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Gebirge Karte: Asien

Gebirge Lage und Zugehörigkeit

Zugehörigkeit: Asien
Untergruppen:
 

Gebirge Informationen zur Gebirgsgruppe: Asien

Informationen zur Lage und Bezeichnung:


ausführliche Beschreibung:

Asien, Teil von Eurasien, ist mit rund 44,6 Millionen Quadratkilometern, etwa einem Drittel der gesamten Landmasse, der flĂ€chenmĂ€ĂŸig grĂ¶ĂŸte Erdteil. Mit ĂŒber vier Milliarden Menschen, mehr als der HĂ€lfte der Weltbevölkerung, ist dieser Erdteil auch der einwohnerstĂ€rkste. Es gibt 47 international anerkannte Staaten Asiens.

Menschheitsgeschichtlich spielte Asien frĂŒh eine wichtige Rolle. Hier entstanden bereits um 900 v. Chr. mit dem Neuassyrischen Reich oder 500 v. Chr. mit dem noch grĂ¶ĂŸeren AchĂ€menidenreich die ersten Großreiche.

Etymologie

Das Wort „Asien“ geht ĂŒber das lateinische Asia auf griechisch áŒˆÏƒÎŻÎ± (AsĂ­a) zurĂŒck. Über die weitere Herkunft kann bis heute nur spekuliert werden. Angenommen wird meist eine Herkunft vom assyrischen assu „Sonnenaufgang, Osten“. Der Name AsĂ­a wĂŒrde demnach eine östliche Region benennen, die in der Richtung des Sonnenaufgangs liegt, und entsprĂ€che darin dem lateinischen Wort Orient oder dem deutschen „Morgenland“. Die frĂŒhen Griechen nannten zunĂ€chst nur die Landmasse Kleinasiens Asien, woraus sich spĂ€ter auch der Name der römischen Provinz Asia ergab. Von Plinius dem Älteren (Naturalis historia, um 77 n. Chr.) wurde der Name dann auch auf den grĂ¶ĂŸeren Kontinent bezogen. Langfristig wurde so das alte Asia zu Asia minor.

In der griechischen Mythologie war Asia der Name einer Okeanide (oder auch Mutter einer solchen bei Hesiod), nach der wiederum die geographische Region benannt worden sein sollte. Nach Aischylos (PromētheĂșs desmáč“tēs, um 470 v. Chr.) ist sie zudem die Gattin des Titanen Iapetos und Mutter des Prometheus, nach Herodot (Historien, 5. Jahrhundert v. Chr.) dessen Gattin.

Im heutigen allgemeinen Sprachgebrauch beziehen sich die Begriffe asiatisch und Asiaten vor allem auf Dinge und Menschen ost- oder sĂŒdostasiatischer Herkunft, so beispielsweise in Bezug auf KĂŒche, Philosophie oder Architektur, bisweilen unter dem Einschluss Indiens, wĂ€hrend sich die Begriffe nur sehr selten auch auf die LĂ€nder westlich von Indien beziehen. WĂ€hrend Westasien schon seit dem Altertum in engem Kontakt mit Europa stand, war dies mit Ostasien nicht der Fall, sodass diese Region in Europa ĂŒber Jahrhunderte den Inbegriff von Fremdheit darstellte, auch da sich LĂ€nder wie China und Japan gegenĂŒber der Außenwelt abgrenzten und nur begrenztes Interesse an Austausch zeigten (vgl. Sinozentrismus, Abschließung Japans).

Geographie

Asien ist der grĂ¶ĂŸte Kontinent der Erde. Mit ca. 44,6 Millionen Quadratkilometer FlĂ€che (ohne Russland 31,7 Millionen Quadratkilometer) umfasst er rund ein Drittel der gesamten Landmasse. Gemeinsam mit Europa wird Asien auch als Teil des Großkontinents Eurasien betrachtet.

Die kontinentale Landmasse liegt ganz in der östlichen HemisphĂ€re und nördlich des Äquators mit Ausnahme der sĂŒdöstlichsten Inseln im Malaiischen Archipel, die sich auf der SĂŒdhalbkugel der Erde befinden. Die Tschuktschen-Halbinsel in Ostsibirien liegt zwar östlich des 180. Breitengrades, es gilt aber die östliche Zeit +12h.

Ausdehnung

Asien wird im Norden vom Arktischen Ozean, im Osten vom Pazifischen Ozean und im SĂŒden vom Indischen Ozean begrenzt.

Asien hat im Westen gegenĂŒber Europa keine eindeutige geographische oder geologische Grenze. Die hĂ€ufigste Definition der Grenze zu Europa von Nord nach SĂŒd: das Ural-Gebirge, der Ural-Fluss, das Kaspische Meer, der Kaukasus bzw. die Manytschniederung, die SĂŒdkĂŒste des Schwarzen Meeres sowie der Bosporus, das Marmarameer und die Dardanellen. Von der Barentssee bis zum Schwarzen Meer ist diese Grenze rund 2700 km lang.

Mit Afrika ist Asien nördlich des Roten Meeres ĂŒber die Halbinsel Sinai (Landenge von Sues, 145 km breit) verbunden.

Im Nordosten liegen die Festlandmassen von Asien und Nordamerika an der Beringstraße etwas mehr als 80 km voneinander entfernt. Im SĂŒdosten bildet der Malaiische Archipel die Verbindung zu Australien. Den sĂŒdlichsten Punkt bildet die indonesische Insel Pamana.

Der nördlichste Festlandspunkt Asiens und der Erde ist Kap Tscheljuskin auf der Taimyrhalbinsel (77° 43â€Č 21″ N), der östlichste Punkt Kap Deschnjow auf der Tschuktschen-Halbinsel (169° 39â€Č 7″ W). Von dort bis zum westlichsten Punkt Asiens, dem Kap Baba in Kleinasien (26° 3â€Č 50″ O), sind es 8.223 km Luftlinie. Der sĂŒdlichste Festlandspunkt des asiatischen Kontinents ist das Kap Tanjung Piai auf der Malaiischen Halbinsel (1° 15â€Č 57″ N).

Gliederung

Zur regionalen Gliederung Asiens gibt es verschiedene AnsĂ€tze. Die folgende Unterteilung in Regionen wird neben anderen von der UN-Statistikbehörde UNSD verwendet. Diese Einteilung Asiens in Regionen durch die Vereinten Nationen geschieht ausschließlich aus statistischen GrĂŒnden und impliziert keine Annahme ĂŒber politische oder sonstige Zugehörigkeiten der LĂ€nder und Gebiete.

  • Nordasien
  • Zentralasien
  • Vorderasien (Westasien)
  • SĂŒdasien
  • Ostasien
  • SĂŒdostasien

In mancher Veröffentlichung werden diese Grenzen variiert, je nach Ziel, Thema und Hintergrund, fĂŒr die eine Aufteilung verwendet wird. FrĂŒher war Afghanistan Zentralasien zugeordnet, jetzt zu SĂŒdasien. DarĂŒber hinaus gibt es auch alternative bzw. zusĂ€tzliche Unterteilungen bzw. Überschneidungen, beispielsweise fĂŒr Nordostasien.

Flora und Fauna

Die wichtigsten Vegetationszonen oder Ökozonen (von Nord nach SĂŒd):

  • Baumlose Tundra nördlich des Polarkreises. Die wichtigsten Tiere fĂŒr die nomadisch lebenden Bewohner wie diejenigen der Nenzen sind die Rentiere.
  • WĂ€lder der gemĂ€ĂŸigten Zone, darunter der boreale Nadelwald (Taiga) in Sibirien etwa zwischen Polarkreis und Verlauf der Transsibirischen Eisenbahn sowie LaubwĂ€lder etwa im Fernen Osten und im Gebiet des Kaspischen Meers. Die vielfĂ€ltige Fauna hat (historische) Bedeutung fĂŒr die Jagd, neben Ackerbau und der Viehzucht hat auch die Holznutzung Bedeutung. Hier leben z. B. die seltenen Amurtiger und Amurleoparden, dazu Hirsche, Wildschweine, Luchse und BĂ€ren.
  • Kontinentale Graslandschaften oder Steppen. Zu den Tierarten, die diese Steppen natĂŒrlicherweise bewohnen, zĂ€hlen Wildpferde, Saiga-Antilopen, Mongoleigazellen, Wölfe und Ziesel.
  • Vegetationsarme, felsige Gebirgslandschaften und WĂŒstenlandschaften. Hochlandklima mit großen Tagestemperaturschwankungen und viel Sonnenschein. Die Gebirge werden von zahlreichen Gebirgsweidetieren wie Steinböcken, Goralen, Serauen und Wildschafen bevölkert. Der wichtigste PrĂ€dator der zentralasiatischen Gebirge ist der Schneeleopard. Die WĂŒstengebiete sind Heimat von Halbeseln, Wildkamelen, Geparden und Gazellen.
  • Tropische Savannengebiete und TrockenwĂ€lder, vorzugsweise auf dem Indischen Subkontinent, aber auch in SĂŒdostasien. Charakteristische Großtiere sind Löwen, Hirschziegenantilopen, Nilgauantilopen und verschiedene Hirsche.
  • Tropische RegenwĂ€lder. Nach der Rodung folgt als nĂ€chster Zerstörungsschritt hĂ€ufig der Anbau von Monokulturen wie Palmöl-Plantagen, z. B. in Sabah (Malaysia) auf Borneo.
  • Tropische Monsungebiete wie das Mekongdelta: Hier dominieren der Reisanbau und als Nutztiere GeflĂŒgel und Schweine sowie der Fischfang.

Superlative

Asien weist eine Reihe globaler geographischer Superlative auf:

  • das bevölkerungsreichste Land: China
  • den grĂ¶ĂŸten Anteil am weltweit flĂ€chenmĂ€ĂŸig grĂ¶ĂŸten Land: Russland. Dieser Anteil Russlands selbst ist grĂ¶ĂŸer als das weltweit zweitgrĂ¶ĂŸte Land Kanada.
  • die höchste Gebirgskette: Himalaya, alle Berge ĂŒber 8000 Meter Gipfelhöhe
  • den tiefsten und Ă€ltesten Binnensee: den Baikal
  • den grĂ¶ĂŸten Binnensee: das Kaspische Meer
  • das tiefstgelegene GewĂ€sser: das Tote Meer

Es ist der Erdteil mit der verschiedenartigsten Vegetation, wechselnd vom Permafrostboden Sibiriens bis hin zum Dschungel SĂŒdostasiens. Neben den Extremen Tundra, WĂŒste und tropischer Regenwald sind auch alle anderen auf der Erde vertretenen Vegetationszonen in Asien zu finden.

Eine weitere Besonderheit sind die meisten interkontinentalen Staaten der Erde, mit sowohl asiatischen Landesteilen als auch Territorien in anderen Erdteilen. Dazu gehören Russland, Kasachstan, Indonesien, Japan, Ägypten und die TĂŒrkei.

Geschichte

Asien ist die Wiege zahlreicher Kulturen, beispielsweise in China, in Japan, in Indien, in Iran sowie Babylonien und Assyrien in Vorderasien. Alle sogenannten Weltreligionen sind in Asien entstanden.

Asien und Europa verbindet eine lange Tradition an Kriegen (beispielsweise Alexander der Große, die Perserkriege, die KreuzzĂŒge, die EinfĂ€lle der Hunnen und der TĂŒrken) und an Entdeckungsreisen (beispielsweise Sven Hedin), aber auch viele wichtige Handelsverbindungen, wie zum Beispiel die Seidenstraße.

Asien ist von jeher von Großreichen geprĂ€gt und nicht so zersplittert wie Europa. Die chinesische Kultur hat in der Welt, vor allem jedoch in Ostasien, ihre Spuren hinterlassen (Papier, Buchdruck, Kompass, Seide, Porzellan u. v. m.). Aus Indien hat sich der Buddhismus verbreitet. Nordasien (insbesondere Sibirien) blieb lange Zeit nahezu unbesiedelt, erst als sich das Russische Reich weiter ausdehnte, wurden dort grĂ¶ĂŸere StĂ€dte gegrĂŒndet. Zentralasien war traditionell die Heimat von Steppenvölkern (Reitervölker), (beispielsweise den Mongolen), die in frĂŒheren Zeiten eine Bedrohung fĂŒr Europa darstellten. Vorderasien ist seit dem 7. Jahrhundert vom Islam geprĂ€gt und hat einen stark prĂ€genden Einfluss auf Nordafrika gehabt.

Bevölkerung

Entwicklung der Bevölkerung Asiens (in Milliarden; ohne Russland, mit TĂŒrkei)

In Asien leben rund vier Milliarden Menschen, was etwa 60 % der Erdbevölkerung entspricht. Sowohl in Indien als auch in der Volksrepublik China leben je ĂŒber eine Milliarde Menschen. WĂ€hrend vor allem Russland und die Mongolei sehr dĂŒnn besiedelt sind, kĂ€mpfen andere LĂ€nder mit den Auswirkungen ihrer Bevölkerungsexplosion.

Gesundheit und Lebenserwartung korrelieren mit dem Wohlstand der Nationen. Höherer Lebensstandard bedeutet auch mehr Ressourcen fĂŒr die eigene wie fĂŒr die Volksgesundheit.

Die Bewohner von Macau, Singapur, Hongkong und Japan erreichen unter den Asiaten das höchste Durchschnittsalter. Saudi-Arabien, Vereinigte Arabische Emirate, Brunei, China, Malaysia, Thailand, Philippinen und Indonesien liegen mit der Lebenserwartung weltweit etwa im Mittel. Die kĂŒrzeste Lebenserwartung in Asien haben Menschen in Indien, Bangladesch, Myanmar, Kambodscha, Laos, Bhutan und Afghanistan.

Malaria ist in SĂŒdasien und SĂŒdostasien verbreitet. Es gibt noch kein effektives Impfmittel gegen Malaria. Durch Insektensprays könnte die Verbreitung etwas eingedĂ€mmt werden, diese sind aber fĂŒr große Teile der betroffenen Bevölkerung zu teuer.

AIDS ist weit verbreitet. Besonders in Russland, Indien, Nepal, Myanmar, Thailand, Kambodscha, Vietnam und Malaysia tritt das HI-Virus vermehrt auf. Dagegen sind in Japan, der Mongolei, Sri Lanka, Bangladesch, Bhutan, Afghanistan, Turkmenistan und in Vorderasien nur relativ wenige Menschen an AIDS erkrankt. Diese Angaben sind aber mit Vorsicht zu betrachten, da die HIV-Infektionsrate als Durchschnittswert auf das ganze Land bezogen ist, aber vor allem in den GroßstĂ€dten gehĂ€uft auftritt.

Sprachen

In Asien werden viele hundert einzelne Sprachen gesprochen. Zu den bedeutenden Sprachfamilien und Sprachgruppen gehören (Auswahl):

Siehe auch Abschnitt Eurasien: Europa und asiatisches Festland im Artikel Sprachfamilien der Welt.

Wirtschaft

Nach der Einteilung in Nordasien (Russland), Westasien (W), Zentralasien (Z), SĂŒdasien (S), SĂŒdostasien (SO) und Ostasien (O) ergibt sich folgendes Bild:

  • In Asien gibt es nach Afrika die meisten EntwicklungslĂ€nder. Dazu gehören Vietnam (SO), Kambodscha (SO), Laos (SO), Myanmar (SO), Bangladesch (S), Bhutan (S), Nepal (S), Pakistan (S), Afghanistan (S), Tadschikistan (Z), Usbekistan (Z), Kirgisistan (Z), Georgien (W), Armenien (W), Aserbaidschan (W), Jemen (W), die Mongolei (O) sowie (noch) die Volksrepublik China (O) und Indien (S).
  • Zu den ins Industriezeitalter „eingekauften“ LĂ€ndern gehören die Erdöl fördernden Staaten Iran (S), Irak (W), Kuwait (W), Saudi-Arabien (W) und die Vereinigten Arabischen Emirate (W).
  • Als Industrienationen gelten Japan (O), Singapur (SO), die Republik China (Taiwan) (O), SĂŒdkorea (O), Israel (W), und die beiden zur Volksrepublik China (O) gehörenden Sonderverwaltungszonen Hongkong und Macau. Diese LĂ€nder zĂ€hlen heute zu den weltweit fĂŒhrenden LĂ€ndern in Bereichen der Hochtechnologie. Auch Malaysia (SO) unternimmt erfolgreich Anstrengungen, an die Spitze aufzuschließen.
  • Das reichste Land der Welt, Katar (W), liegt in Asien.

Industrienationen

Sowohl gemessen am Wechselkurs-basierten Bruttoinlandsprodukt als auch in KaufkraftparitĂ€t ist China die grĂ¶ĂŸte Volkswirtschaft Asiens und die zweitgrĂ¶ĂŸte weltweit. In Asien folgen die Staaten Japan, Indien und SĂŒdkorea. Die Wirtschaft Japans war ĂŒber Jahrzehnte die am stĂ€rksten wachsende Volkswirtschaft Asiens. WĂ€hrend Japans wirtschaftliche Lage sich seit den 1990er-Jahren verschlechterte, weisen China und Indien im selben Zeitraum ein, im globalen Vergleich, ĂŒberdurchschnittliches Wirtschaftswachstum von mehr als 10 bzw. 7 Prozent pro Jahr auf. Japan hat aber die Rolle der fĂŒhrenden Wirtschaftsnation Asiens 2010 an China abgegeben. Dennoch ist es die fĂŒhrende Industrienation Asiens und (neben dem grĂ¶ĂŸtenteils zu Europa gezĂ€hlten Russland) das einzige Land des Kontinents, das Mitglied der Gruppe der Acht fĂŒhrenden IndustrielĂ€nder ist. Bezogen auf die KaufkraftparitĂ€t hat auch Indien heute (2015) ein grĂ¶ĂŸeres BIP als Japan.

Tigerstaaten

Nach dem Zweiten Weltkrieg, verstĂ€rkt ab den 1960er-Jahren, war das wirtschaftliche Wachstum zunĂ€chst auf die LĂ€nder und Gebiete entlang der PazifikkĂŒste konzentriert, wovon vor allem Japan, SĂŒdkorea und Taiwan sowie die ehemaligen britischen Kolonien Hongkong und Singapur profitierten, die sich eng an die Wirtschaft der USA banden. In den 1980er-Jahren entwickelten sich mehrere Staaten in Ost- und SĂŒdostasien mit einem raschen Wirtschaftswachstum von SchwellenlĂ€ndern zu IndustrielĂ€ndern: die so genannten „Tigerstaaten“ Hongkong (damals noch eine Kronkolonie des Vereinigten Königreichs), Taiwan, Singapur und SĂŒdkorea. 1997/98 fand die rasante Hochkonjunktur in vielen dieser LĂ€nder mit der Asienkrise ihr Ende, die – von Thailand ausgehend – vor allem eine Finanz- und WĂ€hrungskrise war. Seitdem wĂ€chst die Wirtschaft dieser Staaten zwar weiter, aber das sehr hohe Wachstum von bis zu zehn Prozent hat sich auf fĂŒnf bis sechs Prozent abgeschwĂ€cht.

EntwicklungslÀnder

Weite Teile Asiens sind nach wie vor landwirtschaftlich geprÀgt, wobei insbesondere Reisanbau und Fischerei von Bedeutung sind.

Rohstoffarme Staaten oder durch Kriege und korrupte Regierungen zurĂŒckgeworfene Staaten wie Afghanistan, Bangladesch, Myanmar, Laos, Kambodscha, Vietnam sowie die ehemaligen Sowjetrepubliken in Zentralasien sind nach wie vor landwirtschaftlich entsprechend ihrer Topographie geprĂ€gt.

Die meisten heutigen zentral- und nordasiatische Staaten waren bis zu deren Zerfall 1990/91 Teil der Sowjetunion und somit planwirtschaftlich organisiert. Die Wirtschaft dieser LĂ€nder ist großteils von Landwirtschaft und Schwerindustrie bestimmt.

Rohstoffreichtum einiger Regionen wie etwa Erdöl und -gas im Gebiet des Kaspischen Meeres oder diejenigen in der Tundra von Sibirien gewinnen Bedeutung im sich weltweit verstĂ€rkenden Kampf um diese Ressourcen wobei Fluch und Segen fĂŒr die Bewohner hĂ€ufig nahe beieinander liegen (Umweltverschmutzung, Korruption und Kriege).

Golfstaaten

In SĂŒdwestasien ist vor allem die Erdölförderung der bestimmende Wirtschaftszweig. Die weltweit grĂ¶ĂŸten bekannten Reserven befinden sich auf der arabischen Halbinsel und in den umliegenden Regionen am persischen Golf, wobei das Königreich Saudi-Arabien ĂŒber die umfangreichsten Ölfelder verfĂŒgt. Weitere bedeutende FörderlĂ€nder sind Iran und Irak. Die flĂ€chenmĂ€ĂŸig kleinen Emirate Kuwait und Katar, die Vereinigten Arabischen Emirate und das Königreich Bahrain zĂ€hlen durch den Verkauf von Erdöl bei zugleich relativ geringer Bevölkerungszahl zu den reichsten Staaten der Erde.

Religion, Mythologie und Philosophie

Mehrere Regionen Asiens, darunter Mesopotamien, das Tal des Indus (vgl. Indus-Kultur), Iran und China, gelten als „Wiegen der Zivilisation“. Mit der Entwicklung der Zivilisationen und der frĂŒhen Hochkulturen in diesen Gebieten ging auch die Entwicklung der Religionen einher. Alle im Allgemeinen als „Weltreligionen“ bezeichneten Religionen haben ihren Ursprung in Asien. Mit ĂŒber 1 Milliarde AnhĂ€nger ist der Islam die grĂ¶ĂŸte Religion in Asien und umfasst mehr als ein Viertel aller Bewohner des Kontinents, Muslime stellen die Bevölkerungsmehrheit in mehr als der HĂ€lfte aller Staaten Asiens.

Vorderasien

Zu den frĂŒhesten Monumenten religiösen Empfindens der Menschheit zĂ€hlt etwa die Anlage in Göbekli Tepe in der heutigen TĂŒrkei. Entstanden um etwa 9000 v. Chr., wobei die UrsprĂŒnge noch deutlich weiter zurĂŒck reichen dĂŒrften, als die neolithische Revolution und damit der Beginn von Ackerbau und Viehzucht noch bevorstand, gilt Göbekli Tepe als Ă€lteste bekannte Tempelanlage der Welt. Etwa aus derselben Zeit datieren Funde in Nevalı Çori am Euphrat in der heutigen tĂŒrkischen Provinz ƞanlıurfa, wo auch vergleichbare bildhauerische Werke, wie anthropomorphe Figuren und Tierdarstellungen, die auf eine religiöse Nutzung hindeuten, gefunden wurden.

In Mesopotamien (Zweistromland; vgl. „Fruchtbarer Halbmond“) entwickelte sich ab etwa dem vierten Jahrtausend v. Chr. die sumerische Religion. Sie ist eine der Ă€ltesten bekannten Religionen und hatte entscheidenden Einfluss auf sich spĂ€ter entwickelnde Glaubenssysteme der Kanaaniter (VorlĂ€ufer der HebrĂ€er), Akkader, Babylonier, Assyrer, Hethiter, Hurriter, Ugariter und AramĂ€er. Neben einer Reihe von den Haupt- und Urgöttern verehrten die Sumerer, in einer Zeit als dort einige der ersten StĂ€dte wie Ur und Byblos entstanden (vgl. Liste historischer StadtgrĂŒndungen), Stadtgötter und verfĂŒgten damit bereits ĂŒber ein Pantheon von Göttern. Das Gilgamesch-Epos, eines der frĂŒhesten schriftlichen Zeugnisse der Menschheit, hat seinen Ursprung in dieser Epoche und erzĂ€hlt von den Begegnungen des Königs Gilgamesch mit den Göttern und seiner Suche nach Unsterblichkeit. Das EnĆ«ma eliĆĄ (niedergeschrieben ca. im 12. Jahrhundert v. Chr.) ist wiederum einer der ursprĂŒnglichsten Schöpfungs-Mythen. Sumerische Mythen, wie etwa die ErzĂ€hlung von der Sintflut, fanden auch Eingang in die judĂ€o-christlichen Traditionen.

Vermutlich in Baktrien entstand zwischen 1800 v. Chr. und 700 v. Chr. der Zoroastrismus, eine der Ă€ltesten, wenn auch ursprĂŒnglich dualistischen, monotheistischen (Ahura Mazda) Religionen, die bis heute ĂŒberdauert hat.

Die Richter (ca. 1250 v. Chr.) und die ErzvĂ€ter, die als frĂŒheste Überlieferungen der jĂŒdischen Geschichte gelten, hatten ihren Ursprung in Mesopotamien, wo die Vorfahren der HebrĂ€er als Nomadenvolk lebten. Abraham, der Stammvater Israels, soll selbst aus Ur gekommen sein. Tradiert ist die jĂŒdische Religion in einer in der Tora festgehaltenen schriftlichen und einer mĂŒndlichen Lehre (Talmud u. a.).

Mit Jesus von Nazaret (vgl. Jesus Christus) soll etwa 7 bis 4 v. Chr. in PalĂ€stina der selbst in der Tradition der jĂŒdischen Religion stehende BegrĂŒnder des Christentums geboren worden sein. Nach seinem Tod fand die Lehre seiner JĂŒnger vorerst im Nahen Osten und, innerhalb des Römischen Reiches, in SĂŒdeuropa Verbreitung. In Asien entwickelten sich verschiedene Traditionen des christlichen Orients, von denen einige, wie etwa der Nestorianismus, bis weit nach Zentralasien und China vordrangen. Ausgehend vom byzantinischen Reich verbreiteten sich die altorientalischen Kirchen in Vorderasien und auch Indien, sowie die heute noch in weiten Teilen Nordasiens vorherrschenden orthodoxen Kirchen.

Die Geschichte des Islam begann im 6. Jahrhundert mit dem Wirken Mohammeds auf der arabischen Halbinsel. GemĂ€ĂŸ der im Koran festgehaltenen Lehre des Islam gilt er als der letzte Prophet in der Geschichte der Menschheit und Vollender der biblischen Prophetie. In Asien fand der Islam im Zuge der islamischen Expansion Verbreitung im Nahen Osten und in weiten Teilen Zentral- und SĂŒdasiens bis zum Malaiischen Archipel im SĂŒdosten.

SĂŒd- und Ostasien

Der bis heute vor allem in Indien vorherrschende Hinduismus entstand gegen Ende der Indus-Kultur um ca. 2000 v. Chr. Die Lehren basieren auf den Veden, heiligen Schriften, deren Ă€lteste, die Rigveda, etwa 1200 bis 1000 v. Chr. zusammengestellt wurde. Der Hinduismus umfasst eine große Zahl teils sehr unterschiedlicher Glaubensschulen und Ansichten. Es gibt weder ein gemeinsames Glaubensbekenntnis noch Institutionen, die fĂŒr alle GlĂ€ubigen gleichermaßen AutoritĂ€t besitzen. Verbindende Merkmale sind die zentralen Gottheiten Brahma, Shiva und Vishnu (Trimurti) – die jedoch in den Lehrtraditionen wie Shivaismus, Vishnuismus oder Shaktismus sehr unterschiedlich betrachtet werden – und der Glaube an den sich stĂ€ndig wiederholenden Kreislauf des Lebens (Samsara) und die Reinkarnation. Der Hinduismus hatte, wie die indische Philosophie, schon frĂŒh prĂ€genden Einfluss auf jene LĂ€nder, die im Einflussbereich der indischen Kultur lagen, und fand Eingang in die Glaubenswelten SĂŒd- und SĂŒdostasiens.

An der Wende vom sechsten zum fĂŒnften vorchristlichen Jahrhundert lebte in Nordindien Siddhartha Gautama, der nach der Überlieferung im Alter von 35 Jahren Erleuchtung erlangte und somit zum Buddha („Erwachter“, „Erleuchteter“) wurde. Aus der vedischen Tradition kommend und diese hinter sich lassend, wurde er zum BegrĂŒnder des Buddhismus. Etwa zeitgleich begrĂŒndete Mahavira ebenfalls in Indien die Lehre des Jainismus.

Der Buddhismus wurde vorerst auf dem indischen Subkontinent, auf Sri Lanka und in Zentralasien bekannt. Der sĂŒdliche Buddhismus (Theravada) fand Verbreitung in den LĂ€ndern SĂŒdostasiens. Der nördliche Buddhismus (Mahayana) erreichte ĂŒber die Seidenstraße Zentral- und Ostasien, sowie von Nordindien die LĂ€nder der Himalayaregion, wo sich, in Wechselwirkung mit den bereits verbreiteten Glaubenssystemen wie etwa Bön, weitere Traditionen entwickelten; so beispielsweise Vajrayana (Tibet), Chan (China) bzw. Zen (Japan) und Amitabha-Buddhismus (Ostasien).

In China hatten die Philosophen Laozi (auch Lao Tse, Lao-tzu; 6. Jahrhundert v. Chr., ob er tatsĂ€chlich existiert hat, ist nicht endgĂŒltig geklĂ€rt) und Konfuzius (auch Kong Tse, Kǒng FĆ« Zǐ; ca. 551 v. Chr. bis 479 v. Chr.) die Lehrtraditionen des Daoismus und des Konfuzianismus begrĂŒndet, die bis heute prĂ€genden Einfluss auf die Gedankenwelt und Gesellschaft Ostasiens besitzen und auch die Entwicklung des Buddhismus in diesen Regionen mitbeeinflussten (vgl. Buddhismus in China).

Die Religion in Japan war schon frĂŒh durch den Synkretismus verschiedener Glaubenssysteme gekennzeichnet. Bis heute sind Shintƍ und Buddhismus (Zen, Amidismus), der Japan im 5. oder 6. Jahrhundert erreichte, die am weitesten verbreiteten Religionen. Inhalte der chinesischen Lehren Daoismus und Konfuzianismus wurden von Shintƍ und Buddhismus aufgenommen und integriert. Seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs herrscht eine besonders hohe religiöse Toleranz in Japan, was zu einem starken Anwachsen neureligiöser Gruppen gefĂŒhrt hat.

An der Wende vom 15. zum 16. Jahrhundert stiftete Guru Nanak im Punjab, im Nordwesten Indiens, den Sikhismus. Oft als Abspaltung oder Reformbewegung des Hinduismus oder als Synkretismus aus Hinduismus und Islam bezeichnet, beschreiben Sikhs ihren Glauben als religionsĂŒbergreifenden Lebensweg, der sich nicht an dogmatischen Grenzen, sondern an gelebter Weisheit orientiert.

Offiziell am 7. September 1926 im sĂŒdlichen Vietnam gegrĂŒndet, ist der Caodaismus (ĐáșĄo Cao Đài) heute nach Buddhismus und Katholizismus die drittgrĂ¶ĂŸte Religion des Landes. Religionsstifter war NgĂŽ Văn ChiĂȘu, der die Lehren dieser Religion, die verschiedene Inhalte aus mehreren asiatischen Religionen und dem Christentum umfasst, durch spiritistische Sitzungen empfangen hatte.

Im 20. Jahrhundert hatten so unterschiedliche Persönlichkeiten wie der Inder Mahatma Gandhi, mit seiner aus der indischen Philosophie abgeleiteten Lehre der Gewaltlosigkeit (Ahimsa), und der chinesische RevolutionĂ€r Mao Zedong, mit seinem auf dem Kommunismus basierenden Maoismus, entscheidenden Einfluss auf die Politik der beiden nach ihrer Bevölkerungszahl grĂ¶ĂŸten LĂ€nder der Erde und darĂŒber hinaus.

LĂ€nder Asiens nach Regionen

* wird politisch und kulturell Europa zugerechnet

** umstrittener Staat

Als zwei weitere Staaten wurden seit 2008 Abchasien und SĂŒdossetien von Russland und vier nichtasiatischen Staaten anerkannt, von den ĂŒbrigen Staaten jedoch weiterhin als Teil Georgiens betrachtet. Die tĂŒrkisch besetzte TĂŒrkische Republik Nordzypern ist nur von der TĂŒrkei anerkannt. Das mit armenischer Hilfe von Aserbaidschan abgespaltene Bergkarabach wird zwar selbst von Armenien nicht anerkannt, jedoch von Abchasien und SĂŒdossetien. Auch die Autonome Region Kurdistan im Nordirak strebte ursprĂŒnglich die UnabhĂ€ngigkeit an, hat sich jedoch in einem Grundlagenvertrag mit der Zentralregierung in Bagdad auf Autonomie innerhalb des Irak verstĂ€ndigt. Der aus den PalĂ€stinensischen Autonomiegebieten hervorgegangene Staat PalĂ€stina ist zwar Beobachterstaat in der UNO, jedoch kein UNO-Mitgliedsstaat. Bereits 1988 war die palĂ€stinensische StaatsgrĂŒndung von ĂŒber 100 Staaten (darunter DDR und Vatikan) anerkannt worden, zu denen PalĂ€stina diplomatische Beziehungen unterhĂ€lt. International nicht anerkannt ist der Islamische Staat, der sich spĂ€testens seit 2014 ĂŒber weite Teile Iraks und Syriens erstreckt und die im 20. Jahrhundert entstandene staatliche Gliederung Westasiens in Frage stellt.

Wirtschaftliche und politische BĂŒndnisse und Organisationen

Die Arabische Liga wurde als Verbund arabischer Staaten am 22. MĂ€rz 1945 in Kairo gegrĂŒndet, wo sie auch ihren Sitz hat. Sie besteht aus 22 Mitgliedsstaaten: 21 Nationalstaaten in Afrika und Asien sowie PalĂ€stina. Hauptziel der Arabischen Liga sind die Förderung der Beziehungen der Mitgliedsstaaten auf politischem, kulturellem, sozialem und wirtschaftlichem Gebiet. Die UnabhĂ€ngigkeit und SouverĂ€nitĂ€t der Mitgliedsstaaten und der arabischen Außeninteressen soll bewahrt und Streit innerhalb der Liga geschlichtet werden. BeschlĂŒsse der Liga sind nur bindend fĂŒr jene Staaten, die ihnen zugestimmt haben. Mitgliedsstaaten aus Asien sind: Bahrain, Irak, Jemen, Jordanien, Katar, Kuwait, Libanon, Oman, PalĂ€stina, Saudi-Arabien, Syrien und die Vereinigten Arabischen Emirate. Innerhalb der Liga bilden Saudi-Arabien, Kuwait, Bahrain, Katar, die VAE und Oman den Golf-Kooperationsrat.

Im September 1960 grĂŒndeten Iran, Irak, Kuwait, Saudi-Arabien und der sĂŒdamerikanische Staat Venezuela in Bagdad die OPEC (Organisation Erdöl exportierender LĂ€nder), der spĂ€ter auch die ÖlförderlĂ€nder Katar (1961), Indonesien (1962) und die Vereinigten Arabischen Emirate (1967) beitraten. Die OPEC-Mitgliedsstaaten aus Asien, Afrika und SĂŒdamerika fördern zusammen etwa 40 % der weltweiten Erdölproduktion und verfĂŒgen ĂŒber rund drei Viertel der weltweiten Erdölreserven. Ziele der OPEC sind eine gemeinsame Ölpolitik, um sich gegen einen Preisverfall abzusichern und zugleich die weltweite Ölversorgung sicherzustellen. Über die Festlegung von Förderquoten fĂŒr die einzelnen OPEC-Mitglieder wird die Erdölproduktion geregelt. Neben der OPEC sind eine Reihe von Staaten auch in der OAPEC (Organisation der arabischen Erdöl exportierenden Staaten) vertreten, die 1968 von Kuwait, Libyen und Saudi-Arabien als Zusammenschluss politisch konservativer arabischer LĂ€nder Asiens und Nordafrikas und Gegenpol zur OPEC geschaffen wurde. Weitere Mitglieder aus Asien sind heute Bahrain, Irak, Katar, Syrien und die Vereinigten Arabischen Emirate.

Die ASEAN (Verband SĂŒdostasiatischer Nationen) wurde am 8. August 1967 als politische, wirtschaftliche und kulturelle Vereinigung der sĂŒdostasiatischen Staaten Thailand, Indonesien, Malaysia, Philippinen und Singapur gegrĂŒndet. Ziel war und ist die Zusammenarbeit in der Förderung des wirtschaftlichen Aufschwungs, des sozialen Fortschritts und der politischen StabilitĂ€t in der Region. GegrĂŒndet in der Zeit des „Kalten Krieges“, war das BĂŒndnis von Anfang an kapitalistisch-marktwirtschaftlich und auf die Zusammenarbeit mit den westlichen Industrienationen ausgerichtet und stand in Konkurrenz zur kommunistisch-planwirtschaftlichen Volksrepublik China. 1984 trat das Sultanat Brunei der ASEAN bei, 1995 Vietnam, 1997 Myanmar und Laos sowie 1999 Kambodscha. Papua-Neuguinea hat den Status eines Beobachters. Am 1. Januar 2003 wurde mit der Etablierung der ASEAN-Freihandelszone (AFTA) eine Freihandelszone geschaffen, der alle Mitgliedsstaaten der ASEAN angehören. Australien und Neuseeland stehen in Verhandlungen, um diesem Freihandelsabkommen beizutreten. ASEAN plus Drei bezeichnet die gemeinsame Konferenz der ASEAN-Staaten mit China, Japan und SĂŒdkorea. In Thailand wurde 2000 die Chiang-Mai-Initiative begrĂŒndet, die eine enge Kooperation der ASEAN plus Drei-LĂ€nder im Finanzsektor festlegt.

Iran, Pakistan und die TĂŒrkei grĂŒndeten 1985 die Organisation fĂŒr wirtschaftliche Zusammenarbeit (ECO), aus der eine Freihandelszone entstehen sollte. Seit der Auflösung der Sowjetunion traten auch Afghanistan, Aserbaidschan, Kasachstan, Kirgisistan, Tadschikistan, Turkmenistan und Usbekistan dem KooperationsbĂŒndnis bei. Internationale Bedeutung kommt ihm vor allem durch den Reichtum an BodenschĂ€tzen in einigen MitgliedslĂ€ndern und durch die strategische Lage als Transitkorridor fĂŒr diese GĂŒter sowohl nach Europa wie auch nach China zu.

Auf Initiative der USA, Japans und Australiens wurde 1989 die Asiatisch-Pazifische Wirtschaftsgemeinschaft (APEC) geschaffen, deren Ziel die Einrichtung einer alle Pazifik-Anrainerstaaten umfassenden Freihandelszone in zwei Schritten ist: Ab 2010 sollen die Freihandelsabkommen fĂŒr die Industrienationen der Regionen gelten, ab 2020 auch fĂŒr die EntwicklungslĂ€nder. Asiatische Mitglieder der APEC sind Brunei, die Volksrepublik China, Indonesien, Japan, Malaysia, Papua-Neuguinea, die Philippinen, Russland, Singapur, SĂŒdkorea, Taiwan, Thailand und Vietnam.

Das Asien-Europa-Treffen (Asia-Europe Meeting: ASEM) dient der Beratung und multilateralen GesprĂ€chen zwischen Europa und Asien ĂŒber eine Zusammenarbeit in Wirtschaft, Politik, Bildung und Kultur. Der Vorschlag zu diesem Treffen kam vom damaligen Premierminister von Singapur Goh Chok Tong und wurde im MĂ€rz 1996 umgesetzt. Mitglieder aus Asien sind: Brunei, die Volksrepublik China, Indonesien, Japan, Kambodscha, Laos, Malaysia, Myanmar, Philippinen, Singapur, SĂŒdkorea, Thailand und Vietnam.

1997 wurde die Gruppe der acht EntwicklungslĂ€nder (D-8) gegrĂŒndet, der neben Ägypten und Nigeria die asiatischen Staaten Bangladesch, Indonesien, Iran, Malaysia, Pakistan und die TĂŒrkei angehören. Ziel der D-8 ist es, ihre Stellung in der Weltwirtschaft zu verbessern, Handelsbeziehungen zu diversifizieren und neue Handelsbeziehungen zu schaffen, die Teilhabe bei Entscheidungen auf internationaler Ebene auszubauen und so fĂŒr bessere Lebensbedingungen der Menschen in EntwicklungslĂ€ndern zu sorgen.

Die Shanghai Cooperation Organisation (SCO; auch: Shanghaier Organisation fĂŒr Zusammenarbeit, SOZ) ging 2001 aus der Shanghai-Five-Gruppe hervor, die in erster Linie der militĂ€rischen Zusammenarbeit der MitgliedslĂ€nder und der Reduktion der MilitĂ€rprĂ€senzen an den gemeinsamen Grenzen dienen sollte. Zu den ursprĂŒnglichen Mitgliedsstaaten Volksrepublik China, Russland, Kasachstan, Kirgisistan und Tadschikistan kam mit GrĂŒndung der SCO Usbekistan hinzu. Die Mongolei, Indien, Pakistan und der Iran befinden sich im Beobachterstatus. Besonders Indien wird zu einer vollen Mitgliedschaft ermutigt. Neben der Verbesserung der politischen StabilitĂ€t in der Region, wozu auch ein Antiterrornetzwerk (Regional Antiterrorism Structure, RATS) eingerichtet wurde, werden langfristig eine gemeinsame Außenpolitik und die Schaffung einer Freihandelszone angestrebt.

Im Vorfeld der fĂŒnften ministeriellen Konferenz der Welthandelsorganisation (WTO) in CancĂșn (Mexiko) wurde am 20. August 2003 die G20 (zeitweise auch G21, G22 oder G20+) als gemeinsame Plattform fĂŒr Entwicklungs- und SchwellenlĂ€nder und Gegengewicht zu den USA und der EU geschaffen. Neben Brasilien sind die Volksrepublik China und Indien darin die fĂŒhrenden KrĂ€fte. Mitglieder sind auch Indonesien, Pakistan, die Philippinen und Thailand.

Seit 2002 kooperien 30 asiatische Staaten aus allen Regionen im Asian Cooperation Dialogue. JĂ€hrliche Treffen vor allem der Außen-, Finanz- und Wirtschaftsminister sollen zu einer verstĂ€rkten Zusammenarbeit beitragen.

Weitere wichtige asiatische Organisationen sind: die Organisation der Islamischen Konferenz, die Asiatische Entwicklungsbank (Asia Development Bank, ADB) und die Asiatische Menschenrechtskommission.

Siehe auch

  • Asiatisches Fernstraßen-Projekt
  • Eurasisches Magazin – Netzzeitschrift mit Thema Europa und Asien.
  • Transnationale Umweltverschmutzung in Ostasien
  • Liste asiatischer Fernsehsender in Europa
  • Liste geographischer Rekorde nach Kontinent#Asien

Weblinks

  • Datenbank inhaltlich erschlossener Literatur zur gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Situation in Asien
  • Stiftung Asienhaus in Köln, ein Zusammenschluss asienbezogen arbeitender Nichtregierungsorganisationen bietet vielfĂ€ltige Informationen zu verschiedenen LĂ€ndern und Regionen mit Schwerpunkt auf soziale Entwicklungen, Menschenrechte und Umwelt.
  • Bundeszentrale fĂŒr politische Bildung: Schwerpunkt Asien
  • Jochen Buchsteiner: Neue KrĂ€fte in Asien – RĂŒckwirkungen fĂŒr Europa. Diskussionspapier fĂŒr den Salzburger Trilog 2006 zu den wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Folgen des „Pazifischen Jahrhunderts“. Bertelsmann Stiftung, GĂŒtersloh im August 2006. (PDF; 912 kB)
  • Kultur in Asien: Kunst, Religion, Kult, Feste, Kalender, Architektur, Geschichte (von Dr. Bernhard Peter) (ein breit angelegtes Informationsforum ĂŒber verschiedene asiatische LĂ€nder, das Essays, Photogalerien und Reiseberichte vereint)
  • ZNet’s Resource on Asia (Memento vom 20. Juli 2008 im Internet Archive) (engl.)
  • Umfangreiche Landkartensammlung von Asien
  • Perry-Castañeda Library Map Collection: Historical Maps of Asia (University of Texas, Austin)
  • a resource of the Asia Society (engl.)
  • Asia expatriates resources (engl.)
  • Viele Bilder aus Asien von Dubai bis Vietnam

Einzelnachweise



Quelle: Wikipedia
 

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Ausdehnung / Grenzen (nach WGS 84 dezimal):
nördlichster Punkt: 70.684898
südlichster Punkt: 9.958030
westlichster Punkt: 37.16674804
östlichster Punkt: 152.6644240


Das Gebirge hat eine Fläche
von etwa
0 km²

Die Länge der Grenze
beträgt ca.
0 km
 
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