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Karte Karte: Oblast Moskau

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Region Informationen Oblast: Moskau

Informationen:


Die Oblast Moskau (russisch –ú–ĺ—Ā–ļ–ĺŐĀ–≤—Ā–ļ–į—Ź –ĺŐĀ–Ī–Ľ–į—Ā—ā—Ć/Moskowskaja oblast; umgangssprachlich oder halboffiziell auch –ü–ĺ–ī–ľ–ĺ—Ā–ļ–ĺŐĀ–≤—Ć–Ķ/Podmoskowje) ist eine Oblast im F√∂derationskreis Zentralrussland. Sie umfasst den dicht besiedelten und wirtschaftlich gut entwickelten Gro√üraum Moskau. Die Stadt Moskau ist Verwaltungssitz der Oblast, geh√∂rt allerdings verwaltungstechnisch nicht dazu, sondern stellt ein eigenes F√∂derationssubjekt dar.

Geographie

Die Region liegt im fruchtbaren Becken der Fl√ľsse Wolga, Oka, Kljasma und Moskwa. Im Norden und Westen der Oblast liegt der Moskauer H√∂henr√ľcken, der mit dem Klin-Dmitrower H√∂henzug bis zu 310 m H√∂he erreicht. Im Osten und S√ľdosten befindet sich die Tiefebene Meschtschora. Im S√ľdwesten liegt die Mittelrussische Platte.

Auf dem Territorium der Oblast Moskau gibt es √ľber 300 gr√∂√üere Fl√ľsse, aber nur die Wolga, die Oka und die Moskwa sind schiffbar. Die Moskwa durchflie√üt die Oblast von West nach Ost und m√ľndet im S√ľden der Oblast in die Oka, die den S√ľdteil des Gebiets durchflie√üt. Insgesamt gibt es rund 350 Seen, allerdings sind alle seicht. Viele von ihnen sind in der Eiszeit entstanden. Die gr√∂√üten nat√ľrlichen Seen der Oblast Moskau sind der Dubowojesee mit einer Fl√§che von 12¬†km¬≤, der Swjatojesee (11,8¬†km¬≤) und der Seneschsee (8,5¬†km¬≤). Gr√∂√üer sind einige Stauseen, wie der 33,6¬†km¬≤ gro√üe Istrinskoje-Stausee an der Moskwa; der √ľber 300¬†km¬≤ gro√üe Iwankowoer Stausee der Wolga, auch ‚ÄěMoskauer Meer‚Äú genannt, reicht von der n√∂rdlich benachbarten Oblast Twer zu einem kleinen Teil in die Oblast Moskau hinein. In der Oblast gibt es viele S√ľmpfe; besonders zahlreich sind sie in der Meschtschora- und der Werchnewolschskaja-Tiefebene. Rund die H√§lfte des Gebiets ist mit Wald bedeckt. Am h√§ufigsten kommen hier Fichten, Kiefern und Birken vor.

Charakteristisch f√ľr die Tierwelt der Oblast Moskau sind Rotfuchs, Dachs, Eichh√∂rnchen, Wildschwein, Elch, Feldhase und Igel. √úber 170 Vogelarten sind heimisch, darunter verschiedene Spechte und Drosseln, Gimpel, Sprosser (‚ÄěNachtigall‚Äú), Wei√üstorch und Graureiher. In den Gew√§ssern der Moskauer Oblast gibt es Kaulbarsche, Karauschen, Karpfen, Brachsen, Pl√∂tzen, Zander und Hechte. Das Gebiet ist reich an Insektenarten. Allein von den Bienen gibt es √ľber 300 Arten.

Die Oblast Moskau verf√ľgt √ľber verschiedene Bodensch√§tze, √ľberwiegend Baustoffe. Hochwertige Sande finden im Bauwesen und Quarzsande in der Glasindustrie Anwendung. Auch Ton- und Lehmlagerst√§tten sind zahlreich. Die Gegend um Moskau ist f√ľr ihren Kalkstein bekannt. Bei Moskau gibt es auch Torflager. Im Gebiet wurden zahlreiche Mineralquellen erschlossen.

Geschichte

Vor dem 9. Jahrhundert besiedelten hauptsächlich finno-ugrische Stämme das Stromgebiet der Moskwa und die angrenzenden Landschaften. Die Slawen haben erst im 10. Jahrhundert mit der aktiven Erschließung dieser Gegend begonnen.

Zu Mitte des 12.¬†Jahrhunderts wurde das Territorium des heutigen Moskauer Oblast dem F√ľrstentum Wladimir-Susdal angegliedert. Gleichzeitig wurden St√§dte wie Wolokolamsk, Moskau, Swenigorod, Dmitrow gegr√ľndet. In der ersten H√§lfte des 13.¬†Jahrhunderts wurde das gesamte Gebiet im Zuge der Mongolische Invasion der Rus verw√ľstet. Ab dem 13.¬†Jahrhundert geh√∂rte die Gegend um Moskau bereits zum F√ľrstentum Moskau. In der zweiten H√§lfte des 15.¬†Jahrhunderts wurde das Gro√üf√ľrstentum Moskau zum Kernst√ľck des sich herausbildenden zentralisierten russischen Staates.

Seit 1708 geh√∂rte das Gebiet zum von Peter¬†I. gegr√ľndeten Gouvernement Moskau. Vom 18. bis 19.¬†Jahrhundert erlebte die Leichtindustrie, insbesondere die Textilindustrie einen Aufschwung. Ihre wichtigen Zentren waren Bogorodsk, Pawlowski Possad und Orechowo-Sujewo. 1851 wurde auf dem Territorium des Moskauer Gouvernements die erste Eisenbahnlinie verlegt, die Moskau mit St. Petersburg verband, und 1862 wurde die Bahnstrecke nach Nischni Nowgorod in Betrieb genommen.

Die Oblast Moskau wurde auf Beschluss des WZIK vom 14. Januar 1929, zun√§chst unter dem Namen Zentrale Industrie-Oblast, als Teil der Russischen SFSR der Sowjetunion gegr√ľndet und das Gouvernement Moskau aufgel√∂st. Am 3. Juni 1929 erfolgte schlie√ülich die Umbenennung in den heutigen Namen.

Nach dem deutschen √úberfall auf die Sowjetunion im Zweiten Weltkrieg wurden 1941 alle Industriewerke und die wichtigsten Betriebe der Oblast Moskau weit in das Hinterland verlegt. 1934, 1956 und 1966 erhielt die Oblast den Leninorden.

Am 1. Juli 2012 musste die Moskauer Oblast zwei Regionen im Rahmen der Hauptstadterweiterung an die Stadt Moskau abtreten. Die Ringform der Moskau umgebenden Oblast wurde damit durch die Hauptstadterweiterung in Richtung S√ľdwesten unterbrochen.

Schon einige Monate vorher am 11. Mai 2012 war der bisherige Katastrophenminister Sergei Schoigu zum Gouverneur der Oblast Moskau ernannt worden. Er amtierte nur wenige Monate, bis er am 6. November 2012 zum Verteidigungsminister ernannt wurde. Zwei Tage sp√§ter am 8. November ernannte der russische Pr√§sident Wladimir Putin den Vizepr√§sidenten der Staatsduma und Vorsitzenden der Duma-Fraktion ‚ÄěEiniges Russland‚Äú, Andrei Worobjow, zum amtierenden Gouverneur der Oblast Moskau. Bei den folgenden Regionalwahlen im September 2013 wurde er im Amt best√§tigt.

Wirtschaft

Bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts dominierte die Textilindustrie; heute gehören zu den wichtigsten Wirtschaftszweigen der Maschinenbau, die Metallverarbeitung, die chemische Industrie, die Baustoffindustrie sowie Leichtindustrie als der älteste Industriezweig dieser Region. Auf dem Territorium der Oblast Moskau werden auch ausländische Investitionsprojekte umgesetzt.

Zurzeit rangiert die Oblast Moskauer Gebiet in der Wertschöpfung an der zweiten Stelle unter den Regionen Russlands (ohne St. Petersburg und Moskau).

Bildung und Wissenschaft

Viele wichtige russische Forschungseinrichtungen haben ihren Sitz in der Oblast. Gemessen an seinem wissenschaftlichen Bedeutung steht die Oblast Moskau nur hinter Moskau und St. Petersburg zur√ľck. Bereits in den 1930er und 1940er Jahren entstanden auf dem Territorium Wissenschaftsst√§dte. Im August 2008 wurde die Stadt Protwino zur Wissenschaftsstadt erhoben.

Städte

In der Oblast gibt es 74 St√§dte und 65 Siedlungen st√§dtischen Typs, davon sind eine Stadt und vier st√§dtische Siedlungen ‚Äěgeschlossene‚Äú (SATO). Fast 20 der St√§dte sind Gro√üst√§dte mit mehr als 100.000 Einwohnern, darunter das zum Goldenen Ring geh√∂rende Tourismuszentrum Sergijew Possad und eine Reihe bedeutender Industriestandorte. 2015 wurden die beiden benachbarten Gro√üst√§dte Schelesnodoroschny und Balaschicha zusammengeschlossen.

Sowohl die Gesamtanzahl der St√§dte als auch die Zahl der Gro√üst√§dte ist mit Abstand die gr√∂√üte f√ľr ein F√∂derationssubjekt Russlands. Die meisten St√§dte liegen im n√§heren Umkreis der Hauptstadt Moskau und bilden zusammen mit dieser die mit etwa 15 Millionen Einwohnern bev√∂lkerungsreichste Agglomeration Russlands.

Verwaltungsgliederung

Die Oblast Moskau gliedert sich in 29 Rajons und 39 Stadtkreise, davon 5 ‚Äěgeschlossene‚Äú St√§dte und Siedlungen (SATO). Zwei weitere zuvor existierende Stadtkreise, Schtscherbinka und Troizk, wurden zum 1. Juli 2012 an die Stadt Moskau angeschlossen, ebenso gr√∂√üere Teile der Rajons Leninski, Naro-Fominski und Podolski. Diese Gebiete bilden die neuen Moskauer Verwaltungsbezirke Nowomoskowski und Troizk.

Sport

Der Oblast Moskau war Eigent√ľmer des Zweitliga-Fu√üballvereins Saturn Ramenskoje, der offiziell daher auch FK Saturn Moskowskaja Oblast hie√ü. Am 30. Dezember 2010 traf die Regierung der Oblast Moskau jedoch die Entscheidung, den Verein zu liquidieren.

Weblinks

  • Webseite der Oblast Moskau

Einzelnachweise



Quelle: Wikipedia

 

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auch: Moskovsskaya Oblast, Moskovsskaya

ISO 3166-2:
Bezeichnung der Region: Oblast

Fläche ca.: 46008.40 km²

Länge der Grenze ca.: km


Ausdehnung / Grenzen (dezimale Koordinaten nach WGS 84):
nördlichster Punkt: 56.954
südlichster Punkt: 54.245
westlichster Punkt: 35.171
östlichster Punkt: 40.206

 
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