster, ist ein kleines Gebirge im s√§chsischen Vogtland und im PŇôirodn√≠ park HalŇ°trov (Naturpark Elster) im Nordwesten Tschechiens.

Naturräumlich liegt das Gebirge in der Haupteinheit Oberes Vogtland (412) innerhalb der Haupteinheitengruppe Vogtland (41).

Geographie

Das Elstergebirge liegt im s√ľdlichsten Zipfel von Sachsen im deutsch-tschechischen Grenzgebiet. Es wird im Nordosten durch die Linie Erlbach ‚Äď Gunzen vom Erzgebirge und im S√ľdwesten bei AŇ° (Asch) und Hazlov (Haslau) vom Fichtelgebirge abgegrenzt. Nach Westen schlie√üt sich der Rehauer Forst, nach S√ľden das Egerbecken an.

Berge

H√∂chste Erhebungen sind der Kapellenberg mit 759¬†m¬†√ľ.¬†NN auf deutscher und der H√°j (Hainberg) mit 758¬†m¬†n.m. auf tschechischer Seite.

Geologie

Allgemeines

Das Elstergebirge besteht zum gr√∂√üten Teil aus einem kristallinen Gesteinssockel aus dem Altpal√§ozoikum. Die zutage tretenden metamorphen Gesteine lagerten sich vom Kambrium bis ins Silur als Sedimente ab. W√§hrend der variszischen Orogenese wurden diese Gesteine gefaltet und in ihrer Grundlagerung steil nach S√ľden aufgestellt. Im S√ľdwesten intrudierte der Fichtelgebirgsgranit. Als j√ľngste Altsedimente treten sporadisch im Nordosten des Gebirges (Hoher Brand) silurische Kiesel- und Alaunschiefer auf.

Die Hauptmasse bilden ordovizische und kambrische Phyllite. Im pal√§ozoischen Meer kam es in kambrischer und ordovizischer Zeit zur Bildung von Sandb√§nken, die zu Quarziten metamorphosiert wurden und sich heute als steile Felsklippen von der Umgebung markant abheben. Der Hohe Stein ist ein typischer Vertreter dieser H√§rtlinge. N√∂rdlich von Bad Brambach treten auf einem schmalen Streifen kambrische Glimmerschiefer und s√ľdlich folgend Paragneise zu Tage, bevor diese Abfolge durch den Granitpluton unterbrochen wird.

Sporadisch gibt es im gesamten Gebirge wie auch im Erz- und Fichtelgebirge und im Egergraben terti√§re Basaltdurchbr√ľche, von denen im Elstergebirge allerdings nur die Schlote erhalten sind. Das Elstergebirge wurde im Terti√§r im Osten pultschollenartig gehoben, geomorphologisch tritt dieser Abriss zum Egertal besonders bei Sch√∂nberg/Vojtanov auf. Im Ostteil des Gebirges, an der Grenze zum Erzgebirge, wird das Gebiet von einem umfangreichen Nordwest-S√ľdost gerichteten St√∂rungssystem durchzogen. Dieses kreuzt den Erzgebirgsabriss und ist zum Teil nach wie vor aktiv. Dort kommt es immer wieder zu vertikalen Spannungen, die sich in Erdbeben (Schwarmbeben) entladen. Das Elstergebirge, in dem es mineralhaltige Quellen gibt, z√§hlt zu den seismisch aktivsten Regionen Mitteleuropas.

Restvulkanismus

Mit den vertikalen Schollenverschiebungen des Egergrabens gegen Erz-, Elster- und Fichtelgebirge kam es bis ins Quart√§r zu einer intensiven vulkanischen T√§tigkeit. Diese ist bis heute noch nicht vollst√§ndig abgeklungen (Kammerb√ľhl und Eisenb√ľhl im Egertal). Als Resterscheinungen treten im Elstergebirge zahlreiche, zum Teil stark radioaktive und CO2-haltige Mineralquellen auf, die gr√∂√ütenteils f√ľr Kur- und touristische Zwecke genutzt werden. Es kommt auch immer wieder zu Erdbebenserien, den sogenannten Schwarmbeben.

Naturräumliche Zuordnung

Nomenklatur in Deutschland

Naturr√§umlich ist das Kern-Elstergebirge der s√ľd√∂stlichste Teil des Oberen Vogtlandes. Allerdings endet dieses im Nordosten bereits westlich der Zwota und im S√ľdwesten bereits nord√∂stlich der Eger, also nicht erst an den Flussl√§ufen selbst. Somit hat das Elstergebirge im Osten, wo auch seine h√∂chsten Erhebungen liegen, Anteile am Westerzgebirge und im S√ľdwesten an der zum Fichtelgebirge geh√∂renden Selb-Wunsiedler Hochfl√§che.

Das Handbuch der naturr√§umlichen Gliederung Deutschlands der ehemaligen Bundesanstalt f√ľr Landeskunde beschreibt das Elstergebirge als Teil des Oberen Vogtlandes, zieht jedoch in seinen Karten, die vom Bundesamt f√ľr Naturschutz verwendet werden, die oben genannten Grenzen, wodurch ein naturr√§umliches Elstergebirge definiert wird, das insbesondere die h√∂chsten Erhebungen nach landl√§ufiger Grenzziehung (Pońć√°teck√Ĺ vrch, Hoher Brand und Vysok√Ĺ k√°men) ausschlie√üt, wodurch der Kapellenberg die h√∂chste Erhebung w√§re. Auch die erst wenige Jahre alte √ľberarbeitete naturr√§umliche Gliederung des s√§chsischen Umweltministeriums zieht eine √§hnliche S√ľdwestgrenze des Westerzgebirges, die in etwa der (rechtwinkligen) Linie Gunzen-Markneukirchen-Erlbach folgt.

Die Nordostgrenze des Fichtelgebirges verl√§uft in der Kartierung der Bundesanstalt f√ľr Landeskunde von unmittelbar n√∂rdlich von FrantiŇ°kovy L√°znńõ nach Nordwesten √ľber Hazlov und trifft unmittelbar westlich von AŇ° auf die deutsche Grenze.

Nomenklatur in Tschechien

In der Geomorphologischen Einteilung Tschechiens ist das Elstergebirge Teil der Smrńćiny genannten Einheit, die wiederum Teil des KruŇ°nohorsk√° hornatina (Erzgebirgs-Gebirgsland) ist. Eine eigene naturr√§umliche Einheit ‚ÄěHalŇ°trovsk√© hory‚Äú (Elstergebirge) gibt es in Tschechien nicht.

Geomorphologische Einteilung Tschechiens mit Haupteinheit Smrńćiny (rot markiert)

Einzelnachweise

Literatur

  • Karl Mannsfeld, Ralf-Uwe Syrbe (Hrsg.): Naturr√§ume in Sachsen. In: Forschungen zur deutschen Landeskunde (Band 257), Deutsche Akademie f√ľr Landeskunde, Selbstverlag, Leipzig, 2008, ISBN 978-3-88143-078-4.
  • G√ľnther Sch√∂nfelder: Beiheft zur Karte A6 Physiogeographische √úbersicht (Naturr√§ume). In: Atlas zur Geschichte und Landeskunde von Sachsen, S√§chsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig und Staatsbetrieb Geobasisinformation und Vermessung Sachsen (Hrsg.), Leipzig und Dresden, 2008, ISBN 978-3-89679-713-1.

Weblinks

  • Interaktive Karte Recherche der Naturr√§ume und Naturraumpotentiale des Freistaates Sachsen, Umrisse und Namen der 28 Makro-, 205 Meso- und 1462 Mikrogeochoren im Freistaat Sachsen sowie Textinformationen zu den Mesogeochoren, abgerufen am 23. Juni 2012




Quelle: Wikipedia
 

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Staaten die sich in dieser Gebirgsgruppe befinden (2):
Deutschland DeutschlandTschechien Tschechien

Ausdehnung / Grenzen (nach WGS 84 dezimal):
nördlichster Punkt: 50.43214234
südlichster Punkt: 50.09327423
westlichster Punkt: 12.04513549
östlichster Punkt: 12.49557495


Das Gebirge hat eine Fläche
von etwa
647 km²

Die Länge der Grenze
beträgt ca.
107 km
 
Elstergebirge: Große Karte mit den Grenzen und Hütten, Gipfeln sowie Touren der Gebirgsgruppe
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