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Gebirge Karte: Odenwald

Gebirge Lage und Zugehörigkeit

Zugehörigkeit: Europa » S√ľdwestdeutsches Stufenland » Odenwald
 

Gebirge Informationen zur Gebirgsgruppe: Odenwald

Informationen zur Lage und Bezeichnung:


ausführliche Beschreibung:

Der Odenwald ist ein bis 626,8¬†m¬†√ľ.¬†NHN hohes Mittelgebirge in S√ľdhessen, Unterfranken (Bayern) und im n√∂rdlichen Baden (Baden-W√ľrttemberg).

Geographie

Lage

Die Westgrenze des Odenwalds an der Bergstra√üe hebt sich eindrucksvoll von der Umgebung durch die sehr geradlinige Abbruchkante des Berglandes zur Oberrheinischen Tiefebene ab. Auf einer L√§nge von etwa 65 Kilometern zwischen Darmstadt und Wiesloch erheben sich aus einem ebenen Flachland unvermittelt steile Bergflanken, die mehrere hundert Meter hoch aufsteigen. Die Nordgrenze des Gebirges zeichnet sich weniger klar ab und verl√§uft auch nicht geradlinig. Der n√∂rdlichste Punkt des Odenwaldes liegt nach geographischer Definition nahe der B¬†26 und dem Darmst√§dter Institut f√ľr Botanik und Zoologie. Die Grenze des Naturraumes h√§lt sich hier meist an den Nordsaum des Waldlandes, auch wenn n√∂rdlich anschlie√üend im Reinheimer H√ľgelland noch Berge von betr√§chtlicher H√∂he und markantem Profil wie der Otzberg √ľber die hier anschlie√üende Untermainebene aufragen. Im Osten zieht das Maintal auf 33 Kilometer L√§nge von Gro√üwallstadt bis B√ľrgstadt eine klare Grenzlinie zum Spessart. Daran anschlie√üend l√§uft die Grenzlinie, der Erfa folgend, in s√ľd√∂stlicher Richtung weiter bis Hardheim, der √∂stlichsten Ortschaft des Odenwaldes. Von hier an trennt die √ľber Walld√ľrn und Buchen bis hin zu Mosbach in s√ľdwestlicher Richtung verlaufende Bundesstra√üe 27 grob den Odenwald vom benachbarten Bauland. Auf Mosbacher Gebiet beginnt das Odenw√§lder Durchbruchstal des Neckars mit seinem n√∂rdlichen Wendepunkt bei Eberbach, der eindrucksvollen doppelten Neckarschleife bei Hirschhorn und dem Austritt in die Oberrheinebene bei Heidelberg; die s√ľdliche Odenwaldgrenze folgt allerdings nicht dieser nat√ľrlichen Linie, denn s√ľdlich des Neckars wird noch der sogenannte Kleine Odenwald zum Mittelgebirge gez√§hlt, der von Mosbach bis Wiesloch im Westen an den Kraichgau st√∂√üt. Auch diese Grenze wird, wie die zum Bauland oder zur Untermainebene, verschieden gezogen. Die beiden Naturparks Bergstra√üe-Odenwald und Neckartal-Odenwald ragen deshalb weiter nach S√ľden als der Naturraum.

Den Odenwald untergliedern die grob in Nord-S√ľd-Richtung verlaufenden Tallandschaften des Weschnitz- und Gersprenztals im Vorderen Odenwald und des M√ľmlingtales im Hinteren Odenwald. Die Haupt-Wasserscheide des Gebirges trennt die Einzugsgebiete von Neckar und Main.

Der Norden und der Westen des Odenwaldes geh√∂ren zum s√ľdlichen Hessen, im Nordosten liegt ein kleiner Teil im bayerischen Unterfranken, im S√ľden erstreckt er sich nach Baden hinein. Der Odenwald wird demnach auch, je nach seiner zum Bundesland zugeh√∂rigen Region, als Hessischer Odenwald, Badischer Odenwald und Fr√§nkischer Odenwald bezeichnet.

Politische Gliederung

In der Mitte des Odenwaldes liegt der Odenwaldkreis mit Sitz in Erbach. Als einziger Landkreis liegt er vollst√§ndig in diesem Mittelgebirge. Andere Kreise umfassen daneben auch einen mehr oder weniger gro√üen Anteil der den Odenwald umgebenden Landschaften. Im Westen des Odenwaldes liegt der Kreis Bergstra√üe mit Sitz in Heppenheim, im Norden der Landkreis Darmstadt-Dieburg mit Sitz in Dieburg und Darmstadt-Kranichstein. Im Nordwesten reicht ein Odenwald-H√∂henzug bis in das Stadtgebiet von Darmstadt und im Nordosten erreicht der n√∂rdlichste Ausl√§ufer des Gebirges das Gemeindegebiet von Gro√üostheim im Landkreis Aschaffenburg. Den Osten nimmt der Landkreis Miltenberg mit Sitz in Miltenberg ein, den S√ľdosten der Neckar-Odenwald-Kreis mit Sitz in Mosbach und den S√ľden und S√ľdwesten schlie√ülich der Rhein-Neckar-Kreis mit Verwaltungssitz in Heidelberg. Auch der Stadtkreis Heidelberg geh√∂rt teilweise zum Odenwald. Einen besonderen Status hat im fernen Osten der Main-Tauber-Kreis mit Sitz in Tauberbischofsheim. Die dort im Dreieck Wertheim‚ÄďFreudenberg‚ÄďK√ľlsheim liegende Wertheimer Hochfl√§che wird zwar naturr√§umlich als Teil des Spessart definiert, jedoch landl√§ufig dem Odenwald zugerechnet, da sie links und s√ľdlich des Mains liegt. Nur in dieser landl√§ufigen Auffassung hat der Main-Tauber-Kreis Anteil am Odenwald.

Naturräumliche Gliederung

Der Odenwald bildet in geologischer und geomorphologischer Hinsicht zusammen mit dem Spessart sowie mit den von diesem noch einmal durch Talungen getrennten Landschaften B√ľdinger Wald und S√ľdrh√∂n eine Einheit, die naturr√§umlich als Gro√üregion 3.¬†Ordnung 14 (Kennziffer nach Nummerierung des BfN: D55) Odenwald, Spessart und S√ľdrh√∂n zusammengefasst wird. Der Odenwald als links des Mains gelegener Teil dieser Gro√ülandschaft zerf√§llt dabei in erster Linie in den Sandstein-Odenwald (‚ÄěBuntsandstein-Odenwald‚Äú) und den Vorderen Odenwald (‚ÄěKristalliner Odenwald‚Äú).

Folgende Unter-Naturräume sind ausgewiesen:

  • (zu 14) Odenwald
    • (zu 141 Sandstein-Spessart)
      • 141.1 Wertheimer Hochfl√§che (157¬†km¬≤; Wannenberg: 481,2¬†m)
    • 144 Sandsteinodenwald (1797,3¬†km¬≤)
      • 144.1/2 Kleiner Odenwald (zwei r√§umlich getrennte Naturr√§ume)
        • 144.1 Westlicher Kleiner Odenwald (K√∂nigstuhl: 567,8¬†m)
        • 144.2 √Ėstlicher Kleiner Odenwald
      • 144.3 Odenwald-Neckartal (Talung des Neckars)
      • 144.4 Lohrbacher Vorstufen
      • 144.5 Winterhauch (Katzenbuckel: 626¬†m; Hart: 580,8¬†m)
      • 144.6 Zentraler Sandsteinodenwald (Hinterer Odenwald)
        • 144.60 S√ľdlicher zertalter Sandsteinodenwald (Neckarseitent√§ler; Stiefelh√∂he: 584¬†m; Salzlackenkopf: 576,1¬†m; Stillf√ľssel: 568,4¬†m)
        • 144.61 √Ėstlicher zertalter Sandsteinodenwald (Mainseitent√§ler; Hohwald: 552,8¬†m)
        • 144.62 Beerfelder Platte (Kr√§hberg: 554,9¬†m)
        • 144.63 W√ľrzberger Platte (Kohlwald: 560,4¬†m)
        • 144.64 Sellplatte (Felgenwald s√ľdlich Vielbrunns: 483,9¬†m)
        • 144.65 Wegscheidekamm (an der Wegscheide; S√ľdgipfel Spessartskopf: 552,3¬†m)
        • 144.66 Mossausenke (Talung der Mossau und H√∂henzug zwischen Mossau und M√ľmling; Geisberg: 441,2¬†m)
        • 144.67 Eichelsberge (Zellerkopf: 354,6¬†m)
        • 144.68 Breuberg-Odenwald (nach Burg Breuberg; Alte H√∂he: 358,1¬†m)
        • 144.69 M√ľmlingtal (Talung der M√ľmling)
      • 144.7 Mudtal (Talung der Mud mit Nebent√§lern)
        • 144.70 Oberes Mudtal
        • 144.71 Unteres Mudtal
      • 144.8 Vorland des Hinteren Odenwaldes
      • 144.9 Erfatal (Talung der Erfa)
    • 145 Vorderer Odenwald (591,6¬†km¬≤)
      • √Ėstlicher und s√ľdlicher kristalliner Odenwald, von S√ľds√ľdwest nach Nordnordost
        • 145.1 Eichelberg-Odenwald (s√ľdlichster Teil des kristallinen Odenwaldes; Eichelberg: 524,9¬†m)
        • 145.4 Tromm-Odenwald (Ostrand des kristallinen Odenwaldes an der Nahtstelle zum Sandsteinodenwald; Hardberg: 593,1¬†m; Tromm: 576,8¬†m)
        • 145.9 B√∂llstein-Odenwald (nord√∂stliche Verl√§ngerung des Tromm-Odenwaldes; Heidelberg: 443,1¬†m)
      • Weschnitz-Gersprenz-Senke, von S√ľds√ľdwest nach Nordnordost
        • 145.3 Weschnitztal (siehe Weschnitz)
        • 145.8 Gersprenztal (Talung der Gersprenz)
      • Nordwestlicher Odenwald
        • 145.0 Melibokus-Odenwald
          • 145.00 Melibokusmassiv (Melibokus: 517,4¬†m)
          • 145.01 Frankensteinmassiv (Langenberg: ca. 430¬†m)
          • 145.02 Hochst√§dter Senke (quer zu den Flusst√§lern in Nord-S√ľd-Richtung verlaufend, √∂stlich 145.00/01)
          • 145.03 Felsbergmassiv (Felsberg: 514¬†m)
          • 145.04 Neutscher R√ľcken (an der Neutscher H√∂he; bis um 400¬†m)
          • 145.05 Lautertal (Talung der Lauter; s√ľdliches Randtal des Melibokus-Odenwaldes)
          • 145.06 Oberes Modautal (Talung der Modau; √∂stliches Randtal des Melibokus-Odenwaldes)
          • 145.07 Unteres Modautal (‚ÄěM√ľhltal‚Äú; n√∂rdlicher Gebirgsrand)
          • 145.08 Trautheimer Wald (Kirchberg): (280,9¬†m)
          • 145.09 Darmstadt-Bessunger R√ľcken (n√∂rdlicher Sporn des Trautheimer Waldes in Darmstadt)
        • 145.2 Juh√∂he-Odenwald (am Pass Juh√∂he: 371¬†m; Steinkopf: 402,1¬†m)
        • 145.5 Krehberg-Odenwald (Krehberg: 575,7¬†m)
        • 145.6 Neunkircher-H√∂h-Odenwald (Neunkircher H√∂he: 605¬†m)
        • 145.7 Lichtenberger H√∂hen (Altscheuer: 376,2¬†m)

Die ineinander √ľbergehenden Talungen von Weschnitz (145.3) und Gersprenz (145.8) trennen, innerhalb des kristallinen Odenwaldes, einen orographischen Nordwestteil des Mittelgebirges ab, der orographisch noch einmal in 3 gr√∂√üere Segmente und ein kleines zerf√§llt. Der eigentliche Melibokus-Odenwald (145.00‚Äď04) im Nordwesten ist durch die Talungen von Lauter (145.05) und Mud (145.06/07) vom Hauptteil getrennt; im √§u√üersten westlichen Norden trennt das M√ľhltal (145.07) noch einmal den nur wenig Fl√§che einnehmenden Trautheimer Wald nebst Ausl√§ufern (145.08/09) ab. Auch der Juh√∂he-Odenwald (145.2) ist innerhalb des nordwestlichen Odenwaldes durch eine Senke, die vom Heppenheimer Stadtbach nach Osten in Nebent√§ler der Weschnitz √ľbergeht, orographisch als S√ľdteil abgetrennt.

Jenseits der Weschnitz-Gersprenz-Senke gehen Eichelberg- (145.1), Tromm- (145.4) und B√∂llsteiner (145.9) Odenwald ohne nennenswerte H√∂henunterschiede in den Sandstein-Odenwald √ľber.

Das Buntsandsteingebiet s√ľdlich des Mains wird im √§u√üersten S√ľden durch die Talung des Neckars (144.3) geteilt, die den Kleinen Odenwald (144.1/2) abtrennt; im Nordosten trennt die Talung der Erfa (144.9) einen kleinen Nordostteil, die Wertheimer Hochfl√§che (141.1), ab, die bereits dem Sandsteinspessart zugerechnet wird.

Sandstein-Odenwald

Der Sandstein-Odenwald tr√§gt √ľber dem variskischen Grundgebirge noch die sediment√§re Bedeckung aus der Buntsandstein-Zeit. Dieser Teil des Gebirges ist sehr stark zertalt, die h√§ufigen l√§nglichen H√∂henr√ľcken zeigen die ‚ÄěSargdeckel-Form‚Äú. Der Odenw√§lder Sandstein wird in Steinbr√ľchen bei Beerfelden abgebaut.

Kristalliner Odenwald

Im westlichen Teil des Odenwalds hat die Abtragung den kristallinen Grundgebirgsstock bereits freigelegt, verursacht durch die st√§rkere tektonische Hebung am Ostrand des Oberrheingrabens. Hier tritt eine gro√üe Vielfalt an Gesteinen auf: Metamorphe Gesteine, √ľberwiegend in Form von Gneisen, sind genauso vertreten wie Plutonite (Granit, Diorit und Gabbro) oder Gesteine vulkanischer Herkunft, wie Rhyolith (‚ÄěQuarzporphyr‚Äú) oder Basalt.

Berge

Zu den Bergen des Odenwaldes geh√∂ren ‚Ästsortiert nach H√∂he in Meter (m) √ľber Normalh√∂hennull (NHN; wenn nicht anders genannt laut ):

Über 600 m:

  • Katzenbuckel (626,8¬†m; Aussichtsturm), Waldkatzenbach, Neckar-Odenwald-Kreis, Baden-W√ľrttemberg
  • Neunkircher H√∂he (605,0¬†m; Kaiserturm (AT)), Kreis Bergstra√üe, Hessen

Über 500 m:

  • Hardberg (593,1¬†m; Sendeturm Hardberg), Unter-Abtsteinach und Siedelsbrunn, Kreis Bergstra√üe, Hessen
  • Markgrafenwald (584,5¬†m) M√ľlben, Neckar-Odenwald-Kreis, Baden-W√ľrttemberg
  • Stiefelh√∂he (584,0¬†m), Unter-Abtsteinach, Kreis Bergstra√üe, Hessen
  • Hart (580,8¬†m; Fernmeldeturm Reisenbach), Mudau-Reisenbach, Neckar-Odenwaldkreis, Baden-W√ľrttemberg
  • Salzlackenkopf (577,7¬†m), Mudau-Reisenbach, Neckar-Odenwaldkreis, Baden-W√ľrttemberg
  • Tromm (576,8¬†m; Ireneturm (AT)), Kocherbach, Kreis Bergstra√üe, Hessen
  • Krehberg (575,7¬†m; Sender Krehberg), Seidenbuch, Kreis Bergstra√üe, Hessen
  • K√∂nigstuhl (570,3¬†m; Sternwarte, Max-Planck-Institut f√ľr Astronomie, Standseilbahn), Stadt Heidelberg, Baden-W√ľrttemberg
  • Stillf√ľssel (568,4¬†m), Unter-Sch√∂nmattenwag, Kreis Bergstra√üe, Hessen
  • Reisenberg (567,8¬†m), Mudau-Reisenbach, Neckar-Odenwald-Kreis, Baden-W√ľrttemberg
  • Dickbuckel (564,0¬†m), Oberscheidental, Neckar-Odenwaldkreis, Baden-W√ľrttemberg
  • Kohlwald (560,4¬†m), Bullau, Odenwaldkreis, Hessen
  • Sensbacher H√∂he (557,8¬†m), Ober-Sensbach, Odenwaldkreis, Hessen
  • Kr√§hberg (554,9¬†m), Ober-Sensbach, Odenwaldkreis, Hessen
  • Gickelsberg (554,0¬†m), Unter-Sensbach, Odenwaldkreis, Hessen
  • Kinzert (553,3¬†m), Schlo√üau, Neckar-Odenwald-Kreis, Baden-W√ľrttemberg
  • Hohwald (552,8¬†m), Schlo√üau, Neckar-Odenwald-Kreis, Baden-W√ľrttemberg
  • Schildenberg (552,3¬†m), Kailbach, Odenwaldkreis, Hessen
  • Spessartskopf (552,3¬†m), Gras-Ellenbach, Kreis Bergstra√üe, Hessen
  • Hohe Warte (551,3¬†m), Eberbach, Rhein-Neckar-Kreis, Baden-W√ľrttemberg
  • Wei√üer Stein (548,9¬†m; Weisser-Stein Turm (AT), Fernmeldeturm), Dossenheim, Rhein-Neckar-Kreis, Baden-W√ľrttemberg
  • Hohe Langh√§lde (548,3¬†m), Hesselbach, Odenwaldkreis, Hessen
  • Der Kolli (548,0¬†m), (Dreil√§ndereck von Bayern, Baden-W√ľrttemberg und Hessen): Markt Kirchzell, Landkreis Miltenberg (Bergspitze und Hauptteil), Mudau-M√∂rschenhardt, Neckar-Odenwald-Kreis (s√ľdlicher Teil) und Oberzent, Odenwaldkreis, Hessen (westlicher Teil)
  • Falkenberg (546,1¬†m), Unter-Sensbach, Hessen
  • Raupenstein (545,3¬†m), Winterkasten, Kreis Bergstra√üe, Hessen
  • Roter Buckel (540,2¬†m), W√ľrzberg, Michelstadt, Odenwaldkreis, Hessen
  • Dossenheimer Kopf (539,0¬†m), Heidelberg-Peterstal, Rhein-Neckar-Kreis, Baden-W√ľrttemberg
  • Meisenberg (538,4¬†m), Aschbach, Kreis Bergstra√üe, Hessen
  • Waldskopf (538,0¬†m), L√∂hrbach, Kreis Bergstra√üe, Hessen
  • Kn√∂rschh√ľgel (536¬†m), Knoden, Kreis Bergstra√üe, Hessen
  • Wagenberg (535,7¬†m), F√ľrth und Hammelbach, Kreis Bergstra√üe, Hessen
  • Das Buch (535,3¬†m), Lindenfels, Kreis Bergstra√üe, Hessen
  • Kesselberg (531,1¬†m), Ober-Hambach, Kreis Bergstra√üe, Hessen
  • Schriesheimer Kopf (529,2¬†m; Teltschikturm (AT)), Wilhelmsfeld, Rhein-Neckar-Kreis, Baden-W√ľrttemberg
  • Kleiner Meisenberg (527,8¬†m), Affolterbach, Kreis Bergstra√üe, Hessen
  • Eichelberg (525,3¬†m; Eichelbergturm (AT)), Weinheim-Oberflockenbach, Rhein-Neckar-Kreis, Baden-W√ľrttemberg
  • Kohlich (ca. 525¬†m), Breitenbuch, Bayern
  • Hirschberg (ca. 523 m), Eberbach, Rhein-Neckar-Kreis, Baden-W√ľrttemberg
  • G√∂tzenstein (521,9¬†m), L√∂hrbach, Kreis Bergstra√üe, Hessen
  • Kahlberg (520,6¬†m), F√ľrther Zentwald, Kreis Bergstra√üe, Hessen
  • Herbert (519 m), Eberbach, Rhein-Neckar-Kreis, Baden-W√ľrttemberg
  • Elseberg (518,0¬†m), Hetzbach, Oberzent, Odenwaldkreis, Hessen
  • Melibokus (Malschen) (517,4¬†m; Aussichtsturm), Zwingenberg, Kreis Bergstra√üe, Hessen
  • Morsberg (516,7¬†m), Kirch-Beerfurth, Odenwaldkreis, Hessen
  • Felsberg (514,0¬†m; Ohlyturm (AT), Felsenmeer Lautertal), Reichenbach, Kreis Bergstra√üe, Hessen
  • Knodener Kopf (511,2¬†m), Knoden, Kreis Bergstra√üe, Hessen
  • Schnuppenberg (506,9¬†m), Unter-Sensbach, Odenwaldkreis, Hessen
  • L√§rmfeuer (501,7¬†m), Ober-Mossau, Odenwaldkreis, Hessen

Über 400 m:

  • Emichskopf (500,0¬†m), Boxbrunn, Landkreis Miltenberg, Bayern
  • Rimdidim (498,5¬†m), Fischbachtal, Landkreis Darmstadt-Dieburg, Hessen
  • Kleiner Kn√∂schen (Zigeunerdelle; 497,3¬†m), Olfen, Odenwaldkreis, Hessen
  • Hoher Nistler (496,1¬†m), Stadt Heidelberg, Baden-W√ľrttemberg
  • Eselskopf (495,0¬†m), Unter-Mossau, Mossautal, Odenwaldkreis, Hessen
  • Welchel (492,1¬†m), Rothenberg, Odenwaldkreis, Hessen
  • Roter Sol (488 m), Eberbach, Rhein-Neckar-Kreis, Baden-W√ľrttemberg
  • Auerhahnenkopf (486 m), Stadt Heidelberg, Baden-W√ľrttemberg
  • Dachsberg (Mossautal) (481,8¬†m), Hiltersklingen, Mossautal, Odenwaldkreis, Hessen
  • Wannenberg (481,2¬†m), B√ľrgstadt, Landkreis Miltenberg, Bayern
  • Schenkenberg (ca. 480 m), Lindenfels, Kreis Bergstra√üe, Hessen
  • Sauersbuckel (475 m) Hebstahl, Odenwaldkreis, Hessen
  • Hartenb√ľhl (473,0¬†m), Dossenheim/Schriesheim, Rhein-Neckar-Kreis, Baden-W√ľrttemberg
  • Schindbuckel (ca. 473,0¬†m), Oberzent, Odenwaldkreis, Hessen
  • Sensberg (472 m), Unter-Sensbach, Odenwaldkreis, Hessen
  • Lammertskopf (469 m), Neckargem√ľnd, Rhein-Neckar-Kreis, Baden-W√ľrttemberg
  • Matzenberg (467 m), Eberbach, Rhein-Neckar-Kreis, Baden-W√ľrttemberg
  • Daumberg (462¬†m), Gorxheimertal-Tr√∂sel, Kreis Bergstra√üe, Hessen
  • Hohe Waid (458,3¬†m), Schriesheim und Leutershausen, Rhein-Neckar-Kreis, Baden-W√ľrttemberg
  • Steinkopf (451,0¬†m), Fischbachtal, Landkreis Darmstadt-Dieburg, Hessen
  • √Ėlberg (449,3¬†m), Schriesheim, Rhein-Neckar-Kreis, Baden-W√ľrttemberg
  • Hoher Darsberg (445,0¬†m), Neckarsteinach, Kreis Bergstra√üe, Hessen
  • Heiligenberg (439,9¬†m), Stadt Heidelberg, Baden-W√ľrttemberg
  • Langenberg (ca. 430¬†m) mit S√ľdkuppe (421,6 m), zwischen M√ľhltal und Seeheim-Jugenheim, Landkreis Darmstadt-Dieburg, Hessen
  • Ilbes-Berg (419,7 m; Magnetsteine; auf dem Nordausl√§ufer Schlo√überg (ca. 370¬†m) mit Burg Frankenstein), Nieder-Beerbach, Landkreis Darmstadt-Dieburg, Hessen
  • Hahlkopf (416,0¬†m), Fischbachtal, Landkreis Darmstadt-Dieburg, Hessen
  • Ochsenkopf (415,0 m), Neckarsteinach, Kreis Bergstrasse, Hessen
  • Allertshofer Tanne (405,0¬†m), s√ľdlich des Gebirgspasses Neutscher H√∂he (360¬†m), Landkreis Darmstadt-Dieburg, Hessen
  • Knorz (404,5¬†m), Lautern, Kreis Bergstra√üe, Hessen
  • W√ľstebuckel (402,0 m), Unter-Sensbach, Odenwaldkreis, Hessen

Über 300 m:

  • Schreckskopf (394,9¬†m), Fischbachtal, Landkreis Darmstadt-Dieburg, Hessen
  • Imberg (395 m), Eberbach, Rhein-Neckar-Kreis, Baden-W√ľrttemberg
  • Itterberg (390 m), Eberbach, Rhein-Neckar-Kreis, Baden-W√ľrttemberg
  • Spitzer Stein (380,3¬†m), Fischbachtal, Landkreis Darmstadt-Dieburg, Hessen
  • Haagbuckel (379 m), Unter-Sensbach, Odenwaldkreis, Hessen
  • Scheuerberg (378 m), Eberbach, Rhein-Neckar-Kreis, Baden-W√ľrttemberg
  • Altscheuer (376,2¬†m), Fischbachtal, Landkreis Darmstadt-Dieburg, Hessen
  • Gaisberg (375,7¬†m), Stadt Heidelberg, Baden-W√ľrttemberg
  • Otzberg (367,9¬†m; Veste Otzberg), Hering, Landkreis Darmstadt-Dieburg, Hessen
  • Tannenkopf (364 m), Eberbach, Rhein-Neckar-Kreis, Baden-W√ľrttemberg
  • Wendenkopf (359,6¬†m), Schriesheim, Rhein-Neckar-Kreis, Baden-W√ľrttemberg
  • Auerberg (345,9¬†m; Schloss Auerbach), Auerbach, Kreis Bergstra√üe, Hessen
  • Hirschkopf (345,7¬†m; Hirschbergturm (AT), Sender Weinheim), Weinheim, Rhein-Neckar-Kreis, Baden-W√ľrttemberg
  • Goldkopf (323,3¬†m), Weinheim, Rhein-Neckar-Kreis, Baden-W√ľrttemberg
  • Schollerbuckel (318 m), Eberbach, Rhein-Neckar-Kreis, Baden-W√ľrttemberg
  • Breuberg (ca. 306¬†m; Burg Breuberg), Breuberg, Odenwaldkreis, Hessen
  • Gotthardsberg (304¬†m), Amorbach, Landkreis Miltenberg, Bayern

Panorama

Gewässer

Fließgewässer

Im Odenwald entspringen zahlreiche Fließgewässer, davon sind die längsten:

  • Weschnitz (60¬†km), Zufluss des Rheins, beim Kernkraftwerk Biblis
  • Gersprenz (51¬†km), Zufluss des Mains, bei Mainhausen
  • M√ľmling (50¬†km), Zufluss des Mains, bei Obernburg am Main
  • Lauter (43¬†km), Zufluss des Rheins, bei Gernsheim
  • Modau (42¬†km), Zufluss des Rheins, am Rand der K√ľhkopf-Knoblochsaue bei Stockstadt am Rhein
  • Erf (40¬†km), Zufluss des Mains, bei B√ľrgstadt
  • Elz (Elzbach) (34¬†km), Zufluss des Neckars, bei Neckarelz
  • Mud (24¬†km), Zufluss des Mains, in Miltenberg
  • Morre (22,2 km)
  • Steinach (22¬†km), Zufluss des Neckars, bei Neckarsteinach
  • Itter (Itterbach) (21,2¬†km), Zufluss des Neckars, der in Eberbach m√ľndet und dessen Hauptoberlauf durch den Eutersee flie√üt
  • Finkenbach (20,5¬†km), Zusammenfluss in Hirschhorn mit dem Ulfenbach zum Laxbach, einem kurzen Zufluss des Neckars dort
  • Ulfenbach (19,1¬†km), Zusammenfluss in Hirschhorn mit dem Finkenbach zum Laxbach, einem kurzen Zufluss des Neckars dort
  • Trienzbach (ca. 16¬†km), Zufluss der Elz, entspringt zwischen Langenelz und Scheidental, flie√üt durch Trienz nach Dallau
  • Gammelsbach (15¬†km), Zufluss des Neckars, flie√üt von Beerfelden durch Gammelsbach nach Eberbach
  • Welzbach (14,2¬†km), Zufluss des Mains, flie√üt von seiner Quelle bei Radheim durch den Bachgau nach Leider
  • Meerbach (13¬†km), Zufluss der Weschnitz, bei Lorsch
  • Grundelbach (10¬†km), Zufluss der Weschnitz, flie√üt von Tr√∂sel nach Weinheim
  • Mutterbach (7,7¬†km), Zufluss des Mains, bei W√∂rth am Main

Stillgewässer

Zu den wenigen Stillgewässern im Odenwald gehören (mit Wasserflächen in ha):

  • Marbach-Stausee (49 bis 22¬†ha), am Marbach, nahe Ebersberg
  • Gro√üer See und Kleiner See (3,3 bzw. 1,1¬†ha), im Kurpark in Bad K√∂nig
  • Eutersee (0,9¬†ha), an der Euterbach, bei Sch√∂llenbach

Geologie

Der Odenwald wird mineralogisch in den westlichen kristallinen Odenwald und den östlichen Buntsandstein-Odenwald gegliedert, der vorwiegend aus Sedimentgestein besteht. Insgesamt wird die geologische Geschichte des Odenwaldes in drei Hauptabschnitte unterteilt:

  1. Variszisches Gebirge: Vor etwa 380 bis 320 Millionen Jahren, im Devon und Karbon, schoben sich verschiedene Zwergkontinente zusammen und falteten das Variszische Gebirge auf. Die meisten Gesteine des westlichen kristallinen Odenwaldes entstanden in dieser Zeit bzw. sind umgeschmolzene Altbestände.
  2. Sedimentation: Das Gebirge wurde bis zu einem welligen Rumpf abgetragen. Auf dieser zeitweise vom Ozean √ľberfluteten und von Vulkanausbr√ľchen aufgerissenen Fl√§che lagerten sich dann vor etwa 260‚Äď65 Millionen Jahren ‚Äď vor allem im Mesozoikum ‚Äď m√§chtige Kalk- und Sandschichten, u.¬†a. die Buntsandsteine des √∂stlichen Odenwalds, ab.
  3. Heutiges Landschaftsbild: Vor etwa 45 Millionen Jahren begann mit der Absenkung des Oberrheingrabens im Terti√§r die Entwicklung des heutigen Landschaftsbildes. Fl√ľsse schnitten sich tief in die Gesteine ein und transportierten den Verwitterungsschutt ab. So wurde im Westen der kristalline Gebirgssockel freigelegt, im Osten blieben Teile der Buntsandsteinformation erhalten.

Variszisches Gebirge

Gebirgsbildung als Folge der Kontinentalverschiebung

Zusammensetzung sowie Genese des kristallinen Gebirges sind recht kompliziert, seine geologische Karte √§hnelt einem Flickenteppich. Als Teil der Mitteldeutschen Kristallinen Zone (MDKZ), die sich in einem Bogen bis zum Th√ľringer-Wald erstreckt, entstanden im Erdaltertum (Pal√§ozoikum) zum einen die Granitoide zum anderen Hochdruckgesteine wie Eklogite (im Karbon), beide repr√§sentieren ‚Äěrecycelte‚Äú Kruste. Gr√∂√üen und Verteilung der Kontinente unterschieden sich damals sehr vom heutigen Zustand: ‚ÄěMitteleuropa‚Äú lag in einem Ozean-Gebiet s√ľdlich des √Ąquators und bestand aus kleinen Kontinenten. Durch die Kontinentalverschiebung driftete ein S√ľdkontinent auf einen Nordkontinent zu. Deshalb kollidierten die dazwischen liegenden ‚Äěmitteleurop√§ischen‚Äú Zwerg-Kontinente, und in der Devon- und Karbon-Zeit erhob sich auf und zwischen ihnen das Variszische Gebirge, zu dem auch der Odenwald z√§hlt. In der Forschung wird f√ľr die MDKZ ein Inselbogen-Szenarium mit Gebirgsbildung als Folge einer Subduktionszone diskutiert, wie sie heute in der ostasiatischen Pazifikk√ľstenregion besteht. Danach wurden zuerst die alten Gesteine tief in die Erdkruste versenkt (Subduktion) und in etwa 15 Kilometer Tiefe im oberen Erdmantel aufgeschmolzen, dann zusammen mit Magmagesteinen langsam wieder in die Erdkruste hochgedr√ľckt, wo sie im Laufe von 60 Millionen Jahren allm√§hlich abk√ľhlten und auskristallisierten.

Dreiteilung des kristallinen Odenwaldes

Die aktuelle Forschung unterteilt den kristallinen Odenwald nach den tektonisch-metamorphotischen Abläufen in drei durch Störungszonen (Strike-slip-Zonen) voneinander getrennte Einheiten:

  1. Böllsteiner Odenwald,
  2. Frankenstein-Komplex und
  3. Bergsträßer Odenwald.

Diese drei Einheiten, die eine gemeinsame Sedimentation haben, wurden im Devon vor etwa 400 bis 375 Millionen Jahren auch unter √§hnlichen Temperatur- und Druck-Bedingungen metamorph √ľberpr√§gt. Tektonische Prozesse (Dehnungen) trennten jedoch diese Einheiten, so dass sie sich in ihrem Magmatismus und den durchlaufenen Metamorphosen unabh√§ngig weiterentwickelten.

  • Der B√∂llsteiner Gneis ist aus Granitoiden hervorgegangen, die vor etwa 410 Millionen Jahren als Gesteinsschmelzen von unten in √§ltere Sedimente eindrangen. Diese wurden infolge der Zusammenschiebungen gemeinsam in tiefere Bereiche der Erdkruste versenkt und dort bei hoher Temperatur und hohem Druck zu Schiefern und Gneisen umgewandelt.
  • Der Frankenstein-Komplex ist das √§lteste magmatische Gestein im westlichen Odenwald. Die Gabbros und Diorite intrudierten im Oberdevon vor etwa 362 Millionen Jahren.
  • Im Bergstr√§√üer Odenwald, der sich bis Heidelberg erstreckt, sind im Vergleich zum Frankenstein-Gabbro die kristallinen Verb√§nde j√ľnger und r√§umlich einheitlicher:
  1. der Granodiorit des ‚ÜíWeschnitzplutons (Unterkarbon, vor etwa 333 bis 329 Millionen Jahren)
  2. der vor etwa 320 Millionen Jahren nachdringende östlich anschließende Trommgranit sowie
  3. die mit ihm verwandten Heidelberger Variationen im s√ľdlichen Odenwald.

Diese Komplexe stecken zwischen metamorphosierten Altbest√§nden, z.¬†B. den Schiefern und Gneisen in der ‚ÜíFlasergranitoidzone (von Heppenheim/Bensheim erzgebirgisch in Richtung NE bis zur Otzberg-St√∂rung). interpretiert die Prozesse in diesen Mischgebieten vor allem im s√ľdlichen Teil magmatisch. Danach sollen verschiedene Magmak√∂rper in einer kurzen Zeitspanne aufgestiegen sein (nested diapirs); im n√∂rdlichen Grenzbereich zum Frankenstein-Massiv vermutet er eine tektonische √úberpr√§gung ‚Äď durch Scherbewegungen der Gesteinsformationen soll es zu Aufschmelzungen (dynamische Kontaktmetamorphose), wechselseitigen Infiltrationen und √úberformungen benachbarter Partien gekommen sein, die dann √§hnliche kristallin-metamorphe Strukturen ausgebildet haben. Auch zwischen Weinheim und Wald-Michelbach haben sich solche Zonen entwickelt. Der Auerbacher Marmorzug, ein Sonderfall, entstand durch Aufheizung und chemische Reaktion zwischen aneinandergrenzenden Kalk- und Silikatgesteinen. Bei den tektonischen Vorg√§ngen rissen immer wieder Spalten in den Gesteinsmassen auf, in welche u.¬†a. erzhaltige Schmelzen eindrangen, die dort dann zu Ganggesteinen auskristallisierten. Beispiele hierf√ľr sind die Quarz- und Baryt-G√§nge bei Reichenbach und Balzenbach. J√ľngere aplitartige Granite zertr√ľmmerten √§ltere Granodiorit- oder Biotitgranitbest√§nde. Im weiteren Verlauf der Plattenbewegungen wurden die durch eine alte St√∂rungszone ‚Äď die Otzbergspalte ‚Äď getrennten B√∂llsteiner Gneise und die Bergstr√§√üer Komplexe zusammengeschoben und durch den Trommgranit verschwei√üt.

Vulkanausbr√ľche

Gro√üe Ersch√ľtterungen der Erdkruste durchr√ľttelten den Odenwald in der Zeit des Ober-Rotliegenden vor etwa 260 Millionen Jahren. Vulkane drangen vor allem im Gebiet um Weinheim (Wachenberg, Daumberg), Schriesheim/Dossenheim (vor 290 bis 270 Millionen Jahren) und Heidelberg an alten St√∂rungszonen aus der Erde, schleuderten Tuffe aus ihren Kratern und gossen Lava auf die Erdoberfl√§che ‚Äď das Granit-Gneis-Gebirge war inzwischen bereits bis zum Sockel abgetragen. Im Rhyolith-Steinbruch Weinheim wird die erstarrte Schlotf√ľllung des Wachenberg-Vulkans zu Schotter verarbeitet. Dagegen ist in den Schriesheimer und Dossenheimer Steinbr√ľchen der Abbau der auf dem Granitgebirgsrumpf aufliegenden Quarzporphyrdecken inzwischen eingestellt. Die Stelle, an der der die Effusionsgesteine f√∂rdernde Vulkan ausbrach, lag vermutlich im Gebiet des heutigen Rheingrabens und versank mit den √∂rtlichen Gesteinen bei dessen Einbruch. Reste des Rotliegenden sind etwa bei Schriesheim und im Sprendlinger Horst erhalten.

Abtragung und Ablagerungen (Sedimentationen)

Im Erdzeitalter des j√ľngeren Perm √ľberflutete das Zechsteinmeer die Region und √ľberdeckte sie mit Ablagerungen, die f√ľr den Erzbergbau bedeutsam sind: Dolomite, in die sp√§ter eisen- und manganhaltige Quarzl√∂sungen eindrangen. Die Sedimentationsgeschichte setzt sich im Mesozoikum (Erdmittelalter) zwischen 250 und 65 Millionen Jahren fort mit der Ablagerung von bis zu 600¬†m m√§chtigen Buntsandstein-, Muschelkalk-, Keuper- und Jura-Schichten.

Entstehung des heutigen Landschaftsbildes

Absenkung des Oberrheingrabens

Lange Zeit sp√§ter kam es in Mitteleuropa wieder zu starken Bewegungen in der Erdkruste: In Verbindung mit einer Rift-Zone vom Mittelmeer bis an die Nordsee brach im Terti√§r vor etwa 45 Millionen Jahren der Oberrheingraben stellenweise bis zu 3,5¬†km (Ende des Terti√§rs: bis 4¬†km) tief ein und wurde durch Nachrutschen der damaligen Oberfl√§che sogleich aufgef√ľllt. Diese Senkung dauert bis in die Gegenwart an, bei Darmstadt mit einer Geschwindigkeit von rund 0,2‚Äď0,4¬†mm pro Jahr. Zum Ausgleich hoben sich die angrenzenden Berge um bis zu 2,5¬†km an, doch setzte mit der Hebung bereits die Abtragung ein. In der Folge zerlegten viele Kreuz- und Querkl√ľfte das Gebiet des heutigen Odenwaldes in Gebirgsbl√∂cke und Gr√§ben. Eine Folge der Absenkung sind auch leichte Erdbeben im Nordwesten des Odenwaldes. Diese gehen √ľber Mikrobeben hinaus, sind sp√ľrbar und k√∂nnen zu leichten Besch√§digungen f√ľhren. Am 17. Mai 2014 um 18 Uhr 48 (MESZ) ersch√ľtterte ein Erdbeben mit dem Magnitudenwert von 4,2 auf der Richterskala Nieder-Beerbach. Das Hypozentrum lag in einer Tiefe von ca. sechs Kilometern. Das Beben verursachte zahlreiche leichte Geb√§udesch√§den. Es war Teil einer Serie schwacher Erdbeben im Raum s√ľd√∂stlich Darmstadts seit M√§rz 2014.

Vulkanismus

Magmamassen drangen an die Oberfläche vor und bildeten Basalt-Vulkane: Neben dem bereits vor 68 Millionen Jahren in der Kreidezeit entstandenen Katzenbuckel, der vor etwa 40 Millionen Jahren erneut ausbrach, gehören zu diesen im mittleren und nördlichen Odenwald etwa der Roßberg (vor 52 Millionen Jahren) und der Otzberg (vor rund 35 bis 20 Millionen Jahren).

Verwitterung und Abtragung

  • Weil das warmfeuchte Terti√§r-Klima die Verwitterung und Abtragung beg√ľnstigte, schnitten sich die B√§che damals tief ins Gel√§nde ein, zers√§gten die Bergmassive und r√§umten den Hangschutt aus. Es entwickelte sich eine Schichtstufenlandschaft, und die Stufen der m√§chtigen Keuper-, Muschelkalk- und Zechstein-Formationen wurden sukzessiv nach S√ľdosten zur√ľckverlegt. Reste von Muschelkalk mit Ph√§nomenen der Verkarstung wie der Erdbachversickerung findet man im M√ľmlinggraben bei Michelstadt.
Das Landschaftsbild bestimmen im √∂stlichen Odenwald jedoch nur noch die Buntsandsteinablagerungen, an deren Stufenrand die darunter liegende Zechsteinschicht mit ihren Eisen- und Manganerzen f√ľr den Bergbau zug√§nglich wurde, z.¬†B. im Revier √∂stlich von Reichelsheim und in Wald-Michelbach. So wie die Muschelkalk-, Keuper- und Jura-Sedimente sind auch die vulkanischen Decken fast ganz abgetragen worden. Erhalten geblieben sind etwa am Otzberg die Basalts√§ulen am Burgberg, die Reste der Kraterf√ľllung sind. Die erodierenden Kr√§fte legten den kristallinen Gebirgsrumpf wieder frei, Fl√ľsse und B√§che verlegten ihren Lauf in Orientierung an alte St√∂rungszonen (Gersprenztal, oberes Ulfenbachtal) bzw. r√§umten im beckenartig verwitterten Weschnitztal, wo bis 30¬†m hohe Vergrusungen lagen, den Schutt aus. Berge und H√§nge zerrissen in Bl√∂cke, die anschlie√üend durch chemische Verwitterung zu kugelartigen Gebilden abgerundet wurden (Wollsackverwitterung).
  • In der nachfolgenden Eiszeit herrschte im Odenwald ein Permafrost-Klima, der Boden war also st√§ndig tief gefroren. Bei Erw√§rmung (Ende der Eiszeit) taute die obere Schicht auf, die vom Schutt befreiten Felsen rutschten hangabw√§rts und sammelten sich im Talgrund zu einem Felsenmeer (bei Reichenbach oder am Krehberg, aber auch im Buntsandstein-Odenwald in der Katzenbuckel-Region). So entstand das charakteristische heutige Mittelgebirgslandschaftsbild des Odenwaldes.

Bergbau

Die geologischen Prozesse haben zahlreiche Minerale und Erze entstehen lassen. Bis in die Neuzeit hinein wurden Marmor (Auerbacher Marmor) und Porphyr (Dossenheim) abgebaut. Im s√ľdwestlichen Odenwald f√∂rderte man seit dem Mittelalter Silber-, Blei- und Kupfererze, w√§hrend im √∂stlichen Teil des Buntsandstein-Odenwaldes der Bergbau auf die Eisen- und Manganerze dominierte. Die meisten Betriebe wurden mit dem Aufkommen der Hoch√∂fen unrentabel, weil diese gro√üe Mengen an Steinkohle brauchten, welche √∂rtlich nicht vorkommt. Der geringe Gehalt und die geringe Reinheit der Erze und die bis zum Bau der Odenwaldbahn ung√ľnstigen Transportverbindungen waren ebenfalls nachteilig. Es gibt drei Besucherbergwerke im Odenwald: Grube Anna-Elisabeth (Lage) bei Schriesheim, Grube Marie in der Kohlbach (Lage) bei Weinheim und Grube Ludwig (Lage) bei Wald-Michelbach.

Geschichte

Urgeschichte

Die fr√ľheste Besiedlung des Odenwaldes ist fassbar durch endneolithische arch√§ologische Funde. √Ąltere Funde der Bandkeramik gibt es nur in den n√∂rdlichen (Gersprenz), westlichen (Juh√∂he) und s√ľdlichen (Neckartal) Randbereichen des Odenwaldes. Zu den √§ltesten Funden z√§hlt ein Hockergrab, das unter der Hofmauer der sp√§teren r√∂mischen Villa Haselburg bei Hummetroth gefunden wurde. Zahlreiche Werkzeugfunde in der Gegend des (au√üerhalb des Odenwaldes gelegenen) Kinzig¬≠tals belegen in dieser Zeit eine Besiedlung. Sie wurden privat gesammelt und befinden sich heute als Sammlung Schwarz im Breubergmuseum auf der Burg Breuberg sowie im Stadtmuseum in Michelstadt. Aus der Bronzezeit fehlen Siedlungsfunde. Doch sind entlang der Flusst√§ler zahlreiche Grabh√ľgel erhalten, besonders im mittleren M√ľmlingtal. Sie liegen charakteristisch auf den Anh√∂hen oberhalb der Talkessel.

In der Hallstatt- und Fr√ľhlat√®nezeit wurden diese Grabh√ľgel f√ľr Nachbestattungen erneut genutzt und auch neue angelegt. Eine solche Grabanlage ist von der Hoffl√§che der r√∂mischen Villa Haselburg bekannt. Der Grabh√ľgel enthielt zwei Bestattungen der fr√ľhkeltischen Zeit (4./3.¬†Jahrhundert v.¬†Chr.) mit Trachtbestandteilen aus Eisen und Bronze, darunter ein Scheibenhalsring mit Koralleneinlagen. Es gibt aber keine Hinweise darauf, ob der H√ľgel zur R√∂merzeit noch sichtbar war. Ein weiterer bedeutender Fund dieser Zeit ist das sogenannte Raibacher Bild, eine anthropomorphe Sandstein-Stele, die 1919 am Obersberg bei Breuberg-Rai-Breitenbach gefunden wurde. Sie befindet sich heute im Hessischen Landesmuseum Darmstadt, eine Kopie ist im Breubergmuseum ausgestellt.

Funde aus der keltischen Sp√§tlat√®nezeit fehlen im Odenwald fast v√∂llig. M√∂glicherweise waren die Kelten zur Zeit der Ankunft der R√∂mer bereits durch Germanen verdr√§ngt worden. S√ľdwestlich des Odenwaldes siedelten sich um Ladenburg im 1.¬†Jahrhundert n. Chr. die Neckarsueben an. F√ľr den Odenwald muss nach derzeitigem Kenntnisstand davon ausgegangen werden, dass die R√∂mer ein relativ unbesiedeltes Land vorfanden.

Römische Kaiserzeit

Mit der Eroberung des rechtsrheinischen Decumatlandes in den Chattenkriegen Kaiser Domitians gelangte das Gebiet unter r√∂mische Kontrolle. Im Gegensatz zu anderen Bauten des Obergermanisch-Raetischen Limes wie der Taunusstrecke wurde die √§ltere Odenwaldlinie des Neckar-Odenwald-Limes erst um das Jahr 100 unter Kaiser Trajan (98‚Äď117) errichtet. Dieser Limesabschnitt verl√§uft vom Kastell W√∂rth am Main zun√§chst nach S√ľdwesten √ľber das Kastell Seckmauern zum Kastell L√ľtzelbach. Von dort verl√§uft er auf dem gro√üen Sandsteinr√ľcken √∂stlich der M√ľmling nach S√ľden √ľber das Kleinkastell Windl√ľcke, Kastell Hainhaus, Kastell Eulbach, Kastell W√ľrzberg zum Kastell Hesselbach, wo er das heutige Dreil√§ndereck Hessen/Bayern/Baden-W√ľrttemberg passiert. Auf baden-w√ľrttembergischer Seite folgen zun√§chst die Kleinkastelle Zwing und Seitzenbuche, Kastell Schlo√üau, Kastell Oberscheidental, die Kleinkastelle Robern und Trienz, die Kastelle von Neckarburken, Uferkastell Duttenberg, Kleinkastell Kochendorf, bis er schlie√ülich beim Kastell Wimpfen im Tal den Neckar erreicht.

Die besonders gebirgigen Strecken des Limes wurden zwischen W√∂rth und Oberscheidental durchg√§ngig von kleineren Einheiten, sogenannten numeri bewacht. Aus zahlreichen Inschriften geht hervor, dass es sich dabei um numeri brittonum handelt, also Hilfstruppeneinheiten, die urspr√ľnglich in Britannien ausgehoben wurden.

Gro√üe Teile des Odenwaldes lagen nun im r√∂misch beherrschten Obergermanien. Um 159 wurde der Limes um ungef√§hr 30¬†km nach Osten auf die Linie Miltenberg‚ÄďWalld√ľrn‚ÄďBuchen-Osterburken vorverlegt. Die Odenwaldstrecke erreichte deshalb nicht den letzten Ausbauzustand des Limes mit Wall und Graben, sondern es bestand zu den Wacht√ľrmen und dem Postenweg nur die Palisade. Im Hinterland etablierte sich eine zivile Verwaltung, Deren Hauptorte lagen am Rande des Odenwaldes in Dieburg (Hauptort der Civitas Auderiensium), Ladenburg (Civitas Ulpia Sueborum Nicretum) sowie Bad Wimpfen (Civitas Alisinensium). Im Odenwald entstanden zivile Siedlungen in Form von zahlreichen kleineren Villae rusticae, die sich schwerpunktm√§√üig an den Fl√ľssen befanden. Neben den zahlreichen kleineren Wirtschaftseinheiten gab es auch wenige gr√∂√üere Villen. Die bedeutendste Fundstelle dieser Art ist die Haselburg bei Hummetroth (nahe H√∂chst i.¬†Odw.), die freigelegt und als Freilichtmuseum konserviert wurde.

V√∂lkerwanderung und Fr√ľhmittelalter

  • 260: Zerfall der r√∂mischen Macht. Die Alemannen dr√§ngen auch in den Odenwald und besiedeln das Land zwischen Main und Neckar, danach kommen die Franken.
  • 5.¬†Jahrhundert: Die Franken unter Chlodwig I. teilen das Land in Gaue ein.
  • 7./8.¬†Jahrhundert: Es erfolgt die Christianisierung durch iro-schottische M√∂nche (Pirminius, Bonifatius). Auf den f√ľr die Landwirtschaft g√ľnstigen Muschelkalkb√∂den des heutigen Baulandes entsteht ein weitmaschiges Siedlungsnetz. Der Hintere Odenwald mit seinen kargen Buntsandsteinb√∂den bleibt im Gegensatz dazu noch siedlungsfrei. Vier Benediktinerkl√∂stern war von der fr√§nkischen Zentralgewalt (Karolinger) die Aufgabe zugewiesen, das unbesiedelte Waldgebiet Odenwald mit dem Kloster Lorsch von Westen her, dem Kloster Fulda von Norden, dem Kloster Amorbach von Osten und dem Kloster Mosbach von S√ľden zu erschlie√üen. Das Kloster Amorbach hatte die gr√∂√üte Bedeutung f√ľr die kirchliche, kulturelle und wirtschaftliche Entwicklung im √∂stlichen Odenwald.
  • 9.¬†Jahrhundert: Im s√ľd√∂stlichen Odenwald nahe dem inzwischen dichter besiedelten Bauland werden Siedlungen angelegt, vielfach nach der Art eines Waldhufendorfes, die Gesteinsgrenze vom Muschelkalk zum Buntsandstein wird √ľberschritten.

Neuzeit

Etliche namhafte Territorialherrschaften (siehe Karte von Hessen um 1550) teilten sich das Gebiet des Odenwaldes. Zu nennen w√§ren etwa: Kurpfalz, Kurmainz, Grafschaft Katzenelnbogen, Landgrafschaft Hessen-Darmstadt, Grafschaft Erbach, Herrschaft Breuberg, Herrschaft Frankenstein, Herrschaft Steinach, Herrschaft Hirschhorn, F√ľrstentum Leiningen. Diese alle wurden abgel√∂st vom Gro√üherzogtum Hessen (sp√§ter Volksstaat Hessen), dem Gro√üherzogtum Baden (sp√§ter Republik Baden) und dem K√∂nigreich Bayern (jetzt Freistaat Bayern).

Name

Die Deutung des Namens Odenwald, der in den Formen Odonewalt (815), Otenwalt (970) und Odenwalt (1016) √ľberliefert ist, wird kontrovers diskutiert:

  • Der Name wird von Ode (Mehrzahl: Oden) abgeleitet, was so viel wie ‚ÄěSage‚Äú bedeutet. Das hei√üt, Odenwald bedeutet der ‚ÄěWald der Sagen‚Äú.
  • Der Name k√∂nnte von Odins Wald abgeleitet sein. Hauptproblem dieser Deutung ist, dass Odin im s√ľddeutschen Raum lange Zeit oder gar ausschlie√ülich als Wotan verehrt wurde (In altdeutscher Sprache Uuodan, vgl. Merseburger Zauberspr√ľche). Allerdings gibt es 80¬†km westlich im Nordpf√§lzer Bergland eine Gemeinde Odenbach, die im Mittelalter nachweislich Odinbach hie√ü.
  • Eine weitere Namensdeutung sieht einen Zusammenhang zwischen dem Odenwald und der Bezeichnung der ehemaligen r√∂mischen Verwaltungseinheit Civitas Auderiensium, die unter anderem den Norden des Gebirges umfasste und nach einem Volksstamm der Auderienser benannt sein k√∂nnte.
  • Postuliert wird ein Zusammenhang mit dem Namen des ‚ÄěEuterbaches‚Äú, also etwa Waldgebirge des Euterbaches. Diese Erkl√§rung wirft allerdings unmittelbar die Frage nach der Herkunft des Wortes ‚ÄěEuterbach‚Äú auf.
  • Es soll eine Verwandtschaft mit dem Wort √∂de bestehen ‚Äď nicht im heutigen Sinne einer W√ľstenlandschaft, sondern mit der Bedeutung ‚Äěd√ľnn besiedelt‚Äú.
  • Die Herkunft von Odem (f√ľr Atem) soll auf Winde hindeuten, die irgendwelchen G√∂ttern als Atem zugeordnet waren. Dies l√§sst indessen die Frage offen, wie im allgemeinen Sprachgebrauch zwar Odem zu Atem, Odemwald jedoch zu Odenwald wird.
  • Der Lokalhistoriker Karl Christ stellte eine Verbindung zu ahd. odan (= verleihen) her und vermutete, dass der Odenwald der ‚ÄěWildbannwald‚Äú sei, den der Frankenk√∂nig Dagobert I. (best√§tigt durch Pipin und Karl den Gro√üen) dem Bistum Worms verliehen hat. Neben den Formen ‚ÄěOdtonwald‚Äú, ‚ÄěOdonewald‚Äú, ‚ÄěOdenewald‚Äú, ‚ÄěOdonawald‚Äú taucht auch die Schreibweise ‚ÄěOdanwald‚Äú (bei Einhard) auf.
  • Eine weitere, die Deutung von Karl Christ zu ‚Äěverleihen‚Äú vertiefende Namensdeutung nennt Ňćd (Od) bzw. Ed (altenglisch Ead) als altes Wort f√ľr Eigentum bzw. Besitz, wie es im Namen Otto bzw. Odo und in Allod vorkommt, dem altniederfr√§nkischen sowie alts√§chsischen Begriff f√ľr gemeinschaftlichen (all-)Besitz. Das Ňćd w√§re demnach zu Oden-Wald geworden, eigentlich schlicht Wald-Eigentum, Waldbesitz.
  • Ein bedeutender Geograph des 16.¬†Jahrhunderts, Sebastian M√ľnster, √§hnlich Karl Noack Anfang des 20.¬†Jahrhunderts, sieht als Namensgeber m√∂glicherweise einen, allerdings nicht √ľberlieferten, F√ľrsten Otto (bzw. Odo¬†‚Üí Odos Wald). M√ľnsters Res√ľmee seiner Bem√ľhungen ist allerdings: ‚ÄěWarumb diese Landschaft der Otenwald hei√üt, hab ich eigentlichen nicht m√∂gen erfahren.‚Äú

Sagen und Legenden

Die zahlreichen Volkssagen aus dem Odenwald sind meistens an bestimmte Orte (Burg, Stadt, Felsen, Weg usw.) gebunden (Lokalsage) und erzählen:

  • von geheimnisvollen Begebenheiten und Geistererscheinungen auf einer Burg (z.¬†B. Auerbacher Schloss, Schauenburg, Burg Windeck, Burg Freienstein, Schloss Reichenberg) oder in der n√§chtlichen Landschaft bzw. in einem Haus (H√∂hmann zwischen Breitwiesen und Bensheim, am Borstein n√∂rdlich Reichenbachs, wei√üe Frau in der N√§he Mossaus, Schlurcher im Ro√übacher Hof bei Erbach, der Mann ohne Kopf bei Heppenheim, die Nonnen nahe dem Kloster Steinbach),
  • von Rittern und ihren Frauen (Konrad und Ann-Els von Tannenberg, Edelmut von Ehrenberg und Minna von Horneck auf der Minneburg, Georg von Frankenstein und Annemariechen, der Kollenberger und der Graf von Wertheim, Hans von Rodenstein und Maria von Hochberg),
  • von Teufeln (Teufelspfad zwischen Jugenheim und dem Felsberg, Teufelsstein bei L√∂hrbach, Opfersteine auf der Juh√∂he) und Hexen (die in Gestalt eines Schweines erscheinende Hexe in Bensheim).

Die Lokalsage verbindet sich in einigen Erz√§hlungen einmal mit der Natursage, in der d√§monische Wesen (z.¬†B. Ritter Georg t√∂tet in der N√§he des Frankensteins den menschenfressenden Lindwurm) und Naturgeister (als Fuchs auftauchender Wassergeist bei Niedernhausen, Meerweiblein in den Meerwiesen von Walld√ľrn) auftreten, und zweitens mit der Geschichtssage, die anekdotenhaft historische Personen und Originale portr√§tiert: Luther und der Graf von Erbach, Raubacher Joggel und der Erbacher Graf, Landgraf Ludwig¬†VIII. von Hessen-Darmstadt, R√§uber Lindenschmidt, H√∂lzerlips-Stein auf dem Hirschopf bei Weinheim.

Drittens geht sie eine Verbindung mit der ätiologischen Sage (Erklärungssage) ein, d. h., sie erklärt,

  • wieso ein bestimmter Name gegeben wurde (mehrere Wildweibchensteine und Wildleuth√§usl im Odenwald, Wilder Mannstein bei Hummetroth, Teufelsstein, Teufelspfad, Opfersteine und Hundsk√∂pfe auf der Juh√∂he, H√∂lzerlips-Stein, Schimmeldewoog f√ľr Sch√∂nmattenwag, Eberbacher Kuckucke, Brembach und Geierstal bei Vielbrunn) oder eine Redewendung entstand (Fraa vun Bensem),
  • wie sich eine typische landschaftliche Formation bildete (z.¬†B. das Felsenmeer und der Hohenstein bzw. der Felsen auf dem Herrgottsberg bei Darmstadt-Bessungen: durch sich mit Steinbl√∂cken bek√§mpfende Riesen im ersten und als Racheakt des Teufels f√ľr √úberlistung im zweiten Fall),
  • wieso eine Burg an einem bestimmten Platz (Minneberg am Neckar) gebaut und nach ihm benannt wurde
  • oder warum man ein f√ľr heutige Betrachter geheimnisvolles Steinbild in eine Mauer einf√ľgte (Relief eines Hundes am Portal der Minneburg gegen√ľber Neckargerach, Buchener Blecker am Stadttor, Breilecker am Tor der Burg Breuberg).

Zwei literarisch bearbeitete Sagenstoffe sind √ľberregional bekannt:

Die Sage vom Rodensteiner, eine Variante der Gespenstergeschichte vom wilden Heer, wurde urspr√ľnglich in den Reichenberger Protokollen (1742‚Äď1796) dem ‚ÄěLandgeist‚Äú des ‚ÄěSchnellertsherrn‚Äú zugeschrieben: Bauern im Gebiet um Fr√§nkisch-Crumbach erz√§hlten, sie h√§tten in st√ľrmischen N√§chten in der Luft das Geisterheer von der Ruine Schnellerts √ľber das Gersprenztal zur Ruine Rodenstein ziehen h√∂ren. Sie deuteten dies als Zeichen eines bevorstehenden Krieges. Dieses Motiv des wilden J√§gers wird bei der Erkl√§rung der als Hundsk√∂pfe bezeichneten Felsformation auf der Juh√∂he (s.¬†o.) aufgegriffen.

Im ber√ľhmten Nibelungenlied (siehe auch Nibelungensage), einem mittelalterlichen Ritterepos mit Sagenkern (Siegfried), spielt der Odenwald als Handlungsort nur in einem Abschnitt eine, f√ľr die weitere Handlung allerdings entscheidende, Rolle: Der Drachent√∂ter Siegfried wird bei einem Jagdausflug (anstelle eines ausgefallenen Feldzugs), der von der Burgundenstadt Worms in den Odenwald f√ľhrt, von Hagen von Tronje an einer Quelle ermordet. Da kein genauer Ort √ľberliefert ist, streiten sich zahlreiche Gemeinden des hessischen Odenwaldes sowie Odenheim im Kraichgau darum, den ‚Äěechten‚Äú Siegfriedbrunnen zu besitzen.

Verkehr und Tourismus

Straßen

Der geplante Weiterbau der Odenwaldautobahn (BAB 45) wurde nie verwirklicht, daher ist der Odenwaldkreis, mit allen Vor- und Nachteilen, einer der wenigen völlig autobahnfreien Landkreise.

Durch den Odenwald verlaufen mehrere Bundesstraßen:

  • B 27: Mosbach‚ÄďBuchen‚ÄďTauberbischofsheim
  • B 38: Reinheim‚ÄďGro√ü-Bieberau‚ÄďBrensbach‚ÄďReichelsheim‚ÄďF√ľrth‚ÄďM√∂rlenbach‚ÄďBirkenau‚ÄďWeinheim
  • B 45: Gro√ü-Umstadt‚ÄďH√∂chst‚ÄďBad K√∂nig‚ÄďMichelstadt‚ÄďErbach‚ÄďBeerfelden‚ÄďEberbach
  • B 47: Bensheim‚ÄďLindenfels‚ÄďReichelsheim‚ÄďMichelstadt‚ÄďAmorbach‚ÄďWalld√ľrn
  • B 426: Darmstadt‚ÄďM√ľhltal‚ÄďOber-Ramstadt‚ÄďReinheim‚ÄďOtzberg‚ÄďGro√ü-Umstadt‚ÄďH√∂chst‚ÄďBreuberg‚ÄďObernburg
  • B 460: Heppenheim‚ÄďF√ľrth‚ÄďMossautal‚ÄďH√ľttenthal‚ÄďMarbach

Au√üerdem f√ľhren durch den Odenwald die Nibelungen- und die Siegfriedstra√üe, die teilweise den vorgenannten Stra√üen folgen.

Eisenbahnen

  • Odenwaldbahn (Hessen) von Darmstadt oder Hanau √ľber Wiebelsbach-Heubach nach Eberbach, 1882 er√∂ffnet, seit Dezember 2005 mit modernen Itino-Z√ľgen befahren
  • Bachgaubahn von Aschaffenburg bis H√∂chst im Odenwald, 1911 er√∂ffnet, 1974 stillgelegt, endg√ľltige Einstellung des G√ľterverkehrs zwischen H√∂chst und Sandbach 1998
  • Weschnitztalbahn von Weinheim nach F√ľrth, 1895 er√∂ffnet
  • √úberwaldbahn von M√∂rlenbach √ľber Wald-Michelbach nach Wahlen, 1901 er√∂ffnet, 1996 stillgelegt, die in die Teilregion des √úberwaldes f√ľhrte
  • Schellekattel von Hetzbach nach Beerfelden, 1904 er√∂ffnet, 1954 stillgelegt
  • Odenwaldexpress (im Volksmund ‚ÄěEntenm√∂rder‚Äú genannt) von Mosbach nach Mudau, 1000-mm-Schmalspurbahn, 1905 er√∂ffnet, 1973 stillgelegt, seit 1980 Trasse als Bahnradweg umgebaut
  • Neckartalbahn von Heidelberg √ľber Eberbach und Mosbach nach Bad Friedrichshall, 1879 er√∂ffnet
  • Bahnstrecke Neckarelz‚ÄďOsterburken, 1866 als Teil der Badischen Odenwaldbahn er√∂ffnet
  • Bahnstrecke Seckach‚ÄďMiltenberg (Madonnenlandbahn) von Seckach nach Miltenberg
  • Gersprenztalbahn von Reinheim nach Reichelsheim, 1887 er√∂ffnet und ab 1963 teilstillgelegt

Bauwerke

Zu den sehenswerten Bauwerken im Odenwald und in seinem S√ľdteil Kleiner Odenwald geh√∂ren eine Vielzahl von Burgen, Schl√∂ssern und Stadtpal√§sten in drei Bundesl√§ndern:

Daneben seien weitere interessante Bauten verschiedener Epochen erwähnt, wie zum Beispiel:
das ergrabene und als Ruine restaurierte R√∂merkastell bei W√ľrzberg, die R√∂mische Villa Haselburg bei Hummetroth, das Alte Rathaus von Michelstadt und die Einhardsbasilika in Steinbach.

Touristische Naturziele

  • Unterhalb des 514¬†m hohen Felsbergs und n√∂rdlich von Reichenbach (Lautertal) befindet sich das Felsenmeer, eine weit ausgedehnte Ansammlung von sehr gro√üen Felsbrocken, die schon von den R√∂mern als Steinbruch benutzt wurde.
  • In Eberstadt (Buchen) wurde 1971 eine der bedeutendsten Tropfsteinh√∂hlen S√ľddeutschlands entdeckt. Sie ist f√ľr Besucher zug√§nglich.
  • Um den Katzenbuckel f√ľhrt der Kristall-Lehrpfad, der anschaulich vulkanische Entwicklungen im Odenwald zeigt.
  • Von H√∂chst im Odenwald aus schl√§ngelt sich die Obrunnschlucht als romantischer M√§rchenpfad in Richtung Rimhorn mit zahlreichen Modellbauten (Schl√∂ssern, Burgen und M√ľhlen) talaufw√§rts.
  • Beim hessischen Hainstadt (zu Breuberg) im M√ľmlingtal befindet sich ein Steinbruch, der von den Odenw√§lder Kletterfreunden zum Klettern eingerichtet wurde; es gibt dort einen kurzen mit Drahtseilen gesicherten Klettersteig. Die Kletterfreunde sorgen daf√ľr, dass die Wege gepflegt werden. Der Steinbruch liegt im Einzugsbereich der Sektion Darmstadt-Starkenburg des Deutschen Alpenvereins.

Wandern

Der Odenwald ist durch ein √ľber 10.000¬†km umfassendes Streckennetz von Wanderwegen erschlossen:

  • Der Nibelungensteig, ein 130 Kilometer langer Fernwanderweg, f√ľhrt von Zwingenberg an der Bergstra√üe √ľber Lindenfels, Grasellenbach, Mossautal, Beerfelden, Erbach, Amorbach und Miltenberg nach Freudenberg am Main.
  • Der Burgensteig Bergstra√üe, ein 120 Kilometer langer Qualit√§tswanderweg, f√ľhrt von Darmstadt-Eberstadt nach Heidelberg entlang der Bergstra√üe zu vielen Sehensw√ľrdigkeiten.
  • Der Neckarsteig ist ein 126,4 Kilometer langer Qualit√§tswanderweg, der sich vom Heidelberger Schloss bis zum Bahnhof der Stauferstadt Bad Wimpfen durch das Neckartal im Bereich des s√ľdlichen Odenwaldes erstreckt. Wer den Neckarsteig erwandert, hat am Ende 140¬†km in den F√ľ√üen und insgesamt 3127 H√∂henmeter gemeistert. Es k√∂nnen f√ľnf Schl√∂sser und 15 Burgen oder Burgruinen entdeckt werden, die Margarethenschlucht als Naturdenkmal erwandert und die sieben mittelalterlichen Stadtbilder (Dilsberg, Neckarsteinach, Hirschhorn, Eberbach, Mosbach, Gundelsheim, Bad Wimpfen) besichtigt werden. Der Neckarsteig ersetzt seit 2012 in diesem Bereich den Neckarweg, der von der Quelle bis zur M√ľndung des Neckars verl√§uft, und wird durch den Odenwaldklub betreut.
  • Der Alemannenweg ist ein 144 Kilometer langer Pr√§dikatswanderweg im N√∂rdlichen Vorderen Odenwald und entlang der Hessischen Bergstra√üe. Er verl√§uft als gro√üer Rundweg von Erbach √ľber Reichelsheim, das Felsenmeer in Reichenbach, Bensheim-Auerbach, Burg Frankenstein, Schloss Lichtenberg und die Veste Otzberg wieder zur√ľck ins Tal der M√ľmling nach Michelstadt-Steinbach. Am Alemannenweg liegen viele kulturhistorische Sehensw√ľrdigkeiten.
  • Als Teilabschnitt des Deutschen Limes-Wanderwegs f√ľhrt der Limes-Wanderweg des Schw√§bischen Albvereins durch den Odenwald. Von Miltenberg bis Osterburken wird dieser Weg als √Ėstlicher Limesweg vom Odenwaldklub betreut.
  • Der Odenwald-Madonnen-Weg f√ľhrt ab Tauberbischofsheim durch K√∂nigheim in den Odenwald bei Hardheim und Walld√ľrn, das Neckartal bei Eberbach und Heidelberg bis in die Rheinebene nach Speyer.

Wintersport

Trotz häufigen Schneemangels kommen die Skigebiete des Odenwaldes auf einige Betriebstage im Jahr. Gespurte Langlaufloipen sind zahlreich vorhanden. Auch Abfahrtslauf ist möglich.

  • Auf der Neunkircher H√∂he befanden sich eine Abfahrt und ein Skilift (seit 2010 Betrieb eingestellt).
  • Beerfelden besitzt mehrere Abfahrten und f√ľnf Loipen mit bis zu sieben Kilometern L√§nge, die durch einen Skilift und eine Flutlichtanlage erschlossen sind.
  • Im Birkenauer Ortsteil Schnorrenbach bestand die M√∂glichkeit, im Sommer Grasski auszu√ľben, im Winter waren zudem Ski- und Liftbetrieb mit Flutlicht m√∂glich. Mittlerweile ist der Betrieb eingestellt und die Anlage zur√ľckgebaut.
  • Auf der Tromm gibt es eine Abfahrt und mehrere Rundloipen. Ein Skilift brannte 2004 aus und ist seitdem nicht mehr in Betrieb.
  • Unterhalb des Aussichtsturms auf dem Katzenbuckel ist eine Skisprungschanze mit Matten in Betrieb. Au√üerdem gibt es hier im schneesichersten Gebiet des Odenwaldes vier Langlaufloipen unterschiedlicher L√§nge und Schwierigkeit.
  • Um die Orte Vielbrunn, W√ľrzberg und Rothenberg werden bei sicherer Schneelage f√ľr den Langlauf mehrere Kilometer Loipen gespurt.
  • Auf dem Hardberg befindet sich die 900 Meter lange Hardbergpiste mit Skilift.
  • Weitere Wintersportm√∂glichkeiten gibt es in Michelstadt und Erbach.

Sprache

Der Odenwald (im lokalen Dialekt: Ourewald) ist das √úbergangsgebiet zwischen rheinfr√§nkischen Dialekten im Westen, Norden und Zentrum des Odenwaldes und s√ľdfr√§nkischen im S√ľden und Osten, nach einer √§lteren Gliederung zwischen den mitteldeutschen und den oberdeutschen Sprachen. Die pf√§lzischen Mundartvarianten des Rheinfr√§nkischen werden Odenw√§lderisch genannt, die s√ľdfr√§nkischen Odenw√§ldisch. Im badischen Gebirgsteil im S√ľdwesten ist eine Untergruppe des Pf√§lzischen, das Kurpf√§lzische, im nordwestlichen Odenwald das S√ľdhessische verbreitet.

Musik

√úber den Odenwald wurden mehrere Lieder geschrieben:

  • Es steht ein Baum im Odenwald
  • Tief im Odenwald (Das Odenwaldlied)
  • Der Bauer aus dem Odenwald
  • Es regt sich was im Odenwald
  • M√§dchen aus dem Odenwald (Gitti & Erica)
  • Der Schluckspecht aus dem Odenwald (Adam und die Micky‚Äôs)
  • Mit dem Fahrrad durch den Odenwald (Adam und die Micky‚Äôs)
  • Wir sind die Ourew√§ller
  • Finger weg (vom Odenwald) (Gerd Knebel + M√§dness)
  • Odenwald (Egotronic + Johnny Weltraum)

Literatur

Monographien und Anthologien

  • Thomas Biller/Achim Wendt: Burgen und Schl√∂sser im Odenwald. Ein F√ľhrer zu Geschichte und Architektur. Schnell & Steiner, Regensburg 2005. ISBN 3-7954-1711-2
  • Heinz Bischof: Odenwald. 3., √ľberarbeitete Auflage. Goldstadtverlag, Pforzheim 2004. ISBN 3-89550-313-4
  • Georg Bungenstab (Hrsg.): W√§lder im Odenwald ‚Äď Wald f√ľr die Odenw√§lder. Dokumente aus 150 Jahren Eberbacher Forstgeschichte. Staatliches Forstamt Eberbach, Eberbach 1999, 288¬†S.
  • Otmar A. Geiger: Sagenhafter Odenwald. Ein F√ľhrer durch das Reich der Nibelungen zwischen Worms und W√ľrzburg. Schimper, Schwetzingen 2000. ISBN 3-87742-152-0
  • Walter Hotz: Odenwald und Spessart (Deutsche Lande Deutsche Kunst). 2.¬†Auflage, M√ľnchen/Berlin 1974.
  • Keller, Dieter/Keller, Uwe/T√ľrk, Rainer: Der Odenwald zwischen Himmel und Erde. Verlag Regionalkultur, Ubstadt-Weiher 2003. ISBN 978-3-89735-187-5
  • Ludwig Kramarczyk: Odenwald und Bergstra√üe. Regio Verlag Glock & Lutz. Sigmaringendorf 1987. ISBN 3-8235-1009-6.
  • Marco Lichtenberger: Saurier aus dem Odenwald. Jens Seeling Verlag. Frankfurt 2007. ISBN 3-938973-04-8
  • Erwin Nickel: Odenwald. Vorderer Odenwald zwischen Darmstadt und Heidelberg. Borntr√§ger, Berlin/Stuttgart 1985 (Sammlung geologischer F√ľhrer 65).
  • Andreas Stieglitz: Wandern im Odenwald und an der Bergstra√üe. Aus der Reihe DuMont aktiv. DuMont Reiseverlag, Ostfildern 2005. ISBN 3-7701-5015-5.
  • Seipel, Herbert Stephan: Faszination Odenwald. Eine Bilderreise zur Kulturgeschichte des Odenwaldes. Verlag Regionalkultur, Ubstadt-Weiher 2004. ISBN 978-3-89735-140-0
  • Winfried Wackerfuss (Hrsg.): Zu Kultur und Geschichte des Odenwaldes. 2.¬†unver√§nderte Auflage 1982. Breuberg-Bund, Breuberg-Neustadt 1982. ISBN 3-922903-01-0
  • G. C. Amstutz, S. Meisl, E. Nickel (Hrsg.): Mineralien und Gesteine im Odenwald. Der Aufschluss. Sonderband 27, 344 Seiten, Heidelberg 1975, Mineralien und Gesteine im Odenwald, auf handle.net (PDF; 20,2¬†MB)

Periodika

  • Breuberg-Bund (Hrsg.): Beitr√§ge zur Erforschung des Odenwaldes und seiner Randlandschaften. Breuberg-Bund, Breuberg-Neustadt 1977 ff.
  • Breuberg-Bund (Hrsg.): Der Odenwald. Vierteljahreszeitschrift des Breuberg-Bundes mit Beitr√§gen zur Geschichte, Volkskunde, Kunstgeschichte und Geographie des Odenwaldes und seiner Randlandschaften. Breuberg-Bund, Breuberg-Neustadt 1953 ff.
  • Kreisarchiv des Odenwaldkreises (Hrsg.): Gelurt. Odenw√§lder Jahrbuch f√ľr Kultur und Geschichte. Odenwaldkreis, Erbach 1994 ff.
  • Arbeitsgemeinschaft der Geschichts- und Heimatvereine im Kreis Bergstrasse (Hrsg.): Geschichtsbl√§tter Kreis Bergstra√üe. Laurissa, Lorsch 1971¬†ff.
  • Dieter Wolf: ‚ÄěDer Odenw√§lder‚Äú in der ‚ÄěSammlung Heil‚Äú in Butzbach. Vorbemerkung im Nachdruck der Zeitschrift ‚ÄěDer Odenw√§lder‚Äú durch die Stadt Michelstadt 1998. Hrsg. Magistrat der Stadt Michelstadt (Michelstadt 1998), S. XIX-XXII.

Sonstige Literatur

  • Georg Sch√§fer: Die Falschm√ľnzer im Weschnitztal oder Die silbernen Glocken von M√∂rlenbach. (Stuttgart 1896)
  • Adam Karrillon: Michael Hely. (Berlin 1900/1904)
  • Adam Karrillon: Die M√ľhle zu Husterloh. (Berlin 1906)
  • Franz Schwalbach: ‚Äôs Millersch Liss'l vunn Michel'boch. Heiteres Volksst√ľck mit Musik und Gesang in 3 Akten: Ourew√∂lla Lieb, de Hondstraich, de Hochzigzugg. (Darmstadt 1908)
  • Adam Karrillon: Adams Gro√üvater. Berlin 1917
  • Adolf Schmitthenner: Das deutsche Herz. 3.¬†Auflage. Stadt Hirschhorn, Hirschhorn 1999. ISBN 3-927409-00-6 (Erstausgabe 1927)
  • Werner Bergengruen: Das Buch Rodenstein. 3.¬†Auflage. Insel, Frankfurt am Main 2002. ISBN 3-458-33493-9 (Erstausgabe 1908)

Allgemeine Quellen

  • BfN
    • Kartendienste
    • Landschaftssteckbriefe des Bundesamtes f√ľr Naturschutz (Hinweise) ‚Äď nach Haupteinheiten:
      • 141 (Sandsteinspessart)
        • 14102 Wertheimer Hochfl√§che
      • 144 (Sandsteinodenwald)
        • 14401 Sandsteinodenwald
        • 14402 M√ľmlingtal
      • 145 (Vorderer Odenwald)
        • 14501 Vorderer Odenwald
        • 14502 Weschnitz- und Gersprenztal

Einzelnachweise und Anmerkungen

Weblinks

  • Odenwald Tourismus, offizielle Tourismus-Homepage f√ľr den hessischen und bayerischen Odenwald, auf odenwald.de
  • Touristikgemeinschaft Odenwald, offizielle Tourismus-Homepage f√ľr den baden-w√ľrttembergischen Odenwald, auf tg-odenwald.de
  • Geo-Naturpark Bergstra√üe-Odenwald, offizielle Homepage des Naturparks, auf geo-naturpark.de
  • Odenwaldklub e.¬†V., offizielle Homepage des Klubs, auf odenwaldklub.de
  • Interessengemeinschaft Odenwald e.¬†V. (IGO), offizielle Homepage des Vereins, auf region-odenwald.de
  • Odenw√§lder Museumsstra√üe, auf odenwaelder-museumsstrasse.de
  • Odenwald ‚Äď Berge, T√§ler, Burgen und Schl√∂sser, Drohnen-Video von wichtigen Sehensw√ľrdigkeiten im Odenwald
 

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Staaten die sich in dieser Gebirgsgruppe befinden (1):
Deutschland Deutschland

Ausdehnung / Grenzen (nach WGS 84 dezimal):
nördlichster Punkt: 49.918736
südlichster Punkt: 49.320031
westlichster Punkt: 8.586502
östlichster Punkt: 9.482574


Das Gebirge hat eine Fläche
von etwa
2686 km²

Die Länge der Grenze
beträgt ca.
243 km
 
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