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Gebirge in Uttar Pradesh: 1
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Region Informationen Region: Uttar Pradesh

Informationen:


Uttar Pradesh (Hindi à€‰à€€à„à€€à€° à€Șà„à€°à€Šà„‡à€¶ IAST Uttar Pradeƛ [ˈʊttʌr prʌˈdeːʃ]; Urdu ۧŰȘ۱ ÙŸŰ±ŰŻÛŒŰŽ; wörtlich: „nördlicher Bundesstaat“, kurz UP) ist ein indischer Bundesstaat mit einer FlĂ€che von 240.928 Quadratkilometer. Mit knapp 200 Millionen Einwohnern (VolkszĂ€hlung 2011) ist Uttar Pradesh Indiens bevölkerungsreichster Bundesstaat und die bevölkerungsreichste subnationale EntitĂ€t der Welt. Die Hauptstadt Uttar Pradeshs ist Lucknow (Lakhnau), die am meisten gesprochene Sprache ist Hindi.

Geografie

Lage und Ausdehnung

Uttar Pradesh liegt im Norden Indiens. Gemessen an der FlĂ€che ist Uttar Pradesh mit 240.928 Quadratkilometern (etwa so viel wie das Vereinigte Königreich) der viertgrĂ¶ĂŸte Bundesstaat Indiens. Nachbarbundesstaaten sind Bihar im Osten, Jharkhand und Chhattisgarh im SĂŒdosten, Madhya Pradesh im SĂŒden, Rajasthan im SĂŒdwesten, Haryana im Westen und Uttarakhand im Norden. Im Westen, von Uttar Pradesh und Haryana eingeschlossen, liegt ebenfalls das Hauptstadtterritorium Delhi. Im Nordosten befindet sich die Landesgrenze zu Nepal.

Das Gebiet von Uttar Pradesh liegt in der Gangesebene, dem tiefgelegenen Flachland zwischen dem Himalaya im Norden und dem Hochland von Dekkan im SĂŒden. Das Terrain ist Ă€ußerst flach und wird von zahlreichen großen FlĂŒssen durchflossen. Indiens lĂ€ngster und bedeutendster Strom, der Ganges, durchfließt Uttar Pradesh in LĂ€ngsrichtung. Die wichtigsten NebenflĂŒsse des Ganges in Uttar Pradesh sind die Yamuna, die parallel zum Ganges fließt, ehe sie sich in Prayagraj (Allahabad) mit ihm vereint, und die Ghaghara. Nur im Ă€ußersten SĂŒden hat Uttar Pradesh Anteil am höhergelegenen Vindhya-Plateau.

Bevölkerung

Bevölkerungsentwicklung

Aufgrund der hohen Geburtenrate im Bundesstaat liegt das Bevölkerungswachstum ĂŒber dem indischen Durchschnitt. Zwischen 2001 und 2011 wuchs die Einwohnerzahl um 20 Prozent und damit schneller als im indischen Durchschnitt (18 Prozent). Insgesamt wuchs die Bevölkerung von Uttar Pradesh (in den heutigen Grenzen) von ca. 60 Millionen im Jahr 1951 auf ca. 200 Millionen im Jahr 2011 an.

Demografie

Laut der indischen VolkszĂ€hlung 2011 betrĂ€gt die Einwohnerzahl Uttar Pradeshs 199.812.341. Uttar Pradesh ist mit Abstand der einwohnerstĂ€rkste Bundesstaat Indiens und zudem die einwohnerstĂ€rkste subnationale EntitĂ€t der Welt. WĂ€re Uttar Pradesh ein selbstĂ€ndiger Staat, wĂŒrde er in der Liste der LĂ€nder mit der grĂ¶ĂŸten Einwohnerzahl zwischen Indonesien und Brasilien an fĂŒnfter Stelle kommen. Mit 829 Einwohnern pro Quadratkilometer ist Uttar Pradesh sehr dicht besiedelt. Die Einwohnerdichte ist die vierthöchste aller indischen Bundesstaaten und liegt weit ĂŒber dem Landesmittel von 382 Einwohnern pro Quadratkilometer (zum Vergleich: in Deutschland leben 225 Menschen auf einem Quadratkilometer). Gleichwohl ist Uttar Pradesh grĂ¶ĂŸtenteils lĂ€ndlich geprĂ€gt: Nur 22 Prozent der Einwohner Uttar Pradeshs leben in StĂ€dten. Der Urbanisierungsgrad liegt damit unter dem gesamtindischen Durchschnitt von 31 Prozent. Das GeschlechterverhĂ€ltnis ist unausgeglichen: Auf 1000 MĂ€nner kommen 912 Frauen, wĂ€hrend der entsprechende Wert fĂŒr Gesamtindien 943 betrĂ€gt. Unter den 0- bis 6-JĂ€hrigen sind es sogar nur 902 (Indien: 919). 20,7 % der Bevölkerung gehörten 2011 den sogenannten Scheduled Castes an und nur 0,6 % den Scheduled Tribes (der Adivasi-Bevölkerung).

68 Prozent der Einwohner Uttar Pradeshs können lesen und schreiben (MÀnner 77 Prozent, Frauen 57 Prozent) Die Alphabetisierungsquote ist damit niedriger als der Landesdurchschnitt von 73 Prozent. Im Zeitraum von 2010 bis 2014 betrug die durchschnittliche Lebenserwartung 64,1 Jahre (der indische Durchschnitt betrug 67,9 Jahre). Die FertilitÀtsrate betrug 2,64 Kinder pro Frau (Stand: 2016) wÀhrend der indische Durchschnitt im selben Jahr bei 2,23 Kindern lag.

Sprachen

Die Hauptsprache Uttar Pradeshs ist Hindi, Indiens Nationalsprache und die am meisten gesprochene Sprache des Landes. Laut der VolkszĂ€hlung 2001 sprechen 91 Prozent der Einwohner des Bundesstaates Hindi als Muttersprache. Unter diese Zahl fallen auch die Sprecher verschiedener eng mit dem Hindi verwandter Regionalsprachen, die von der indischen Regierung als Hindi-Dialekte klassifiziert werden. Hierzu gehört etwa Bhojpuri, das insgesamt ĂŒber 30 Millionen Sprecher im Osten Uttar Pradeshs und angrenzenden Gebieten hat. Unter den Muslimen Uttar Pradeshs ist Urdu verbreitet, das bei der VolkszĂ€hlung von acht Prozent der Einwohner des Bundesstaats als Muttersprache angegeben wurde. Englisch ist wie ĂŒberall in Indien als Verkehrs- und Bildungssprache allgegenwĂ€rtig. Als Amtssprache Uttar Pradeshs dient Hindi. Zudem wird Urdu fĂŒr bestimmte Zwecke als zweite Amtssprache verwendet.

Religionen

Nach der VolkszĂ€hlung 2011 sind 80 Prozent der Einwohner Uttar Pradeshs Hindus. Daneben gibt es eine große muslimische Minderheit von 19 Prozent. Mit ĂŒber 38 Millionen Muslimen beheimatet Uttar Pradesh in absoluten Zahlen die grĂ¶ĂŸte muslimische Population aller indischer Bundesstaaten. Andere Religionen spielen eine untergeordnete Rolle: Sikhs (0,4 Prozent), Buddhisten (0,3 Prozent), Christen (0,2 Prozent), Jainas und Buddhisten (je 0,1 Prozent) stellen nur kleine Minderheiten dar.

GrĂ¶ĂŸte StĂ€dte

Anglisierte, veraltete oder nichtoffizielle Bezeichnungen stehen in Klammern. Die Einwohnerzahlen sind auf dem Stand der VolkszÀhlung 2011.

Geschichte

Auf dem Gebiet des heutigen Uttar Pradesh wurden menschliche Artefakte gefunden, die etwa 21.000 bis 31.000 Jahre alt sind. Ab etwa dem 4. Jahrtausend v. Chr. war das Gebiet im Einflussbereich der Indus-Kultur. Ab etwa dem Jahr 1500 v. Chr. brach mit der Einwanderung der IndoeuropÀer die Vedische Zeit an, in der sich der Hinduismus entwickelte. Uttar Pradesh spielt eine herausragende Rolle in der hinduistischen Mythologie. Nach der Legende regierte hier der Gottkönig Rama von seiner Hauptstadt Ayodhya aus. Krishna, der achte Avatar des Hindu-Gottes Vishnu soll in der Stadt Mathura in Uttar Pradesh geboren sein.

Die Herrschaft von Hindu-Königen wurde mit dem Einbruch des Islam in Nordindien beendet. Ab etwa 1200 gehörte Uttar Pradesh zum Sultanat von Delhi. Der letzte Sultan starb 1525 in der ersten Schlacht von Panipat, im Kampf gegen den zentralasiatischen Eroberer Babur, der zum BegrĂŒnder des Mogulreiches wurde. Die Gebiete des heutigen Uttar Pradesh wurden von der Britischen Ostindien-Kompagnie hauptsĂ€chlich zu Beginn des 19. Jahrhunderts von den Mogulkaisern erworben. Bis zum Jahre 1833 waren sie administrativ Teil der PrĂ€sidentschaft Bengalen, dann wurden sie als eigene Nordwestprovinzen konstituiert, wobei der Verwaltungssitz öfter zwischen Agra und Allahabad wechselte. Im Jahr 1877 wurde auch das 1857 annektierte Gebiet Avadh verwaltungsmĂ€ĂŸig angegliedert. 1902 wurden diese beiden Provinzen auch formell vereinigt und der Name in Vereinigte Provinzen von Agra und Avadh (United Provinces of Agra and Oudh, in Kurzform United Provinces) geĂ€ndert. Nach der indischen UnabhĂ€ngigkeit wurde das Gebiet schließlich in Uttar Pradesh umbenannt, wodurch die schon zuvor gebrĂ€uchliche AbkĂŒrzung UP erhalten blieb.

In jĂŒngster Zeit kam es im Bundesstaat wiederholt zu ZusammenstĂ¶ĂŸen zwischen Hindus und Moslems. Am 6. Dezember 1992 zerstörten militante Hindus die 400 Jahre alte Babri-Moschee in Ayodhya, um einen Tempel auf dem GelĂ€nde zu errichten. Bei den bewaffneten Auseinandersetzungen in den folgenden Monaten starben in ganz Indien Tausende von Menschen. Im Jahr 2003 wurden im Bundesstaat Uttar Pradesh Zehntausende radikaler Hindus festgenommen, die erneut fĂŒr die Errichtung des Tempels demonstriert hatten.

Im Jahr 2000 wurde der nordwestliche Teil Uttar Pradeshs, die Bergregionen im Himalaya, unter dem Namen Uttaranchal (seit 2007 Uttarakhand) zu einem eigenen Bundesstaat.

Politik

Politisches System

Die Legislative des Bundesstaates Uttar Pradesh besteht aus einem Zweikammernparlament. Das Unterhaus, die Legislative Assembly oder Vidhan Sabha hat 404 Abgeordnete, von denen 403 alle fĂŒnf Jahre durch Direktwahl bestimmt und einer als Vertreter der anglo-indischen Minderheit vom Gouverneur ernannt wird. Das Oberhaus, der Legislative Council oder Vidhan Parishad, hat 100 Mitglieder, von denen 38 durch das Unterhaus, 36 durch die Kommunen des Bundesstaates, zehn durch den Gouverneur sowie jeweils acht durch Lehrer und Hochschulabsolventen bestimmt werden. Das Parlament Uttar Pradeshs hat seinen Sitz in Lucknow.

Der Chief Minister (Regierungschef) des Bundesstaates Uttar Pradesh, wird vom Parlament gewÀhlt. An der Spitze des Bundesstaats steht jedoch der vom indischen PrÀsidenten ernannte Gouverneur (Governor). Seine Hauptaufgaben sind die Ernennung des Chief Ministers und dessen Beauftragung mit der Regierungsbildung.

Höchster Gerichtshof Uttar Pradeshs ist der Allahabad High Court mit Sitz in Prayagraj.

Parteien

Die Politik in Uttar Pradesh wurde in den Anfangsjahrzehnten der indischen Republik von der Kongresspartei dominiert. Dies Ă€nderte sich nachhaltig mit den 1990er Jahren. Seither spielten zwei kastenbasierten Regionalparteien eine fĂŒhrende Rolle: die Bahujan Samaj Party (BSP) vertrat die Dalits (Kastenlosen), und die Samajwadi Party (SP) hatte ihre AnhĂ€ngerschaft vor allem unter niederen Kasten wie den Yadav und Ahir, die in der Kastenhierarchie nur knapp ĂŒber den Dalits stehen, sowie den Muslimen. Ebenfalls eine wichtige politische Rolle spielte die hindunationalistische Partei Bharatiya Janata Party (BJP). Der Indische Nationalkongress verlor dagegen stark an AnhĂ€ngerschaft.

Die Wahl zur Vidhan Sabha im Februar 2012 gewann die Samajwadi Party. Sie errang 224 von 403 Sitzen und verfĂŒgt damit ĂŒber eine absolute Mehrheit. Die zuvor regierende Bahujan Samaj Party verlor deutlich und kam nur auf 79 Sitze. Die Bharatiya Janata Party stellts 47, die Kongresspartei 28 Abgeordnete. Ebenfalls im Parlament vertreten waren die kleineren Regionalparteien Rashtriya Lok Dal, Peace Party, Quami Ekta Dal, Apna Dal und Ittehad-E-Millait Council, die Nationalist Congress Party sowie sechs UnabhĂ€ngige. Chief Minister Uttar Pradeshs wurde ab dem 15. MĂ€rz 2012 Akhilesh Yadav von der Samajwadi Party. Bei der folgenden Wahl im Februar/MĂ€rz 2017 standen sich die BJP auf der einen Seite und eine Koalition aus Kongresspartei und Samajwadi Party gegenĂŒber. ZusĂ€tzlich kandidierten die Bahujan Samaj Party von Mayawati und eine Reihe von kleineren Parteien. Die Wahl endete mit einem umfassenden Sieg der BJP, die eine Dreiviertelmehrheit der Mandate errag. Alle anderen Parteien landeten weit abgeschlagen. Nach Bekanntgabe der Wahlergebnisse gab es eine fast zwei Wochen andauernde Phase der Ungewissheit, wer der neue Chief Minister werden wĂŒrde. Die BJP hatte den Wahlkampf ohne klaren Spitzenkandidaten gefĂŒhrt. Am 18. MĂ€rz 2016 gab die BJP bekannt, dass Yogi Adityanath, ein Hindu-Oberpriester im Gorakhnath-Tempel in Gorakhpur kĂŒnftiger Chief Minister werden solle. Die Entscheidung war in der Öffentlichkeit sehr umstritten, da Adityanath wiederholt durch kontroverse und polarisierende Äußerungen aufgefallen war. Der Wahlsieg der BJP wurde verschieden interpretiert. WĂ€hrend einige meinten, dass dieser letztlich der PopularitĂ€t von Premierminister Narendra Modi zuzuschreiben sei, Ă€ußerten andere die Ansicht, dass die Wahl Adityanaths zeige, dass die BJP einen stark polarisierenden Wahlkampf gefĂŒhrt habe und nun den aufgestachelten Emotionen der Hindu-Mehrheit Rechnung tragen mĂŒsse. Am 19. MĂ€rz 2017 wurde Adityanath als neuer Chief Minister Uttar Pradesh vereidigt.

Konzepte zur Aufteilung von Uttar Pradesh in mehrere Staaten

Die selbst fĂŒr indische VerhĂ€ltnisse enorme GrĂ¶ĂŸe und Bevölkerungszahl des Bundesstaates hat schon seit der GrĂŒndung der indischen Republik im Jahr 1950 zu Überlegungen gefĂŒhrt, ob Uttar Pradesh nicht in mehrere kleinere Einzelstaaten aufgeteilt werden solle, um eine bessere Verwaltung und bessere Regierbarkeit zu gewĂ€hrleisten. Im Jahr 1951 hatte Uttar Pradesh (damals noch mit dem spĂ€teren Uttarakhand) 60 Millionen Einwohner (16,7 % der indischen Bevölkerung), im Jahr 2011 waren es 200 Millionen Einwohner (16,5 % der indischen Bevölkerung). Das damit einhergehende relativ große politische Gewicht des Bundesstaats in der indischen Politik wurde traditionell insbesondere von den sĂŒdindischen Bundesstaaten mit Besorgnis gesehen. Schon 1955 schlug Bhimrao Ramji Ambedkar in einem kleinen Essay ‘Thoughts On Linguistic States’ die Aufteilung von Uttar Pradesh in drei Einzelstaaten mit jeweils etwa gleicher Bevölkerung und den HauptstĂ€dten Meerut, Kanpur und Allahabad vor. Beim States Reorganisation Act 1956 befĂŒrwortete K. Madhava Panikkar, eines der drei Mitglieder der States Reorganisation Commission, die Aufteilung von Uttar Pradesh in mindestens zwei Einzelstaaten, konnte sich mit dieser Ansicht aber nicht durchsetzen. Das Thema kam in den folgenden Jahrzehnten gelegentlich immer wieder auf, spielte aber in den politischen Debatten keine grĂ¶ĂŸere Rolle.

Am 16. November 2011 schlug die damalige Chief Ministerin Mayawati die Aufteilung Uttar Pradeshs in vier Einzelstaaten vor. Sie berief sich dabei ausdrĂŒcklich auf die frĂŒheren VorschlĂ€ge Ambedkars. Die vorgeschlagenen Einzelstaaten waren Avadh Pradesh, Purvanchal, Bundelkhand und Paschim Pradesh. Von politischen Beobachtern wurde der Vorschlag zumindest zum Teil auch als politischer Schachzug bewertet, mit dem Mayawati bei den Wahlen zum Parlament von Uttar Pradesh im Jahr 2012 um WĂ€hlerstimmen werben wollte. Am 21. November 2011 verabschiedete das Parlament von Uttar Pradesh, in dem Mayawatis Bahujan Samaj Party (BSP) ĂŒber die Mehrheit verfĂŒgte, eine Resolution, in der die Aufteilung Uttar Pradeshs entsprechend Mayawatis Vorschlag gefordert wurde. Von anderen im Parlament vertretenen Parteien wurde der Vorschlag von der kleinen Rashtriya Lok Dal, der BJP und der Kongresspartei unterstĂŒtzt. Nach der indischen Verfassung muss fĂŒr die Schaffung neuer Bundesstaaten ein Verfassungszusatz mit der Mehrheit des indischen Parlaments verabschiedet werden. Die indische Zentralregierung unter Premierminister Manmohan Singh (Kongresspartei) verhielt sich zunĂ€chst abwartend und ein Sprecher der Kongresspartei bezeichnete Mayawatis Vorschlag als „politischen Opportunismus“. Kritisiert wurde vor allem, dass es ĂŒberhaupt keine Debatte ĂŒber die VorschlĂ€ge gegeben habe. Die Parlamentswahl in Uttar Pradesh ging fĂŒr Mayawatis BSP verloren und an ihrer Stelle kam die rivalisierende Samajwadi Party an die Macht, die das Thema nicht weiter verfolgte. Vor der Parlamentswahl 2017 kĂŒndigte Mayawati erneut im Wahlprogramm ihrer Partei an, dass sie das Projekt im Falle ihres Wahlsieges wieder aufgreifen werde. Das Thema spielte aber im Wahlkampf keine grĂ¶ĂŸere Rolle und die Wahl ging erneut fĂŒr die BSP verloren.

Die Hauptargumente der BefĂŒrworter einer Aufteilung sind die, die klassischerweise fĂŒr eine Devolution der Staatsgewalt vorgebracht werden. Eine dezentralisierte Verwaltung soll eine bessere Entwicklung der einzelnen Landesteile gewĂ€hrleisten. Allerdings wurden auch kritische Stimmen laut, die betonten, dass kleinere Bundesstaaten nicht automatisch eine bessere sozioökonomische Entwicklung gewĂ€hrleisteten, wie Beispiele aus der Vergangenheit gezeigt hĂ€tten.

Verwaltungsgliederung

Divisionen

Uttar Pradesh ist in 18 Divisionen unterteilt.

Distrikte

Der Bundesstaat Uttar Pradesh ist in 75 Distrikte unterteilt. Die letzte landesweite Datenerhebung (VolkszĂ€hlung) im Jahr 2011 wurde noch auf Basis der Einteilung in 71 Distrikte durchgefĂŒhrt. Seither kamen die Distrikte Amethi (2010), Hapur (2011), Shamli (2011) und Sambhal (2012) hinzu.

*) Nach der VolkszĂ€hlung 2011 neu gegrĂŒndet, Zahlen liegen nicht vor.
**) Nach der VolkszÀhlung 2011 durch Abspaltung neuer Distrikte verkleinert, Zahlen beziehen sich auf den Distrikt in den Grenzen von 2011.

Kommunale Selbstverwaltung

Ende 2014 gab es in Uttar Pradesh 14 Municipal Corporations (Nagar Nigam).

Municipal Corporations:

Wirtschaft

Uttar Pradesh zĂ€hlt zu den Ă€rmsten Bundesstaaten Indiens und ist immer noch grĂ¶ĂŸtenteils landwirtschaftlich ausgerichtet. Die Böden der fruchtbaren Gangesebene ermöglichen mancherorts zwei Ernten pro Jahr. Im Bundesstaat herrscht eine erhebliche UnterbeschĂ€ftigung und die Erwerbsquote ist vergleichsweise niedrig. Bei der VolkszĂ€hlung 2011 wurden 65.814.715 Personen (32,9 % der Gesamtbevölkerung) als erwerbstĂ€tig (workers) gezĂ€hlt. 15.967.953 (24,3 %) von diesen waren Frauen. Von den Arbeitenden wurden 21.179.223 Personen (knapp ein Drittel) als gering arbeitend (marginal workers) klassifiziert.

In den Jahren 1998 bis 2014 betrug das durchschnittliche jÀhrliche Wirtschaftswachstum Indiens 6,39 %. In Uttar Pradesh lag es dagegen nur bei 5,29 %.

Mit einem Wert von 0,566 erreicht Uttar Pradesh 2015 den 28. Platz unter den 29 Bundesstaaten Indiens im Index der menschlichen Entwicklung. Nur Bihar erreichte eine noch schlechtere Platzierung.

Bedeutende HandelsstĂ€dte neben der Landeshauptstadt Lucknow sind Muradabad (bekannt fĂŒr das Metallhandwerk), Varanasi (fĂŒr Saris und Seide), Mirzapur (fĂŒr die Teppichindustrie der Umgebung), Kanpur und Agra (beide fĂŒr Lederwaren). Als IndustriestĂ€dte gelten Prayagraj und Noida.

Gesundheit

In den Distrikten Etawah, Banda und Lalitpur sind mittlerweile (2007) mehr als 1 Prozent der Schwangeren mit HIV infiziert.

SehenswĂŒrdigkeiten

Touristische Hauptanziehungspunkte in Uttar Pradesh sind die Stadt Agra mit dem Mausoleum Taj Mahal und dem Roten Fort, sowie die StĂ€dte Varanasi und Fatehpur Sikri. Zunehmend auch Kushinagar, einer der vier großen buddhistischen Pilgerorte.

Weblinks

  • Offizielle Webseite der Regierung von Uttar Pradesh (englisch)

Einzelnachweise



Quelle: Wikipedia

 

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auch: United Provinces

ISO 3166-2:
Bezeichnung der Region: State

Fläche ca.: 240262.40 km²

Länge der Grenze ca.: km


Ausdehnung / Grenzen (dezimale Koordinaten nach WGS 84):
nördlichster Punkt: 30.359952
südlichster Punkt: 23.915682
westlichster Punkt: 77.109187
östlichster Punkt: 84.695508

 
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