Gebirge Gebirge und Gebirgsgruppen » Ozeanien » Great Dividing Range » Snowy Mountains

Gebirge Karte: Snowy Mountains

Gebirge Lage und Zugehörigkeit

Zugehörigkeit: Ozeanien » Great Dividing Range » Snowy Mountains
 

Gebirge Informationen zur Gebirgsgruppe: Snowy Mountains

Informationen zur Lage und Bezeichnung:


ausführliche Beschreibung:

Die Snowy Mountains (dt. „Schneeberge“), umgangssprachlich auch als Snowies bezeichnet, bilden das höchste Gebirge Australiens, nicht jedoch des australischen Kontinentalblocks, und ihre höchsten Berge Mount Kosciuszko (2228 m) und Mount Townsend (2209 m) im Kosciuszko-Nationalpark sind die höchsten Berge des Landes.

Lage

Die Snowy Mountains liegen im SĂŒdosten Australiens im Bundesstaat New South Wales, sĂŒdwestlich von Canberra. Die Snowy Mountains gehören zu den Australischen Alpen, die wiederum Teil der Great Dividing Range sind, dem KĂŒstengebirge, welches sich vom Norden Queenslands die OstkĂŒste entlang bis nach Victoria zieht. Die höchsten Erhebungen ragen ĂŒber die Waldgrenze hinaus. Mehrere Seen zeugen von mĂ€chtigen Gletschern, die wĂ€hrend der Eiszeiten das Gebirge bedeckten. In den Snowy Mountains entspringen die FlĂŒsse Snowy River und Murrumbidgee River, die einige der Ă€ltesten bekannten Organismen beherbergen.

Aborigines

Im Gebiet des sĂŒdöstlichen Australien lebten Aborigines seit mehr als 20.000 Jahren mit ihrer eigenen IdentitĂ€t und Sprache. Die einheimischen Aborigines der Snowy Mountains sprachen Ngarigo. Das Territorium der Ngarigo erstreckte sich 200 km nördlich und sĂŒdlich ĂŒber die Snowy Mountains hinaus und 120 km weiter östlich des Mount Kosciusczko. Die verwandte Sprachgruppe, die Wolgal bzw. die Walgalu hielten sich um den Murrumbidgee und Tumut River, um Kiandra, sĂŒdlich von Tintaldra und nordöstlich von Queanbeyan auf.

Bei der ersten Entdeckungsreise von EuropĂ€ern auf der Suche nach den Aborigines kam es im Jahre 1823 bei Cooma durch die EuropĂ€er Currie und Ovens und eines Aborigines, der bei der VerstĂ€ndigung half, zu einer friedvollen Begegnung als sie auf eine Gruppe von Aborigines stießen, die sich in den Snowy Mountains aufhielten.

Vor der Zeit der europĂ€ischen Kolonisierung, wenn sich die Bogong-Falter hier zum Übersommern versammelten, kamen mehr als tausend Aborigines von den etwa 25.000 in New South Wales damals lebenden Aborigines in die Snowy Mountains. Diejenigen, die nicht Ngarigo sprachen, kamen aus dem Monarogebiet, Ngunnawal sprechende StĂ€mme aus dem sĂŒdlichen Hochland und Yuin sprechende Aborigines von der SĂŒdost-KĂŒste Australiens, wie auch weitere Gruppen aus dem SĂŒden der Snowy Mountains. Die Falter waren eine bedeutende Nahrungsquelle der Aborigines, wurden in Sand oder Asche geröstet und anschließend in einem StĂŒck verspeist oder zu einer Paste zerrieben und zu einem haltbaren Kuchen getrocknet.

Die Aborigines wurden durch die europÀische Kolonisation aus den Snowy Mountains und dem umgebenden Hochland verdrÀngt. Die anfÀngliche europÀische Besiedlung wurde durch den Goldfund in Kiandra im Jahre 1859 beschleunigt. Begegnungen zwischen Aborigines und Siedlern waren selten. 1877 wurden auf den Goldfeldern von Kiandra Aborigines von einem Regierungsbeamten gesehen, die opiumabhÀngig waren. Im Gebiet von Tumut starb der letzte Aborigine 1877, im Canberra-Gebiet 1897 und der «letzte Aborigine der Snowy Mountains» starb im Alter von 62 Jahren im Gebiet von Cooma im Jahre 1916.

Erschließung

Die Erforschung begann 1835. Bekannt wurden die Snowies durch ein Dammprojekt, das Snowy-Mountains-System. Es handelt sich dabei um ein Staudammprojekt des Snowy Rivers, welches sowohl Trinkwasser als auch ElektrizitĂ€t fĂŒr Canberra garantieren sollte. 1949 wurde mit dem Projekt begonnen, hierfĂŒr wurden 100.000 Leute angestellt, von denen zwei Drittel aus 30 anderen LĂ€ndern kamen. Sozial markierte diese Epoche fĂŒr Australien das Entstehen eines „Schmelztiegels“, was zum einen Australiens Charakter verĂ€nderte und zum anderen seine Öffnung fĂŒr andere Kulturen förderte.

1974 waren 145 km Tunnelstrecke und 80 km AquĂ€dukte gebaut worden, die 16 DĂ€mme, 7 Kraftwerke (davon 2 unterirdisch) und eine Pumpstation miteinander verbanden. Die grĂ¶ĂŸte Talsperre der Anlage stellt mit 162 Metern die Talbingo-Talsperre dar. 1967 stufte die American Society of Engineers das Snowy Scheme als eines von sieben ingenieurtechnischen Wundern der modernen Welt ein. Obwohl die Prinzipien der ElektrizitĂ€tsgewinnung aus Wasserkraft einfach sind, war dieses Projekt ein Meilenstein in Australiens industrieller und kultureller Entwicklung im 20. Jahrhundert.

Tourismus

An 140 Tagen im Jahr bedeckt Schnee die Gipfel. Heute sind die Snowies das Zentrum von Australiens Winter-Tourismus. Bekannte Wintersportorte sind Thredbo, Falls Creek und Mount Hotham. Die Wintersportsaison dauert von Juni bis Oktober.

Literatur

  • Andrew Barton Paterson: „The Man From Snowy River“, Neuauflage Indypublish 2003, ISBN 1-4043-5749-1, (Verfilmung 1982)

Weblinks

  • Offizielle InternetprĂ€senz der Snowy Mountains
  • The Man from Snowy River in der Internet Movie Database (englisch)

Einzelnachweise



Quelle: Wikipedia
 

Kommentar Meinungen und Kommentare


Die höchsten Gipfel Die höchsten Gipfel

Die höchsten Hütten Die höchsten Hütten

 

Touren in diesem Gebirge Touren in diesem Gebirge

 

Bücher und Karten Bücher und Karten

Synonyme / Sprachen:
Snowies


Staaten die sich in dieser Gebirgsgruppe befinden (1):
Australien Australien

Ausdehnung / Grenzen (nach WGS 84 dezimal):
nördlichster Punkt: -90
südlichster Punkt: 90
westlichster Punkt: 180
östlichster Punkt: -180


Das Gebirge hat eine Fläche
von etwa
3626 km²

Die Länge der Grenze
beträgt ca.
259 km
 
Snowy Mountains: Große Karte mit den Grenzen und Hütten, Gipfeln sowie Touren der Gebirgsgruppe
Schaue dir die Lage und viele weitere Informationen der Gebirgsgruppe Snowy Mountains an. Höchste Gipfel, höchste Hütten und Touren.

Twitter twitter.com/deinebergede Instagram instagram.com/deineberge.de Facebook facebook.com/DeineBerge Frage Kontakt Fragen, Fehler, Lob, Kritik?
Schreib uns eine Nachricht.