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Karte Karte: Bundesland Mecklenburg-Vorpommern

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Region Informationen Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern

Informationen:


Mecklenburg-Vorpommern [ˈmeːklənbʊʁk ˈfoËÉÌŻpʰɔmɐn] (niederdeutsch MĂ€kelborg-Vörpommern ['mɛːklÌ©bɔɟx fĆ“ĂŠÌŻ'pɔmmĂŠn], AbkĂŒrzung MV) ist ein Land im Nordosten Deutschlands im Zentrum des sĂŒdlichen Ostseeraumes. Es grenzt im Norden an die Ostsee, im Westen an Schleswig-Holstein und Niedersachsen, im SĂŒden an Brandenburg und im Osten an die Woiwodschaft Westpommern der Republik Polen. Mecklenburg-Vorpommern ist das am dĂŒnnsten besiedelte deutsche Bundesland.

Die Geschichte von Mecklenburg-Vorpommern als politische Einheit beginnt 1945 durch die Vereinigung des Landes Mecklenburg (die historischen Landesteile Mecklenburg-Schwerin und Mecklenburg-Strelitz) mit dem bei Deutschland verbliebenen Teil Vorpommerns (ohne Stettin). Die Regionen des Landes hatten zuvor ĂŒber Jahrhunderte hinweg eine weitgehend eigenstĂ€ndige Geschichte durchlaufen. Im Zuge einer Verwaltungsreform in der DDR wurde das Land 1952 aufgelöst und auf drei Bezirke (Rostock, Schwerin, Neubrandenburg) aufgeteilt. Das Land Mecklenburg-Vorpommern wurde 1990 mit neuem Gebietszuschnitt neu gegrĂŒndet und mit der Wiedervereinigung zu einem Land der Bundesrepublik Deutschland.

Das Land mit 1,6 Millionen Einwohnern (2020) gliedert sich in sechs Landkreise und zwei kreisfreie StĂ€dte. Seine Landeshauptstadt ist Schwerin. Die grĂ¶ĂŸte Stadt unter den 84 StĂ€dten des Landes ist die Regiopole Rostock. Weitere Zentren sind Schwerin, Neubrandenburg, Stralsund, Greifswald, Wismar, GĂŒstrow, Waren (MĂŒritz), Pasewalk und Neustrelitz. Die Metropolregionen von Hamburg und Berlin wirken in das Land hinein, ebenso Stettin mit seinem grenzĂŒbergreifenden Ballungsraum. Abseits der grĂ¶ĂŸeren StĂ€dte ist Mecklenburg-Vorpommern lĂ€ndlich geprĂ€gt, vor allem durch historisch gewachsene LandstĂ€dte und Gutsdörfer sowie ihre umgebenden Kulturlandschaften.

Die Wirtschaft Mecklenburg-Vorpommerns konnte sich nach der Umbruchphase in den 1990er Jahren neu strukturieren, die Zahl der ArbeitsplĂ€tze hat sich dem Bundesdurchschnitt angenĂ€hert und die Wirtschaftskraft wĂ€chst. Die Struktur ist von vielen kleinen und mittelstĂ€ndischen Unternehmen und einigen großen Betrieben geprĂ€gt. HauptsĂ€chliche verarbeitende Industriezweige sind maritime Wirtschaft, Maschinenbau, Automobilzulieferer, Energietechnik und die Konsum- und Lebensmittelindustrie. Wachstumsbranchen sind vor allem Bereiche der Spitzentechnologie, insbesondere Biotechnologie, Medizintechnik, Luft- und Raumfahrt und Informationstechnik. Der Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern, Dienstleistungen, die Landwirtschaft und die Gesundheitswirtschaft tragen ebenfalls erheblich zur Wirtschaftsleistung bei. Die beiden UniversitĂ€ten im Land, Greifswald und Rostock, zĂ€hlen zu den Ă€ltesten Hochschulen der Welt. Diese und die weiteren Wissenschafts- und Hochschulstandorte wie Neubrandenburg, Wismar und Stralsund sind Anziehungspunkte fĂŒr GrĂŒnder und Start-up-Unternehmen sowie etablierte Technologiefirmen. Als Ausbildungsstandorte sind zudem die Fach- und Berufsschulen bedeutend. Infrastrukturell sind vor allem die FlughĂ€fen Rostock-Laage und Heringsdorf (Insel Usedom), die Autobahnen A19, A20 und A24, die Bundesstraßen, Schienenwege samt Bahnhöfen, Wasserstraßen, sowie die SeehĂ€fen Rostock, Wismar und Sassnitz von ĂŒberregionaler Bedeutung.

Zu Mecklenburg-Vorpommern gehören drei der 16 deutschen Nationalparks und damit mehr als zu jedem anderen Bundesland; zudem gibt es acht Naturparks und hunderte Landschafts- und Naturschutzgebiete. In der Kulturlandschaft haben sich eine Vielzahl von Baudenkmalen erhalten, darunter AltstĂ€dte, Schlösser und BauernhĂ€user. Große Landschaftsteile werden zunehmend zur Energieerzeugung durch Windkraftanlagen genutzt. Die zwei grĂ¶ĂŸten deutschen Inseln RĂŒgen und Usedom befinden sich an der pommerschen OstseekĂŒste. Mecklenburg-Vorpommern ist als Teil des norddeutschen Tieflands ĂŒberwiegend flach; bedingt durch die letzte Eiszeit gibt es aber in vielen Landesteilen HĂŒgelketten wie zum Beispiel die Mecklenburgische Schweiz, SteilkĂŒsten, und Seenlandschaften wie das Mecklenburger Seenland. Im wasserreichen Land gibt es etwa 2000 km KĂŒstenlinie samt AußenkĂŒste und diversen Buchten und Lagunen sowie ein landesweites Netz von FlĂŒssen und KanĂ€len. Hinzu kommen ĂŒber 2000 Seen, von denen der grĂ¶ĂŸte die MĂŒritz ist, die zugleich der flĂ€chengrĂ¶ĂŸte binnendeutsche See ist. Das Klima ist kĂŒhlgemĂ€ĂŸigt und im KĂŒstenbereich durch den maritimen Einfluss der Ostsee geprĂ€gt.

Name

Name des Landes

Aussprache und Gebrauch

Das Wort Mecklenburg wird im Land gĂ€ngigerweise [meːklənbÊŠÉĂ§] oder Meeklenburch ausgesprochen. Das „e“ wird lang gesprochen (dies ist als deutschlandweite korrekte Aussprache des „E“ zu verstehen; siehe: CK im Norden) und das „g“ wie ein palatales „ch“. Die VerĂ€nderung des „G“ im Auslaut ist ein Überrest niederdeutscher Phonologie.

In den mecklenburgisch-vorpommerschen VarietĂ€ten des Niederdeutschen gebraucht man die Namensform Mękelborg.

Als AbkĂŒrzung fĂŒr den Namen des Landes ist umgangssprachlich MV gebrĂ€uchlich.

Die Bewohner des Landes werden je nach Landesteil als Mecklenburger oder Pommern bzw. Vorpommern bezeichnet; die Bezeichnung als Mecklenburg-Vorpommern ist unĂŒblich, da die zwei Landesteile eine jeweils eigene Geschichte und IdentitĂ€t haben.

Entstehungsgeschichte

Der Name Mecklenburg („Mikelenburg“) taucht erstmals in einer Urkunde auf, die Kaiser Otto III. auf der „Mikelburg“ gezeichnet hat. Die Urkunde stammt aus dem Jahr 995. Im Altniederdeutschen bedeutete mikil „groß“ und der im 10./11. Jahrhundert entstandene Name Mikilinborg („große Burg“) bezieht sich auf die Burg Mecklenburg bei Wismar. Im Mittelalter wurde daraus mittelniederdeutsch Mekelenborch, spĂ€ter deutsch Meklenburg und Mecklenburg.

Der Name Pommern ist slawischer Herkunft. Der Name Vorpommern entstand erst relativ spĂ€t (16./17. Jahrhundert) als Bezeichnung fĂŒr die westlich der Oder liegenden Gebiete des Herzogtums Pommern. Der Name Pommern wiederum leitet sich aus einer slawischen WortzusammenrĂŒckung mit der Bedeutung „am Meer“ ab (siehe Pommern). Dieser politisch-geographische Terminus ist in etwa ebenso alt wie der von Mecklenburg. Bereits 1046 wird der erste PommernfĂŒrst Zemuzil erwĂ€hnt. Der Begriff Pommern wurde im weiteren Verlauf des Mittelalters zur tragenden Bezeichnung des Herrschaftsgebietes der Dynastie der Greifen.

Entstanden ist der Name „Mecklenburg-Vorpommern“ erstmals durch die Vereinigung des ehemaligen Landes Mecklenburg mit den westlich der Oder-Neiße-Linie gelegenen Gebieten (unter Ausgliederung von Stettin und SwinemĂŒnde) der frĂŒheren preußischen Provinz Pommern aufgrund eines Befehls der Sowjetischen MilitĂ€radministration von Anfang Juli 1945. Anfangs kursierten verschiedene Bezeichnungen fĂŒr das neue Verwaltungsgebilde, u. a. „Mecklenburg-Pommern“ und auch schon frĂŒh, unter Ignorierung der pommerschen Landesteile, einfach nur „Mecklenburg“. Letztere Bezeichnung wurde auf Anweisung der sowjetischen Besatzungsmacht ab dem 25. Februar 1947 verbindlich.

Erst mit der Neukonstituierung als Land in verĂ€ndertem Gebietszuschnitt – Basis waren die drei DDR-Nordbezirke Rostock, Schwerin und Neubrandenburg – im Herbst 1990 erhielt das Land wieder die Bezeichnung „Mecklenburg-Vorpommern“.

Geschichte

Zur Geschichte der historischen Territorien bis 1945, siehe: Geschichte Mecklenburgs und Geschichte Pommerns.

Das Land Mecklenburg-Vorpommern wurde nach Ende des Zweiten Weltkriegs am 9. Juli 1945 von der Sowjetischen MilitĂ€radministration aus dem ehemaligen Land Mecklenburg, dem bei Deutschland verbliebenen, also ĂŒberwiegenden Teil Vorpommerns sowie dem ehemals hannoverschen Amt Neuhaus gebildet. Schon im Jahre 1947 wurde der Landesteil Vorpommern aus dem Landesnamen entfernt und das Territorium bestand nunmehr als Land Mecklenburg bis 1952 fort.

Bereits 1952 wurde im Rahmen der Verwaltungsreform in der DDR das Land aufgelöst und im Wesentlichen in die drei Bezirke Neubrandenburg (der SĂŒdosten), Rostock (die KĂŒste) und Schwerin (der SĂŒdwesten) aufgeteilt.

Mit der deutschen Wiedervereinigung im Jahr 1990 erfolgte die NeugrĂŒndung des Landes Mecklenburg-Vorpommern aus den Bezirken Neubrandenburg, Rostock und Schwerin ohne die Landkreise Perleberg, Prenzlau und Templin und entsprach so in etwa jener territorialen Ausdehnung, die Mecklenburg bei der Auflösung 1952 gehabt hatte. Schleswig-Holstein und die Freie und Hansestadt Hamburg waren wĂ€hrend des Aufbaus der neuen Verwaltungsstrukturen PartnerlĂ€nder von Mecklenburg-Vorpommern.

Seit der politischen Wende wurden im gesamten Land weite Teile zahlreicher StÀdte im Rahmen der StÀdtebauförderung saniert. Die Historischen AltstÀdte Stralsund und Wismar wurden 2002 in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen. Mecklenburg-Vorpommern sieht sich seit der Wende nicht nur mit einem tiefgreifenden Struktur-, sondern auch mit einem erheblichen Demografiewandel konfrontiert. Bereits 1994 reagierte die Landesregierung daher mit einer umfassenden Kreisgebietsreform, der im Jahr 2011 eine zweite folgte.

Mecklenburg-Vorpommern war 2007 Gastgeber des global bedeutenden G8-Gipfels der Industriestaaten, dieser fand in Heiligendamm nahe Rostock statt. Seit 1990 befindet sich der Wahlkreis der seit 2005 regierenden Bundeskanzlerin Angela Merkel im Nordosten Mecklenburg-Vorpommerns, ihr WahlkreisbĂŒro ist in Stralsund. Der ehemalige Rostocker Pastor Joachim Gauck war von 2012 bis 2017 deutscher BundesprĂ€sident und hielt wie die Kanzlerin regelmĂ€ĂŸig Veranstaltungen im Land ab.

Geographie

Landesgebiet

Geografisch gehört Mecklenburg-Vorpommern zu Norddeutschland. Das Land Mecklenburg-Vorpommern umfasst das Gebiet Mecklenburgs, das etwa zwei Drittel der LandesflĂ€che ausmacht, sowie den nach 1945 bei Deutschland verbliebenen Teilen der ehemals preußischen Provinz Pommern (Vorpommern, Amt Gartz (Oder) ausgenommen), kleine Teile der Prignitz und dem nördlichsten Zipfel der Uckermark (ehemals brandenburgisch). Bis 1950 gehörte auch der FĂŒrstenberger Werder noch zum Landesgebiet.

Landschaft

KĂŒste und WasserflĂ€chen

Mecklenburg-Vorpommern hat insgesamt eine KĂŒstenlĂ€nge von etwa 2000 km und damit die lĂ€ngste KĂŒste aller deutschen BundeslĂ€nder. Den Großteil davon nehmen Buchten und die Vorpommersche Bodden- und HaffkĂŒste ein, denn die KĂŒste im östlichen Landesteil ist besonders stark durch Lagunen und Meerengen gegliedert. Die AußenkĂŒste ist etwa 350 km lang.

Die beiden grĂ¶ĂŸten Inseln Mecklenburg-Vorpommerns, RĂŒgen und Usedom, sind zugleich Deutschlands grĂ¶ĂŸte Inseln. Weitere grĂ¶ĂŸere Inseln sind Poel (drittgrĂ¶ĂŸte des Landes und siebtgrĂ¶ĂŸte Deutschlands), Ummanz und Hiddensee. Die bedeutendste Halbinsel ist Fischland-Darß-Zingst. Zu den bekannten Binneninseln des Landes gehören die Altstadtinsel von Malchow im Malchower See, die Schlossinsel Mirow und die Neubrandenburger Torpedo-TrĂŒmmerinsel im Tollensesee.

Das Land MV wird durch FlĂŒsse und KanĂ€le mit einer GesamtlĂ€nge von mehr als 26.000 km durchkreuzt. Mit seinen ĂŒber 2028 Seen mit einer GesamtflĂ€che von 738 kmÂČ besitzt Mecklenburg-Vorpommern eine einzigartige Seen- und Wasserlandschaft. Die MĂŒritz ist der grĂ¶ĂŸte vollstĂ€ndig auf deutschem Territorium liegende See in Deutschland und ist ein Teil des weitlĂ€ufigen Mecklenburger Seenlands (auch als Seenplatte bekannt). Andere große Seen sind der Plauer See, der Schweriner See und der Schaalsee in Westmecklenburg, sowie der Malchiner See, Kummerower See und Tollensesee im östlichen Landesteil. Weitere seenreiche Gebiete sind die Feldberger und die Sternberger Seenlandschaft. Im Zuge der Hochwasserkrisen 2011 und 2013 wurde ein neues Katastrophenschutz-Vorwarnsystem eingerichtet, um besser in Krisensituationen reagieren zu können. Der KĂŒstenschutz spielt im ganzen Ostseeraum eine wichtige Rolle.

Land

Die Landschaft Mecklenburg-Vorpommerns im Norddeutschen Tiefland ist durch die Weichseleiszeit (PleistozĂ€n) geprĂ€gt. Die Landschaftsformen sĂŒdlich der KĂŒstenlinie gliedern sich etwa von Nordost nach SĂŒdwest:

  • Das nordöstliche Flachland umfasst etwa das Vorpommersche Festland. Es hat ĂŒberwiegend lehmige Böden und liegt insgesamt weniger als 50 m ĂŒber NHN. Die Spiegel der meisten GewĂ€sser liegen sogar weniger als 10 m ĂŒber dem Meer.
  • Der Baltische LandrĂŒcken mit der Mecklenburgischen Seenplatte zieht sich als JungmorĂ€nenlandschaft von Nordwestmecklenburg bis in den Mecklenburger SĂŒdosten. Große Teile liegen deutlich mehr als 50 m, zahlreiche HĂŒgelkuppen mehr als 100 mÂ ĂŒ. NHN. Der Spiegel der MĂŒritz liegt 62,1 m, der des Carwitzer Sees bei Feldberg nahe der Grenze zu Brandenburg gar 83,8 m ĂŒber dem Meer.
  • Das sĂŒdwestliche Vorland der Seenplatte, also das Gebiet sĂŒdwestlich der Landeshauptstadt Schwerin, wird zum Elbetal hin entwĂ€ssert, an dem Mecklenburg seit der Abtretung des Amtes Neuhaus nur noch einen kleinen Anteil hĂ€lt.

Das Land ist flach bis hĂŒgelig. Von den höchsten Erhebungen gehören einige zum Baltischen LandrĂŒcken, so die Helpter Berge (179 m), die Ruhner Berge (176,6 m) und die Brohmer Berge (153,1 m). Andere liegen nahe der KĂŒste wie der Piekberg auf RĂŒgen (161 m), die KĂŒhlung (129,7 m) nordwestlich von Rostock und der Golm (69,1 m) auf Usedom. AusgeprĂ€gte Tallandschaften weisen die FlĂŒsse Warnow, Recknitz und Tollense auf, sowie kĂŒrzere Abschnitte von Peene, Trebel und Großem Landgraben.

Mit dem Nationalpark Jasmund, dem Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft und dem MĂŒritz-Nationalpark liegen insgesamt drei der 16 deutschen Nationalparks in Mecklenburg-Vorpommern, das somit ĂŒber mehr dieser besonderen Schutzgebiete verfĂŒgt als jedes andere deutsche Bundesland.

Klima

Das Klima wird in Mecklenburg-Vorpommern durch den Übergang vom maritimen Einfluss im KĂŒstenbereich der Ostsee zu kontinentalgemĂ€ĂŸigtem Klima im Binnenland geprĂ€gt. So nimmt die Niederschlagsneigung im Binnenland ab. Die Ostseeregion, vor allem im Bereich der Inseln Usedom, RĂŒgen und Hiddensee, hat die deutschlandweit höchste Zahl an Sonnentagen.

Verwaltungsgliederung

Landkreise und kreisfreie StÀdte

Seit der Kreisgebietsreform 2011 ist das Land in sechs Landkreise und zwei kreisfreie StĂ€dte gegliedert. Seitdem gehören fĂŒnf der Landkreise zu den flĂ€chengrĂ¶ĂŸten Deutschlands.

StĂ€dte, Ämter und Gemeinden

Das Land Mecklenburg-Vorpommern besteht aus insgesamt 726 politisch selbstĂ€ndigen StĂ€dten und Gemeinden. Diese verteilen sich wie folgt: zwei kreisfreie StĂ€dte und 724 kreisangehörige StĂ€dte und Gemeinden. Von den kreisangehörigen StĂ€dten und Gemeinden sind 38 amtsfrei. Die 686 amtsangehörigen StĂ€dte und Gemeinden sind zur Erledigung ihrer VerwaltungsgeschĂ€fte zu 76 Ämtern zusammengeschlossen (Stand: 30. Juni 2016). Neben den vier Oberzentren Rostock, Schwerin, Stralsund-Greifswald und Neubrandenburg erfĂŒllen 18 StĂ€dte im Land die Funktion als Mittelzentrum fĂŒr ihre Region, siehe Liste. Weiterhin sind Grundzentren im lĂ€ndlichen Raum und im Stadtumland definiert.

GrĂ¶ĂŸte StĂ€dte

Die 25 grĂ¶ĂŸten StĂ€dte im Land sind:

Politik

Grundlage der mecklenburg-vorpommerschen Politik ist die Verfassung des Landes Mecklenburg-Vorpommern vom 23. Mai 1993, die am 15. November 1994 in Kraft trat.

MinisterprÀsidenten

In der Nachkriegs- und der Zeit der DDR

Die MinisterprĂ€sidenten des Landes Mecklenburg-Vorpommern (1945–1947) und des Landes Mecklenburg (1947–1952) waren Wilhelm Höcker (1945–1951, SPD/SED), Kurt BĂŒrger (19. bis 28. Juli 1951, SED) und Bernhard Quandt (1951–1952, SED).

Von 1952 bis zur deutschen Wiedervereinigung im Jahr 1990 existierte Mecklenburg-Vorpommern nicht. Das Territorium bildete den Hauptteil der drei DDR-Bezirke Rostock, Schwerin und Neubrandenburg.

Seit der Wiederherstellung des Landes in der Bundesrepublik 1990

Von 1990 bis 1992 war Alfred Gomolka (CDU) erster MinisterprĂ€sident des wiederhergestellten Landes nach der deutschen Wiedervereinigung. Er wurde vom CDU-Politiker Berndt Seite (1992–1998) abgelöst, der 1992 bis 1994 in einer Koalition der CDU mit der FDP und ab 1994 in einer Großen Koalition aus CDU und SPD regierte. Harald Ringstorff (SPD) hatte, unter einer Koalition der SPD zusammen mit der PDS, von 1998 bis 2008 die bisher lĂ€ngste Amtszeit. Von Oktober 2008 bis Juli 2017 war Erwin Sellering (SPD) MinisterprĂ€sident in einer rot-schwarzen Koalition. Nach der Landtagswahl 2011 trat Sellering am 25. Oktober 2011 seine zweite Amtszeit, nach der Landtagswahl 2016 am 1. November 2016 schließlich seine dritte Amtszeit an. Am 30. Mai 2017 kĂŒndigte er wegen einer Krebserkrankung seinen RĂŒcktritt von allen Ämtern an.

Landesregierung

Die RegierungsgeschÀfte in Mecklenburg-Vorpommern sind auf den/die MinisterprÀsidenten/in und acht Minister verteilt. Dem Kabinett der Landesregierung (Schwesig) gehören seit dem 4. Juli 2017 an:

Anders als in vielen anderen deutschen LĂ€ndern mittlerweile ĂŒblich, verzichtet die Landesregierung auf einen Europaminister. Dieses Amt wird in Personalunion von der MinisterprĂ€sidentin ĂŒbernommen. Diese vertritt das Land auch in der Europaministerkonferenz. Die Koordinierung der Europapolitik verantwortet die Staatskanzlei. In BrĂŒssel wurde ein InformationsbĂŒro des Landes Mecklenburg-Vorpommern bei der EuropĂ€ischen Union eingerichtet, das der Staatskanzlei unterstellt ist.

Landtag

Der Landtag Mecklenburg-Vorpommern ist das Landesparlament von Mecklenburg-Vorpommern. Er konstituierte sich am 26. Oktober 1990, zwölf Tage nach der ersten Landtagswahl und 23 Tage nach der Wiedervereinigung Deutschlands. Er hat seinen Sitz im Schweriner Schloss. Als zentrales Organ der Legislative des Landes ist der Landtag zustĂ€ndig fĂŒr die Wahl des MinisterprĂ€sidenten, die Verabschiedung beziehungsweise die Änderung von Landesgesetzen, sowie fĂŒr die Kontrolle der Landesregierung und der Landesverwaltung. Die Wahlperiode betrĂ€gt seit 2006 fĂŒnf Jahre.

Die letzte Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern fand am 4. September 2016 statt. Seitdem setzt sich der Landtag (nach GrĂ¶ĂŸe) aus den Fraktionen der SPD, der AfD, der CDU und der Linken zusammen. Zuvor waren seit 1990 zweimal die FDP und die NPD sowie einmal BĂŒndnis 90/Die GrĂŒnen im Landtag vertreten.

Kommunalpolitik

Siehe: Kommunalwahlrecht (Mecklenburg-Vorpommern), Kommunalpolitik in Deutschland

Kreistage

Siehe: Kreistag (Mecklenburg-Vorpommern)

Bundespolitik

Siehe: Vertretung des Landes Mecklenburg-Vorpommern beim Bund

Internationale Beziehungen und Europapolitik

Zu mehreren LĂ€ndern unterhĂ€lt Mecklenburg-Vorpommern eigene enge Beziehungen, bilaterale Partnerregionen gibt es in Polen (Euroregion Pomerania – Woiwodschaft Westpommern/Stettin seit 2000 und Pommern/Danzig seit 2001), den USA (Mecklenburg County in North Carolina seit 1994), Finnland (Turku-Region seit 2000), Russland (Leningrader Gebiet (Oblast Leningrad) seit 2002), und Frankreich (Poitou-Charentes seit 2003). Seit 2013 wird eine Partnerschaft zu den drei nördlichen Provinzen der Niederlande Groningen, Friesland und Drente aufgebaut. Intensive Beziehungen werden in den 2010er Jahren auch zu Österreich und der Schweiz aufgebaut. Im Land finden zudem zahlreiche Konferenzen und Messen mit Beteiligung aus aller Welt statt, vor allem zu maritimen, touristischen, kulturellen, landwirtschaftlichen, sowie medizinischen und anderen technologischen Fachgebieten, was durch die Landesregierung unterstĂŒtzt wird. Im lĂ€nderĂŒbergreifenden StĂ€dtebund Neue Hanse sind mehrere StĂ€dte des Landes engagiert.

Mecklenburg-Vorpommern wird in der Wahlperiode 2014–2019 durch fĂŒnf Europaabgeordnete (MEPs) im EuropĂ€ischen Parlament vertreten: Werner Kuhn (CDU), Iris Hoffmann (SPD), Reinhard BĂŒtikofer (BĂŒndnis 90/Die GrĂŒnen), Helmut Scholz (Die Linke) und Arne Gericke (Familien-Partei Deutschlands). Das Land unterhĂ€lt ein InformationsbĂŒro in BrĂŒssel sowie ein Online-Europaportal.

Direkte Demokratie

Siehe: Direkte Demokratie in Mecklenburg-Vorpommern

Gerichte

Siehe: Liste der Gerichte des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Gerichtsstrukturgesetz und Gerichtsstrukturreform

Wappen und Flaggen

Wirtschaft

Im Industriesektor haben die maritime Industrie, der Maschinenbau, die Energiewirtschaft und die Lebensmittelindustrie einen großen Anteil. Die Landwirtschaft ist in der FlĂ€che sehr prĂ€sent. DarĂŒber hinaus spielen der Tourismus, der Gesundheitssektor, die Immobilienwirtschaft, Dienstleistungsbetriebe und die Hochtechnologie eine zunehmend große Rolle fĂŒr die Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern.

Zukunftsbranchen

Als Zukunftsbranchen Mecklenburg-Vorpommerns gelten wissensbasierte Felder der Spitzentechnologie, vor allem Biotechnologie, Life Sciences und Medizintechnik, Energie- und Umwelttechnik, Luft- und Raumfahrttechnik und Informationstechnik (kurz IT). Unternehmen aus diesen Bereichen siedeln sich zunehmend um die StĂ€dte Rostock und Greifswald mit ihren leistungsstarken UniversitĂ€ten, sowie um die Hochschulstandorte Stralsund, Wismar, Schwerin und Neubrandenburg und ihre Technologiezentren an. Die Zentren wie auch mehrere Initiativen befördern vor allem innovative UnternehmensgrĂŒndungen (StartUps), z. B. der Entrepreneurs Club Rostock, GrĂŒndungswerft Greifswald, Wismars Entrepreneurs, GrĂŒnder MV, IT-Lagune Vorpommern, IT-Initiative MV, Kreative MV und BioCon Valley.

Um die beiden traditionsreichen UniversitÀten des Landes, die UniversitÀt Rostock (gegr. 1419) und die UniversitÀt Greifswald (gegr. 1456), haben sich zudem bereits zahlreiche Forschungsinstitute angesiedelt (siehe Forschung). Die Wissenschaftsstandorte des Landes tragen erheblich zur kulturellen und wirtschaftlichen Entwicklung und zur globalen ProfilstÀrkung bei.

Industriesektor

Maritime Wirtschaft

Die Maritime Industrie in MV mit den Bereichen Schiff- und Bootsbau sowie maritime Zulieferer und Dienstleister einschließlich der Meeres- und Offshore-Technik ist ein wesentlicher industrieller Kern und von daher von außerordentlicher wirtschafts- und beschĂ€ftigungspolitischer Bedeutung fĂŒr das Land. In den knapp 300 Unternehmen erwirtschaften ca. 11.500 BeschĂ€ftigte einen Umsatz von rd. 1,5 Mrd. Euro.

GrĂ¶ĂŸere Unternehmen im maritimen Wirtschaftsbereich sind zum Beispiel die weltweit agierende Deutsche Seereederei, Scandlines, die Mecklenburger Metallguss (MMG), die Weiße Flotte und Liebherr (maritime KrĂ€ne und Anlagen). Das Kreuzfahrtunternehmen AIDA Cruises hat seinen Deutschlandsitz im Rostocker Stadthafen und beschĂ€ftigt ĂŒber 8000 Arbeitnehmer, womit es das grĂ¶ĂŸte Unternehmen Mecklenburg-Vorpommerns ist.

Entlang der OstseekĂŒste gibt es mehrere Werften, die grĂ¶ĂŸten sind in Rostock-WarnemĂŒnde, Wismar, Stralsund (MV Werften/Genting) und in Wolgast (Peene-Werft/LĂŒrssen).

Zudem gibt es mittelstĂ€ndische Schiffbauer wie die HanseYachts AG in Greifswald (einer der drei grĂ¶ĂŸten Yachtbauer der Welt), Vilm Yachts in Lauterbach, Yachtbau Oelke in Marlow, die Werft Rammin und die Schiffswerft Barth GmbH in Barth, Bootsbau Schubert in Plate, MoLe Bootsbau in Plau, die Wieker Boote GmbH in Wiek und die REAN GmbH in Sassnitz.

In Rostock findet im Zweijahrestakt die „Zukunftskonferenz der Maritimen Wirtschaft“ statt.

Luft- und Raumfahrt

Mecklenburg und Vorpommern haben eine bedeutende Geschichte im Bereich der Luft- und Raumfahrtindustrie. Seit der deutschen Wiedervereinigung 1990 konnte sich die Branche im Land erneut entwickeln. So haben sich seitdem im Großraum Rostock und am Flughafen Rostock-Laage Betriebe der Luft- und Raumfahrt angesiedelt, dazu gehören u. a. mehrere Airbus-Zulieferer mit insgesamt rund tausend Mitarbeitern wie die RST Rostock-System-Technik GmbH. Auch Edag, die luratec AG, Assystem, Ferchau Engineering und Diehl Aerospace sind am Standort Rostock. Im November 2007 wurde das WarnemĂŒnder Zentrum fĂŒr Luft- und Raumfahrt eröffnet. Weiterhin gibt es in Pasewalk im Großraum Stettin das Kompetenzzentrum fĂŒr Flugzeugentwicklung und Flugzeugbau, in dessen Umfeld sich der Leichtflugzeug-Konstrukteur REMOS AG angesiedelt hat. Das Deutsche Zentrum fĂŒr Luft- und Raumfahrt (DLR) unterhĂ€lt in Neustrelitz Einrichtungen des Deutschen Fernerkundungsdatenzentrums sowie des Instituts fĂŒr Kommunikation und Navigation. Die Neustrelitzer Forscher sind maßgeblich an der Entwicklung der europĂ€ischen Satellitennavigation Galileo beteiligt. Von Neubrandenburg aus wird die im deutschsprachigen Raum vertriebene Zeitschrift Raumfahrt Concret herausgegeben, die dort und an anderen Orten im Land mit mehreren Partnern jĂ€hrlich die „Tage der Raumfahrt“ ausrichtet, zu denen auch renommierte Wissenschaftler und Astronauten aus der ganzen Welt nach Mecklenburg-Vorpommern kommen.

Zu DDR-Zeiten wurden spĂ€testens ab 1961 praktisch alle Unternehmen der Branche enteignet und z. B. auf landwirtschaftliche Produktion umgerĂŒstet oder vollstĂ€ndig liquidiert. In der Vorkriegszeit wurden jedoch zahlreiche Erfindungen und Unternehmen in der Region geboren. Der bedeutende Astronom Tycho Brahe studierte im 16. Jahrhundert an der UniversitĂ€t Rostock. Der Anklamer Otto Lilienthal war der bedeutendste deutsche Flugpionier und brachte mit dem Normalsegelapparat 1894 das erste Serienflugzeug der Welt auf den Markt. Die 1913 von Berlin nach Schwerin umgezogene Fokker Aeroplanbau GmbH hatte ihren Sitz direkt am Schweriner See in der Bornhövedstraße, die Flugzeugbaufirma wurde u. a. fĂŒr ihre Dreidecker mit dem „Roten Baron“ weltberĂŒhmt.

In Rostock-WarnemĂŒnde entstand mit den Ernst Heinkel Flugzeugwerken im Jahr 1922 einer der grĂ¶ĂŸten Flugzeugbauer der ersten HĂ€lfte des 20. Jahrhunderts. Die Heinkel He 178 war das weltweit erste DĂŒsenflugzeug und hatte ihren Jungfernflug am 27. August 1939 in Rostock-Marienehe. Ab 1921 gab es in WarnemĂŒnde zudem die Arado Flugzeugwerke. Ebenfalls zunĂ€chst in WarnemĂŒnde und ab 1934 in Ribnitz war der Walther-Bachmann-Flugzeugbau ansĂ€ssig. FĂŒr die AufrĂŒstungspolitik ab 1933 wurden die meisten Firmen enteignet bzw. mussten auf MilitĂ€rfertigung umstellen. Von 1933 bis 1945 wurden die Norddeutschen Dornier-Werke in Wismar mit spĂ€terer Außenstelle in Neustadt-Glewe gĂ€nzlich auf Kriegsproduktion eingestellt.

Ebenfalls der militĂ€rischen AufrĂŒstung verpflichtet wurde 1936 die Heeresversuchsanstalt PeenemĂŒnde im Westen der Insel Usedom eingerichtet, 1938 kam das Werk West der Luftwaffe hinzu. In den Anlagen wurde die erste funktionsfĂ€hige Großrakete Aggregat 4 (A4, Propagandaname „V2“) unter Leitung von Wernher von Braun und Walter Dornberger entwickelt und getestet. Die Rakete war mit ihrem ersten erfolgreichen Flug am 3. Oktober 1942 das erste von Menschen gebaute Objekt, das in den Grenzbereich zum Weltraum eindrang. Damit gilt PeenemĂŒnde, trotz der unmenschlichen UmstĂ€nde der Raketenfertigung mit tausenden Toten in Mittelbau-Dora, als Wiege der Raumfahrt. Auch die weltweit erste Anlage fĂŒr industrielles Fernsehen wurde dort zur Übertragung der Raketenstarts eingerichtet. Zeitgleich wurden auf der Halbinsel Zingst Großraketen erprobt. Viele der V2-Ingenieure von PeenemĂŒnde wurden nach dem Zweiten Weltkrieg ranghohe Entwickler bei der US-Raumfahrtbehörde NASA, so wirkte neben Technikdirektor Wernher von Braun u. a. Arthur Rudolph am Apollo-Programm zu den ersten Mondlandungen mit. Andere Beteiligte wie Helmut Gröttrup wechselten wĂ€hrend des Wettlaufs ins All zum sowjetischen Raumfahrtprogramm.

Energiesektor

Mecklenburg-Vorpommern ist im Bereich der Erneuerbaren Energien unter den Spitzenreitern in Deutschland, sowohl was die Stromproduktion als auch die Fertigung von Windkraftanlagen und Photovoltaikanlagen angeht. In einem durchschnittlichen Windjahr können bereits ca. 46 % des Strombedarfs im Bundesland durch Windenergie gedeckt werden. In Mecklenburg-Vorpommern gab es Mitte 2016 1819 Windkraftanlagen mit einer installierten Leistung von 3008 Megawatt. Vor der KĂŒste Mecklenburg-Vorpommerns befinden sich einige Offshore-Windparks (EnBW Baltic 1 und Baltic 2), weitere sind in Bau bzw. in Planung. In Rostock befindet sich mit der Nordex SE ein Hersteller von Windenergieanlagen. Dezentrale Biogasanlagen und Photovoltaikanlagen spielen ebenfalls eine große Rolle bei der umweltvertrĂ€glichen Energiegewinnung. In Greifswald und Wismar gibt es Solarmodul-Fabriken. Das in der damaligen DDR erste Pilotprojekt eines Geothermiekraftwerks ist die seit Ende der 1980er Jahre genutzte Geothermische Heizzentrale Neubrandenburg, die 2004 zum Langzeit-Tiefenspeicher ergĂ€nzt wurde.

In der NĂ€he von Greifswald landet die von einem russisch-deutsch-niederlĂ€ndischen Konsortium gebaute Pipeline Nord Stream aus dem russischen Wyborg an, mit der Deutschland und Westeuropa mit russischem Erdgas versorgt werden. GrĂ¶ĂŸere Kraftwerke in Mecklenburg-Vorpommern sind die Kraftwerke Rostock und Schwerin-SĂŒd. Der ehemals grĂ¶ĂŸte Stromerzeuger auf dem Landesgebiet war das Kernkraftwerk Lubmin, das heute stillgelegt ist. Zwei Projekte fĂŒr ebenfalls in Lubmin geplante Kraftwerke, ein Kohlekraftwerk sowie ein Gas-und-Dampf-Kombikraftwerk, wurden eingestellt.

Tourismus

Mecklenburg-Vorpommern ist das beliebteste innerdeutsche Reiseziel. Seit dem Jahr 2012 hatte Mecklenburg-Vorpommern jeweils das grĂ¶ĂŸte Wachstum an internationalen ÜbernachtungsgĂ€sten in Deutschland.

Die Inseln Usedom, RĂŒgen und Hiddensee im Landesteil Vorpommern sind Schwerpunkte des Tourismus in Deutschland, ebenso wie die Halbinsel Fischland-Darß-Zingst und die mecklenburgischen SeebĂ€der wie z. B. Heiligendamm, Graal-MĂŒritz oder KĂŒhlungsborn mit ihrer BĂ€derarchitektur. Zudem sind die historischen HansestĂ€dte Stralsund, Greifswald, Rostock (mit WarnemĂŒnde) und Wismar mit ihren bedeutenden AltstĂ€dten sowie die mecklenburgischen ResidenzstĂ€dte GĂŒstrow, Ludwigslust und Schwerin mit ihren Schlössern, und Hauptorte des Seenlandes wie Neustrelitz, Neubrandenburg, Malchow, Mirow, Röbel und Waren (MĂŒritz) wichtige Anziehungspunkte. Die historischen AltstĂ€dte von Stralsund und Wismar sind seit 2002 UNESCO-Welterbe. Daneben gibt es zahlreiche weitere sehenswerte historische Stadtkerne mit backsteingotischen Kirchen, BĂŒrgerhĂ€usern, Wehranlagen und Stadttoren sowie weiteren Baudenkmalen. Durch das Land fĂŒhren mehrere Ferienstraßen.

FĂŒr Naturliebhaber, Angler und Wassersportler sind im Landesinneren das Mecklenburger Seenland und der dortige MĂŒritz-Nationalpark bedeutend. Entlang der KĂŒste locken unter anderem der Nationalpark Jasmund mit der berĂŒhmten KreidekĂŒste vor RĂŒgen und der Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft mit seinen Lagunen. Des Weiteren gibt es unzĂ€hlige verschiedene Landschafts- und Naturschutzgebiete.

In Mecklenburg und Vorpommern gibt es mehr als zweitausend GutshĂ€user, Schlösser und Burgen (z. B. Schloss Kalkhorst, Jagdschloss Granitz, Schloss Basedow, Schloss Bothmer, Burg Stargard), die u. a. fĂŒr kulturelle Veranstaltungen oder als Hotels genutzt werden. Daneben gibt es im lĂ€ndlichen Raum viele weitere SehenswĂŒrdigkeiten, wie historische Dorfkerne, Kirchen, Klöster, WindmĂŒhlen, LeuchttĂŒrme, Zeugnisse der Slawenbesiedlung, DenkmĂ€ler und Aussichtspunkte.

Rostocks Stadtteil WarnemĂŒnde ist der passagierstĂ€rkste Kreuzfahrthafen in Deutschland. Die jeden Sommer in WarnemĂŒnde stattfindende WarnemĂŒnder Woche und die Hanse Sail ziehen jĂ€hrlich ĂŒber eine Million Touristen nach Rostock. Daneben hat sich die MĂŒritz Sail in Waren (MĂŒritz) als Veranstaltung auf dem BinnengewĂ€sser etabliert.

Auch außerhalb der Sommersaison ist der Tourismus in MV von großer Bedeutung, das GeschĂ€ft in der Nebensaison und im Winter wĂ€chst bestĂ€ndig. An kĂŒhlen Tagen werden hĂ€ufig Innenangebote wie die zahlreichen Museen, Theater, Einkaufsmöglichkeiten und FreizeitbĂ€der wahrgenommen. In den Wintermonaten sind Besuche der traditionellen WeihnachtsmĂ€rkte (vor allem in Rostock, Schwerin, Stralsund, Neubrandenburg und in den SeebĂ€dern) sowie Silvester- und Wellness-Arrangements populĂ€r.

Kennzahlen der Wirtschaft

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag 2017 bei 42,8 Milliarden Euro. Insgesamt erbrachte Mecklenburg-Vorpommern 1,3 Prozent der Gesamtwirtschaftsleistung Deutschlands. Die Dienstleistungsbranche hatte einen Anteil von 76,2 Prozent an der Bruttowertschöpfung Mecklenburg-Vorpommerns, das produzierende Gewerbe erwirtschaftete 21,6 Prozent. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) je Einwohner betrug 2019 in Mecklenburg-Vorpommern mit 28.940 Euro knapp 83 % des durchschnittlichen Wertes innerhalb der EU-Mitgliedsstaaten. Auch beim Kaufkraftindex liegt Mecklenburg-Vorpommern mit 83,1 (2019) im Deutschlandvergleich auf dem letzten Rang. Bei der Reichtumsquote belegte Mecklenburg-Vorpommern 2019 den vorletzten Platz im Vergleich der BundeslÀnder vor Sachsen-Anhalt mit 3,6 % (Bundesdurchschnitt:7,9 %).

Der Landeshaushalt weist seit dem Jahr 2006 eine ausgeglichene oder positive Bilanz auf, d. h., es wurden zehn Jahre in Folge keine neuen Schulden aufgenommen. Das Land plant einen ausgeglichenen Haushalt bis ins Jahr 2020 und von 2006 bis 2015 konnten insgesamt 900 Millionen Euro an Schulden zurĂŒckgezahlt werden.

Die Arbeitslosenquote im FlĂ€chenland Mecklenburg-Vorpommern stieg ab 1990 an auf bis zu 20 Prozent (September 2004) und sank anschließend kontinuierlich auf 7,6 % im Dezember 2018 auf den niedrigsten Stand seit 1990. Regionale Unterschiede zeigen sich insbesondere zwischen den westlichen Landkreisen Ludwigslust-Parchim (5,5 %), Rostock (5,6 %) und Nordwestmecklenburg (6,1 %) einerseits und den sĂŒdöstlicheren Landkreisen Vorpommern-Greifswald (9,2 %), Mecklenburgische Seenplatte (9,1 %) und Vorpommern-RĂŒgen (9,5 %) andererseits (Stand: Dezember 2018). Nach wie vor hat Mecklenburg-Vorpommern die geringsten Löhne in ganz Deutschland. Jeder Dritte verdient trotz Vollzeitjob nicht mehr als 2000 Euro brutto. Im Jahre 2017 betrug der Median der monatlichen Bruttoarbeitsentgelte der sozialversicherungspflichtig BeschĂ€ftigten 2.391 Euro im Vergleich zum westdeutschen Durchschnitt von 3.339 Euro.

Die zehn wichtigsten Standorte sozialversicherungspflichtiger BeschÀftigung sind (Arbeitsortangaben):

Weiteres

GeburtsstÀtte des Kaufhauses

Historisch entstanden in Mecklenburg und Vorpommern die MutterhĂ€user der ersten großen deutschen Kaufhausketten wie Karstadt (gegrĂŒndet 1871 in Wismar), Kaufhof (gegrĂŒndet 1879 in Stralsund) und Wertheim (gegrĂŒndet 1875 in Stralsund).

Kreativwirtschaft

Die Kultur- und Kreativwirtschaft nimmt heute in Mecklenburg-Vorpommern einen zunehmenden Stellenwert ein, also die unternehmerische Kulturschöpfung z. B. durch Filmschaffende und andere KĂŒnstler (u. a. zu sehen auf dem Filmkunstfest), Festivals und Konzerte und weitere Veranstaltungen, Theater (z. B. Störtebeker-Festspiele), Mode und Design (z. B. Fashion Week WarnemĂŒnde und LOOK Schwerin).

Immobilienwirtschaft

Der Immobilienmarkt und die Bauwirtschaft haben in Mecklenburg-Vorpommern lokal eine große Bedeutung. Es gibt eine hohe Nachfrage in landschaftlich reizvollen Lagen wie an den KĂŒsten und in Seengebieten, sowie in den historischen AltstĂ€dten und Dörfern. Dabei soll laut Landesentwicklungsprogramm die Entwicklung auf die Innenbereiche der Gemeinden konzentriert werden, um vorhandene Infrastruktur zu nutzen und Zersiedelung der Landschaft zu vermeiden. Insgesamt gab es im Land 2013 erstmals seit 1990 mehr ZuzĂŒge als FortzĂŒge. Orte mit guter Infrastruktur verzeichnen hĂ€ufiger Zuwanderung, insbesondere in den Randgebieten der Metropolregionen Hamburg, Berlin und Stettin sowie in der Regiopolregion um Rostock. Auch die zahlreichen Schlösser und HerrenhĂ€user des Landes stehen seit einigen Jahren im Fokus der Regional- und Immobilienentwicklung.

Lebensmittelindustrie

Die Verarbeitung von Lebensmitteln ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor im Land. Beispiele aus der Lebensmittelindustrie sind die Kartoffelveredelung durch Pfanni in Stavenhagen, das NestlĂ©-Werk in Schwerin und die TiefkĂŒhlproduktion der Oetker-Gruppe in Wittenburg. Auch die Trolli-SĂŒĂŸwaren aus Hagenow und die Grabower SĂŒsswaren sind ĂŒber die Landesgrenzen hinaus bekannt.

Es gibt im Land mehrere kleine und einige große, in ganz Deutschland und darĂŒber hinaus bekannte Brauereien, die grĂ¶ĂŸten und bekanntesten sind die Mecklenburgische Brauerei LĂŒbz, die Störtebeker Braumanufaktur in Stralsund, die Hanseatische Brauerei Rostock und die Darguner Brauerei. Zudem gibt es kleinere Spezial- und Handwerksbrauereien mit ĂŒberregionalem RenommĂ©, wie das mecklenburgische Vielanker Brauhaus, die Barther SpezialitĂ€tenbrauerei, die Brauerei im Wasserschloss Mellenthin auf Usedom und die RĂŒgener Insel-Brauerei in Rambin.

Landesmarketing

Seit 2004 wirbt die Landesregierung mit dem Motto „MV tut gut.“ fĂŒr Mecklenburg-Vorpommern als Wirtschaftsstandort und Lebensumfeld. Beim Passieren der Landesgrenzen auf den Fernstraßen wird fĂŒr Mecklenburg-Vorpommern als „Land zum Leben“ geworben. Ziel der Landes-Marketingkampagne ist, die StĂ€rken und Potenziale Mecklenburg-Vorpommerns bekannter zu machen und mit den fĂŒr das Land wichtigen Kernbereichen Gesundheit, ErnĂ€hrung, Tourismus, Kultur, Wissenschaft, Technologie und Bildung zu verknĂŒpfen.

Verkehr

Eisenbahn

Durch die sĂŒdwestliche Landschaft Mecklenburg-Vorpommerns verlĂ€uft die Berlin-Hamburger Bahn. Von dieser Strecke abzweigend bestehen Verbindungen ĂŒber Schwerin und den Bad Kleinen nach Wismar und wiederum von Bad Kleinen nach Rostock (FortfĂŒhrung in Richtung Stralsund–RĂŒgen). Weitere Hauptstrecken verlaufen in Nord-SĂŒd-Richtung von Berlin ĂŒber Neustrelitz nach Rostock/–Neubrandenburg–Stralsund und von Berlin ĂŒber Pasewalk–Anklam–Greifswald nach Stralsund. Eine fast 200 km lange West-Ost-Querverbindung im Landesinneren bildet die Bahnstrecke BĂŒtzow–Stettin. Hinzu kommen verschiedene von den Hauptstrecken abgehende Nebenstrecken und in Rostock ein S-Bahn-Netz.

In den letzten Jahren wurden eine erhebliche Zahl an Schienenstrecken und an Schieneninfrastruktur (vor allem viele Nebenbahnen und kleinere Bahnhöfe sowie Nebengleise) stillgelegt und meist abgebaut. Umfangreiche KĂŒrzungen im Schienenpersonennahverkehr (SPNV) erfuhr das Land zum Beispiel im Dezember 2012, als eine grĂ¶ĂŸere Zahl an Linien abbestellt oder ausgedĂŒnnt wurde. Auch an grĂ¶ĂŸeren Bahnhöfen wurden und werden im Rahmen von Modernisierungsmaßnahmen Gleise zurĂŒckgebaut und der Betrieb stark vereinfacht. Erhebliche Personaleinsparungen wurden durch Automatisierung (u. a. von BahnĂŒbergĂ€ngen) durchgefĂŒhrt. Es gibt mittlerweile Streckenabschnitte von ĂŒber 20 km LĂ€nge ohne Zwischenhalt (z. B. bei dem RE 5), da dort nur noch langlaufende Regional-Express-Linien (RE) verkehren.

GrĂ¶ĂŸtes und leistungsstĂ€rkstes Eisenbahnverkehrsunternehmen in Mecklenburg-Vorpommern ist die DB Regio AG, die den Schienenpersonennahverkehr (SPNV) zu großen Teilen erbringt. Auf einigen Nebenstrecken im Landesteil Vorpommern wird der SPNV erfolgreich vom Deutsche-Bahn-Tochterunternehmen UBB betrieben. Als ein nicht-bundeseigenes Eisenbahnunternehmen ist die ODEG zu nennen, die drei SPNV-Linien im Raum Westmecklenburg betreibt.

Bekannte historische Schmalspurbahnen im Land sind der Rasende Roland auf RĂŒgen und die BĂ€derbahn Molli im Landkreis Rostock. Als weitere touristische Schmalspurbahnen existieren in Galenbeck-Schwichtenberg die Mecklenburg-Pommersche Schmalspurbahn sowie bei Boltenhagen der KlĂŒtzer Kaffeebrenner.

Öffentlicher Personennahverkehr

Den am stĂ€rksten ausgebauten öffentlichen Personennahverkehr im Land gibt es in der Hansestadt Rostock. Dieser wird ĂŒber den Verkehrsverbund Warnow (VVW) koordiniert.

Im Land gibt es sowohl kommunale Verkehrsgesellschaften mit eigenen Bussen – wie die MVVG – als auch private Betreiber. Das Liniennetz ist in den Oberzentren und Mittelzentren meist gut ausgebaut, in kleineren Orten fahren die Busse insgesamt seltener. Neben den Nahverkehrsbetrieben gibt es auch Reisebusanbieter, und seit der Öffnung des Marktes 2013 auch mehrere Fernbuslinien. Dazu gehören die Verbindung „schnurstracks“ der VVG zwischen Greifswald und Neubrandenburg sowie mehrere Linien zwischen Berlin, Hamburg, Neubrandenburg, Rostock, Schwerin und den Urlaubsorten von Anbietern wie der UBB und Flixbus, die in viele GroßstĂ€dte Deutschlands fĂŒhren. Der SĂŒdosten des Landes ist durch Buslinien der VVG mit Stettin verbunden.

Normalspurige Straßenbahnen gibt es in der Hansestadt Rostock und in der Landeshauptstadt Schwerin. Von 1900 bis 1966 wurde die Stralsunder Straßenbahn betrieben.

Straße

Mecklenburg-Vorpommern wird durch die Autobahn A 20 von LĂŒbeck ĂŒber Wismar, Rostock und Neubrandenburg zum Dreieck Uckermark, die A 24 von Hamburg nach Berlin mit Anschluss ĂŒber die A 14 nach Schwerin und Wismar sowie die A 19 von Berlin nach Rostock und im Ă€ußersten SĂŒdosten von der A 11 (Berlin-Stettin) erschlossen.

Verschiedene Bundesstraßen durchziehen das Land, wobei die bedeutendste Nord-SĂŒd-Verbindung die B 96 ist, in Ost-West-Richtung sind es die B 104, B 105 (der einstigen Hansischen Ostseestraße folgend), die B 110 und die B 192.

Zur touristischen Nutzung sind mehrere Ferienstraßen in Mecklenburg-Vorpommern ausgewiesen.

Schiffsverkehr

Wichtige SeehĂ€fen befinden sich in Rostock, Wismar und Sassnitz (Port Mukran) auf RĂŒgen, weitere sind in Stralsund, Greifswald, Wolgast, Lubmin, UeckermĂŒnde und Vierow. Vom Überseehafen Rostock und vom FĂ€hrhafen Sassnitz fĂŒhren FĂ€hrlinien nach DĂ€nemark, Schweden, Finnland, Polen und ins Baltikum. Im Jahr 2017 wurden in den HĂ€fen von MV rund 3,6 Mio. ein- und aussteigende Passagiere auf FĂ€hr- und Kreuzfahrtschiffen gezĂ€hlt, davon allein in Rostock fast 3,2 Mio. 2013 wurden gut 1,9 Mio. FĂ€hrpassagiere ĂŒber die Rostocker HĂ€fen befördert. Im Jahr 2017 wurden in den HĂ€fen von Mecklenburg-Vorpommern rund 27 Millionen Tonnen GĂŒter umgeschlagen, davon in Rostock 20,4 Mio. t, Wismar 3,2 Mio. t, Sassnitz 1,5 Mio. t und Stralsund 0,97 Mio. t. 2015 waren es zusammen noch 39,52 Mio. t, davon 15,3 Mio. t im RoRo-Verkehr und 4,1 Mio. t StĂŒckgut.

Rostocks Stadtteil WarnemĂŒnde war bei 181 Kreuzfahrt-SchiffsanlĂ€ufen mit ĂŒber 766.000 abgefertigten Passagieren im Jahr 2016 der grĂ¶ĂŸte Kreuzfahrthafen in Deutschland.

In vielen KĂŒstenorten gibt es Segel- und Sportboot-Marinas. Die grĂ¶ĂŸten SportboothĂ€fen befinden sich neben den grĂ¶ĂŸeren am Wasser gelegenen StĂ€dten in Lubmin, Niendorf, Darß, Prerow, Born, Glowe, Neuhof, Lauterbach/Putbus, Kröslin, Karlshagen, Mönkebude und UeckermĂŒnde. Die vielen Seen im Hinterland sind ĂŒber die Warnow, die Recknitz, die Peene und verschiedene KanĂ€le fĂŒr die Schifffahrt miteinander und mit der Ostsee verbunden. Besonders im Mecklenburger Seenland gibt es eine Vielzahl von SportboothĂ€fen. In Greifswald gibt es einen Museumshafen mit historischen Schiffen.

Flugverkehr

In Mecklenburg-Vorpommern befinden sich ein grĂ¶ĂŸerer Flughafen, vier mittlere RegionalflughĂ€fen (auf denen Flugzeuge bis zur GrĂ¶ĂŸe des Airbus A320 landen können), sowie zahlreiche kleinere FlugplĂ€tze und Landebahnen. Der mit Abstand grĂ¶ĂŸte und passagierreichste Flughafen ist der Flughafen Rostock-Laage. Er gewinnt in den letzten Jahren u. a. als Zubringer fĂŒr den Kreuzfahrttourismus an Bedeutung, fĂŒr UrlaubsflĂŒge, sowie fĂŒr GeschĂ€ftsflĂŒge im deutschsprachigen Raum.

RegionalflughĂ€fen sind der Flughafen Heringsdorf auf Usedom, der Flughafen Neubrandenburg, der Flughafen Barth und der Flughafen Schwerin-Parchim. Sie sind aus ehemaligen LuftwaffenstĂŒtzpunkten der NVA und der LuftstreitkrĂ€fte der Sowjetunion entstanden. Der Schwerin-Parchimer Flughafen wird ab 2014 zu einem Logistik-Drehkreuz ausgebaut und soll zudem ab 2016 LinienflĂŒge von und nach China anbieten.[veraltet]

Weiterhin gibt es zahlreiche kleinere FlugplĂ€tze, zum Beispiel den Flugplatz RĂŒgen bei Bergen, Flugplatz Anklam, MĂŒritz Airpark bei Röbel, Flugplatz Wismar, Flugplatz PeenemĂŒnde auf Usedom, Flugplatz Rerik, Flugplatz Pasewalk, Flugplatz Tutow, Flugplatz Waren/Vielist, Flugplatz Purkshof bei Rostock, Flugplatz Schmoldow bei Greifswald, Flugplatz Pinnow bei Schwerin, Flugplatz GĂŒstrow oder den Flugplatz Neustadt-Glewe, auf denen vorrangig die Sportfliegerei betrieben wird. Diese wird durch den Luftsportverband MV koordiniert.

FĂŒr das Land spielen auch die grenznahen internationalen FlughĂ€fen Stettin-GoleniĂłw, Hamburg und die Berliner FlughĂ€fen eine Rolle.

Fahrrad

Die Radinfrastruktur in Mecklenburg-Vorpommern wurde nach 1990 stark erweitert, ist aber weiterhin sehr lĂŒckenhaft. Gut ausgebaut sind hĂ€ufig nur die großen Ferienrouten, darunter der Radweg Berlin–Kopenhagen, der Radfernweg Berlin–Usedom, die Eiszeitroute Mecklenburgische Seenplatte, der Radfernweg Hamburg–RĂŒgen, der Mecklenburgische Seen-Radweg, der Oder-Neiße-Radweg, die Ostsee–Oberbayern-Route (D11) und die OstseekĂŒstenroute (D2).

Bildung und Forschung

Schulen

Daten des Statistischen Amtes Mecklenburg-Vorpommern zufolge gab es im Jahr 2015 im Land insgesamt 143.146 SchĂŒler an allgemein bildenden Schulen, 32.545 SchĂŒler an beruflichen Schulen und 12.429 hauptberufliche LehrkrĂ€fte.

Mecklenburg und Vorpommern haben einige der Ă€ltesten Schulen im deutschen Sprachraum auf ihrem Gebiet. Die Ă€lteste unter ihnen ist die Domschule GĂŒstrow, die 1236 als Stiftsschule zur Ausbildung des Kleriker-Nachwuchses gegrĂŒndet wurde, und 1552 als Lateinschule, spĂ€ter als Gymnasium neu gegrĂŒndet wurde. Auch das Lilienthal-Gymnasium Anklam (1535), die Große Stadtschule Wismar (1541), das Albert-Einstein-Gymnasium Neubrandenburg (1553), das Fridericianum Schwerin (1553), das Jahn-Gymnasium Greifswald (1561), das Parchimer Friedrich-Franz-Gymnasium (1564), die Große Stadtschule Rostock (1580), die Niels-Stensen-Schule Schwerin (1735), das Gymnasium Carolinum Neustrelitz (1795) und das PĂ€dagogium Putbus (1836) können auf eine außergewöhnlich lange Historie verweisen. Das humanistische Gymnasium Stralsund, 1560 gegrĂŒndet, wurde nach der Einnahme Stralsunds durch die Rote Armee am 1. Mai 1945 nicht wieder eröffnet.

Im Sekundarbereich gibt es neben dem klassischen Gymnasium die Schulform Regionale Schule (ehemals Haupt- oder Realschule). Es existieren darĂŒber hinaus insbesondere in den grĂ¶ĂŸeren StĂ€dten auch einige wenige Gesamtschulen. Um eine spĂ€tere Schullaufbahnentscheidung und ein lĂ€ngeres gemeinsames Lernen zu ermöglichen, wechseln SchĂŒler nach der Grundschule (Klasse 1–4) gemeinsam an eine Regionalschule. Nach der sechsten Klasse kann dann ein Wechsel auf ein Gymnasium und der Erwerb des Abiturs erfolgen oder an der Regionalschule die Berufsreife oder die mittlere Reife erlangt werden. Seit 2008 ist das Abitur nach der zwölften Jahrgangsstufe, das vor 2001 bereits die Regel war, wieder an allen Gymnasien eingefĂŒhrt worden. DarĂŒber hinaus wurde die Erhöhung der Entscheidungsautonomie der einzelnen Schulen kontinuierlich mit Modellversuchen (z. B. SelbststĂ€ndige Schule) erprobt und mit Gesetzesreformen erhöht. Das Modell der Europaschule fördert die interkulturelle Zusammenarbeit, ein Beispiel dafĂŒr ist das Deutsch-Polnische Gymnasium Löcknitz.

Neben den staatlichen Schulen gibt es auch mehrere Schulen in privater TrĂ€gerschaft durch private gemeinnĂŒtzige TrĂ€ger, die zum Teil auch konfessionell gebunden sind, wie beispielsweise die katholische Bernostiftung, oder sonstige Privatschulen wie das Internatsgymnasium Schloss Torgelow bei Waren.

Die SchĂŒlerzahlen sind insgesamt seit dem Jahr 2000 zurĂŒckgegangen. Im Jahr 2009 kamen in Mecklenburg-Vorpommern auf 100 Einwohner etwa acht SchĂŒler. In den stĂ€dtischen Zentren wie Rostock, Schwerin, Greifswald, Stralsund, Wismar, Neubrandenburg und weiteren fĂŒr Familien attraktiven Orten nimmt die Zahl der SchĂŒler in den letzten Jahren wiederum stetig zu, was eine Folge steigender Geburtenraten und ZuzĂŒge ist.

Hochschulen

Daten des Statistischen Amtes Mecklenburg-Vorpommern zufolge gab es im Jahr 2015 im Land insgesamt 38.541 Studenten an Hochschulen, darunter 24.625 an den UniversitÀten, sowie insgesamt 15.576 Hochschulmitarbeiter.

Staatliche Hochschulen neben den UniversitĂ€ten sind die Hochschule fĂŒr Musik und Theater Rostock, die Hochschule Neubrandenburg, die Hochschule Stralsund und die Hochschule Wismar, die Fachhochschule fĂŒr öffentliche Verwaltung, Polizei und Rechtspflege in GĂŒstrow sowie ein Campus der Hochschule der Bundesagentur fĂŒr Arbeit in Schwerin. Die private Fachhochschule des Mittelstands (ehemals Baltic College) hat Standorte in Schwerin und Rostock. Studienangebote gibt es auch an der privaten Designschule Schwerin.

UniversitÀten

In Mecklenburg-Vorpommern gibt es zwei VolluniversitĂ€ten. Die UniversitĂ€t Greifswald (gegrĂŒndet 1456) und die UniversitĂ€t Rostock (gegrĂŒndet 1419) sind die beiden Ă€ltesten UniversitĂ€ten in Nordeuropa und gehören zu den Ă€ltesten Hochschulen der Welt. In die Exzellenzinitiative des Bundes wurde noch keine der beiden aufgenommen.

Forschungseinrichtungen

Es gibt zahlreiche außeruniversitĂ€re Forschungseinrichtungen im Land, die sich hauptsĂ€chlich in und um die UniversitĂ€ten in Greifswald und Rostock konzentrieren und sich vorwiegend mit Medizin, Biologie, Physik, Raumfahrt, Tiergesundheit, Agrarwissenschaften und Demografie beschĂ€ftigen. Zu den bedeutenden Instituten zĂ€hlen das Max-Planck-Institut fĂŒr demografische Forschung, das Fraunhofer IGD, das Leibniz-Institut fĂŒr Nutztierbiologie, das Leibniz-Institut fĂŒr Ostseeforschung, das Leibniz-Institut fĂŒr AtmosphĂ€renphysik und das Leibniz-Institut fĂŒr Katalyse in Rostock, das Max-Planck-Institut fĂŒr Plasmaphysik in Greifswald und das Deutsche Zentrum fĂŒr Luft- und Raumfahrt mit Zweigstellen in Neustrelitz.

Im Land sind mehrere bedeutende Institute der Medizinforschung, wie das DZNE fĂŒr Nervenkrankheiten, das Fraunhofer-Institut fĂŒr Zelltherapie und Immunologie und das Herz- und Diabeteszentrum MV am Klinikum Karlsburg. Mit dem Friedrich-Loeffler-Institut befindet sich auf der zu Greifswald gehörenden Insel Riems ein nationales Forschungsinstitut. Zu den bekannten Forschungsergebnissen aus MV gehören zum Beispiel die Erfindung des Wasserskalpells, auch bekannt als Helix-Hydro-Jet, oder die erste kĂŒnstliche Leber fĂŒr Kinder.

Bevölkerung

In Mecklenburg-Vorpommern leben heute rund 1,6 Millionen Menschen (Stand: 31. Dezember 2019). Die Bevölkerung setzt sich aus Mecklenburgern und Pommern und zum kleinen Teil aus Brandenburgern zusammen. Hinzu kamen viele Heimatvertriebene nach dem Zweiten Weltkrieg, ĂŒberwiegend aus dem östlichen Pommern und Ostpreußen, sowie Zugezogene aus den anderen Regionen Deutschlands und ihre Nachkommen, geschichtlich bedingt hauptsĂ€chlich aus dem Gebiet der ehemaligen DDR, sowie nach der Wiedervereinigung russlanddeutsche Aussiedler bzw. SpĂ€taussiedler. Die grĂ¶ĂŸte Gruppe der BĂŒrger auslĂ€ndischer Herkunft kam 2014 aus Polen (16 Prozent), gefolgt von Russland (9 Prozent), der Ukraine (7 Prozent) und Vietnam (Stand: November 2013). Seit 2015 ist aufgrund der FlĂŒchtlingswellen durch den Syrischen BĂŒrgerkrieg die grĂ¶ĂŸte Gruppe aus Syrien (um 20 Prozent). Der Anteil der gesamten auslĂ€ndischen Bevölkerung an der Landesbevölkerung liegt bei 4 Prozent (Stand September 2016).

Der Zustrom von fast einer Million Heimatvertriebener, die in der SBZ/DDR offiziell „Umsiedler“ hießen, fĂŒhrte zu einem sprunghaften Anstieg der Bevölkerungszahl auf 2,1 Millionen 1945/1946. Seit dem Erreichen dieses Höchstwerts sank die Einwohnerzahl kontinuierlich. Etwa acht Prozent der Vertriebenen, die bis 1950 die vier Besatzungszonen erreichten, ließen sich in Mecklenburg-Vorpommern nieder und hatten einen Anteil von bis zu 45 Prozent an der dortigen Gesamtbevölkerung.

Der erhebliche Bevölkerungsverlust nach 1989 (zwischen 1990 und 2013: −17 %) ist eine Folge der Westabwanderung und eines Einbruchs bei den Geburtenzahlen. Diese Trends haben sich in den 2010er Jahren verlangsamt bzw. wurden gestoppt; es wandern wieder mehr Leute zu und es werden mehr Kinder geboren. Zum Jahr 2008 etwa hatte das Land deutschlandweit den höchsten Geburtenanstieg, die Geburtenrate legte von 1,36 auf 1,41 zu. Zudem ist im Jahr 2015 eine Entwicklung zu Mehrkindfamilien abzusehen, die GebĂ€rwahrscheinlichkeit ist bei Familien höher, die bereits ein Kind haben. Die Anstiege werden vonseiten der Politik u. a. auf die gute Kita-Versorgung, gesteigerte Anstrengungen in der frĂŒhkindlichen Bildung, die bessere Arbeitsmarktlage und die allgemein verbesserte LebensqualitĂ€t im Land zurĂŒckgefĂŒhrt. Insgesamt zeichnet sich ab, dass der periphere lĂ€ndliche Raum mit schlechter Infrastruktur dĂŒnn besiedelt bleibt, wĂ€hrend die stĂ€dtischen Zentren sowie landschaftlich und infrastrukturell attraktive Orte wieder Einwohner gewinnen. Insgesamt gab es in Mecklenburg-Vorpommern im Jahr 2013 erstmals seit 1990 mehr ZuzĂŒge ins Land als FortzĂŒge. Bis 2016 verzeichnete das Land ein positives Wanderungssaldo, das durch einen stetigen Überschuss der Anzahl Gestorbener ĂŒber die Anzahl Lebendgeborener, somit ein negatives natĂŒrliches Bevölkerungssaldo, reduziert wurde, sodass das Land im Jahr 2016 einen erneut sinkenden Bevölkerungsstand erlebte. Eine Studie des Berlin-Instituts von 2019 sieht Mecklenburg-Vorpommern in einem „demografische[n] Zwischenhoch“ und erwartet aufgrund der hohen Überalterung und geringen Zahl potentieller Eltern bis 2035 ein weiteres starkes Abschrumpfen um 11,1 % auf 1,43 Millionen Einwohner.

Mecklenburg-Vorpommern ist das am dĂŒnnsten besiedelte und am lĂ€ndlichsten geprĂ€gte deutsche Bundesland. Die Mehrzahl der Bevölkerung wohnt entlang der OstseekĂŒste, wĂ€hrend besonders der SĂŒden und das Binnenland im Osten des Landes dĂŒnn besiedelt sind. Die Hansestadt Rostock ist mit etwa 206.000 Einwohnern die einzige Großstadt im Land und gilt als Regiopole. Rostock ist ebenfalls das grĂ¶ĂŸte der vier Oberzentren des Landes, gefolgt von Stralsund und Greifswald (zusammengerechnet etwa 115.000 Einwohner, Stand 30. Juni 2016), der Landeshauptstadt Schwerin (rund 95.000 Einwohner) und der Stadt Neubrandenburg (rund 64.000 Einwohner). Alle anderen StĂ€dte haben weniger als 50.000 Einwohner, die bedeutendsten StĂ€dte dieser Gruppe sind die Hansestadt Wismar und GĂŒstrow sowie Waren (MĂŒritz), Neustrelitz und Parchim. Die ĂŒber 400.000 Einwohner starke polnische Hafenstadt Stettin wirkt heute als ein Wachstumsmotor fĂŒr das östliche Mecklenburg-Vorpommern, vor allem im Bereich ihrer Metropolregion. FĂŒr die sĂŒdlichen Landesteile wirkt sich die NĂ€he zu Berlin vorteilhaft aus, Westmecklenburg ist in die Metropolregion Hamburg und den Verflechtungsraum mit Rostock und LĂŒbeck eingebunden und verzeichnet ebenfalls ZuwĂ€chse.

Die durchschnittliche Lebenserwartung lag im Zeitraum 2015/17 bei 78,6 Jahren fĂŒr MĂ€nner und bei 83,0 Jahren fĂŒr Frauen. Die MĂ€nner belegen damit unter den deutschen BundeslĂ€ndern Rang 15, wĂ€hrend Frauen Rang 8 belegen. Regional hatten 2013/15 die Stadt Rostock (Erwartung der Gesamtbevölkerung: 80,84 Jahre), der Landkreis Rostock (80,23) und die Mecklenburgische Seenplatte (80,04) die höchste, sowie Ludwigslust-Parchim (79,78), Schwerin (79,76) und Vorpommern-Greifswald (79,23) die niedrigste Lebenserwartung.

Religion

Das Land Mecklenburg-Vorpommern war 2020 eines von neun deutschen BundeslĂ€ndern, in denen der Anteil der beiden großen Kirchen an der Einwohnerzahl unter 50 Prozent liegt. Dies waren die sechs östlichen LĂ€nder und drei nördliche LĂ€nder (Hamburg seit 1995, Bremen seit 2014 und Schleswig-Holstein seit 2019).

Christentum

Die evangelischen Kirchgemeinden in der Nordkirche sind unterteilt in den „Kirchenkreis Mecklenburg“ und den „Kirchenkreis Pommern“. Mecklenburgs Katholiken gehören zum Erzbistum Hamburg, wĂ€hrend die Katholiken in Vorpommern dem Erzbistum Berlin angehören.

Daneben bestehen Gemeinden der Evangelisch-reformierten Kirche in der EKD, der SelbstÀndigen Evangelisch-Lutherischen Kirche und der evangelischen Freikirchen wie den Baptisten, freien evangelischen Gemeinden, Methodisten, Mennoniten oder den Siebenten-Tags-Adventisten. Daneben gibt es mehrere kleinere christliche Kirchen wie die Neuapostolische Kirche oder die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (Mormonen).

Sonstige

In Mecklenburg-Vorpommern gibt es je eine jĂŒdische Gemeinde in der Landeshauptstadt Schwerin (inklusive Wismar) sowie in Rostock. Beide Gemeinden sind im Landesverband der JĂŒdischen Gemeinden in Mecklenburg-Vorpommern organisiert, der Mitglied im Zentralrat der Juden in Deutschland ist. Über historische Synagogen informiert die Liste der Synagogen in Mecklenburg-Vorpommern.

Der Islam ist durch zwei Moscheen (in Schwerin und Rostock) vertreten.

Konfessionsstatistik

Der ĂŒberwiegende Teil der Einwohner Mecklenburg-Vorpommerns ist konfessionslos. Laut der VolkszĂ€hlung 2011 waren 17,2 % der Einwohner evangelisch, 3,3 % römisch-katholisch und 79,5 % waren konfessionslos, gehörten einer anderen Religionsgemeinschaft an oder machten keine Angabe. Einer Abnahme der Zahl der Protestanten steht eine geringfĂŒgige Zunahme der Zahl der Katholiken gegenĂŒber. Ende 2019 hatte Mecklenburg-Vorpommern 1.608.138 Einwohner davon waren 14,5 % evangelisch, 3,4 % katholisch und 82,1 % hatte entweder eine andere oder gar keine Religionszugehörigkeit. Im Vorjahr waren 14,8 % (Stand Dezember 2018) Mitglieder der evangelisch-lutherischen Kirche in Norddeutschland (kurz: „Nordkirche“).

Kultur

Sprache

In weiten Teilen des Landes wird bis heute neben Hochdeutsch von der Ă€lteren Generation auch Niederdeutsch („PlattdĂŒtsch“) mindestens verstanden und zuweilen auch gesprochen. Die JĂŒngeren beherrschen es seltener. Heute gibt es diverse Initiativen, mit vielfĂ€ltigen Schulprojekten, Vereinsarbeit, Wettbewerben und Festivals den nachwachsenden Generationen die regional gefĂ€rbte Sprache ihrer Heimat nahezubringen.

Der sogenannte mecklenburgisch-vorpommersche Sprachraum gehört zum Ostniederdeutschen und entspricht in etwa den heutigen Grenzen des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Dabei gibt es keine eindeutig festzumachenden Grenzen zwischen mecklenburgischem und vorpommerschem Niederdeutsch, sondern die dialektalen Unterschiede drĂŒcken sich, geographisch betrachtet, in einem West-Ost-Kontinuum aus. Es kommen also keine IsoglossenbĂŒndel vor.

FĂŒr die Dokumentation beider SprachrĂ€ume etablierten sich das Pommersche Wörterbuch und das Mecklenburgische Wörterbuch. Bedeutende niederdeutsche Schriftsteller aus der Region sind unter anderem Fritz Reuter, John Brinckman und Rudolf Tarnow. Zu den bedeutendsten historischen SchriftstĂŒcken der Region zĂ€hlt die mittelniederdeutsche Barther Bibel.

Neben dem Niederdeutschen gibt es vor allem im östlichen Landesteil Vorpommern durch die lange Zugehörigkeit zu Preußen und den „uckermĂ€rkischen Zipfel“ um Strasburg auch mark-brandenburgische Dialekte, die dem Berliner Dialekt nahe sind.

FĂŒr die Pflege der mecklenburgisch-vorpommerschen Variationen des Niederdeutschen engagieren sich u. a. die Sprachgesellschaften der Fritz Reuter Gesellschaft mit Sitz in Neubrandenburg, die Johannes Gillhoff Gesellschaft mit Sitz in Ludwigslust-Glaisin und die John Brinckman Gesellschaft mit Sitz in JĂŒrgenstorf. Daneben gibt es in vielen Orten Heimatvereine und niederdeutsche Kulturgruppen, die sich um den Erhalt des Niederdeutschen kĂŒmmern.

Baudenkmale

Museen

Bemerkenswerte Museen in MV sind zum Beispiel das Staatliche Museum Schwerin, das Pommersche Landesmuseum in Greifswald und das Phantechnikum in Wismar. Das Darwineum im Rostocker Zoo verbindet museale Erlebnis-Ausstellung mit zoologischer Sammlung. Das Deutsche Meeresmuseum mit dem Ozeaneum und dem Nautineum in Stralsund ist das meistbesuchte Museum in Norddeutschland. Das MĂŒritzeum in Waren (MĂŒritz) wartet mit Europas grĂ¶ĂŸten SĂŒĂŸwasseraquarien fĂŒr heimische Fischarten auf.

Bedeutende Kunstausstellungen neben der Schweriner Galerie Alte & Neue Meister sind u. a. die Kunsthalle Rostock und das Kunstmuseum Ahrenshoop, zudem gibt es an wechselnden Orten wertvolle Exponate, etwa in der Kunstsammlung Neubrandenburg.

Das Ă€lteste Museum Mecklenburg-Vorpommerns ist das Stralsunder Kulturhistorische Museum. Im Kloster zum Heiligen Kreuz befindet sich das Rostocker Pendant. Das Regionalmuseum Neubrandenburg und Kulturquartier Mecklenburg-Strelitz in Neustrelitz sind bedeutende Kulturmuseen im SĂŒdosten des Landes. Daneben gibt es in vielen weiteren Orten kleinere Kultur- und Regional- bzw. Heimatmuseen, etwa das Heimatmuseum WarnemĂŒnde, das Volkskundemuseum in Schönberg, das Grimmener MĂŒhlentor und die Heringsdorfer Villa Irmgard. Daneben gibt es grĂ¶ĂŸere Spezialausstellungen wie im Deutschen Bernsteinmuseum in Ribnitz-Damgarten oder im Niederdeutschen Bibelzentrum in Barth.

Auch die Freilichtmuseen im Land sind beliebte Besuchsziele, z. B. in Groß Raden, Klockenhagen und Schwerin-Mueß, die Slawendörfer Passentin und Neustrelitz, das Steinzeitdorf Kussow, das Hanse-Viertel in Demmin sowie das Torgelower Ukranenland. Ebenfalls im Freien befinden sich mehrere Miniaturenparks.

Zu besichtigen sind auch viele der mehr als 2000 Schlösser, Burgen und GutshĂ€user im Land – einige von ihnen werden als Museen gefĂŒhrt, neben den Herzogsresidenzen z. B. die Burgen in Burg Stargard, Penzlin, Plau, Dömitz und Neustadt-Glewe, oder auch die Schlossinsel Mirow, das Schloss Hohenzieritz, das Schloss UeckermĂŒnde, das Jagdschloss Granitz auf RĂŒgen und das Barockschloss Bothmer zwischen Wismar und LĂŒbeck.

Theater

Die grĂ¶ĂŸten öffentlichen Theater des Landes sind das Mecklenburgische Staatstheater Schwerin, das Volkstheater Rostock, das Theater Vorpommern mit SpielstĂ€tten in Greifswald, Stralsund und Putbus und die Theater und Orchester GmbH Neubrandenburg/Neustrelitz mit SpielstĂ€tten in Neubrandenburg und Neustrelitz. Alle vier Theater bieten sowohl Schauspiel als auch Musiktheater und Orchestermusik.

Weitere wichtige Theater sind das Ernst-Barlach-Theater in GĂŒstrow, das Mecklenburgische Landestheater Parchim, die Vorpommersche LandesbĂŒhne und das Theater Wismar. Zudem gibt es viele meist privat betriebene saisonale Theater und FreilichtbĂŒhnen in grĂ¶ĂŸeren StĂ€dten, an der OstseekĂŒste und in KĂŒnstlerdörfern sowie Kurorten. Die Störtebeker-Festspiele finden seit 1993 in Ralswiek auf der Insel RĂŒgen statt. Sie sind Deutschlands erfolgreichstes Freilichttheater. Auch die Vineta-Festspiele auf Usedom, das Piraten-Open-Air in GrevesmĂŒhlen und die MĂŒritz-Saga in Waren sind ĂŒber die Landesgrenzen hinaus bekannt.

Veranstaltungen

Alle zwei Jahre findet der MV-Tag als offizielles Landesfest statt, im Jahr 2018 in Rostock, zum 800-jÀhrigen JubilÀum der Hansestadt.

Zu den ĂŒberregional bedeutenden Veranstaltungen in Mecklenburg-Vorpommern gehören:

Musikfestivals

Die jĂ€hrlich im Sommer stattfindenden „Festspiele Mecklenburg-Vorpommern“ sind ein Festival fĂŒr klassische Musik. Die Festspielorte sind ĂŒber das ganze Bundesland verteilt, hĂ€ufig in GutshĂ€usern, Schlössern, Kirchen, Scheunen, Industriebauten und auch in Parks. An der OstseekĂŒste und an den Seen gibt es kleinere Festspiel-Reihen, die mit Musik und Theater das kulturelle Angebot in den Urlaubsorten ergĂ€nzen, so z. B. der Schönberger Musiksommer und das Usedomer Musikfestival im Herbst. Sie sind wie die Festspiele Teil der Veranstaltungsreihe „Musikland MV“.

Weitere renommierte Musikveranstaltungen sind:

  • Airbeat One: Festival fĂŒr elektronische Tanzmusik in Neustadt-Glewe, das seit 2002 jĂ€hrlich stattfindet.
  • Eldenaer Jazz Evenings: Open-Air-Jazzfestival in Greifswald-Eldena, das 1981 erstmals veranstaltet wurde. Seitdem gastieren in Eldena alljĂ€hrlich im Juli Jazzmusiker aus der ganzen Welt.
  • Fusion Festival: Ein Festival fĂŒr junge Kunst auf dem Flugplatz LĂ€rz sĂŒdlich der MĂŒritz. Es findet seit 1997 jĂ€hrlich statt und ist ein Schaufenster fĂŒr alternative Musik, Kunst und Theater mit weltweiter Strahlkraft. Es kommen dazu u. a. KĂŒnstler des avantgardistischen Burning Man Festivals ins Mecklenburger Seenland.
  • Greifswalder Bachwoche: Seit 1946 stattfindende Musikreihe fĂŒr klassische Musik in Greifswald.
  • Honky Tonk: JĂ€hrlich in den InnenstĂ€dten von Rostock, Schwerin, Stralsund und Wismar stattfindendes Kneipen-Musikfestival.
  • Immergut Festival: Indie-Rock-Musikfestival in Neustrelitz, das seit 2000 jĂ€hrlich Ende Mai stattfindet.
  • Studentenfestivals: Im Land finden mehrere große Musikveranstaltungen statt, die von studentischen Organisationen durchgefĂŒhrt werden. Dazu gehören der Hochschultag in Neubrandenburg, das Campus Spektakel in Stralsund und das Campus Open Air in Wismar. In Rostock gibt es u. a. das Campuserwachen, die Campus Explosion und das Campus Sommerfest. In Greifswald gibt es neben den erwĂ€hnten Veranstaltungen im Sommer das International Students Festival (Gristuf) mit der FĂȘte de la Musique.
  • Zappanale: Musikfestival in Bad Doberan, das seit 1990 stattfindet. Es widmet sich mit verschiedensten KĂŒnstlern und Interpretationen dem Erbe des Komponisten und Musikers Frank Zappa.
Film
  • Darsser Naturfilmfestival: Filmfestival fĂŒr Natur- und Umweltfilme auf der Halbinsel Darß, das seit 2005 jĂ€hrlich im Herbst stattfindet. WĂ€hrend der Veranstaltung wird der Deutsche Naturfilmpreis vergeben.
  • dokumentART: Filmfestival fĂŒr Dokumentarfilme in Neubrandenburg, das seit 1992 jĂ€hrlich im Herbst stattfindet. Gleichzeitig wird das Festival im polnischen Stettin ausgetragen.
  • Festival im Stadthafen (FiSH): Kurzfilmfestival in Rostock, vor allem fĂŒr junge Filmkunst.
  • Filmkunstfest Mecklenburg-Vorpommern: Filmfestival mit rund 17.000 Besuchern im Jahr in Schwerin, bei dem seit 2002 der Goldene Ochse fĂŒr herausragende BeitrĂ€ge zur deutschen Filmkultur verliehen wird.
Theater
  • Festspiele im Schlossgarten: Operettenfestspiele in Neustrelitz mit bis zu 30.000 Besuchern, die seit 2001 im Schlossgarten stattfinden.
  • MĂŒritz-Saga: Freilichttheater, das seit 2006 jĂ€hrlich im Sommer im Amphitheater auf dem MĂŒhlenberg in Waren (MĂŒritz) stattfindet.
  • Piraten-Open-Air: Freilichttheater in GrevesmĂŒhlen bei Wismar mit ĂŒber 50.000 Besuchern jĂ€hrlich, das seit 2005 jĂ€hrlich im Sommer stattfindet.
  • Schlossfestspiele Schwerin: Opernfestival in Schwerin, das seit 1993 jĂ€hrlich vom Mecklenburgischen Staatstheater veranstaltet wird. Bis zu 70.000 Besucher besuchen die Festspiele jeden Sommer.
  • Störtebeker-Festspiele: Freilichttheater in Ralswiek auf der Insel RĂŒgen mit ĂŒber 350.000 Besuchern jĂ€hrlich, das seit 1993 alljĂ€hrlich im Sommer stattfindet.
  • Vineta-Festspiele: Freilichttheater in Zinnowitz auf der Insel Usedom, das seit 1997 jĂ€hrlich im Sommer stattfindet.
Volksfeste und Kulturfeste
  • Erntedankfeste: Das Landeserntedankfest findet seit 1990 jeweils am ersten Oktoberwochenende statt. Höhepunkt sind die Festlichkeiten am Sonntag mit ökumenischem Gottesdienst, Festumzug und Übergabe der Erntekrone. Das 26. Landeserntedankfest fand 2016 in BrĂŒsewitz statt, 2017 ist Siedenbollentin der Veranstaltungsort. Regional finden im Herbst weitere Erntedankfeste statt, etwa in Stralsund.
  • Karneval bzw. Fasching: Es gibt in vielen Gemeinden des Landes Karnevalsvereine, die Veranstaltungen wie UmzĂŒge, Sessionen mit „Rathausbesetzungen“, GardetĂ€nze, BĂŒttenreden und Tanzabende organisieren. Der Karneval-Landesverband Mecklenburg-Vorpommern ist der Dachverband von 82 Karnevalsvereinen im Land, in denen rund 6000 Karnevalisten aktiv sind.
  • Kulturpark-Feste: Im Neubrandenburger Kulturpark finden regelmĂ€ĂŸig Volksfeste statt, die eine Anziehungskraft ĂŒber die Landesgrenzen hinaus haben, wie das Pfingstfest, das Lichtfest FontĂ€nen in Flammen (Nordlichtzauber) und das Mecklenburger Oktoberfest.
  • Martensmann: Die Tradition der November-Reise des Martensmannes von LĂŒbeck nach Schwerin zum Martinstag besteht seit 1520. Sie fĂŒhrt ĂŒber Schönberg und wird in Rehna und Schwerin als Volksfest bzw. Martensmarkt begangen.
  • Nordischer Klang: Das grĂ¶ĂŸte Festival fĂŒr nordeuropĂ€ische Kultur außerhalb Skandinaviens. Es findet jĂ€hrlich im Mai in Greifswald statt.
  • polenmARkT: Das bedeutendste Festival fĂŒr polnische Kultur außerhalb Polens. Es findet an meist zehn Tagen im November in Greifswald und umliegenden Orten statt.
  • Schwedenfest: Jedes Jahr im SpĂ€tsommer wird bei dieser Veranstaltung in Wismar der langen Zugehörigkeit zur schwedischen Krone gedacht, die nach dem DreißigjĂ€hrigen Krieg 1648 begann.
  • TanzbĂ€lle: Herausragende festliche Ballveranstaltungen sind der jĂ€hrliche Landespresseball MV, der Theaterball im Mecklenburgischen Staatstheater zu Schwerin und der Festball der Neubrandenburger Philharmonie.
  • Wallensteintage: Seit 1825 begangenes Volksfest in Stralsund, bei dem jedes Jahr im Juli der Abwehr der Belagerung der Stadt durch Wallenstein im Jahr 1628 gedacht wird. Es ist das grĂ¶ĂŸte historische Volksfest Norddeutschlands.
  • WeihnachtsmĂ€rkte: Der traditionelle Rostocker Weihnachtsmarkt gilt als grĂ¶ĂŸter Norddeutschlands, auch die WeihnachtsmĂ€rkte von Stralsund, Wismar, Schwerin, Neubrandenburg (Weberglockenmarkt) und in den SeebĂ€dern an der KĂŒste sind ĂŒberregional bekannt. Doch auch in kleineren Orten und Dörfern finden sich MĂ€rkte, z. B. an GutshĂ€usern, in der Scheune Bollewick und am Kloster Zarrentin.

Sportveranstaltungen werden im Abschnitt Sport behandelt.

Feiertage

Neben den bundesweit gĂŒltigen Feiertagen Neujahr, Karfreitag, Ostern, Tag der Arbeit, Christi Himmelfahrt, Pfingsten, Tag der Deutschen Einheit und Weihnachten ist in Mecklenburg-Vorpommern der Reformationstag ein gesetzlicher Feiertag.

Seit dem Jahr 2002 ist der 8. Mai im Land Mecklenburg-Vorpommern staatlicher Gedenktag, als Tag der Befreiung vom Nationalsozialismus und der Beendigung des Zweiten Weltkrieges.

MĂŒnzen

Seit 2006 erscheinen jĂ€hrlich 2-Euro-GedenkmĂŒnzen mit einem Motiv des Landes, das den PrĂ€sidenten des Bundesrates stellt. 2007 war dies Mecklenburg-Vorpommern, es wurden rund 30 Millionen 2-Euro-MĂŒnzen mit dem Schweriner Schloss als Motiv geprĂ€gt, die als offizielles Zahlungsmittel im Umlauf sind.

Medien

Die Medienanstalt Mecklenburg-Vorpommern (MMV) ist das rechtsgĂŒltige Organ gemĂ€ĂŸ dem Landesrundfunkgesetz, das zur Entwicklung von Funk und Fernsehen beitrĂ€gt und die AktivitĂ€ten privater und offener Medienstationen ĂŒberwacht, sowie Rundfunklizenzen ausschreibt. Seit 2006 wird durch sie der Medienkompetenzpreis verliehen, mit dem herausragende Leistungen von engagierten Erwachsenen und Kindern gewĂŒrdigt werden.

Printmedien/Zeitungen

Die auflagenstÀrksten regionalen Tageszeitungen sind die Ostsee-Zeitung, die Schweriner Volkszeitung mit ihrer Rostocker Lokalausgabe, die Norddeutschen Neuesten Nachrichten, und der Nordkurier. Keine der Zeitungen besitzt eine eigene Vollredaktion. Daneben gibt es verschiedene regionale AnzeigenblÀtter wie den Blitz.

Radio

Radio steht zum analogen und digitalen Empfang zur VerfĂŒgung. Es gibt auch diverse Offene KanĂ€le, auch bekannt als BĂŒrgerfunk oder BĂŒrgerrundfunk.

Auswahl öffentlich-rechtlicher Radiosender und deren Empfangsmöglichkeiten:

  • NDR 1 Radio MV (UKW, DAB+, DVB-S)
  • NDR 2 (UKW, DAB+, DVB-S)
  • NDR Blue (DAB+, DVB-S)
  • NDR Info (UKW, DAB+, DVB-S)
  • NDR Kultur (UKW, DAB+, DVB-S)
  • NDR Plus (DAB+, DVB-S)
  • N-Joy (UKW, DAB+, DVB-S)
  • Deutschlandfunk (UKW, DAB+, DVB-S)
  • Deutschlandradio Kultur (UKW, DAB+, DVB-S)

Private Radiosender:

  • Antenne MV (UKW)
  • Ostseewelle (UKW)
  • radio B2 (UKW)
  • Radio Paradiso (UKW)

Offene Radiosender:

  • LOHRO (UKW)
  • NB-Radiotreff 88,0 (UKW)
  • radio 98eins (UKW)
  • Welle Kummerower See (UKW)
  • Radio MSP (UKW)

Internetradio

Zu den Webradios aus Mecklenburg-Vorpommern zĂ€hlen in alphabetischer Reihenfolge: Ostseemelodie aus Schwerin, Radio Hagenow, Radio MSP aus Neustrelitz, Radio Nordland aus Leopoldshagen und Webradio Powerplay aus Rostock. Daneben verfĂŒgen die meisten terrestrisch verbreiteten Radiostationen ĂŒber Streams, die auf den jeweiligen WebprĂ€senzen ĂŒbertragen und empfangen werden können.

Fernsehen

Die öffentlich-rechtlichen und privaten Fernsehsender können ĂŒber Kabel und Satellit empfangen werden. Einige öffentlich-rechtliche Sender werden zudem terrestrisch ĂŒber DVB-T ausgestrahlt. Das NDR Fernsehen ist der ĂŒberregionale TV-Sender des Norddeutschen Rundfunks, der neben Hamburg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Bremen auch Mecklenburg-Vorpommern mit regionalen Informationen versorgt. Das Landesprogramm des NDR Fernsehens ist das Nordmagazin. Im September 2012 ging mit MV1 das erste landesweite Privatfernsehen auf Sendung.

Es gibt einzelne Fernsehsender, die lokal oder regional auf ein bestimmtes Gebiet beschrĂ€nkt senden können. Das lokale Angebot wird von privaten und offenen TV-Stationen betrieben. Folgende lokale, offene und private TV-Sender können derzeit ĂŒber Kabel und teilweise ĂŒber Internet im Stream als Internet TV empfangen werden:

  • Anklam TV – Anklam und Vorpommern-Greifswald
  • aveo – Mein Fernsehen – Schwerin und Umgebung
  • FAS – Fernsehen am Strelasund – Stralsund
  • Fernsehen in Schwerin – Schwerin
  • Greifswald TV – Greifswald
  • GĂŒstrow TV – GĂŒstrow
  • MV1
  • Neu.Eins – Neubrandenburg und Umgebung
  • Peene TV – Demmin und Umgebung
  • rok-tv – Rostock
  • tv.rostock – Rostock
  • RĂŒgen TV – RĂŒgen
  • Wismar TV
  • Wolgast TV – Wolgast und teilweise Insel Usedom
  • Grimmen TV – Grimmen

Film

Mecklenburg-Vorpommern ist ein beliebtes Panorama fĂŒr deutsche und internationale Filmproduktionen. Die Filmland M-V gGmbH ist der Ansprechpartner und zugleich Koordinator fĂŒr die Filmbranche. Das Land Mecklenburg-Vorpommern fördert durch die Verleihung des Medienkompetenzpreises beim FiSH u. a. junge Filmproduktionen. Das Filmkunstfest Mecklenburg-Vorpommern ist das wichtigste Filmfest des Landes und ist eines der grĂ¶ĂŸten Publikumsfestivals Deutschlands, bei dem der Fliegende Ochse als Hauptpreis verliehen wird (siehe auch Filmveranstaltungen).

Bekannte Schauspieler aus Mecklenburg-Vorpommern sind u. a. Matthias Schweighöfer (gebĂŒrtiger Anklamer), Nadja Uhl (Stralsunderin), Charly HĂŒbner (Neustrelitzer), Katrin Sass (Schwerinerin), David C. Bunners (Neubrandenburger), Tim Wilde (Stralsunder), Jule Böwe (Rostockerin), Devid Striesow (RĂŒganer), Hinnerk Schönemann (Rostocker) und Anne-Catrin MĂ€rzke (Parchimerin).

MV als Filmkulisse

Ein Filmklassiker ist der 1922 veröffentlichte Horrorfilm Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens, in dem der Hauptort durch Wismar dargestellt wird. Die Insel Usedom diente dem Loriot-Film Pappa ante portas als Kulisse. Die Fernsehserien Ein Bayer auf RĂŒgen und Hallo Robbie! machten das Land und die Insel RĂŒgen in ganz Deutschland bekannt. Der mit der Goldenen Palme prĂ€mierte Kinofilm Das weiße Band von 2009 spielt zum Teil in MV, ebenso wie der vielfach ausgezeichnete Thriller Der Ghostwriter von 2010. Im Sat.1-Fernsehfilm Die Grenze von 2010 spaltet sich Mecklenburg-Vorpommern, inzwischen von radikalen Linken regiert, von der Bundesrepublik Deutschland ab und existiert als „Demokratische Sozialistische Republik Mecklenburg-Vorpommern“ als unabhĂ€ngiger Staat weiter. Auch die Filme Die Gustloff und Die Jagd nach dem Schatz der Nibelungen spielen zum Teil an Standorten in Mecklenburg und Vorpommern. DarĂŒber hinaus gibt es zahlreiche Krimi-Filme und -Reihen, die SchauplĂ€tze in Mecklenburg-Vorpommern verwenden, u. a. der Polizeiruf 110 aus Rostock (der allerdings in großen Teilen in Hamburg aufgenommen wird), die ZDF-Samstagskrimireihe Stralsund, Der Usedom-Krimi von der Insel Usedom und SOKO Wismar.

Programmkino

Neben Multiplexkinos mit mehreren SĂ€len in den grĂ¶ĂŸeren StĂ€dten und vereinzelten privaten Kinos gibt es den in Europa einmaligen Verband der kulturellen Kinos und Filmklubs, den Filmkommunikation-Landesverband Mecklenburg-Vorpommern, in dem fast alle Programmkinos (wie das Li.Wu Rostock im Frieda 23, das LatĂŒcht Neubrandenburg oder die BasisKulturfabrik Neustrelitz) und Filmklubs des Landes organisiert sind. Durch seine Struktur mit Abspielringen und mobilem Kino ermöglicht er selbst kleinen Orten anspruchsvolles Kino, hĂ€ufig ehrenamtlich organisiert und als eine der wenigen KulturstĂ€tten vor Ort.

Sport

Der Landessportbund Mecklenburg-Vorpommern mit Sitz in Schwerin ist seit 1990 der Dachverband des organisierten Sports in Mecklenburg-Vorpommern. Die Sportjugend MV ist seine Jugendorganisation. Das Land hat eine Reihe von Weltmeistern und Olympiasiegern in verschiedenen Sportarten hervorgebracht, etwa die erfolgreichen Fußballvereins- und Nationalspieler Toni Kroos und Tim Borowski, die Radfahrer Jan Ullrich und AndrĂ© Greipel, den Ruderer Hannes Ocik, sowie den Triathleten und Ironman Andreas Raelert, als auch Sportler des SC Neubrandenburg wie den Kanuten Andreas Dittmer, die Kugelstoßerin Astrid Kumbernuss und die Sprinterin Katrin Krabbe. Der FC Hansa Rostock spielte ĂŒber 12 Jahre in der 1. Fußball-Bundesliga und ist die bislang erfolgreichste Mannschaft aus dem ehemaligen Ostteil Deutschlands. Daneben hat das Land u. a. erfolgreiche Sportler und Vereine im Volleyball, Handball, Reiten, Motorsport, im Boxen und in weiteren Sportarten vorzuweisen. Historisch wirkte im Land u. a. Friedrich Ludwig Jahn, 1802 bis 1804 Sport- und Hauslehrer in Neubrandenburg und BegrĂŒnder der Turnbewegung. Der TSV 1814 Friedland ist der Ă€lteste Sportverein Deutschlands.

Ballsportarten

Fußball

Der FC Hansa Rostock spielt in der Saison 2018/19 in der 3. Liga im Profifußball der Herren. Die 1965 gegrĂŒndete Mannschaft ist mit zwölf Bundesligasaisons die erfolgreichste Mannschaft nach der Wende aus der DDR und hat eine der grĂ¶ĂŸten Fangemeinden unter allen deutschen Teams.

In der fĂŒnftklassigen Oberliga spielen 2020/21 der Greifswalder FC, Hansa Rostock II, die TSG Neustrelitz, der MSV Pampow, der Torgelower FC Greif und der Rostocker FC. Der Landesfußballverband MV organisiert die Verbandsliga MV und richtet alljĂ€hrlich den MV-Pokal aus, der Sieger nimmt am DFB-Pokal teil.

Im Beachsoccer (Strandfußball) sind die Rostocker Robben erfolgreich, sie wurden 2014 erster Landesmeister bei der MV-Beachsoccer-Tour und gewannen mehrere deutsche und internationale Turniere. Seit 2013 findet in Rostock-WarnemĂŒnde der bundesweite DFB-Beachsoccer-Cup statt. Zudem gibt es im Land Hallenfußball nach den Regeln des Futsal.

Volleyball

Die Volleyballmannschaft des Schweriner SC ist in der 1. Frauen-Bundesliga vertreten und zwölffacher deutscher Meister, zuletzt 2018. Die Frauen des 1. VC Stralsund und des VC Olympia Schwerin spielen in der Zweiten Frauen-Bundesliga. Bei den Herren spielt der SV WarnemĂŒnde in der 2. Bundesliga Nord. Der jĂ€hrliche Usedom-Beachcup gilt als weltweit teilnehmerstĂ€rkster Wettkampf im Beachvolleyball.

Handball

Der HC Empor Rostock und die Mecklenburger Stiere Schwerin spielen in der 3. Liga. Auch in der Handball-Oberliga spielen mehrere Teams aus Mecklenburg-Vorpommern.

Basketball

Im Basketball spielen die Rostock Seawolves seit der Saison 2018/19 in der oberen Staffel der 2. Basketball-Bundesliga, der ProA.

Eishockey

Die Eishockeymannschaft Rostock Piranhas spielt seit der Saison 2010/11 in der Eishockey-Oberliga Nord (3. Liga).

Hockey

Im Hallenhockey ist das jĂ€hrliche Höcker-Turnier in GĂŒstrow von bundesweiter Bedeutung.

Golf

Golf erfreut sich zunehmender Beliebtheit, vor allem durch die Schaffung neuer PlĂ€tze auch fĂŒr AnfĂ€nger. Der Golfverband Mecklenburg-Vorpommern hatte 2011 rund 13.500 Mitglieder, darunter etwa die HĂ€lfte aus anderen BundeslĂ€ndern und dem Ausland. Bedeutende Turniere finden u. a. auf dem WINSTONopen in Vorbeck bei Schwerin statt.

Weitere

Im Tischtennis richtet der TTSV 90 Neubrandenburg alljĂ€hrlich das „Tischtennis-Turnier der Tausend“ aus. Das Team UWR 071 Rostock spielt seit der Saison 2013/2014 in der 1. Bundesliga im Unterwasser-Rugby. Der Demminer Radballverein spielte von der Saison 2008/2009 bis 2013/2014 in der 2. Radball-Bundesliga. Seit der Saison 2018/2019 sind sie erneut zweitklassig. Die DBU koordiniert den Bereich Billard, MV gehört innerhalb dessen zum Norddeutschen Billard-Verband.

Wassersport

Segeln

An der OstseekĂŒste und auf den zahlreichen kleineren GewĂ€ssern wird Segelsport betrieben. Auf den meisten grĂ¶ĂŸeren GewĂ€ssern werden Regatten abgehalten. Große jĂ€hrliche Sportereignisse um den Segelsport sind die Hanse Sail und die WarnemĂŒnder Woche in Rostock. In Stralsund findet jeden Sommer das Hafenfest statt, in Wismar gibt es die Hafentage und in Sassnitz auf RĂŒgen Sail Sassnitz. In UeckermĂŒnde wird jĂ€hrlich die Haff Sail ausgerichtet. Im Binnenland ist die MĂŒritz Sail in Waren populĂ€r, auf dem Tollensesee in Neubrandenburg wird um das „blaue Band“ gesegelt. Der Segler-Verband Mecklenburg-Vorpommern mit Sitz in Rostock-WarnemĂŒnde betreut die meisten örtlichen Segelvereine.

Windsurfen und Kitesurfen

Die OstseekĂŒste und viele Seen eignen sich zum Windsurfen und Kitesurfen. Über 50 Surfspots sind etabliert, zudem zahlreiche Surfschulen.

Kanusport

Der Paddelsport ist im ganzen Land populĂ€r – Kanu-, Kajak- und Drachenbootvereine sind ĂŒberall prĂ€sent. Auch die Trendsportart Stehpaddeln erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Der Landeskanuverband MV hat seinen Sitz in Neubrandenburg. Dort findet auch alljĂ€hrlich die Outrigger-Regatta im Kanusport statt.

Schwimmen

Beim Stralsunder Sundschwimmen wird alljĂ€hrlich von ĂŒber tausend Schwimmern der Strelasund durchschwommen. Das MĂŒritzschwimmen ist ein Wettbewerb, der seit 1969 ausgetragen wird. Der Schwimmverband MV ist in Rostock angesiedelt und betreut neben den Schwimmern auch die Wasserspringer und Wasserballer.

Tauchen

Das Sporttauchen ist im gesamten Land sowohl in vielen Binnenseen als auch in der Ostsee möglich. Viele Tauchbasen bieten Schnuppertauchen, Tauchausbildung, gefĂŒhrte Touren und/oder AusrĂŒstung an.

Weitere Sportarten

Motorsport

Im Motorsport sind jĂ€hrlich wiederkehrende Höhepunkte das Internationale Bergringrennen auf dem Teterower Bergring zu Pfingsten, mit dem abendlichen Speedwayrennen um den Auerhahn-Pokal in der Bergring-Arena, das internationale Speedwayrennen um den Pfingstpokal in GĂŒstrow im Stadion an der Plauer Chaussee und in Stralsund die Speedway-Bundesliga und der Internationale Speedway-Ostseepokal. Die jĂ€hrlichen Stockcar-Rennen im „Hexenkessel“ von Grimmen, sowie in Sanitz (Wendorf) und Stavenhagen („Basepohler PS-Hölle“) erfreuen sich großer Beliebtheit bei Startern und Zuschauern. Im Motoball („Motorrad-Fußball“) sind der MSC Kobra Malchin und der MSC Jarmen erfolgreich.

Eine Wettbewerbsrallye ist der sommerliche ADAC Rallyesprint „Rund um den Bergring“ in Teterow. Oldtimerrallyes finden im ganzen Land statt, populĂ€r sind u. a. die Kaiser Classic Tour ĂŒber die Insel Usedom, die ĂŒber RĂŒgen fĂŒhrende RĂŒgenclassics und die von vielen Old- und Youngtimer-Fahrern genutzte ADAC Sunflower Rallye im Westen Mecklenburgs. Im Land gibt es mehrere Motorsport-Rennstrecken und Kartbahnen. Der Landes-Motorsport-Fachverband MV (LMFV) mit Sitz in Rostock koordiniert vor allem die AktivitĂ€ten in den Bereichen Motorrad- und Kartsport.

Kampfsport

Zu den populĂ€rsten Kampfsportarten in MV zĂ€hlen Boxen und Kickboxen, Judo, Jiu Jitsu und Karate. Der Boxverband MV hat ĂŒber 1500 Mitglieder, die Karateunion Mecklenburg-Vorpommern zĂ€hlt 37 Mitgliedsvereine. FĂŒr ein breites Publikum finden im Jahr mehrere Fight Nights mit verschiedenen Kampfsportarten statt. Mehrere WeltmeisterkĂ€mpfe im Boxen fanden unter anderem in der Sport- und Kongresshalle Schwerin und im Jahnsportforum Neubrandenburg statt. Einige bekannte Boxweltmeister kommen aus dem Land, dazu gehören Sebastian Sylvester und JĂŒrgen BrĂ€hmer. Der wohl berĂŒhmteste deutsche Boxer, Max Schmeling (1905–2005), wurde im damals uckermĂ€rkischen Klein Luckow geboren, das spĂ€ter zum Landesgebiet Mecklenburg-Vorpommerns kam. Bekannt sind auch die erfolgreichen Boxtrainer Fritz Sdunek (1947–2014) und Michael Timm (* 1962).

Reiten

Der Reitsport spielt in Mecklenburg-Vorpommern eine große Rolle und hat eine lange Tradition. Das LandgestĂŒt Redefin ist fĂŒr seine HengstzĂŒchtungen und die dortigen Paraden und Ausbildungen weltbekannt. AndrĂ© Thieme aus Plau am See gehört zu den erfolgreichsten Springreitern der Welt. Die Ostseerennbahn in Bad Doberan ist die Ă€lteste auf dem europĂ€ischen Festland. Der Pferdesportverband MV hat seinen Sitz in Rostock.

Radsport

Der Radsport ist in allen Altersgruppen populĂ€r. In Rostock gibt es eine Radrennbahn von 250 Metern LĂ€nge. Die Mecklenburger Seenrunde mit Start- und Zielpunkt in Neubrandenburg ist seit 2014 das grĂ¶ĂŸte Jedermannrennen in Deutschland und soll in den Folgejahren als europĂ€isches Radrennen etabliert werden, das Teil der UCI Europe Tour werden könnte.

LĂ€ufe

Der RĂŒgenbrĂŒckenlauf mit Marathon fĂŒhrt die Teilnehmer alljĂ€hrlich ĂŒber die RĂŒgenbrĂŒcke. Weitere populĂ€re Marathonstrecken fĂŒhren durch Rostock, um die MĂŒritz, um den Tollensesee, ĂŒber Usedom, den Darß und am Stettiner Haff entlang.

Luftsport

Luftsport ist vor allem außerhalb der Wintermonate populĂ€r, z. B. Kunstflug, Ultraleichtfliegen, Paragleiten und Drachensport. Neben den grĂ¶ĂŸeren FlugplĂ€tzen gibt es zahlreiche kleine Fliegerhorste und SegelfluggelĂ€nde, bei denen Übungsstunden absolviert werden können. Der Luftsportverband MV organisiert u. a. die jĂ€hrliche Flugrallye und die deutsche Meisterschaft im Motorflug am Flughafen Neubrandenburg.

SchĂŒtzensport

Über 180 SchĂŒtzenvereine koordiniert der LandesschĂŒtzenverband Mecklenburg-Vorpommern e.V. (LSV M-V) mit Sitz in Neubrandenburg.

Siehe auch

  • Persönlichkeiten (Mecklenburg-Vorpommern)
  • Mecklenburgische KĂŒche und Pommersche KĂŒche
  • Polizei Mecklenburg-Vorpommern

Literatur

Um eine vollstĂ€ndige Übersicht landeskundlicher Literatur bemĂŒht sich die Landesbibliographie MV.

  • Thomas Balzer, Siv Stippekohl: Atlas des Aufbruchs. Geschichten aus 25 Jahren Mecklenburg-Vorpommern. Ch. Links Verlag, Berlin 2015. ISBN 978-3-86153-847-9.
  • Hans-Christian Feldmann, Georg Dehio: Handbuch der Deutschen KunstdenkmĂ€ler. Mecklenburg-Vorpommern. 2., ĂŒberarbeitete und erweiterte Auflage. Deutscher Kunstverlag, Berlin u. a. 2016. ISBN 978-3-422-03128-9.
  • Ernst Eichler, Werner MĂŒhlmer: Die Namen der StĂ€dte in Mecklenburg-Vorpommern. Rostock 2002. ISBN 3-935319-23-1.
  • Gerhard Heitz; Henning Rischer: Geschichte in Daten. Mecklenburg-Vorpommern. MĂŒnchen u. a. 1995. ISBN 3-7338-0195-4.
  • Wolf Karge, Reno Stutz: Illustrierte Geschichte Mecklenburg-Vorpommerns. Hinstorff, Rostock 2008. ISBN 978-3-356-01284-2.
  • Landeskundlich-historisches Lexikon Mecklenburg-Vorpommern. Hrsg.: Geschichtswerkstatt Rostock und Landesheimatverband Mecklenburg-Vorpommern. Rostock 2007. ISBN 978-3-356-01092-3.
  • Mecklenburg-Vorpommern in alten Ansichten. Elektronische Ressource (CD-ROM mit hochauflösenden Bildern). Yorck Project, Gesellschaft fĂŒr Bildarchivierung, Berlin 2002. ISBN 3-936122-81-4.
  • Michael North: Geschichte Mecklenburg-Vorpommerns. Beck, MĂŒnchen 2008. ISBN 978-3-406-57767-3.
  • Grete Grewolls: Wer war wer in Mecklenburg und Vorpommern – das Personenlexikon. Hinstorff, Rostock 2011. ISBN 978-3-356-01405-1 (DVD: EPUB und PDF).
  • Gunnar MĂŒller-Waldeck: Der Wilde von den Sandwichinseln. Unterhaltsames ĂŒber Dichter, Denker, Strategen und Haudegen in Mecklenburg und Vorpommern. Edition Pommern, Elmenhorst/Vorpommern 2014. ISBN 978-3-939680-19-2.
  • Gunnar MĂŒller-Waldeck: Die Torte in der Landschaft. Unterhaltsame kulturgeschichtliche StreifzĂŒge um Dichter, literarische Orte und Landschaften in Mecklenburg und Vorpommern. Edition Pommern, Elmenhorst/Vorpommern 2018. ISBN 978-3-939680-42-0.
  • Mecklenburg-Vorpommern in Europa. Friedrich-Ebert-Stiftung MV, Schwerin 2019 (Digitalisat)

Hörbuch

  • Corinna Hesse: Mecklenburg-Vorpommern hören.erleben.entdecken. Eine Reise durch die Kultur und Geschichte in Mecklenburg-Vorpommern von der Eiszeit bis in die Gegenwart. Mit Musik von Stefan Weinzierl. Silberfuchs-Verlag, 2015. ISBN 978-3-940665-38-6.

Weblinks

  • Website des Landes Mecklenburg-Vorpommern
  • Landesrechts-Informationssystem von Mecklenburg-Vorpommern
  • Offizielles Tourismusportal von Mecklenburg-Vorpommern
  • Website der Initiative MV tut gut.
  • Invest in MV – Wirtschaftsfördergesellschaft Mecklenburg-Vorpommern
  • EU-Informationsportal fĂŒr Mecklenburg-Vorpommern
  • Landesbibliographie Mecklenburg-Vorpommern
  • Literatur von und ĂŒber Mecklenburg-Vorpommern im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek

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auch: Mecklenburg-West Pomerania
Wappen/Flagge: Mecklenburg-Vorpommern

ISO 3166-2:
Bezeichnung der Region: Bundesland

Fläche ca.: 23210.70 km²

Länge der Grenze ca.: km


Ausdehnung / Grenzen (dezimale Koordinaten nach WGS 84):
nördlichster Punkt: 54.684885
südlichster Punkt: 53.109846
westlichster Punkt: 10.59383
östlichster Punkt: 14.412257

 
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