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Region Informationen Autonome Region: Madrid

Informationen:


Madrid (deutsch [maňąd Ā…™t], spanisch [maňą√į…ĺi√į]) ist die Hauptstadt Spaniens und der Autonomen Gemeinschaft Madrid. Die Metropolregion Madrid z√§hlt mit etwa sieben Millionen Einwohnern zu den gr√∂√üten Metropolen Europas. Madrid ist (ohne Vororte) mit √ľber 3,2 Millionen Einwohnern nach Berlin die zweitgr√∂√üte Stadt der Europ√§ischen Union und die gr√∂√üte Stadt S√ľdeuropas. Madrid ist seit Jahrhunderten der geographische, politische und kulturelle Mittelpunkt Spaniens (siehe Kastilien) und der Sitz der spanischen Regierung. Hier residieren auch der K√∂nig, ein katholischer Erzbischof sowie wichtige Verwaltungs- und Milit√§rbeh√∂rden. Als Handels- und Finanzzentrum hat die Stadt nationale und internationale Bedeutung. In Madrid befinden sich sechs √∂ffentliche Universit√§ten sowie verschiedene andere Hochschulen, Theater, Museen und Kultureinrichtungen.

Die Einwohner Madrids nennt man ‚ÄěMadrilenen‚Äú (span. madrile√Īos) oder ‚ÄěMadrider‚Äú.

Geographie und Klima

Geographische Lage

Madrid befindet sich im Zentrum Spaniens auf 667¬†msnm und ist damit die h√∂chstgelegene Hauptstadt der Europ√§ischen Union und die zweith√∂chstgelegene Hauptstadt Europas (nach Andorra la Vella). Die vom kleinen Fluss Manzanares durchflossene Stadt geh√∂rt zur historischen Landschaft Kastilien und liegt inmitten der Meseta, der Hochebene von Kastilien. Nordwestlich der Stadt erheben sich die Berge der Sierra de Guadarrama, die im Pe√Īalara bis 2429 m hoch aufragen. Nach Osten √∂ffnet sich das Tal des Henares, in dem Eisen- und Autobahnen nach Saragossa und Barcelona verlaufen. Etwa 70¬†km s√ľdlich, am Tajo, liegt die alte kastilische Hauptstadt Toledo, die heute Hauptstadt der autonomen Region Castilla-La Mancha ist.

Klima

Durch seine H√∂henlage auf 667 Meter √ľber dem Meeresspiegel und das kontinentale Klima sind die Sommer in Madrid hei√üer und trockener, die Winter jedoch deutlich k√§lter als etwa in den St√§dten am Mittelmeer. Die durchschnittliche Temperatur im Januar liegt bei etwa 6,1¬†¬įC, im Juli bei etwa 24,2¬†¬įC. Dabei ist es dann meist sehr trocken und hei√ü.

Starke Schneefälle gab es im März 1971, Februar 1984 und Januar 2021.

Geschichte

Der Name Madrids

Obwohl Madrid sp√§testens seit dem 9. Jahrhundert existiert, da dort wom√∂glich bereits eine vormaurische Siedlung existierte, sind aus dieser Zeit kaum Spuren erhalten. Der Erstbeleg f√ľr den Namen Madrid stammt aus arabischen Quellen (Ibn Šł§ayyńĀn al-QurŠĻ≠ubńę, Muqtabis; al-Šł§imyarńę, Kitab ar-rawd al Mi'tar) und lautet Madschrit / ŔÖō¨ōĪŔäō∑ / Ma«ßrńęŠĻ≠. Einige Autoren haben versucht, diesen Namen etymologisch herzuleiten, teils aus dem Arabischen, teils, unter der Annahme einer pr√§existenten Siedlung aus der Westgotenzeit, aus dem Fr√ľhromanischen, wom√∂glich auch dem Romance Andalus√≠. Als arabisches Etymon wird das Wort madschra / ŔÖŔéō¨ŔíōĪŔČ / ma«ßrńĀ zugrundegelegt, das Kanal, Wasserleitung oder Flussbett bedeuten kann. Als lateinisches Etymon wird matricem (Akk. von matrix, 'Geb√§rmutter') angenommen, was hier mit 'Quelle (eines Baches)' √ľbersetzt wird. Dies habe in seiner mozarabischen Form matrińć gelautet. Da beide Etyma sich auf das Wasser beziehen und √§hnlich klingen, ist auch der Gedanke aufgebracht worden, dass es sich um eine romanisch-arabische Hybridbildung handeln k√∂nne.

Madrid als Teil von al-Andalus

Nach 854 wurde unter dem Emir Muhammad (852 bis 886) eine maurische Burg (alc√°zar) an der Stelle des heutigen Madrider K√∂nigspalastes errichtet. Der im fr√ľhen 11. Jahrhundert in C√≥rdoba verstorbene Astronom Maslama ibn AŠł•mad al-Ma«ßrńęŠĻ≠ńę wurde nachweislich seiner nisba in Madrid geboren. 1083 wurde Madrid vom K√∂nigreich Kastilien erobert, jedoch noch 1109 von dem Almoravidenherrscher Ali ibn Yusuf erfolglos belagert. Ein kleiner Teil der aus der Zeit der arabischen Herrschaft √ľber Spanien stammenden Stadtmauern ist neben der Kathedrale immer noch vorhanden. 1309 wurde unter Fernando IV. die St√§ndeversammlung (Cortes) des K√∂nigreichs Kastilien erstmals nach Madrid einberufen.

Am 21. Februar 2011 wurden die Ausgrabungsarbeiten in der Umgebung des K√∂nigspalastes (Palacio Real) abgeschlossen. Von Wohnh√§usern aus dem neunten Jahrhundert hatte man keine Spuren gefunden. Geb√§udereste aus dem zw√∂lften Jahrhundert stellen vielmehr die √§ltesten Zeugen f√ľr eine st√§dtische Ansiedlung dar. Die Chefarch√§ologin Esther Andr√©u leitete daraus ab, dass Madrid als Siedlung erst in der christlichen Epoche gegr√ľndet wurde und zuvor lediglich ein maurischer Milit√§rst√ľtzpunkt gewesen sei. Dies wurde von anderer Seite mit dem Hinweis auf mehrere Brunnen, Silos und eine Kanalisation aus der Umayyadenzeit zur√ľckgewiesen.

Das Madrid der Habsburger und Bourbonen: Hauptstadt Spaniens

1561 verlegte Philipp II. den k√∂niglichen Hof von Valladolid nach Madrid, womit der Aufstieg der Stadt begann. Sie wurde faktisch zur Hauptstadt Spaniens, was sie abgesehen von einer kleinen Unterbrechung von 1601 bis 1606 (Valladolid) bis zum heutigen Tag ist. Der Teil von Madrid, der unter den Spanischen Habsburgern errichtet wurde, nennt sich bis heute ‚ÄěEl Madrid de los Austrias‚Äú (Das Madrid der Habsburger). In dieser Zeit wurden die Puerta del Sol, das Kloster der Descalzas Reales, der Palacio de Uceda, die Plaza de la Villa, die Plaza Mayor sowie die Colegiata de San Isidro erbaut.

1701 brach der Spanische Erbfolgekrieg aus, der 1706 zur englisch-portugiesischen Besetzung der Stadt f√ľhrte. Er endete 1714 mit der √úbernahme des spanischen Throns durch die Bourbonen. Unter ihrer Herrschaft entstand der heutige K√∂nigspalast. Insbesondere in der Regierungszeit Karls III., der deswegen im Volksmund auch als der ‚Äěbeste B√ľrgermeister von Madrid‚Äú bezeichnet wird, wurden die √∂ffentliche Infrastruktur der Stadt (Stra√üen, Pl√§tze, Parks, Wasserversorgung etc.) modernisiert und zahlreiche √∂ffentliche Bauten errichtet.

19. Jahrhundert während des Unabhängigkeitskrieges und nach der bourbonischen Restauration

Von 1808 bis 1813 war Madrid von den Franzosen besetzt, wobei Napoleons Bruder Joseph Bonaparte zum K√∂nig ernannt wurde. Die Besatzer lie√üen Kl√∂ster und ganze Stadtviertel niederrei√üen, um neuen Platz zu schaffen. Mit dem blutig niedergeschlagenen Aufstand vom 2. Mai 1808 wurden weitere Erhebungen im gesamten Land hervorgerufen, in Madrid ist der 2. Mai daher heute arbeitsfreier Stadtfeiertag. Pepe Botella oder El Rey Plazuela, wie Joseph wegen seines Alkoholismus und des R√ľckbaus von Kl√∂stern und Kirchen zugunsten offener Pl√§tze besp√∂ttelt wurde, floh bereits 1812 aus Madrid.

Von 1833 bis 1876 wurden die drei Karlistenkriege ausgetragen. Dabei w√ľtete auch eine Choleraepidemie in Madrid. 1873 wurde die erste Republik durch den liberalen Politiker und Schriftsteller Emilio Castelar ausgerufen.

20. Jahrhundert: B√ľrgerkrieg, Diktatur und Transici√≥n

1923 folgte die Milit√§rdiktatur unter General Miguel Primo de Rivera. Am 14. April 1931 wurde in Madrid die Zweite Republik ausgerufen. Im Spanischen B√ľrgerkrieg von 1936 bis 1939 war Madrid bis zuletzt, und zwar bis zum 28. M√§rz 1939, republikanisch und erlitt durch deutsche und italienische Bombardements schwere Zerst√∂rungen (Belagerung von Madrid). F√ľr den Durchhaltewillen der republikanischen Madrilenen war auch der Sieg am Manzanares w√§hrend der Belagerung von Madrid von Bedeutung.

Nachdem sich die Putschisten unter Generalissimus Francisco Franco, der ab 1940 offiziell im k√∂niglichen und privat im Palast El Pardo residierte, durchgesetzt hatten, pr√§gte dessen franquistische Diktatur bis 1975 die Stadt architektonisch, wirtschaftlich und demografisch. Nach den Zerst√∂rungen durch die Belagerung w√§hrend des B√ľrgerkriegs wurde es Francon nach dessen Pl√§nen wieder aufgebaut bzw. die durch den B√ľrgerkrieg unvollendeten Umgestaltungen der von Franco bek√§mpften Zweiten Republik, etwa die Nuevos Ministerios, wurden fertiggestellt. Nach dem Plan de Estabilizaci√≥n 1959 wuchsen auch immer mehr Wolkenkratzer in die H√∂he, ein Trend der bis zur Finanzkrise 2007 anhielt. Zwischen 1900 und 1980 versechsfachte sich die Stadtbev√∂lkerung von etwa 500.000 auf etwa drei Millionen Einwohner. 1965 bis 1973 fanden zahlreiche Streiks und Studentenproteste statt. Bereits in den 1950er Jahren war Madrid ein Zentrum des studentischen Widerstandes gegen die Diktatur.

Nach dem Tod Francos im Jahre 1975 gab es in Madrid eine Kulturbewegung, die Movida madrile√Īa. Juan Carlos I. wurde K√∂nig und leitete die Demokratisierung (Transici√≥n) ein, die jedoch am 23. Februar 1981 (23-F) durch einen Putschversuch einiger Offiziere der Guardia Civil und des Milit√§rs noch einmal gef√§hrdet wurde. Einige davon hatten auch schon bei der Operaci√≥n Galaxia 1978 mitgemacht. 1992 war Madrid ‚ÄěKulturstadt Europas‚Äú. Erst 1993 wurde die Kathedrale des Erzbistums Madrid Santa Mar√≠a la Real de La Almudena fertiggestellt.

21. Jahrhundert: eine moderne europäische Stadt

Am 11. M√§rz 2004 wurden bei islamistisch motivierten Terroranschl√§gen auf vier voll besetzte Nahverkehrsz√ľge und den Bahnhof Atocha 191 Menschen get√∂tet. Der Anschlag kostete die b√ľrgerliche PP, die die Schuld auf die baskische Separatistenorganisation ETA abw√§lzen wollte, die Macht und f√ľhrte zu einem Wahlerfolg der sozialdemokratischen PSOE. Die Regierung unter Jos√© Mar√≠a Aznar wollte als Teil der Koalition der Willigen wenige Tage vor der Wahl keine Spekulationen √ľber den Zusammenhang zwischen der von ihr beschlossenen Teilnahme am Irakkrieg und den Anschl√§gen von Atocha aufkommen lassen. Nach dem Beginn der Weltfinanzkrise, von der Spanien durch das Platzen der Immobilienblase im Jahre 2007 besonders betroffen war, hat sich aus Demonstrationen gegen den Sparkurs der Regierung Rajoy (recortes) ein linkspopulistisches B√ľndnis namens Podemos etabliert, das auch Manuela Carmena als B√ľrgermeisterin mit einem links-√∂kologischen Programm ins Amt (2015‚Äď2019) brachte.

Bevölkerung

Bevölkerungsentwicklung

Die Bev√∂lkerung wuchs seit der Erhebung Madrids zur Hauptstadt Spaniens im 16. Jahrhundert kontinuierlich an und erreichte in den 1970er-Jahren mit √ľber 3,1 Millionen Einwohnern ihr heutiges Niveau.

Religion

Die Bevölkerung von Madrid ist mehrheitlich römisch-katholisch. Das Territorium des Erzbistums Madrid entspricht im Wesentlichen dem Gebiet der Hauptstadt.

Laut einer aktuellen Umfrage aus dem Jahr 2019 bekennen sich 67 Prozent der Stadtbevölkerung zum römisch-katholischen Glauben, wobei die Mehrheit der Katholiken ihren Glauben nicht aktiv praktiziert. Weitere 4 Prozent geben an, Gläubige einer anderen Religion zu sein. 15 Prozent der Madrilener sind Agnostiker oder nicht-gläubig, während sich 13 Prozent als Atheisten bezeichnen.

Politik und Verwaltung

Stadtbezirke

Madrid ist in 21 Stadtbezirke (distritos) unterteilt, die ihrerseits wiederum in 131 verschiedene Stadtteile (barrios) gegliedert sind:

  1. Centro: Palacio, Embajadores, Cortes, Justicia, Universidad, Sol.
  2. Arganzuela: Paseo Imperial, Acacias, Chopera, Legazpi, Delicias, Palos de Moguer, Atocha.
  3. Retiro: Pac√≠fico, Adelfas, Estrella, Ibiza, Jer√≥nimos, Ni√Īo Jes√ļs.
  4. Salamanca: Recoletos, Goya, Fuente del Berro, Guindalera, Lista, Castellana.
  5. Chamart√≠n: El Viso, Prosperidad, Ciudad Jard√≠n, Hispanoam√©rica, Nueva Espa√Īa, Pza. Castilla.
  6. Tetu√°n: Bellas Vistas, Cuatro Caminos, Castillejos, Almenara, Valdeacederas, Berruguete.
  7. Chamberí: Gaztambide, Arapiles, Trafalgar, Almagro, Vallehermoso, Ríos Rosas.
  8. Fuencarral-El Pardo: El Pardo, Fuentelarreina, Pe√Īagrande, Barrio del Pilar, La Paz, Valverde, Mirasierra, El Goloso.
  9. Moncloa-Aravaca: Casa de Campo, Arg√ľelles, Ciudad Universitaria, Valdezarza, Valdemar√≠n, El Plant√≠o, Aravaca.
  10. Latina: Los C√°rmenes, Puerta del √Āngel, Lucero, Aluche, Las √Āguilas, Campamento, Cuatro Vientos.
  11. Carabanchel: Comillas, Opa√Īel, San Isidro, Vista Alegre, Puerta Bonita, Buenavista, Abrantes.
  12. Usera: Orcasitas, Orcasur, San Fermín, Almendrales, Moscardó, Zofio, Pradolongo.
  13. Puente de Vallecas: Entrevías, San Diego, Palomeras Bajas, Palomeras Sureste, Portazgo, Numancia.
  14. Moratalaz: Pavones, Horcajo, Marroquina, Media Legua, Fontarrón, Vinateros.
  15. Ciudad Lineal: Ventas, Pueblo Nuevo, Quintana, La Concepción, San Pascual, San Juan Bautista, Colina, Atalaya, Costillares.
  16. Hortaleza: Palomas, Valdefuentes, Canillejas, Pinar del Rey, Apóstol Santiago, La Piovera.
  17. Villaverde: San Andr√©s, San Crist√≥bal, Butarque, Los Rosales, Los √Āngeles (Villaverde).
  18. Villa de Vallecas: Casco Histórico de Vallecas, Santa Eugenia.
  19. Vicálvaro: Casco Histórico de Vicálvaro, Ambroz.
  20. San Blas: Simancas, Hellín, Amposta, Arcos, Rosas, Rejas, Canillejas, Salvador.
  21. Barajas: Alameda de Osuna, Aeropuerto, Casco Histórico de Barajas, Timón, Corralejos.

Wappen

Beschreibung: Im silbernen Feld, das von einem blauen Bord mit sieben silbernen sechszackigen Sternen belegt ist, steht auf gr√ľnem Schildfu√ü ein Erdbeerbaum mit gr√ľner Laubkrone und roten Fr√ľchten, an dem sich ein schwarzer B√§r aufrichtet.

√úber dem Wappenschild ruht die goldene Krone.

Das Wappen der Stadt Madrid zeigt einen Braunb√§ren (oso pardo), der sich den Stadtnamen pseudoetymologisch deutend gegen einen Erdbeerbaum reckt. Dieser hei√üt auf Spanisch madro√Īo. Es handelt sich daher um ein Sprechendes Wappen.

B√ľrgermeister

  • 1894‚Äď1885 und 1897‚Äď1899: √Ālvaro de Figueroa y Torres
  • 1896‚Äď1897 und 1907: Joaqu√≠n S√°nchez de Toca Calvo
  • 1899‚Äď1900: Ventura Garc√≠a Sancho Ibarrondo
  • 1907: Eduardo Dato und Joaqu√≠n S√°nchez de Toca Calvo
  • 1965‚Äď1973: Carlos Arias Navarro
  • 1979‚Äď1986: Enrique Tierno Galv√°n
  • 2003‚Äď2011: Alberto Ruiz-Gallard√≥n
  • 2011‚Äď2015: Ana Botella
  • 2015‚Äď2019: Manuela Carmena
  • seit Juni 2019: Jos√© Luis Mart√≠nez-Almeida

Stadtrat

Kultur und Sehensw√ľrdigkeiten

Plätze

  • Die Plaza Mayor wurde im 15. Jahrhundert als Marktplatz angelegt und ist bis heute der lebendigste Platz der Stadt. Er befindet sich im Zentrum der Altstadt und ist ein rechteckiger, einheitlich geschlossener, autofreier Platz (√§hnlich dem gleichnamigen Platz in Salamanca). Hier werden h√§ufig Konzerte veranstaltet.
  • Plaza de la Puerta del Sol, der Mittelpunkt der Stadt und ganz Spaniens: hier befindet sich der Kil√≥metro Cero, der traditionelle Ausgangspunkt der sechs radialen Nationalstra√üen.
  • Die parkartige, halbrunde Plaza Oriente zwischen der Oper und dem Palacio Real.
  • Plaza de Cibeles: hier befinden sich drei der gr√∂√üten Sehensw√ľrdigkeiten von Madrid auf einem Platz: der Kybelebrunnen, der Palacio de Comunicaciones und die Banco de Espa√Īa. Von den Anh√§ngern und der Mannschaft des Fu√üballvereins Real Madrid wird dieser Platz zur Feier von Meisterschaften genutzt.
  • Plaza de Espa√Īa am westlichen Ende der Gran V√≠a, ein gro√üer Platz im Stile der 1920er Jahre mit fr√ľher Hochhausarchitektur.
  • Plaza de Col√≥n: zentral gelegen, Beginn des Paseo de la Castellana.
  • Plaza de Lavapi√©s: zentraler Punkt des gleichnamigen Stadtteils Lavapi√©s.
  • Plaza de Castilla: ist im Norden von Madrid im Stadtteil Chamart√≠n. Hier befinden sich die Torres KIO.

Museen

Am Paseo del Prado befinden sich im sogenannten Museumsdreieck in Gehweite von wenigen hundert Metern drei der wichtigsten Museen: Museo del Prado, Museo Nacional Centro de Arte Reina Sofia und Museo de Arte Thyssen-Bornemisza

  • Museo del Prado: Eines der wichtigsten Malereimuseen der Welt. Es umfasst die bedeutendste Sammlung spanischer Malerei vor 1900 √ľberhaupt (z.¬†B. El Greco, Velazquez, Goya) sowie herausragende Werke anderer europ√§ischer Maler (Raffael, Tizian, Hieronymus Bosch, Rubens, D√ľrer u.¬†v.¬†a.¬†m.)
  • Museo Reina Sof√≠a: Benannt nach der Mutter des spanischen K√∂nigs, K√∂nigin Sof√≠a, erg√§nzt das Museum die Kollektion des Prados mit vielen wichtigen Gem√§lden und Skulpturen namhafter K√ľnstler der Moderne ab dem 20. Jahrhundert, so z.¬†B. Pablo Picasso, vor allem sein Gem√§lde Guernica, Salvador Dal√≠, Juan Gris u.¬†v.¬†a.¬†m.
  • Museo Thyssen-Bornemisza: Eine der wichtigsten Privatsammlungen der Welt mit Gem√§lden aus der Zeit ab dem 14. Jahrhundert.
  • Museo Arqueol√≥gico Nacional de Espa√Īa: Das 1867 gegr√ľndete Museum zeigt historische Funde der iberischen Halbinsel. Darunter befindet sich die ber√ľhmte Dama de Elche. Zudem gibt es eine √§gyptische und griechische Sammlung.
  • Museo historico de Madrid: st√§dtische Sammlung von Kunstwerken zur Geschichte Madrids ab dem 16. Jahrhundert
  • Museo Taurino de la Plaza de Toros de Las Ventas: Gro√ües Stierkampfmuseum von Las Ventas
  • Museo Nacional de Ciencias Naturales
  • Museo de Cera: Im Wachsfigurenkabinett Madrids sind √ľber 450 ber√ľhmte Personen aus den Bereichen Unterhaltung, Sport, Kunst, Wissenschaften, Literatur oder Geschichte mit Schwerpunkt auf das Land Spanien in Wachs reproduziert. Dazu gibt es noch die Schreckenskammer, und den Multivisionssaal, in dem Carlos I. die Geschichte Spaniens erz√§hlt.
  • Instituto Valencia de Don Juan, Kunstmuseum

Straßen

  • Calle de Alcal√°. Diese Prachtstra√üe beginnt an der Puerta del Sol und f√ľhrt in Richtung Alcal√° de Henares. Zwischen Sol und Plaza de Cibeles befinden sich zahlreiche repr√§sentative Gr√ľnderzeitbauten, u.¬†a. Konzernsitze von Gro√übanken.
  • Paseo del Prado. Diese sehr breite Stra√üe f√ľhrt vom Bahnhof Atocha zur Plaza de Cibeles. Hier befinden sich gro√üe Hotels und das Prado-Museum.
  • Paseo de la Castellana. Die wichtigste Stra√üenachse Madrids beginnt an der Plaza de Col√≥n und f√ľhrt rund 5,42 Kilometer in n√∂rdliche Richtung bis zum inneren Autobahnring. Die Stra√üe ist gro√üteils durch parkartige Alleen unterteilt. An manchen Stellen kann man inmitten von 10 stark befahrenen Autospuren gem√ľtlich einen cafe con leche genie√üen. Im Norden repr√§sentiert sie das moderne Madrid mit ihrer weithin sichtbaren Hochhausarchitektur.
  • Gran V√≠a. Hier befinden sich eine Reihe gro√üer Kinos, die Zentrale der spanischen Telefongesellschaft Telef√≥nica und Modegesch√§fte.
  • Calle Goya
  • Calle Huertas. Nach ihr ist das ‚ÄěSchriftstellerviertel‚Äú im Zentrum benannt, in dem die wichtigsten Schriftsteller (u.¬†a. Cervantes, Lope de Vega, Quevedo, G√≥ngora) der spanischen Literatur auf engem Raum und z.¬†T. in gleichen Zeitr√§umen (‚ÄěDas goldene Jahrhundert‚Äú) wohnten und arbeiteten. Als eine der wenigen Fu√üg√§ngerzonen der Stadt fungiert die Stra√üe heutzutage als Ausgehzentrum.

Sport

  • Mit Real Madrid, Atl√©tico Madrid und Rayo Vallecano besitzt die Stadt drei Fu√üballvereine in der Primera Divisi√≥n, der ersten spanischen Liga.
  • Mit Real Madrid Baloncesto besitzt die Stadt auch einen Basketballverein in der Liga ACB, der h√∂chsten spanischen Spielklasse.
  • Seit 1965 findet die San Silvestre Vallecana statt, mittlerweile der teilnehmerst√§rkste Silvesterlauf weltweit. Der seit 1978 ausgetragene Madrid-Marathon war bis 2007 der gr√∂√üte Spaniens.
  • Vom 13. bis 23. August 1986 fanden die 5. Schwimmweltmeisterschaften in Madrid statt, die vom Weltschwimmverband, der FINA veranstaltet wurden.
  • Seit 2002 wird in der Stadt das Madrid Masters ausgetragen, das vierte ATP Masters Series Tennisturnier des Jahres.
  • Vom 18. September bis 24. September 2006 fand im Palacio de Deportes de la Comunidad de Madrid die Badminton Individual WM statt.
  • Vom 27. September bis 8. Oktober 2006 wurde in Madrid die Feldhockey-Weltmeisterschaft der Damen 2006 auf dem Gel√§nde des Club de Campo ausgerichtet.
  • Mit der Madrid Snowzone steht die gr√∂√üte Skihalle Europas in der unmittelbaren N√§he Madrids.
Sportgeschichte

1982 wurde Italien in Madrid im Endspiel gegen Deutschland Fu√üball-Weltmeister. Madrid hat sich bislang vier Mal f√ľr die Austragung von Olympischen Sommerspielen beworben, die Kandidaturen f√ľr 1972, 2012, 2016 und 2020 scheiterten jedoch.

Sehensw√ľrdigkeiten und St√§dte im Umland

  • Real Sitio de San Lorenzo de El Escorial
  • Palacio Real (Aranjuez)
  • Alcal√° de Henares
  • Toledo
  • √Āvila
  • Tal der Gefallenen
  • Segovia

Wirtschaft und Infrastruktur

Laut einer Studie aus dem Jahr 2014 erwirtschafte der Großraum Madrid ein Bruttoinlandsprodukt von 262,3 Milliarden US-Dollar (KKB). In der Rangliste der wirtschaftsstärksten Metropolregionen weltweit belegte er damit den 42. Platz.

Wirtschaft

Die Region Madrid ist der f√ľhrende Wirtschafts- und Industriestandort Spaniens und erwirtschaftet mit 17,7¬†% den h√∂chsten Anteil am spanischen Bruttosozialprodukt. Der Schwerpunkt liegt auf dem Dienstleistungssektor, der √ľber 78¬†% des regionalen BIP generiert. Aufgrund seiner hervorragend geographischen Lage in der Mitte der iberischen Halbinsel haben sich dort Industrien aus dem Flugzeug-, Fahrzeug-, Textil-, chemische und Nahrungsmittelindustrien niedergelassen. Ein gro√üer Teil der in Spanien niedergelassenen Banken und Versicherungskonzerne haben ihren Sitz in Madrid. Die wichtigste und einzig international bedeutende B√∂rse Spaniens befindet sich dort. Ebenso haben zahlreiche Niederlassungen ausl√§ndischer Konzerne ihren Sitz und Produktionsstandort in Madrid (Siemens, Bosch, Software AG, Microsoft, Hewlett-Packard, IBM, Porsche, L‚ÄôOr√©al, Iveco etc.)

In einer Rangliste der wichtigsten Finanzzentren weltweit belegte Madrid den 41. Platz (Stand: 2018).

Verkehr

Madrid ist Spaniens gr√∂√üter Verkehrs- und Eisenbahnknotenpunkt mit den wichtigsten Personenbahnh√∂fen Atocha und Chamart√≠n. Das Netz der Madrider U-Bahn geh√∂rt zu den gr√∂√üten der Welt. In weniger dicht besiedelten Stadtteilen verkehrt die Stadtbahn Metro Ligero. Die Vororte werden mit dem Cercan√≠as-Vorortbahnsystem erschlossen. Der internationale Flughafen Madrids, Adolfo Su√°rez Madrid-Barajas, liegt im Nordosten der Stadt und ist mit der Metro zu erreichen. Er ist der viertgr√∂√üte Flughafen Europas und eine wichtige Drehscheibe f√ľr Fl√ľge nach Lateinamerika.

Flughafen

Der Flughafen Madrid-Barajas (MAD) ist mit 57,8 Mio. Passagieren (Stand 2018) einer der größten in Europa. Er besitzt vier Start-/Landebahnen (4400, 4100, 3500, 3500 m). Die beiden 3500-m-Bahnen sind Neubaubahnen; die 4400-m-Bahn ist die längste in Europa. Der neue Terminal (T4) wurde 2006 eröffnet und hat 2007 aufgrund der Entfernung zum restlichen Flughafen eine eigene Metrostation erhalten. Alle Terminals (T1, T2, T3, T4) sind mit der Metro Linie 8 zu erreichen.

Im November 2008, nach dem Beginn der Weltfinanzkrise und dem Platzen der Immobilienblase, wurde der Flughafen Ciudad Real als erster privater Flughafen Spaniens zur Entlastung eröffnet. Er wurde im November 2011 mangels Flugverkehr geschlossen und gilt als eine der größten Investitionsruinen Spaniens.

Bildung

Zu den zahlreichen Bildungseinrichtungen geh√∂ren die Universit√§t Complutense Madrid (UCM, 1508 in Alcal√° de Henares er√∂ffnet, 1836 nach Madrid verlegt) sowie die Universidad Comillas (1892), die Polytechnische Universit√§t Madrid (UPM, 1971), Universidad Aut√≥noma (UAM, 1968), die Universit√§t Carlos III (UC3M, 1989) und die Universidad Rey Juan Carlos (1996). Die spanische Fernuniversit√§t UNED (Universidad Nacional de Educaci√≥n a Distancia) hat ihren Hauptsitz in Madrid. Ebenso befinden sich hier u.¬†a. die K√∂niglich Spanische Akademie sowie die Akademien der Sch√∂nen K√ľnste, der Naturwissenschaften und der Sprachen. Siehe auch: Liste der Universit√§ten in Madrid

Städtepartnerschaften

Stand 2008

Persönlichkeiten

Weitere Themen

  • Metropolregion Madrid

Weblinks

  • Homepage der Stadt (spanisch)
  • Ein Besuch in Madrid vom 18. bis 21. Dezember 2018 von Gerhard Hund

Einzelnachweise


 

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auch: Comunidad de Madrid, Communauté de Madrid, Community of Madrid, Comunidad de Madrid , Comunidade de Madrid, Comunitat de Madrid
Wappen/Flagge: Madrid

ISO 3166-2:
Bezeichnung der Region: Autonome Region

Fläche ca.: 7984.70 km²

Länge der Grenze ca.: km


Ausdehnung / Grenzen (dezimale Koordinaten nach WGS 84):
nördlichster Punkt: 41.2154298
südlichster Punkt: 38.8782395
westlichster Punkt: -4.5791745
östlichster Punkt: -2.1504793

 
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