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Staat Informationen : Nordkorea

Informationen:


Die Demokratische Volksrepublik Korea (koreanisch √¨¬°¬į√¨‚Ä쬆√ę¬Į¬ľ√¨¬£¬ľ√¨¬£¬ľ√¨¬Ěňú√¨¬Ě¬ł√ę¬Į¬ľ√™¬≥¬Ķ√≠‚ĄĘ‚ÄĚ√™¬Ķ¬≠, √¶Ňď¬Ě√©¬ģ¬ģ√¶¬į‚Äė√§¬ł¬Ľ√§¬ł¬Ľ√߬嬩√§¬ļ¬ļ√¶¬į‚Äė√•‚Ķ¬Ī√•‚ÄôŇí√•Ňď‚ÄĻ, [t√欰√Č‚ÄĘo√ĆŇĺs√ä¬į√äŇí√ƬĻn mind√欰√ä‚Äėud√欰√ä‚Äėu(√Ȭį)i inmin ko√ĆŇĺ√Ö‚ÄĻβwa√Ƭ†√Ȭ°uk√ĆŇ°], Chos√Ö¬Źn Minjuju√Ö¬≠i Inmin Konghwaguk), bekannt als Nordkorea, ist ein Staat in Ostasien. Er wurde am 9. September 1948 proklamiert und umfasst den n√∂rdlichen Teil der Koreanischen Halbinsel. Nordkorea, obwohl offiziell als „Demokratische Volksrepublik“ bezeichnet, wird diktatorisch regiert und gilt als das weltweit restriktivste politische System der Gegenwart.

Bis zur Annexion Koreas durch Japan 1910 hatte es Staaten gegeben, die sich √ľber die gesamte Halbinsel erstreckten. Die Teilung des Landes begann nach dem Zweiten Weltkrieg mit der Aufteilung Koreas in eine US-amerikanische und eine sowjetische Besatzungszone, aus denen 1948 infolge der Teilung Koreas zwei unabh√§ngige Staaten hervorgingen. Der Koreakrieg (1950 bis 1953) besiegelte die Spaltung der koreanischen Halbinsel (siehe dazu Korea-Konflikt).

Nordkorea steht wegen der Entwicklung und Weitergabe von milit√§rischer Raketentechnik etwa seit dem Jahr 2000 im Blickpunkt der Welt√∂ffentlichkeit. 2005 wurde bekannt gegeben, dass ein nordkoreanisches Kernwaffenprogramm existiert. Die Staatsf√ľhrung steht wegen schwerer Verletzungen der Menschenrechte international in der Kritik. 2011 war jeder zwanzigste Nordkoreaner Angeh√∂riger des Milit√§rs.

Bezeichnungen

In Deutschland, √Ėsterreich, der Schweiz und Nordkorea wird offiziell die Bezeichnung „Demokratische Volksrepublik Korea“ (DVRK) verwendet. Nordkorea selbst bevorzugte bis Mitte Dezember 2007 die in der DDR etablierte √úbersetzung „Koreanische Demokratische Volksrepublik“ (KDVR). Bis 1977 wurde in der DDR die 1949 vom Ministerrat der DDR verf√ľgte Bezeichnung „Koreanische Volksdemokratische Republik“ (KVDR) angewandt. Auf Bitte der nordkoreanischen Regierung war nach dem Staatsbesuch Erich Honeckers in Nordkorea 1977 die Bezeichnung in „Koreanische Demokratische Volksrepublik“ ge√§ndert worden.

In Nordkorea ist die Kurzform Chos√Ö¬Źn (kor. √¨¬°¬į√¨‚Ä쬆, √¶Ňď¬Ě√©¬ģ¬ģ, Korea) √ľblich. In S√ľdkorea, wo Gesamtkorea Hanguk statt Chos√Ö¬Źn genannt wird, hei√üt der Nachbarstaat Bukhan (√ę¬∂¬Ā√≠‚ÄĘŇď, √•Ňí‚ÄĒ√©Ňł‚Äú, „Nordkorea“).

Geographie

Im Norden grenzt das Land an die Volksrepublik China, hinzu kommt ein etwa 19¬†Kilometer langer Grenzstreifen zu Russland entlang des Flusses Tumen. Nordkoreas Westk√ľste liegt an der Koreabucht, einem Teil des Gelben Meeres. Im S√ľden bildet die Milit√§rische Demarkationslinie in der Mitte der demilitarisierten Zone die faktische Grenze zu S√ľdkorea (Republik Korea). Im Osten befindet sich das Japanische Meer, das von den Nordkoreanern als Koreanisches Ostmeer bezeichnet wird. In den Namensstreit um das Japanische Meer ist auch S√ľdkorea verwickelt.

  • Grenze zwischen der Volksrepublik China und Nordkorea
  • Grenze zwischen Nordkorea und Russland
  • Grenze zwischen Nordkorea und S√ľdkorea

Das Landesinnere ist wegen seines gebirgigen Charakters nur d√ľnn besiedelt. Die Bev√∂lkerung konzentriert sich auf die K√ľstenregionen im Westen und Osten des Landes. Dementsprechend befinden sich dort auch die gr√∂√üten St√§dte Nordkoreas; neben der Hauptstadt Pj√∂ngjang sind dies Hamh√Ö¬≠ng, Kaes√Ö¬Źng, Sin√Ö¬≠iju sowie Ch’√Ö¬Źngjin. Nordkorea ist in neun Provinzen unterteilt.

Der h√∂chste Berg ist der Paektusan (2.744¬†Meter) im Changbai-Gebirge an der Grenze zu China. Die wichtigsten Fl√ľsse sind der Tumen (im Norden) und der Amrok (bekannter unter seiner chinesischen Bezeichnung Yalu).

Größte Städte

Der mit Abstand größte Ballungsraum in Nordkorea ist Pjöngjang mit einer Einwohnerzahl von 3.702.757 (Stand 1. Januar 2005). Damit leben 16 Prozent der Menschen des Landes in der Hauptstadtregion.

Die Einwohnerzahlen gelten f√ľr den Tag der Volksz√§hlung von 2008 und beziehen sich auf die eigentliche Stadt ohne Vorortg√ľrtel. Die zehn gr√∂√üten St√§dte Nordkoreas sind:

Klima

Nordkorea besitzt im Wesentlichen ein gemäßigtes Kontinentalklima mit vier ausgeprägten Jahreszeiten. Der Jahresniederschlag fällt hauptsächlich während des Monsuns (jangma) im Zeitraum von Juni bis August. Die Wintermonate sind durch Kälte und Trockenheit gekennzeichnet. Im Herbst ist das Land gelegentlich von Taifunen betroffen. Ein solcher Taifun traf besonders den Nordosten des Landes im August 2015 schwer.

Bevölkerung

Demografie

Nordkorea ist ethnisch homogen Рabgesehen von einer kleinen chinesischen Minderheit im Norden des Landes Рund weist den prozentual niedrigsten Ausländeranteil weltweit auf. Es gilt als praktisch unmöglich, sich als Ausländer in Nordkorea niederzulassen. Im Jahre 2017 waren 0,2 % der Bevölkerung im Ausland geboren.

Die Bev√∂lkerung Nordkoreas wuchs im Zeitraum von 1960 bis 2016 von 12,3¬†auf mehr als 25¬†Millionen Menschen. Nordkoreanischen Statistiken zufolge ist die Lebenserwartung seit 1986 im Mittel gesunken. Nach Angaben der Vereinten Nationen (UN) betrug die durchschnittliche Lebenserwartung im Zeitraum von 2010 bis 2015 f√ľr M√§nner 67,2¬†Jahre, f√ľr Frauen 74,1¬†Jahre. Die durchschnittliche S√§uglingssterblichkeit lag bei 5,8¬†Prozent. Der offizielle Zensus Nordkoreas vom Jahr 2008 gibt die Lebenserwartung von M√§nnern mit 65,6 Jahren an, die von Frauen mit 72,7 Jahren. Laut Angaben dieses Zensus lag die S√§uglingssterblichkeit im Jahr 2008 bei 1,9¬†Prozent. Trotz der zahlreichen Probleme und schlechten Ausstattung des nordkoreanischen Gesundheitswesen ist es gelungen die Lebenserwartung seit dem Ende des Korea-Kriegs um knapp 30 Jahre zu steigern und die Kindersterblichkeit zu senken. Die Fertilit√§t pro Frau lag 2016 bei 2,0 Kindern pro Frau. Mit einem Medianalter von 34,2 Jahren und einer Bev√∂lkerungswachstumsrate von j√§hrlich 0,5 Prozent hat Nordkorea eher die demographische Struktur von deutlich h√∂her entwickelten L√§ndern.

Seit Gr√ľndung der Demokratischen Volksrepublik Korea gibt es, angetrieben durch die politischen Repressionen sowie die schlechten Lebensbedingungen, einen seit der Jahrtausendwende stark angewachsenen Fl√ľchtlingsstrom. Die Statistik des s√ľdkoreanischen Ministeriums f√ľr Wiedervereinigung √ľber die Zahl der im S√ľden eintreffenden nordkoreanischen Fl√ľchtlinge zeigt eine deutliche Aufw√§rtstendenz. Viele Nordkoreaner haben, bevor sie im S√ľden eintreffen, vorher l√§ngere Zeit in anderen L√§ndern (meist in China) gelebt:

Die innerkoreanische Landgrenze auf direktem Wege zu √ľberschreiten, ist nahezu unm√∂glich. Verh√§ltnism√§√üig wenige nordkoreanische Fl√ľchtlinge passieren die Seegrenze, die meisten √ľberqueren zun√§chst die vergleichsweise wenig bewachte Grenze zu China. Es wird vermutet, dass sich zwischen 50.000 und 300.000¬†nordkoreanische Fl√ľchtlinge in China aufhalten, denen es noch nicht gelungen ist, sich nach S√ľdkorea durchzuschlagen, oder die aus anderen Gr√ľnden in China geblieben sind. China schiebt die aufgegriffenen Fl√ľchtlinge aus Nordkorea in deren Heimatland ab. Gem√§√ü unbest√§tigten Berichten von Amnesty International soll es zu Folterungen und auch Hinrichtungen von Fl√ľchtlingen gekommen sein, die von der chinesischen Grenze zur√ľckkommen. In der Zeit der akuten Hungersnot wurde die Grenze relativ schwach bewacht und deren √úberqueren mehr oder weniger geduldet; 2008 wurde von einer Versch√§rfung der Situation berichtet. Dabei kommen verst√§rkt W√§rmebildkameras zum Einsatz.

Ab dem Regierungsantritt Kim Jong-uns im Jahr 2012 ging die Zahl der in S√ľdkorea eintreffenden Fl√ľchtlinge von 2.500 bis 3.000 auf 1.400 bis 1.500 pro Jahr zur√ľck. Dies wird auf die gezielten Ma√ünahmen der nordkoreanischen Regierung zur Eind√§mmung des Fl√ľchtlingsstroms zur√ľckgef√ľhrt: Einen massiven Ausbau der Befestigungen an der chinesischen Grenze, eine Propagandakampagne, die die tats√§chlich auftretenden Anpassungsschwierigkeiten nordkoreanischer Fl√ľchtlinge und deren Diskriminierung in S√ľdkorea thematisiert, sowie die teilweise Legalisierung von Auslandsaufenthalten f√ľr Normalb√ľrger.

Politische Einteilung

Die Einwohner sind von der Regierung in drei Kategorien / Kasten eingeteilt:

  1. „Genossen“, das bedeutet loyale Personen
  2. „schwankende Personen“
  3. „feindlich gesinnte Personen“

Diese Einteilung wurde bereits in den 1950er-Jahren vorgenommen. In den 1960er-Jahren wurde ein verfeinertes System mit 51 Untergruppen eingef√ľhrt. Zur loyalen Kategorie geh√∂ren zum Beispiel Arbeiter, die einer Arbeiterfamilie entstammen, Mitglieder der Partei der Arbeit Koreas sowie Kriegshelden aus dem Koreakrieg. Zur Gruppe der „schwankenden Personen“ geh√∂ren ehemalige H√§ndler und Handwerker. Zur Gruppe der „feindlich gesinnten Personen“ geh√∂ren unter anderem Arbeiter mit schwieriger sozialer Herkunft, das hei√üt ehemalige Unternehmer und Beamte, ehemalige Gro√übauern, Personen, die an projapanischen oder pro-US-amerikanischen Aktivit√§ten beteiligt waren sowie gl√§ubige Christen und Buddhisten.

Diese soziale Herkunft beeinflusst den Zugang zu Ausbildung und Beruf wie auch zu von der Regierung verteilten G√ľtern wie Lebensmitteln. Man sch√§tzt, dass etwa ein Viertel der Bev√∂lkerung zu der Kategorie der feindlich Gesinnten gerechnet wird. In den letzten Jahren erfuhr die soziale Ordnung Nordkoreas einen gewissen Bedeutungsverlust. Der materielle Status eines Menschen (sofern er nicht der Nomenklatura angeh√∂rt) ist wegen des wirtschaftlichen Umbruchs zunehmend nicht mehr vom staatlichen Versorgungssystem abh√§ngig, sondern ergibt sich mehr und mehr durch den Handel auf den neu entstandenen M√§rkten.

Religion

Die traditionellen Religionen Koreas sind der Buddhismus und der Konfuzianismus. Das Christentum war lange besonders in Pj√∂ngjang stark vertreten. Allein dort gab es um 1907 rund 100 Kirchen mit 13.000 bis 14.000¬†Gl√§ubigen, weshalb die Stadt auch als „Jerusalem des Ostens“ bezeichnet wurde. Im Jahr 2006 wurde in Pj√∂ngjang eine russisch-orthodoxe Kirche er√∂ffnet, die vierte christliche Kirche insgesamt in der Hauptstadt von Nordkorea.

Artikel 68 der nordkoreanischen Verfassung gew√§hrt seinen B√ľrgern freie Aus√ľbung ihrer Religion, solange dies nicht zur Infiltration durch √§u√üere Kr√§fte oder zur Verletzung der staatlichen und gesellschaftlichen Ordnung missbraucht wird. Gleichwohl berichten christliche Organisationen wie Open Doors, dass praktizierende Christen in Umerziehungslagern interniert w√ľrden. Einige existierende Kirchen werden offenbar zu Propagandazwecken genutzt. Das in der Verfassung verbriefte Recht werde den Christen verweigert, da es sich nicht um eine staatlich kontrollierte Organisation handelt. Nach Angabe von Open Doors gebe es eine aktive Untergrundkirche. Nach Einsch√§tzung s√ľdkoreanischer Menschenrechtler gibt es nichts, was so bezeichnet werden k√∂nnte. Auf dem Weltverfolgungsindex von Christen ist Nordkorea seit 14 Jahren auf dem ersten Platz, unter anderem weil der Besitz einer Bibel mit Todesstrafe oder Arbeitslager mit Sippenhaftung geahndet werde. Auch Amnesty International kritisiert die nicht vorhandene Religionsfreiheit und die Internierung von Christen.

Bildung

Die Schulbildung ist in Nordkorea bis zur zweiten Stufe verpflichtend und kostenlos. Bis in die fr√ľhen 1990er Jahre wurden Schulkindern kostenlose Schuluniformen zur Verf√ľgung gestellt. Die erste Schulstufe dauert vier Jahre, die zweite Schulstufe enth√§lt eine sechsj√§hrige Ausbildung. Au√üerdem ist ein vorheriger einj√§hriger Besuch des Kindergartens verpflichtend. Die Alphabetisierungsrate soll bei 99¬†Prozent liegen. Laut Shin Dong-hyuk erhalten die in Konzentrationslagern inhaftierten Kinder eine rudiment√§re Form von Schulbildung, die der Vorbereitung zur Zwangsarbeit dient. Kang Chol-hwan beschreibt in Die Aquarien von Pj√∂ngjang seinen Schulbesuch in der als Umerziehungslager fungierenden revolution√§ren Zone des Konzentrationslagers Yod√Ö¬Źk, der von Misshandlungen und Indoktrinierung gepr√§gt war.

Hochschulwesen

Das Hochschulwesen in Nordkorea besteht aus zwei Zweigen, einem f√ľr die akademische Hochschulbildung und einem f√ľr die weiterf√ľhrende Bildung. Der akademische Sektor besteht aus Universit√§ten, Fachhochschulen und technischen Schulen. Weiterf√ľhrende Studieng√§nge f√ľr Master- und PhD-√§quivalente Grade werden an Universit√§ten angeboten. Eine wichtige Rolle im nordkoreanischen Hochschulwesen nehmen die Kim-Il-sung-Universit√§t und die Universit√§t f√ľr Wissenschaft und Technik Pj√∂ngjang ein. Die Kim-Il-Sung-Universit√§t z√§hlt rund 16.000 Studenten. Die Technische Universit√§t Kim Ch’aek betreibt unter anderem auch Nuklearforschung.

2015 wurde in Pj√∂ngjang auf der Insel Ssuk-s√Ö¬Źm der Palast der Wissenschaft und Technik errichtet.

Geschichte

Die Geschichte vor dem Zweiten Weltkrieg ist unter Geschichte Koreas zu finden.

Einrichtung eines Arbeiter- und Bauernstaates

Nachdem 1945 durch die Kapitulation Japans der Zweite Weltkrieg sein Ende gefunden hatte, wurde die Provinz Ch√Ö¬ćsen, die dem Gebiet des seit 1910 in das Japanische Kaiserreich eingegliederten und kolonisierten Koreas entsprach, von den Siegerm√§chten entlang des 38. Breitengrads in zwei Besatzungszonen aufgeteilt. Der S√ľden wurde von US-amerikanischen Truppen besetzt, der Norden kam unter Kontrolle der Roten Armee.

Die Sowjetunion hatte ein strategisches Interesse daran, einen ihr wohlgesinnten koreanischen Staat aufzubauen. Dieser sollte als Puffer gegen√ľber Japan dienen, da die koreanische Halbinsel als m√∂gliche Operationsbasis f√ľr einen Angriff auf die Sowjetunion gesehen wurde. Abgesehen davon, dass Japan und Russland auf eine konfliktreiche gemeinsame Geschichte zur√ľckblicken, beschleunigte diese Strategie Japans Ann√§herung an die USA. Im Folgenden sollte daher in Nordkorea ein Arbeiter-und-Bauern-Staat nach marxistisch-leninistischen Vorstellungen aufgebaut werden.

Ende des Jahres 1945 setzte eine starke Einwanderungsbewegung von ethnischen Koreanern aus der Sowjetunion ein (vor allem aus den zentralasiatischen Sowjetrepubliken), durch die die kommunistischen Gruppen im Norden gest√§rkt wurden. Die staatlichen Stellen in der Sowjetunion propagierten insbesondere die √úbersiedlung „politisch gebildeter“ Koreaner. Am 13. Oktober 1945 wurde das Nordkoreanische B√ľro der KP Koreas als Sektion der gesamtkoreanischen KP (mit Sitz in Seoul) gebildet, zu dessen Vorsitzendem im Dezember Kim Il-sung bestimmt wurde.

Im Februar 1946 wurde das Provisorische Volkskomitee gebildet, an dessen Spitze Kim Il-sung stand. Im Fr√ľhjahr spaltete sich die nordkoreanische Sektion der KP ab und bildete eine eigene „Kommunistische Partei Nordkoreas“, die sich am 29. Juli mit der linken Neuen Volkspartei zur Partei der Arbeit Nordkoreas vereinigte. Erster Generalsekret√§r wurde Kim Du-bong. Die s√ľdkoreanischen Kommunisten vereinigten sich nach der Abspaltung der nordkoreanischen Sektion ebenfalls mit anderen linken Parteien zur Nam-joseon-rodong-Partei (S√ľd-Joseon-Arbeiterpartei). In der Folgezeit erh√∂hte die US-amerikanische Besatzungsmacht ihren Druck auf die kommunistische Untergrundbewegung. F√ľhrende Parteimitglieder wurden verhaftet, die restlichen flohen in den Norden, von wo aus die Untergrundarbeit im S√ľden fortgesetzt wurde. Im Juni 1949 vereinigten sich beide Parteien zur Partei der Arbeit Koreas, deren Vorsitzender Kim Il-sung wurde. Dar√ľber hinaus wurde mit der Koreanischen Demokratischen Partei und der Chondoistischen Ch’√Ö¬Źngu-Partei eine Nationale Einheitsfront gebildet.

1946 begann auch die wirtschaftliche Umgestaltung des Landes. Im Fr√ľhjahr wurde eine Bodenreform durchgef√ľhrt und im Sp√§tsommer begann die Verstaatlichung der Industriebetriebe.

Das aktive und passive Frauenwahlrecht wurde unter alliierter Verwaltung im Gesetz zur Gleichheit der Geschlechter garantiert, das am 30. Juli 1946 eingef√ľhrt wurde. Am 3. November 1946 fanden Wahlen zu den so genannten Volkskomitees, den lokalen Verwaltungsorganen, statt. Es gab lediglich die Option, f√ľr oder gegen die Einheitsfront zu stimmen. Offiziell entfielen 97¬†Prozent der abgegebenen Stimmen auf die Einheitsfront. Der 1. Kongress der Volkskomitees bestimmte am 17. Februar 1947 die erste nordkoreanische Regierung unter Kim Il-sung und w√§hlte das Volkskomitee Nordkoreas als eine Art Parlament.

Im Sp√§therbst 1947 wurde offiziell die Ausarbeitung einer Verfassung angek√ľndigt, womit die baldige Ausrufung eines eigenst√§ndigen nordkoreanischen Staates besiegelt schien. Die Verfassung wurde in Moskau redigiert und schlie√ülich von Stalin genehmigt. Am 25. August 1948 fanden Wahlen zur Obersten Volksversammlung (OVV) statt, die am 8. September die Verfassung best√§tigte. Einen Tag sp√§ter wurde die Demokratische Volksrepublik Korea proklamiert.

Zuvor war am 15. August in Seoul die Republik Korea ausgerufen worden. Beide Staaten erkannten einander nicht an und sahen sich jeweils als den einzig rechtmäßigen koreanischen Staat an.

Koreakrieg (1950–1953)

Nach dem Abzug sowjetischer und amerikanischer Truppen aus Nord- bzw. S√ľdkorea √ľberschritten nordkoreanische Truppen am 25. Juni 1950 die Grenze zur Republik Korea. Ziel des Angriffs war, die Teilung Koreas aufzuheben und S√ľdkorea in die sozialistische Demokratische Volksrepublik zu integrieren. Dem Norden gelang zun√§chst ein rasches Vorr√ľcken und die Eroberung fast der gesamten koreanischen Halbinsel. Truppen der UNO und vor allem der US-Luftwaffe gelang es, den Vormarsch zu stoppen. Die Truppen des S√ľdens und seine Verb√ľndeten eroberten nun ihrerseits Nordkorea und r√ľckten bis an die chinesische Grenze vor. China kam dem Norden mit milit√§rischen Freiwilligen-Verb√§nden zu Hilfe. In diesem nunmehr faktisch amerikanisch-chinesischen Konflikt stabilisierte sich die Front schlie√ülich nahe den Ausgangspositionen. Die US-Luftwaffe zerst√∂rte in einem Vernichtungskrieg nordkoreanische St√§dte, wobei ca. 1,5 Millionen Menschen umkamen. Am 27. Juli 1953 wurde in Panmunjeom ein Waffenstillstandsabkommen unterzeichnet, das eine gegen√ľber der Vorkriegssituation geringf√ľgig ver√§nderte Demarkationslinie am 38. Breitengrad festschrieb. Es wurde eine entmilitarisierte Zone geschaffen und eine neutrale √úberwachungskommission eingesetzt. Etwa drei Millionen Zivilisten starben in diesem Krieg, mehr als das Dreifache der Zahl gefallener Soldaten.

Herrschaft Kim Il-sungs (1948–1994)

Die Konsolidierung der Alleinherrschaft

In den 1950er Jahren arbeitete Kim Il-sung an der Konsolidierung seiner unangefochtenen F√ľhrungsposition in Staat und Partei. Bis dahin bestand die Partei der Arbeit Koreas aus verschiedenen Fraktionen, die wenig Sympathie f√ľreinander hatten. In den Jahren von 1957 bis 1962 wurden die peking- und moskautreuen Funktion√§re ausgeschaltet, was Kims Position nachhaltig st√§rkte. Am 15. Dezember 1955 wurde Au√üenminister Pak Hon-yong zum Tode verurteilt (Vorwurf: er sei ein US-amerikanischer Spion). 1956 wurde Mu Chong, ehemaliger General der chinesischen Armee und im Koreakrieg Stabschef im Generalhauptquartier der vereinigten Streitkr√§fte von China und Nordkorea, als Vertreter der Yan’an-Gruppe hingerichtet.

1958 folgten weitere S√§uberungen, die sich gegen sowjetfreundliche Kader wie H√Ö¬Ź Ka-i, Sympathisanten der Chruschtschow’schen Tauwetterpolitik und wiederum mit China verbundene Funktion√§re wie Kim Du-bong richteten. Die „S√§uberungen“ entwickelten sich von einer zeitweiligen Erscheinung zu einem permanenten, systemimmanenten Ph√§nomen. Auch 1997 gab es eine solche Kampagne gegen reformorientierte Armeeangeh√∂rige und Parteikader, unter ihnen den Vorsitzenden des Ministerrates Kang Song-san.

Ab Mitte der 1960er Jahre wurde Kim Il-sung in den nordkoreanischen Medien als Gro√üer F√ľhrer bezeichnet. Die Bezeichnung F√ľhrer war bis dahin (sowohl innerhalb Nordkoreas als auch in der internationalen kommunistischen Bewegung √ľberhaupt) Lenin und Stalin vorbehalten gewesen.

Durch die materielle Unterst√ľtzung von China und der Sowjetunion konnte die Industrieproduktion Nordkoreas wieder auf Vorkriegsniveau gebracht werden. Gegen Ende der 1960er Jahre zeigte die nordkoreanische Wirtschaft Anzeichen einer Stagnation, die der anderer Staaten des Ostblocks √§hnelte. Ein R√ľckgang der landwirtschaftlichen Produktion und der Mangel an Konsumg√ľtern f√ľhrten zu einem Niedergang der Wirtschaft; die immensen Milit√§rausgaben waren eine zus√§tzliche Belastung.

Das nach Stalins Tod (1953) zu Tage tretende chinesisch-sowjetische Zerw√ľrfnis √ľber die weitere Entwicklung des Kommunismus verkomplizierte die Situation Nordkoreas. Zun√§chst lavierte man zwischen beiden benachbarten Gro√üm√§chten. Die Kritik der sowjetischen F√ľhrung an Stalin (unter anderem gei√üelte Chruschtschow in seiner Geheimrede am XX. Parteitag der KPdSU im Februar 1956 Stalins Personenkult), verstand Kim Il-sung als Infragestellung seiner eigenen Position. Auch lehnte er das von der Sowjetunion propagierte Konzept der friedlichen Koexistenz ab. 1962 schlug sich Kim auf die Seite Mao Zedongs; wie Mao hielt er strikt am traditionellen Politikstil und somit am Personenkult fest. Ausschlaggebend f√ľr den Bruch mit der Sowjetunion war deren Verhalten in der Kubakrise (Oktober 1962), das die Nordkoreaner als Def√§tismus verstanden. Die Sowjetunion kappte daraufhin alle Hilfen f√ľr Nordkorea, das neben Albanien einer der engsten Verb√ľndeten Chinas wurde. China, das selbst in den Wirren der Kulturrevolution gefangen war, konnte die UdSSR als Handelspartner aber nicht ersetzen. Die Bestrebungen, milit√§rstrategische Unabh√§ngigkeit von der Sowjetunion zu erreichen, belasteten die nordkoreanische Volkswirtschaft zus√§tzlich; deshalb arbeitete Kim Il-sung ab 1965 wieder auf eine Normalisierung des Verh√§ltnisses zur UdSSR hin.

Isolation

Die Propagierung der Chuch’e-Ideologie gegen Ende der 1960er Jahre, die die Autarkie Nordkoreas als oberstes Ziel definiert, erscheint als Reaktion auf die zunehmend isolierte Position Nordkoreas. Kim Il-sung wurde fortan als Gro√üer F√ľhrer bezeichnet. Die Isolation des Landes verst√§rkte sich auch dadurch, dass die Regierung versuchte, die wirtschaftlichen Erfolge S√ľdkoreas und den Niedergang im Norden vor der nordkoreanischen Bev√∂lkerung geheim zu halten.

Der zeitweilige Bruch mit Moskau f√ľhrte zu einer aggressiveren Haltung gegen√ľber S√ľdkorea; der m√§√üigende Einfluss der Sowjetunion war nicht mehr gegeben. Ende der 1960er Jahre kam es zu milit√§rischen Eins√§tzen Nordkoreas. Im Januar 1968 kaperte die nordkoreanische Marine das US-amerikanische Spionageschiff USS Pueblo (AGER-2), und nachdem nordkoreanische Soldaten auf das Territorium des S√ľdens vorgedrungen waren, kam es an der Demarkationslinie zu Gefechten zwischen nord- und s√ľdkoreanischen Truppen.

Die sogenannte Erste Nuklearkrise 1994 war gekennzeichnet durch Mobilmachungen in Nord- und S√ľdkorea und die Anordnung allerh√∂chster Alarmbereitschaft der US-Einheiten vor Ort.

Personenkult und Klanherrschaft

1972 nahm Nordkorea eine neue Verfassung an, aufgrund derer Kim Il-sung zum Pr√§sidenten erkl√§rt wurde. Der Kult um seine Person nahm ab diesem Zeitpunkt bislang unbekannte Ausma√üe an und auch die Familie Kims wurde einbezogen (sowohl Kim Jong-il, sein Nachfolger, als auch seine verstorbene Frau Kim Jong-suk). Die „Diktatur des Proletariats“ entwickelte sich immer mehr zur Herrschaft weniger Familienclans mit der Familie Kims an der Spitze (Oligarchie). Neben seinem Sohn wurde auch Kims dritte Frau Kim Song-ae einbezogen, die hohe Posten in Partei und Massenorganisationen einnahm.

Herrschaft Kim Jong-ils (1994–2011)

Kim Il-sung starb 1994. Nach einer staatlich verordneten dreij√§hrigen Trauerzeit √ľbernahm sein Sohn Kim Jong-il den Posten des Generalsekret√§rs der Partei der Arbeit Koreas. Vorsitzender der Nationalen Verteidigungskommission war er bereits seit 1993, jedoch gewann diese 1998 durch eine Verfassungs√§nderung stark an Einfluss. Der Posten des Pr√§sidenten ist bis heute frei, da Kim Il-sung durch die Verfassungs√§nderung von 1998 zum Ewigen Pr√§sidenten wurde. Kim Jong-il wurde als Geliebter F√ľhrer bezeichnet, sp√§ter als Gro√üer F√ľhrer wie der Vater.

Die Zeit seit dem Zusammenbruch des sozialistischen Staatenblocks ist in Nordkorea von einem relativ kompromisslosen Festhalten am Status quo gekennzeichnet. Dies zeigt sich sowohl in der sozialistischen Wirtschaftspolitik als auch in der weiterhin auf Isolation ausgerichteten Au√üen- und Verteidigungspolitik. Grund hierf√ľr ist die Annahme der nordkoreanischen F√ľhrung, dass ein Abweichen von der bisherigen Linie, eine Aufweichung des stalinistisch gepr√§gten Regimes, zwangsl√§ufig zu dessen Sturz f√ľhren w√ľrde, was man an den ehemaligen osteurop√§ischen Bruderstaaten beobachten k√∂nne.

Kim Jong-il starb nach offizieller Verlautbarung am 17. Dezember 2011 während einer Zugfahrt an einem Herzinfarkt. Noch am Tag der Bekanntgabe des Todes, am 19. Dezember 2011, wurde sein Sohn, Kim Jong-un, von der amtlichen koreanischen Nachrichtenagentur als Nachfolger tituliert.

Ernährungslage

Durch den Zusammenbruch des Ostblocks kam Nordkoreas Au√üenhandel Anfang der 1990er Jahre fast v√∂llig zum Erliegen. Der Import billigen Erd√∂ls, von Ersatzteilen f√ľr Maschinen, Kunstd√ľnger und Nahrungsmitteln aus der Sowjetunion riss fast g√§nzlich ab. Die ohnehin strukturell zu niedrige Nahrungsmittelproduktion wurde ab 1994 in Folge der Fertigstellung eines Dammes, durch den gro√üe Teile der ohnehin wenig vorhandenen Anbaufl√§chen √ľberschwemmt wurden, weiter gehemmt. Aufgrund dieser Entwicklungen und durch schwere Fehler in der Reaktion der nordkoreanischen Regierung, die in den ersten Jahren der Krise keine Helfer ins Land lassen wollte, kam es zu einer schweren Hungersnot, durch deren direkte und indirekte Folgen von 1994 bis 1999 eine gro√üe Zahl von Nordkoreanern starb. Die Opferzahl ist bis heute nur ann√§herungsweise bekannt. Erste Sch√§tzungen schwankten zwischen 220.000 und 3,5 Millionen Todesopfern, sp√§tere Studien gingen von einer Zahl zwischen 600.000 und einer Million aus.

Im M√§rz des Jahres 2011 informierte eine Untersuchungsgruppe, die sich aus dem Weltern√§hrungsprogramm der Vereinten Nationen, der Ern√§hrungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen und der UNICEF zusammensetzte, die Weltgemeinschaft, dass etwa sechs Millionen Nordkoreaner von Hunger bedroht seien. Das Weltern√§hrungsprogramm startete daraufhin eine Notoperation, die 3,5 Millionen Nordkoreaner mit Lebensmitteln versorgen soll. International wird diese Nothilfeoperation auch kritisch betrachtet, da Vertreter vieler Staaten f√ľrchten, die nordkoreanische Regierung w√ľrde die Lage dramatisieren, um Hilfen zu erschleichen und diese dann zweckzuentfremden. Nach dem ersten Bericht eines UN-Nothilfekoordinators seit 2002, in diesem Fall von Valerie Amos, mussten die t√§glichen √∂ffentlichen Verteilungs-Rationen von 400 auf 200¬†Gramm pro Person halbiert werden. Es fehlten zum j√§hrlichen Bedarf von 5,3 Millionen Tonnen Getreide etwa eine Million Tonnen. Aufgrund der chronischen Ern√§hrungskrise sei jedes dritte Kind unter f√ľnf Jahren kleinw√ľchsig. Im Jahre 2015 waren laut Zahlen der Weltbank 41,6¬†% der Bev√∂lkerung unterern√§hrt.

Am 29. M√§rz 2016 k√ľndigten Staatsmedien einen erneuten „beschwerlichen Marsch“ an, eine Terminologie, die die F√ľhrung bereits in der Hungersnot 1994 benutzt hatte. Man rief die Bev√∂lkerung zur Einsparung von Lebensmitteln auf. Im Februar 2019 gab Nordkorea gegen√ľber den Vereinten Nationen an, dass aufgrund von schlechten Witterungsbedingungen sowie Sanktionen 1,4 Millionen Tonnen Lebensmittel fehlen w√ľrden. Als Folge m√ľssten die staatlichen Essensrationen beinahe halbiert werden.

Entwicklung der Beziehungen zwischen Nord- und S√ľdkorea

Im Jahr 2000 zeichneten sich im Rahmen der Sonnenscheinpolitik Kim Dae-jungs Entspannungserfolge zwischen Nord- und S√ľdkorea ab. F√ľr einige Zeit waren Besuche von seit Jahrzehnten durch die koreanische Teilung getrennt lebenden Familienangeh√∂rigen m√∂glich. Es wurde die Erneuerung der Verkehrsverbindungen zwischen beiden Staaten, die bislang au√üer Betrieb waren, vereinbart. S√ľdkoreanische Touristen konnten in der Folge und bis zum Jahr 2008, als eine s√ľdkoreanische Frau unter bisher nicht vollst√§ndig gekl√§rten Umst√§nden von einem nordkoreanischen Soldaten erschossen wurde, die K√Ö¬≠mgang-Berge besuchen. S√ľdkoreanische Unternehmen produzieren seit 2003 in nordkoreanischen Sonderwirtschaftszonen (Industrieregion Kaes√Ö¬Źng). Die Mannschaften Nord- und S√ľdkoreas marschierten gemeinsam bei den Olympischen Spielen 2000 ein. Schlie√ülich kam es sogar zum ersten Gipfeltreffen der beiden Staatsoberh√§upter in Pj√∂ngjang.

Unter dem s√ľdkoreanischen Pr√§sidenten Lee Myung-bak k√ľhlte sich das Verh√§ltnis zwischen beiden Staaten jedoch merklich ab. Lee hatte bereits im Wahlkampf angek√ľndigt, eine h√§rtere au√üenpolitische Linie gegen√ľber Nordkorea zu verfolgen. Die nordkoreanische Regierung k√ľndigte schlie√ülich an, die Grenzen zum S√ľden ab 1. Dezember 2008 zu schlie√üen. Von dieser Ma√ünahme sind vor allem Reisen von S√ľdkoreanern in die grenznahen Tourismusgebiete Nordkoreas betroffen. Vorausgegangen waren Aktionen s√ľdkoreanischer Nichtregierungsorganisationen, die mit Hilfe von Ballons tausende Flugbl√§tter √ľber Nordkorea abgeworfen hatten. Darin waren Informationen √ľber den Gesundheitszustand Kim Jong-ils und dessen Familienbeziehungen enthalten. Beide Themen gelten in Nordkorea als Tabus. Entsprechend ver√§rgert zeigte sich die nordkoreanische F√ľhrung und warf S√ľdkorea eine feindlich gesinnte Politik vor.

Einen neuen Tiefpunkt in den Beziehungen zu S√ľdkorea stellte der Untergang des s√ľdkoreanischen Kriegsschiffs Cheonan am 26. M√§rz 2010 dar, bei dem 46 Seeleute ums Leben kamen. Das Schiff sank nahe der Insel Baengnyeongdo nach einer Explosion. Baengnyeong geh√∂rt zu S√ľdkorea, liegt jedoch vor der nordkoreanischen K√ľste. Die Seegrenze zwischen den beiden koreanischen Staaten ist umstritten. Eine Expertenkommission aus Vertretern S√ľdkoreas, der USA und anderer westlicher Staaten kam zu dem Ergebnis, dass das Schiff durch einen nordkoreanischen Torpedo versenkt worden sei. Nordkorea bestritt eine Verwicklung in den Vorfall.

Am 23. November 2010 beschossen nordkoreanische Einheiten in einem Artillerieduell mit dem s√ľdkoreanischen Milit√§r die bewohnte und zum Milit√§rst√ľtzpunkt ausgebaute s√ľdkoreanische Insel Yeonpyeong mit mehr als 100 Granaten, wobei zwei s√ľdkoreanische Soldaten sowie zwei s√ľdkoreanische Zivilisten starben. Eine milit√§rische Auseinandersetzung dieses Ausma√ües hatte es seit Ende des Koreakrieges nicht gegeben.

Herrschaft Kim Jong-uns (seit 2011)

Nach dem Tod von Kim Jong-il am 17. Dezember 2011 folgte dessen j√ľngster Sohn Kim Jong-un seinem Vater an der Staatsspitze nach. Es wird jedoch vermutet, dass sein Onkel Jang Song Thaek die Politik des Landes bis zu seiner Verhaftung entscheidend mitpr√§gte. Ebenso seien Armeespitzen als Funktion√§re mit in Entscheidungen eingebunden.

Nordkorea erklärte sich Mitte April 2012 im Wege einer Verfassungsänderung auch offiziell zur Atommacht.

In seiner Neujahrsrede 2013 sprach Kim Jong-un von einer m√∂glichen Auss√∂hnung mit dem S√ľden und machte Andeutungen, die eine Modernisierung des Staates unter seiner Herrschaft m√∂glich erscheinen lie√üen.

Außenpolitische Krise

Nachdem die UN versch√§rfte Sanktionen gegen Nordkorea verh√§ngt hatten und die Vereinigten Staaten von Amerika gemeinsame milit√§rische Man√∂ver mit S√ľdkorea ank√ľndigten, k√ľndigte Kim im Fr√ľhjahr 2013 erneute Atomtests an, rief das Kriegsrecht aus, versetzte die Streitkr√§fte in volle Bereitschaft, drohte sowohl S√ľdkorea als auch den Vereinigten Staaten mit einem nuklearen Pr√§ventivschlag und schloss vor√ľbergehend den Zugang zur Sonderwirtschaftszone Kaes√Ö¬Źng. Die internationale Staatengemeinschaft, darunter auch die VR China, ein Verb√ľndeter Nordkoreas, verurteilten diese Drohgeb√§rden scharf und mahnten Nordkorea zur M√§√üigung.

Die Vereinigten Staaten hielten die Drohungen √ľberwiegend f√ľr Kriegsrhetorik, reagierten jedoch darauf mit der Ank√ľndigung, weitere Raketenabwehrstationen auf ihren Pazifikinseln, wie Guam, zu errichten, um einen m√∂glichen Angriff abzufangen. Im Juni 2013 entspannte sich das Verh√§ltnis zwischen den koreanischen Staaten wieder.

2018 nahm Nordkorea an der Winterolympiade in S√ľdkorea teil und trat im Frauen-Eishockey in einer gemeinsamen nord- und s√ľdkoreanischen Mannschaft an.

Laut dem Expertenbericht an den UNO-Sicherheitsrat, der Anfang Februar 2018 bekannt wurde, umging Nordkorea 2017 UN-Handelsembargos „in gro√üem Stil“. Kohle wird exportiert, Erd√∂l und Eisen importiert, Schiffe fahren daf√ľr unter falscher Flagge und mit gef√§lschten Frachtpapieren. 40¬†Lieferungen gingen demnach zwischen 2012 und 2017 an das syrische Chemiewaffenprogramm. Myanmar wurde mit ballistischen Raketen und Raketenwerfern beliefert. Nach Erkenntnissen des deutschen Bundesamtes f√ľr Verfassungsschutz (BfV) wurden √ľber die Botschaft in Berlin Hightech-Bestandteile (teilweise Dual-Use-G√ľter) f√ľr das nordkoreanische Raketen- und Atomwaffenprogramm beschafft.

Innerer Machtkampf

Anfang Dezember 2013 wurde der Vizevorsitzende der Nationalen Verteidigungskommission Nordkoreas, Jang Song Thaek, verhaftet und entmachtet. Ihm wurden unter anderem Hochverrat, Bestechlichkeit, Spielsucht, Drogenmissbrauch, Geldverschwendung und Ausverkauf von Rohstoffen an die Volksrepublik China vorgeworfen. Jang wurde am 12.¬†Dezember 2013 hingerichtet. Zugleich wurde Jangs Witwe und Schwester von Kim Jong-il, Kim Ky√Ö¬Źng-h√Ö¬≠i Mitte Dezember 2013 in das Komitee f√ľr das Staatsbegr√§bnis des Mitglieds des Politb√ľros des Zentralkomitees der PdAK und Vorsitzenden der Parteikontrollkommission Kim Kuk-thae berufen.

Im Februar 2017 wurde Kim Jong-uns Halbbruder Kim Jong-nam auf dem Flughafen Kuala Lumpur ermordet.

Politik

Politisches System

Nordkorea ist laut Verfassung ein sozialistischer Staat. Der klassische Marxismus-Leninismus wurde 1977 offiziell durch die von Staatsgr√ľnder Kim Il-sung entwickelte Chuch’e-Ideologie ersetzt, welche eine Weiterentwicklung der Staatsideologie darstellen soll. Im Jahr 2009 wurden zudem die Kommunismus-Bez√ľge aus der Verfassung gestrichen und ein militaristischer Staat kodifiziert.

Der Regierungsapparat wird von der Partei der Arbeit Koreas (Abk.: PdAK) dominiert, deren F√ľhrungsrolle in der Verfassung verankert ist. Daneben gibt es zwei weitere, kleinere Blockparteien. Diese Parteien sind in der Demokratischen Front f√ľr die Wiedervereinigung des Vaterlandes zusammengeschlossen. Das h√∂chste Machtorgan des Staates bildet formell das Parlament (Oberste Volksversammlung), dessen Mitglieder auf f√ľnf Jahre gew√§hlt werden. Da dieses allerdings lediglich ein- bis zweimal im Jahr f√ľr wenige Tage in der Mansudae-Kongresshalle zusammentritt, wird das Land w√§hrend der Sitzungspausen vom Pr√§sidium der Obersten Volksversammlung regiert. Dessen Vorsitzender, zurzeit Choe Ryong-hae, ist formal das Staatsoberhaupt. Dieses Amt kann er aber nur protokollarisch aus√ľben, da de jure noch immer der 1994 verstorbene Kim Il-sung Staatsoberhaupt ist und er de facto dem Obersten F√ľhrer untergeordnet ist. Die Rolle der Regierung hat der Ministerrat inne. Dessen Vorsitzender und damit formeller Regierungschef ist Pak Pong-ju. Dieser wird durch die Oberste Volksversammlung ernannt, er wiederum ernennt die Minister. Daneben existiert das Verteidigungskomitee, das f√ľr die Au√üenpolitik zust√§ndig ist und den Oberbefehl √ľber das Milit√§r besitzt.

Das Verfahren zur Besetzung √∂ffentlicher √Ąmter wird in der Verfassung als „demokratischer Zentralismus“ bezeichnet. Aus den unfreien Scheinwahlen geht in der Regel der Einzige, von der Partei der Arbeit Koreas aufgestellte Kandidat mit 100¬†Prozent der Stimmen bei einer Wahlbeteiligung von knapp unter 100¬†Prozent als Sieger hervor. Wahlberechtigt laut Verfassung sind alle B√ľrger ab Vollendung des 17. Lebensjahres ohne psychische Erkrankung. Das Wahlrecht kann per Gerichtsurteil aberkannt werden. Diese formale Verfassungsordnung hat jedoch in der Praxis keine Bedeutung.

Die tats√§chlichen Machtstrukturen innerhalb des Landes sind diffus. Im Ausland wird Nordkorea gemeinhin als totalit√§re, stalinistische Diktatur unter der F√ľhrung Kim Jong-uns angesehen. Einige akademische Kreise bezeichnen das politische System Nordkoreas jedoch infolge der √úbernahme von Strukturen aus der Zeit der japanischen Herrschaft √ľber Korea, durch die die Staatsf√ľhrung innerhalb des Kim-Clans dynastisch weitervererbt wird, als de facto absolutistische Monarchie mit deutlichen Parallelen zum Japanischen Kaiserreich unter Tenn√Ö¬ć Hirohito in den 1930er bis 40er Jahren.

Brian Reynolds Myers betont zudem die Parallelen zur rassistisch-xenophoben Ideologie der pr√§faschistisch-kolonialistischen japanischen Milit√§rdiktatur. Ziel sei die Vereinigung aller Koreaner (die als genetisch √ľberlegen dargestellt werden) in einem ethnisch homogenen Staat. Andere Autoren betonen die Parallelen zum europ√§ischen Faschismus, da dem japanischen Militarismus anders als dem europ√§ischen Faschismus ein charismatischer F√ľhrer gefehlt habe. Aufgrund dessen, der Existenz von Konzentrationslagern, bezeichnen einige Beobachter Nordkorea auch als nationalsozialistisches Regime.

Seit dem Tod Kim Il-sungs wird der Posten des Pr√§sidenten nicht mehr besetzt, da dieser f√ľr immer Kim Il-sung (dem Ewigen Pr√§sidenten) vorbehalten sei. Kim Jong-Il vereinigte jedoch neben anderen Spitzen√§mtern den Vorsitz der Partei der Arbeit Koreas und des Verteidigungskomitees auf sich, das vom Parlament inzwischen zum h√∂chsten Amt des Staates erkl√§rt wurde. Dies kann als Konsequenz der von Kim Jong-Il eingef√ľhrten Songun-Politik gesehen werden, der zufolge alle Belange des Staates der Entwicklung und Verbesserung des Milit√§rs unterzuordnen sind. „Der Schutz der revolution√§ren F√ľhrung um jeden Preis ist der h√∂chste Patriotismus und die erste Priorit√§t unseres Milit√§rs und des Volkes“, hie√ü es nach Berichten der s√ľdkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap in einem Leitartikel der offiziellen Zeitung Rodong Sinmun. Begr√ľndet wird dies mit einem Bedrohungsszenario, das von der stets akuten Gefahr einer Invasion durch ausl√§ndische Truppen ausgeht. Nicht zuletzt wird durch Songun auch der Aufbau des Atomwaffenarsenals gerechtfertigt. Mitte April 2012 verabschiedete die Oberste Volksversammlung eine Verfassungs√§nderung, in der es hei√üt, der 2011 gestorbene Herrscher Kim Jong Il habe aus dem Land einen Staat im Besitz von Atomwaffen und einer unbezwingbaren milit√§rischen Macht geformt. Als Folge leidet die Bev√∂lkerung immer wieder an Hungersn√∂ten, es mangelt an Konsumg√ľtern, die Infrastruktur ist unzureichend und das Gesundheitssystem ungen√ľgend.

Auf den B√ľrgerkrieg in Libyen 2011 reagierten offizielle Stellen in Nordkorea mit der Aussage, Libyen h√§tte besser nicht auf sein Atomprogramm verzichten sollen. Die New York Times zitierte einen Blogeintrag des Koreaspezialisten R√ľdiger Frank, wonach aus nordkoreanischer Perspektive daher ein Abr√ľcken von der Songun-Politik in weite Ferne r√ľcke.

Menschenrechte

Nordkorea z√§hlt zu jenen L√§ndern, in denen die Menschenrechte am wenigsten geachtet werden. Kritik an der F√ľhrung wird streng bestraft. Die Medien werden vollst√§ndig vom Staat kontrolliert, ungenehmigte Versammlungen sind verboten. Es ist den Nordkoreanern nicht erlaubt, das Land zu verlassen. Auch der Aufenthaltsort im eigenen Land wird von den Beh√∂rden vorgeschrieben und h√§ngt von der pers√∂nlichen politischen Kaste ab. Zum Tode verurteilte Personen werden oft in der √Ėffentlichkeit hingerichtet.

Menschenrechtsgruppen berichten von mehreren Konzentrations- und Umerziehungslagern im Land, in denen haupts√§chlich politische Gefangene sowie Menschen, die aufgrund ihres Glaubens verhaftet wurden, inhaftiert sind. Selbst schwangere Frauen werden in diesen Lagern zu langer und harter Arbeit gezwungen. Die Inhaftierten sind der Willk√ľr der W√§rter ausgeliefert, zudem existieren Berichte √ľber Folter, teilweise bis zum Tod. Inhaftierte starben infolge von Folter, Hunger, durch Nahrungsmittelentzug oder wurden aufgrund von geringen Vergehen hingerichtet. Westlichen Hilfsorganisationen zufolge sind rund 200.000¬†Menschen interniert (Stand 2005), von denen etwa 10 bis 20¬†Prozent j√§hrlich durch die miserablen Lagerverh√§ltnisse oder Exekutionen zu Tode kommen. Vereinzelte Zeugen (zum Beispiel Kang Chol-hwan oder Lee Soon-ok), denen es gelungen ist, aus den Lagern und aus Nordkorea zu fliehen, berichten zudem √ľber Menschenversuche an Gefangenen mit Gasen oder Viren.

Einer der detaillierteren Berichte √ľber die Situation in diesen Lagern stammt von Shin Dong-hyuk. 1982 im Konzentrationslager Kaechon geboren, war er niemals daf√ľr vorgesehen, dieses zu verlassen, denn aufgrund der in Nordkorea praktizierten Sippenhaftung wird auch die gesamte Familie eines Verurteilten bestraft. Dadurch verbringen auch ihre Nachkommen ihr gesamtes Leben in den Lagern. F√ľr nordkoreanische Verh√§ltnisse ungew√∂hnlich, wurde er nicht einmal in der Ideologie und Staatsauffassung unterrichtet. Nachdem er 22¬†Jahre im Lager gelebt und die Hinrichtung seiner Mutter und seines Bruders miterlebt hatte, monatelang gefoltert wurde, ihm ein Finger abgetrennt und er Zeuge unz√§hliger √∂ffentlicher Hinrichtungen geworden war, gelang ihm im Januar 2005 die Flucht. √úber China erreichte er 2006 S√ľdkorea, wo er seitdem lebt und zusammen mit Menschenrechtsorganisationen versucht, auf die Situation in Nordkorea aufmerksam zu machen. Im Konzentrationslager Haengy√Ö¬Źng existiert eine Gaskammer, in der laut dem vormaligen Lagerkommandanten Kwon Hyuk Gefangene zu Anschauungszwecken vergast wurden. Der geflohene W√§chter Ahn Myong-chol berichtete auch von Menschenversuchen im Lager Haengy√Ö¬Źng.

Die Religionsfreiheit ist in Nordkorea nur formell gewährleistet (siehe Abschnitt Religion).

Nach China gefl√ľchtete Nordkoreaner, die aus China zur√ľck nach Nordkorea abgeschoben wurden, sollen hingerichtet worden sein, teilweise √∂ffentlich, um Landsleute vor einer Flucht abzuschrecken. So sollen Anfang 2005 in nur einem Monat 70¬†Menschen in diesem Zusammenhang hingerichtet worden sein.

Die Verteilung von durch das Ausland gelieferten Nahrungsmitteln und anderer Hilfsg√ľter wurde bisher immer durch die Beh√∂rden durchgef√ľhrt. Die Regierung verschlimmerte so besonders w√§hrend der Hungersnot der 1990er Jahre die Situation, da regierungsfreundliche Personen und insbesondere das Milit√§r bevorzugt wurden. Da eine gerechte Verteilung der Hilfsg√ľter nicht gew√§hrleistet werden konnte, zogen sich mehrere Hilfsorganisationen aus Nordkorea zur√ľck.

Am 17. Februar 2014 legt eine Untersuchungskommission der UNO in Genf so detailliert wie noch nie einen Bericht von 372 Seiten vor: Basierend auf Erfahrungsberichten von Dutzenden Exilanten und Fl√ľchtlingen werden dem Regime in Pj√∂ngjang systematische und weitreichende Menschenrechtsverletzungen, von denen viele Verbrechen gegen die Menschlichkeit sind, vorgeworfen: Vernichtung, Versklavung und das Aushungern der eigenen Bev√∂lkerung. Die Experten empfehlen ob der Notlage der Bev√∂lkerung keine generellen Sanktionen, sondern Sanktionen gegen die verantwortlichen Funktion√§re und deren Anklage vor einem Internationalen Strafgerichtshof, was in einem Brief auch dem nordkoreanischen Diktator Kim Jong Un mitgeteilt worden ist, so der Leiter der UNO-Kommission Michael Kirby. Die Volksrepublik China verhinderte als engster Verb√ľndeter Nordkoreas und st√§ndiges Mitglied des UN-Sicherheitsrats jedoch bisher eine entsprechende Anklage.

Informationsfreiheit

Die √∂ffentlichen Medien werden vollst√§ndig vom Staat und dessen Nachrichtenagentur KCNA kontrolliert. Die B√ľrger haben praktisch keinen Zugang zu unabh√§ngigen und ausl√§ndischen Nachrichtenquellen. In der von Reporter ohne Grenzen ver√∂ffentlichten Rangliste der Pressefreiheit belegte Nordkorea seit der Erstver√∂ffentlichung im Jahre 2002 bis zum Jahre 2006 stets den letzten, zwischen 2007 und 2016 den vorletzten Platz. Im Jahr 2017 belegte das Land wieder den letzten Platz.

Im Juni 2004 – 18¬†Monate nachdem der erste Mobilfunknetzbetreiber seinen Dienst aufgenommen hatte – verf√ľgte die Regierung Nordkoreas, dass alle Mobiltelefone wieder eingezogen werden sollen und alle Mobilfunkbetreiber verboten werden. Es soll damit verhindert werden, dass unliebsame Informationen ins Land kommen bzw. dasselbe verlassen oder Regimegegner Informationen austauschen k√∂nnen. Im Dezember 2008 erhielt Koryolink, ein Joint-Venture des √§gyptischen Telekom-Mischkonzernes Orascom Telecom und der staatlichen nordkoreanischen Post- und Kommunikationsbeh√∂rde, eine Lizenz zum Betrieb eines UMTS-Mobilfunknetzes in Pj√∂ngjang. Der bislang einzige Mobilfunkanbieter hatte bereits im Juni 2010 √ľber 100.000 Teilnehmer, im Februar 2012 wurde die Eine-Million-Marke erreicht. Mit Stand von 2012 waren allerdings weder Gespr√§che ins Ausland, noch die Nutzung des mobilen Internets m√∂glich. Weiterhin d√ľrfen die offiziell importierten Mobilger√§te nicht √ľber Memory-Cards, Videokameras oder eine Bluetooth-Funktion verf√ľgen. Medienberichten zufolge m√ľssen Personen, die einen Mobilfunkanschluss haben m√∂chten, neben ihren pers√∂nlichen Daten auch eine Erkl√§rung dar√ľber abgeben, dass sie keine Anrufe t√§tigen, deren Inhalt Staatsgeheimnisse ber√ľhrt und das Ger√§t auch nicht missbr√§uchlich verwenden. Zudem soll eine Erlaubnis der Sicherheitsbeh√∂rden n√∂tig sein, die nur der Nomenklatura erteilt wird. Im Grenzgebiet zu China sollen Menschen aber mithilfe von chinesischen Ger√§ten auf das Netz des Nachbarlandes zugreifen und somit auch Auslandsgespr√§che f√ľhren k√∂nnen.

Die nordkoreanische Regierung ist bestrebt, freie Berichterstattung in Nordkorea zu unterbinden. Journalisten, auch aus dem Ausland, d√ľrfen sich nur in Begleitung von staatlich bestellten Kontrolleuren im Land bewegen. Im Januar 2012 wurde Associated Press erlaubt, ein Korrespondentenb√ľro in Pj√∂ngjang zu er√∂ffnen. AP wurde damit die erste ausl√§ndische Nachrichtenagentur, die regelm√§√üig aus dem Land berichten darf. Die wenigen ausl√§ndischen Journalisten kommen nur „auf Einladung regierungsnaher Strukturen“ offiziell ins Land. Da unabh√§ngiger Journalismus nicht m√∂glich ist, muss die japanische Zeitung Rimjin-gang auf Nordkoreaner zur√ľckgreifen, die Informationen heimlich und unter hohem Risiko aus dem Land schmuggeln, welche dann √ľber China weitergeleitet werden.

Die starke Isolation und restriktive Informationspolitik des Landes f√∂rdert die Bildung von Ger√ľchten und Spekulationen im Ausland. So berichtete die BBC im M√§rz 2014 von einer angeblichen Vorschrift, wonach ein Teil der Bev√∂lkerung die Frisur Kim Jong-uns zu tragen habe. Die Meldung geht auf eine Ver√∂ffentlichung des US-amerikanischen Senders Radio Free Asia zur√ľck und wurde danach von zahlreichen Medien √ľbernommen. Beobachtungen von Informanten des auf Nordkorea spezialisierten Onlineportals NK News konnten die Meldung jedoch nicht best√§tigen. Ein Friseursalon, den ein ZDF-Team im Jahr 2017 besuchen konnte, um den Alltag des Volkes zu dokumentieren, bot 18 Frisuren f√ľr Frauen und 10 f√ľr M√§nner an, womit die B√ľrger die Verbundenheit mit dem Staat zum Ausdruck bringen. Es wurde im Verlauf der Reportage eine sehr vorsichtige und kontrollierte √Ėffnung des Landes festgestellt, jedoch bei strikter Isolation aller Ausl√§nder von Einheimischen, von wenigen arrangierten Kontakten mit ausgew√§hlten Gespr√§chspartnern abgesehen.

Im Jahr 2004 wurde ein Lesesaal des Goethe-Instituts in Pj√∂ngjang er√∂ffnet. Der Bestand umfasste neben deutscher Literatur vor allem praktische Fachb√ľcher von Medizin bis Bauingenieurwesen. Zus√§tzlich waren dort bis zum Jahr 2007 auch deutsche Zeitschriften und Zeitungen zug√§nglich. Ob es der nordkoreanischen Bev√∂lkerung tats√§chlich m√∂glich war, dieses Angebot anzunehmen, war allerdings von Anfang an umstritten. In den ersten drei Monaten des Jahres 2007 kamen etwa 50 Besucher in den Lesesaal; im November 2009 wurde er seitens des Goethe-Institutes geschlossen. Als Ursache wurden Vertragsverletzungen der nordkoreanischen Seite genannt, die den ungehinderten Zugang zur vorhandenen Literatur nur regimetreuen Kadern gew√§hrte. Im Oktober 2008 gelang es dem Deutschen Botschafter in Nordkorea, Thomas Sch√§fer, dass das v√∂lkerverbindende Projekt der United Buddy Bears im Stadtzentrum von Pj√∂ngjang mehr als drei Wochen ausgestellt werden konnte. Es war die erste √∂ffentliche Kunstausstellung aus dem Ausland, die f√ľr jedermann frei zug√§nglich war.

Medienberichten zufolge wurden Spiele der Fu√üball-Weltmeisterschaft 2006 im Koreanischen Zentralfernsehen gezeigt, jedoch nicht live. Spiele, die von Mannschaften feindlich angesehener Staaten gewonnen wurden, wurden nicht ausgestrahlt. Die Spiele der Fu√üball-Weltmeisterschaft 2010, f√ľr die sich die nordkoreanische Mannschaft qualifizieren konnte, wurden mithilfe der Asia-Pacific Broadcasting Union ausgestrahlt. Zuvor waren Verhandlungen mit der s√ľdkoreanischen Sendeanstalt SBS, die die Rechte f√ľr die gesamte Koreanische Halbinsel besitzt und 2006 die Bilder f√ľr Nordkorea lieferte, aufgrund von politischen Spannungen gescheitert. Die Aufzeichnung der ersten Partie gegen Brasilien wurde einen Tag sp√§ter ausgestrahlt. Das zweite Spiel gegen Portugal wurde live ausgestrahlt.

Internet

Nordkorea ist im Wesentlichen vom globalen Internet abgeschottet. Es ist aber anzunehmen, dass der Nomenklatura der Zugang zum Internet gew√§hrt wird. Etliche amtliche Stellen sowie Regierungsangestellte, Fremdenf√ľhrer und Studenten, mit denen westliche Besucher sich unterhalten d√ľrfen, haben E-Mail-Adressen bei Providern in China, die ein nordkoreanisch-chinesisches Gemeinschaftsunternehmen darstellen. Unter diesen sind sie auch aus dem Westen erreichbar, sofern der Absender zuvor bei offiziellen nordkoreanischen Stellen registriert wurde.

Es gibt ein landesweites Intranet namens Kwangmyong, das haupts√§chlich Betriebe, Beh√∂rden und Ministerien verbindet. In der Gro√üen Studienhalle des Volkes d√ľrfen westliche Besucher beobachten, wie Studenten √ľber dieses Intranet chatten. Zivile Nutzung durch Mitarbeiter der angeschlossenen Organisationen ist eingeschr√§nkt m√∂glich. Es soll jedoch die M√∂glichkeit geben, Kwangmyong √ľber Tablets via einer VPN-Anbindung zu nutzen. WLAN oder Bluetooth sind jedoch nicht vorhanden.

Der nordkoreanische Staat betreibt √ľber die Organisation Komitee f√ľr die friedliche Wiedervereinigung Koreas neben der Website Minjok Tongshin auch den Online-Dienst Uriminzokkiri, der Nachrichten auf koreanisch, englisch und russisch sowie Inhalte des nordkoreanischen Fernsehens auf YouTube bereitstellt.

Im September 2014 wurde es ausl√§ndischen Botschaften verboten, WLAN zu nutzen. Hintergrund dieser Aktion war, dass die Botschaften ihr WLAN nicht verschl√ľsselten, sodass es jedermann m√∂glich war, √ľber diese Netze im Internet zu surfen. Es wird vermutet, dass die Botschaften ihr WLAN absichtlich nicht verschl√ľsselten, um nordkoreanischen B√ľrgern einen Zugriff auf ausl√§ndische Websites zu erm√∂glichen. Angeblich sollen infolgedessen sogar die Wohnungspreise in direkter Nachbarschaft der Botschaften gestiegen sein.

Außenpolitik

In den ersten Jahren nach seiner Gr√ľndung f√ľhrte Nordkorea nur Beziehungen zu anderen kommunistischen Staaten. Eine au√üenpolitische √Ėffnung begann in den 1960er und 70er Jahren mit dem Beitritt zur Bewegung der Blockfreien Staaten und der Aufnahme von Beziehungen mit L√§ndern der Dritten Welt. Nach dem Kollaps der Nordkoreanischen Wirtschaft, aufgrund des Zusammenbruchs des Ostblocks am Anfang der 1990er Jahre, musste das Land wegen fehlender finanzieller Ressourcen einen Teil seiner Botschaften schlie√üen. Gleichzeitig nahm Nordkorea in dieser Zeit zum ersten Mal Beziehungen zu marktwirtschaftlichen Staaten der westlichen Welt auf.

Wegen seines Atomprogramms und der schweren Menschenrechtsverletzungen, die Nordkorea vorgeworfen werden, ist das Land weitgehend isoliert. Nordkorea selbst begr√ľndete sein Atomprogramm bisher als grundlegend f√ľr seine nationale Sicherheit und berief sich dabei auf seine nationale Souver√§nit√§t. Starke Beziehungen pflegt das Land noch mit Laos, Vietnam und Kambodscha in S√ľdostasien. Weitere L√§nder mit besseren Beziehungen zu Nordkorea sind Kuba, Venezuela, Russland und der Iran. Es gibt Berichte, dass der Iran und Nordkorea bei ihren jeweiligen Atomprogrammen kooperiert haben. Einziger nomineller Verb√ľndeter des Landes ist die Volksrepublik China. Es besteht in Nordkorea eine erdr√ľckende wirtschaftliche und politische Abh√§ngigkeit von China, denn der gr√∂√üte Teil des Au√üenhandels des Landes wird √ľber die chinesischen Grenze abgewickelt. In letzter Zeit k√ľhlten sich die Beziehungen jedoch deutlich ab aufgrund von wiederholten nordkoreanischen Raketentests. Im September 2017 stimmte China der UN-Sicherheitsratsresolution 2375 zu, mit der die wirtschaftlichen Sanktionen gegen das Land deutlich versch√§rft wurden.

Nordkorea ist neben Bhutan, Iran und Syrien eines der L√§nder, die keine offiziellen diplomatischen Beziehungen zu den Vereinigten Staaten unterhalten. Weitere L√§nder, mit denen das Land keine Beziehungen unterh√§lt oder die die Beziehungen abgebrochen haben, sind u. A. Argentinien, Botswana, Estland, Frankreich, Irak, Saudi-Arabien, Israel, Japan und Taiwan. Das Verh√§ltnis zu S√ľdkorea und Japan ist von erheblichen Spannungen gepr√§gt. Mit Japan sind die wiederholten Entf√ľhrungen japanischer Staatsb√ľrger und das Atomprogramm des Landes Streitpunkte. Die Qualit√§t der Beziehungen zum Bruderstaat S√ľdkorea schwankte in der Geschichte der beiden L√§nder sehr stark. Nach der Intensivierung des Atom- und Raketenprogramms Nordkoreas im Laufe des Jahres 2017 erreichten die Beziehungen zun√§chst einen absoluten Tiefpunkt und jegliche bilaterale Zusammenarbeit wurde suspendiert. Im Mai 2018 wurde jedoch bei einem Treffen von Kim Jong-un mit dem Pr√§sidenten S√ľdkoreas Moon Jae-in eine Ann√§herung der beiden L√§nder beschlossen. Ergebnisse des Treffens waren u. A. die Wiedereinf√ľhrung der gemeinsamen Koreanischen Zeit und der Beschluss, den nach wie vor herrschenden Kriegszustand zwischen beiden Staaten bis zum Ende des Jahres 2018 zu beenden.

Internationale Verträge

Nordkorea vereinbarte 1961 mit der Sowjetunion und der Volksrepublik China jeweils einen Freundschaftsvertrag, der gegenseitige milit√§rische und wirtschaftliche Hilfen umfasste. Russland k√ľndigte den Vertrag am 7. August 1996 kurz vor seinem Ablauf im September desselben Jahres und ersetzte ihn durch einen 2006 unterzeichneten Vertrag, der keine milit√§rische Beistandsklausel mehr enthielt. Der Vertrag mit der Volksrepublik China ist noch in Kraft, die gegenseitigen Verpflichtungen wurden jedoch verringert.

Am 17. September 1991 wurde Nordkorea Mitglied der Vereinten Nationen. Der Beitritt zum Atomwaffensperrvertrag erfolgte im Dezember 1985 und der Austritt im April 2003.

Anfang September 2012 wurde in Teheran ein wissenschaftliches und technologisches Kooperationsabkommen mit dem ebenfalls politisch isolierten Iran unterzeichnet. An dem Treffen zwischen Au√üenminister Pak Ui-chun und dem iranischen Forschungsminister Kamran Daneschdschu nahmen auch Kim Y√Ö¬Źng-nam und Mahmud Ahmadinedschad teil. Das Abkommen sieht die Errichtung gemeinsamer Labors, den Austausch wissenschaftlicher Arbeitsgruppen und Technologietransfers in den Bereichen Informationstechnik, Energie, Umwelt, Landwirtschaft und Ern√§hrung vor.

Militär

Konventionelle Streitkräfte

Laut nordkoreanischer Geschichtsschreibung wurde am 6. Juli 1932 von Kim Il-sung eine Koreanische Revolutionsarmee gegr√ľndet, um f√ľr eine Unabh√§ngigkeit Ch√Ö¬ćsens vom japanischen Kaiserreich zu k√§mpfen. Am 25. April 1932 erfolgte die Gr√ľndung einer Antijapanischen Partisanenvolksarmee (APVA), aus der im M√§rz 1934 die Koreanische Revolution√§re Volksarmee (KRVA) hervorging. Abgesehen von einem Angriff auf eine Polizeistation in Pochonbo am 4. Juni 1934, der propagandistisch als Schlacht √ľberh√∂ht wurde, ist die KRVA w√§hrend der Zeit, als Korea eine Provinz Japans war, nur in begrenztem Umfang in Erscheinung getreten. W√§hrend bis zum Anfang der 1960er Jahre die entscheidende Rolle der Sowjetarmee bei der Befreiung Koreas von der japanischen Kolonialherrschaft noch offiziell anerkannt wurde, hie√ü es sp√§ter in der Geschichtsschreibung Nordkoreas lange Zeit nur noch, die KRVA unter der F√ľhrung Kim Il-sungs h√§tte Korea befreit. Heute wird der Anteil der Sowjetarmee an der Befreiung Nordkoreas zumindest partiell wieder anerkannt.

Noch vor der Gr√ľndung der Volksrepublik am 9. September 1948 wurde bereits am 8. Februar 1947 die Koreanische Volksarmee (KVA) aufgestellt, die in den folgenden Jahren in gro√üem Umfang aufger√ľstet wurde. Die KVA umfasste zu dieser Zeit etwa 200.000¬†Soldaten. Ausbilder und Waffen kamen aus der Sowjetunion.

Die paramilitärischen Arbeiter-und-Bauern-Rotarmisten bestehen seit 1959.

Die Land- und die Luftstreitkr√§fte sind jeweils die zweitgr√∂√üten in Asien nach denen der Volksrepublik China. Insgesamt stehen st√§ndig mehr als eine Million Soldaten unter Waffen. Die Dienstzeit betr√§gt je nach Waffengattung drei bis sieben Jahre. Die Ausbildung wird von einer Indoktrination begleitet, die es jedem Soldaten der KVA zur heiligen Pflicht macht, f√ľr die Verteidigung der Volksrepublik und die Wiedervereinigung der Halbinsel und Befreiung S√ľdkoreas von den US-Truppen bis zum letzten Blutstropfen zu k√§mpfen. Die Waffen gelten aber weitgehend als veraltet, Probleme mit Ersatzteilen d√ľrften die Einsatzbereitschaft weiter begrenzen.

Neben den Hauptgegnern S√ľdkorea und dessen Verb√ľndeten USA ist vor allem Japan aufgrund seiner fr√ľheren Kolonialpolitik von 1910 bis 1945 ein wesentlicher Teil des Feindbildes der Koreanischen Volksarmee.

Atomwaffen- und Raketenprogramm

Etwa seit der Jahrtausendwende stand Nordkorea wegen des Streits um sein Atomwaffenprogramm im Blickpunkt der Welt√∂ffentlichkeit. Nach eigenen Angaben verf√ľgt der Staat √ľber mehrere einsatzbereite Atombomben. Eine zurzeit in Nordkorea in Entwicklung befindliche Interkontinentalrakete des Typs Taepodong-2 soll, mit einem Atomsprengkopf best√ľckt, die Westk√ľste der USA erreichen k√∂nnen.

Nach eigenen Angaben hat Nordkorea am 9. Oktober 2006 erstmals einen unterirdischen Atomtest erfolgreich durchgef√ľhrt. Messungen russischer und s√ľdkoreanischer Experten best√§tigten die Meldung, dass eine Sprengung durchgef√ľhrt wurde. Ob es sich um eine atomare oder eine konventionelle Sprengung handelte, ist jedoch noch nicht vollst√§ndig gekl√§rt. Am 10. Oktober 2006 zitierte S√ľdkoreas Nachrichtenagentur Yonhap einen nordkoreanischen Regierungsmitarbeiter: „Wir hoffen, dass die Lage gekl√§rt ist, bevor es zu einem ungl√ľcklichen Zwischenfall kommt und wir eine Atomrakete abfeuern“, was als indirekte Drohung gesehen wird.

Im Oktober 2007 begann Nordkorea mit US-amerikanischen und weiteren internationalen Experten seine Atomanlagen zu zerst√∂ren. Als Gegenleistung wurden Wirtschaftshilfen und weitere Hilfsma√ünahmen f√ľr die Bev√∂lkerung gew√§hrt. Nachdem am 27. Juni 2008 der K√ľhlturm des Atomreaktors Ny√Ö¬Źngby√Ö¬Źn gesprengt wurde, k√ľndigte der US-Pr√§sident George W. Bush die Aufhebung von Handelssanktionen an und lie√ü Nordkorea von der Liste der den Terror unterst√ľtzenden Staaten l√∂schen.

Im Februar 2013 f√ľhrte Nordkorea erneut einen Atomtest durch, der international auf starke Kritik stie√ü. Anfang M√§rz 2013 drohte Kim Jong-un mit einem pr√§ventiven Atomschlag gegen die USA, falls die UN-Sanktionen weiter verst√§rkt w√ľrden. Letzteres geschah jedoch wie erwartet am 7. M√§rz 2013. Am Abend des 5. Januars 2016 meldete Nordkorea den erfolgreichen Test einer Wasserstoffbombe. Kurz darauf, am 8. Februar 2016, gelang Nordkorea der Start einer Langstreckenrakete, mit der ein Satellit in den Orbit gebracht wurde. Experten und internationale Beobachter gingen jedoch davon aus, dass der Zweck des Abschusses der Test von Raketentechnologie war, um eine einen Atomsprengkopf tragende Rakete zu entwickeln, mit der die Vereinigten Staaten von Amerika erreicht werden k√∂nnen. Am 9. April 2016 wurde ein Booster f√ľr die Interkontinentalraketen (ICBM) vom Typ KN-14 erfolgreich getestet.

Die Entwicklungen, die das nordkoreanische Raketenprogramm hervorbrachte, machten von 2013 bis 2017 eine Reihe von technologischen Spr√ľngen, von denen Experten √ľberzeugt sind, dass sie auf Basis ausl√§ndischer Entwicklungen erfolgt sein m√ľssen. Im Juli 2017 wurde mit der Hwasong-14 mit 3400 Meilen Reichweite die erste echte Interkontinentalrakete Nordkoreas erprobt. Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen verh√§ngte anschlie√üend im September 2017 weitere Sanktionen. Als Resultat der Raketentests drosselte die Volksrepublik China die Ausfuhr von Diesel und Benzin nach Nordkorea, so dass angenommen wird, der einzig verbliebene Lieferant seien Tanker, die aus der Russischen F√∂deration, von Wladiwostok aus, Nordkoreanische H√§fen mit Treibstoff versorgten, ohne internationale Gew√§sser zu befahren. Wenig sp√§ter wurden jedoch chinesische Schiffe von US-Spionagesatelliten erfasst, wie sie in etwa 30¬†F√§llen in einer Spanne zwischen Oktober und Dezember 2017 Treibstoff auf See an nordkoreanische Schiffe abgaben.

Am¬†29. November 2017 wurde von Nordkorea eine Rakete vom Typ Hwasong-15 gestartet. Pj√∂ngjang erkl√§rte, dass diese Rakete das ganze Festland der USA erreichen k√∂nne. Der amerikanische Raketenexperte Lance Gatling sagte dazu: „Bisher haben die Nordkoreaner nur gezeigt, dass sie den Pazifik treffen k√∂nnen“.

Am 20. April 2018 erkl√§rte Nordkorea, dass es niemals Atomwaffen einsetzen werde, es sei denn, es best√ľnde eine nukleare Bedrohung oder eine nukleare Provokation. Des Weiteren werde es keinen Transfer von Atomwaffen oder entsprechender Technologie geben. Alle interkontinentalen Langstreckenraketentests w√ľrden ab dem 21. April 2018 eingestellt, da die Realisierung des Atomwaffenprogramms erfolgreich abgeschlossen sei.

Verwaltungsgliederung

Nordkorea gliedert sich in neun Provinzen sowie drei besondere Verwaltungsregionen. Pjöngjang wird direkt von der Regierung verwaltet.

Provinzen

  • Chagang-do (√¨Ň嬟√™¬į‚ÄĘ√꬏‚Äě; √¶‚ĶňÜ√¶¬ĪŇł√©¬Ā‚Äú)
  • Hamgy√Ö¬Źng-pukto (√≠‚Äʬ®√™¬≤¬Ĺ √ę¬∂¬Ā√꬏‚Äě; √•‚Äô¬ł√©¬Ź¬°√•Ňí‚ÄĒ√©¬Ā‚Äú)
  • Hamgy√Ö¬Źng-namdo (√≠‚Äʬ®√™¬≤¬Ĺ √ę‚Äö¬®√꬏‚Äě; √•‚Äô¬ł√©¬Ź¬°√•¬ć‚ÄĒ√©¬Ā‚Äú)
  • Hwanghae-pukto (√≠‚ĄĘ¬©√≠‚Äʬī √ę¬∂¬Ā√꬏‚Äě; √©¬Ľ∆í√¶¬Ķ¬∑√•Ňí‚ÄĒ√©¬Ā‚Äú)
  • Hwanghae-namdo (√≠‚ĄĘ¬©√≠‚Äʬī √ę‚Äö¬®√꬏‚Äě; √©¬Ľ∆í√¶¬Ķ¬∑√•¬ć‚ÄĒ√©¬Ā‚Äú)
  • Kangw√Ö¬Źn-do (√™¬į‚ÄĘ√¨‚Äļ¬ź√꬏‚Äě; √¶¬ĪŇł√•ŇĹŇł√©¬Ā‚Äú)
  • P’y√Ö¬Źngan-pukto (√≠¬Ź‚Äį√¨‚ÄĘňÜ √ę¬∂¬Ā√꬏‚Äě; √•¬Ļ¬≥√•¬ģ‚Äį√•Ňí‚ÄĒ√©¬Ā‚Äú)
  • P’y√Ö¬Źngan-namdo (√≠¬Ź‚Äį√¨‚ÄĘňÜ √ę‚Äö¬®√꬏‚Äě; √•¬Ļ¬≥√•¬ģ‚Äį√•¬ć‚ÄĒ√©¬Ā‚Äú)
  • Ryanggang-do (√ęŇł‚Äį√™¬į‚ÄĘ√꬏‚Äě; √•‚Ķ¬©√¶¬ĪŇł√©¬Ā‚Äú)

Besondere Verwaltungsregionen

  • Industrieregion Kaes√Ö¬Źng (Kaes√Ö¬Źng Kong-√Ö¬Źp Chigu; √™¬įŇď√¨‚Äě¬Ī √™¬≥¬Ķ√¨‚ÄĒ‚Ķ √¨¬ß‚ā¨√™¬Ķ¬¨; √©‚Äď‚ÄĻ√•ŇłŇĹ√•¬∑¬•√¶¬•¬≠√•Ňď¬į√•¬ć‚ā¨)
  • Touristenregion K√Ö¬≠mgang-san (K√Ö¬≠mgang-san Kwanwang Chigu; √™¬łňÜ√™¬į‚ÄĘ√¨‚Äö¬į √™¬ī‚ā¨√™¬ī‚Äė √¨¬ß‚ā¨√™¬Ķ¬¨; √©‚Ä°‚Äė√•‚Äį‚Äļ√•¬Ī¬Ī√®¬ß‚ā¨√•‚Ķ‚Äį√•Ňď¬į√•¬ć‚ā¨)
  • Besondere Verwaltungsregion Sin√Ö¬≠iju (Sin√Ö¬≠iju T’√Ö¬≠kby√Ö¬≠l Haengj√Ö¬Źnggu; √¨‚ÄĻ¬†√¨¬Ěňú√¨¬£¬ľ √≠҆¬Ļ√ę¬≥‚Äě √≠‚Äď‚Äį√¨¬†‚ÄĘ√™¬Ķ¬¨; √¶‚Äď¬į√߬嬩√•¬∑Ňĺ√ß‚Äį¬Ļ√•ňܬ•√®¬°Ňí√¶‚Ä̬Ņ√•¬ć‚ā¨)

Besondere Städte

  • Namp’o (Namp’o T'√Ö¬≠kpy√Ö¬Źlsi; √ę‚Äö¬®√≠¬Ź¬¨ √≠҆¬Ļ√ę¬≥‚Äě√¨‚ÄĻŇď; √•¬ć‚ÄĒ√¶¬Ķ¬¶√ß‚Äį¬Ļ√•ňܬ•√•¬ł‚Äö)
  • Ras√Ö¬Źn (Ras√Ö¬Źn T’√Ö¬≠kpy√Ö¬Źlsi; √ę¬Ě¬ľ√¨‚Ä쬆 √≠҆¬Ļ√ę¬≥‚Äě√¨‚ÄĻŇď; √߬ĺ‚Ķ√•‚ĶňÜ√ß‚Äį¬Ļ√•ňܬ•√•¬ł‚Äö)

Städte unter direkter Verwaltung der Regierung

  • Pj√∂ngjang (P’y√Ö¬Źng-yang Chik’alshi; √≠¬Ź‚Äį√¨‚Äď‚Äė √¨¬ß¬Ā√≠‚Äʬ†√¨‚ÄĻŇď; √•¬Ļ¬≥√•¬£¬§√ß‚Äļ¬ī√®¬Ĺ‚Äě√•¬ł‚Äö)
  • fr√ľhere:
    • Ras√Ö¬Źn (Rajin-S√Ö¬Źnbong) (Ras√Ö¬Źn Chik’alshi; √ę¬Ě¬ľ √¨‚Ä쬆 (√ę¬Ě¬ľ√¨¬ß‚Äě-√¨‚Ä쬆√ę¬ī‚Äį) √¨¬ß¬Ā√≠‚Äʬ†√¨‚ÄĻŇď; √߬ĺ‚Ķ√•‚ĶňÜ (√߬ĺ‚Ķ√¶¬ī¬•-√•‚ĶňÜ√©‚ÄĻ‚Äô) √ß‚Äļ¬ī√®¬Ĺ‚Äě√•¬ł‚Äö)

Infrastruktur

Verkehr

Das Verkehrsnetz ist vor allem auf die Bed√ľrfnisse des Milit√§rs ausgerichtet, so finden sich zum Beispiel in Grenzregionen riesige Betons√§ulen neben der Stra√üe, die im Bedarfsfall als Panzersperre auf die Stra√üe gekippt werden k√∂nnen.

Der Hauptverkehrstr√§ger ist die nordkoreanische Bahn. Sie leidet jedoch h√§ufig an dem Energiemangel des Landes, so kommt es vor, dass E-Loks auf freier Strecke halten m√ľssen, da die Oberleitung nicht gen√ľgend Spannung f√ľhrt. Regelm√§√üige Fernzugverbindungen von Pj√∂ngjang aus bestehen nach Peking (√ľber Shenyang) und Moskau (√ľber Shenyang oder Ussurijsk). Im Mai 2007 √ľberquerten erstmals seit Jahrzehnten wieder Eisenbahnz√ľge die innerkoreanische Grenze. Einen regelm√§√üigen Personenzugverkehr zwischen Nord- und S√ľdkorea lehnt der Norden jedoch ab. Russland bef√ľrwortet den Anschluss der sogenannten Transkoreanischen Eisenbahnmagistrale, die die Koreanische Halbinsel in Nord-S√ľd-Richtung durchquert, an die Transsibirische Eisenbahn. Die so entstehende Verbindung zwischen S√ľdkorea und Europa w√ľrde im G√ľterverkehr (auch in Bezug auf den japanischen Markt) eine Alternative zum zeitaufw√§ndigeren Schiffsweg bilden.

Zwischen W√Ö¬Źnsan und Niigata in Japan bestand bis Juli 2006 eine unregelm√§√üige F√§hrverbindung, deren Benutzung Staatsb√ľrgern Nordkoreas und Japans vorbehalten war. Auf der Linie verkehrte das 1992 mit Mitteln der Ch’ongry√Ö¬Źn gebaute Schiff Mangyongbyong-92. Nach den von Japan als unfreundlicher Akt verstandenen Raketentests verbot Japan der F√§hre dauerhaft das Einlaufen in seine H√§fen.

Von Pj√∂ngjang f√ľhren Autobahnen nach Nordosten, nach Osten (W√Ö¬Źnsan), nach S√ľden (Kaes√Ö¬Źng) und nach Westen (Namp’o), jedoch hat der motorisierte Individualverkehr in Nordkorea keine Bedeutung.

Bei Pj√∂ngjang befindet sich der internationale Flughafen Sunan. Regelm√§√üige internationale Passagier-Flugverbindungen der staatlichen Fluggesellschaft Air Koryo bestehen jedoch lediglich nach Peking, Shanghai und Shenyang in China, Bangkok in Thailand sowie nach Wladiwostok. Inlandsfl√ľge sind z.¬†B. zum Flughafen Ch’√Ö¬Źngjin m√∂glich.

Am 22. April 2004 ereignete sich ein gro√ües Zugungl√ľck bei Ryongch√Ö¬Źn. Bei der Katastrophe in der an der Grenze zur Volksrepublik China gelegenen Stadt wurden laut der chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua mindestens 161¬†Menschen get√∂tet und etwa 1300 verletzt.

Es gibt zwei Stra√üenbahnnetze; die Stra√üenbahn Pj√∂ngjang und die Stra√üenbahn Ch’√Ö¬Źngjin. Das gr√∂√üte Busnetz bildet der Oberleitungsbus Pj√∂ngjang.

Gesundheit

In einem im Juli 2010 ver√∂ffentlichten Bericht wies Amnesty International auf die prek√§re Situation des nordkoreanischen Gesundheitssystems hin. So seien die Krankenh√§user des Landes unzureichend ausgestattet und die hygienischen Zust√§nde katastrophal. Medikamente sind kaum erh√§ltlich und m√ľssen auf den M√§rkten gekauft werden, mangels Bet√§ubungsmittel m√ľssen Operationen und Amputationen teilweise ohne Narkose durchgef√ľhrt werden. Obwohl die √§rztliche Versorgung offiziell kostenlos ist, verlangen √Ąrzte Gegenleistungen f√ľr ihre Behandlungen. Eine 2015 von s√ľdkoreanischen Wissenschaftlern durchgef√ľhrte Studie √ľber die Gesundheitsaufzeichnungen von nordkoreanischen √úberl√§ufern in der Zeit zwischen 2006 und 2014 in einem Krankenhaus in Cheonan ergab, dass diese im Vergleich zu S√ľdkoreanern h√§ufiger unter chronischer Hepatitis B und C sowie Tuberkulose und parasit√§ren Infektionen litten. Als Grund f√ľr die hohe Pr√§valenz parasit√§rer Infektionen kann angef√ľhrt werden, dass in der Landwirtschaft mangels chemischer D√ľnger auf unbehandelten menschlichen Kot zur√ľckgegriffen wird (siehe auch Kot#Medizinische Bedeutung). Die Lebenserwartung in Nordkorea liegt jedoch im Vergleich zu anderen Staaten mit √§hnlichem Pro-Kopf-Einkommen √ľber dem Durchschnitt. Aufgrund des gro√üen gesundheitlichen Gef√§lles k√∂nnten sich im Falle einer Wiedervereinigung enorme Gesundheitsprobleme etablieren.

Energie

Das Kohlekraftwerk Pukchang ist, gefolgt vom Kraftwerk Pj√∂ngjang, der gr√∂√üte Elektrizit√§tslieferant Nordkoreas. Ferner verf√ľgt das Land √ľber mehrere Wasserkraftwerke. Der Bau des Kernkraftwerks K√Ö¬≠mho n√∂rdlich von Sinpo wurde 2003 eingestellt. Die Stromerzeugung in Nordkorea ist st√∂rungsanf√§llig.

Zeitzone

Im August 2015 (zum 70. Jahrestag der Unabh√§ngigkeit von Japan) stellte Nordkorea auf eine neue Zeitzone UTC+8,5 um. Bisher hatten Japan, S√ľd- und Nordkorea dieselbe Zeit UTC+9, die w√§hrend der japanischen Kolonialherrschaft in Korea (1910–1945) eingef√ľhrt worden war.

Zum 5. Mai 2018 wurde diese √Ąnderung jedoch wieder r√ľckg√§ngig gemacht, so dass Nord- und S√ľdkorea wieder in der gleichen Zeitzone liegen.

Internetanbindung

Das Projekt 38 North des US-Korea-Instituts der Johns-Hopkins-Universit√§t berichtete, dass ab 1. Oktober 2017 eine weitere Internetanbindung √ľber den russischen Telekomkonzern TransTeleCom eingerichtet wurde. Zuvor war Nordkorea nur √ľber einen einzigen Knoten √ľber das staatliche chinesische Telekomunternehmen China Unicom mit dem Internet verbunden. Nordkorea wird f√ľr verschiedene Cyberangriffe verantwortlich gemacht, „darunter die auf Sony Pictures, Banken und die WannaCry-Attacke. Die Regierung in Pj√∂ngjang weist die Vorw√ľrfe zur√ľck“.

Wirtschaft

Planwirtschaft

Nordkorea besitzt eine straff zentralisierte Planwirtschaft, die im Rahmen der vorherrschenden Chuch’e-Ideologie √ľber Jahrzehnte auf Autarkie ausgerichtet wurde. Alle Hauptindustrien sowie die Landwirtschaft befinden sich in staatlicher Hand. Das Hauptaugenmerk der Pj√∂ngjanger F√ľhrung liegt nach wie vor auf der milit√§risch bedeutsamen Schwerindustrie, zugunsten derer insbesondere die Produktion von Konsumg√ľtern und die Landwirtschaft stark vernachl√§ssigt werden. Die Vereinten Nationen sch√§tzen, dass das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf Nordkoreas mit 600 USD nur ein Vierzigstel des Bruttoinlandsproduktes pro Kopf S√ľdkoreas betr√§gt. Die CIA sch√§tzt die Arbeitslosenquote 2013 auf 25,6¬†%. 2008 arbeiteten 37¬†% aller Arbeitskr√§fte in der Landwirtschaft und 63¬†% im Dienstleistungssektor oder in der Industrie. Die Gesamtzahl der Besch√§ftigten wird f√ľr 2017 auf 14 Millionen gesch√§tzt.

Laut dem Index f√ľr wirtschaftliche Freiheit hat das Land 2017 die unfreieste Wirtschaft der Welt.

Der Verlust der einstigen Handelspartner im Ostblock hat zu einem weitgehenden Zusammenbruch der Wirtschaft des Landes gef√ľhrt. Aufgrund ausstehender Kredite in H√∂he von etwa 12,9¬†Milliarden US-Dollar werden B√ľrgschaften nordkoreanischer Banken international nicht anerkannt, was den Au√üenhandel stark erschwert. Zur Ern√§hrung seiner Bev√∂lkerung ist Nordkorea auf Lebensmittellieferungen ausl√§ndischer Hilfsorganisationen angewiesen. Die Unterst√ľtzung in Form von Nahrungsmitteln und √Ėl durch die Vereinten Nationen wurde allerdings verringert, nachdem Nordkorea die Einstellung seines Atomwaffenprogramms verweigerte. Zudem hat sich seit den 1990er Jahren in Folge der Krise ein Schwarzmarkt, in Medien Jangmadang genannt, gebildet, um die Versorgung zu gew√§hrleisten. Diese informellen M√§rkte werden weitgehend geduldet und unterliegen kaum einer Reglementierung. W√§hrend sich die M√§rkte anfangs aus Not entwickelten, versuchte Nordkorea sp√§ter, die M√§rkte offiziell ins Wirtschaftssystem zu integrieren und Steuern zu erheben. Durch die Jangmadangs kommen √ľber China verschiedene Produkte und Kulturg√ľter nach Nordkorea und werden frei gehandelt.

Ab 2001 unternahm die Regierung aufgrund der angespannten Versorgungssituation Versuche, die Wirtschaft in marktwirtschaftliche Richtung zu reformieren. Diese Reformen (1. Juli-Ma√ünahmen) wurden aber sp√§testens seit 2005 weitgehend r√ľckg√§ngig gemacht. Bis zum 100. Geburtstag von Kim Il-sung im Jahr 2012 wollte die Regierung die Konsum-M√§rkte, die sich w√§hrend der Hungerjahre als √úberlebensmechanismen parallel zur Planwirtschaft ausgebildet hatten, wieder abschaffen. Es ist heute schon streng untersagt, Getreide auf solchen M√§rkten zu verkaufen, und neuerdings will die Regierung auch den freien Handel mit Industrieg√ľtern einschr√§nken. Allerdings bekundet die Regierung erhebliche Schwierigkeiten, die daf√ľr erlassenen Vorschriften auch durchzusetzen. Im Zuge der Marktreformen von 2001 versuchte die Regierung auch durch Joint-Ventures (siehe auch Pyeonghwa Motors) und die Einrichtung von Sonderwirtschaftszonen (siehe auch Verwaltungsregion Sin√Ö¬≠iju), ausl√§ndische Investoren ins Land zu locken. Durch diese Ma√ünahmen in Verbindung mit √§u√üerst geringen Lohnkosten gelang es der Regierung, den Au√üenhandel, insbesondere mit der Volksrepublik China und S√ľdkorea, stark zu steigern.

Es gibt Berichte, nach denen das SEK-Trickfilmstudio in Pj√∂ngjang Auftragsarbeiten f√ľr westliche Studios √ľbernimmt; es soll unter anderem an den Filmen Der K√∂nig der L√∂wen und Pocahontas mitgearbeitet haben. Weitere Trickfilmstudios √ľbernehmen regelm√§√üig Auftragsarbeiten f√ľr franz√∂sische und italienische Studios.

Das Vinalon-Werk 8. Februar und das Vinalon-Werk Sunch’√Ö¬Źn sind die weltweit einzigen Produzenten der Chemiefaser Vinalon.

Tourismus

F√ľr den Tourismus nach Nordkorea ist die staatliche Tourismusorganisation (Ryohaengsa) zust√§ndig, √ľber die jede Reise gebucht werden muss. Jede Reisegruppe und auch Alleinreisende werden permanent von zwei Reiseleitern begleitet, die in der Regel die Muttersprache der jeweiligen Touristen sprechen. Das Reiseprogramm wird vorher festgelegt, spontane √Ąnderungen sind kaum m√∂glich. Nach M√∂glichkeit wird jeder Kontakt zur einheimischen Bev√∂lkerung unterbunden. Die meisten Touristen kommen aus China und Japan, w√§hrend Touristen aus westlichen L√§ndern in Nordkorea noch relativ selten sind – 2011 besuchten etwa 5000 bis 6000 Touristen aus Westeuropa das Land. Nordkorea kann ganzj√§hrig bereist werden. F√ľr B√ľrger S√ľdkoreas allerdings besteht nur f√ľr den Besuch des Arirang-Festivals die M√∂glichkeit, ein Visum f√ľr Nordkorea zu erlangen.

Seit 1982 gibt es speziell f√ľr Touristen in Pj√∂ngjang mit dem Kaufhaus Nr. 1 ein eigenes Warenhaus.

Die Einfuhr von Handys war bis zum 7. Januar 2013 verboten. Entsprechende Ger√§te mussten bei Einreise abgegeben werden und wurden dem Eigent√ľmer erst bei Ausreise wieder ausgeh√§ndigt.

Im K√Ö¬≠mgangsan-Gebirge gibt es einige touristische Anlagen, die vom Hyundai-Konzern gebaut wurden und betrieben werden. Reisen dorthin sind nur in organisierten Gruppen von S√ľdkorea aus m√∂glich (siehe auch Touristenregion K√Ö¬≠mgang-san). 2007 konnten erstmals s√ľdkoreanische Busreisegruppen die Stadt Kaes√Ö¬Źng besuchen. In Masik im Norden der Provinz Kangw√Ö¬Źn-do wurde Anfang 2014 ein Wintersportgebiet er√∂ffnet, das vorgeblich auch Touristen zug√§nglich gemacht werden soll.

National und international gibt es mehrere Reiseunternehmen, die Reisen nach Nordkorea anbieten.

Seit August 2017 d√ľrfen B√ľrger der Vereinigten Staaten nach einem Beschluss von US-Pr√§sident Donald Trump nicht mehr nach Nordkorea einreisen. Ausgenommen sind US-B√ľrger, die zus√§tzlich einen ausl√§ndischen, f√ľr Nordkorea g√ľltigen Reisepass besitzen.

Staatshaushalt

Angaben zum Staatshaushalt h√§lt Nordkorea geheim, dadurch existieren keine zuverl√§ssigen Zahlen. Die Kosten der Aufrechterhaltung der aus 1,2¬†Millionen Soldaten bestehenden Armee wirken sich √§u√üerst negativ auf die wirtschaftliche Entwicklung aus. Nach offiziellen nordkoreanischen Angaben liegen die Ausgaben des Staatshaushaltes f√ľr das Milit√§r f√ľr das Jahr 2014 bei 15,9¬†Prozent. Im M√§rz 2016 wurde berichtet, dass, nach Angaben von √úberl√§ufern, die nordkoreanischen Diplomaten nicht ausreichend bezahlt w√ľrden, viele nicht krankenversichert und das Erzielen von Nebenverdiensten, auch durch Waffenhandel, erforderlich seien, auch w√ľrden Botschaftsr√§ume vermietet. Im September 2012 gab das russische Finanzministerium bekannt, dass es Nordkorea 90¬†Prozent seiner noch aus der Zeit der Sowjetunion stammenden Schulden in H√∂he von umgerechnet insgesamt elf Milliarden US-Dollar erlasse und der Rest im Rahmen einer Umschuldung in Bildungs-, Gesundheits- und Energieprojekte investiert w√ľrde.

Währung

Die Zentralbank der Demokratischen Volksrepublik Korea gibt den Nordkoreanischen Won aus.

Telekommunikation

Mobiltelefonie ist unter gewissen Einschr√§nkungen seit 2002 m√∂glich. Es gab zwei Mobilfunknetze: Koryolink und SunNet. SunNet wurde jedoch bereits 2010 zugunsten Koryolinks wieder geschlossen. Gesch√§tzt 14.000 Nordkoreaner oder 0,1¬†% der Bev√∂lkerung nutzten 2016 das Internet. Freien Zugang zum weltweiten Internet haben nur wenige Tausend Menschen, √ľberwiegend hohe Regierungsmitarbeiter. „Der √ľbrigen Bev√∂lkerung steht √ľber wenige PCs in Internetcaf√©s und Universit√§ten ein stark zensiertes, landeseigenes Intranet zur Verf√ľgung. F√ľr die gesamte Bev√∂lkerung existieren gerade einmal 1024 IP-Adressen.“ Alle ausl√§ndischen Websites sind darin gesperrt.

Kultur

Die nordkoreanische Kultur ist von der Verherrlichung des verstorbenen Vaters des gegenw√§rtigen Diktators Kim Jong-un, Kim Jong-il und dessen Vaters Kim Il-sung gepr√§gt. Typisch sind Milit√§rparaden und Massengymnastiken, an denen Tausende von Menschen mitwirken. Hierbei soll die unersch√ľtterliche Treue und Opferbereitschaft f√ľr die Staatsf√ľhrung beschworen werden. In diesem Zusammenhang ist das Arirang-Festival zu nennen, das j√§hrlich zur Feier des Geburtstages Kim Il-sungs (15. April) veranstaltet wird. Es dauert jeweils zwei Monate und beginnt mit einer Er√∂ffnungsfeier im R√Ö¬≠ngnado-1.-Mai-Stadion in Pj√∂ngjang.

Im Juli 1989 wurden die 13. Weltfestspiele der Jugend und Studenten in Pjöngjang abgehalten, an denen rund 10.000 Jugendliche aus 177 Staaten sowie mehrere internationale Organisationen teilnahmen.

Nach dem Tod Kim Il-sungs wurde in Nordkorea offiziell der nach der Staatsideologie benannte Chuch’e-Kalender eingef√ľhrt. Er unterscheidet sich vom Gregorianischen Kalender durch die Jahresz√§hlung, die mit dem Geburtsjahr des Staatsgr√ľnders 1912 beginnt. Das Jahr 2020 ist somit das Jahr Chuch’e 109, wobei in der Regel beide Jahreszahlen angegeben werden, also etwa „Juche 109 (2020)“

Nationale Feier- und Gedenktage

Bibliothekswesen

Es soll 15.000 Bibliotheken in Nordkorea geben. Jede Kommune ist verpflichtet, neben der alltäglichen Grundversorgung auch Bibliotheken einzurichten.

Allerdings gibt es keine bibliothekarische Ausbildung. Die √úbernahme einer Bibliotheksleitung, zumindest einer Hochschulbibliothek, setzt ein Hochschulstudium voraus. Eine Initiative des Goethe-Instituts versucht seit Mai 2005, dem Land zu einer qualifizierten Ausbildungsst√§tte f√ľr Bibliothekare zu verhelfen.

Die Nationalbibliothek in Pj√∂ngjang nennt sich Gro√üe Studienhalle des Volkes und ist eine Mischung aus Bibliothek und Volkshochschule. Sie soll 30¬†Millionen Medieneinheiten beherbergen. Zu besichtigen sind zahlreiche spezialisierte Leses√§le sowie H√∂rs√§le, Sprachlabore und Einrichtungen f√ľr die Produktion von Fernlehrmaterialien.

Musik

Das Nationale Sinfonieorchester der KDVR wurde aus dem 1950 bis 1953 bestehenden Orchester der Volksarmee gebildet und hat heute etwa 120¬†Mitglieder. Es wird von Kim Byong-hwa (* 1936) geleitet. W√§hrend zun√§chst viele der Musiker in der Sowjetunion und Osteuropa ausgebildet worden waren, hat die j√ľngere Generation vor allem an der Musikhochschule von Pj√∂ngjang studiert. Die wenigen au√üerhalb Nordkoreas erh√§ltlichen Aufnahmen zeigen durchgehend ein den Ma√üst√§ben internationaler Spitzenorchester entsprechendes Niveau. Das Repertoire der nordkoreanischen Orchester besteht aus Kompositionen bekannter europ√§ischer Komponisten der klassischen und romantischen Epoche, unter anderem auch Schostakowitsch und Prokofjew und vor allem zeitgen√∂ssischer nordkoreanischer Musik, die sich durchgehend am Sozialistischen Realismus orientiert und stark von koreanischer Volksmusik beeinflusst ist. Beliebt ist die Integration von Folkloreinstrumenten in den klassischen Klangk√∂rper. Bei vielen nordkoreanischen Kompositionen wird das Nationale Sinfonieorchester als Autor angegeben. Beinahe alle Kompositionen haben programmatische Titel und beziehen sich oft auch auf aktuelle politische oder gesellschaftliche Ereignisse. Einer der wenigen namentlich bekannten Komponisten ist Choe Song-hwan. Ein besonderes Ansehen genie√üt der deutsch-koreanische Komponist Yun Isang (Isang Yun) (1917–1995), nach dem auch zahlreiche kulturelle Institutionen benannt sind.

Ein weiteres bekanntes Orchester ist das Yun I Sang Philharmonic Orchestra, das von Kim Il-jin (* 1956) dirigiert wird.

Literatur

Über nordkoreanische Belletristik ist wenig bekannt. Anders als in anderen Staaten des sozialistischen Systems konnte in Nordkorea der Sozialistische Realismus in der Literatur nicht nachhaltig Fuß fassen. Dies hängt einerseits damit zusammen, dass der alles beherrschende Personenkult der Belletristik ohnehin wenig Raum lässt Рder nordkoreanische Buchmarkt ist wie wohl kein anderer dominiert von politischer Propagandaliteratur Рund andererseits in Nordkorea kein solch markanter Bruch mit der Kultur der vorrevolutionären Zeit stattfand wie in anderen sozialistischen Ländern. Die existierende Belletristik ist somit eher von koreanischer Nationalkultur und Personenkult geprägt als vom (nationalitätslosen) Sozialistischen Realismus.

Eine herausragende Rolle in der nordkoreanischen Literatur der 1940er und 1950er Jahre spielte der Schriftsteller Han S√Ö¬Źrya (1900–1976), der als Proteg√© Kim Il-sungs zum wichtigsten nordkoreanischen Autor jener Zeit und zum Vorsitzenden des nordkoreanischen Schriftsteller- und K√ľnstlerverbandes wurde, bis er 1962 infolge einer Intrige abgesetzt und aus der Hauptstadt verbannt wurde. 1969 wurde er allerdings rehabilitiert und erschien sogar noch einmal auf der Mitgliedsliste des Zentralkomitees.

Bandi ist ein (mutma√ülich) nordkoreanischer Autor, dessen Sammlung von Erz√§hlungen mit dem Titel Gobal durch nordkoreanische Fl√ľchtlinge aus Nordkorea geschmuggelt worden sei. Der Band ist auf deutsch unter dem Titel Denunziation erschienen.

Bildende Kunst

Nordkoreanische Gegenwartskunst zeichnet sich durch den Einsatz traditioneller Arbeitsmethoden wie Tuschemalerei und Holzschnitt aus und ist international noch weitgehend unbeachtet.

Internationale Aufmerksamkeit erlangte ein großes Gemälde des Malers der Wellen Kim Song Gun, da es im Hintergrund eines Fotos von Bill Clintons Besuch bei Kim Jong-il im Jahre 2009 zu sehen war.

Eine handwerkliche Besonderheit stellen gestickte Bilder dar, die auf den ersten Blick kaum von Fotos zu unterscheiden sind.

Film

Da ausl√§ndische Kinofilme kaum in Nordkorea zu sehen sind (allenfalls einige ausgew√§hlte chinesische und in der Vergangenheit sowjetische Produktionen), kommt der heimischen Filmindustrie besondere Bedeutung zu. Verst√§rkt wird dies auch dadurch, dass der ehemalige Staatschef Kim Jong-il als ausgesprochener Liebhaber des Kinos galt. Wie das gesamte Spektrum der Kunst in Nordkorea befasst sich auch der Film oft mit propagandistischen Themen, sprich der Verherrlichung der beiden Kims, dem Aufbau des Chuch’e-Sozialismus und dem Kampf gegen die „amerikanischen Imperialisten“. Ein Film, der auch √ľber die Grenzen des Landes hinaus – zumindest unter Cineasten – einen gewissen Bekanntheitsgrad erlangt hat, ist Das Blumenm√§dchen von 1972, der auf dem 18. Internationalen Filmfestival Karlovy Vary mit einem Sonderpreis ausgezeichnet wurde.

Seit 1987 findet, nunmehr alle zwei Jahre, das Internationale Filmfestival von Pj√∂ngjang (ehemals Internationales Pj√∂ngjanger Filmfestival der Blockfreien und anderer Entwicklungsl√§nder) statt. Beim 9. Festival im September 2004 wurde unter anderem der Film Kick it like Beckham gezeigt. Bei beiden Vorf√ľhrungen befanden sich je etwa 2.000¬†Nordkoreaner im Kinosaal. Der Film wie auch die anderen internationalen Filme zog viele einheimische Besucher an. Von den 2006 gezeigten 73¬†Filmen waren neun chinesische, sieben deutsche, sechs √§gyptische, f√ľnf russische, vier britische und vier nordkoreanische Produktionen. Den Preis als bester Film erhielt Dennis Gansels Film Napola – Elite f√ľr den F√ľhrer. Spezialpreise erhielten auch der Er√∂ffnungsfilm Das Wunder von Bern von S√∂nke Wortmann und Marc Rothemunds Sophie Scholl – Die letzten Tage. Das letzte Filmfestival fand im September 2016 statt.

Architektur

Die nordkoreanische Architektur wird im Wesentlichen von zwei Faktoren bestimmt. Wie in den meisten sozialistischen bzw. ehemals sozialistischen L√§ndern findet man auch in Nordkorea vom in den 1960er Jahren einsetzenden pragmatischen Baustil gepr√§gte schlichte Hochbauten (Plattenbauten). Dies betrifft vor allem den Wohnungsbau. Repr√§sentative Bauten zeichnen sich dagegen durch ihre besondere Gr√∂√üe und Pracht aus. Im Gegensatz zu anderen sozialistischen L√§ndern sind diese Bauten in Nordkorea jedoch nicht immer vom Modernismus beeinflusst (wie etwa das Kory√Ö¬Ź-Hotel und das nicht vollendete Ryugy√Ö¬Źng-Hotel in Pj√∂ngjang), sondern in besonderer Weise von der traditionellen koreanischen Bauweise (Pagodenstil). Beispiele hierf√ľr sind etwa die Gro√üe Studienhalle des Volkes in Pj√∂ngjang und die Geb√§ude der so genannten Freundschaftsausstellung in den Myohyang-Bergen.

Sport

Die größte Sportveranstaltung des Landes ist das Arirang-Festival, ein von Massentänzen und Massengymnastiken geprägter Anlass, der im RÅ­ngnado-May-Day-Stadion ausgetragen wird.

Seit 1972 – mit Ausnahme der Spiele 1984 und 1988 – nimmt Nordkorea an den olympischen Sommerspielen teil. Insgesamt gewannen die Athleten des Landes 41 Medaillen, davon 10 Gold-, 12 Silber- und 19 Bronzemedaillen. Erfolgreichste Sportart ist Ringen mit neun Auszeichnungen f√ľr Nordkorea.

Im Fu√üball konnte das Land bisher einige Erfolge feiern. Die Nationalmannschaft der Herren qualifizierte sich f√ľr die Weltmeisterschaft 1966 und erreichte dort √ľberraschend das Viertelfinale. Nach 44-j√§hriger Pause gelang der Mannschaft die Teilnahme an der Weltmeisterschaft 2010 in S√ľdafrika, sie schied aber nach drei Niederlagen in der Gruppenphase gegen Brasilien (1:2), Portugal (0:7) und Elfenbeink√ľste (0:3) noch vor dem Achtelfinale aus. Die Nationalmannschaft der Damen ist eine etablierte Gr√∂√üe im asiatischen Frauenfu√üball, dreimal konnte die Auswahl des Landes bereits die Asienmeisterschaft gewinnen. Hinzu kommen die WM-Teilnahmen von 1999, 2003, 2007 und 2011. Mit den Jugendmannschaften wurden die Nordkoreanerinnen bereits 2006 (U-19) und 2008 (U-17) Weltmeister.

W√§hrend der Fu√üball-Weltmeisterschaft der Frauen 2011 wurde in Urinproben der nordkoreanischen Spielerinnen Song Jong-sun und Jong Pok-sim eine Substanz der Gruppe S1B (Steroidhormone) nachgewiesen. Der nordkoreanische Verband verzichtete auf eine Analyse der B-Probe, was Experten gemeinhin als Schuldeingest√§ndnis werten. Anschlie√üend wurde der komplette WM-Kader Nordkoreas zur Dopingkontrolle gebeten. Die FIFA teilte daraufhin mit, dass drei weitere nicht namentlich genannte Spielerinnen der Mannschaft Nordkoreas des Dopings √ľberf√ľhrt worden seien. Bei allen Sportlerinnen seien 14 unterschiedliche Steroide gefunden worden, wovon vier auf der Dopingliste st√ľnden. Die w√§hrend der WM des Dopings √ľberf√ľhrten nordkoreanischen Spielerinnen Jong Pok-sim, Hong Myong-hui, Ho Un-byol, Ri Un-hyang wurden von der FIFA am 25. August 2011 f√ľr 18¬†Monate sowie Song Jong-sun f√ľr 14¬†Monate gesperrt. Die √Ąrztin des nordkoreanischen Fu√üballverbands, Nam Jong-ae, wurde f√ľr sechs Jahre gesperrt. Dar√ľber hinaus wurde gegen den nordkoreanischen Fu√üballverband eine Geldstrafe von 400.000 US-Dollar verh√§ngt. Die Nationalmannschaft wurde von der WM 2015 in Kanada ausgeschlossen.

1995 wurde mit Collision in Korea erstmals ein Wrestlingevent veranstaltet. Seit 2011 wird auf dem Pyongyang Golf Complex jährlich ein Golfturnier namens DPRK Amateur Golf Open veranstaltet. Der Munsu Water Park wurde im November 2013 eröffnet.

Der niederländische Fußballtrainer Guus Hiddink baut seit Kurzem Futsal-Strukturen auf.

Eine in den 1990er Jahren in Tirol errichtete und 2014 abgebaute Gondelbahn des Herstellers Doppelmayr wurde – als Gebrauchtanlage √ľber China gehandelt – im nordkoreanischen Skigebiet Masik-Ryong aufgestellt, obwohl Doppelmayr entsprechende Anfragen aufgrund von Handelssanktionen abgelehnt hatte.

Siehe auch

  • Liste der Fernstra√üen in Nordkorea
  • Liste der Universit√§ten in Nordkorea

Literatur

Geschichte und Politik

in der Reihenfolge des Erscheinens

  • Ernst Kux/Joseph C. Kun: Die Satelliten Pekings. Nordvietnam-Nordkorea. W. Kohlhammer GmbH., Stuttgart 1964.¬†
  • Modern History of Korea, Foreign Languages Publishing House, Pyongyang, 1979 – ohne ISBN.
  • Xing-Hu Kuo: Nordkorea. Ein fern√∂stlicher Gulag. Seewald, Stuttgart 1983, ISBN 3-512-00681-7.¬†
  • Peter Schaller: Nordkorea. Ein Land im Banne der Kims. Tykve, B√∂blingen 1994, ISBN 3-925434-82-8.¬†
  • Bruce Cumings: Korea’s Place in the Sun. A Modern History. W. W. Norton & Company, 1998, ISBN 0-393-31681-5 (englisch).¬†
  • Pierre Rigoulot: Verbrechen, Terror und Geheimnis in Nordkorea. In: St√©phane Courtois, Nicolas Werth u.¬†a. (Hrsg.): Das Schwarzbuch des Kommunismus. Unterdr√ľckung, Verbrechen und Terror. M√ľnchen/Z√ľrich 1998, ISBN 3-492-04053-5, S.¬†609–629 (original frz.: 1997).¬†
  • Jens Tevres, Vimal Vichare: H√§nde weg von Nordkorea! Ahriman-Verlag, 2003, ISBN 3-89484-233-4 (Ketzerbriefe 115).¬†
  • Pierre Rigoulot: Nordkorea: Steinzeitkommunismus und Atomwaffen, Anatomie einer Krise. Kiepenheuer & Witsch, K√∂ln 2003, ISBN 3-462-03347-6.¬†
  • R√ľdiger Frank: Nordkorea: Zwischen Stagnation und Ver√§nderungsdruck. In: Claudia Derichs, Thomas Heberer (Hrsg.): Einf√ľhrung in die politischen Systeme Ostasiens: VR China, Hongkong, Japan, Nordkorea, S√ľdkorea, Taiwan. Leske und Budrich, Opladen 2003, ISBN 3-8100-3534-3, S.¬†271–325.¬†
  • Hyondok Choe, Du-Yul Song, Rainer Werning (Hrsg.): Wohin steuert Nordkorea? Soziale Verh√§ltnisse – Entwicklungstendenzen – Perspektiven. PapyRossa Verlag, K√∂ln 2004, ISBN 3-89438-309-7.¬†
  • Hanns W. Maull, Ivo M. Maull: Im Brennpunkt: Korea. C.H. Beck Verlag, M√ľnchen 2004, ISBN 3-406-50716-6.¬†
  • John Feffer: Nordkorea und die USA, die amerikanischen Interessen auf der koreanischen Halbinsel. Diederichs, M√ľnchen 2004, ISBN 3-7205-2484-1.¬†
  • Martin Fritz: Schauplatz Nordkorea. Das Pulverfass im Fernen Osten. Herder, Freiburg/Basel/Wien 2004, ISBN 3-451-05464-7.¬†
  • Michael Breen: Kim Jong-il: Nordkoreas „Geliebter F√ľhrer“. Europ√§ische Verlagsanstalt, 2004, ISBN 3-434-50585-7.¬†
  • Jasper Becker: Rogue Regime: Kim Jong Il and the Looming Threat of North Korea. Oxford University Press, 2004.¬†
  • Andrei Lankow: KNDR wtschera i sewodnja. Neformalnaja istorija Sewernoj Korei. Wostok-Sapad, Moskau 2005, ISBN 5-478-00060-4 (russisch; √úberblick √ľber die Geschichte Nordkoreas).¬†
  • Paul French: North Korea. The Paranoid Peninsula. A Modern History. Zed Books, London/New York 2005, ISBN 1-84277-473-5 (englisch).¬†
  • Alexander Schebin: Ewoljuzija polititscheskoi sistemy KNDR w uslowijach globalnych peremen. Russkaja Panorama, Moskau 2006, ISBN 5-93165-153-5 (russisch, „Evolution des politischen Systems der DVRK unter den Bedingungen globaler Ver√§nderungen“).¬† Analyse des Entstehens und Funktionierens des Regimes unter Kim Jong-il.
  • Barbara Demick: Im Land des Fl√ľsterns. Geschichten aus dem Alltag in Nordkorea. Droemer, M√ľnchen 2013, ISBN 978-3-426-30113-5 (Originaltitel Nothing to Envy: Ordinary Lives in North Korea; in Deutsch urspr√ľnglich erschienen unter dem Titel Die Kinog√§nger von Chongjin, M√ľnchen 2010)
  • R√ľdiger Frank: Nordkorea. Innenansichten eines totalen Staates. DVA, M√ľnchen 2014, ISBN 978-3-421-04641-3.

Wirtschaft und Reformprozesse

  • Ralph Wrobel: North Korea after the Nuclear Crisis: The Future of the Economic Reforms, in: Post Communist Economies, Vol. 12, No. 4 (2007), S. 483–504.
  • Ralph Wrobel: The Double Challenge of Transformation and Integration: German Experiences and Consequences for Korea, in: Dean Frear (Hrsg.): The Economy and Economics after Crisis, Berlin 2011, S. 211–234 (zusammen mit J√ľri Sepp).
  • Rainer Dormels: North Korea's Cities: Industrial facilities, internal structures and typification, Jimoondang, 2014. ISBN 978-89-6297-167-5.

Reise- und Erfahrungsberichte von Ausländern

  • Luise Rinser: Nordkoreanisches Reisetagebuch. Fischer, Frankfurt am Main 1981, ISBN 3-596-24233-9.¬†
  • Alfred Pfabigan: Schlaflos in Pj√∂ngjang. Vom gescheiterten Versuch, einen skeptischen Europ√§er zu einem Mitglied der Gro√üen Roten Familie zu machen. Verlag Christian Brandst√§tter, Wien 1986, ISBN 3-85447-204-8 (der Wiener Philosophie-Professor Alfred Pfabigan besuchte 1982 auf Einladung der nordkoreanischen Beh√∂rden Pj√∂ngjang. Ergebnis ist eine Analyse der nordkoreanischen Alltags mit Personenkult und allgegenw√§rtiger Staatspropaganda aus Sicht eines Ausl√§nders).¬†
  • Uwe Gerig: Roter Gott im „Paradies“. Reisenotizen und Bilder aus Nordkorea. Anita Tykve Verlag, B√∂blingen 1987, ISBN 3-925434-14-3 (Reisebericht eines DDR-B√ľrgers).¬†
  • Hans Maretzki: Kim-ismus in Nordkorea: eine Analyse des letzten DDR-Botschafters in Pj√∂ngjang. Anita Tykve Verlag, B√∂blingen 1991, ISBN 3-925434-49-6.¬†
  • Oliver Mohr: Hinter dem 38. Breitengrad. Mit ‚Cap Anamur‘ in Nordkorea. Lamuv Verlag GmbH, G√∂ttingen 2000, ISBN 3-88977-586-1.¬†
  • Nanchu/Xing Hang: In North Korea. An American Travels through an Imprisoned Nation. McFarland & Company, Jefferson (North Carolina)/London 2003, ISBN 0-7864-1691-2 (englisch; Reisebericht einer Amerikanerin).¬†
  • Christoph Moeskes (Hrsg.): Nordkorea. Einblicke in ein r√§tselhaftes Land. Ch. Links, Berlin 2004, ISBN 3-86153-318-9 (√ľberwiegend Berichte von Ausl√§ndern, die das Land aus verschiedenen – wirtschaftlichen, humanit√§ren etc. – Gr√ľnden bereist haben).¬†
  • Norbert Vollertsen: Inside North Korea. Diary of a mad place. Encounter Books, 2004, ISBN 1-893554-87-2 (englisch).¬†
  • Michael Harrold: Comrades and Strangers. Behind the Closed Doors of North Korea. Wiley & Sons, Chichester 2004, ISBN 0-470-86976-3 (Erfahrungsbericht eines Briten, der mehrere Jahre als Lektor beim Verlag f√ľr fremdsprachige Literatur in Pj√∂ngjang arbeitete).¬†
  • Guy Delisle: Pyongyang. Drawn & Quarterly, 2005, ISBN 1-896597-89-0 (franz√∂sischer Comic √ľber einen dreimonatigen Aufenthalt bei SEK Studios, original erschienen bei L’Association).¬†
  • Tony Wheeler: Badlands: A Tourist on the axis of evil. Lonely Planet Publications, 2007, ISBN 978-1-74179-186-0 (Berichte √ľber L√§nder, die zur Achse des B√∂sen z√§hlen u.¬†a. Nordkorea).¬†
  • Malte Herwig, Der gro√üe Diktator: Kims Kino, Zeit-Magazin, 23. Dezember 2008 Psychologisches Portr√§t Kim Jong Ils als K√ľnstler-Diktator (PDF; 586¬†kB)
  • Felix Abt: North Korea – doing business in a demanding environment. In: Magazin „Insight Asia Pacific“. OAV, Hamburg September 2009 online-Version (PDF; 1,1¬†MB)

Berichte von Nordkoreanern

  • Kim Hyun-hee: Die Tr√§nen meiner Seele. Brunnen Verlag, Basel/Gie√üen 1999, ISBN 3-7655-3625-3 (Erfahrungsbericht einer nordkoreanischen Agentin, die 1987 ein Attentat auf ein s√ľdkoreanisches Passagierflugzeug (Korean-Airlines-Flug 858) ver√ľbte).¬†
  • Kang Chol-hwan (mit Pierre Rigoulot): Les Aquariums de Pyongyang. Dix Ans au Goulag Nord-Cor√©en. Paris: Robert Laffont 2000, ISBN 2-221-09101-9. (franz√∂sisch; englische √úbersetzung: Aquariums of Pyongyang. Ten Years in the North Korean Gulag. New York: Basic Books 2001. ISBN 0-465-01101-2; Bericht eines Nordkoreaners, der als Kind zusammen mit seiner Familie zehn Jahre im Straflager Yodok verbrachte. Ein ins Deutsche √ľbersetzter Ausschnitt ist zu finden in: Christoph Moeskes (Hrsg.): Nordkorea. Einblicke in ein r√§tselhaftes Land. Berlin: Ch. Links, 2004.)
  • Juliette Morillot/Dorian Malovic: √Čvad√©s de Cor√©e du Nord. T√©moignages. Belfond Presses de la Cit√©, Paris 2004, ISBN 2-7144-4057-6 (franz√∂sisch; Erlebnisberichte nordkoreanischer Fl√ľchtlinge).¬†
  • Lee Soon-ok: Lasst mich eure Stimme sein! Sechs Jahre in Nordkoreas Arbeitslagern. Brunnen Verlag, Gie√üen 2005, ISBN 3-7655-3848-5 (Augenzeugenbericht eines Lagerh√§ftlings).¬†
  • Hyok Kang: Ihr seid hier im Paradies. Meine Kindheit in Nordkorea. Goldmann, 2005, ISBN 3-442-15346-8 (Erfahrungsbericht des 1986 in Nordkorea geborenen Hyok Kang, der 1998 mit seinen Eltern nach China floh und 2002 nach S√ľdkorea gelangte, schildert die Lebenswirklichkeit seiner Heimat).¬†
  • Ingrid Steiner-Gashi und Dardan Gashi: Im Dienst des Diktators: Leben und Flucht eines nordkoreanischen Agenten. Ueberreuter, 2010, ISBN 978-3-8000-7450-1 (Der heute 74-j√§hrige Emil – so der Deckname von Kim Jong Ryul – organisierte f√ľr die nordkoreanischen Diktatoren Kim-Il Sung und Kim Jong-Il Konsumg√ľter und Waffen in Deutschland und √Ėsterreich. 1994 fl√ľchtete er unter spektakul√§ren Umst√§nden und lebt seither illegal in √Ėsterreich.).¬†
  • Blaine Harden: Flucht aus Lager 14. Deutsche Verlags-Anstalt, 2012, ISBN 978-3-421-04570-6 (Die Geschichte des Shin Dong-hyuk, der in einem nordkoreanischen Arbeitslager geboren wurde und als einer von ganz wenigen Gefangenen entkam.).¬†
  • Yeonmi Park: Meine Flucht aus Nordkorea. M√ľnchen 2016, ISBN 978-3-442-15913-0.

Bildbände

  • Christian Kracht, Eva Munz, Lukas Nikol: Die totale Erinnerung. Kim Jong Ils Nordkorea. Rogner & Bernhard, Berlin 2006, ISBN 3-8077-1020-5.¬†
  • Philippe Chancel: Nordkorea. Fotografien aus einem abgeschotteten Land. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2006, ISBN 3-89602-739-5.¬†
  • Peter Noever (Hrsg.): Blumen f√ľr Kim Il Sung – Kunst und Architektur in der Demokratischen Volksrepublik Korea, Ausstellungskatalog: Museum f√ľr angewandte Kunst (MAK), Wien/Verlag f√ľr moderne Kunst, N√ľrnberg, 2010 ISBN 978-3-86984-107-6.
  • Philipp Meuser: Architekturf√ľhrer Pj√∂ngjang. 2 B√§nde: Reisef√ľhrer Nordkorea. 1. Auflage Mai 2011, Dom Publishers, ISBN 978-3-86922-126-7.
  • Tomas van Houtryve: Geschlossene Gesellschaften. Eine fotografische Reise durch kommunistische L√§nder. Benteli, Bern 2012, ISBN 978-3-7165-1714-7 (darin: Nordkorea Arbeiterparadies, S. 61–103).
  • Luca Faccio: „Common Ground“. Ausstellungskatalog: Common Ground K√ľnstlerhaus Wien.Wien/Verlag f√ľr moderne Kunst, N√ľrnberg, 2014, ISBN 978-3-86984-474-9.
  • Luca Faccio: „Image transfers, Pyongyang-Wien“. Ausstellungskatalog: Image transfers, Pyongyang-Wien Kunsthalle Wien. Wien/√Ėsterreichisches Institut f√ľr Photographie und Medienkunst / EIKON, 2007, ISBN 978-3-902250-30-8.
  • Julia Leeb: North Korea – Anonymous Country. teNeues Verlag, Kempen 2014, ISBN 978-3-8327-9843-7.
  • Xiomara Bender: North Korea. The Power Of Dreams. Kehrer, Heidelberg und Berlin 2016, ISBN 978-3-86828-735-6.
  • The North Koreans. Glimpses of daily life in the DPRK. Mit Fotografien von Martin Tutsch, Eric Lafforgue, Raymond K. Cunningham Jr. u.¬†a., Primavera Pers, Leiden 2016, ISBN 978-90-5997-230-8.
  • Werner Kohn: Nordkorea, Erich-Wei√ü-Verlag, Bamberg 2018, ISBN 978-3-940821-59-1.

Weblinks

  • Offizielles Webportal bei Naenara
  • Offizielle Website der Korean Friendship Association (KFA) – internationale Solidarit√§tsorganisation f√ľr die DPRK (englisch)
  • Linkkatalog zum Thema Nordkorea bei curlie.org (ehemals DMOZ)
  • Literatur zur gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Situation in Nordkorea
  • Politikwissenschaftliche Literatur zum Thema Nordkorea in der Annotierten Bibliografie der Politikwissenschaft

Einzelnachweise



Quelle: Wikipedia

 

Region Regionen (0)

Abk Name O
KP.CH Chagang-do  
KP.HG Hamgyong-bukto  
KP.HN Hamgyong-namdo  
KP.WB Hwanghae-bukto  
KP.WN Hwanghae-namdo  
KP.KS Kaesong  
KP.KW Kangwon-do  
KP.PY Namp'o-si  
KP.PB P'yongan-bukto  
KP.PN P'yongan-namdo  
KP.PY P'yongyang  
KP.YG Ryanggang  
 

Die höchsten Gipfel Die höchsten Gipfel

 

Die höchsten Hütten Die höchsten Hütten

 

Touren in diesem Staat Touren in diesem Staat

 

Bücher und Karten Bücher und Karten

Flagge: North Korea

Name englisch: North Korea
Hauptstadt: Pyongyang
Kfz: KP
ISO: KP
ISO3: PRK
Fläche: 120540 km²
Tld: .kp
Wärung Einheit: KPW
Währung: Won
Vorwahl: 850

Ausdehnung / Grenzen (nach WGS 84 dezimal):
nördlichster Punkt: 43.01159
südlichster Punkt: 37.6733322
westlichster Punkt: 124.1735528
östlichster Punkt: 130.6884659


 
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