Lšnder Länder/Staaten > Asien > Bhutan Bhutan

Land Karte: Bhutan | Grenzen der Regionen auf der Karte anzeigen | Nachbarstaaten auf der Karte anzeigen

Staaten Nachbarstaaten: (2)

Nachbarstaaten Info Die Nachbarstaaten werden automatisch anhand der Grenzen errechnet. Daher kann es vorkommen, dass ein Nachbarstaat fehlt oder zu viel angezeigt wird.
Wir versuchen diese im Laufe der Zeit manuell anzupassen. Bei Fehlern kŲnnt ihr euch jederzeit an uns wenden Łber das Kontaktformular.

Staat Informationen : Bhutan

Informationen:


Das K√∂nigreich Bhutan ([ňąb įuňźtaňźn], Dzongkha ŗņŗĹĖŗĺ≤ŗĹīŗĹāŗľčŗĹ°ŗĹīŗĹ£ŗľč; Umschrift nach Wylie ‚Äôbrug yul; deutsch meist Druk Yul, gesprochen ‚ÄěDru √ú‚Äú; ‚ÄöLand des Donnerdrachens‚Äė) ist ein Binnenstaat in S√ľdasien.

Geografie

Bhutan liegt in S√ľdasien und grenzt im S√ľden an die indischen Bundesstaaten Sikkim, Westbengalen, Assam und Arunachal Pradesh (von Westen nach Osten) sowie im Norden an Tibet (China). Die Oberfl√§chengestalt Bhutans ist vom Himalaya gepr√§gt. √úber 80 Prozent des Landes liegen in √ľber 2000 m H√∂he. Das Land hat mit 38.394¬†km¬≤ etwa die Gr√∂√üe der Schweiz. Mehr als zwei Drittel des K√∂nigreiches Bhutan sind bewaldet.

Das Land gliedert sich in drei Landschaften: Im S√ľden, an der indischen Grenze, verl√§uft die Ebene von Duar, eine schmale Niederung, die zu den Ausl√§ufern des Ganges-Brahmaputra-Tieflandes geh√∂rt. N√∂rdlich davon steigt das Land steil an. Die 2000 bis 3000 m hohen Berge des Vorderhimalaya sind das Hauptsiedlungsgebiet. An der Grenze zu Tibet liegt die Hochgebirgsregion Lunana. H√∂chster Berg des Landes ist der 7570 m hohe Gangkhar Puensum, welcher der weltweit h√∂chste Berg ist, der noch nie von einem Menschen bestiegen wurde. Der zweith√∂chste Berg ist der Kula Kangri.

Klima

Das Klima Bhutans ist in den einzelnen Landesteilen sehr unterschiedlich. W√§hrend im S√ľden subtropisches bis tropisches Klima vorherrscht, verf√ľgen die T√§ler Zentralbhutans √ľber ein gem√§√üigtes Klima mit k√ľhlen Wintern und hei√üen Sommern. Im Gebirge sind die Winter extrem streng und die Sommer k√ľhl. Besonders in den s√ľdlichen Gebieten des Landes kommt es w√§hrend der Regenzeit h√§ufig zu √úberschwemmungen.

Umweltschutz

In seiner Verfassung hat Bhutan den Umweltschutz festgeschrieben. Bereits vor dem gesetzlichen Schutz waren alle wirtschaftlichen Unternehmungen dem Umweltschutz untergeordnet. Bhutan verf√ľgt √ľber einen einmaligen Naturreichtum. Bereits in den Schulen wird bei den Kindern das Umweltbewusstsein gef√∂rdert. Wegen der relativ geringen Bev√∂lkerungsdichte und der zerkl√ľfteten Berglandschaft wird im Vergleich zu anderen L√§ndern der Region nur ein kleiner Teil der Fl√§che f√ľr die Landwirtschaft genutzt. Etwa zwei Drittel des Landes sind bewaldet. Die W√§lder werden √∂kologisch nachhaltig genutzt, Brandrodung ist verboten und wird bestraft. Als Nationalparks und Tierreservate sind 26 Prozent des Landes gesch√ľtzt. Bhutan hat sich dazu verpflichtet, dauerhaft CO2-neutral zu bleiben. Im Jahr 2013 wies es sogar eine CO2-negative Bilanz auf. Bhutan nutzt 6,5 Prozent seines Wasserkraftpotentials, das auf 24.000 Megawatt gesch√§tzt wird. Der Export von gr√ľnem Strom aus Wasserkraft ist eine wichtige Einnahmequelle f√ľr Bhutan.

Fauna

Die zum gro√üen Teil unber√ľhrten W√§lder Bhutans beherbergen eine gro√üe Zahl gesch√ľtzter und seltener Tier- und Pflanzenarten. So wurden beispielsweise Tiger in Bhutan in einer H√∂henlage von √ľber 4000 Meter gesichtet. Die Tigerpopulation wurde im Jahr 2015 auf etwa 100 Exemplare gesch√§tzt. Auch der Leopard, der Schneeleopard, der Nebelparder und eine B√§ren-Art leben als weitere Fleischfresser in der Region. Der Serau, das Gelbbauch-Moschustier, das Blauschaf, Hirsch-Arten und Waran-Arten sind die wichtigen Beutetiere der Raubtiere. Auch einige Herden des Asiatischen Elefanten sind in den W√§ldern Bhutans zu finden. Da jede Klimazone √ľber eine eigene Flora und Fauna verf√ľgt, findet man in Bhutan auf kleinstem Raum eine enorme Artenvielfalt, da die verschiedenen H√∂henstufen unterschiedliche Artenspektren aufweisen. Es finden sich tropische Arten in den T√§lern (z.¬†B. Elefant), Arten der gem√§√üigten Zone (beispielsweise Hirsch-Arten, Wolf) in den mittleren H√∂hen wie auch Hochgebirgsarten (beispielsweise der Schneeleopard, das Wildschaf) in den Bergen bis in H√∂henlagen von √ľber 5000 Meter. Die Herpetofauna (Amphibien und Reptilien) ist ebenso vielf√§ltig ‚Äď Himalaya-Salamander (Tylotriton) finden sich ebenso wie die K√∂nigskobra, die Lochotter (Trimeresurus) und Waran-Arten. Die Himalaya-Zone ist f√ľr Vogelkundler interessant durch eine Vielzahl von Fasan-Arten, Kranich-Arten und Geier-Arten. Im Vorhimalaya ist der im englischen Sprachgebrauch als Bhutan Glory (Bhutans Glanz) bezeichnete und zu den Ritterfaltern z√§hlende farbenpr√§chtige Tagschmetterling Bhutanitis lidderdalii beheimatet.

Bhutan hat gro√üe Fl√§chen als Nationalparks ausgewiesen: Im Phibsoo Wildlife Sanctuary gibt es den Tiger, den Nebelparder, den Goldlangur (eine Affenart), den Gaur (das gr√∂√üte Wildrind der Erde), den Asiatischen Elefanten und Nashornvogel-Arten. Der Jigme-Dorji-Nationalpark beherbergt das Blauschaf, den Schneeleoparden, den Takin, den Serau, den Kleinen Panda, den Tiger und den Kragenb√§ren. Der Jigme-Singye-Wangchuck-Nationalpark ist die Heimat von Serau, Kleinem Panda, Tiger, Kragenb√§r, Nebelparder, Goldlangur, Schwarzhalskranich, Satyrtragopan und Nashornvogel-Arten. Der grenz√ľberschreitende Royal-Manas-Nationalpark liegt teilweise in Indien. In ihm gibt es noch eine stabile Population des Panzernashorns. Man findet dort auch den Tiger, den Kragenb√§ren, den Nebelparder, den Goldlangur, den Gaur, den Asiatischen Elefanten sowie verschiedene Arten von Nashornv√∂geln. Der Thrumshingla-Nationalpark ist bekannt f√ľr Serau, Kleinen Panda, Tiger, Kragenb√§r, Kappenlangur, Satyrtragopan und Nashornvogel-Arten. Das Bumdeling Wildlife Sanctuary beherbergt das Blauschaf, den Schneeleoparden, den Serau, den Kleinen Panda, den Tiger, den Kragenb√§ren, den Kappenlangur, den Schwarzhalskranich, den Satyrtragopan und Nashornvogel-Arten. Zu den genannten kommt noch der weitverbreitete Indische Leopard.

Bevölkerung

Nach Angaben der Vereinten Nationen hat Bhutan 0,8 Millionen Einwohner. Die Bev√∂lkerung Bhutans setzt sich aus drei Gruppen zusammen: den im westlichen Hochland lebenden, im Mittelalter aus Tibet eingewanderten Ngalongs, einer Schicht, der auch das K√∂nigshaus angeh√∂rt, und den im √∂stlichen Bergland lebenden, ethnisch den Bergst√§mmen Nord-Ost-Indiens nahestehenden Sarchops, wobei beide Gruppen durch ihre Zugeh√∂rigkeit zum Buddhismus verbunden sind, sowie als dritte Gruppe den im Tiefland an der indischen Grenze √ľberwiegenden S√ľd-Bhutanern (nepalische Bhutaner oder Lhotshampas). Etwa drei Viertel der Bev√∂lkerung geh√∂ren zum tibetischen V√∂lkerkreis. Die Lebenserwartung liegt im Durchschnitt bei etwa 67,88 Jahren.

Die Nepalis hatten sich bereits seit Ende des 19. Jahrhunderts im S√ľden Bhutans angesiedelt und zwar zun√§chst mit Einwilligung der Regierung, die auf zus√§tzliche Arbeitskr√§fte angewiesen war. Im Jahre 1958 wurden die Grenzen geschlossen. Ein Staatsb√ľrgerschaftsgesetz aus demselben Jahr er√∂ffnete den in S√ľdbhutan st√§ndig lebenden ethnischen Nepalis die M√∂glichkeit, die Staatsangeh√∂rigkeit Bhutans zu erwerben. Auch nach 1958 sind gleichwohl weitere Nepalis in den S√ľden Bhutans eingewandert. Der Bev√∂lkerungszufluss, insbesondere aus dem dichtbesiedelten Nepal, aber auch aus Indien, war nicht zu kontrollieren.

Eine Volksz√§hlung im Jahr 1980 ergab ein Anwachsen des nepalischen Bev√∂lkerungsanteils auf √ľber 50 Prozent. Dies l√∂ste in der herrschenden Schicht Bhutans die Bef√ľrchtung aus, dass die traditionelle tibeto-buddhistische Kultur des Landes √ľberfremdet und die Monarchie durch eine von der nepalischen Bev√∂lkerungsgruppe getragene Demokratie gef√§hrdet werde.

Im Jahre 1985 wurde ein neues Staatsb√ľrgerschaftsgesetz erlassen, das die Anerkennung als bhutanische Staatsangeh√∂rige vom erneuten Nachweis des st√§ndigen Wohnsitzes vor dem 31. Dezember 1958 abh√§ngig machte. Auch materiell-rechtlich nahm das Gesetz von 1985 einen r√ľckwirkenden, belastenden Eingriff in die Staatsb√ľrgerstellung vor. Dadurch wurde eine gro√üe Anzahl der nepalischen Volkszugeh√∂rigen in pl√∂tzliche Beweisnot gebracht; f√ľr sie bestand die Gefahr, zu Ausl√§ndern und illegalen Einwanderern erkl√§rt zu werden.

Seit 1988 betreibt die Regierung eine Politik der kulturellen Assimilierung. Diese auch als ‚ÄěBhutanisierung‚Äú bezeichnete Politik bestand in einer verst√§rkten Betonung des Staatsgrundsatzes von tsa wa sum (Einheit der drei Elemente: K√∂nig, Regierung und K√∂nigreich oder Land) und der Auferlegung kultureller Assimilationspflicht an die Ngalong-Traditionen in Gestalt eines Gebots, den herk√∂mmlichen Verhaltenskodex der herrschenden Gruppe zu befolgen, die nationale Kleidung der ethnischen Bhutaner zu tragen und die Sprache der Ngalongs als alleinige Amtssprache zu benutzen.

In der folgenden Zeit kam es zu erheblichen Unruhen in S√ľdbhutan, denen die Regierung mit einem verst√§rkten Einsatz von Armee und Polizei begegnete. Seit Mitte 1991 begann eine Kampagne der Einsch√ľchterung und Vertreibung, entweder mit der Behauptung fehlender oder nicht nachweisbarer Staatsangeh√∂rigkeit oder unter Abn√∂tigung ‚Äěfreiwilliger‚Äú Auswanderungserkl√§rungen. Eine gro√üe Anzahl der nepalischen Volkszugeh√∂rigen ‚Äď insgesamt etwa 100.000 ‚Äď fl√ľchteten nach Nepal, wo sie in Fl√ľchtlingslagern leben.

Die im Exil lebenden Bhutaner nepalischer Volkszugeh√∂rigkeit gr√ľndeten 1990 die Bhutan Peoples Party (B.P.P.), die die Interessen der S√ľdbhutaner vertritt. Auf dem H√∂hepunkt der Auseinandersetzung in S√ľdbhutan in den Jahren 1990 bis 1992 wurde Mitgliedern und Sympathisanten der B.P.P. ein sogenanntes ‚ÄěNOC‚Äú (No Objection Certificate), das f√ľr den Zugang zu Schulen, h√∂herer Bildung und Berufen des √∂ffentlichen Dienstes erforderlich ist, verweigert. Im Februar 1992 wurde diese Praxis wieder aufgegeben. Mitglieder und Anh√§nger der B.P.P. wurden inhaftiert und auch misshandelt. In einigen hundert F√§llen konfiszierten Regierungstruppen den Grundbesitz von Personen, die als Staatsfeinde eingestuft wurden, brannten ihre H√§user nieder oder verw√ľsteten sie.

Bevölkerungsentwicklung

Städte

35¬†% der Bev√∂lkerung leben in St√§dten; √ľber 60¬†% der Einwohner leben von der Landwirtschaft.

Die größten Städte sind (Stand 30. Mai 2017): Thimphu (114.551 Einwohner), Phuentsholing (27.658 Einwohner), Paro (11.448 Einwohner) und Gelephu (9.858 Einwohner).

Religion

Die Staatsreligion, der etwa 72¬†% der Bev√∂lkerung anh√§ngen, ist die tantrische Form des Mahayana-Buddhismus, verteilt auf die Drugpa-Kagy√ľ und die Nyingma. Bhutan ist das einzige Land, das den Mahayana-Buddhismus als Staatsreligion praktiziert. Es handelt sich um eine Form, die auch dem tibetischen (Vajrayana) nahesteht. Daneben hat sich, vor allem durch indische und nepalische Immigranten, auch der Hinduismus (27¬†%) in Bhutan etabliert. Es gibt ferner auch Minderheiten von Muslimen (1¬†%) und Christen in Bhutan (mitsamt der R√∂misch-katholischen Kirche in Bhutan).

Die Staatsgr√ľndung Bhutans im 17. Jahrhundert durch Shabdrung Ngawang Namgyel (zhab-drung ngag-dbang rnam-rgyal 1616‚Äď1651), den Abt eines Drukpa-Kagy√ľ-Klosterordens in Tibet, ist eng mit dem Buddhismus verbunden. Der Bau der Klosterburgen (Dzongs) in Bhutan diente der milit√§rischen Verteidigung gegen den rivalisierenden Gelugpa-Klosterorden, der wiederholt versuchte, seinen machtpolitischen Einfluss auf Bhutan auszudehnen. Unter K√∂nig Jigme Dorje Wangchuck verloren die Drukpa-Kl√∂ster ihren Grundbesitz, den die Regierung an landlose Bauern verteilte. Finanzielle Zuwendungen aus dem Staatshaushalt stellen die Existenz der Kl√∂ster sicher. In der Nationalversammlung sind ferner 15 Sitze f√ľr Vertreter des Klerus reserviert, die von einem buddhistischen Gremium bestimmt werden. Das spirituelle Oberhaupt des Drukpa-Klosterordens ist der Je Khenpo; er genie√üt neben dem K√∂nig eine hohe Stellung im politischen System Bhutans. Neben den Drukpa sind auch die Nyingma-Tradition nach Pema Lingpa und die Drigung-Kagy√ľ-Schule in Bhutan vertreten. Die K√∂nigsfamilie von Bhutan stammt von Pema Lingpa ab.

Geschichte

√úber die Geschichte der urspr√ľnglichen Bewohner des Landes, die Thepu, liegen keine schriftlichen Aufzeichnungen vor. Belegt ist, dass im 8. Jahrhundert n.¬†Chr. indische Missionare den Buddhismus in das damals hinduistische Feudalf√ľrstentum brachten, das im folgenden Jahrhundert unter tibetische Herrschaft geriet. Die indisch-hinduistischen Einfl√ľsse wurden gewaltsam beseitigt und der Buddhismus in Gestalt des tibetischen Lamaismus im 12. Jahrhundert zur Staatsreligion erkl√§rt. Damals entstanden viele Kl√∂ster, die zu St√ľtzen der feudalen Gesellschaft wurden. Aus der Mischung von Thepu und Tibetern entwickelte sich das Volk der Bhotija.

Shabdrung Ngawang Namgyel, der nach Bhutan fl√ľchten musste, da seine Anerkennung als Wiedergeburt des Pema Karpo (pad-ma dkar-po) von dem Tsang Desi abgelehnt wurde, gelang w√§hrend seiner Herrschaft ab 1616 die Einigung der bis dahin unabh√§ngigen F√ľrstent√ľmer des Landes zu einem theokratischen Reich. Der in Tibet geborene religi√∂se W√ľrdentr√§ger wird als der Gr√ľnder des Staates und als Stifter bhutanischer Identit√§t angesehen. Mit seinen kulturellen Errungenschaften ‚Äď er gliederte alle Regionen des Landes in ein schriftlich verwaltetes Reich ‚Äď legte er den Grundstein zur heutigen bhutanischen Gesellschaft. Der Staat erhielt den bis heute g√ľltigen Namen Druk Yul (Land der Drachen). Nach seinem Tod 1651 geriet das Land in Anarchie, wehrte sich jedoch erfolgreich 1710 und 1730 gegen Angriffe durch die verbundenen tibetisch-mongolischen Truppen. Die Staatsgewalt wurde formell zwischen einem geistlichen Oberhaupt (rgyal-tshab; von britisch-indischen Autoren als Dharma Raja bezeichnet) und einem weltlichen Oberhaupt (sde srid phyag-mdzod, von britisch-indischen Autoren als Deb Raja bezeichnet) geteilt, praktisch lag sie aber in den H√§nden der Priester (Lamas). Diese stellten die Statthalter (P√∂nlop), die die Steuern und Abgaben von den Bauern eintrieben und die Gerichtsbarkeit aus√ľbten. Zwischen den feudalen Machtgruppen kam es immer wieder zu K√§mpfen, in die sich von Tibet aus sowohl der Dalai Lama als auch der Penchen Lama einmischten.

1772 begann der fast hundertj√§hrige Grenzkonflikt mit der britischen Ostindien-Kompanie. Nach der Eroberung Assams im Jahre 1826 erstrebte die britische Kolonialmacht die direkte Kontrolle der Grenzp√§sse und okkupierte 1864 und 1865 (Vertrag von Sinchula) den Bezirk Dewangiri und andere Gebiete Bhutans. Mit britischer Unterst√ľtzung riss 1895 der Statthalter Ugyen Wangchuk die Herrschaft an sich. 1907 wurde er in Punakha zum K√∂nig gew√§hlt und f√ľhrte die erbliche Maharadschaw√ľrde ein (Wangchuk-Dynastie). Im Vertrag von 1910 erkannte Gro√übritannien formell die Unabh√§ngigkeit Bhutans an, behielt sich aber die Kontrolle der Au√üenpolitik vor.

Am 8. August 1949 schloss Bhutan mit Indien einen Freundschaftsvertrag, demzufolge Indien die au√üenpolitischen Beziehungen Bhutans wahrnimmt und Wirtschaftshilfe (Bau von Stra√üen und Kraftwerken) leistet. Ein indischer politischer Resident hatte seinen Sitz in Gangtok (Sikkim). Gegen die gem√§√üigten Reformen des K√∂nigs Jigme Dorje Wangchuck (Regierungszeit 1952‚Äď1972) und dessen Anlehnung an Indien richtete sich eine von Offizieren und Beamten gef√ľhrte Verschw√∂rung (5. April 1964 Ermordung des Ministerpr√§sidenten Jigme Dorji; 1. August 1965 fehlgeschlagenes Attentat auf den K√∂nig).

Im November 1964 √ľbernahm der K√∂nig die gesamte Staatsgewalt. Das 1953 geschaffene Parlament (Tsongdu) erhielt 1968, als Bhutan konstitutionelle Monarchie wurde, gewisse Gesetzgebungsrechte. Der k√∂nigliche Rat und der Ministerrat bilden die Exekutive. Politische Parteien blieben bis 2007 verboten. Unter K√∂nig Jigme Dorje Wangchuk wurden die Privilegien der Lamas eingeschr√§nkt und Ma√ünahmen zum Abbau der feudalen Verh√§ltnisse eingeleitet (Abschaffung der Leibeigenschaft, Vorbereitung einer Landreform zur Beschr√§nkung des Gro√ügrundbesitzes auf 120 Hektar, Beginn staatlicher F√ľnfjahrespl√§ne, Entwicklung des Bildungswesens, Verleihung des B√ľrgerrechts an den nepalesischen Bev√∂lkerungsteil). Am 21. September 1971 erlangte Bhutan die v√∂lkerrechtliche Anerkennung (Aufnahme in die Vereinten Nationen) der de facto schon zuvor bestehenden Eigenstaatlichkeit.

Nach dem Tode Jigme Dorje Wangchuks 1972 wurde Kronprinz Jigme Singye Wangchuck zum neuen König ausgerufen, seine offizielle Krönung erfolgte erst am 2. Juni 1974.

1981 erfolgte die Ausweisung tibetischer Fl√ľchtlinge, die eine Annahme der bhutanischen Staatsb√ľrgerschaft ablehnten.

Politischer Widerstand gegen ein im Jahre 1985 eingef√ľhrtes Staatsb√ľrgerschaftsgesetz war 1990 der Grund f√ľr die Unruhen und die Vertreibung von mehr als 100.000 nepalesischen Bhutanern (Lhotshampas) aus S√ľdbhutan nach Nepal. Im August 1998 beschr√§nkte K√∂nig Jigme Singye Wangchuck gegen den Willen des Parlaments seine eigene Macht und unterstellte sich der Autorit√§t des Parlaments.

F√ľr 2008 verk√ľndete der K√∂nig die Einf√ľhrung einer Verfassung, mit dem Ziel, Bhutan zu einer demokratisch-konstitutionellen Monarchie zu machen. Seitdem sollten sich im Land politische Parteien konstituieren d√ľrfen und das Land wird von gew√§hlten Volksvertretern regiert werden. Der K√∂nig selbst hatte angek√ľndigt, mit Einf√ľhrung der Verfassung zur√ľckzutreten. √úberraschend dankte K√∂nig Jigme Singye Wangchuk, der das Land seit der Unabh√§ngigkeit autokratisch regiert hatte, jedoch schon am 14. Dezember 2006 im Alter von 51 Jahren zugunsten seines Sohnes Jigme Khesar Namgyel Wangchuck ab. Gr√ľnde f√ľr den urspr√ľnglich erst f√ľr 2008 vorgesehenen Wechsel wurden nicht bekannt. In seiner ersten Ansprache erkl√§rte der 26-j√§hrige K√∂nig, die demokratische Entwicklung des Landes voranbringen zu wollen. Die erste Auslandsreise des neuen K√∂nigs f√ľhrte im Februar 2007 nach Indien, wo ein revidierter Freundschaftsvertrag abgeschlossen wurde, wodurch Bhutan nun au√üenpolitisch und r√ľstungswirtschaftlich voll souver√§n wurde. Am 6. November 2008 wurde Jigme Khesar Namgyel Wangchuk zum 5. Drachenk√∂nig gekr√∂nt. Zuk√ľnftig sollen alle K√∂nige an ihrem 65. Geburtstag die Krone an den Thronfolger abgeben.

Politik

Seit der Unterzeichnung der Verfassung durch den König am 18. Juli 2008 ist Bhutan auch formal eine konstitutionelle Monarchie. Das politische System Bhutans entspricht seit den Wahlen zum Oberhaus 2007 und Unterhaus 2008 erstmals westlichen Vorstellungen einer Demokratie. Besonders richtet sich Bhutan nach den Vorgaben des Westminster-Systems und folgt explizit dem Parlamentsmodell Großbritanniens. Daher gibt es in Bhutan ebenfalls ein Zwei-Kammer-System, jedoch wird das Oberhaus als Nationalrat und das Unterhaus als Nationalversammlung bezeichnet.

Legislative (Parlament)

Die Geschichte der Legislative beginnt mit der Nationalversammlung (Tshogdu), welche erstmals 1953 auf Initiative von K√∂nig Jigme Dorje Wangchuck geschaffen wurde. Sie bestand aus 150 Mitgliedern, die jedoch nicht direkt von der Bev√∂lkerung gew√§hlt wurden, sondern 105 Mitglieder wurden von Dorfvorstehern gew√§hlt (die Kandidaten werden von einflussreichen Familien der D√∂rfer vorgeschlagen), 35 wurden vom K√∂nig ernannt sowie 10 vom buddhistischen Klerus entsandt. Die Abgeordneten (Chimis) wurden f√ľr drei Jahre gew√§hlt. Die Nationalversammlung erf√ľllte weitgehend eine Akklamationsfunktion. Eine Opposition existierte nicht.

1953 erhielten Frauen ein eingeschränktes aktives Wahlrecht auf nationaler Ebene: Es gab nur eine Stimme pro Haushalt. Erst neue gesetzliche Regelungen (Royal Decree vom 30. Juni 2007, Election Act of the Kingdom of Bhutan 2008, Public Election Fund Act of the Kingdom of Bhutan 2008, eine neue Verfassung, die vom Parlament am 21. Juli 2008 angenommen wurde) garantierten ein allgemeines Wahlrecht. Auf lokaler Ebene ist nur eine Stimme pro Familie erlaubt (Stand 2007), was zur Folge hat, dass Frauen in der Praxis oft von der Wahl ausgeschlossen sind.

Am 24. Dezember 2008 wurde eine neue Nationalversammlung gew√§hlt, die die Rolle der Legislative √ľbernommen hat und sich anders zusammensetzte als in den Jahren zuvor: Sie besteht nunmehr aus 47 gew√§hlten Volksvertretern und ist keiner Kontrolle durch ein anderes Verfassungsorgan unterworfen und kaum durch verfassungsrechtliche Regelungen eingeschr√§nkt. In der Nationalversammlung sitzen zwei Parteien. Sie werden in einem Wahlgang unter verschiedenen Parteien ermittelt und sind die stimmenst√§rksten Parteien. Die Legislaturperiode betr√§gt 5 Jahre und die Abgeordneten werden nach Mehrheitswahlrecht in Wahlkreisen gew√§hlt.

Die andere Kammer des Parlaments, der Nationalrat bzw. Gyelyong Tshogde, hat 25 Mitglieder, davon 5 durch den K√∂nig ernannt. Die Mitglieder im Nationalrat d√ľrfen jedoch keiner Partei angeh√∂ren. Der Nationalrat besitzt in der Gesetzgebung lediglich ein aufschiebendes Veto. Er ist jedoch am Gesetzgebungsprozess beteiligt. Zur Erarbeitung von politischen Konzepten und Gesetzgebungsprozessen sind daher in beiden Kammern Aussch√ľsse und Arbeitsgruppen vorhanden.

Exekutive (Regierung)

Die Regierung Bhutans setzte sich 2003 bis 2008 aus zehn Ministern zusammen, die von der Nationalversammlung gew√§hlt werden. Der Premierminister wurde gem√§√ü einem Rotationsverfahren unter den Ministern ernannt. Die Amtszeit der Regierung betrug f√ľnf Jahre.

Nach den Wahlen im Jahre 2013 löste Tshering Tobgay (PDP) Jigme Thinley (DPT) als Ministerpräsident ab.

Staatsoberhaupt

Staatsoberhaupt ist der K√∂nig (Druk Gyalpo) Jigme Khesar Namgyel Wangchuck. Er ist seit der Abdankung seines Vaters Jigme Singye Wangchuck im Jahr 2006 Amtsinhaber und wurde im Jahr 2008 von seinem Vater zum ‚ÄěDrachenk√∂nig‚Äú gekr√∂nt.

Die Nationalversammlung kann dem K√∂nig mit einer Zwei-Drittel-Mehrheit das Misstrauen aussprechen und diesen zum R√ľcktritt (zugunsten seines Thronfolgers) zwingen.

Politische Parteien

Parteien waren bis zum Jahr 2007 in Bhutan verboten. Oppositionsgruppen hatten sich in Nepal und Indien gebildet. Die Forderungen der Exil-Opposition konzentrieren sich auf die Gleichberechtigung aller ethnischen Gruppen, die Einf√ľhrung eines demokratischen Mehrparteiensystems und eine Revidierung des Staatsb√ľrgergesetzes von 1985.

2003 wurde ein neues Wahlgesetz verabschiedet, das allen bhutanischen Staatsb√ľrgern ab 21 Jahren das Wahlrecht zugestand. Der im M√§rz 2005 vorgelegte Verfassungsentwurf sah eine Zulassung politischer Parteien vor, eine √Ąnderung des kontroversen Staatsb√ľrgergesetzes sollte hingegen nicht erfolgen. 2007 wurden erstmals Wahlen f√ľr das Oberhaus, den Nationalrat, abgehalten und im M√§rz 2008 wurde erstmals das Unterhaus, die Nationalversammlung, gew√§hlt. Dabei erhielt die Bhutanische Partei f√ľr Frieden und Wohlstand (Druk Phuensum Tshogpa, DPT) 45 der 47 vergebenen Parlamentssitze. Mit der Wahl war die vom neuen K√∂nig Jigme Khesar Namgyel Wangchuck fortgesetzte Demokratisierung abgeschlossen und Bhutan zu einer konstitutionellen Monarchie geworden.

Innenpolitik

Der von K√∂nig Jigme Dorje Wangchuck (Regierungszeit: 1952‚Äď1972) eingeleitete innenpolitische Reformprozess (Einberufung einer Nationalversammlung, Aufhebung der Leibeigenschaft, Aufnahme Bhutans in die Vereinten Nationen) war eine Reaktion auf politische Ereignisse und Ver√§nderungen im regionalen Umfeld Bhutans. Mit der politischen Unabh√§ngigkeit Indiens (1947), der Gr√ľndung der Volksrepublik China (1949), der Besetzung von Tibet (1951), der Flucht des Dalai Lama (1959) und dem indisch-chinesischen Grenzkrieg (1962) wurde deutlich, dass die Phase der jahrhundertelangen (selbstgew√§hlten) Isolation Bhutans beendet werden musste.

Der Sturz des F√ľrsten von Sikkim (1973), politische Unruhen/Forderungen von Nepalis im benachbarten indischen Bundesstaat Westbengalen nach Schaffung eines autonomen Gurkhalandes (1988) sowie der Zusammenbruch der absoluten Monarchie in Nepal (1990/91) verlangten auch in Bhutan weitere (innen-)politische Ver√§nderungen. Der von K√∂nig Jigme Singye Wangchuck (Regierungszeit: 1972‚Äď2006) forciert betriebene √Ėffnungsprozess hat dabei in den letzten Jahrzehnten zur Herausbildung neuer gesellschaftlicher Interessengruppen gef√ľhrt. Ihre Einbindung in das politische System Bhutans ist der Hintergrund f√ľr den im M√§rz 2005 vorgelegten Verfassungsentwurf.

Der K√∂nig verk√ľndete am 17. Dezember 2005, dass er 2008 zur√ľcktreten werde. Sein Sohn, der Kronprinz Jigme Khesar Namgyel Wangchuck werde 2008 als f√ľnfter K√∂nig des Landes inthronisiert. √úberraschend √ľbernahm der Prinz jedoch bereits am 14. Dezember 2006 die Amtsgesch√§fte.

Die bhutanische Rechtsprechung basiert auf dem indischen und dem britischen Common Law.

Bis zur Aufhebung des Verbots im Februar 1999 durch die Nationalversammlung war in Bhutan das Fernsehen verboten gewesen, laut offiziellen Aussagen, um damit die Verwässerung der eigenen Kultur zu verhindern.

Bhutan ist bislang das einzige Land, in welchem ein Bruttonationalgl√ľck erhoben wird. Im Jahr 2008 wurde erstmals mittels Fragebogen das sogenannte Gross National Happiness (GNH) von staatlicher Seite ermittelt. Dieses wird in unregelm√§√üigen Abst√§nden alle paar Jahre wiederholt. Siehe dazu auch Bruttonationalgl√ľck#Erhebung in Bhutan.

Da Bhutan seit dem 17. Dezember 2004 ein nikotinfreies Land werden soll, wurde der Handel mit Tabak ab diesem Datum mit hohen Geldstrafen (umgerechnet 175 Euro) belegt und das Rauchen auf √∂ffentlichen Pl√§tzen verboten. Begr√ľndet wurde die Ma√ünahme mit religi√∂sen, gesundheitlichen und wirtschaftlichen Gr√ľnden. Das Rauchen von Tabak ist zwar im privaten Umfeld (im eigenen Haus, im Hotelzimmer) noch immer erlaubt, aber es gibt f√ľr das eine Prozent Raucher in Bhutan nur noch wenige M√∂glichkeiten, legal an Tabak zu gelangen. F√ľr den Eigenverbrauch d√ľrfen Tabakwaren in kleinen Mengen aus dem Ausland mitgebracht werden, auf die man allerdings einen Zollzuschlag von 100 Prozent zahlen muss. Mit Blick auf ein durchschnittliches Monatseinkommen von rund 9 Euro wird hiervon nur wenig Gebrauch gemacht und angesichts der hohen Geldstrafen wird auch nur selten gegen das neue Gesetz versto√üen. W√§hrend der COVID-19-Pandemie erlaubt Bhutan 2020 vor√ľbergehend wieder den Verkauf von Zigaretten in Duty-free-Shops, damit kein Schmuggel aus dem stark vom Coronavirus betroffenen Indien stattfindet.

Außenpolitik

Seine geographische Lage als Pufferstaat zwischen der Volksrepublik China im Norden und Indien im S√ľden setzen dem au√üenpolitischen Handlungsspielraum Bhutans enge Grenzen.

Die Beziehungen zu Indien waren in der Vergangenheit nicht ohne Spannungen. Der Bau strategischer Straßen im Lande in den 1960er Jahren erfolgte auf Drängen Indiens. Militärisch besteht eine enge Zusammenarbeit (u. a. Waffenlieferungen, Ausbildungshilfe). Wirtschaftlich sind beide Länder eng miteinander verflochten: die Währungen Indiens und Bhutans sind im Verhältnis 1:1 aneinander gekoppelt. Der Beitritt Bhutans zu internationalen Organisationen (UNO, Bewegung der Blockfreien Staaten, IMF, Weltbank, FAO) erfolgte auch vor dem Hintergrund des Versuches, sich vom Einfluss Indiens außenpolitisch zu emanzipieren. Die Beziehungen zu Indien verbesserten sich im Zuge des Grenzdisputes auf dem Doklam-Plateau 2017 mit China.

Die Beziehungen zur Volksrepublik China waren trotz einer ungeregelten Grenzziehung zwischen beiden L√§ndern relativ unbelastet. Die Grenze zu China wurde 1959 von Bhutan geschlossen. China baute jedoch Stra√üen auf Territorium, das von Bhutan beansprucht wird, was schon des √Ėfteren zu kleinen Spannungen gef√ľhrt hat. Von China angebotene Entwicklungshilfe wurde von Bhutan bislang aus R√ľcksicht auf Indien abgelehnt. Bhutan und China haben keine formellen diplomatischen Beziehungen, was sie aber nicht an einem regen diplomatischen Austausch hindert. Bhutan ist das einzige Mitgliedsland der Vereinten Nationen, das weder zur Volksrepublik, noch zur Republik China (Taiwan) diplomatische Beziehungen unterh√§lt. Bei UNO-Abstimmungen unterst√ľtzte Bhutan regelm√§√üig die Volksrepublik China (u.¬†a. Wiederherstellung des Sitzes Chinas in der UNO 1971, Chinas Aufnahme in den Menschenrechtsausschuss). Im Sommer 2017 kam es zu Spannungen, nachdem China mit dem Bau einer Stra√üe in das Gebiet Bhutans auf dem Doklam-Plateau begonnen hatte. Bhutan ersuchte wiederum Indien um Hilfe und es wurden indische Soldaten entsandt. Die indischen Truppen wurden von China aufgefordert, chinesisches Gebiet zu verlassen, obwohl sie sich nach Einsch√§tzung Bhutans und Indiens in Bhutan befanden. China und Indien hatten schlie√ülich zusammen rund 3000 Soldaten zusammengezogen, die, da unbewaffnet, lautstarke Auseinandersetzungen und Schubsereien austrugen.

Die Beziehungen zu Nepal sind seit der Ausweisung und Flucht (1990) von mehr als 100.000 S√ľdbhutanern nepalischer Abstammung erheblich belastet. Die im S√ľdosten Nepals lebenden Fl√ľchtlinge werden durch UNHCR-Hilfslieferungen versorgt. Bilaterale Gespr√§che zwischen Thimphu und Kathmandu √ľber eine zumindest teilweise R√ľckf√ľhrung der Fl√ľchtlinge verliefen bislang ohne Ergebnis.

Das Land ist Gr√ľndungsmitglied der S√ľdasiatischen Vereinigung f√ľr regionale Kooperation¬†(SAARC).

Das Königreich Bhutan unterhält diplomatische Beziehungen zu 52 Staaten. Am 25. November 2020 wurden die diplomatischen Beziehungen zu der Bundesrepublik Deutschland aufgenommen.

Die Zusammenarbeit mit √Ėsterreich und der Schweiz ist unter allen L√§ndern Europas, die Entwicklungshilfe an Bhutan leisten, besonders hervorzuheben. Beide L√§nder stehen f√ľr eine beispielhafte Entwicklungskooperation, da sie vor dem Hintergrund √§hnlicher topographischer Verh√§ltnisse pr√§destiniert sind, optimale L√∂sungen f√ľr Bhutans Probleme zu entwickeln.

Die Entwicklungszusammenarbeit √Ėsterreichs OEZA engagiert sich in folgenden Sektoren:

  • Energie: Errichtung von Wasserkraftwerken in Rangjung, Basochhu und Dagachhu,
  • Hochgebirgs√∂kologie: wissenschaftliche Kooperation im Gebirge, Kontrolle von Gletscherseen
  • Tourismus: Errichtung einer Hotelfachschule
  • Kultur: Erhaltung des Kulturerbes.

Die Entwicklungszusammenarbeit der Schweiz, die von Helvetas Swiss Intercooperation abgewickelt wird, konzentriert sich in folgenden Sektoren:

  • Landwirtschaft (Pferdezucht, Viehzucht, K√§seherstellung),
  • Br√ľckenbau,
  • Ausbildung im Landwirtschaftssektor.

Militär

Nach dem Einmarsch Chinas in Tibet 1950 entschloss sich das Land, eigene Streitkr√§fte aufzubauen. Bhutan ist allerdings aufgrund der geringen Personalst√§rke auf die milit√§rische Unterst√ľtzung Indiens angewiesen.

Verwaltungsgliederung

Bhutan gliedert sich in 20 Distrikte (Dzongkhag), deren Gruppierung nach vier Zonen (Dzongdey) nicht mehr offiziell ist. Die Distrikte sind in der Mehrzahl nach ihren Hauptstädten benannt worden. Einige große dzongkhags werden zudem weiter in mit Bezirken oder Kreisen ähnlichen Verwaltungseinheiten (Dungkhag) gegliedert. Auf der untersten Ebene werden die Distrikte in Gruppen von Dörfern, sogenannte Gewogs eingeteilt.

Wirtschaft

Alle wirtschaftlichen Interessen des Landes werden dem Umwelt- und Naturschutz untergeordnet, weswegen das Land √ľber eine Naturbelassenheit verf√ľgt, die heutzutage, relativ auf die Landesgr√∂√üe gesehen, nahezu unvergleichlich auf der Welt ist. So sind z.¬†B. immer noch zwei Drittel Bhutans bewaldet. Schon in der Schule wird den Kindern intensiv beigebracht, wie wichtig der Umwelt- und Naturschutz ist, und es wird viel praktisch, direkt drau√üen in der Natur, gelehrt.

Dagegen ist die Arbeitslosigkeit vor allem unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen in den Städten relativ hoch und der Lebensstandard relativ niedrig.

Die volkswirtschaftliche Basis von Bhutan ist schmal. Die Landwirtschaft ist nicht produktiv und wird weitgehend durch Subsistenzniveau bestimmt. Reis√ľbersch√ľsse werden nicht produziert, vielmehr ist die Regierung gezwungen, Reis zur Versorgung der Bev√∂lkerung zu importieren. Mit dem zu erwartenden Bev√∂lkerungswachstum wird sich Bhutan vermutlich k√ľnftig mit Problemen der Nahrungsmittelversorgung konfrontiert sehen. In den letzten Jahren wuchs die Wirtschaftsleistung jedoch deutlich und der Lebensstandard verbesserte sich. Obwohl das wirtschaftliche Modell des Landes nicht wachstumsorientiert ist, wuchs das Bruttoinlandsprodukt gerechnet in US-Dollar (Kaufkraftparit√§t) von 807 Mio. im Jahr 1990 auf 7.721 Mio. im Jahr 2017. Dank dieses Wachstums geh√∂rt Bhutan inzwischen zu den L√§ndern mittleren Einkommens. 2017 lag das Wirtschaftswachstum bei 6,8¬†%, womit das Land zu den am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften geh√∂rte.

Im Global Competitiveness Index, der die Wettbewerbsf√§higkeit eines Landes misst, belegt Bhutan Platz 82 von 137 L√§ndern (Stand 2017‚Äď2018). Im Index f√ľr wirtschaftliche Freiheit belegte das Land 2017 Platz 107 von 180 L√§ndern.

Wirtschaftliches Gefälle

Bhutan weist ein deutliches regionales Entwicklungsgef√§lle auf. W√§hrend der Westen wirtschaftlich von Wasserkraftprojekten und mit Thimphu als Zentrum politischer Entscheidungen von der Verteilung der Entwicklungshilfegelder profitiert, sind Zentral- und Ostbhutan hingegen wirtschaftlich deutlich zur√ľckgeblieben.

Statistisch betrachtet gilt Bhutan als eines der √§rmeren L√§nder der Erde. Dennoch liegt das durchschnittliche Pro-Kopf-Einkommen seiner Bev√∂lkerung deutlich h√∂her als im Nachbarland Indien. Der fr√ľhere K√∂nig Jigme Singye Wangchuck pr√§gte in diesem Zusammenhang das Schlagwort vom ‚ÄěBruttonationalgl√ľck‚Äú seiner Bev√∂lkerung, das er als wichtiges Ziel der Wirtschaftspolitik Bhutans formulierte. Bhutan hat zu diesem Zweck mit der Kommission f√ľr das Bruttonationalgl√ľck sogar eine eigene Staatskommission eingesetzt. In diesem Zusammenhang plant und f√ľhrt Bhutan seit 1961 F√ľnfjahrespl√§ne durch, um die Entwicklung des Landes zu steuern. Die Ziele dieser Entwicklungspl√§ne bisher waren z.¬†B. Aufbau der Verkehrsinfrastruktur, Ausbau der Wasserkraft, F√∂rderung der Industrie und Landwirtschaft, Reduktion der Armut. F√ľr den Entwicklungsplan 2008‚Äď2013 soll u.¬†a. durch wirtschaftliches Wachstum die Armut von etwa 23¬†% auf 15¬†% reduziert werden. Neben diversen UN-Organisationen leistete Indien bisher regelm√§√üig finanzielle Beitr√§ge zur Umsetzung der Entwicklungspl√§ne. Bhutan ist neben Ecuador eines der wenigen L√§nder, die in der Verfassung eine Orientierung am ‚ÄěBruttonationalgl√ľck‚Äú statt an Wirtschaftswachstum verankert haben. Darauf wird von Vertretern der Wachstumskritik und der wachstumskritischen Bewegung als Entwicklungsoption f√ľr industrialisierte L√§nder verwiesen.

2007 lebten 23,2 % der Bevölkerung unter der Armutsgrenze, die offiziell mit einem Monatseinkommen von 1096 Ngultrum (etwa 16 Euro) angesetzt wird.

Bodenschätze

An Bodensch√§tzen werden unter anderem folgende Vorkommen genannt: Beryll, Blei, Dolomit, Eisenerz, Gips, Glimmer, Graphit, Kalk, Kohle, Kupfer, Marmor, Pyrit, Schiefer, Wolfram, Tuff, Zinn und Zink. Die Erschlie√üung erfolgt von der the Geological Survey of Bhutan und die Mining Division Bhutan sowie √ľberwiegend von indischen Fachleuten.

Landwirtschaft

Schwerpunkt der landwirtschaftlichen Produktion ist der S√ľden Bhutans. Die Flucht/Vertreibung von mehr als 100.000 S√ľdbhutanern (1990‚Äď1991) f√ľhrte dort zu Einbr√ľchen in der Reisproduktion. Mit der Neuansiedlung von Ngalongs aus Westbhutan soll dieses Problem behoben werden. Weiterverarbeitende Betriebe (Holzverarbeitung, Konserven) konzentrieren sich √ľberwiegend in S√ľdbhutan. Die Regierung hat sich zum Ziel gesetzt, die Landwirtschaft auf 100¬†% √∂kologische Anbauweise umzustellen.

Tourismus

In vielen Reisef√ľhrern steht die falsche Information, dass das Land die Zahl der Touristen beschr√§nke, die einreisen d√ľrfen. Es werden teilweise Zahlen von nur 5000 Touristen pro Jahr genannt. Die Realit√§t sieht hingegen anders aus: Durch die vorher zu planende Reise beschr√§nken eher √∂konomische Faktoren die Anzahl der Touristen (beispielsweise freie Hotelbetten oder erh√§ltliche Flugtickets). Die Zahl der Touristen steigt j√§hrlich. Laut Zahlen des ‚ÄěDepartment for Tourism‚Äú besuchten 2005 rund 13.600, 2006, als das erste private Hotel in Bhutan, das ‚ÄěZhiwa Ling‚Äú, er√∂ffnet wurde, rund 17.400, 2007 rund 21.100 und bis Oktober 2008 etwa 21.700 Touristen das Land. 2010 stieg die Zahl der Touristen auf 40.873, inklusive 12.410 Reisenden aus den Nachbarl√§ndern. Stand April 2017 besuchen pro Jahr etwa 150.000 Menschen das Land. Dies macht den Tourismus zur zweitwichtigsten Deviseneinnahmequelle.

Reisen in Bhutan sind derzeit (April 2017) nur mit gebuchten Touren und in Begleitung eines lizenzierten F√ľhrers m√∂glich. Um Massen- oder Billigtourismus zu verhindern, ist nach dem Konzept ‚ÄěHigh Value, Low Impact‚Äú f√ľr jedes Arrangement ein Mindestpreis (‚ÄěMinimum Daily Package‚Äú) von 200 oder 250 US-Dollar pro Nacht (je nach Jahreszeit) vorgeschrieben. Zus√§tzlich wird eine ‚ÄěEinreisegeb√ľhr‚Äú von 40 US-Dollar erhoben.

Staatshaushalt

Der Staatshaushalt umfasste 2016 Ausgaben von umgerechnet 703 Mio. US-Dollar, dem standen Einnahmen von umgerechnet 640 Mio. US-Dollar gegen√ľber. Fast ein Viertel der Ausgaben werden vom indischen Staat bestritten.
Die Staatsverschuldung betrug 2016 30,5 % des BIP.

2006 betrug der Anteil der Staatsausgaben (in % des BIP) folgender Bereiche:

  • Gesundheit: 3,5¬†%
  • Bildung: 7,0¬†% (2005)
  • Milit√§r: 1,0¬†% (2005)

Infrastruktur

Energie

Gro√üe Bedeutung als Devisenbringer genie√üt die von Wasserkraftwerken erzeugte Stromproduktion, die √ľberwiegend nach Indien und Bangladesch exportiert wird. Das 1986 in Betrieb genommene Chukha-Kraftwerk (Leistung 336 MW) tr√§gt zu einem erheblichen Teil (2005: 40 Prozent) zur Finanzierung des Staatshaushaltes bei. Ein weiteres vollendetes Projekt im Distrikt Chukha ist das etwa 10¬†km Luftlinie in s√ľd√∂stlicher Richtung entfernt gelegene Kraftwerk Tala (Leistung 1.020 MW), mit dessen Bau im Oktober 1997 begonnen wurde. Die sechs Generatoren mit einer Leistung von jeweils 170 MW wurden zwischen Juli 2006 und M√§rz 2007 in Betrieb genommen. Beide Laufwasserkraftwerke liegen am Raidak (auch Wang Chhu oder Wong Chhu in Bhutan), einem rechten Nebenfluss des Brahmaputra. Nach Angaben der Weltbank hat Bhutan ein Wasserkraft-Potential von 30 Gigawatt, wovon f√ľr 16 Gigawatt konkrete Projekte bestehen.

Verkehr

Straßenverkehr

Bhutan hat keine Autobahnen, und es gibt nur wenige Stra√üen, die nur f√ľr sehr wenig Verkehr ausgelegt sind. Das gesamte Stra√üennetz umfasste 2013 etwa 10.578¬†km, wovon 2.975¬†km asphaltiert sind. Durch die gebirgige Landschaft gibt es auf vielen Stra√üen kaum gerade Strecken, und so dauert es sehr lange, aus den entlegenen D√∂rfern des Landes in die Hauptstadt zu gelangen (teilweise mehrere Tage). Die Verbindungen zwischen den D√∂rfern werden im Rahmen des von Helvetas Swiss Intercooperation gef√∂rderten Suspension Bridge Programme (SBP) durch den Bau von Drahtseil-H√§ngebr√ľcken verbessert. Zwischen 1978 und 2008 entstanden so insgesamt 452 H√§ngebr√ľcken nach dem in Nepal verwendeten und f√ľr Bhutan weiterentwickelten Standarddesign.

Im ganzen Land gilt Linksverkehr. Oft wird Thimphu als die einzige Hauptstadt der Welt ohne eine einzige Ampel bezeichnet, was allerdings auch auf Ngerulmud zutrifft. An den Enden der Hauptstra√üe (Norzin Lam) durch Thimphu befinden sich zwei Kreisverkehre, an denen tags√ľber Polizisten den Verkehr regeln. Fahrradfahren ist innerhalb von Paro und Thimphu nicht gestattet.

Luftverkehr

Der einzige internationale Flughafen ist der Flughafen Paro (IATA Flughafencode: PBH), der im Paro-Tal liegt. Er wird von der nationalen Fluggesellschaft Drukair angeflogen. Die privaten Bhutan Airlines verbinden Paro mit Delhi, Kalkutta und Gaya (Indien) sowie Kathmandu und Bangkok. Fl√ľge nach Dhaka, Yangon und Singapur sind f√ľr die Zukunft geplant. Die Hauptstadt Thimphu verf√ľgt √ľber einen Hubschrauberlandeplatz.

Schienenverkehr

In Bhutan gibt es keine Eisenbahnen, ein Anschluss an das indische Eisenbahnnetz ist geplant.

Medien

Bhutan hat erst 1999 das Fernsehen eingef√ľhrt und ist damit das letzte Land der Erde, in das dieses Medium Einzug gehalten hat. Das Fernsehen ist inhaltlich haupts√§chlich der k√∂niglichen Familie sowie gesundheitlichen Themen gewidmet. Seit 2004 sind Mobiltelefone erlaubt. Ein 2007 installierter 10-kW-Kurzwellensender des Bhutan Broadcasting Service (BBS) steht in etwa 2660¬†m H√∂he in Sangayang und sendet auf der Frequenz 6035¬†kHz im 49-m-Band. √úber das Internet ist BBS mit einem Live-Stream-Audio-Angebot vertreten.

2019 nutzten 48 % der Bevölkerung das Internet.

Kultur

Der Buddhismus als Religion pr√§gt wie nichts anderes die Kultur Bhutans. Die wichtigsten Feste Tsechu sind religi√∂se Feste mit ihren farbenpr√§chtigen Tempelt√§nzen. Die traditionelle Architektur als besonders sichtbarer Ausdruck der Kultur Bhutans ist bestimmt von der Religion: alle Bauelemente, Proportionen, Farben etc. haben religi√∂se Bedeutung. Sie haben daf√ľr zu sorgen, dass die guten Geister leichten Zutritt in die Geb√§ude haben, w√§hrend die b√∂sen D√§monen ferngehalten werden.

Bildungssystem

Bis zur gro√üen Bildungsreform in den 1960er Jahren waren die buddhistischen Tempel die ma√ügeblichen Bildungseinrichtungen. Erste h√∂here staatliche Bildungseinrichtung war das 1968 gegr√ľndete Teacher Training Institute zur Ausbildung von Lehrkr√§ften, dem heutigen Samtse College of Education. In den folgenden Jahren folgten noch acht weitere Institute, die 2003 in der dezentral organisierten Royal University of Bhutan zusammengefasst wurden.

K√ľche Bhutans

Auch kulinarisch hat Bhutan einiges zu bieten. Nationalgericht ist Ema Datshi (K√§sechili, auch Ema Datsi), ein Eintopf, der in erster Linie aus milden gr√ľnen Chilischoten und Yak-K√§se bereitet wird. Dazu serviert man roten Reis, der urspr√ľnglich nur in dieser Region angebaut wurde.

Traditionelle Kleidung

Die Nationaltracht der Frauen ‚Äď Kira ‚Äď als auch der traditionelle Gho der M√§nner ist im Alltag pr√§sent. So gilt der Gho als offizielle Amtstracht der Beamten.

Sport

Fußball

Die Bhutan Football Federation ist Mitglied der FIFA; die Nationalmannschaft findet sich im unteren Bereich der FIFA-Weltrangliste wieder. Der Film The Other Final wirft anhand des Aufeinandertreffens der Nationalmannschaften von Bhutan und Montserrat parallel zum Weltmeisterschaftsfinale 2002 einen Blick auf die Kultur und den Fu√üball von Bhutan. Das Spiel zwischen beiden Mannschaften endete 4:0 f√ľr Bhutan.

In Bhutan gibt es ein Fu√üballstadion, das Nationalstadion Changlimithang mit 15.000 Pl√§tzen. Der seit 2007 im Amt befindliche Trainer der Fu√üballnationalmannschaft, der √Ėsterreicher Helmut L. Kronj√§ger, war bis zu seinem Tod 2014 vor allem um den Aufbau von Strukturen bem√ľht.

Bogenschießen

Der Nationalsport Bhutans ist das Bogenschie√üen. Meist werden die Wettk√§mpfe zwischen den Auswahlen zweier D√∂rfer ausgetragen. Das Ziel ist dabei 145¬†m entfernt. Das Ziel besteht aus einer rechteckigen Holzplatte, etwa 35 √ó 110¬†cm gro√ü. Geschossen wird in der traditionellen Technik mit B√∂gen aus Bambus. Inzwischen wechseln aber viele vor allem j√ľngere Sch√ľtzen zum Compoundbogen.

Dabei handelt es sich traditionell um eine Männerdomäne; dennoch vertraten inzwischen zwei Frauen, Tshering Chhoden 2004 sowie Sherab Zam 2012, Bhutan im Bogenschießen mit dem Olympischen Bogen bei den Olympischen Spielen.

Literatur

  • Luciano Petech: ‚ÄěThe Rulers of Bhutan c. 1650‚Äď1750‚Äú. Oriens Extremus. Zeitschrift f√ľr Sprache, Kunst und Kultur der L√§nder des Fernen Ostens, Jahrgang 19, Hamburg 1972, S. 203‚Äď213.
  • Michael Aris: Bhutan: The Early History of a Himalayan Kingdom. Aris and Philipps, Warminster, 1979.
  • Manfred Garner: Bhutan. Kultur und Religion im Land der Drachenk√∂nige, Verlag Indo-Culture, Stuttgart 2. Aufl.1985 ISBN 3-921948-05-3.
  • Gisela Bonn: Bhutan ‚Äď Kunst und Kultur im Reich der Drachen. DuMont, K√∂ln 1988, ISBN 3-7701-1641-0.
  • Tom O. Edmunds: Bhutan ‚Äď Land des Donnerdrachens. Gerstenberg, Hildesheim 1990, ISBN 3-8067-2055-X.
  • Herbert Wilhelmy: Bhutan ‚Äď Land der Klosterburgen. C. H. Beck, M√ľnchen 1990, ISBN 3-406-33176-9.
  • Katie Hickman: Im Tal des Zauberers. Innenansichten aus Bhutan. Rowohlt, Reinbek 1992, ISBN 3-499-12651-6.
  • Christian Schicklgruber, Fran√ßoise Pommaret (Hrsg.): Bhutan ‚Äď Festung der G√∂tter. Paul Haupt, Bern 1997, ISBN 3-258-05793-1 sowie Serindia Publications, London, und Museum der Kulturen, Basel, 1998.
  • Franz Binder, Winfried Rode: Bhutan ‚Äď K√∂nigreich des Donnerdrachen. Hirmer, M√ľnchen 2002, ISBN 3-7774-9140-3.
  • Harald Nestroy: Essay ‚ÄěBhutan, the Himalayan Kingdom, sandwiched between India and China‚Äú in ‚ÄěASIAN AFFAIRS‚Äú Nov. 2004, der Publikation der Royal Society for Asian Affairs in London.
  • Britta Das: K√∂nigreich in den Wolken. National Geographic, 2005, ISBN 978-3-442-71136-9.
  • Mark Turner/Sonam Chuki/Jit Tsehring: Democratization by decree: the case of Bhutan In: Democratization Jahrgang 18, Ausgabe 1 (2011), S. 184‚Äď210.
  • Ingeborg Niestroy, Armando Garc√≠a Schmidt, Andreas Esche: Bhutan: Ein Leitbild der Nachhaltigkeitspolitik. In: Bertelsmann Stiftung (Hrsg.): Erfolgreiche Strategien f√ľr eine nachhaltige Zukunft (Reinhard Mohn Preis 2013). Verlag Bertelsmann Stiftung, G√ľtersloh 2013, ISBN 978-3-86793-490-9, S.¬†61‚Äď90 (bertelsmann-stiftung.de [PDF]).¬†
  • Karma Phuntsho: The History of Bhutan, Haus Publishing Ltd, 2013, ISBN 978-1-908323-58-3
  • Fran√ßoise Pommaret: Bhutan ‚Äď Ein Edition Erde Reisef√ľhrer. Edition Temmen, Bremen 2015, 12. Auflage, ISBN 978-3-86108-810-3.

Weblinks

  • Offizielle Webseite der Regierung von Bhutan
  • Website des neuen, offiziellen Tourism Council of Bhutan
  • Gross National Happiness - Webseite
  • Informationen zum Land bei suedasien.info
  • Jahresbericht 2005 von Amnesty International √ľber Bhutan
  • Analyse des Demokratisierungsprozesses in Bhutan von Democracy International (PDF, englisch)
  • Reiseberichte aus Bhutan
  • L√§nderinformationen des Ausw√§rtigen Amts
  • Deutsche Bhutan Himalaya Gesellschaft e.¬†V.

Einzelnachweise



Quelle: Wikipedia

 

Region Regionen (20)

Bezeichnung der Regionen: Distrikt
Abk Name Lat N Lat S Lng W Lng E B O
Bumthang 28.091 27.326 90.427 90.981  
Chhukha 27.307 26.701 89.267 89.782  
Chirang 27.177 26.809 90.003 90.332  
Dagana 27.272 26.799 89.624 90.065  
Gasa 28.323778 27.687483 89.4369429 90.617648  
Geylegphug 27.209 26.696 89.736 90.958  
Ha 27.619 27.074 88.876 89.371  
Lhuntshi 28.092 27.38 90.728 91.437  
Mongar 27.581 26.937 90.932 91.471  
Paro 27.749 27.185 89.104 89.532  
Pemagatsel 27.163 26.84 91.184 91.497  
Punakha 27.854 27.52 89.608 90.036  
Samchi 27.281 26.811 88.73 89.369  
Samdrup Jongkhar 27.241 26.774 91 92.084  
Shemgang 27.378 26.779 90.517 91.184  
Thimphu 27.991 27.139 89.182 89.817  
Tongsa 27.776 27.126 90.238 90.724  
Trashigang 27.473 27.01 91.38 92.089  
Trashiyangtse 28.010467 27.369000 91.297000 91.727000  
Wangdi Phodrang 28.068 27.103 89.691 90.492  
 

Die höchsten Gipfel Die höchsten Gipfel

Die höchsten Hütten Die höchsten Hütten

 

Touren in diesem Staat Touren in diesem Staat

 

Bücher und Karten Bücher und Karten

Flagge: Bhutan

Name englisch: Bhutan
Hauptstadt: Thimphu
Kfz: BHT
ISO: BT
ISO3: BTN
Fläche: 47000 km²
Tld: .bt
Wärung Einheit: BTN
Währung: Ngultrum
Vorwahl: 975

Ausdehnung / Grenzen (nach WGS 84 dezimal):
nördlichster Punkt: 28.360825
südlichster Punkt: 26.702016
westlichster Punkt: 88.7464735
östlichster Punkt: 92.1252321


 
Bhutan: Große Karte mit den Grenzen und allen POIs
Bhutan. Schaue dir die Lage und viele weitere Informationen an. Höchste Gipfel und höchste Hütten.

Twitter twitter.com/deinebergede Instagram instagram.com/deineberge.de Facebook facebook.com/DeineBerge Frage Kontakt Fragen, Fehler, Lob, Kritik?
Schreib uns eine Nachricht.