Lnder Länder/Staaten > Europa > Ungarn Ungarn > Veszprém Region Veszprém

Karte Karte: Region Veszprém

Lage Lage, Gebirge

Gebirge in Veszprém: 1
Europa » Karpaten

Da von den Grenzen der Gebirge und der Regionen nur die äußersten Punkte berücksichtigt werden, und die Berechnung automatisch passiert, kann es an den Rändern zu fehlerhaften Überschneidungen kommen.
Durch einblenden der Gebirge auf der Karte (Klick auf Gebirge oben links in der Karte) kannst du genau sehen, welche Gebirge in der Region liegen und welche nur daran grenzen.

Region Informationen Region: Veszprém

Informationen:


Veszprém [ˈvɛspreːm] (deutsch Wesprim oder Weißbrünn) ist eine ungarische Stadt mit Komitatsrecht und Verwaltungssitz des gleichnamigen Komitats. Sie ist eine der ältesten Städte Ungarns und war neben Székesfehérvár (Stuhlweißenburg) und Esztergom (Gran) eine der bedeutendsten ungarischen Städte im Mittelalter. Veszprém hatte 2021 über 58.000 Einwohner und ist wegen seines attraktiven Stadtbilds und der Nähe zum Balaton ein beliebtes Fremdenverkehrszentrum, sowie eine bedeutende Universitätsstadt. Außerdem ist Veszprém Heimat des Handballvereins KC Veszprém.

Lage

Veszprém befindet sich nördlich des Balatons (Plattensee) auf Hügeln und in Tälern, die den Bach Séd umgeben. Die Stadt wurde nach der Überlieferung auf fünf Bergen erbaut: Várhegy (Burgberg), Jeruzsálemhegy (Jerusalemberg), Temetőhegy (Friedhofberg), Kálvária-hegy (Kreuzwegberg) und Cserhát.

Die Stadt liegt am Schnittpunkt dreier ungarischer Landschaften: Sie grenzt im Norden an den Bakonywald, im Süden an das Plattensee-Hochland (Balaton-felvidék) und im Osten an die Große Ungarische Tiefebene. Diese zentrale Lage förderte die Entwicklung von Veszprém in großem Maße.

Geschichte

Auf dem Gebiet von Veszprém gab es schon im 5. Jahrtausend v. Chr. eine neolithische Siedlung, deren Freilegung vor kurzem beendet wurde.

Zur Zeit der Landnahme ging Veszprém – wo vermutlich eine ehemalige (fränkische oder awarische) Festung auf dem Burgberg bestand – in den Besitz des Hauses Árpád über.

Im Jahr 1009 wurde von Fürst Géza, dem Vater des Staatsgründers Stephan I., eines der ältesten Bistümer Ungarns, das Bistum Veszprém (seit 1993 Erzbistum) gegründet. Der Dom St. Michael ist die älteste (erz-)bischöfliche Kathedrale Ungarns. Er wurde von der Frau des heiligen Königs Stephan I. begründet, der seligen Gisela, einer in Passau begrabenen bayerischen Prinzessin aus Regensburg. In der Kathedrale findet man den Thronstuhl der ungarischen Königinnen (deren Krone wird in der ungarischen Schatzkammer aufbewahrt) und eine Reliquie von Gisela.

Im Kloster unterhalb der Burg wuchs Margarete auf, die Tochter des Königs Béla IV. Später lebte und starb sie im Kloster auf der Margareteninsel (Budapest) und gab so der Insel ihren heutigen Namen.

Die Bischöfe von Veszprém bauten die Stadt über die Jahrhunderte zu einer Festung aus. 1276 wurde die Stadt durch das Heer des Palatins Péter Csák und 1380 durch einen Brand zerstört, aber nach diesen Ereignissen wurde die Stadt wieder aufgebaut. Im Jahr 1552 eroberten die Türken Veszprém und plünderten und mordeten in der Stadt. Danach verlor die einstmals blühende Renaissance-Stadt zeitweilig ihre Bedeutung.

Nach 1702 wurden Teile der Festung wieder errichtet. Im 18. Jahrhundert und Anfang des 19. Jahrhunderts entwickelte sich die Stadt in österreichischer Hand zum Barock und wurde – dank ihres Getreidemarkts – Handelszentrum Mitteltransdanubiens. Die Einwohnerzahl stieg von 2.500 auf 14.000. Die Mehrheit der Gebäude der Burg wurde in diesem Zeitraum erbaut.

Teile der Stadt wurden bei einem Erdbeben 1810 zerstört. Das zünftige Handwerk und der Getreidemarkt versanken Ende des 19. Jahrhunderts in der Bedeutungslosigkeit, weil die Stadtväter es verhindert hatten, dass die 1872 erbaute Eisenbahnlinie zwischen Székesfehérvár (Stuhlweißenburg) und Szombathely (Steinamanger) näher an die Ortsmitte von Veszprém geführt wurde. Die Bevölkerungszahl stagnierte seither.

Während der k.u.k. Monarchie war Veszprém eine von vielen Garnisonsstädten und 1914 die Heimat des K.u. Veszprémer Honvéd-Infanterieregiments Nr. 31 (Veszprémi 31. honvéd gyalogezred).

Kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges tobten im Raum Veszprém die letzten schweren Kämpfe auf ungarischem Boden. Zwischen dem 25. und 28. März 1945 lieferten sich hier die mit großer Übermacht nach Westen vorstoßenden Verbände der 26. und 27. Armee der Sowjets schwere Gefechte mit fanatisch kämpfenden Resten der zerschlagenen SS-Divisionen „Wiking“ und „Hohenstaufen“, in deren Verlauf die geschichtsträchtige Stadt nahezu völlig zerstört wurde.

Mit großer Hingabe und Liebe zum Detail wurde die Stadt in den Jahren von 1945 bis 1953 nahezu originalgetreu wieder aufgebaut.

2023 wird Veszprém Kulturhauptstadt Europas sein. Ebenfalls beworben hatten sich Debrecen und Győr.

Bildung und Forschung

Die Pannonische Universität gilt heute mit ihren fünf Fakultäten (Philosophische, Ingenieurwissenschaftliche, Wirtschaftswissenschaftliche, Landwirtschaftswissenschaftliche und Informatik-) – zusammen mit der Akademie-Filiale Veszprém (VEAB) der Ungarischen Akademie der Wissenschaften (MTA) – als das akademische Zentrum Mittel-, Nord- und Westtransdanubiens. Zu der Universität gehört seit einigen Jahren auch das Georgikon in Keszthely, die älteste Agrarwissenschaftliche Fakultät Europas. Die Universität hat rund 11.000 Studenten.

Sehenswertes

Im Burgviertel

  • Sankt-Michael-Dom – Im Jahr 1001 als doppeltürmige romanische Basilika errichtet, in den Türkenkriegen zerstört, erst im 18. Jahrhundert teils im Spätbarock wieder aufgebaut.
  • Unterkirche – Grabmal des Bischofs Márton Bíró von Padányi. Ihm ist die Großrekonstruktion der Veszprémer Burg im 18. Jahrhundert zu verdanken.
  • Sankt-Stephans-Kirche – Ursprünglich im Barock 1730 errichtet, dann durch einen Brand zerstört, später in neoromanischem Stil wieder aufgebaut.
  • Erzbischöfliches Palais – Von Jakob Fellner, einem im 18. Jahrhundert in Ungarn bekannten Architekten erbaut. Im Innern befinden sich eine Bibliothek und viele Gemälde.
  • Gisela-Kapelle – Romanisch. Die Fresken mit den sechs Aposteln an der Nordwand stammen aus dem 13. Jahrhundert.
  • Dreifaltigkeitssäule – Von Bischof Márton Bíró 1750 aufgestellt, aus Sandstein.
  • Propstpalais
  • Piaristen-Gymnasium
  • Feuerturm – Im 18. Jahrhundert erbaut, ist er ein Wahrzeichen der Stadt. Stündlich ertönt ein Glockenspiel vom Band.
  • Heldentor (Burgtor) mit kleinem Burgmuseum
  • Salesianum – Besucherzentrum der Erzdiözese Veszprém

Außerhalb des Burgviertels

  • Dezső-Laczkó-Museum
  • Bakonyer Haus
  • Petőfi-Theater
  • Óváros tér (Altstadtplatz)
  • Károly-Eötvös-Komitatsbibliothek
  • Theatergarten
  • Sankt-Stephan-Talbrücke oder Viadukt
  • Kálmán-Kittenberger-Zoo
  • Deutscher Soldatenfriedhof
  • Barocke Jesuitenkirche im Betekints-Tal

Sport

Überregional bekannt ist der KC Veszprém, mit 22 ungarischen Meisterschaften, 23 Pokalsiegen und zwei Siegen im Europapokal der Pokalsieger erfolgreichster ungarischer Handballverein. Die heimische Halle fasst 5.500 Zuschauer.

Aus der Stadt kommt als weiterer Handballverein der Veszprémi KSE.

Städtepartnerschaften

Veszprém unterhält Städtepartnerschaften mit folgenden Städten:

  • Estland Tartu, Estland, seit 1970
  • Danemark Gladsaxe, Dänemark, seit 1973
  • Finnland Rovaniemi, Finnland, seit 1974
  • Deutschland Bottrop, Deutschland, seit 1987
  • Belgien Ottignies-Louvain-la-Neuve, Belgien, seit 1990
  • Rumänien Sfântu Gheorghe (Sepsiszentgyörgy), Rumänien, seit 1990
  • Deutschland Püttlingen, Deutschland, seit 1996
  • Frankreich Saint-Michel-sur-Orge, Frankreich, seit 1996
  • Deutschland Senftenberg, Deutschland, seit 1996
  • Israel Tirat Karmel, Israel, seit 1996
  • Polen Nowa Sól, Polen, seit 1996
  • Tschechien Žamberk, Tschechien, seit 1996
  • Deutschland Passau, Deutschland, seit 2000
  • Italien Fresagrandinaria, Italien, seit 2003
  • Slowakei Nitra (Nyitra), Slowakei, seit 2012
  • Polen Tarnów, Polen, seit 2012
  • Tschechien Most, Tschechien, seit 2022

früher auch mit Halle (Saale) in Deutschland.

Söhne und Töchter der Stadt

  • Leopold Auer (1845–1930), Violinist, Violinpädagoge und Dirigent
  • Peter Pulay (* 1941), Chemiker
  • Edit Kovács (* 1954), Fechterin
  • Tibor Navracsics (* 1966), Politiker
  • Hajnalka Király-Picot (* 1971), Fechterin
  • Géza Pálffy (* 1971), Historiker
  • Balázs Kiss (* 1972), Hammerwerfer
  • Szabolcs Szegletes (* 1978), Fußballspieler
  • Anita Görbicz (* 1983), Handballspielerin und -trainerin
  • Mary Nótár (* 1985), Sängerin
  • Tamás Kádár (* 1990), Fußballspieler
  • Ádám Lang (* 1993), Fußballspieler
  • Bianka Bartha-Kéri (* 1994), Leichtathletin
  • Soma Novothny (* 1994), Fußballspieler
  • Bence Zakics (* 1994), Handballspieler
  • Dalma Gálfi (* 1998), Tennisspielerin
  • Zoltán Szita (* 1998), Handballspieler

Einzelnachweise

Weblinks

  • Website der Stadt Veszprém
  • Veszprém in A Pallas nagy lexikona (ungarisch)
  • Luftaufnahmen über Veszprém


Quelle: Wikipedia

 

Kommentar User Meinungen und Kommentare


Die höchsten Gipfel Die höchsten Gipfel

Die höchsten Hütten Die höchsten Hütten

 

Touren in dieser Region Touren in dieser Region

Bücher und Karten Bücher und Karten

auch:

ISO 3166-2:
Bezeichnung der Region: Megye

Fläche ca.: 5019.10 km²

Länge der Grenze ca.: km


Ausdehnung / Grenzen (dezimale Koordinaten nach WGS 84):
nördlichster Punkt: 47.493
südlichster Punkt: 46.649
westlichster Punkt: 17.098
östlichster Punkt: 18.23

 
Ungarn - Region Veszprém: Große Karte mit den Grenzen und allen POIs
Region Veszprém in Ungarn. Schaue dir die Lage und viele weitere Informationen an. Hchste Gipfel und hchste Htten.

Genabi Gesundheit.Nachhaltigkeit.Bio Twitter twitter.com/deinebergede Instagram instagram.com/deineberge.de Facebook facebook.com/DeineBerge Frage Kontakt Fragen, Fehler, Lob, Kritik?
Schreib uns eine Nachricht.