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Staat Informationen : Gambia

Informationen:


Gambia [ňągambiŐĮa] (offiziell englisch The Gambia bzw. Republic of The Gambia) ist eine Republik in Westafrika, die an den Ufern des Gambia liegt. Mit Ausnahme eines kurzen K√ľstenabschnittes an der M√ľndung des Flusses in den Atlantischen Ozean wird Gambia vollst√§ndig vom Staat Senegal umschlossen. Mit einer Gesamtfl√§che von ungef√§hr 11.000¬†Quadratkilometern ist das Land der kleinste Staat des afrikanischen Festlandes. Die Hauptstadt ist Banjul.

Zum Namen Gambia

Die genaue etymologische Herkunft des Namens Gambia ist nicht bekannt; es gibt mehrere Deutungen dazu. Er wurde in der Zeit der europ√§ischen Entdecker vor rund 500 Jahren zum ersten Mal schriftlich benutzt. Als diese ihre Expeditionen immer weiter nach S√ľden ausdehnten, fertigten sie gleichzeitig Karten √ľber die Regionen f√ľr zuk√ľnftige Reisen an. Ortsnamen wurden in ihren Berichten erw√§hnt und auf den Karten markiert. Da die Expeditionen zuerst auf dem Wasserweg erfolgten, waren die Fl√ľsse in der Region Senegambia von gro√üer Bedeutung.

Alvise de Cadamosto bezieht sich in den Berichten seiner Expeditionen 1455 und 1456 auf den Fluss und das Land als Gambra oder Cambra. Duarte Pacheco Pereira berichtet, dass der Fluss die Grenze zwischen dem K√∂nigreich Jolof im Norden und dem der Guambea bildet, das in der Sprache der Mandinka auch Guabu genannt wird. Im Jahr 1552 kennt Jo√£o de Barros zwei Bezeichnungen f√ľr den Fluss; die Menschen entlang des Flusses nennen ihn Gambu, w√§hrend die Portugiesen ihn Gambea nennen. Richard Jobson stellte 1632 fest, dass der Fluss von einigen Gambia genannt wird, von anderen aber wiederum Gamba. Aus linguistischer Sicht gab es einige Verwirrung dar√ľber, ob sich die Worte Cambra, Gambra, Gambu, Guabu und Guambea auf den Fluss, das Mandinka-Reich Kaabu oder auf Fluss und Reich beziehen. Beide Wortst√§mme teilen sich Ka oder Ga (Kam/Gam). Die Silben bra, bu und bea scheinen unterschiedliche Bedeutungen zu haben. Die Silbe bu bezieht sich im Speziellen auf das Land der Kaabu, w√§hrend sich die Silben bra und bea auf den Fluss beziehen. Die Silbe bra von Cadamosto k√∂nnte ihren Ursprung vom Wort Bur der Wolof haben, das so viel wie K√∂nig bedeutet. Dies k√∂nnte erkl√§ren, dass Gambia urspr√ľnglich von Gambura in der Bedeutung als ‚ÄöPlatz des K√∂nigs‚Äė zu verstehen ist. Die N√§he des Jolof-Reiches zur n√∂rdlichen Grenze zu Kaabu k√∂nnte erkl√§ren, wie ein Wolof-Wortstamm sich mit der Sprache der Mandinka vermischt haben kann.

Aus der m√ľndlichen √úberlieferung, die in Westafrika eine weitere wichtige historische Quelle ist, stammt eine andere Deutung des Namens Gambia. Nach einer Wiedergabe des Griot Fabala Kanuteh an Samuel Carter hei√üt es, als die Portugiesen James Island besuchten, sandte der K√∂nig von Niumi, Seneke Jamme, einen Boten zu den Fremden. Dieser Bote mit dem Namen Kambi Manneh wurde von den Portugiesen gefragt: ‚ÄěWas ist der Name dieses Ortes?‚Äú Seine Antwort auf die Frage, die er wohl nicht richtig verstanden hatte, war: ‚ÄěMein Name ist Kambi.‚Äú Kambi-yaa bedeutet Kambis Ort oder an Kambis Ort. Die Geschichte wurde in dieser Form ebenfalls vom Griot Foday Musa Suso wiedergegeben, nur der vollst√§ndige Name des Boten war Kambi Sonko.

Im 19. Jahrhundert beziehen sich die Dokumente auf die Siedlung am Fluss Gambia (englisch Settlement on the River Gambia). 1888 wurde die Kolonie als ‚Äědie Kolonie von Gambia‚Äú (englisch The Colony of the Gambia) bezeichnet. In der kolonialen Zeit wurden keine Unterschiede zwischen den Schreibweisen Gambia und The Gambia gemacht. Seit der Unabh√§ngigkeit Gambias ist der offizielle Name des Staates The Gambia mit einem gro√ügeschriebenen Artikel. Auf diese Schreibweise wird besonders in englischsprachigen Schriften geachtet.

Nach einer weiteren Theorie stammt der Ursprung des Namens vom portugiesischen Wort c√Ęmbio (‚ÄěAustausch‚Äú, ‚ÄěWechsel‚Äú oder ‚ÄěHandel‚Äú). C√Ęmbio k√∂nnte die √úbersetzung der Bezeichnung f√ľr den Fluss der damaligen Bev√∂lkerung im 15.¬†Jahrhundert sein. Das Wort ba dimma (nach anderer Deutung fura) wird dabei als Quelle genannt. Ba dimma kommt aus der Mandinka-Sprache (ba-djio = Fluss).

Die Bewohner am Fluss haben keinen speziellen Namen f√ľr ihn; das allgemeine Wort f√ľr Fluss in Fula ist maayo, baa in Mandinka oder dex in Wolof. Der Begriff Kambi Bolongo, der eine Schl√ľsselrolle in Alex Haleys Roman Roots spielt, ist einzig im Flussm√ľndungsgebiet bekannt. Bolongo ist ein Wort f√ľr Creek.

Geographie

Gambia liegt an der Westk√ľste des afrikanischen Kontinents und ist mit 11.295¬†km¬≤ dessen kleinster Fl√§chenstaat. Die ungef√§hr 740¬†Kilometer lange Grenze folgt auf einer L√§nge von etwa 480¬†Kilometern sowie einer Breite von zehn bis 50¬†Kilometern dem Verlauf des Gambia-Flusses. Abgesehen vom K√ľstenabschnitt ist Gambia vom zwanzigmal gr√∂√üeren Senegal umschlossen. H√§ufig wird das Land als eine Enklave bezeichnet, was aber den Zugang zum Atlantischen Ozean nicht ber√ľcksichtigt. Der ungew√∂hnliche Grenzverlauf Gambias wird mit der weit verbreiteten Geschichte erkl√§rt, britische Schiffe h√§tten vom schiffbaren Teil des Flusses mit Kanonen nach beiden Seiten geschossen, um mit der Reichweite dieser Kanonen eine Grenzlinie gegen√ľber den Franzosen festzulegen. Gambia ist ein flaches Land, dessen H√∂he √ľber dem Meeresspiegel zwischen 0¬†m und 53¬†m betr√§gt.

Klima

Das Klima ist tropisch mit einer ausgepr√§gten Regenzeit und Trockenzeit. Die Trockenzeit dauert von November bis Mai. Sie ist beeinflusst vom trockenen Nordost-Wind aus der Sahara, genannt Harmattan. Die Durchschnittstemperaturen steigen dabei auf Werte zwischen 21 und 27¬†Grad Celsius an, wobei Spitzenwerte bis √ľber 40¬†¬įC erreicht werden k√∂nnen. Die relative Luftfeuchtigkeit bleibt im Bereich zwischen 30 und 60¬†Prozent.

Gewässer

Gambia hat eine K√ľstenlinie von ungef√§hr 80¬†Kilometern L√§nge. Etwa 1300¬†Quadratkilometer, also 11,5¬†Prozent der Landesfl√§che, sind Wasserfl√§chen. Davon tr√§gt der Gambia-Fluss ‚Äď einer der Hauptstr√∂me Afrikas ‚Äď mit seinen Seitenarmen den Hauptanteil.

Flora und Fauna

Flora

Die geographische Position des Landes, kombiniert mit den umfangreichen Feuchtgebieten, sorgt f√ľr eine gro√üe Anzahl verschiedenster Pflanzenarten. Ungef√§hr 530 verschiedene Pflanzenarten sind in Gambia bekannt. Der n√∂rdliche Teil des angrenzenden Senegal liegt in der Sahelzone, weiter im S√ľden Westafrikas schlie√üt sich der tropische Regenwald (Guineazone) an. Die √úbergangszone, in der auch Gambia liegt, nennt man Sudanzone. Feuchtsavanne ist der vorherrschende Vegetationstyp, wobei n√∂rdlich des Gambias die Vegetation sp√§rlicher ist.

Nach der Landnutzungsstudie von 1998 waren etwa 45¬†Prozent der Landesfl√§che mit unterschiedlichen Waldtypen bedeckt. Allerdings betrug der Anteil geschlossenen Waldes (‚Äědense forest‚Äú, mit geschlossenem Kronendach) nur knapp 9¬†Prozent der Landesfl√§che, w√§hrend etwa dreiviertel der Waldfl√§che als ‚ÄěWaldsavanne‚Äú klassifiziert wurde. Weitere 32¬†Prozent der Landesfl√§che wurden als parkartige, offene Busch-Savanne bezeichnet, die meist saisonal beackert wird. Typischerweise werden bei der Umwandlung von Wald in landwirtschaftliche Fl√§che Einzelb√§ume bestimmter Baumarten auf den Feldern stehen gelassen; n√§mlich meist solche, die einen Wert als Lieferant von Fr√ľchten (z.¬†B. ‚ÄěBuschmango‚Äú (Cordyla pinnata), Baobab), Medizinalprodukten (z.¬†B. ‚Äěwestafrikanisches Mahagoni‚Äú Khaya senegalensis), Viehfutter (gr√ľnes Laub w√§hrend der Trockenzeit, z.¬†B. Anabaum (Faidherbia albida)) oder technische Fasern (z.¬†B. Rinde des Baobab f√ľr die Herstellung von Seilen) haben. Die Waldsavanne kann man grob einteilen in eine Variante auf tiefgr√ľndigeren, besseren B√∂den mit h√∂heren Niederschl√§gen (besonders in der West Coast Region und in der westlichen H√§lfte der Lower River Region) und in eine Variante, die eher auf den flachgr√ľndigeren Plateaus mit niedrigeren Niederschl√§gen im Osten des Landes zu finden ist. Die h√§ufigsten Baumarten sind Khaya senegalensis, Cordyla pinnata, Daniellia oliveri, Pterocarpus erinaceus und Prosopis africana. Auf den trockeneren Plateaus sind au√üerdem der rote Seidenwollbaum und Afzelia africana vertreten. Auf den besseren Standorten im Westen sind dagegen Anogeissus leiocarpa, N√©r√© (Parkia biglobosa) und Sterculia setigera h√§ufiger zu finden. Auf weiter Fl√§che ist die Waldsavanne durch Waldbr√§nde, √úberweidung und √ľberm√§√üige Nutzung seit Jahrzehnten degradiert und in der Artenzusammensetzung stark ver√§ndert worden. Statt der urspr√ľnglichen Artenvielfalt sind robuste Pionierpflanzen wie Terminalia macroptera und verschiedene Combretum-Arten vorherrschend geworden.

√úber eine Strecke von gut 200¬†Kilometern von der M√ľndung landeinw√§rts finden sich, soweit der Einfluss des Salzwassers ‚Äď der sogenannten Brackwasserzone ‚Äď reicht, am Ufer des Gambia dicht verschlungene Mangrovenw√§lder. Weiter flussaufw√§rts sowie an einigen der meist kurzen Frischwasserzufl√ľsse, die zum Teil nur in der Regenzeit Wasser f√ľhren, finden sich an den R√§ndern der Flie√ügew√§sser Reste von immergr√ľnem Galeriewald. Hier wachsen au√üer den meisten der f√ľr die Waldsavanne genannten Baumarten auch Ebenholz, Erythrophleum guineense, Milicia regia, sowie die √Ąthiopische Palmyrapalme (Borassus aethiopum) und zahlreiche Lianen. Typische Beispiele von Galeriewald sind im Abuko Nature Reserve und bei dem Ort Pirang in einem kleinen staatlichen Forest Park erhalten geblieben.

Entlang des Atlantiks erstreckte sich vor der √úberbauung der K√ľste durch haupts√§chlich touristische Infrastruktur ein Streifen von K√ľstenwald (Coastal Woodland), der besonders durch geschlossene Best√§nde der √Ąthiopischen Palmyrapalme gekennzeichnet ist. Weiterhin sind dort Allophyllus africanus, Malacantha alnifolia mit charakteristisch unrundem Stamm und der dornige Busch Fagara zanthoxyloides h√§ufig vertreten. Ein gut erhaltener und gesch√ľtzter Rest des typischen K√ľstenwaldes ist bei Bijilo zu finden.

Einige in Gambia nicht heimische Baumarten werden in gr√∂√üerem Ma√üe angepflanzt. Insbesondere wurden Plantagen mit der aus S√ľdostasien stammenden Gmelina arborea angelegt, beispielsweise im Nymbai Forest Park in der West Coast Region, wo eine kleine S√§gewerks-Industrie entstanden ist. Diese schnellwachsende Baumart hat sich auch gut bew√§hrt zur Pflanzung auf Feuerschutzstreifen und zur Markierung von unterschiedlichen Besitzverh√§ltnissen in der Waldsavanne, weshalb in Reihen gepflanzte Gmelina ziemlich augenf√§llig entlang von Stra√üen und Wegen zu sehen sind. Weitere Baumarten, die in Westafrika nicht heimisch sind, aber in Gambia aus forst- oder landwirtschaftlichen Gr√ľnden regelm√§√üig angepflanzt werden, sind z.¬†B. Teakbaum (Tectona grandis), Mango (Mangifera indica), Niembaum (Azadirachta indica) und Eukalyptusarten.

Fauna

Großwild wie Elefanten, Löwen oder Giraffen wurde im 19. Jahrhundert und zu Beginn des 20. Jahrhunderts von den Kolonialherren und Wilderern ausgerottet. Dennoch bietet Gambia mit seinen umfangreichen Savannen- und Feuchtgebieten noch heute einer großen Anzahl von Tierarten Lebensraum.

Ungef√§hr 108 S√§ugetierarten, wie die verschiedenen kleine Antilopenarten, beispielsweise die Sitatungas oder die Buschb√∂cke, sind hier heimisch. Primaten sind h√§ufig anzutreffen, darunter Guinea-Paviane und Gr√ľne Meerkatzen, aber auch Temminck-Stummelaffen und Husarenaffen. Erfolgreich hat man die letzten Schimpansen des Landes in ein Naturreservat √ľbersiedelt.

F√ľr die gro√üe Vielfalt der bunten Vogelwelt ist das Land bekannt. √úber 540 Vogelarten sind in der Fachliteratur beschrieben ‚Äď ein Drittel dieser V√∂gel sind Zugv√∂gel.

Einst galt der Gambia als krokodilreichster Fluss Afrikas; heute sind in freier Wildbahn nur noch selten Krokodile anzutreffen, darunter das Nilkrokodil und das Stumpfkrokodil. Zu den Echsen gehört auch der bis zu zwei Meter große Nilwaran. Selten geworden, aber gefährlicher sind die Flusspferde, von denen oberhalb von Elephant Island noch ungefähr 100 Exemplare leben.

Die gesch√ľtzte K√ľstenlinie ist ein beliebtes Laich- und Aufwuchsgebiet f√ľr diverse Fische. Delfine sind in der Flussm√ľndung zu beobachten.

Städte und Ortschaften

Weil die Hauptstadt Banjul auf einer Insel liegt, kann sie nicht weiter expandieren. Dadurch ist Serekunda in der Kombo-St. Mary Area mit Abstand die größte Ortschaft und mit 415.962 Einwohnern das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum des Landes.

Bevölkerung

Ethnien

Die größte Bevölkerungsgruppe ist die der Mandinka mit einem Anteil von ungefähr 40 Prozent, gefolgt von den Fulbe und den Wolof. Ein Anteil von einem Viertel verteilt sich auf die restlichen ethnischen Gruppen.

Sprachen

Englisch blieb nach der Unabhängigkeit vom Vereinigten Königreich 1965 offizielle Amtssprache. Der meiste Schriftverkehr wird auf Englisch abgewickelt.

Da in Gambia viele verschiedene Ethnien leben, die sich haupts√§chlich durch ihre eigene Sprache definieren, sind die Gambier recht polyglott. H√§ufig sprechen sie mehrere Sprachen flie√üend oder k√∂nnen sich zumindest darin verst√§ndigen. Neun Sprachen sind haupts√§chlich verbreitet, aber √ľber zwanzig verschiedene Sprachen werden in dem kleinen Land gesprochen. Am weitesten verbreitet ist mit etwa 454.000 Sprechern das Mandinka aus der Gruppe der Mande-Sprachen. Topographische Bezeichnungen sind h√§ufig in Mandinka. Das Wolof mit etwa 165.000 Sprechern hat die gr√∂√üte Verbreitung in Senegal und wird vor allem in der K√ľstenregion um Banjul und in der Kombo-St.¬†Mary Area gesprochen. Wolof wird oft als Handels- und Gesch√§ftssprache benutzt und diente auch in der Zeit der Konf√∂deration Senegambia als Parlamentssprache. Das Fulfulde (oder Fulani) wird von etwa 263.000 Gambiern gesprochen.

Die arabische Sprache ist eine alte Schriftsprache im Gambia-Tal. Im Zuge des Transsaharahandels kamen schon seit dem 10.¬†Jahrhundert nordafrikanische H√§ndler zu den westafrikanischen Herrscherh√§usern. Durch die Annahme des Islam wurde die arabische Sprache, die heute als Bildungssprache und Sprache der Religion gilt, auch in die Region s√ľdlich des Maghreb verbreitet. Durch die grenznahen Kontakte mit Senegal haben viele Gambier auch fundierte Franz√∂sischkenntnisse. Gambier, die Kontakt mit dem Tourismus haben, besitzen oft zus√§tzlich Sprachkenntnisse in Deutsch, Niederl√§ndisch, Schwedisch oder Finnisch.

Religionen

Gambias Bevölkerung ist zu 90 Prozent muslimisch, 9 Prozent christlich und etwa 1 Prozent gehört traditionellen indigenen afrikanischen Religionen an.

Gambia verstand sich bis 2015 als ein weltlicher Staat, der den Respekt vor allen kulturellen und traditionellen Werten f√∂rdert. Es war in Gambia traditionell √ľblich, offizielle Veranstaltungen mit Gebeten eines muslimischen Imams und eines christlichen Geistlichen zu er√∂ffnen. Am 11.¬†Dezember 2015 erkl√§rte Staatspr√§sident Yahya Jammeh jedoch Gambia zu einer ‚Äěislamischen Republik‚Äú. Seine Kritiker wiesen darauf hin, dass es f√ľr seine Entscheidung keine ‚Äěverfassungsm√§√üige Grundlage‚Äú gebe.

Unter den indigenen Religionen findet sich der Voodoo. Im Gegensatz zum Voodoo-Kult in Haiti versteht sich der Voodoo in Westafrika in der Regel als eine weiße, heilende und gute Magie. Trotzdem werden gelegentlich Geschichten verbreitet, in denen jemand böswillig etwas mit Voodoo bewirkt haben soll. Es wurde beispielsweise ein Beschuldigter gelyncht, weil er angeblich einem anderen das Geschlechtsteil weggezaubert hatte.

Ein Tier mit mythologischer Bedeutung ist das Krokodil. Es gilt als heiliges Tier und Fruchtbarkeitssymbol. So sehen die Westafrikaner zum Beispiel im Vollmond ‚Äď in der Mandinka-Sprache Bambo genannt ‚Äď ein Krokodil. In den Dalasi-Banknoten ist dieses Tier als Wasserzeichen eingearbeitet.

Es gibt drei bekannte heilige Krokodilbecken, die unter anderem f√ľr den Tourismus betrieben werden. Das meistbesuchte ist das Heilige Krokodilbecken von Kachikally bei Bakau. Daneben gibt es Anlagen bei Barra und Allahein. Dort werden in langer Familientradition Krokodile aufgezogen, die dann die Besucher ‚Äď sofern sie mutig sind ‚Äď ber√ľhren d√ľrfen. Dieses Ber√ľhren soll Gl√ľck und Fruchtbarkeit bringen. Auch das Wasser aus diesen Kultst√§tten wird f√ľr rituelle Zwecke benutzt.

Als Baum mit mystischer Bedeutung gilt der Affenbrotbaum Baobab.

Bildung

Der Alphabetisierungsgrad der Erwachsenen (√ľber 15 Jahren) liegt 2015 bei 50,8¬†Prozent (zum Vergleich 2000: 36,8¬†Prozent) oder 55,5¬†Prozent. Nach Geschlechtern aufgeteilt sind das 63,9¬†Prozent der M√§nner und 47,6¬†Prozent der Frauen. Die Staatsausgaben f√ľr das Bildungswesen lagen 2018 bei 2,42¬†Prozent des Bruttoinlandsprodukts (zum Vergleich 1985: 4,30¬†Prozent; 2004: 0,62¬†Prozent).

Das Schulsystem ist ans britische System angelehnt, eine Schulpflicht besteht in der Greater Banjul Area. Das Einschulungsalter liegt bei sieben Jahren in der Primary School, die sechs Schuljahre umfasst. Nach einem guten Abschluss folgt die f√ľnfj√§hrige Secondary High School. Danach ist der Weg offen f√ľr die zweij√§hrige High School in Banjul. Dieser Abschluss berechtigt zum Besuch einer Universit√§t.

In Serekunda gibt es die im Jahr 1998 gegr√ľndete Universit√§t von Gambia, die 1999 ihren Lehrbetrieb aufnahm. Zuvor mussten die Studenten ins Ausland gehen, wenn sie ein Medizin- oder Agrarstudium beginnen wollten.

Demografie

Gambia hatte nach Berechnungen des nationalen Statistikamtes 2020 eine Einwohnerzahl von √ľber 2,23 Millionen und w√§chst mit einer Rate von 2,9¬†Prozent pro Jahr. Dieser Wert ist im Laufe der Zeit angestiegen und erreichte im Jahr 1993 den Zenit mit 3,88¬†Prozent. Seitdem sinkt die Wachstumsrate wieder. Bei einer Fl√§che von 11.295¬†Quadratkilometern macht das eine Bev√∂lkerungsdichte von 145¬†Einwohnern pro Quadratkilometer. Weltweit liegt Gambia damit auf Rang 42. Gr√∂√üter Ballungsraum ist die Kombo-St. Mary Area.

Die Bev√∂lkerungsstruktur zeigt den f√ľr ein Entwicklungsland typischen Aufbau, was man in der leichten Pagodenform in der Alterspyramide erkennen kann. So macht zum Beispiel die Altersgruppe der bis 14-J√§hrigen einen Anteil von 44¬†Prozent aus. Die Gruppe der Alten hat nur einen Anteil von unter 3¬†Prozent. Die restlichen 53¬†Prozent sind die Einwohner zwischen 15 und 64 Jahren. In der Altersstruktur ist kein Ausschlag zu erkennen, der auf gesellschaftliche Ver√§nderungen wie zum Beispiel Kriege, Katastrophen oder einen Pillenknick hindeutet.

In Gambia liegt das mittlere Alter (Median) bei 17,7¬†Jahren (‚ôā 17,6¬†/ ‚ôÄ 17,8). Man kann f√ľr die im Jahr 2015 Geborenen von einer Lebenserwartung von 60,3 Jahren ausgehen (‚ôā 59,1¬†/ ‚ôÄ 61,6). Die Todesrate betr√§gt 12,3 Sterbef√§lle pro Jahr und 1000 Einwohner. Die Geburtenrate betr√§gt 38,1 Geburten pro Jahr und 1000 Einwohner. Dabei liegt die durchschnittliche Kinderzahl bei 5,15 Geburten pro Frau. Die S√§uglingssterblichkeit liegt bei 71,6 Todesf√§llen pro 1000 Geburten (‚ôā 78,1/‚ôÄ 64,9).

Das Land verzeichnete eine positive Einwanderungsrate, die bei 1,29 Einwanderern pro 1000 Einwohner liegt. Im Jahre 2017 waren 9,8¬†% der Bev√∂lkerung im Ausland geboren. Die Gr√ľnde liegen wohl in den wirtschaftlichen Verh√§ltnissen, die besser sind als in Guinea und Guinea-Bissau; auch aus Ghana gibt es viele Immigranten. Seit 2015 hat sich jedoch auch die Auswanderung beschleunigt; allein unter den in Italien im Jahr 2015 angekommenen Bootsfl√ľchtlingen waren etwa 8500 Gambier.

Gesundheit

Die Staatsausgaben f√ľr das Gesundheitswesen, gemessen an dem Anteil am Bruttoinlandsprodukt, betrugen 1990 2,2¬†Prozent, stiegen bis 2000 auf 6,6¬†Prozent und sind danach wieder auf 3,2¬†Prozent im Jahr 2018 gesunken.

Erfolgreiche Programme zur AIDS-Bek√§mpfung sorgten daf√ľr, dass die AIDS-Rate in Gambia r√ľckl√§ufig ist. Sie lag 2020 bei rund 2¬†Prozent, was im Vergleich mit dem subsahara-afrikanischen Durchschnitt von 9¬†Prozent besonders niedrig ist. Auch das Malaria-Kontroll-Programm Gambias gilt als vorbildlich f√ľr ganz Westafrika.

Durch die neue Universit√§t ist es nun auch m√∂glich, √Ąrzte im eigenen Land auszubilden.

Weibliche Genitalverst√ľmmelung

Wie in den Nachbarstaaten stellt auch in Gambia die Tradition der weiblichen Genitalverst√ľmmelung eine gro√üe Gefahr f√ľr die k√∂rperliche und seelische Gesundheit von M√§dchen und Frauen sowie ihrer Kinder dar. Im Zusammenhang mit der niedrigen Alphabetisierungsquote der Frauen, der vor allem auf dem Land fehlenden Bildung und den zementierten, von Aberglauben beeinflussten Vorstellungen √ľber weibliche Sexualit√§t hat sich die Praxis bis ins 21.¬†Jahrhundert fortgesetzt. Abh√§ngig von der Zugeh√∂rigkeit zu den unterschiedlichen Ethnien liegt der Prozentsatz genitalverst√ľmmelter Frauen zwischen 12,5¬†Prozent bei den Wolof und 98¬†Prozent bei den Sarahule. Terre des Femmes spricht von 76¬†Prozent genitalverst√ľmmelter Frauen in Gambia. Allerdings sinkt, auch in Folge von Aufkl√§rungskampagnen, die Anzahl der Bef√ľrworterinnen allm√§hlich von 71¬†Prozent im Jahr 2005 auf 64¬†Prozent wenige Jahre sp√§ter. Die Beschneidungen werden nur von Frauen vorgenommen, und Frauen sind auch diejenigen, die am st√§rksten an der Praxis festhalten. 2015 wurde die weibliche Genitalverst√ľmmelung verboten, weil sie ‚Äěunislamisch‚Äú ist.

Geschichte

Die fruchtbaren Ufer des Gambia-Flusses sind seit Jahrtausenden besiedelt. Ein schriftliches Zeugnis gab der Karthager Hanno der Seefahrer um 470 v. Chr. im Bericht seiner Reise nach Westafrika. Die Verbindung zum Mittelmeerraum riss erst mit dem Fall des Römischen Reiches und der Ausbreitung des Islams ab.

Mitte des 15.¬†Jahrhunderts f√ľhrten zahlreiche von Heinrich dem Seefahrer initiierte Entdeckungsfahrten an die Westspitze von Afrika. Darunter waren die Seefahrer Dinis Dias, Alvise Cadamosto und Nuno Trist√£o. In den folgenden Jahren √ľbernahmen portugiesische H√§ndler die Seeroute. Zu diesem Zeitpunkt war Gambia Teil des Reiches Mali.

1618 vergab K√∂nig James¬†I. einer britischen Gesellschaft das Privileg zum Handel mit Gambia und der Goldk√ľste, dem heutigen Ghana. Auch die Niederlande und das Herzogtum Kurland hatten kurzzeitig Kolonien auf dem Gebiet des heutigen Gambia. Vom sp√§ten 17. bis zum Ende des 18.¬†Jahrhunderts stritten sich England und Frankreich um die politische und wirtschaftliche Herrschaft √ľber die Fl√ľsse in Senegal und Gambia. Der Pariser Frieden von 1763 √ľbertrug Gro√übritannien die Herrschaft √ľber Gambia, die Franzosen bekamen lediglich eine kleine Enklave um Albreda n√∂rdlich des Flusses. Diese wurde 1857 an Gro√übritannien abgetreten.

In der Zeit des transatlantischen Sklavenhandels wurden mehr als drei Millionen Sklaven nach Amerika verschleppt. Erst 1807 beendete Gro√übritannien den Sklavenhandel offiziell, was dem Handel in Gambia vorerst keinen Abbruch tat. Im Jahr 1816 bauten die Engl√§nder in Bathurst (heute Banjul) einen Milit√§rst√ľtzpunkt. Die folgenden Jahre unterstand Banjul zeitweise dem britischen General-Gouverneur in Sierra Leone. Erst 1888 wurde Gambia eine eigenst√§ndige Kolonie. Dabei wurde die Grenze zwischen der franz√∂sischen Kolonie Senegal und Gambia endg√ľltig festgelegt.

Das allgemeine Wahlrecht wurde 1960 garantiert, damit war das aktive und passive Frauenwahlrecht eingef√ľhrt. Das Frauenwahlrecht wurde bei der Unabh√§ngigkeit 1965 best√§tigt.

Am 18. Februar 1965 wurde Gambia als konstitutionelle Monarchie ins Commonwealth aufgenommen. Bei einem Besuch von Senegals Pr√§sident L√©opold S√©dar Senghor 1967 in Gambia wurde ein Abkommen √ľber intensive Zusammenarbeit zwischen dem damals noch nicht so genannten Banjul und Dakar geschlossen. Am 24.¬†April 1970 wurde Gambia in eine Republik innerhalb des Commonwealth umgewandelt. Erster Pr√§sident der Republik wurde der bisherige Ministerpr√§sident David Dawda Kairaba Jawara, der bis 1994 f√ľnfmal wiedergew√§hlt wurde. In seiner Amtszeit ersch√ľtterte 1981 ein gewaltsamer Staatsstreich das Land. Im Nachspiel zum Putsch unterzeichneten Gambia und Senegal am 12.¬†Dezember 1981 einen Vertrag, der die Vereinigung der Streitkr√§fte, der W√§hrung und des Wirtschaftsraumes in der Konf√∂deration Senegambia vorsah. Diese Konf√∂deration bestand vom 1.¬†Februar 1982 bis zum 30.¬†September 1989, als Gambia aus dem Bund austrat.

Der junge Leutnant Jammeh kam 1994 durch einen milit√§rischen, aber weitgehend unblutigen Staatsstreich an die Macht, der aus einem Protest der Soldaten √ľber versp√§tete Soldauszahlungen entstand. Er verk√ľndete damals, mindestens bis zum Jahr 1998 allein regieren zu wollen. Dennoch wurden bereits 1996 wieder Wahlen abgehalten, aus denen Jammeh klar als Sieger hervorging. Tats√§chlich waren die Jahre von 1996 bis 2000 von einer gewissen Stabilit√§t und wirtschaftlichem Aufschwung gepr√§gt: Der internationale Flughafen in Banjul sowie zahlreiche Stra√üen wurden modernisiert, ein neues Krankenhaus, neue Schulen, eine Fernsehstation und ein riesiges Revolutionsdenkmal entstanden, der Tourismus war wieder eine gute Einnahmequelle.

2001 wurde Jammeh erneut wiedergewählt. 2002 gewann die Alliance for Patriotic Reorientation and Construction (APRC) die Wahl zur Nationalversammlung, allerdings boykottierte die Oppositionspartei UDP die Wahl. Sie kritisierte die Wahl, die von der Independent Electoral Commission (IEC) organisiert wurde, weil nach ihrer Ansicht das Wahlsystem fehlerhaft war.

Vor der gambischen K√ľste ereignete sich 2002 eine der gr√∂√üten Katastrophen der Seefahrt der Nachkriegszeit. Die senegalesische F√§hre Le Joola, die damals einzige F√§hre zwischen Ziguinchor in der Region Casamance und Dakar, sank in einem Sturm. Dabei kamen √ľber 1800 Menschen um.

Bei den Pr√§sidentschaftswahlen 2006 wurde Yahya Jammeh mit 67,3¬†Prozent der Stimmen wiedergew√§hlt und im November 2011 f√ľr eine vierte Amtszeit best√§tigt. Er erhielt nach Angaben der Wahlkommission 72¬†Prozent der Stimmen, die Westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft hatte im Vorfeld aber die Pr√§sidentschaftswahlen als ‚Äěnicht frei, fair und transparent‚Äú kritisiert und die Entsendung von Wahlbeobachtern abgelehnt.

2011 gr√ľndeten Regimegegner in der Diaspora, vor allem in den USA und Gro√übritannien, die Coalition for Change, die sich als oppositionelle politische und B√ľrgerrechtsbewegung versteht. Einer der Gr√ľnder war der ehemalige Informationsminister des Landes, Amadou Scattred Janneh, der auch die US-Staatsb√ľrgerschaft besitzt und bis zu seiner Ernennung zum Minister 2003 in der US-Botschaft in Gambia arbeitete. 2011 wurde er inhaftiert, 2012 unter dem Druck amerikanischer B√ľrgerrechtler wieder freigelassen. Pr√§sident Jammeh suchte daraufhin neue Verb√ľndete in Nahost, besuchte im Jahr 2014 Katar und verst√§rkte die islamische und antiimperialistische Propaganda. Nach einem gescheiterten Putschversuch am 30.¬†Dezember 2014 versch√§rfte sich die Repression. Jammeh beschuldigte ausl√§ndische Regierungen, die Verschw√∂rer unterst√ľtzt zu haben. Im Juni 2015 wurde die st√§ndige EU-Vertreterin ohne Angabe von Gr√ľnden des Landes verwiesen. Bereits zwei Jahre vorher, erkl√§re er am 2. Oktober 2013 mit sofortiger Wirkung die Mitgliedschaft im Commonwealth f√ľr beendet. Gro√übritannien hatte zuletzt, wie auch die Menschenrechtsorganisation Amnesty International, die Menschenrechtslage in Gambia ger√ľgt. Die Regierung in der Hauptstadt Banjul teilte mit, das westafrikanische Land wolle ‚Äěniemals Mitglied einer neokolonialen Einrichtung‚Äú oder einer Institution sein, ‚Äědie f√ľr eine Fortsetzung des Kolonialismus steht‚Äú.

Politik

Gambia ist laut Verfassung von 1997 eine präsidentielle Republik. Seit 2015 trägt der Staat die Bezeichnung islamische Republik.

Exekutive

Der Pr√§sident ist das Staatsoberhaupt und gleichzeitig Regierungschef und Oberbefehlshaber der Streitkr√§fte. Einen Premierminister gibt es seit 1970 nicht mehr. Das Staatsoberhaupt wird alle f√ľnf Jahre direkt vom Volk gew√§hlt. Im Jahr 2002 lie√ü der damalige Staatspr√§sident Yahya Jammeh eine Verfassungs√§nderung beschlie√üen, nach der der Pr√§sident unbegrenzt wiedergew√§hlt werden kann. Pr√§sidentschaftswahlen fanden im September 2006, November 2011 und Dezember 2016 statt

Bei der Pr√§sidentschaftswahl am 1. Dezember 2016 siegte √ľberraschend der Herausforderer Adama Barrow von der National People‚Äôs Party gegen den langj√§hrigen Amtsinhaber Yahya Jammeh, der nach 22 Jahren Amtszeit abgew√§hlt wurde. Im Wahlkampf kam es zu zahlreichen Verhaftungen und Gef√§ngnisstrafen und sogar Todesdrohungen des Amtsinhabers in Richtung Opposition. Nachdem Jammeh zun√§chst seine Niederlage eingestanden hatte, widerrief er eine Woche sp√§ter diese Aussage und k√ľndigte Neuwahlen an, die er wegen angeblicher Unregelm√§√üigkeiten bei der Wahl abhalten wolle. So lange wolle er im Amt bleiben. Die internationale Staatengemeinschaft (Afrikanische Union, Vereinte Nationen, Vereinigte Staaten) verurteilte dieses Verhalten und forderte Jammeh zum R√ľcktritt auf. Ab Mitte Dezember 2016 versuchten das Nachbarland Senegal sowie Nigeria und weitere L√§nder der westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft ECOWAS in Verhandlungen, Yahya Jammeh von einer geordneten Macht√ľbergabe an Adama Barrow zu √ľberzeugen. Diese Verhandlungen verliefen erfolglos und ECOWAS drohte daraufhin mit einem milit√§rischen Eingreifen. Jammeh bezeichnete dies als ‚ÄěKriegserkl√§rung‚Äú. Nach Ablauf seiner regul√§ren Pr√§sidentschaft marschierten am 19.¬†Januar 2017 senegalesische Truppen in Gambia ein, um die Macht√ľbergabe zu erzwingen. Zuvor hatte der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen eine Resolution zum Eingreifen der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft (ECOWAS) in Gambia beschlossen. Am selben Tag wurde Adama Barrow in der gambischen Botschaft im Nachbarland Senegal als neuer Pr√§sident vereidigt. Nach Ablauf des Ultimatums starteten die Nachbarstaaten am 20.¬†Januar einen letzten Versuch, mit Jammeh zu verhandeln; Jammeh gab schlie√ülich auf, trat von seinem Amt als Pr√§sident Gambias zur√ľck und ging nach Guinea ins Exil. Barrow kehrte aus seinem Exil in Senegal zur√ľck, √ľbernahm die Regierungsgesch√§fte und stellte am 1.¬†Februar sein Kabinett vor. F√ľr das zweith√∂chste Amt als Vizepr√§sidentin hat Adama Barrow Fatoumata Tambajang vorgeschlagen. Allerdings erf√ľllt sie nicht die Altersvorgabe der Verfassung. Halifa Sallah fungiert seit 2017 als Sprecher (spokesperson) f√ľr den neuen Pr√§sidenten Barrow.

Legislative

Gambias Parlament ist die National Assembly (Nationalversammlung). Es besteht aus 53 Mitgliedern, von denen 48 in direkter Wahl vom Volk gew√§hlt werden. F√ľnf Mitglieder werden vom Pr√§sidenten ernannt. Das aktive Wahlrecht hat jeder Gambier, der √ľber 18 Jahre alt ist und sich zuvor zur Wahl hatte registrieren lassen. Die Wahlen selber fanden in der Vergangenheit frei und ohne Druck statt, es wurde keine Kritik von Oppositionellen und ausl√§ndischen Beobachtern ge√§u√üert.

Gambia war lange Zeit von einer Partei dominiert. Noch bei den Parlamentswahlen 2012 ging die Partei des Pr√§sidenten Jammeh, die Alliance for Patriotic Reorientation and Construction, als st√§rkste Kraft hervor. Oppositionelle Parteien erlangten keinen gro√üen Einfluss. Eine Ausnahme bildeten die Wahlen 2005, als f√ľnf oppositionelle Parteien, also praktisch die gesamte Opposition des Landes, eine Koalition mit dem Namen National Alliance for Democracy and Development (NADD) bildeten. Bei den Parlamentswahlen 2017 verlor die bis dahin dominierende Partei nahezu alle Sitze, w√§hrend die Partei des neugew√§hlten amtierenden Pr√§sidenten Barrow, die United Democratic Party, mit 31 von 48 Sitzen die absolute Mehrheit erringen konnte.

Menschenrechte

2000 wurden laut Amnesty International mindestens 14 Personen bei einer Straßenschlacht zwischen studentischen Demonstranten und der Polizei getötet. Schulen waren zeitweilig geschlossen, Patrouillen prägten das nächtliche Stadtbild.

Am 16.¬†Dezember 2004 wurde der regierungskritische Journalist Deyda Hydara ermordet. Zuvor hatte er das neue Mediengesetz angeprangert, nach dem Journalisten f√ľr das Schreiben eines ‚Äěverleumderischen Artikels‚Äú, wie √ľble Nachrede, Ver√∂ffentlichung aufr√ľhrerischer Artikel, zu einer Haftstrafe von mindestens sechs Monaten verurteilt werden k√∂nnen. Vier Tage nach der Tat protestierten Hunderte von Journalisten gegen Hydaras Ermordung und f√ľr den Erhalt der Pressefreiheit.

Am 23. August 2012 wurden neun politische H√§ftlinge in Todeszellen standrechtlich erschossen. Es waren die ersten ‚Äěoffiziellen‚Äú Hinrichtungen in Gambia seit 30 Jahren.

Bereits im Sommer 2008 haben mehrere europ√§ische Regierungen ihre Reisewarnungen an schwule M√§nner versch√§rft, nachdem zwei Spanier lediglich ihrer Homosexualit√§t wegen verhaftet worden waren. ‚ÄěMan m√ľsse bei einem Besuch des westafrikanischen Landes √§u√üerst vorsichtig sein, so die Empfehlung.‚Äú Seit dem Jahr 2014 h√§uften sich Berichte √ľber massive Menschenrechtsverletzungen, u.¬†a. √ľber Folter, au√üergerichtliche Hinrichtungen und die Verfolgung von Homosexuellen. Pr√§sident Yahya Jammeh bezeichnete Homosexuelle als ‚ÄěUngeziefer‚Äú, das man ‚Äět√∂ten solle, wie Moskitos‚Äú. Weiterhin √§u√üerte er, sie seien ‚Äěgef√§hrlicher als Tsunamis und Erdbeben‚Äú, er werde Homosexuellen ‚Äěeigenh√§ndig den Hals durchschneiden‚Äú. EU und USA froren daraufhin ihre wirtschaftlichen F√∂rderprogramme f√ľr Gambia ein.

Zum Ende der Amtszeit des Langzeitpr√§sidenten Jammeh rangierte Gambia in der Rangliste der Pressefreiheit 2017, welche von Reporter ohne Grenzen herausgegeben wird, auf Platz¬†143 von 180 L√§ndern. Bereits 2005 nahm die Organisation den internationalen Tag der Pressefreiheit zum Anlass, Pr√§sident Jammeh in die Liste der ‚ÄěFeinde der Pressefreiheit‚Äú aufzunehmen und machte dadurch weltweit darauf aufmerksam, dass die Bedingungen f√ľr Journalisten in Gambia kritisch sind. Laut dem Bericht der Nichtregierungsorganisation war die Situation der Pressefreiheit im Land ‚Äěschwierig‚Äú. Seitdem hat sich die Situation verbessert. In der Rangliste 2020 erreichte das Platz 87.

Verwaltungsgliederung

Der Staat Gambia ist in f√ľnf Regionen und zwei Gemeinden (englisch municipalities), die Stadt Banjul und die Gemeinde Kanifing, unterteilt.

Zahlen auf Basis des Zensus 2013 bzw. nach Berechnungen des nationalen Statistikamtes f√ľr 2020 (Werte gerundet)

Mitgliedschaft in internationalen Organisationen

Gambia ist Mitglied in verschiedenen internationalen Organisationen und Gruppierungen. Zu den wichtigsten zählen die Vereinten Nationen und ihre Unter- und Sonderorganisationen, der Internationale Währungsfonds und die Weltbank. Auf regionaler Ebene sind die Afrikanische Union und die Westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft (ECOWAS) am wichtigsten.

Militär

Der Anteil der Staatsausgaben f√ľr Verteidigung lag 2006 gesch√§tzt bei einem halben Prozent des Bruttoinlandsproduktes. Damit geh√∂rt Gambia zu den Staaten mit den geringsten Milit√§rausgaben weltweit. Die gambischen Streitkr√§fte, die sogenannten Gambia Armed Forces, sind etwa 2000 Mann stark und beinhalten die Landstreitkr√§fte (Gambia National Army), die Marine (Gambia Navy) und die Luftstreitkr√§fte (Gambia Air Wing). Eine Wehrpflicht besteht nicht.

Die Armee wurde, zun√§chst infolge des Putsches von 1981, als eine 200 Mann starke Einheit 1983 gegr√ľndet. Vorher gab es seit der Unabh√§ngigkeit keine bewaffneten Streitkr√§fte im Land, lediglich eine 750 Mann starke Polizei und einen halb so gro√üen Verband mit dem Namen Field-Force. Man hatte bis zum Putsch ein Verteidigungsabkommen mit dem Senegal abgeschlossen.

Obwohl das Land nur eine kleine Armee besitzt, beteiligt es sich intensiv an Friedensmissionen der Vereinten Nationen und der Afrikanischen Union (AU), so zum Beispiel an der United Nations Mission in Liberia (UNMIL). Seit Dezember 2004 beteiligt sich Gambia an einer Friedensmission im Sudan unter F√ľhrung der Afrikanischen Union.

Infrastruktur

Seit der Ankunft der Portugiesen im 15.¬†Jahrhundert war der Fluss ein Haupthandels- und Transportweg zum afrikanischen Hinterland. Von Elfenbein, Eisen, Gold, Sklaven bis hin zu Erdn√ľssen wurde auf dem Fluss alles transportiert. Seit den 1980er Jahren wird der Flusstransport durch den Passagierverkehr beherrscht.

Obwohl der Gambia weitestgehend schiffbar ist, wird er heute f√ľr Transportzwecke in das gambische Hinterland fast nicht mehr genutzt. Auch der √∂ffentliche Personenverkehr in West-Ost-Richtung hat sich auf die Stra√üe verlagert.

Die Kraftwerksleistung zur Erzeugung von Strom betrug 2009 etwas mehr als 60¬†Megawatt Leistung, die ausschlie√ülich von Dieselgeneratoren erzeugt werden. 80¬†Prozent aller Staatsausgaben dienen dem √Ėleinkauf, und damit ist Gambia anf√§llig f√ľr steigende Energiepreise. Die Energieversorgung ist l√ľckenhaft, nur jeder zweite Bewohner in den st√§dtischen Siedlungen und jeder vierte in den l√§ndlichen Siedlungen ist ans Stromnetz angeschlossen. Die Netzverluste sind gravierend, rund 40¬†Prozent der eingespeisten Energie gehen verloren. Gr√ľnde liegen in der Leitungsschw√§che und im Diebstahl.

Im Bereich der erneuerbaren Energien hat man in Gambia noch kaum investiert, eine erste 150-Kilowatt-Windkraftanlage entstand in Batokunku an der Atlantikk√ľste.

Straßenverkehr

Ein Jahr nach der Unabhängigkeit von Großbritannien im Jahr 1965 hat Gambia den Linksverkehr auf den Straßen abgeschafft. Seitdem wird auf den Straßen wie in den anderen westafrikanischen Staaten rechts gefahren. Fahrzeuge, die rechts gesteuert werden, sind nicht mehr zugelassen.

Das Stra√üennetz hatte 2003 eine L√§nge von ungef√§hr 3742¬†Kilometern. Davon sind 723¬†Kilometer asphaltiert. N√∂rdlich des Gambia-Flusses befindet sich die wichtige Stra√üe North Bank Road, die das Land durchquert. Bedeutender f√ľr den Fernverkehr ist jedoch die South Bank Road, die von Banjul √ľber Brikama bis nach Basse Santa Su durch das ganze Land verl√§uft. Seit einigen Jahren werden auch zunehmend Ampeln installiert, meist aber noch mit Unterst√ľtzung eines Verkehrspolizisten, da sich die Ampel noch nicht bei allen Fahrern als ernstzunehmendes Verkehrssignal durchgesetzt hat. 2009 waren bereits sechs Ampeln vorhanden.

Den √∂ffentlichen Personennahverkehr √ľbernehmen Buschtaxis. Die Minibusse fahren die Hauptverkehrsstra√üen ab und lassen sich einfach durch Handzeichen anhalten. Konventionelle Taxis in gelber Farbe mit einem gr√ľnen Querstrich sind zahlreich vorhanden. In den Touristenzentren fahren aber auch noch gr√ľn lackierte Taxis. Sie haben spezielle staatliche Lizenzen, die sie auch als Touristenf√ľhrer auszeichnen.

Schienenverkehr

Gambia besitzt heute kein aktiv betriebenes Streckennetz mehr. In den 1930er Jahren gab es bei Brikama eine zwölf Kilometer lange Strecke.

Luftverkehr

Etwas au√üerhalb von Banjul befindet sich Gambias einziger Flughafen. Das Flugfeld des Banjul International Airport wurde 1987 von der NASA als transatlantische Notlandestelle f√ľr Space Shuttles ausgew√§hlt und in den folgenden Jahren f√ľr diese Aufgabe angepasst, so wurde die Start- und Landebahn auf 3600¬†Meter ausgebaut.

Wasserverkehr

Der Tiefwasserhafen von Banjul spielt f√ľr den internationalen Warenverkehr eine gro√üe Rolle, betrieben wird er von der staatlichen Gambia Ports Authority.

Der Gambia-Fluss ist bis 390 Kilometer ins Landesinnere schiffbar. Hochseeschiffe können, bedingt durch den Tiefgang, den Gambia etwa 190 Kilometer befahren.

Auf dem Fluss gibt es einige F√§hren, die f√ľr den Personen- und Kraftfahrzeugverkehr eine wichtige Nord-S√ľd-Verbindung darstellen. Bis in die 1970er Jahre war die Binnenschifffahrt nahezu die einzige M√∂glichkeit, ins Landesinnere zu kommen. Erst in den 1980er Jahren schritt der Ausbau der Fernstra√üen voran, seit dem Untergang der Lady Chilel Jawara 1984 wurde keine regelm√§√üige F√§hrverbindung l√§ngs des Flusses aufgenommen.

Eine wichtige F√§hrverbindung befindet sich zwischen Banjul und Barra am n√∂rdlichen Ufer der Gambia-M√ľndung, auf der wichtigen Verkehrsstrecke nach Dakar. F√ľr den F√§hrverkehr wurde am 25.¬†Juli 2005 die in der Ukraine gebaute F√§hre Kanilai vom Pr√§sidenten Jammeh in Dienst gestellt. Die F√§hre mit 50¬†Metern L√§nge, 12,5¬†Metern Breite und einem Tiefgang von 1,7¬†Metern kann maximal 250¬†Tonnen Fracht sowie 1200 Personen bef√∂rdern. Die maximale Zahl der Passagiere wurde aber auf 600 begrenzt.

Telekommunikation

Die staatliche Gambia Telecommunications Company, kurz Gamtel, ist Gambias wichtigstes Telekommunikations¬≠unternehmen. Neben den rund 50.000 Festnetz-Anschl√ľssen (Stand 2004) betreibt sie ein Mobilfunknetz. In der Banjul Greater Area und im Westen der Western Division ist dies fl√§chendeckend, in den anderen Landesteilen besteht Netzversorgung mit Mobilfunk nur in den Ballungsr√§umen.

Ein weiteres Unternehmen, das in Gambia ein Mobilfunknetz betreibt, ist die afrikaregionale Africell. Zusammen hatten die beiden Anbieter im September 2005 √ľber 220.000 Mobilfunkteilnehmer, das sind 25¬†Prozent der 15- bis 64-J√§hrigen oder 1,9 Handys pro Haushalt. Die Anzahl der Teilnehmer stieg von 5624 im Jahr 2000 innerhalb von f√ľnf Jahren um das Vierzigfache, damit hat Gambia eine der h√∂chsten Mobilfunkquoten von ganz Afrika.

Nach einer Sch√§tzung von 2005 gab es im Land 49.000 private Internetnutzer, das waren knapp 6¬†Prozent der 15- bis 64-J√§hrigen. Diese Zahl hat sich innerhalb von vier Jahren verzehnfacht. Bis 2016 hatte sich die Zahl auf 346.000 private Internetnutzer erh√∂ht, das sind nun knapp 17¬†Prozent der 15- bis 64-J√§hrigen. Es gibt eine Vielzahl von Telecentern, die verschiedene Kommunikationsdienste wie Internet-Terminals, Faxger√§te oder Festnetztelefone gegen Entgelt zur Verf√ľgung stellen.

Wirtschaft

Gambia besitzt keine Bodensch√§tze, die sich wirtschaftlich erschlie√üen lie√üen ‚Äď Landwirtschaft, Tourismus und Fischerei sind die Haupterwerbszweige des Landes. Die Exporte ‚Äď im Jahr 2016 gesch√§tzt auf 120 Millionen US-Dollar ‚Äď flossen 2016 zu ca. 48¬†Prozent nach China, zu ca. 27¬†Prozent nach Indien und zu knapp 9¬†Prozent in das Vereinigte K√∂nigreich. Im selben Jahr kamen 34¬†Prozent der Importe aus China. Das Land hat aufgrund der niedrigen Wettbewerbsf√§higkeit der einheimischen Industrie ein hohes Handelsbilanzdefizit. 2016 betrug es knapp 20¬†% der Wirtschaftsleistung. Um seinen Importbedarf zu decken, muss sich das Land hoch verschulden. Im Jahr 2016 betrug die Staatsverschuldung 116¬†% des BIP und war damit eine der h√∂chsten der Welt.

Die Sch√§tzungen f√ľr das Bruttoinlandsprodukt schwanken extrem je nach Wechselkurs. Kaufkraftbereinigt soll es 2016 3,38¬†Milliarden US-Dollar betragen haben. Das entspricht 1700¬†US-Dollar pro Einwohner. Andere Sch√§tzungen liegen um 50¬†% niedriger. Damit z√§hlt Gambia zu den √§rmsten L√§ndern der Welt: 2003 belief sich der Anteil der Bev√∂lkerung mit einem Einkommen von weniger als 1¬†US-Dollar pro Tag (nicht kaufkraftbereinigt) auf 59¬†Prozent.

Im Global Competitiveness Index, der die Wettbewerbsf√§higkeit eines Landes misst, belegt Gambia Platz 117 von 137 L√§ndern (Stand 2017‚Äď2018).

Zum Umbau der Energieinfrastruktur Gambias auf erneuerbare Energien beschlossen die Europäische Union (41 Millionen Euro) die Europäische Investitionsbank (65 Millionen Euro Darlehen) und die Weltbank (35,7 Millionen Euro Darlehen) 2019, das Saubere-Energie-Programm des staatlichen Stromversorgers NAWEC zu finanzieren.

Landwirtschaft

Zwei Drittel bis drei Viertel der Erwerbst√§tigen arbeiten im Bereich der Landwirtschaft, die ein Viertel bis ein Drittel des Bruttoinlandsprodukts erwirtschaftet. Der Gambia-Fluss mit seinen Nebenfl√ľssen ist Gambias Lebensader. Das Flusswasser l√§sst sich am effizientesten in der Bew√§sserung landwirtschaftlich genutzter Fl√§chen verwenden. Die dicht besiedelten Gebiete Westgambias h√§ngen v√∂llig von der Nutzung des Grundwassers f√ľr den industriellen und h√§uslichen Gebrauch ab.

Die mit Abstand wichtigste Kulturpflanze ist die Erdnuss, die leicht sandige B√∂den bevorzugt. Jedes zweite landwirtschaftlich genutzte Feld ist ein Erdnussfeld. Sie bringt mit ihren Nebenprodukten 78¬†Prozent der Exporterl√∂se ein. Die exportorientierte, auf die Erdnuss ausgerichtete Landwirtschaft macht es aber notwendig, dass ein F√ľnftel der ben√∂tigten Nahrungsmittel eingef√ľhrt werden muss.

Daneben werden Hirse und Sorghum, Maniok und Mais kultiviert. Reis, das Grundnahrungsmittel Nummer Eins, wird nicht ausreichend im Land produziert und muss zusätzlich importiert werden.

Eine untergeordnete Rolle f√ľr den Export spielen Baumwolle, die in den √∂stlichen Landesteilen angebaut wird, und Palmkern√∂l. Die √Ėlpalme wird in erster Linie an der K√ľste angebaut. Au√üerdem werden Tierh√§ute exportiert.

Die Nutztierhaltung in Gambia erfolgt weitgehend extensiv mit geringem Mitteleinsatz. Unter den Nutztieren sind zahlenm√§√üig Rinder (ca. 300.000), Ziegen (200.000‚Äď230.000) und Schafe (ca. 150.000) am st√§rksten vertreten.

Tourismus

Der Tourismus in Gambia leistet nach der Landwirtschaft mit etwa 18 % den zweitwichtigsten Beitrag zum Bruttoinlandsprodukt. Die meisten Touristen besuchen das Land der Strände wegen. Daneben sind Fluss- und Vogelexkursionen besonders wichtig. Auch kulturell Interessierte kommen nach Gambia, um das Trommeln auf einer Djembé in einem mehrtägigen Kurs zu lernen.

Mitte der 1960er Jahre begann ein schwedisches Reiseb√ľro, Reisen nach Gambia anzubieten. Die Zahl der Hotelbetten stieg von anf√§nglich 52 auf 4500 im Jahr 1989. Durch die Zunahme des Tourismus in den letzten 30 Jahren wurde nach und nach mehr als die H√§lfte der erschlossenen K√ľstenlinie bebaut, und die Regierung Jammeh forcierte die weitere Zunahme des Fremdenverkehrs.

In den Schlagzeilen erscheint Gambia im Zusammenhang mit Sextourismus. Die sogenannten Bumster versuchen, sich auf charmante Weise als Reisebegleiter anzupreisen. Allein reisende Frauen, die sich sicher im Land bewegen wollen, nehmen die Dienste gelegentlich an. Die Bumster hoffen, f√ľr sich und ihre Familien Almosen zu erhalten, oder spekulieren auf eine Heirat mit anschlie√üender Emigration nach Europa.

2014 kam es zu einem Einbruch des Tourismus aufgrund der Ebola-Epidemie in anderen Ländern Westafrikas.

Industrie und verarbeitendes Gewerbe

Es gibt keine ausgepr√§gte industrielle Fertigung in Gambia. Den gr√∂√üten Industriezweig bildet die lokale Verarbeitung von Erdn√ľssen. Die gr√∂√üeren privaten Unternehmen besch√§ftigen sich mit dem Stra√üen- und H√§userbau. Weiter gibt es die Brauerei Banjul Breweries, B√§ckereien, einen Fahrradhersteller und eine Gie√üerei. Ein Betrieb eines Pharmaherstellers wurde 2007 er√∂ffnet. Es gibt auch viele Kleinbetriebe, die M√∂bel herstellen, Metall verarbeiten, Holzschnitzereien fertigen oder Fisch verarbeiten. Viele Betriebe werden staatlich subventioniert.

Im Jahr 2017 investierte die Volksrepublik China 33 Millionen Dollar in die Entwicklung von Landwirtschaft und Fischerei in Gambia und errichtete drei Fischmehlfabriken entlang der gambischen K√ľste. Seither werden t√§glich gro√üe Mengen Fischmehl aus Gunjur haupts√§chlich nach China und Norwegen verschifft, wo es in der industriellen Aquakultur vor allem an Lachse f√ľr den europ√§ischen und amerikanischen Markt verf√ľttert wird. Die sch√§dlichen sozio√∂konomischen und √∂kologischen Folgen der Fischmehlproduktion in Gambia selbst, wo die heimische Fischerei unter der √úberfischung der K√ľstengew√§sser durch chinesische Fangschiffe leidet, w√§hrend die urspr√ľnglich versprochenen Infrastrukturinvestitionen ausbleiben und durch die Fabriken auch kaum Arbeitspl√§tze, wohl aber betr√§chtliche Umweltprobleme geschaffen werden, werden von der Regierung des Landes systematisch heruntergespielt.

Staatshaushalt

Der Staatshaushalt umfasste 2016 Ausgaben von umgerechnet 324¬†Millionen US-Dollar, dem standen Einnahmen von umgerechnet 232¬†Millionen US-Dollar gegen√ľber. Daraus ergibt sich ein Haushaltsdefizit in H√∂he von 9,7¬†Prozent des Bruttoinlandsprodukts.

Die Staatsverschuldung betrug 2016 1.096 Millionen US-Dollar oder 116,1 Prozent des BIP und war eine der höchsten der Welt.

Kultur

Literatur

Viele gambische Schriftsteller wie Ebou Dibba und Sally Singhateh haben das Land verlassen und leben in England oder den USA. Eine Ausnahme bildet Nana Grey-Johnson. Die Fabel The Golden Days of the Jungle (1998) von Saikou S. Ceesay wurde auch in Europa bekannt.

Medien

Zeitungen

Zeitungen haben in den letzten Jahren mit dem Sinken der Analphabetenquote an Bedeutung gewonnen. Die Regierung Jammeh war bestrebt gewesen, die Rechte der Presse einzuschränken oder gar sie zu verbieten. Unter anderem wurde das Erscheinen der Tageszeitung The Point untersagt.

Radio und Fernsehen

Die staatliche Rundfunkgesellschaft, die Gambia Radio & Television Service (GRTS) ist der einzige Fernsehsender. Von GRTS gibt es f√ľnf H√∂rfunkprogramme, es wird aber auch Rundfunk aus dem benachbarten Senegal empfangen. Nach einer Sch√§tzung von 1997 gibt es 197.000 Radios.

Musik

Traditionelle Instrumente in Gambia sind Balafon, Kora und Djemb√©. Man findet im ganzen Land immer M√§nner, die zum Zeitvertreib auf einer Djemb√© spielen. F√ľr die Touristen werden Trommelkurse angeboten, bei denen die G√§ste das Trommelspielen vor Ort erlernen k√∂nnen.

In Westafrika gibt es eine Reihe von Musikern, die populäre Musik produzieren. So ist im Nachbarland Senegal Youssou N’Dour ein Superstar, dies ist in Gambia nicht anders. Aus Gambia ist der Musiker Foday Musa Suso international bekannt, in der Schweiz und Deutschland hat sich der Kora-Spieler und Sänger Tata Dindin einen Namen gemacht.

Weit verbreitet sind neben der internationalen Popmusik auch Reggae und die afrokaribische Musik. Der Afrikanische Hip-Hop wird auch verbreitet gehört, es konnte sich mit dem Gambischen Hip-Hop eine eigene Musikszene entwickeln.

Essen und Trinken

Die gambische K√ľche geh√∂rt zur westafrikanischen K√ľche und ist wie diese durch die nordafrikanischen L√§nder von der arabischen K√ľche beeinflusst worden. Es gibt in diesem kleinen Land keine typisch gambischen Spezialit√§ten; die verbreiteten Gerichte sind in Variationen oder mit anderem Namen auch in Senegal und den anderen westafrikanischen L√§ndern zu finden. Im Gegensatz zu Senegal, wo sich die franz√∂sische K√ľche der ehemaligen Kolonialmacht mehr durchgesetzt hatte, konnte die englische K√ľche in Gambia nicht Fu√ü fassen.

Gekocht wird viel mit frischem und getrocknetem Fisch. Folgende Fische werden beispielsweise dabei verwendet: Frauenfisch, Barrakuda, Meer√§sche, Korallenfische und Seezunge. Als Beilage werden Reis, S√ľ√ükartoffeln, Maniok, Okra und andere Gem√ľsesorten verwendet. Typisch f√ľr die gambische K√ľche ist die Erdnussso√üe.

Die Hauptgerichte sind Chicken Yassa (oder sisay yassa), ein in Zitronensaft und Zwiebeln sauer eingelegtes H√§hnchen und Benachin, ein Reisgericht, das mit frischem Gem√ľse und getrocknetem Fisch zubereitet wird. Daneben gibt es Domoda, einen Eintopf mit Erdnussso√üe, der mit Fleisch und Gem√ľse zubereitet wird. Als kleine Zwischenmahlzeit gelten die Fish Cakes, mit Fisch und Gew√ľrzen gef√ľllte frittierte Teigtaschen. Als S√ľ√üspeise gibt es das Chakery, das mit Joghurt zubereitet wird. Neben frischem Obst wird man immer frisch ger√∂stete Erdn√ľsse bekommen.

Auf Grund des islamischen Glaubens ist Alkohol nicht weit verbreitet. Die Volksgruppen Aku und Diola aber trinken gerne Palmwein. Dazu wird gegorener Saft aus Palmen mittels aufgeh√§ngter Flaschen gesammelt. Das Hauptgetr√§nk der Gambier ist aber Ataya, ein gr√ľner Tee, der wie im nordafrikanischen Raum im Rahmen einer rituellen Teezeremonie getrunken wird. Ferner werden Fruchts√§fte (Mango, Guave, Papaya, Tamarinde) und der aus getrockneten Hibiskusbl√ľten (Hibiscus sabdariffa) zubereitete Bissap-Saft getrunken. Eine weitere Spezialit√§t des Landes ist der Kink√©liba-Tee.

Kleidung

Die Westafrikaner tragen gerne bunte Kleider, die Stoffe sind d√ľnn gewebt und in der Batik-Technik gef√§rbt. Im Stra√üenbild der K√ľstenregion um Serekunda mischt sich die europ√§ische Kleidung gleichberechtigt mit den traditionellen Gew√§ndern. Trotz vielfach staubiger und unbefestigter Stra√üen sind Gambier stets bestrebt, sauber und modisch gekleidet zu sein.

F√ľr das islamische Freitagsgebet kleiden sich die meisten M√§nner, auch die jungen M√§nner in der K√ľstenregion, die sonst gerne westliche Kleidung tragen, in einen Kaftan. Die muslimischen Sitten werden aber hier freier ausgelegt, Frauen haben hier andere M√∂glichkeiten, Modebewusstsein zu zeigen. So ist eine freie Schulter √ľberhaupt nichts Verwerfliches, selbst eine entbl√∂√üte Brust einer stillenden Frau wird dort eher akzeptiert als in westlichen L√§ndern. Einzig das Knie einer Frau sollte bedeckt sein; selbst diese Regel wird in der K√ľstenregion lockerer gehandhabt.

Sport

An den Olympischen Spielen 2004 nahmen zwei Sportler aus Gambia teil: zum einen Jaysuma Saidy Ndure, der an den Leichtathletikwettbewerben 100-Meter- und 200-Meter-Lauf der Männer teilnahm, und zum anderen Adama Njie, die am 800-Meter-Lauf der Frauen teilnahm. Drei Teilnehmer vertraten Gambia bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking: der Boxer Badou Jack, die Leichtathletin Fatou Tiyana und der Leichtathlet Suwaibou Sanneh. In der olympischen Geschichte Gambias gab es bisher noch keine Medaillen.

Internationale Golfturniere werden auf dem Fajara Golf Course ausgetragen.

Fußball

Die Nation ist stark vom Fu√üball begeistert, in der N√§he von Banjul gibt es ein gro√ües Stadion, das 40.000 Zuschauer fassen kann. Das 29¬†Millionen Euro teure Independence Stadium wurde von den Chinesen im Rahmen eines Entwicklungshilfeprojektes gebaut. Dieses Stadion wird auch f√ľr kulturelle Veranstaltungen genutzt.

Die The Scorpions genannte gambische Fußballnationalmannschaft befindet sich zurzeit in der FIFA-Weltrangliste auf Platz 147. (1053.72 Punkte)
(Stand: 21. Oktober 2021) In der Qualifikation f√ľr die Fu√üball-Weltmeisterschaft 2006 unterlag die Mannschaft in der ersten Qualifikationsrunde gegen die Mannschaft aus Liberia und konnte sich damit nicht weiter qualifizieren. Das U-20-Team hingegen qualifizierte sich f√ľr die Junioren-WM. Dort konnte das unerfahrene Team am 9.¬†Juli 2007 durch einen 2:1-Erfolg √ľber das portugiesische Team den Einzug in das Achtelfinale der U-20-Weltmeisterschaft in Kanada perfekt machen, wo es sich allerdings √Ėsterreich mit 1:2 geschlagen geben musste.

Wrestling

Volkssport mit gro√üer Tradition unter den M√§nnern, vor allem der Ethnie der Diola, ist das afrikanische Wrestling, eine Form des Ringkampfes. Dieses Wrestling hat in Gambia eine √§hnliche Stellung wie das SumŇć-Ringen in Japan. Unter den Herrscherfamilien gab es schon im 11.¬†Jahrhundert Ringerwettk√§mpfe. Heute wird der Wettkampf in jedem Dorf, besonders im S√ľden an der Grenze zu der senegalesischen Region Casamance, ausgetragen.

Sehensw√ľrdigkeiten

Als Wahrzeichen des Landes und der Hauptstadt gilt der Arch 22. Die Geschichte des Landes ist im National Museum in Banjul, in der noch einige Geb√§ude aus kolonialer Zeit erhalten sind, zu erkunden. Weitere koloniale Reste sind unter anderem auf James Island, in Juffure und in Janjanbureh (fr√ľher Georgetown) zu finden. Von der Lamin Lodge l√§sst sich gut das √Ėkosystem Mangrovenwald im Tanbi Wetland Complex beobachten. Der Abuko Nature Reserve zeigt anschaulich einen Galeriewald. Schwer erreichbar ist das Mungo Park Memorial bei Karantaba Tenda.

Gr√∂√ütenteils ungekl√§rt sind noch die Herkunft und der Zweck der megalithischen Steinkreise von Wassu. √Ąhnliche Anlagen sind in der gesamten Region zu finden.

Feiertage

Die elf gesetzlichen Feiertage gr√ľnden sich auf die beiden Nationalfeiertage am 18.¬†Februar (Independence Day) und am 22.¬†Juli (Republic Day) und die religi√∂sen Feiertage der beiden gr√∂√üten im Land vertretenen Religionen. Trotz der Mehrheit der muslimischen Bev√∂lkerung haben die christlichen Feiertage ihren Platz, dies liegt begr√ľndet in der britischen Kolonialgeschichte.

Der Sonntag ist seit der Kolonialzeit wöchentlicher Ruhetag. Fällt ein Feiertag auf einen Sonntag, so wird er auf den folgenden Montag verschoben, der dann arbeitsfrei ist.

Der Freitag ist der Gebetstag der Muslime, Strenggläubige halten nach dem Mittagsgebet am Freitag ihre Geschäfte geschlossen.

Umwelt

Die h√§ufigsten Naturkatastrophen, die das Land bedrohen, sind Buschfeuer, D√ľrren, K√ľstenerosion, √úberschwemmungen, Sandst√ľrme und Heuschreckenplagen.

Seit den 1970er Jahren kommt es ‚Äď zusammen mit Buschbr√§nden ‚Äď zu h√§ufigerem Auftreten von D√ľrrekatastrophen. Seit Mitte der 1980er Jahre treten Sandst√ľrme, die mehr als drei Tage dauern, fast j√§hrlich auf. In den letzten 20 Jahren sind weite Abschnitte der K√ľstenlinie zwischen Banjul und Tanji durch Erosion bei Sturmfluten besch√§digt worden, wobei es auch zu erheblichen Verlusten an Besitzt√ľmern gekommen ist. Seit kurzem treten √úberschwemmungen des Flusses j√§hrlich auf, die in vielen Teilen des Landes Felder und Geb√§ude besch√§digen. Im Jahr 2004 bek√§mpfte die gesamte westafrikanische Region eine riesige Population Heuschrecken. Die gambische Regierung rief deshalb vorsorglich den Notstand aus.

Die Erweiterung der Ackerflächen, Überweidung durch Viehwirtschaft, Buschbrände und unerlaubter Holzeinschlag hat den Waldanteil von ungefähr 70 Prozent in den 1960er Jahren auf weniger als 9 Prozent im Jahr 2000 verringert.

Naturschutzgebiete

Der Abuko Nature Reserve ist das bekannteste Naturschutzgebiet in Gambia. Der 1968 eingerichtete etwa 100 Hektar gro√üe Park liegt ungef√§hr 20 Kilometer s√ľdlich der Kombo-St.¬†Mary Area.

Siehe auch

  • Liste der Abk√ľrzungen (Gambia)
  • Liste der gambischen Orden und Ehrenzeichen

Literatur

Allgemein

  • Ulla Ackermann: Merian live!, Senegal, Gambia. Gr√§fe und Unzer, M√ľnchen 2002, ISBN 3-7742-0730-5.
  • Thomas Baur: Senegal, Gambia: [Senegambia und den Bijagos-Archipel mit diesem praktischen Urlaubshandbuch entdecken, erleben und genie√üen]. Rump, Bielefeld 2002, ISBN 3-8317-1112-7.
  • Hartmut Buchholz: Senegal, Gambia. DuMont, K√∂ln 1998, ISBN 3-7701-4189-X.
  • Jojo Cobbinah: Senegal/Gambia. Meyer Reisef√ľhrer, Frankfurt 2002, ISBN 3-89859-103-4.
  • Ilona Hupe, Manfred Vachal: Gambia. Kleines Urlaubsparadies in Westafrika. Hupe, M√ľnchen 1999, ISBN 3-932084-19-5.
  • Rosel Jahn: Gambia: Reisef√ľhrer mit Landeskunde; mit einem Reiseatlas. Mai, Dreieich 1997, ISBN 3-87936-239-4.
  • Gertrud Premke: Erlebnis Gambia: Erlebnisse ‚Äď mystische Geschichten ‚Äď Landeskunde. Books on Demand GmbH, Norderstedt 2004, ISBN 3-8334-2044-8.
  • Michel Renaudeau: The Gambia/La Gambie. Delroisse, Boulogne 1978, ISBN 2-85518-036-8.
  • Reisebegleiter, The Gambia. FTI Touristik Publications, M√ľnchen 1999.
  • Katharina Kane: Lonely Planet ‚Äď the Gambia & Senegal. Lonely Planet Publications, Footscray 2006, ISBN 1-74059-696-X.

Flora und Fauna

  • Clive Barlow, Tim Wacher, Tony Disley: Birds of the Gambia and Senegal. Christopher Helm Publishers, London 2005, ISBN 0-7136-7549-7.
  • Phyllis Kasper: Some Common Flora of The Gambia. Traute Warnke Verlag, Reinbek 1993, ISBN 3-9801591-3-2.
  • Lamin Bojang, Ralf Ludwig: Results and Analysis of the National Forest Resources Inventory of The Gambia 1997/98. DFS/GTZ 1998.

Sprache

  • Michael Franke: Wolof f√ľr den Senegal, Wort f√ľr Wort. Kauderwelsch. Band 89. Rump, Bielefeld 1998, ISBN 3-89416-280-5.
  • Karin Knick: Mandinka f√ľr Gambia, Wort f√ľr Wort. Kauderwelsch. Band 95. Rump, Bielefeld 1994, ISBN 3-89416-286-4.

Geschichte

  • Werner Forman: Schwarze K√∂nigreiche: das Kulturerbe Westafrikas. Atlantis-Verlag, Luzern/ Herrsching 1988, ISBN 3-7611-0715-3.
  • Colin McEvedy: The Penguin atlas of African history. Penguin Books, London 1995, ISBN 0-14-051321-3.
  • Donald R. Wright: The world and a very small place in Africa: a history of globalization in Niumi, the Gambia. M.E. Sharpe, London 2004, ISBN 0-7656-1007-8.

Karten

  • Stephen C. Stringall: Gambia Map. International Travel Maps, Vancouver 2003, ISBN 1-55341-217-6.
  • World Mapping Project (Hrsg.): Senegal & Gambia Mit exakten H√∂henlinien, H√∂henschichten-Relief, Gradnetz und Ortsindex. GPS-tauglich. Rump, Bielefeld 2004, ISBN 3-8317-7123-5.

Weblinks

  • Offizielle Webpr√§senz der Republik Gambia (englisch)
  • L√§nder√ľbersicht Gambia auf der Website des Ausw√§rtigen Amtes
  • Datenbank inhaltlich erschlossener Literatur zur gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Situation in Gambia
  • The Gambia profile auf BBC News (englisch)
  • Offizielle Website des Gambia Tourism Board (englisch)

Einzelnachweise



Quelle: Wikipedia

 

Region Regionen (0)

Abk Name O
GM.BJ Banjul  
GM.LR Lower River  
GM.MC Maccarthy Island  
GM.UR Upper River  
 

Die höchsten Gipfel Die höchsten Gipfel

 

Die höchsten Hütten Die höchsten Hütten

 

Touren in diesem Staat Touren in diesem Staat

 

Bücher und Karten Bücher und Karten

Flagge: Gambia

Name englisch: Gambia
Hauptstadt: Banjul
Kfz: WAG
ISO: GM
ISO3: GMB
Fläche: 11300 km²
Tld: .gm
Wärung Einheit: GMD
Währung: Dalasi
Vorwahl: 220

Ausdehnung / Grenzen (nach WGS 84 dezimal):
nördlichster Punkt: 13.8263891
südlichster Punkt: 13.0651826
westlichster Punkt: -16.8136312
östlichster Punkt: -13.7986107


 
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