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Staat Informationen : Angola

Informationen:


Angola (deutsch [aŇčňągoňźla], portugiesisch […źŇčňąg…Ēl…ź]; auf Kimbundu, Umbundu und Kikongo ‚ÄěNgola‚Äú genannt) ist ein Staat im S√ľdwesten Afrikas. Nationalfeiertag ist der 11.¬†November, der Jahrestag der 1975 erlangten Unabh√§ngigkeit. Angola grenzt an Namibia, Sambia, die Republik Kongo, die Demokratische Republik Kongo und den Atlantischen Ozean ‚Äď die zu Angola geh√∂rige Exklave Cabinda liegt im Norden zwischen der Demokratischen Republik Kongo und der Republik Kongo am Atlantik.

Der Name Angola leitet sich von dem Titel Ngola der K√∂nige von Ndongo ab, einem √∂stlich von Luanda gelegenen Vasallenstaat des historischen Kongoreiches. Die Region um Luanda erhielt diesen Namen im 16.¬†Jahrhundert durch die ersten portugiesischen Seefahrer, die an der dortigen K√ľste anlandeten und ein Padr√£o, ein steinernes Kreuz als Zeichen der Inbesitznahme f√ľr den portugiesischen K√∂nig, errichteten. Die Bezeichnung wurde Ende des 17. Jahrhunderts auf die Region um Benguela ausgedehnt, im 19.¬†Jahrhundert dann auf das damals noch nicht umgrenzte Territorium, dessen koloniale Besetzung sich Portugal vornahm.

Geografie

Geografische Lage

Die Republik Angola liegt zwischen 4¬į¬†22‚Ä≤ und 18¬į¬†02‚Ä≤ s√ľdlicher Breite sowie 11¬į¬†41‚Ä≤ und 24¬į¬†05‚Ä≤ √∂stlicher L√§nge. Das Land gliedert sich grob in eine schmale Niederung entlang der Atlantikk√ľste, die in Richtung Osten, zum Landesinneren hin, zum Hochland von Bi√© ansteigt: Es macht den gr√∂√üten Teil Angolas aus, ist im S√ľden flach und in der Landesmitte bergig. Der h√∂chste Berg ist der in diesem Hochland liegende M√īco mit 2619¬†m √ľber dem Meeresspiegel. Der Osten Angolas wird vom Sambesi durchflossen.

Klima

Angola ist in drei Klimazonen eingeteilt:

An der K√ľste und im Norden des Landes ist es tropisch, das hei√üt, es gibt das ganze Jahr hohe Tagestemperaturen zwischen 25 und 30¬†¬įC, nachts ist es nur unwesentlich k√ľhler. Von November bis April ist Regenzeit. Das Klima wird stark durch den k√ľhlen Benguelastrom (17‚Äď26¬†¬įC) beeinflusst, so dass Nebel h√§ufig ist. Die durchschnittliche Niederschlagsmenge liegt bei 500¬†mm, im S√ľden kaum bei 100¬†mm j√§hrlich.

Das Hochland im Zentrum und S√ľden des Landes ist gem√§√üigt-tropisch, es gibt vor allem im Winter deutliche Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht. So liegen etwa in Huambo die Temperaturen im Juli zwischen 25¬†¬įC tags√ľber und 7‚Äď8¬†¬įC nachts, dazu kommt noch enorme Trockenheit. √Ąhnlich wie an der K√ľste ist die Regenzeit von Oktober bis April. Es fallen im Schnitt rund 1000¬†mm Regen pro Jahr.

Im S√ľdosten des Landes ist es √ľberwiegend hei√ü und trocken mit k√ľhlen N√§chten im Winter bzw. Hitze und gelegentlichen Niederschl√§gen im Sommer. Die Jahresniederschl√§ge schwanken um 250¬†mm.

Hydrologie

Den ‚ÄěWasserturm‚Äú des Landes bildet das Hochland von Bi√©. Von dort teilt sich Angola in 5 Haupteinzugsgebiete auf. Die beiden gr√∂√üten sind die des Kongo und des Sambesi. Zusammen entw√§ssern sie √ľber 40¬†% der Landesfl√§che. Die Fl√§chen, die √ľber den Okavango abflie√üen liegen bei etwa 12¬†%. Somit entw√§ssert gut die H√§lfte des Landes √ľber sehr gro√üe Einzugsgebiete aus dem Land hinaus. Hinzu kommen der Cuanza, mit ebenfalls etwa 12¬†%, und der Cunene mit knapp 8¬†%. Zu erw√§hnen ist noch das Cuvelai-Etosha Einzugsgebiet, das nach S√ľden entw√§ssert. Die restlichen knapp 20¬†% des Landes sind K√ľstenfl√ľsse. Die Wasserressourcen im S√ľden Angolas haben f√ľr die Nachbarl√§nder Botswana und Namibia gro√üe Bedeutung. Daher gr√ľndeten sie 1994 zusammen die Permanent Okavango River Basin Water Commission.

Flora und Fauna

Die Vegetation reicht klimabedingt von tropischem Regenwald im Norden und in Cabinda √ľber Baumsavannen im Zentrum bis zur trockenen Grassavanne, die durchsetzt ist mit Euphorbien (Wolfsmilchgew√§chsen), Akazien und Affenbrotb√§umen. Von Namibia ausgehend zieht sich entlang der S√ľdwestk√ľste ein W√ľstenstreifen. Die Fauna Angolas ist reich an Wildtieren, es finden sich Elefanten, Flusspferde, Geparde, Gnus, Krokodile, Strau√üe, Nash√∂rner und Zebras. Die Ausweitung der Landwirtschaft aber auch die Zerst√∂rungen durch die B√ľrgerkriege und der Handel mit Elfenbein gef√§hrden das √úberleben vieler Arten.

In Angola gibt es 13 Naturschutzgebiete (Nationalparks und Naturreservate) mit einer Gesamtfläche von 162.642 km², die 12,6 % des Staatsgebiets ausmachen.

Geschichte

Die ersten Bewohner des heutigen Angola waren Khoisan, die ab dem 13. Jahrhundert weitgehend von Bantu-Volksgruppen verdr√§ngt wurden. 1483 begann die Errichtung portugiesischer Handelsposten an der K√ľste, vor allem in Luanda und dessen Hinterland, ein Jahrhundert sp√§ter auch in Benguela. Erst Anfang des 19. Jahrhunderts begann die systematische Eroberung und Besetzung des heutigen Territoriums, die erst Mitte der 1920er Jahre abgeschlossen war.

Von der Mitte der 1920er Jahre bis Anfang der 1960er Jahre war Angola einem klassischen Kolonialsystem unterworfen. Die Kolonialmacht Portugal wurde von 1926 bis zur Nelkenrevolution 1974 von einer Militärdiktatur regiert (bis 1932 Carmona, bis 1968 Salazar, bis 1974 Caetano).

Die wichtigste √∂konomische Grundlage Angolas waren bis zum Ende der Kolonialzeit die Landwirtschaft und Viehzucht, die sowohl in Gro√übetrieben europ√§ischer Siedler als auch in den Familienbetrieben der Afrikaner stattfand. Die F√∂rderung von Diamanten war f√ľr den Kolonialstaat von zentraler Bedeutung. Eine weitere wichtige Komponente war der Handel. Zu bescheidener Industrialisierung und Entwicklung des Dienstleistungssektors kam es erst in der sp√§tkolonialen Phase, also in den 1960er und 1970er Jahren. In den 1950er Jahren wurden auf dem Festland Erd√∂lvorkommen geortet, in den 1960er Jahren auch im Meer vor Cabinda, doch setzte erst ganz am Ende der Kolonialzeit eine F√∂rderung gr√∂√üeren Ausma√ües ein.

In den 1950er Jahren begann sich nationalistischer Widerstand zu formieren, der 1961 in einen bewaffneten Befreiungskampf m√ľndete (1960 ‚Äď im ‚ÄěAfrika-Jahr‚Äú ‚Äď hatten 18 Kolonien in Afrika (14 franz√∂sische, zwei britische, eine belgische und eine italienische) die Unabh√§ngigkeit von ihren Kolonialm√§chten erlangt; siehe auch Dekolonisation Afrikas).

Ab 1962 f√ľhrte Portugal deswegen einschneidende Reformen durch und leitete eine sp√§tkoloniale Phase ein, die in Angola eine neue Situation schuf, den Unabh√§ngigkeitskrieg jedoch nicht zum Erliegen brachte. Der Unabh√§ngigkeitskrieg kam abrupt zu einem Ende, als am 25. April 1974 ein Milit√§rputsch in Portugal die Nelkenrevolution ausl√∂ste sowie die dortige Diktatur zum Einsturz brachte und das neue demokratische Regime sofort mit der Entkolonisierung begann.

Der Umsturz in Portugal l√∂ste in Angola bewaffnete Auseinandersetzungen zwischen den Befreiungsbewegungen FNLA, MPLA und UNITA aus, deren ethnische Verwurzelung im Lande unterschiedlich war. In diese Auseinandersetzungen griffen die USA, Zaire (seit 1997 Demokratische Republik Kongo) und S√ľdafrika (noch unter dem Apartheid-Regime) auf Seiten von FNLA und UNITA ein, die Sowjetunion und Kuba auf Seiten der MPLA. Letztere behielt die Oberhand und rief 1975 in Luanda die Unabh√§ngigkeit aus, gleichzeitig FNLA und UNITA in Huambo.

Die Gegenregierung von FNLA und UNITA l√∂ste sich zwar rasch auf, aber sofort nach der Unabh√§ngigkeitserkl√§rung setzte ein B√ľrgerkrieg zwischen den drei Bewegungen ein, aus dem die FNLA nach kurzer Zeit ausschied, w√§hrend ihn die UNITA bis zum Tode ihres Anf√ľhrers Jonas Savimbi im Jahre 2002 weiterf√ľhrte. Gleichzeitig errichtete die MPLA ein politisch-√∂konomisches Regime, das dem der damals sozialistischen L√§nder nachempfunden war. Bemerkenswert war die zivile Entwicklungshilfe Kubas w√§hrend dieser Zeit.

Dieses Regime wurde 1990/91 w√§hrend einer Unterbrechung des B√ľrgerkriegs zugunsten eines Mehrparteiensystems aufgegeben. Im September 1992 fanden Wahlen statt, an denen auch die UNITA teilnahm. Die MPLA erhielt 53,74 Prozent der Stimmen und 129 der 220 Parlamentssitze. Der Pr√§sidentschaftskandidat der MPLA, Jos√© Eduardo dos Santos, erhielt 49,56 Prozent der Stimmen; gem√§√ü der Verfassung w√§re eine Stichwahl gegen Jonas Savimbi notwendig gewesen.

Daraus ergab sich eine bizarre Situation, die bis 2002 anhielt. Einerseits nahmen Vertreter der UNITA und der FNLA am Parlament und sogar der Regierung teil, andererseits kämpfte der militärische Arm der UNITA nach der Wahl weiter. Das politische System entwickelte sich zu einer autoritären Präsidialdemokratie, während im Lande Zerstörungen zum Teil erheblichen Ausmaßes vor sich gingen.

Am 22. Februar 2002 entdeckte die Armee Jonas Savimbi im Osten des Landes und erschoss ihn. Danach stellte die UNITA den Kampf sofort ein. Sie l√∂ste ihren milit√§rischen Arm auf, der teilweise in die angolanische Armee √ľbernommen wurde. Unter einem neuen Vorsitzenden, Isaias Samakuva, √ľbernahm sie die Rolle einer normalen Oppositionspartei. Bei der Parlamentswahl im September 2008 erhielt die MPLA 81,64¬†% der Stimmen (UNITA 10,39¬†%, FNLA 1,11¬†%).

2002 begann der Wiederaufbau der zerst√∂rten St√§dte, D√∂rfer und Infrastruktur. Dank der Erd√∂lf√∂rderung und des zeitweise hohen √Ėlpreises gab es daf√ľr genug Devisen. Die regierende Gruppe um den Pr√§sidenten nutzte dies aber auch zur starken eigenen Bereicherung, ein Beispiel f√ľr die herrschende Kleptokratie.

Eine im Januar 2010 verabschiedete neue Verfassung hat die Stellung der MPLA und besonders des Staatspräsidenten gestärkt. Vom Typ der Regierungslehre handelt es sich um ein autoritäres Präsidialsystem. Seit 2017 ist João Lourenço Präsident und scheint teilweise mit der Korruption seines Vorgängers aufzuräumen, obwohl dieser noch Vorsitzender der Regierungspartei ist und Lourenço sein Stellvertreter. Im Dezember 2019 wurde das auf 2,2 Milliarden US-Dollar geschätzte Vermögen von Isabel dos Santos, der Tochter des alten Präsidenten, eingefroren und entzogen.

Bevölkerung

In Angola gab es bisher erst zwei Volksz√§hlungen in den Jahren 1970 und 2014. 2020 ver√∂ffentlichte das nationale Statistikamt eine Projektion. Demnach betrug die Bev√∂lkerung 31,13 Millionen. Die Bev√∂lkerung Angolas ist eine der am schnellsten wachsenden der Welt. Im Jahr 2019 betrug das Bev√∂lkerungswachstum 3,2¬†% und die Fertilit√§t pro Frau lag bei 5,4 Kindern. In den 1970er Jahren lag der Wert sogar bei etwa 7,5 Kindern pro Frau. Das Medianalter der Bev√∂lkerung lag 2020 bei gesch√§tzten 16,7 Jahren. 46,6¬†% der Bev√∂lkerung sind j√ľnger als 15 Jahre. F√ľr das Jahr 2050 wird laut der mittleren Bev√∂lkerungsprognose der UN mit einer Bev√∂lkerung von √ľber 77 Millionen gerechnet.

Ein akutes demografisches Problem, mit unabsehbaren wirtschaftlichen, sozialen und politischen Folgen, hat sich in Angola aus dem Kriegszustand ergeben, der sich √ľber vier Jahrzehnte hingezogen hat. Um 2000 war ein erheblicher Teil der Landbev√∂lkerung in die St√§dte, in unwegsame Gebiete (Berge, Wald, Sumpfland) oder ins benachbarte Ausland (Namibia, Botswana, Sambia, Demokratische Republik Kongo, Republik Kongo) geflohen. Entgegen allen Erwartungen ist es nach dem Friedensschluss nicht zu einem massiven R√ľckfluss gekommen. Zwar ist ein Teil der Bev√∂lkerung in ihre Ursprungsorte zur√ľckgekehrt, aber ‚Äď wie die Erhebungen der letzten Jahre zeigen ‚Äď per Saldo hat das Binnenland sogar weiter an Bev√∂lkerung verloren. Dies h√§ngt nicht zuletzt damit zusammen, dass sich die Wirtschaft ‚Äď mit Ausnahme der Landwirtschaft und der F√∂rderung von Diamanten ‚Äď ganz √ľberwiegend auf den K√ľstenstreifen konzentriert. Die Volksz√§hlung von 2014 hat allerdings aufgedeckt, dass der R√ľckgang der l√§ndlichen Bev√∂lkerung trotz generell schlechter Lebensbedingungen weniger drastisch war, als bef√ľrchtet: sie macht knapp √ľber 60¬†% der Gesamtbev√∂lkerung aus.

Volksgruppen

Die meisten Angolaner sind Bantu und geh√∂ren drei Ethnien an: mehr als ein Drittel sind Ovimbundu, ans√§ssig auf dem Zentralhochland, dem angrenzenden K√ľstenstreifen und nunmehr ebenfalls stark pr√§sent in allen gr√∂√üeren St√§dten auch au√üerhalb dieses Gebietes; ein knappes Viertel sind Ambundu (Sprache: Kimbundu), die in einem breiten Landstrich von Luanda bis Malanje √ľberwiegen; schlie√ülich geh√∂ren 10 bis 15¬†% den Bakongo an, einem Volk, das im Westen von Kongo-Brazzaville und der Demokratischen Republik Kongo sowie im Nordwesten Angolas angesiedelt ist und nunmehr auch in Luanda eine starke Minderheit darstellt.

Zahlenm√§√üig kleinere Volksgruppen sind die Ganguela, eigentlich ein Konglomerat aus kleineren Gruppen Ostangolas, dann Nyaneka-Nkhumbi im S√ľdwesten, die zumeist Hirtenbauern sind, die Ovambo (Ambo) und Herero S√ľdangolas (mit Verwandten in Namibia) sowie die Tshokwe (einschlie√ülich der Lunda) aus dem Nordosten Angolas (und S√ľden der DR Kongo sowie Nordwesten Sambias), die im Verlaufe des letzten Jahrhunderts in kleinen Gruppen s√ľdw√§rts gewandert sind. Einige kleine Gruppen im √§u√üersten S√ľdwesten werden als Xindonga bezeichnet. Schlie√ülich gibt es noch residuale Gruppen der Khoisan (San), die verstreut in S√ľdangola leben und nicht zu den Bantu geh√∂ren.

Etwa 2¬†% der Bev√∂lkerung sind mesti√ßos, also Mischlinge von Afrikanern und Europ√§ern. Die Portugiesen waren mit 320.000 bis 350.000 Menschen am Ende der Kolonialzeit die gr√∂√üte europ√§ischst√§mmige Volksgruppe im Land. √úber die H√§lfte von ihnen war im Lande geboren, nicht selten in der zweiten oder dritten Generation, und f√ľhlte sich mehr Angola zugeh√∂rig als Portugal. Die anderen waren in der sp√§tkolonialen Phase zugewandert oder als Angestellte/Beamte staatlicher Einrichtungen (einschlie√ülich des Milit√§rs) nach dort versetzt worden. Die meisten Portugiesen flohen kurz vor oder nach der Unabh√§ngigkeitserkl√§rung Angolas von Ende 1975 nach Portugal, Brasilien oder S√ľdafrika, doch ist ihre Zahl inzwischen wieder auf rund 170.000 angewachsen, zu denen m√∂glicherweise 100.000 andere Europ√§er sowie Latein- und Nordamerikaner hinzukommen. Zu den Europ√§ern kommt inzwischen eine gro√üe, auf etwa 300.000 Menschen gesch√§tzte Gruppe von Chinesen, die im Zuge einer Immigrationswelle nach Afrika kamen und kommen. Im Jahre 2017 waren 2,1¬†% der Bev√∂lkerung im Ausland geboren.

Bis 1974/75 lebten auch etwa 130 deutsche Familien (Angola-Deutsche) als Farmer oder Unternehmer im Land, vor allem in den Regionen um Huambo und Benguela; in der Stadt Benguela gab es seinerzeit sogar eine deutsche Schule. Fast alle haben seither aber das Land verlassen.

Die ethnischen Unterschiede haben, im Gegensatz zu anderen (afrikanischen und nichtafrikanischen) L√§ndern, in Angola nur in Ma√üen f√ľr gesellschaftlichen Z√ľndstoff gesorgt. Als sich Bakongo, die in den 1970er Jahren in den Kongo-Kinshasa geflohen waren, bei ihrer R√ľckkehr in gro√üer Zahl in Luanda niederlie√üen, hat das zwar zu gegenseitigem ‚ÄěFremdeln‚Äú zwischen ihnen und den ans√§ssigen Ambundu gef√ľhrt, nicht aber zu massiven oder gar gewaltt√§tigen Konflikten. Als sich im B√ľrgerkrieg Ambundu und Ovimbundu gegen√ľberstanden, bekam der Konflikt auf seinem H√∂hepunkt auch ethnische Untert√∂ne; seit Frieden herrscht, sind diese deutlich abgeklungen. Bei Konflikten aller Art k√∂nnen solche Abgrenzungen aber wieder ins Spiel kommen. Au√üerdem ist das Problem der Rassenbeziehungen zwischen Schwarzen, Mischlingen und Wei√üen noch in keiner Weise ausgestanden, zumal es von der Politik her manipuliert wird und seinerseits die Politik bedingt.

Sprachen

Fast alle der in Angola gesprochenen Sprachen geh√∂ren zur Bantu-Sprachfamilie. Portugiesisch ist Amtssprache in Angola. Sie wird zu Hause von 85¬†% der Bev√∂lkerung in den St√§dten und von 49¬†% der Landbev√∂lkerung gesprochen. Von allen afrikanischen L√§ndern hat sich Angola alles in allem vermutlich die Sprache der ehemaligen Kolonialmacht am st√§rksten zu eigen gemacht. Unter den afrikanischen Sprachen Angolas am weitesten verbreitet sind das Umbundu, das von 23¬†% der Bev√∂lkerung, besonders von der ethnischen Gruppe der Ovimbundu gesprochen wird, das Kikongo (8,24¬†%) der Bakongo, das Kimbundu (7,82¬†%) der Ambundu und das Chokwe (6,54¬†%) der Chokwe. Andere Sprachen sind Ngangela, Oshivambo (Kwanyama, Ndonga), Mwila, Nkhumbi, Otjiherero sowie das im 20. Jahrhundert von R√ľckwanderern aus dem Zaire eingef√ľhrte Lingala. In Angola werden insgesamt (je nach Einteilungskriterien) rund 40 verschiedene Sprachen/Dialekte gesprochen.

Religionen

In Angola gibt es knapp 1000 Religionsgemeinschaften. Nach dem Zensus 2014 geh√∂ren den oft schon w√§hrend der Kolonialzeit gegr√ľndeten protestantischen Kirchen 38,1¬†% der Bev√∂lkerung an, w√§hrend 41,1¬†% der Bev√∂lkerung Anh√§nger der r√∂misch-katholischen Kirche sind. Keiner Religionsgemeinschaft geh√∂ren 12,3¬†% der Einwohner an.

Methodisten sind besonders im Gebiet von Luanda bis Malanje vertreten, Baptisten im Nordwesten und Luanda. In Zentralangola und den angrenzenden K√ľstenst√§dten ist vor allem die Igreja Evang√©lica Congregacional em Angola (Evangelisch-Kongregationalistische Kirche in Angola) vertreten. Aus der Kolonialzeit stammen auch verschiedene kleinere Gemeinschaften, so Lutheraner (z.¬†B. in S√ľdangola) und Reformierte (vor allem in Luanda). Dazu kommen Adventisten, neuapostolische Christen sowie (nicht zuletzt durch Einfl√ľsse aus Brasilien) seit der Unabh√§ngigkeit eine Vielfalt pfingstlich-charismatischer Freikirchen und die Zeugen Jehovas. Die neuen Gemeinschaften, darunter zum Beispiel die als Wirtschaftsunternehmen organisierte ‚ÄěIgreja Universal do Reino de Deus‚Äú (IURD, Vereinigte Kirche des Reichs Gottes), die in Brasilien entstand und sich von dort aus in die anderen portugiesischsprachigen L√§nder ausbreitete, sind besonders in den gr√∂√üeren St√§dten vertreten und haben zum Teil erheblichen Zulauf.

Aufgrund von Einfl√ľssen aus S√ľdafrika und Namibia hat sich in den 2000er Jahren ein kleiner Ableger der anglikanischen Kirche des s√ľdlichen Afrika gebildet. Am 24. September 2021 gr√ľndete sich daraus die Anglikanische Kirche von Mosambik und Angola. Schlie√ülich gibt es zwei christlich-synkretistische Gemeinschaften, die in der DR Kongo verwurzelten Kimbangisten und die im kolonialen Angola entstandenen Tokoisten.

Nur noch ein verschwindend geringer Teil der Bev√∂lkerung h√§ngt ausschlie√ülich traditionellen Religionen an, aber unter den Christen finden sich nicht selten Bruchst√ľcke von Vorstellungen, die aus diesen Religionen stammen.

Der Anteil der Muslime (fast alle sunnitisch) betr√§gt laut Zensus 2014 nur 0,4 Prozent. Er setzt sich aus Einwanderern aus verschiedenen, meist afrikanischen L√§ndern zusammen, die aufgrund ihrer Verschiedenartigkeit keine Gemeinschaft bilden. Saudi-Arabien bem√ľhte sich um eine Ausbreitung des Islams in Angola. So k√ľndigte es 2010 an, dass es in Luanda die Errichtung einer islamischen Universit√§t finanzieren werde. Im November 2013 wurde jedoch dem Islam und zahlreichen anderen Organisationen die Anerkennung als Religionsgemeinschaft verweigert, da sie nicht mit dem Christentum vereinbar seien. Zudem wurden Geb√§ude, die ohne Baugenehmigung errichtet wurden, zum Abriss vorgesehen. Mehr als 60 Moscheen im Land wurden geschlossen.

Die katholische Kirche, die traditionellen protestantischen Kirchen und einige Freikirchen unterhalten soziale Einrichtungen, die dazu bestimmt sind, Mängel in der gesellschaftlichen oder staatlichen Versorgung auszugleichen. Die katholische Kirche und die traditionellen protestantischen Kirchen äußern sich gelegentlich zu politischen Fragen und finden dabei unterschiedliches Gehör.

Soziales

Gesundheitsversorgung

Die Ern√§hrungs- und Gesundheitssituation der angolanischen Bev√∂lkerung ist¬†‚Äď aus europ√§ischer Perspektive¬†‚Äď gr√∂√ütenteils katastrophal. Nur rund 30¬†% der Bev√∂lkerung haben Zugang zu grundlegender medizinischer Versorgung und nur 40¬†% haben Zugang zu ausreichend reinem Trinkwasser. J√§hrlich sterben tausende Menschen an Durchfallerkrankungen oder Atemwegsentz√ľndungen. Daneben sind Malaria, Meningitis, Tuberkulose und Erkrankungen durch Wurmbefall verbreitet. Die Infektionsrate mit HIV liegt nach Sch√§tzungen von UNAIDS bei 2¬†% und damit f√ľr die Region sehr niedrig. Als Grund hierf√ľr wird die Abschottung des Landes w√§hrend des B√ľrgerkrieges genannt.

Im Jahr 1987 wurde ein erster gro√üer Cholera-Ausbruch in Angola gemeldet, welcher 16.222 F√§lle und 1.460 Todesf√§lle umfasste. Er begann am 8. April 1987 in der Provinz Zaire und breitete sich auf viele andere Gebiete einschlie√ülich der Provinz Luanda aus. Nachdem die Zahl der F√§lle zwischen Juli und Oktober zur√ľckgegangen war, kam es ab November zu einem Anstieg, und galt als endemisch, wobei die Ausbr√ľche 1988 in zahlreichen Provinzen weiter anhielten. Im Jahr 1988 wurden zwei Drittel der Choleraf√§lle in Afrika von Angola gemeldet (15 500 F√§lle gegen√ľber 23 223 in ganz Afrika). Zwischen 1997 und 2005 wurde kein Cholerafall mehr gemeldet.

Ausbruch der Cholera 2006/2007:

Zwischen dem 13. Februar 2006 und dem 9. Mai 2007 erlebte Angola einen seiner schlimmsten Cholera-Ausbr√ľche in der Geschichte und meldete 82 204 F√§lle mit 3092 verbundenen Todesf√§llen und einem Gesamt-Fall-Verstorbenen-Anteil (FVA) von 3,75¬†%. Der H√∂hepunkt des Ausbruchs wurde Ende April 2006 mit einer t√§glichen Inzidenz von 950 F√§llen erreicht.

Der Ausbruch begann in Luanda und erreichte rasend schnell 16 der 18 Provinzen. Die Entwicklung deutet darauf hin, dass die Krankheit sich sowohl √ľber den Seeweg als auch √ľber den Landweg ausgebreitet haben k√∂nnte. Die Cholera-Ausbr√ľche in Angola sind Berichten zufolge haupts√§chlich auf den schlechten Zugang zu Grundversorgung wie der Versorgung mit sauberem Wasser und sanit√§ren Einrichtungen zur√ľckzuf√ľhren. Zwar wird der Erfolg aller Hilfsma√ünahmen bei der Eind√§mmung des Cholera-Ausbruchs anerkannt, doch das Fehlen einer langfristigen und nachhaltigen Versorgung mit sauberem Wasser und sanit√§ren Einrichtungen sowie einer verbesserten Gesundheitsversorgung macht viele Menschen immer noch anf√§llig f√ľr Cholera und andere damit zusammenh√§ngende Krankheiten wie Marburg, Polio etc. Obwohl Luanda die meisten F√§lle (rund 50¬†%) meldete, wiesen andere Provinzen wie Bi√©, Huambo, Cuanza Sul und Lunda Norte den h√∂chsten FVA-Wert auf. Dies ist mit dem schwierigen Zugang zu Gesundheitseinrichtungen zu erkl√§ren, wobei die weit von Luanda entfernten Provinzen besonders unterversorgt waren.

Im Jahr 2007 meldete Angola 18 422 Fälle, darunter 513 Todesfälle (FVA 2,78 %). Luanda verzeichnete 37 % aller Fälle und Benguela 22,5 %. Den höchsten Fall-Verstorbenen-Anteil meldete Cuanza Sul mit 12 %.

Etwa ein Drittel der Bevölkerung ist teilweise oder vollständig von ausländischen Nahrungsmittelhilfen abhängig. 2015 waren 14,0 % der Bevölkerung unterernährt. Im Jahr 2000 waren es noch 50,0 % der Bevölkerung.

Die Sterblichkeitsrate von Kindern unter f√ľnf Jahren ist die zweith√∂chste der Welt, statistisch stirbt alle drei Minuten ein Kind in Angola. Aufgrund der mangelnden medizinischen Versorgung ist auch die Zahl der Frauen, die w√§hrend der Geburt sterben, extrem hoch. Die durchschnittliche Lebenserwartung bei der Geburt wird mit 61,2 Jahren angegeben. Lepra bleibt in Angola eine gro√üe Sorge der Gesundheitsbeh√∂rden im Land. Im Jahr 2010 wurden insgesamt 1048 F√§lle dieser chronisch infekti√∂sen Krankheit festgestellt.

Bildungswesen

W√§hrend der Kolonialzeit wurde das Bildungswesen bis auf das letzte Jahrzehnt vernachl√§ssigt und war stets ein Instrument der Kolonialpolitik. Nach der Unabh√§ngigkeit setzte ein systematischer Neubeginn an, bei dem die Zusammenarbeit mit Kuba eine wichtige Rolle spielte. Der B√ľrgerkrieg behinderte diese Anstrengungen und f√ľhrte vor allem in l√§ndlichen Regionen zu einem eklatanten Lehrermangel. Der Aufbau eines neuen Bildungswesens wurde insgesamt jedoch fortgesetzt, besonders in den St√§dten, in denen sich nach und nach die H√§lfte der Bev√∂lkerung konzentrierte. Seit dem Frieden 2002 wurden und werden gro√üe Anstrengungen unternommen, um die Situation zu verbessern und die enormen Defizite auszur√§umen. In der gleichen Zeit begann in Angola eine Schulreform mit der Absicht, die Inhalte der Schule f√ľr die Kinder relevanter zu machen und bessere Ergebnisse zu erzielen.

In Angola gehen weniger als zwei Drittel der Kinder im schulpflichtigen Alter zur Schule. In den Grundschulen wiederholen 54¬†% der Kinder eine oder mehrere Klassen. Wenn die Kinder die f√ľnfte Klasse erreichen, gehen nur noch 6¬†% der Kinder ihrer Altersgruppe in die Schule. Dies hat auch mit dem Umstand zu tun, dass f√ľr die Versetzung in h√∂here Klassen ein g√ľltiger Personalausweis vorzulegen ist, den viele nicht haben. Diese hohe Schulabbrecherquote entspricht dem Mangel an Schulen mit f√ľnfter und sechster Klasse. Die Alphabetisierungsrate der erwachsenen Bev√∂lkerung betrug 2015 71,1¬†% (Frauen: 60,2¬†%, M√§nner: 82,0¬†%)

Von der Bev√∂lkerung >18¬†Jahre verf√ľgen 47,9¬†% √ľber keinen Schulabschluss, 19,9¬†% √ľber einen Primarschulabschluss, 17,1¬†% √ľber einen mittleren Schulabschluss (I ciclo do ensino secund√°rio), 13,2¬†% √ľber einen Sekundarschulabschluss (II ciclo do ensino secund√°rio) und 2,0¬†% √ľber einen Hochschulabschluss. Bei den 18‚Äď24-J√§hrigen liegen die Quoten bei 25¬†% (kein Schulabschluss), 34¬†% (Primarschulabschluss), 29¬†% (mittlerer Schulabschluss), 13¬†% (Sekundarschulabschluss) und 0¬†% (Hochschulabschluss). Die Quote der Bev√∂lkerung >24 Jahre mit Hochschulabschluss ist von Provinz zu Provinz sehr unterschiedlich. Den h√∂chsten Anteil verzeichnen Luanda (5,4¬†%) und Cabinda (3,8¬†%), den niedrigsten Cunene (0,6¬†%) und Bi√© (0,5¬†%).

In Zusammenarbeit mit dem angolanischen Bildungsministerium betreibt die Hilfsorganisation Ajuda de desenvolvimento de Povo para Povo em Angola sieben Lehrerausbildungsst√§tten in Huambo, Caxito, Cabinda, Benguela, Luanda, Zaire und Bi√©, die so genannten Escolas dos Professores do Futuro, an denen bis Ende 2006 mehr als 1000¬†Lehrer f√ľr den Einsatz in den l√§ndlichen Gebieten ausgebildet wurden. Bis 2015 sollen acht weitere dieser Lehrerausbildungsst√§tten eingerichtet und 8000¬†Lehrer ausgebildet werden.

Das Hochschulwesen bestand bis in die sp√§ten 1990er Jahre aus der staatlichen Universidade Agostinho Neto, deren etwa 40¬†Fakult√§ten √ľber das ganze Land verteilt waren und sich insgesamt in einem schlechten Zustand befanden. Daneben gab es nur noch die Universidade Cat√≥lica de Angola (UCAN) in Luanda.

Inzwischen gibt es, vor allem in Luanda, eine wachsende Anzahl privater Universit√§ten. Dazu z√§hlen unter anderem die Universidade Lus√≠ada de Angola, die Universidade Lus√≥fona de Angola, und die Universidade Jean Piaget de Angola die allesamt eng mit den gleichnamigen Universit√§ten in Portugal verbunden sind. Mit Unterst√ľtzung einer Lissaboner Universit√§t ist auch die Angola Business School entstanden.

Rein angolanische Initiativen sind die Universidade Privada de Angola, die Universidade Metodista de Angola, die Universidade Metropolitana de Angola, die Universidade Independente de Angola, die Universidade T√©cnica de Angola, die Universidade Greg√≥rio Semedo die Universidade √ďscar Ribas, die Universidade de Belas, und das Instituto Superior de Ci√™ncias Sociais e Rela√ß√Ķes Internacionais.

Alle diese Universit√§ten sind in Luanda angesiedelt, obwohl einige auch ‚Äěp√≥los‚Äú genannte Au√üenstellen in anderen St√§dten haben, so die Universidade Privada de Angola in Lubango, die Universidade Lus√≥fona de Angola in Huambo und die Universidade Jean Piaget in Benguela. Im Sinne einer Dezentralisierung des Hochschulwesens war es jedoch entscheidend, dass 2008/2009 aus der Universidade Agostinho Neto sechs Regionaluniversit√§ten mit je eigenem Namen ausgegliedert wurden, die die bestehenden Fakult√§ten √ľbernahmen und meist weitere gr√ľndeten, und die innerhalb ihres jeweiligen Zust√§ndigkeitsgebiets in anderen St√§dten ‚Äěp√≥los‚Äú einrichteten. In Benguela entstand so die Universidade Katyavala Bwila, in Cabinda die Universidade 11 de Novembro, in Huambo die Universidade Jos√© Eduardo dos Santos mit ‚Äěp√≥lo‚Äú in Bi√©, in Lubango die Universidade Mandume ya Ndemufayo (siehe auch Mandume yaNdemufayo) mit ‚Äěp√≥lo‚Äú in Ondjiva, in Malanje mit Saurimo und Luena die Universidade Lueij A‚ÄôNkonde und in U√≠ge die Universidade Kimpa Vita.

In den meisten F√§llen waren die Namensgeber afrikanische F√ľhrungsfiguren aus vorkolonialer Zeit oder aus der Zeit des Prim√§rwiderstands gegen die koloniale Eroberung. S√§mtliche Universit√§ten haben mit Aufbauschwierigkeiten zu k√§mpfen. Der Zust√§ndigkeitsbereich der Universidade Agostinho Neto wurde auf die Provinzen Luanda und Bengo beschr√§nkt. Die qualitativen Unzul√§nglichkeiten des Hochschulwesens sind durch diese Entwicklung jedoch bislang nur teilweise √ľberwunden worden. In Luanda haben aufgrund der Vielfalt der Universit√§ten einige von ihnen mit einer abnehmenden Nachfrage zu k√§mpfen.

Siehe auch: Liste der Universitäten in Angola

Politik

Politisches System

Zurzeit ist die politische Macht auf die Pr√§sidentschaft konzentriert. Die Exekutive bestand bis 2017 aus dem langj√§hrigen Pr√§sidenten, Jos√© Eduardo dos Santos, der zugleich Oberkommandierender der Streitkr√§fte und Regierungschef war, und dem Ministerrat. Der Ministerrat, bestehend aus allen Regierungsministern und Vizeministern, trifft sich regelm√§√üig, um √ľber politische Themen zu diskutieren. Die Gouverneure der 18 Provinzen werden vom Pr√§sidenten ernannt und handeln nach seinen Vorstellungen. Das Verfassungsrecht von 1992 begr√ľndet die wesentlichen Merkmale der Regierungsstruktur und nennt die Rechte und Pflichten der B√ľrger. Das Rechtssystem, das auf dem portugiesischen Recht und dem Gewohnheitsrecht basiert, ist schwach und bruchst√ľckhaft. Gerichte sind nur in zw√∂lf von mehr als 140 Stadtverwaltungen t√§tig. Das oberste Gericht dient als Rechtsmittelinstanz. Ein Verfassungsgericht ‚Äď mit der F√§higkeit einer unparteiischen Bewertung ‚Äď wurde bis 2010 nicht ernannt, obwohl es das Gesetz vorsieht. Seit 2017 ist Jo√£o Louren√ßo Pr√§sident und scheint teilweise mit der Korruption seines Vorg√§ngers aufzur√§umen, obwohl dieser noch Vorsitzender der Regierungspartei ist und Louren√ßo sein Stellvertreter. Im Dezember 2019 wurde das auf 2,2¬†Milliarden US-Dollar gesch√§tzte Verm√∂gen von Isabel dos Santos, der Tochter des alten Pr√§sidenten, eingefroren.

Die 2010 vom Parlament angenommene Verfassung hat die autorit√§ren Z√ľge des politischen Systems nochmals versch√§rft. Hervorzuheben ist, dass die Pr√§sidentschaftswahl abgeschafft wurde und in Zukunft der Vorsitzende und der stellvertretende Vorsitzende derjenigen Partei, die bei den Parlamentswahlen die meisten Stimmen erh√§lt, automatisch Staatspr√§sident bzw. Vizepr√§sident sind. Der Staatspr√§sident kontrolliert √ľber verschiedene Mechanismen s√§mtliche Staatsorgane, einschlie√ülich des nunmehr geschaffenen Verfassungsgerichts; von einer Gewaltenteilung kann man infolgedessen nicht sprechen. Es handelt sich also nicht mehr um ein Pr√§sidialsystem, wie es das etwa in den USA oder Frankreich gibt, sondern um ein System, das verfassungsrechtlich in dieselbe Kategorie f√§llt wie die c√§saristische Monarchie Napoleon Bonapartes, das korporative System Ant√≥nio de Oliveira Salazars nach der portugiesischen Verfassung von 1933, die brasilianische Milit√§rregierung nach der Verfassung von 1967/1969 sowie verschiedene autorit√§re Regime im gegenw√§rtigen Afrika.

Der 27 Jahre andauernde B√ľrgerkrieg in Angola hat die politischen und gesellschaftlichen Einrichtungen des Landes stark besch√§digt. Die UN vermutet, dass es in Angola 1,8 Millionen Fl√ľchtlinge gab. Mehrere Millionen Menschen waren direkt von Kriegshandlungen betroffen. T√§glich spiegelten die Lebensbedingungen im ganzen Land, besonders in Luanda (durch immense Landflucht ist die Hauptstadt auf √ľber f√ľnf Millionen Einwohner angewachsen), den Zusammenbruch der Verwaltungsinfrastruktur und der vielen gesellschaftlichen Einrichtungen wider. Krankenh√§user hatten oft weder Medikamente noch eine Grundausstattung, Schulen hatten keine B√ľcher, und Angestellte im √∂ffentlichen Dienst besa√üen keine Ausstattung, um ihrer t√§glichen Arbeit nachzugehen. Seit dem Ende des B√ľrgerkriegs im Jahre 2002 sind massive Bem√ľhungen um Wiederaufbau unternommen worden, doch finden sich dessen Spuren √ľberall im Lande. Die vielf√§ltigen Probleme und M√∂glichkeiten des Wiederaufbaus werden in gro√üer Ausf√ľhrlichkeit beschrieben vom Angolaportugiesen Jos√© Manuel Zenha Rela.

Die zwei einflussreichsten Gewerkschaften sind:

  • UNTA (Uni√£o Nacional dos Trabalhadores Angolanos); Nationale Union der angolanischen Arbeiter
  • CGSILA (Confedera√ß√£o Geral dos Sindicatos Independentes e Livres de Angola); Allgemeiner Bund der freien und unabh√§ngigen Gewerkschaften Angolas

Parlament

Am 5. und 6. September 2008 w√§hlten die Angolaner erstmals seit Ende des B√ľrgerkrieges eine neue Nationalversammlung. Nach Auffassung von Wahlbeobachtern der SADC und der Afrikanischen Union (AU) verlief die Wahl ‚Äěallgemein frei und fair‚Äú. Beobachter der EU wiesen zwar auf die sehr gute technische und logistische Vorbereitung der Wahlen, die hohe Wahlbeteiligung sowie den friedlichen Prozess der Stimmabgabe hin. Kritisiert wurde allerdings die chaotische Abhaltung der Wahlen vor allem in der Hauptstadt Luanda. Nach Auffassung internationaler Beobachter bestanden in der Zeit vor den Wahlen keine freien und f√ľr alle Parteien gleichen Voraussetzungen f√ľr faire Wahlen. Es wird von fast allen Beobachtern √ľbereinstimmend hervorgehoben, dass die staatlichen Medienanstalten massiv zugunsten der MPLA missbraucht wurden, freier Zugang zu den elektronischen Medien f√ľr die Oppositionsparteien au√üerhalb Luandas nicht gegeben war. Die angolanische Zivilgesellschaft spricht von staatlich finanzierten Wahlgeschenken der MPLA und Einsch√ľchterungen durch deren Sympathisanten.

Die MPLA gewann die Wahl mit knapp 82 % der abgegebenen Stimmen, während die UNITA etwas mehr als 10 % der Stimmen auf sich vereinigen konnte. Die größte Oppositionspartei legte zunächst Beschwerde gegen die Wahl ein, gestand nach deren Ablehnung jedoch ihre Niederlage ein.

Folgende Parteien verf√ľgten nach dieser Wahl √ľber Sitze im Parlament:

  • Frente Nacional de Liberta√ß√£o de Angola (FNLA) ‚Äď (‚ÄěNationale Front der Befreiung Angolas‚Äú, ehemalige Befreiungsbewegung, Opposition) 3 Sitze
  • Movimento Popular de Liberta√ß√£o de Angola (MPLA) ‚Äď (‚ÄěVolksbewegung der Befreiung Angolas‚Äú, ehemalige Befreiungsbewegung, an der Macht seit der Unabh√§ngigkeit) 191 Sitze
  • Partido de Renova√ß√£o Social (PRS) ‚Äď (‚ÄěPartei der Sozialen Erneuerung‚Äú, W√§hlerschaft konzentriert auf die Volksgruppen der Lunda und Chokwe, Opposition), 8 Sitze
  • Uni√£o Nacional para a Independ√™ncia Total de Angola (UNITA) ‚Äď (‚ÄěNationale Union f√ľr die v√∂llige Unabh√§ngigkeit Angolas‚Äú, ehemalige Befreiungsbewegung, Opposition) 16 Sitze
  • Nova Democracia ‚Äď Uni√£o Eleitoral (ND) (‚ÄěWahlb√ľndnis Neue Demokratie‚Äú, Opposition) 2 Sitze

Die Regierung best√§tigte 2011/2012 ihre Absicht, 2012 erneut Parlamentswahlen abzuhalten und so zum ersten Mal die verfassungsm√§√üige Bestimmung zu achten, nach der Wahlen alle vier Jahre stattfinden m√ľssen. Au√üer den im Parlament vertretenen Parteien waren weitere 67 Parteien berechtigt, bei diesen Wahlen anzutreten. Jos√© Eduardo dos Santos tat wiederholt seine Absicht kund, bei diesen Wahlen nicht erneut zu kandidieren, sodass sich die Frage stellte, wer sein Nachfolger als Staatspr√§sident sein w√ľrde.

Die Wahlen fanden dann am 31. August 2012 statt. Im Gegensatz zu seinen vorherigen Erkl√§rungen war Jos√© Eduardo dos Santos erneut Spitzenkandidat des MPLA, das etwas mehr als 70¬†% der Stimmen erhielt ‚Äď also weniger als 2008, aber immer noch eine sehr komfortable Mehrheit, die dos Santos das Verbleiben im Amt garantierte. Die UNITA erhielt um die 18¬†% und die Neugr√ľndung CASA (Converg√™ncia Ampla de Salva√ß√£o de Angola) rund 6¬†%. Weitere Parteien zogen nicht ins Parlament ein, da keine auch nur 2¬†% der Stimmen erreichte. Bemerkenswert sind die starken Unterschiede zwischen den Regionen, besonders in Hinsicht auf die Resultate der Opposition. So erhielt diese rund 40¬†% in den Provinzen Luanda und Cabinda, in denen das Niveau der Politisierung besonders hoch ist.

Am 23. August 2017 fanden erneut Wahlen statt. Präsident dos Santos trat nicht mehr an. Die MPLA erhielt rund 65 % der Stimmen und stellte damit weiter den Präsidenten. Die UNITA kam auf rund 27 %.

Die n√§chsten Wahlen finden voraussichtlich im September 2022 statt. Nachdem sich die gr√∂√üte Oppositionspartei UNITA mit dem Demokratischen Blocks (BD) im Oktober 2021 zu einem Wahlb√ľndnis unter dem Namen "FPU" ("Vereinte Demokratische Front") zusammengeschlossen hat, hat die Opposition gute Chancen erstmals die regierende MPLA abzul√∂sen. Im Vorfeld der Wahl geht die Regierung jedoch gezielt mit Hausdurchsuchungen und Verhaftungen gegen Oppositionelle vor, die von "Hexenjagd" und Willk√ľr spricht. Die Regierung wirft den Oppositionsparteien vor, die Bev√∂lkerung aufzuhetzen und macht sie f√ľr Stra√üenproteste und Angriffe auf MPLA-B√ľros verantwortlich.

Menschenrechte

2008 kam es laut Amnesty International wiederholt zu willk√ľrlichen Festnahmen von Personen, die ihr Recht auf freie Meinungs√§u√üerung bzw. auf Versammlungs- und Vereinigungsfreiheit wahrgenommen hatten. Ein staatliches soziales Sicherungssystem gibt es nicht. Alleinstehende Frauen stehen vor allem in den l√§ndlichen Gebieten vor zus√§tzlichen Schwierigkeiten. In einigen Gemeinden ist es Frauen traditionell untersagt, eigenes Land zu besitzen und dieses zu kultivieren.

Nach den Nationalversammlungswahlen 2017 hat sich unter dem neuen Pr√§sidenten Jo√£o Louren√ßo die Meinungs-, Presse- und Versammlungsfreiheit verbessert. Die staatlichen Medien berichten freier und unabh√§ngiger, deren F√ľhrungspersonal, das aus hohen Funktion√§ren der Regierungspartei MPLA bestand, wurde ausgetauscht und Vertr√§ge mit Medienunternehmen, die Familienangeh√∂rigen des ehemaligen Pr√§sidenten geh√∂rten und als Sprachrohr der Partei agierten, wurden gek√ľndigt. Bereits w√§hrend des Wahlkampfs berichteten die Medien √ľber die Wahlauftritte der Opposition und alle Parteien erhielten Sendezeit im staatlichen Fernsehen. Auch die Versammlungsfreiheit wurde weitgehend gew√§hrleistet. Seit dem Amtsantritt des neuen Pr√§sidenten gibt es keine Erkenntnisse √ľber Verurteilungen oder Verhaftungen regierungskritischer Journalisten.

Bis ins 21.¬†Jahrhundert konnte Homosexualit√§t in Angola nach Artikel¬†71 und 72 des Strafgesetzbuches als ‚ÄěVersto√ü gegen die √∂ffentliche Moral‚Äú mit Haft oder Arbeitslager bestraft werden. Diese Bestimmungen wurden 2018 nicht nur abgeschafft, sondern die Diskriminierung auf Basis der sexuellen Orientierung wurde verboten. Arbeitgeber, die sich weigern, Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung einzustellen, k√∂nnen mit einer Gef√§ngnisstrafe bis zu zwei Jahren bestraft werden. Gleichgeschlechtliche Beziehungen waren in Teilen der Gesellschaft lange tabuisiert.

In einem offenen Brief forderten mehrere Menschenrechtsgruppen und Pers√∂nlichkeiten des Landes die US-amerikanische Au√üenministerin Hillary Clinton auf, den Zustand der Demokratie in Angola auf ihrer Afrikareise 2009 anzusprechen. ‚ÄěWeltweit ist die Vorstellung in Umlauf, dass Angola gro√üe demokratische Fortschritte macht. In Wirklichkeit werden die Menschen mit anderen Ideen (als jene der Regierung) verfolgt und festgenommen. Das Kundgebungsrecht existiert nicht‚Äú, klagte David Mendes von der Organisation ‚ÄěAssocia√ß√£o M√£os Livres‚Äú (Vereinigung der Freien H√§nde). China bekomme immer mehr Einfluss in Angola. ‚ÄěUnd jeder wei√ü, dass China die Menschenrechte nicht respektiert‚Äú, sagte Mendes. Amnesty International rief bereits 2007 in einem offenen Brief an die EU auf, die schwierige Situation der Menschenrechte in Angola anzusprechen und auf ihre Agenda zu setzen.

Beobachter im Land sch√§tzen die Rahmenbedingungen der Lebensumst√§nde in Angola als potenziell gewaltt√§tig ein. Der historische Verlauf vom gewaltorientierten Handeln der ehemaligen portugiesischen Staatsmacht im Kolonialkrieg bis zur staatlichen Unabh√§ngigkeit im Jahre 1975, ein darauf folgender 30-j√§hriger B√ľrgerkrieg und extrem ungesicherte soziale Verh√§ltnisse mit bewaffneten Lokalkonflikten bis in die Gegenwart hat gro√üe Teile der angolanischen Bev√∂lkerung an Gewaltwillk√ľr von jeglichen Seiten im Alltag gew√∂hnt. Im Verlauf der j√ľngeren Landesgeschichte wurde die Achtung des individuellen Menschenlebens beeintr√§chtigt und es entspricht inzwischen den Alltagserfahrungen vieler B√ľrger, dass nur die Ziele die Mittel rechtfertigten w√ľrden.

Aussagen in Medien, die Hinrichtungen unterst√ľtzen, zeigen, dass unter der Bev√∂lkerung das ‚Äěphysische Aussterben‚Äú mutma√ülicher oder tats√§chlicher Krimineller begr√ľ√üt wird. Eine Orientierung auf rechtsstaatliche Standards ist nur schwach vorhanden, wie zum Beispiel auf das Recht auf Leben. Populistische Meinungsbildungen, ebenso von und in Beh√∂rden verbreitet, nutzen die gef√ľhlte Angst der Bev√∂lkerung vor Verbrechen, um die angolanischen B√ľrger von rechtsstaatlichen Denkweisen fernzuhalten, sich von Menschenrechten zu distanzieren oder ihre B√ľrgerrechte im Lebensalltag nicht einzufordern. Zu dieser Entwicklung gehen regional auftretende Vorf√§lle parallel einher, bei denen es zu √úberf√§llen und Morden unter der Zivilbev√∂lkerung kommt, auf die keine Aufkl√§rung und keine strafrechtlichen Konsequenzen f√ľr die T√§ter folgen. Diese Alltagserfahrungen stehen im Widerspruch zu den politischen Proklamationen der angolanischen Regierung zugunsten von vermeintlich garantierten rechtsstaatlichen Normen im Land.

Politischer Protest

Offenbar unter dem Einfluss der Volksaufst√§nde in arabischen L√§ndern gab es Versuche am 7. M√§rz 2011 und dann wieder zu einem sp√§teren Zeitpunkt, in Luanda eine Gro√üdemonstration gegen das politische Regime in Angola zu organisieren. Es handelte sich um Versuche, Protest unabh√§ngig von den Oppositionsparteien zu artikulieren. Die MPLA hat am 5. M√§rz in Luanda eine ‚Äěpr√§ventive Gegendemonstration‚Äú mit vorgeblich einer Million Anh√§ngern veranstaltet. W√§hrend der folgenden Monate fanden Proteste im Internet und bei Rapveranstaltungen statt. Am 3. September 2011 wurde dann erneut die Erlaubnis zu einer regimekritischen, vor allem gegen die Person des Staatspr√§sidenten gerichteten Demonstration erteilt, die dann jedoch unter Einsatz von Schlagst√∂cken und Schusswaffen gewaltsam aufgel√∂st wurde, als sie den ihr zugestandenen Bereich zu √ľberschreiten begann. Etwa 50 Personen wurden verhaftet und sahen einer summarischen Verurteilung entgegen.

Außenpolitik

Angola ist seit 1976 Mitglied der Vereinten Nationen, seit 1996 Mitglied der WTO und seit 2007 bei der OPEC sowie Gr√ľndungsmitglied der S√ľdafrikanischen Entwicklungsgemeinschaft SADC, als auch bei der AU (Afrikanische Union) und der CPLP, der Gemeinschaft der Staaten portugiesischer Sprache.

Am 15. Oktober 2013 wurde die strategische Partnerschaft mit Portugal von Angola aufgek√ľndigt. Pr√§sident dos Santos erkl√§rte, die Beziehungen zwischen den beiden L√§ndern seien nicht gut. Die Ursache war der Umstand, dass die portugiesische Justiz einige politisch gewichtige Angolaner, die zum engeren Umkreis des Staatspr√§sidenten geh√∂ren, aufgrund von in Portugal begangenen Delikten (vor allem massiver Geldw√§sche) unter Anklage gestellt hatte.

Siehe auch: Liste der angolanischen Botschafter beim Heiligen Stuhl, Liste der angolanischen Botschafter in Brasilien, Liste der angolanischen Botschafter in Frankreich, Liste der angolanischen Botschafter in São Tomé und Príncipe

Verwaltungsgliederung

Territoriale Gliederung

Angola gliedert sich in 18 Provinzen (portugiesisch: prov√≠ncias, Singular ‚Äď prov√≠ncia):

Diese 18 Provinzen untergliedern sich weiter in 162 Munic√≠pios, 559 Kommunen und 27.641 √Ėrtlichkeiten (Localidades).

Städte

Zur Bev√∂lkerung der St√§dte liegen f√ľr die nachkoloniale Zeit bis ins 21.¬†Jahrhundert keine zuverl√§ssigen Zahlen vor. Von der Ver√∂ffentlichung der Erhebung des Instituto Nacional de Estat√≠stica aus dem Jahr 2008, die nach 2011 zur Verf√ľgung stand, wurde ein qualitativer Fortschritt erwartet. Nach der Projektion 2020 wurden in den offiziellen Statistiken nur die Einwohnerzahlen der Munic√≠pios, aber nicht der einzelnen Kommunen ver√∂ffentlicht. Ein Munic√≠pio umfasst neben der gr√∂√üten Stadt des Landkreises auch einige kleinere Orte in der Umgebung. Demnach ergibt sich f√ľr die Munic√≠pios folgendes Bild:

  • Luanda als Hauptstadt ist geradezu explosiv gewachsen. Laut dem Zensus von 2014 leben in der Stadt 2,17 Millionen Einwohner, laut Projektion 2020 2,66 Millionen.
  • Das prozentual st√§rkste Wachstum seit dem letzten Zensus von 1970 haben Cabinda (740.000 Einwohner) in der √∂lreichen gleichnamigen Provinz, sowie die Provinzhauptstadt U√≠ge (615.000 Einwohner) aufzuweisen.
  • Lubango hat von allen gr√∂√üeren St√§dten die relativ geringsten nachkolonialen Ersch√ľtterungen zu verzeichnen gehabt, ist aber gerade deswegen durch den Zufluss nicht nur aus dem engeren und weiteren Umland, sondern vor allem aus dem Zentralhochland auf etwa 930.000 Einwohner angewachsen
  • Ein sehr starkes Wachstum ist bei den K√ľstenst√§dten Benguela (660.000 Einwohner), Lobito (460.000 Einwohner) und Mo√ß√Ęmedes (360.000 Einwohner) zu beobachten.
  • Huambo ist nach der Unabh√§ngigkeit zun√§chst zur zweitgr√∂√üten Stadt Angolas geworden, wurde dann aber weitgehend zerst√∂rt und entv√∂lkert. Seit 2002 ist ihre Einwohnerzahl wieder auf 875.000 angewachsen.
  • Kuito ist noch erheblich st√§rker zerst√∂rt worden als Huambo und hatte 2020 bereits wieder 545.000 Einwohner.

Militär

Die Streitkr√§fte Angolas unterhalten ein etwa 107.000 Mann starkes Milit√§r, die For√ßas Armadas Angolanas (FAA). Angola gab 2020 knapp 1,7 Prozent seiner Wirtschaftsleistung oder 1,04 Mrd. US-Dollar f√ľr seine Streitkr√§fte aus. Die Ausgaben f√ľr Verteidigung geh√∂ren damit zu den h√∂chsten in ganz Afrika. Es gibt drei Teilstreitkr√§fte: Heer, Marine sowie Luftwaffe und Luftabwehrkr√§fte, wovon das Heer zahlenm√§√üig die gr√∂√üte darstellt. Milit√§risches Ger√§t stammt haupts√§chlich aus der ehemaligen Sowjetunion. Kleine Kontingente sind in der Republik Kongo und der Demokratischen Republik Kongo stationiert. Generalstabschef ist der General Eg√≠dio de Sousa Santos.

Wirtschaft

Allgemein

Mit einem Bruttoinlandsprodukt von 95,8 Milliarden US-Dollar (2016) ist Angola nach S√ľdafrika und Nigeria die drittgr√∂√üte Volkswirtschaft Subsahara-Afrikas. Gleichzeitig lebt ein gro√üer Teil der Bev√∂lkerung in Armut.

Das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf betrug im selben Jahr 3.502 US-Dollar (6.844 USD kaufkraftbereinigt). Angola stand damit weltweit an 120. Stelle (von ca. 200 Ländern insgesamt)

Angolas Wirtschaft leidet unter den Folgen des jahrzehntelangen B√ľrgerkriegs. Dank seiner Bodensch√§tze ‚Äď vorrangig der √Ėlvorkommen und Diamantenabbau ‚Äď gelang dem Land jedoch w√§hrend der letzten Jahre ein gro√üer wirtschaftlicher Aufschwung. Das Wirtschaftswachstum Angolas ist im Jahr 2019 das gr√∂√üte in Afrika. Allerdings kommen die Eink√ľnfte aus den Rohstoffvorkommen nicht bei dem Gro√üteil der Bev√∂lkerung an, sondern bei korrupten Nutznie√üern innerhalb der politisch und √∂konomisch Herrschenden des Landes sowie einer sich langsam bildenden Mittelschicht. Der Mittelschicht geh√∂rten 2015 nur 4,4¬†Millionen der damals 26¬†Millionen Einwohner an. Ein gro√üer Teil der B√ľrger ist arbeitslos und etwa die H√§lfte leben unterhalb der Armutsgrenze, wobei es drastische Unterschiede zwischen Stadt und Land gibt. Eine Erhebung des Instituto Nacional de Estat√≠stica von 2008 kommt zu dem Ergebnis, dass auf dem Lande rund 58¬†% als arm zu betrachten waren, in den St√§dten jedoch nur 19¬†%, insgesamt 37¬†%.

In den Städten, in denen sich inzwischen mehr als 50 % der Angolaner zusammenballen, ist die Mehrheit der Familien auf Überlebensstrategien angewiesen. Dort wird auch die soziale Ungleichheit am deutlichsten greifbar, insbesondere in Luanda. Im Index der menschlichen Entwicklung der UNO nimmt Angola stets einen Platz unter den letzten ein.

Die Arbeitslosigkeit liegt landesweit bei 24,2 %, wobei es kaum Unterschiede zwischen Männern und Frauen gibt. Große Unterschiede sind jedoch zwischen den Provinzen zu verzeichnen. Während die Arbeitslosigkeit in Lunda Sul (43 %), Lunda Norte (39 %), Luanda (33 %) und Cabinda (31 %) am höchsten ist, liegt sie in Namibe und Huíla (17 %), Malanje (16 %), Cuanza Sul und Benguela (13 %) am niedrigsten.

Die wichtigsten Handelspartner f√ľr den Export von G√ľtern und Rohstoffen sind die USA, China, Frankreich, Belgien und Spanien. Importpartner sind √ľberwiegend Portugal, S√ľdafrika, USA, Frankreich und Brasilien. 2009 entwickelte sich Angola f√ľr Portugal zum gr√∂√üten Exportmarkt au√üerhalb Europas, und rund 24.000¬†Portugiesen √ľbersiedelten in den letzten Jahren nach Angola, suchten dort Besch√§ftigung oder gr√ľndeten Unternehmen. Erheblich wichtiger ist jedoch die Pr√§senz Chinas in Form einer ganzen Reihe gro√üer Unternehmen. Nach dem Ende des B√ľrgerkriegs 2002 ersuchte Angola bei China einen Kredit von 60 Milliarden US-Dollar f√ľr Infrastrukturma√ünahmen wie Eisenbahn-, Stra√üen-, Wohnungs- und Krankenhausbau. Er soll mit Erd√∂llieferungen zur√ľckgezahlt werden. Die von den chinesischen Firmen ‚Äď einschlie√ülich chinesischer Arbeitskr√§fte ‚Äď ausgef√ľhrten Projekte sind jedoch von sehr schlechter Qualit√§t. Neu gebaute Stra√üen und Eisenbahnstrecken m√ľssen alle zwei Jahre repariert werden, die Wohnungen weisen nach wenigen Jahren Risse und Wasserinfiltrationen auf, das von den Chinesen 2006 fertiggestellte st√§dtische Krankenhaus Hospital Geral de Luanda musste schon sechs Jahre nach der Einweihung abgerissen und 2015 neu er√∂ffnet werden.

Von grundlegender Bedeutung f√ľr die Bev√∂lkerung Angolas ist die Schattenwirtschaft, die sich schon w√§hrend der ‚Äěsozialistischen‚Äú Phase entwickelte und in der Phase der Liberalisierung exponentiell angewachsen ist und die zur√ľckzudr√§ngen sich die Regierung gegenw√§rtig bem√ľht.

Lange Zeit war Angola abh√§ngig von seinen Erd√∂lexporten. Fast alles wird importiert, sogar Mineralwasser, obwohl das Land √ľber unz√§hlige Wasserquellen verf√ľgt. Der Verfall des √Ėlpreises dr√ľckte empfindlich auf den Staatshaushalt des s√ľdwestafrikanischen Landes. Seit einigen Jahren bem√ľht es sich, seine Wirtschaft zu diversifizieren ‚Äď weg allein vom Erd√∂l. Daf√ľr ist der Ausbau der Infrastruktur n√∂tig, die Modernisierung der Energieversorgung und bessere Bedingungen f√ľr private Investoren.

Im Global Competitiveness Index, der die Wettbewerbsf√§higkeit eines Landes misst, belegt Angola Platz 137 von 140 L√§ndern (Stand 2018). Au√üerhalb der √Ėlf√∂rderung ist die Leistungsf√§higkeit der einheimischen Industrie sehr schwach. Der Staat nimmt gro√üen Einfluss auf das wirtschaftliche Geschehen. Gleichzeitig ist Korruption im staatlichen Sektor sehr ausgepr√§gt. Im Index f√ľr wirtschaftliche Freiheit belegt das Land 2018 deshalb nur Platz 164 von 180¬†L√§ndern.

Fischfabrik

In ihre Fischfabrik von Solmar investierte Elizabete Dias Dos Santos 25¬†Millionen US-Dollar. Die Verarbeitungsanlage er√∂ffnete im Herbst 2016. Diese Art von Flie√übandproduktion ist in dem Sektor einzigartig in Angola. 120¬†Menschen arbeiten in der Fabrik. Daneben profitieren die Zulieferer, denn mehr als 50.000¬†Menschen leben vom traditionellen Fischfang in Angola. 40¬†% der Ank√§ufe erfolgt bei den Kleinfischern. Um private Investoren zu gewinnen, hatte die angolanische Regierung die Bedingungen f√ľr einheimische und ausl√§ndische Unternehmen verbessert durch unter anderem Steuerverg√ľnstigungen, Hilfe bei der Finanzierung und vereinfachten Verfahren zur Firmengr√ľndung.

Stahlwerk

Bei Aceria de Angola, n√∂rdlich der Hauptstadt Luanda ging 2015 ein Stahlwerk mit einer Kapazit√§t von 500.000 Tonnen pro Jahr in Betrieb. 350 Millionen Dollar wurden investiert. Das Werk hat mehr als 500¬†Arbeitspl√§tze und bietet vielen Menschen eine Ausbildung. In dem Werk wird vornehmlich Schrott recycelt und daraus Baustahl f√ľr Betonbauten hergestellt. Ziel des libanesisch-senegalesischen Betreibers Georges Fayez Choucair ist es, zu Exportieren. Daher ist die Kapazit√§t des Werkes doppelt so hoch wie der angolanische Bedarf.

Mit dem Werk wurde auch die Region elektrifiziert und die Wasserversorgung erschlossen. Es musste eigens eine Hochspannungsleitung hierher gelegt werden. Die Arbeitslosigkeit in der Region sank von circa siebzig auf etwa zwanzig Prozent. Fayez Choucair ist √ľberzeugt: ‚ÄěMan kann nicht in einem neuen Land investieren, in einer v√∂llig neuen Bev√∂lkerung und ankommen und sich einnisten nach dem Motto ‚Äöich bin reich‚Äė ‚Äď nein! Man muss heute die Bev√∂lkerung f√ľr sich gewinnen, das ist kein Projekt eines Einzelnen, sondern ein Gemeinschaftsprojekt!‚Äú

Privatisierungsprogramm

Ende 2018 wurde mit dem Pr√§sidialdekret N¬ļ141/18 die Privatisierungsbeh√∂rde IGAPE (Institito de Gest√£o de Activos e Participa√ß√£o do Estado) gegr√ľndet, mit der die Regierung 195 staatliche Unternehmen komplett oder teilweise privatisieren will, um den Privatsektor zu st√§rken und somit das Wachstum des Landes zu f√∂rdern. Das Programm umfasst die wichtigsten Wirtschaftszweige wie den Energiesektor (Sonangol), Telekommunikation und IT, den Finanzbereich (Bankwesen (BAI), Versicherungen (ENSA), Kapitalfonds), den Transportsektor (TAAG), den Tourismus sowie das verarbeitende Gewerbe einschlie√ülich der Nahrungsmittelverarbeitung und der Landwirtschaft. Die meisten Unternehmen sollen 2020 verkauft werden.

Elektrizitätsversorgung

Im Jahre 2011 lag Angola bez√ľglich der j√§hrlichen Erzeugung mit 5,512 Mrd. kWh an Stelle 119 und bzgl. der installierten Leistung mit 1.657 MW an Stelle 114 in der Welt. 2014 betrug die installierte Leistung 1.848 MW, davon 888 MW in W√§rmekraftwerken und 960 MW in Wasserkraftwerken.

Bis 2014 waren nur 30 bis 40¬†% der Bev√∂lkerung an das Stromnetz angeschlossen. Daher begann die Regierung mit der Planung erheblicher Investitionen (bis 2017 23,4 Mrd. US-Dollar) im Bereich der Stromversorgung. Dies beinhaltet den Bau neuer Kraftwerke, Investitionen in die √úbertragungsnetze sowie die l√§ndliche Elektrifizierung. Es sollen eine Reihe von Wasserkraftwerken an Cuanza und Kunene errichtet werden, um das Wasserkraftpotenzial (gesch√§tzt 18.000¬†MW) auszusch√∂pfen. Das Wasserkraftpotenzial des Kunene war schon in der Vergangenheit eine Basis f√ľr Projekte und Teilinvestitionen umfangreicher und nie komplett verwirklichter Planungen, die im Rahmen des ehemaligen Cunene-Projektes zwischen S√ľdafrika und Angola bzw. Portugal entstanden. Die Talsperre La√ļca mit einer geplanten Leistung von 2.070 MW wird zurzeit errichtet. Sie soll voraussichtlich im Juli 2017 in Betrieb gehen.

Gegenw√§rtig (Stand April 2015) gibt es in Angola kein nationales Verbundnetz, sondern es existieren drei voneinander unabh√§ngige regionale Netze f√ľr den Norden, das Zentrum und den S√ľden des Landes sowie weitere isolierte Insell√∂sungen. Dadurch k√∂nnen die √úbersch√ľsse aus dem n√∂rdlichen Netz nicht in die √ľbrigen Netze eingespeist werden. Das bei weitem wichtigste Netz ist das n√∂rdliche, das auch die Hauptstadt Luanda umfasst. Nach Fertigstellung der Talsperre La√ļca sollen auch die drei Stromnetze miteinander verbunden werden.

Die Stromversorgung ist im ganzen Land unzuverl√§ssig und verbunden mit regelm√§√üigen Stromausf√§llen, die durch den Betrieb teurer Generatoren kompensiert werden m√ľssen. Der Preis je kWh liegt bei 3 AOA (ca. 2,5 ‚ā¨-cent), wird jedoch erheblich subventioniert und ist nicht kostendeckend.

Regionale Disparitäten

Ein strukturelles Problem der angolanischen Wirtschaft sind die extremen Unterschiede zwischen den verschiedenen Regionen, die zum Teil auf den langanhaltenden B√ľrgerkrieg zur√ľckzuf√ľhren sind. Rund ein Drittel der wirtschaftlichen T√§tigkeit konzentriert sich auf Luanda und die angrenzende Provinz Bengo, die immer st√§rker zum Expansionsraum der Hauptstadt wird. Auf der anderen Seite herrscht in verschiedenen Regionen des Binnenlandes Stillstand oder gar R√ľckschritt. Mindestens ebenso gravierend wie die soziale Ungleichheit sind die deutlichen wirtschaftlichen Unterschiede zwischen den Regionen. 2007 konzentrierten sich in Luanda 75,1¬†% aller gesch√§ftlichen Transaktionen und 64,3¬†% der Arbeitspl√§tze in (√∂ffentlichen oder privaten) Wirtschaftsunternehmen. 2010 waren 77¬†% aller Unternehmen in Luanda, Benguela, Cabinda, der Provinz Kwanza Sul und Namibe angesiedelt. Das BIP pro Kopf war 2007 in Luanda samt angrenzender Provinz Bengo auf rund 8000¬†US-Dollar angewachsen, w√§hrend es im westlichen Mittelangola dank Benguela und Lobito etwas unter 2000¬†US-Dollar lag, im √ľbrigen Land jedoch deutlich unter 1000¬†US-Dollar. Die Tendenz zur Ballung der Wirtschaft im K√ľstenstreifen, insbesondere im ‚ÄěWasserkopf‚Äú Luanda/Bengo, hat seit dem Ende des B√ľrgerkriegs nicht etwa abgenommen, sondern sich fortgesetzt und bringt eine ‚ÄěEntleerung‚Äú eines gro√üen Teils des Binnenlandes mit sich. Die globalen Wachstumszahlen t√§uschen also dar√ľber hinweg, dass die Wirtschaft Angolas unter extremen Ungleichgewichten leidet.

Korruption

Eines der am st√§rksten ausgepr√§gten Merkmale des heutigen Angola ist eine allgegenw√§rtige Korruption. In den Erhebungen von Transparency International erscheint das Land regelm√§√üig unter den weltweit korruptesten, in Afrika in einer Kategorie mit Somalia und √Ąquatorialguinea. In den ersten f√ľnf Jahren des 21. Jahrhunderts wurde gesch√§tzt, dass √Ėleinnahmen im Wert von vier Milliarden US-Dollar oder 10¬†% des damaligen Bruttoinlandsprodukts durch Korruption versickerten.

Seit Jahren steht der Kampf gegen die Korruption im Regierungsprogramm, doch nur ganz selten ist nachzuweisen, dass diese Absichtserkl√§rung in die Tat umgesetzt wird. Eine aufsehenerregende Ausnahme war Ende 2010 die Entlassung von zehn Abteilungsleitern und fast 100 Beamten der Fremden- und Grenzpolizei SME (Servi√ßo de Migra√ß√Ķes e Estrangeiros), die nicht nur f√ľr die Grenzkontrolle, sondern auch f√ľr die Erteilung von Einreise-, Aufenthalts- und Ausreisegenehmigungen zust√§ndig ist.

Der neue Staatspr√§sident Jo√£o Louren√ßo geht offenbar entschieden gegen Korruption und Vetternwirtschaft vor. Bereits im ersten Amtsjahr ersetzte er mehrere Provinz-Gouverneure, Minister, hohe Beamte und Verwalter von Staatsbetrieben, wie beispielsweise die Leiterin des staatlichen √Ėlkonzerns Sonangol, Isabel dos Santos, Tochter des vorangegangenen Staatspr√§sidenten oder den Aufsichtsratsvorsitzenden des staatlichen √Ėl-Fonds mit einem Wert von 5 Milliarden US-Dollar, Jos√© Filomeno dos Santos, Sohn des Vorg√§ngers. Jos√© dos Santos wurde im September 2018 verhaftet und steht unter Verdacht, 500 Mio. US-Dollar des Staatsfonds illegal ins Ausland √ľberwiesen zu haben. Er wurde im M√§rz 2019 aus der Untersuchungshaft entlassen und wartete seitdem zu Hause auf seinen Prozess, der am 9. Dezember 2019 in Luanda begann.

Wirtschaftszweige

  • Bergbau: Angola besitzt reiche Erd√∂l-Offshore-Vorkommen und Diamantminen im Nordosten des Landes sowie weitere Mineralvorkommen im Land. Die Bodensch√§tze machen Angola zu einem der reichsten L√§nder Afrikas. Angola verkauft j√§hrlich Rohdiamanten im Wert von rund einer Milliarde Euro. Die Edelsteine sollen ab 2019 auch im Land selbst bearbeitet werden, um den Verkaufserl√∂s zu steigern. Der Gro√üteil der angolanischen Wirtschaft lebt jedoch vom √Ėl und seinen Produkten. Das Land war im Jahr 2016 mit einer F√∂rdermenge von 87,9¬†Millionen Tonnen nach Nigeria Afrikas zweitgr√∂√üter Erd√∂lproduzent und -exporteur (siehe Erd√∂l/Tabellen und Grafiken). Die Erl√∂se aus der Erd√∂lf√∂rderung machen nach Angaben der OPEC etwa 95¬†% der Exporte und 45¬†% des Bruttoinlandsproduktes Angolas aus. Wichtigster Abnehmer von Erd√∂l ist die Volksrepublik China, die die Vereinigten Staaten als Haupthandelspartner abgel√∂st hat. Zum 1. Januar 2007 wurde Angola als 12. Mitglied der OPEC aufgenommen, nimmt an dem Quotaregime allerdings erst seit M√§rz 2007 teil. 1975 wurden zus√§tzlich Uranvorkommen an der Grenze zu Namibia entdeckt. Im April 2019 wurden in der Provinz Huambo Vorkommen von rund 23 Milliarden Tonnen mineralischer Rohstoffe mit wirtschaftlich interessanten Gehalten an Seltenerdmetallen entdeckt, die ab 2020 abgebaut werden sollen.
  • Landwirtschaft: Etwa 85¬†% der arbeitenden Bev√∂lkerung sind in der Landwirtschaft t√§tig. Das wichtigste Agrarprodukt f√ľr den Export ist Kaffee, gefolgt von Zuckerrohr. Weitere wichtige Ausfuhrg√ľter sind Mais und Kokos√∂l. Die Produktion von Kartoffeln, Reis und Kakao ist ebenfalls erw√§hnenswert. Die Zucht von Rindern und Ziegen ist relativ weit verbreitet. Insgesamt leidet die Landwirtschaft immer noch schwer unter den Folgen des B√ľrgerkrieges. Wegen der Gefahr durch √ľbriggebliebene Landminen weigern sich viele Bauern, ihre Felder zu bewirtschaften. So reicht die agrarische Produktion nicht aus, um den eigenen Bedarf zu decken, und das Land ist auf den Import von Lebensmitteln angewiesen. Die Landwirtschaft befindet sich in einem leichten Aufschwung.
  • Industrie: Die Industrie des Landes ist kaum entwickelt und litt unter dem B√ľrgerkrieg. Der tragende Industriezweig Angolas ist die Verarbeitung der landwirtschaftlichen Erzeugnisse, vorrangig Getreide, Fleisch, Baumwolle, Tabak und Zucker; zusammen mit der Raffinierung von Erd√∂l. Wichtige Produkte sind weiterhin D√ľnger, Zellulose, Klebstoffe, Glas und Stahl.

Wirtschaftskennzahlen

Das Bruttoinlandsprodukt und der Au√üenhandel Angolas sind in den letzten Jahren aufgrund steigender Eink√ľnfte durch die Erd√∂lausfuhr massiv gewachsen. Mit dem Sinken des √Ėlpreises ab 2014 kam es zu einem Einbruch.

Die wichtigen Wirtschaftskennzahlen Bruttoinlandsprodukt, Inflation, Haushaltssaldo und Außenhandel entwickelten sich folgendermaßen:

Staatshaushalt

Der Staatshaushalt umfasste 2016 Ausgaben von umgerechnet 33,50 Milliarden US-Dollar, dem standen Einnahmen von umgerechnet 27,27 Milliarden US-Dollar gegen√ľber. Daraus ergibt sich ein Haushaltsdefizit in H√∂he von 6,5¬†% des BIP.

Angolas Schulden beliefen sich im Dezember 2011 auf insgesamt 31,4 Milliarden Dollar. Nahezu die H√§lfte davon, ca. 17,8 Milliarden, waren nach Aussage von Finanzminister Carlos Alberto Lopes Auslandsschulden. Hauptgl√§ubiger der angolanischen Regierung waren China mit 5,6 Milliarden, Brasilien mit 1,8 Milliarden, Portugal mit 1,4 Milliarden und Spanien mit 1,2 Milliarden. Die Inlandsschulden in H√∂he von 13,6 Milliarden Dollar resultieren haupts√§chlich aus Anleihen und Schatzanweisungen zur Unterst√ľtzung der laufenden staatlichen Investitions-Programme.

2006 betrug der Anteil der Staatsausgaben (in % des BIP) folgender Bereiche:

  • Gesundheit: 2,6¬†%
  • Bildung: 2,4¬†% (2005)
  • Milit√§r: 5,7¬†%

Im Oktober 2019 wurde eine Mehrwertsteuer (IVA) von 14¬†% eingef√ľhrt, um den Staatshaushalt unabh√§ngiger von den Erd√∂lexporten zu machen. Zuvor gab es nur eine Konsumsteuer (IC) von 10¬†%, die damit abgeschafft wurde. Die berechneten Mehreinnahmen f√ľr 2020 durch die IVA betragen 432,4 Milliarden Kwanzas, die berechneten Staatseinnahmen f√ľr 2020 ohne den Erd√∂lsektor betragen 712,3 Milliarden Kwanzas.

Der Staatshaushalt f√ľr das Jahr 2020 betr√§gt 15,9 Billionen Kwanzas (27 Milliarden Euro). Dabei geht die Regierung von einem mittleren Erd√∂lpreis von 55 US-Dollar/Barrel, einer Inflationsrate von 24¬†% und einem realen Wirtschaftswachstum von 1,8¬†% aus. Die Sozialausgaben betragen 40,7¬†% der Gesamtausgaben. Dazu z√§hlt auch der Umweltschutz, dessen Ausgaben im Vergleich zum Vorjahr um 180¬†% erh√∂ht wurden.

Auslandsinvestitionen

Seit Ende des B√ľrgerkriegs steigen die privaten Investitionen von Angolanern im Ausland st√§ndig an. Dies h√§ngt damit zusammen, dass sich im Lande die Akkumulation auf eine kleine gesellschaftliche Gruppe konzentriert und dieser daran gelegen ist, ihren Besitz aus Gr√ľnden der Sicherheit und der Profitmaximierung zu streuen. Bevorzugtes Anlageziel ist Portugal, wo angolanische Anleger (einschlie√ülich der Familie des Staatspr√§sidenten) in Banken und Energieunternehmen, in der Telekommunikation und in der Presse pr√§sent sind, aber auch z.¬†B. Weing√ľter und Tourismusobjekte aufkaufen.

Verkehr

Schienenverkehr

Der Schienenverkehr in Angola ist auf die H√§fen ausgerichtet. Er wird auf drei Netzen betrieben, die nicht verbunden sind. Eine weitere, nicht mit den drei Netzen verbundene Strecke wurde inzwischen eingestellt. Es finden sowohl G√ľter- als auch Personenverkehr statt. Die gesamte Streckenl√§nge betr√§gt 2764 Kilometer, davon 2641 Kilometer in der im s√ľdlichen Afrika √ľblichen Kapspur und 123 Kilometer in 600-Millimeter-Spur (Stand 2010). Alleiniger Betreiber ist die staatliche Gesellschaft Caminhos de Ferro de Angola (CFA).

Fernbusverkehr

Es gibt Fernverkehrsbusse der Unternehmen Macon und Grupo SGO, die Luanda mit den größten Städten des Landes verbinden. Macon bietet internationale Verbindungen nach Windhoek und Kinshasa an.

Flugverkehr

In Angola verf√ľgen 10 Fluggesellschaften √ľber die Lizenz f√ľr Inlandsfl√ľge: Aerojet, Air Guicango, Air Jet, Air 26, Bestfly, Heliang, Heli Malongo, SJL, Sonair und TAAG. Sonair besitzt mit sechs Flugzeugen die gr√∂√üte Flotte f√ľr den Binnenmarkt. Die Flugh√§fen mit den meisten Passagieren im Jahr 2016 waren: Luanda, Cabinda, Soyo, Catumbela und Lubango. TAAG ist die internationale Fluglinie von Angola.

Seeverkehr

Es bestehen Katamaranverbindungen f√ľr Passagiere vom Zentrum Luandas in die Vororte Benfica, Samba, Corimba, Cacuaco und Panguila sowie eine Schnellf√§hrverbindung f√ľr den Personen-, Fahrzeug- und G√ľtertransport von Luanda nach Cabinda, die vom staatlichen Instituto Mar√≠timo e Portu√°rio de Angola durchgef√ľhrt werden. Geplant sind weitere Schiffsverbindungen nach Lobito, Namibe und Porto Amboim.

Telekommunikation

In Angola gibt es 14 Millionen Benutzer von Mobiltelefonen, das entspricht 46¬†% der Bev√∂lkerung. Der Markt wird unter den beiden Unternehmen Unitel (82¬†%) und Movicel (18¬†%) aufgeteilt. √úber einen Internetzugang verf√ľgen 20¬†% der Einwohner, auch hier sind die beiden Marktf√ľhrer Unitel (87¬†%) und Movicel (12¬†%). Das Telefonfestnetz wird nur von 0,6¬†% der Einwohner genutzt. Dieser Markt wird von der Angola Telecom (58¬†%) angef√ľhrt, gefolgt von MsTelecom (21¬†%), TV Cabo (19¬†%) und Startel (2¬†%). Das Fernsehen wird nur von 7¬†% der Bev√∂lkerung genutzt, der Marktf√ľhrer ist in diesem Segment das Unternehmen ZAP (69¬†%), gefolgt von DStv (28¬†%) und TV Cabo (3¬†%).

Am 26. Dezember 2017 wurde AngoSat-1, der erste angolanische Kommunikationssatellit, vom russischen Raketenstartplatz Baikonur in eine geostationäre Umlaufbahn gebracht. Die geplante Orbitalposition konnte jedoch nicht erreicht werden und er wurde einige Monate später aufgegeben.

Am 26. September 2018 nahm das South Atlantic Cable System, ein 6165¬†km langes Seekabel, das Angola mit Brasilien in 63¬†Millisekunden verbindet, den Betrieb auf. Es erm√∂glicht auch die Verbindung Luanda ‚Äď Miami (√ľber Fortaleza) in 128¬†Millisekunden.

Kultur

Literatur

Einige bekannte angolanische Schriftsteller sind Mário Pinto de Andrade, Luandino Vieira, Arlindo Barbeitos, Alda Lara, Agostinho Neto, Pepetela, Ondjaki und José Eduardo Agualusa.

Unter dem Eintrag Arquivos dos Dembos / Ndembu Archives wurden 1160 Manuskripte aus Angola vom 17. bis fr√ľhen 20. Jahrhundert in die UNESCO-Liste des Weltdokumentenerbes aufgenommen.

Musik

In der Musik verf√ľgt Angola √ľber eine reiche Vielfalt an regionalen Stilen. Die Musik hat √ľber die von dort deportierten Sklaven gro√üen Einfluss auf die afroamerikanische Musik, vor allem auf die brasilianische Musik genommen. Aber auch kontempor√§re angolanische Popmusik wird in den anderen portugiesischsprachigen L√§ndern geh√∂rt. Kizomba und Kuduro sind Musik- und Tanzstile, die sich von Angola aus in der Welt verbreitet haben. Andersherum ist im modernen Musikleben und der Jugendkultur Luandas ein zunehmender Einfluss aus den US-amerikanischen und brasilianischen Musikm√§rkten zu sp√ľren.

Zu den bekanntesten Pop-Musikern z√§hlen Waldemar Bastos, Paulo Flores, Bonga, Vum Vum Kamusasadi, Maria de Lourdes Pereira dos Santos Van-D√ļnem, Ana Maria Mascarenhas, Mario Gama, P√©rola, Yola Semedo, Anselmo Ralph und Ariovalda Eul√°lia Gabriel.

Medien

Bei der Rangliste der Pressefreiheit 2017, welche von Reporter ohne Grenzen herausgegeben wird, belegte Angola Platz 125 von 180 L√§ndern. Die Situation der Pressefreiheit im Land wird von Reporter ohne Grenzen als ‚Äěschwierig‚Äú eingestuft.

Fernsehen

Televis√£o P√ļblica de Angola (angolanisch, staatlich), TV Zimbo (angolanisch, privat), AngoTV (angolanisch, privat), R√°dio Televis√£o Portuguesa (portugiesisch, √∂ffentlich-rechtlich), R√°dio Televis√£o Portuguesa Internacional (portugiesisch, √∂ffentlich-rechtlich), Televis√£o Comercial de Angola (angolanisch, staatlich), ZON Multim√©dia (privat), TV Record (brasilianisch, privat) TV Globo (brasilianisch, privat), Televis√£o de Mo√ßambique (TVM) (mosambikanisch, staatlich)

Radio

RNA (R√°dio Nacional de Angola) (staatlich), R√°dio LAC (Luanda Antena Comercial), R√°dio Ecclesia (katholischer Radiosender), R√°dio Cinco (Sportradio), R√°dio Despertar (der UNITA nahestehend), R√°dio Mais (privat), TSF (portugiesisches Radio), R√°dio Holanda (auf Portugiesisch)

Internet

2016 nutzten 23,0 % der Bevölkerung das Internet.

Zeitungen

Jornal de Angola (staatlich)

Wochenzeitungen (alle privat): Semanário Angolense, O País, A Capital, Folha 8, Agora, Angolense, Actual, Independente, Cara, Novo Jornal, O Apostolado (kirchlich), Gazeta de Luanda

Wirtschaftswochenzeitungen: Jornal de Economia & Finanças (staatlich), Semanário Económico (privat), Expansão (privat)

Zeitschriften

Rumo (Wirtschaftszeitschrift, privat)

Nachrichtenagenturen

Agência Angola Press (ANGOP; staatlich)

Sport

Fußball

Am 8. Oktober 2005 gelang es der angolanischen Fu√üballnationalmannschaft, sich unerwartet f√ľr die WM 2006 in Deutschland zu qualifizieren. Ein knappes 1:0 beim Gruppenletzten in Ruanda reichte aus, um das Ticket zu l√∂sen und Nigeria, das seit 1994 an jeder WM-Endrunde teilnahm, aus dem Wettbewerb zu werfen. Das angolanische Team nahm damit zum ersten Mal an einer WM-Endrunde teil, wo es nach einem 0:1 gegen Portugal, einem 0:0 gegen Mexiko und einem 1:1 gegen den Iran als Gruppendritter in der Vorrunde ausschied. Weiterhin nahm die Mannschaft an den Afrikameisterschaften (Afrika-Cup) 1996, 1998, 2006, 2008, 2010 (als Ausrichter), 2012, 2013 und 2019 teil.

Basketball

Die angolanische Basketballnationalmannschaft der Herren hat elf der letzten dreizehn Austragungen der Afrikameisterschaft gewonnen, womit sie die erfolgreichste Mannschaft der Wettbewerbsgeschichte ist. Daher nimmt sie regelmäßig an der Weltmeisterschaft und den Olympischen Spielen teil. Bei den Spielen 1992 war Angola der erste Gegner des US-amerikanischen Dream Teams. Die größten sportlichen Erfolge waren bislang das Überstehen der Vorrunde bei den Weltmeisterschaften 2002, 2006 und 2010.

Handball

Die Frauen-Handballnationalmannschaft hat bereits elfmal den Afrikameistertitel geholt und ist zudem als erste afrikanische Mannschaft bei einer WM in die Endrunde gelangt.

Rollschuh-Hockey

Diese Sportart wird schon seit der portugiesischen Kolonialzeit in Angola betrieben. Im März 2019 wurde in Luanda die erste Afrikanische Meisterschaft im Rollschuh-Hockey veranstaltet. Angola gewann dabei den Titel nach einem Sieg gegen Mosambik.

Wellenreiten

Das Surfen wird in Angola immer beliebter. Seit 2013 wird jedes Jahr im Oktober das Social Surf Weekend mit Teilnehmern aus dem In- und Ausland in Cabo Ledo mit Unterst√ľtzung des Tourismus-Ministeriums veranstaltet. Im Jahr 2018 hat es sich mit √ľber 4000 Teilnehmern zum gr√∂√üten Sommer-Festival Angolas entwickelt. Im September 2016 fand die erste nationale Surf-Meisterschaft des Landes ebenfalls in Cabo Ledo statt. Sie wurde vom Angolanischen Wassersportverband organisiert. Im Juli 2018 wurde Angola Mitgliedsstaat der International Surfing Association (ISA).

Literatur

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  • Association of Episcopal Conferences of the Central African Region ACERAC: The Church and Poverty in Central Africa: The Case of Oil. Malabo 2002.
  • Anton B√∂sl: Die Parlamentswahlen in Angola 2008. Ein Land auf dem Weg in die Ein-Parteien-Demokratie. KAS Auslandsinformationen 10/2008.
  • Tom Burgis: Der Fluch des Reichtums ‚Äď Warlords, Konzerne, Schmuggler und die Pl√ľnderung Afrikas, Westend, Frankfurt 2016, ISBN 978-3-86489-148-9.
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  • Global Witness: A rough trade: The Role of Companies and Governments in the Angolan Conflict. London 1998.
  • Global Witness: Conflict Diamonds: Possibilities for the Identification, Certification and Control of Diamonds. London 2000.
  • Global Witness: Os Homens dos Presidentes. London 2002.
  • Jonuel Gon√ßalves: A economia ao longo da hist√≥ria de Angola. Luanda 2011.
  • Rainer Grajek: Religion in Angola, In: Markus Porsche-Ludwig und J√ľrgen Bellers (Hrsg.): Handbuch der Religionen der Welt, Bautz Verlag 2012
  • Rainer Grajek: Angola, In: Markus Porsche-Ludwig, Wolfgang Gieler, J√ľrgen Bellers (Hrsg.): Handbuch Sozialpolitiken der Welt, LIT Verlag 2013, S. 82‚Äď87.
  • Fernando Andresen Guimar√£es: The Origins of the Angolan Civil War: Foreign Intervention and Domestic Political Conflict. Houndsmills, New York 1998.
  • Franz-Wilhelm Heimer: Der Entkolonisierungskonflikt in Angola. M√ľnchen 1980.
  • Franz-Wilhelm Heimer: Social Change in Angola. M√ľnchen 1973.
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  • Tony Hodges: The Anatomy of an Oil State. Bloomington, Indianapolis 2004.
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  • M√©decins sans fronti√®res: Angola uma popula√ß√£o sacrificada. Br√ľssel 2002.
  • Christine Messiant: L‚ÄôAngola post-colonial: Guerre et paix sans d√©mocratisation. Karthala, Paris 2008.
  • Christine Messiant: L‚ÄôAngola post-colonial: Sociologie politique d‚Äôune ol√©ocratie. Karthala Paris 2009.
  • Michel Offermann: Angola zwischen den Fronten. Centaurus, Pfaffenweiler 1988.
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  • Elmar Windeler: Angolas blutiger Weg in die Moderne: Portugiesischer Ultrakolonialismus und angolanischer Dekolonisationsprozess. trafo Verlag, Berlin 2008, ISBN 978-3-89626-761-0.
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Weblinks

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  • Botschaft der Republik Angola in Deutschland
  • L√§nder√ľbersicht Angola auf der Webpr√§senz des Ausw√§rtigen Amtes
  • Datenbank inhaltlich erschlossener Literatur zur gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Situation in Angola
  • Angola country profile auf BBC News (englisch)
  • NationMaster ‚Äď Angola (englisch)
  • BTI 2018: Angola Country Report. In: bti-project.org (englisch).
  • Markus Weimer: The Peace Dividend: Analysis of a Decade of Angolan Indicators, 2002‚Äď12. (PDF; 523 KB) In: chathamhouse.org. M√§rz 2012 (englisch).

Anmerkungen

Einzelnachweise



Quelle: Wikipedia

 

Region Regionen (18)

Bezeichnung der Regionen: Provinz
Abk Name Lat N Lat S Lng W Lng E B O
Bengo -7.62 -10.439 13.096 14.718  
Benguela -11.749 -13.874 12.513 15.111  
Bi√© -10.574 -14.312 15.748 19.236  
Cabinda -4.391 -5.763 12.013 13.073  
Cuando Cubango -13.572 -18.031 16.462 23.382  
Cuanza Norte -7.934 -9.782 14.074 15.818  
Cuanza Sul -9.673 -12.206 13.489 16.612  
Cunene -15.151 -17.423 13.145 17.417  
Huambo -11.444 -13.764 14.807 16.583  
Hu√≠la -13.34 -16.367 13.221 16.748  
Luanda -8.582 -9.33 12.992 13.641  
Lunda Norte -6.916 -10.416 17.333 21.92  
Lunda Sul -8.332 -11.475 18.451 22.313  
Malanje -7.322 -11.726 15.109 18.837  
Moxico -10.589 -16.198 17.945 24.061  
Namibe -13.522 -17.266 11.663 13.681  
U√≠ge -5.854 -8.408 13.797 17.097  
Zaire -5.841 -7.793 12.251 14.968  
 

Die höchsten Gipfel Die höchsten Gipfel

Die höchsten Hütten Die höchsten Hütten

 

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Bücher und Karten Bücher und Karten

Flagge: Angola

Name englisch: Angola
Hauptstadt: Luanda
Kfz: ANG
ISO: AO
ISO3: AGO
Fläche: 1246700 km²
Tld: .ao
Wärung Einheit: AOA
Währung: Kwanza
Vorwahl: 244

Ausdehnung / Grenzen (nach WGS 84 dezimal):
nördlichster Punkt: -4.3879444
südlichster Punkt: -18.039104
westlichster Punkt: 11.669562
östlichster Punkt: 24.0844443


 
Angola: Große Karte mit den Grenzen und allen POIs
Angola. Schaue dir die Lage und viele weitere Informationen an. Höchste Gipfel und höchste Hütten.

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