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Karte Karte: Oblast Autonomer Kreis der Tschuktschen

Lage Lage, Gebirge

Region Informationen Oblast: Autonomer Kreis der Tschuktschen

Informationen:


Der Autonome Kreis der Tschuktschen (russisch –ß—É–ļ–ĺ—ā—Ā–ļ–ł–Ļ –į–≤—ā–ĺ–Ĺ–ĺ–ľ–Ĺ—č–Ļ –ĺ–ļ—Ä—É–≥/ Tschukotski awtonomny okrug, tschuktschisch –ß—É–ļ–ĺ—ā–ļ–į–ļ—ć–Ĺ –į–≤—ā–ĺ–Ĺ–ĺ–ľ–Ĺ—č–ļ—ć–Ĺ –ĺ–ļ—Ä—É–≥), kurz auch Tschukotka genannt, ist eine Verwaltungseinheit (Autonomer Kreis) in Russland. Im d√ľnn besiedelten Tschukotka, welches im √§u√üersten Nordosten Russlands liegt, leben auf einer Fl√§che mehr als doppelt so gro√ü wie die der Bundesrepublik Deutschland weniger als 50.000 Menschen.

Geographie

Tschukotka umfasst den √§u√üersten Nordosten Russlands. Es wird durch die an der schmalsten Stelle nur 82¬†km breite Beringstra√üe von Alaska getrennt. Die Oberfl√§che ist vorwiegend bergig und besitzt Mittelgebirgscharakter. An den K√ľsten gibt es mehr oder weniger ausgedehnte Tiefl√§nder (z.¬†B. das Tschaun-Tiefland). Die Bergl√§nder rechnet man zum Ostsibirischen Bergland. Sie umfassen unter anderem den Nordteil des Korjakengebirges, das Anjuigebirge, das Anadyrgebirge bis zur Tschuktschen-Halbinsel, wo im Kap Deschnjow der √∂stlichste Punkt Russlands bzw. Asiens liegt. Zum Kreis geh√∂ren auch mehrere gr√∂√üere Inseln, wie das UNESCO-Weltnaturerbe-Gebiet Wrangelinsel und die Insel Aion.

Der Kreis liegt fast vollst√§ndig n√∂rdlich der Baumgrenze und wird von Tundra bedeckt. In den h√∂heren Bergregionen geht sie in eine Frostschuttw√ľste √ľber. Lediglich in den s√ľdlichsten Gebieten des Kreises findet man in gesch√ľtzten Lagen niedrig wachsende B√§ume.

Das Klima ist rau. Die Jahresdurchschnittstemperaturen liegen zwischen ‚ąí5 und ‚ąí10¬†¬įC. Der Winter beginnt im September und endet erst im Mai. W√§rmster Monat ist der Juli mit etwa 9¬†¬įC, k√§ltester der Januar mit ‚ąí25¬†¬įC, Tiefsttemperaturen von unter ‚ąí40¬†¬įC sind m√∂glich. St√ľrme sind zu jeder Jahreszeit m√∂glich und erreichen oft Orkanst√§rke.

Bevölkerung

Tschukotka ist abgelegen und √§u√üerst d√ľnn besiedelt. Infolge des R√ľckgangs des Goldabbaus hat es seit 1989 fast 70¬†% (1989‚Äď2010: ‚ąí69,2¬†%) seiner Einwohner, vor allem Russen, durch Abwanderung nach Zentralrussland eingeb√ľ√üt. Auch die fr√ľher stark vertretenen Zuwanderergruppen der Ukrainer, Wei√ürussen und Tataren sind in Scharen weggezogen. Die indigenen Ethnien sind jedoch, wie in den meisten Gebieten Sibiriens und des Fernen Osten, trotzdem noch in der Minderheit.

Die folgende Tabelle zeigt die Zeitentwicklung der Gesamtbevölkerung und ihrer Zusammensetzung nach Nationalitäten:

Verwaltungsgliederung

Von 2008 bis 2015 war der Autonome Kreis in einen Stadtkreis und sechs Rajons gegliedert, nachdem am 30. Mai die vormaligen Rajons Iultin und Schmidtowski (mit der Wrangelinsel) zum Rajon Wostotschny (‚ÄěOstrajon‚Äú) und die Rajons Anadyrski und Beringowski zum Rajon Zentralny (‚ÄěZentralrajon‚Äú) vereinigt wurden. Am 18. November 2008 erhielten die beiden Rajons wieder die Namen jeweils eines der alten Rajons: der Ostrajon wurde zum Rajon Iultin und der Zentralrajon zum Rajon Anadyr. Den Rajons waren ab 2008 insgesamt 7 Stadt- und 37 Landgemeinden unterstellt; 2010 wurden zwei Landgemeinden aufgel√∂st.

2015 wurden drei der Rajons in Stadtkreise umgewandelt, jeweils benannt nach ihrem Verwaltungssitz: der Iultinski rajon in den Stadtkreis Egwekinot, der Prowidenski rajon in den Stadtkreis Prowidenija und der Tschaunski rajon in Stadtkreis Pewek. Dabei wurden alle Stadt- und Landgemeinden dieser Rajons aufgelöst und deren Ortschaften sowie die zuvor auf gemeindefreiem Gebiet gelegenen Ortschaften den jeweiligen Stadtkreisen direkt unterstellt. Den verbliebenen drei Rajons sind seit 2015 insgesamt 3 Stadt- und 20 Landgemeinden unterstellt.

Anmerkungen:

Städte und städtische Siedlungen

Im Autonomen Kreis der Tschuktschen gibt es drei St√§dte (*) und f√ľnf Siedlungen st√§dtischen Typs.

Die in den 1990er-Jahren noch existierenden städtischen Siedlungen (vorwiegend Bergarbeitersiedlungen) Aliskerowo, Baranicha, Iultin, Komsomolski, Krasnoarmeiski, Leningradski, Schachtjorski, Walkumei und Wstretschny sind inzwischen von ihren Bewohnern verlassen worden und somit zu Geisterstädten geworden.

Geschichte

Die russische Besiedlung begann im 17.¬†Jahrhundert gegen heftigen Widerstand der Tschuktschen, der bis ins fr√ľhe 20.¬†Jahrhundert anhielt. Im Jahr 1930 wurde der Nationale Kreis der Tschuktschen gegr√ľndet. Er unterstand bis 1934 dem Fern√∂stlichen Krai, bis 1951 der Oblast Kamtschatka, bis 1953 dem Krai Chabarowsk und dann bis 1992 der Oblast Magadan. 1980 wurde aufgrund der Verfassung von 1977 aus dem Nationalen Kreis der Tschuktschen der Autonome Kreis der Tschuktschen.

Seit 1992 ist der Autonome Kreis der Tschuktschen Föderationssubjekt Russlands.

Politik

Im Dezember 2000 wurde Roman Abramowitsch mit 92¬†% aller Stimmen zum neuen Gouverneur gew√§hlt und im Oktober 2005 in diesem Amt best√§tigt. Er begann, selbstfinanzierte Lebensmittel, Fertigh√§user aus Kanada und Treibstoff in den Autonomen Kreis zu verschiffen. W√§hrend sich Abramowitsch bei der einheimischen Bev√∂lkerung aufgrund dieser Ma√ünahmen hoher Beliebtheit erfreute, sicherte sein Amt dem in London lebenden Oligarchen den Schutz vor Strafverfolgung (politische Immunit√§t). In neuen russischen Presseberichten √ľber den reichsten Mann des Landes hei√üt es aber auch vielfach, dass der damalige Pr√§sident Wladimir Putin ihn gebeten habe, sich auf diese Weise um die r√ľckst√§ndige Region zu k√ľmmern. Allein die j√§hrlich entrichteten Steuern von Abramowitsch w√ľrden den Regionalhaushalt um ein Vielfaches √ľbersteigen. Im Juli 2008 trat Abramowitsch als Gouverneur von Tschukotka zur√ľck; als Nachfolger wurde Roman Kopin ernannt.

Als Grenzgebiet zu den Vereinigten Staaten ist Tschukotka f√ľr Ausl√§nder nur mit Sondergenehmigung zu bereisen. Diese muss vom Gouverneur erteilt werden.

Wirtschaft

Wichtigster Wirtschaftszweig ist immer noch der Goldabbau, obwohl dieser in den letzten Jahren zur√ľckgegangen ist. Die derzeit laufenden Investitionen von Kinross Gold, einer kanadischen Bergbaufirma, werden in den n√§chsten Jahren wahrscheinlich wieder zu einem Anstieg der Goldproduktion f√ľhren. Die traditionellen Wirtschaftszweige der Tschuktschen und anderen indigenen Ethnien sind Rentierzucht, Pelzfang und auch die Jagd auf Meeress√§ugetiere.

Kultur

Einer der wenigen im Ausland bekannten Intellektuellen war der 1930 in Uelen geborene und 2008 verstorbene Schriftsteller Juri Rytch√ęu, dessen Werke eine Vorstellung vom Leben der indigenen V√∂lker geben.

Trivia

Der Asteroid des inneren Hauptg√ľrtels (2509) Chukotka wurde nach dem Autonomen Kreis der Tschuktschen benannt.

Weblinks

  • Offizielle Internetseite von Tschukotka
  • Factbytes: Chukotka
  • Fototour durch Sibirien: Wei√üe H√∂lle im Abendrot, Artikel von Michael Martin in Spiegel Online, 24. April 2012
  • Fotoreise nach Sibirien: Kochkunst mit L√∂tlampe, Artikel von Michael Martin in Spiegel Online, 3. Mai 2012
  • Fotoreise nach Sibirien: Angeln mit Panzer, Artikel von Michael Martin in Spiegel Online, 17. Mai 2012

Einzelnachweise



Quelle: Wikipedia

 

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auch: Chukotskiy Avtonomnyy Okrug; Chukchi Autonomous Okrug, Chukchi Autonomous Okrug, Chukotskiy Avtonomnyy Okrug

ISO 3166-2:
Bezeichnung der Region: Oblast

Fläche ca.: 716808.70 km²

Länge der Grenze ca.: km


Ausdehnung / Grenzen (dezimale Koordinaten nach WGS 84):
nördlichster Punkt:
südlichster Punkt:
westlichster Punkt:
östlichster Punkt:

 
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