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Gebirge in Asturien: 1
Europa » Kantabrisches Gebirge

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Region Informationen Autonome Region: Asturien

Informationen:


Asturien (spanisch Asturias; offiziell spanisch Principado de Asturias, asturisch Asturies, offiziell asturisch Princip√°u d‚ÄôAsturies; deutsch¬†F√ľrstentum Asturien) ist eine Autonome Gemeinschaft im Nordwesten Spaniens. Das Territorium der Autonomen Gemeinschaft ist identisch mit dem der Provinz Asturien (fr√ľher Provinz Oviedo). Die Hauptstadt ist Oviedo mit 219.686 Einwohnern (Stand: 1.¬†Januar 2019).

Geographie

Asturien erstreckt sich zwischen dem Kantabrischen Meer im Norden und dem Kantabrischen Gebirge im S√ľden. Politisch grenzt es im Westen an Galicien, im S√ľden an Kastilien und Le√≥n und im Osten an Kantabrien. Die K√ľste nennt sich Costa Verde; hier befinden sich einige der sch√∂nsten Str√§nde Spaniens.

In der ganzen Region herrscht ozeanisches Klima, das sich stark vom hei√üen und trockenen Klima in Zentral- und S√ľdspanien unterscheidet. Das Landschaftsbild Asturiens ist daher von wesentlich mehr Gr√ľn bestimmt (Espa√Īa Verde, das ‚Äěgr√ľne Spanien‚Äú). Das Kantabrische Gebirge wirkt dabei als Klimascheide zum zentralspanischen Tafelland.

Bevölkerung

Die Bev√∂lkerung konzentriert sich in den T√§lern des zentralen Landesteiles sowie an der K√ľste mit ihren urbanen Zentren Gij√≥n und Avil√©s, w√§hrend die Mittel- und Hochgebirgsregionen nur d√ľnn besiedelt sind.

Sprachen

Neben der Amtssprache Spanisch wird in Asturien auch das Asturische sowie in den westlichen Randgebieten längs der Grenze zu Galicien ein Übergangsdialekt von Asturisch und Galicisch gesprochen, das sogenannte Galicisch-Asturisch oder Eonaviego.

Städte

Die größten Städte Asturiens sind die Hafenstadt Gijón (asturisch Xixón) mit 271.780 Einwohnern, die Hauptstadt Oviedo (asturisch Uviéu) mit 219.686 Einwohnern und die Industriestadt Avilés mit 78.182 Einwohnern (Stand: 1. Januar 2019).

Größte Gemeinden

Historische Bevölkerungsentwicklung

Quelle: INE-Archiv

Geschichte

In der Region gibt es H√∂hlen mit steinzeitlichen Malereien, vor allem Tierdarstellungen, die mehr als 15.000 Jahre alt sind. Es wurden etwa 700 Dolmen gefunden. Die meisten haben die Jahrtausende nicht unversehrt √ľberstanden, obwohl sie von M√°moas bedeckt waren.

Die ersten festen Siedlungen werden den Iberern zugerechnet. Die Region bot Bodensch√§tze, insbesondere Gold, zu deren F√∂rderung von der so genannten Castrokultur umwallte Orte gegr√ľndet wurden. Diese waren √ľber lange Zeit (>1000 Jahre) bev√∂lkert und werden heute ausgegraben.

Etwa 800 v. Chr. wurde die Region von keltischen St√§mmen besiedelt. Diese errichteten befestigte Siedlungen wie das Castro de Coa√Īa. Sie d√ľrften ihren Lebensunterhalt unter anderem auch als Hirten bestritten haben.

Ca. 25‚Äď19 v. Chr. wurde die Region ins R√∂mische Reich eingegliedert. Doch die Asturer waren ebenso wie andere einheimische V√∂lker rebellisch, was als Grund f√ľr die relative sp√§te Integration in den r√∂mischen Herrschaftsbereich angesehen werden kann. Nach dessen Zerfall wurde Asturien im 5. Jahrhundert Teil des Westgotenreichs. Nach der Eroberung der Iberischen Halbinsel durch die Muslime (711‚Äď719) begann von Asturien aus der Widerstand der Christen, den der vornehme Pelayo (Pelagius) (‚Ƭ†737) organisierte. Er wurde von seinen Anh√§ngern zum K√∂nig (oder F√ľrsten) gew√§hlt und besiegte, vermutlich im Jahr 718 oder 722, eine Streitmacht des f√ľr die Region zust√§ndigen muslimischen Statthalters in der legend√§ren Schlacht von Covadonga. Dieser Erfolg wird als der Ausgangspunkt der Reconquista betrachtet.

Aus Pelayos Machtbereich entstand das K√∂nigreich Asturien, das nach S√ľden expandierte und so 924 Teil des K√∂nigreiches Le√≥n wurde. Nach wechselvollen Vereinigungen und Erbteilungen der nordspanischen K√∂nigreiche wurde Asturien 1230 dauerhaft mit dem K√∂nigreich Kastilien vereinigt. Der spanische Thronfolger tr√§gt seit 1388 den Titel ‚ÄěF√ľrst von Asturien‚Äú (Pr√≠ncipe de Asturias).

Im 19. Jahrhundert wurde Asturien zusammen mit Katalonien und dem Baskenland Zentrum der Industrialisierung Spaniens (v. a. Bergbau und Schwerindustrie). Es gab Kohle in Asturien, Eisen im Baskenland und das Amerika-Textil-Monopol in Barcelona. Es war auch eine der Ursprungsregionen der spanischen Arbeiterbewegung.

Im Oktober 1934 fand in den Bergbaugebieten Asturiens die kommunistische ‚Äěrevoluci√≥n de octubre‚Äú (Oktoberrevolution) oder ‚Äěrevoluci√≥n minera‚Äú (Bergarbeiterrevolution) statt, die von den Truppen der damals von rechten Parteien dominierten Regierung der Republik niedergeschlagen wurde. Die Leitung der Milit√§raktion gegen die streikenden Bergarbeiter hatte der sp√§tere Diktator Franco, der zwei Jahre sp√§ter den B√ľrgerkrieg lostreten sollte.

Im Spanischen B√ľrgerkrieg war Asturien ein Zentrum des republikanischen Widerstandes. Es war jedoch geographisch vom Hauptteil der republikanischen Zone isoliert und konnte im Sommer 1937 von Francos Truppen erobert werden.

Ihr heutiges Autonomiestatut erhielt die Region am 11. Januar 1982.

Architektur

Politische Gliederung

Asturien gliedert sich administrativ in 78 Conceyos (dt. R√§te, St√§dte und Gemeinden nach dem Muster der Municipios im √ľbrigen Spanien), die nach dem Autonomiestatut zu Comarcas (entspricht in etwa Regierungsbezirken oder Landkreisen) zusammengefasst werden k√∂nnen, was aber bisher nicht vollst√§ndig geschehen ist. Vom Standpunkt der Judikative aus gesehen sind die 78 Concejos in 18 Gerichtsbezirke unterteilt.

Wirtschaft

Asturien ist eine der Industrieregionen Spaniens, insbesondere aufgrund des vorherrschenden Bergbaus und der Schwerindustrie. Da diese Branchen eher zu den schrumpfenden geh√∂ren, befindet sich Asturien seit den 1970er Jahren in einem Strukturwandel. In den letzten vier Jahrzehnten lag die Wirtschaftswachstumsrate Asturiens hinter der anderer spanischer Gebiete zur√ľck.

Die Landwirtschaft spielt in Asturien eine größere Rolle, da aufgrund des feuchten Klimas und mäßiger Temperaturen Agrarprodukte produziert werden können, die in anderen Regionen Spaniens nur mit höherem Aufwand angebaut werden können. Daneben gibt es (hauptsächlich inländischen) Tourismus.

Das Bruttoinlandsprodukt der Region erreichte im Jahr 2015 gemessen in Kaufkraftstandards 79 % des Durchschnitts der Europäischen Union (EU-28). Mit einem Wert von 0,882 erreicht Asturien Platz 8 unter den 17 autonomen Gemeinschaften Spaniens im Index der menschlichen Entwicklung.

Industrie

Die traditionell vorherrschenden Industriezweige Asturiens waren Steinkohlen- und Erzbergbau. Da die weitere F√∂rderung von Rohstoffen mit mehr Aufwand verbunden ist und die gef√∂rderten Rohstoffe aufgrund von billiger Konkurrenz aus dem Ausland unrentabler geworden sind, nimmt der Bergbau seit den 1990er Jahren kontinuierlich ab. Zwischen Gij√≥n und Avil√©s gibt es Schwerindustrie, wobei die Betriebe nicht zuletzt als Folge des r√ľckl√§ufigen Bergbaus von einer Schlie√üungswelle betroffen sind.

Die Regionalregierung versucht, durch die gezielte Ansiedlung moderner Unternehmen eine Wirtschaftskrise abzuwenden, wodurch eine abnehmende Zahl von Arbeitsplätzen allerdings nicht aufzuhalten ist. Gerade ehemalige Bergleute haben große Schwierigkeiten, in der Region wieder Arbeit zu finden. Die Medien berichten von einer realen Arbeitslosenquote zwischen 30 % und 40 %.

Landwirtschaft

Asturien ist die Milchkammer Spaniens; von der K√ľste bis zu den Picos de Europa werden vor allem Milchk√ľhe gehalten. Ein durchschnittlicher Milchviehbetrieb hat 10 bis 15 Milchk√ľhe, Gro√übetriebe sind in dem h√ľgeligen und kleinstrukturierten Gebieten selten. Ackerbau wird vornehmlich als Maisanbau zur Silierung und Winterf√ľtterung der K√ľhe betrieben. Getreideanbau findet kaum statt, ebenso wenig gibt es nennenswerten Weinbau. Eine Spezialit√§t Asturiens ist der Sidra, ein preisg√ľnstiger Apfelwein.

In Asturien finden sich √ľberall noch traditionelle quadratische H√≥rreos, das sind Getreide-, Obst- und Kartoffelspeicher, die zum Schutz gegen Nagetiere auf Pf√§hlen stehen. Die meisten H√≥rreos sind aus Holz gebaut. Im Westen Asturiens gibt es allerdings auch l√§ngliche Speicher aus Steinmaterialien.

Der Wald besteht heute zum Großteil aus Eukalyptus-Monokulturen. Das schnellwachsende und hochwertige Holz hat den Nachteil, dass der Waldboden ausgelaugt wird. Zudem steigt bei dem stark ölhaltigen Eukalyptusholz die Gefahr von Waldbränden sehr stark.

Sport

Fußball

Mit dem Sporting Gijón spielt ein asturischer Verein in der Segunda División, der zweithöchsten Spielklasse im spanischen Fußball. Ein weiterer bekannter Klub ist Real Oviedo, das 38 Spielzeiten in der Primera División absolvierte und derzeit ebenfalls in der Segunda División, Spaniens zweithöchster Spielklasse, aktiv ist.

Motorsport

Der zweifache Formel-1-Weltmeister Fernando Alonso stammt aus Asturien.

Politik

Status

Die Region Asturien hat seit 1982 den Status einer Autonomen Gemeinschaft. Wie in den anderen Autonomen Gemeinschaften auch sind ihre politischen Organe das Parlament (Junta General del Principado de Asturias), der Ministerpr√§sident (Presidente del Principado de Asturias) und die Regierung (Consejo de Gobierno). Aus historisch-traditionellen Gr√ľnden f√ľhrt die Autonome Gemeinschaft den Namen "F√ľrstentum Asturien" (Principado de Asturias). Der spanische Thronfolger, der ebenfalls traditionell den Titel "F√ľrst von Asturien" (Pr√≠ncipe de Asturias) tr√§gt, verf√ľgt aber weder politisch noch rechtlich √ľber eine besondere Stellung in Asturien.

Parlament

Seit dem Inkrafttreten des Autonomiestatuts im Jahre 1983 haben acht Wahlen zum Regionalparlament (Junta General del Principado de Asturias) stattgefunden. Nachdem die FAC-Minderheitsregierung f√ľr den Entwurf des Haushaltes 2012 im Parlament keine Mehrheit gefunden hatte, l√∂ste Ministerpr√§sident Alv√°rez-Casco das Parlament am 30. Januar 2012 auf und ordnete Neuwahlen f√ľr den 25. M√§rz 2012 an. Diese brachten folgendes Ergebnis:

  • PSOE 32¬†% und 16 Sitze
  • FAC 25¬†% und 13 Sitze
  • PP 22¬†% und 10 Sitze
  • IU 14¬†% und 5 Sitze
  • UPyD 4¬†% und 1 Sitz
(vorläufiges amtliches Endergebnis)

Erst am 28. M√§rz 2012 wurden die Stimmen der im Ausland lebenden Wahlberechtigten ausgez√§hlt. Unter Einbeziehung dieses Ergebnisses ergab sich, dass das FAC einen Sitz an die PSOE verlieren w√ľrde. Das FAC hat hiergegen Wahlpr√ľfungsklage eingelegt. Hierauf ordnete das Tribunal Superior de Justicia von Asturien (was etwa einem deutschen Oberverwaltungsgericht entspricht) mit Urteil vom 27. April 2012 die Wiederholung der Wahl der im W√§hlerregister f√ľr den Wahlkreis West eingetragenen Auslandsspanier an. Au√üerdem sprach es aus, dass der sechste Sitz dieses Wahlkreis bis zur Wiederholungswahl unbesetzt bleibt, weshalb sich das neugew√§hlte Parlament am 27. April 2012 mit vorerst nur 44 Abgeordneten konstituierte. Gegen dieses Urteil erhoben die PSOE, IU und der von dem Verlust seines Mandates betroffene Kandidat der PSOE Wahlverfassungsbeschwerde beim spanischen Verfassungsgericht. Das Verfassungsgericht gab der Beschwerde am 11. Mai 2012 statt und hob das Urteil des Tribunal Superior de Justicia auf. Es wird also keine Wiederholungswahl stattfinden, die endg√ľltige Sitzverteilung lautet: PSOE 17, FAC 12, PP 10, IU 5 und UPyD 1.

Die bisherigen Ergebnisse im Einzelnen

Regierung

Der vom Parlament gewählte Ministerpräsident (Presidente del Principado de Asturias) steht der Regionalregierung (Consejo de Gobierno) vor und benennt ihre Mitglieder. Die Regierungen seit 1983 im Einzelnen:

Flughafen

Der Flughafen Asturias ist der einzige internationale Flughafen der Region.

Bilderauswahl

Weblinks

  • Website der Regierung von Asturien
  • Website der Tourismusinformation Asturien
  • Offizielle Website f√ľr den Tourismus in Spanien: Informationen √ľber Asturien (deutsch)
  • Allgemeines Informationsportal zu Asturien

Quellen



Quelle: Wikipedia

 

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auch: Principado de Asturias, Ast√ļrias, Asturie, Asturies, Ast√ļries, Asturias
Wappen/Flagge: Asturien

ISO 3166-2:
Bezeichnung der Region: Autonome Region

Fläche ca.: 11087.70 km²

Länge der Grenze ca.: km


Ausdehnung / Grenzen (dezimale Koordinaten nach WGS 84):
nördlichster Punkt: 43.6592317
südlichster Punkt: 42.8813853
westlichster Punkt: -7.1827515
östlichster Punkt: -4.5046879

 
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