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Staat Informationen : Bahrain

Informationen:


Das K√∂nigreich Bahrain [ňĆbaŌáňą Äa…™ŐĮn] (auch Bahrein; arabisch ōßŔĄō®ō≠ōĪŔäŔܬ†al-Bahrain, DMG al-BaŠł•rayn, lokale Aussprache [√¶l bańßňąreňźn]) ist ein aus 33 Inseln bestehender Staat in einer Bucht im Persischen Golf, √∂stlich von Saudi-Arabien und westlich von Katar (ca. 35¬†km Luftlinie). Mit einer Fl√§che von rund 750¬†km¬≤ (nach k√ľnstlichen Aufsp√ľlungen) ist der Archipel etwas kleiner als das Hamburger Stadtgebiet. Der Name al-Bahrain bedeutet im Arabischen ‚Äědie zwei Meere‚Äú.

Bahrain ist ein moderat wohlhabendes Land. Es stand 2019 auf Platz 36 in der Liste der L√§nder geordnet nach dem Bruttoinlandsprodukt (BIP) pro Kopf. Das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen z√§hlt Bahrain zu den L√§ndern mit sehr hoher menschlicher Entwicklung. Das Land wird jedoch seit dem Beginn des Arabischen Fr√ľhlings 2011 von Konflikten zwischen der schiitischen Mehrheit des Landes und der sunnitischen Minderheit, die die politische Macht h√§lt, ersch√ľttert. Bahrain ist √§hnlich wie das gegen√ľberliegende Saudi-Arabien eine Monarchie. Die Bindung der beiden K√∂nigsh√§user gilt als eng, und saudische Streitkr√§fte halfen 2011, den Aufstand der Schiiten niederzuschlagen. Das politische System Bahrains wird als repressiv bewertet.

Geographie

Lage

Die Hauptinsel Bahrain (620¬†km¬≤) hat eine l√§ngliche Form von 48¬†√ó 16¬†km. Sie ist ein 30 bis 60¬†m hohes Kalkplateau und √ľberwiegend von Sandd√ľnen bedeckt. Die Insel ist seit 1986 √ľber eine 25¬†km lange Br√ľcke, den King Fahd Causeway, mit Saudi-Arabien verbunden. Im Zentrum erhebt sich der Dschabal ad-Duchan (135¬†m). Im S√ľden und S√ľdwesten erstrecken sich Sandfl√§chen und Salzs√ľmpfe. Nur der n√∂rdliche K√ľstenbereich ist durch artesische Brunnen und Karstquellen landwirtschaftlich nutzbar. Weitere gro√üe Inseln sind al-Muharraq, Sitra, Amwaj, Hawar und Umm Nasan. Sie sind meist felsig und ragen kaum √ľber den Meeresspiegel hinaus.

Die Hauptstadt Manama liegt im Nordosten mit etwa 158.000 Einwohnern. Im Osten liegt der Tiefwasserhafen Mina Salman, der sowohl von den Streitkräften Bahrains als auch von Kreuzfahrtschiffen angelaufen wird.

In vielen Teilen Bahrains wurden seit Anfang des 21. Jahrhunderts umfangreiche Landaufsch√ľttungen begonnen. Die Gesamtfl√§che aller vorgelagerten Inseln, Halbinseln, neuer Buchten usw. bel√§uft sich inzwischen auf rund 30¬†km¬≤, von denen erst ein geringer Teil bebaut wurde. Ziel ist es ‚Ästanalog den k√ľnstlichen Fl√§chen in Dubai und Abu Dhabi¬†‚Äď wasserumsp√ľlte Parzellen zu gewinnen, um sie zu bebauen. Aufgrund der Immobilienkrise von 2009 stehen mittlerweile viele Bauvorhaben still, wie z.¬†B. die drei Twisted Towers bei Seef oder die elf Marina-West-Hochh√§user in Budaiya. Die Hochh√§user stehen im Rohbau. Viele ‚Ästauch westliche¬†‚Äď Investoren verloren ihr Geld.

Klima

Bahrain hat feuchtwarmes subtropisches Klima mit hoher Luftfeuchtigkeit. √úberwiegend weht ein feuchthei√üer Wind aus Nordwesten (Schamal), mitunter auch trockenhei√üer S√ľdwind (Qaus) aus der W√ľste Rub al-Chali (dt.: Gro√üe Arabische W√ľste). Die Monatsmitteltemperaturen liegen zwischen 17¬†¬įC (Januar) und 33,5¬†¬įC (Juli), die Niederschl√§ge betragen nur 70¬†mm. Bahrain hat eine hohe Feinstaubbelastung.

Flora und Fauna

Auf der Hauptinsel herrscht bis auf die landwirtschaftliche Zone W√ľstenvegetation vor. Die artenarme Tierwelt besteht haupts√§chlich aus Echten Eidechsen, W√ľstenspringm√§usen und Mangusten. Gazellen und Hasen sind nahezu ausgerottet. Der Al-Aree Wildlife Park and Reserve dient dem Schutz verschiedener Tiergruppen und konnte eine erfolgreiche Wiederansiedlung von gef√§hrdeten Antilopen-Arten wie der Kropfgazelle (Gazella subgutturosa, englisch Arabian sand gazelle) erreichen. Bahrains Waldfl√§che weist weltweit den gr√∂√üten prozentualen Zuwachs auf, und zwar um 14,9¬†% zwischen 1990 und 2000. Ber√ľhmt ist der als Naturwunder geltende Schadscharat al-Haya (Baum des Lebens), ein jahrhundertealter gro√üer Baum in der W√ľste.

Bahrain unterschrieb 1996 die Konvention zur Erhaltung der Biologischen Vielfalt (CBD), jedoch nicht das Nagoya-Protokoll, das den gerechten Vorteilsausgleich von reichen und armen Staaten in Sachen Naturschutz regelt (Access & Benefit Sharing).

Bevölkerung

Demografie

Von den 1,3 Millionen Einwohnern des Inselstaates im Jahr 2013 waren 614.830 Ansässige und 638.361 zugewanderte Ausländer (Volkszählung 2013). Im März 2012 waren laut LMRA (Labour Market Regulatory Authority) 371.183 Ausländer in Beschäftigungsverhältnissen. Im Jahre 2017 waren 48,4 % der Bevölkerung Migranten.

Inder f√ľhren mit 192.500 Menschen, gefolgt von 71.915 Bangladeschern, 32.443 Pakistanern, 21.661 Philippinern, 16.294 Nepalesen, 6470 √Ągyptern und 5254 Ceylonesen. Zus√§tzlich sind auch Bidun, staatenlose Menschen arabischer Herkunft, zu finden. Der Bidunstatus wird vererbt und hat erhebliche soziale Diskriminierung zur Folge. Im privaten Sektor waren 351.314 Ausl√§nder, 329.165 M√§nner und 22.149 Frauen, besch√§ftigt. Im ersten Quartal 2011 waren noch 453.661 Ausl√§nder in Bahrain besch√§ftigt. Die ausl√§ndischen Arbeitnehmer hatten 82.000 Abh√§ngige, 33.801 Ehegatten und 49.026 Kinder.

27,5¬†% der Bahrainer waren 2004 unter 15 Jahre alt. Das Bev√∂lkerungswachstum lag zwischen 1994 und 2004 im Durchschnitt bei 2,4¬†%, die Lebenserwartung 2015 bei 76,4 Jahren und der Anteil der st√§dtischen Bev√∂lkerung im selben Jahr bei 90¬†%. Die gr√∂√üten St√§dte Bahrains sind (Stand 1. Januar 2011): Manama (158.000 Einwohner), Ar-RifńĀ‚Äô al-Gharbi (117.000 Einwohner), al-Muharraq (109.000 Einwohner), Madńęnat Hamad (85.000 Einwohner), A‚Äôali (66.000 Einwohner), Sitra (42.000 Einwohner), Madinat Isa (41.000 Einwohner), al-Budayyi‚Äô (38.000 Einwohner), Dschidhafs (35.000 Einwohner), al-Malikiyya (16.000 Einwohner) und al-Hidd (15.000 Einwohner).

Quelle: UN

Sprachen

Amtssprache ist Arabisch, während Englisch als Bildungs- und Handelssprache weit verbreitet ist. Weitere Sprachen sind Persisch und Urdu.

Religion

Der Islam, dem 70,2¬†% der Gesamtbev√∂lkerung (einschlie√ülich ausl√§ndischer Staatsangeh√∂riger; Stand: Volksz√§hlung 2011) angeh√∂ren, ist Staatsreligion. Der gr√∂√üte Teil der bahrainischen Staatsangeh√∂rigen ist ‚Äď anders als in den benachbarten arabischen Staaten, jedoch ebenso wie in der benachbarten saudischen Ostprovinz asch-Scharqiyya ‚Äď schiitisch. Das Herrscherhaus selbst ist sunnitisch.

Die Volksz√§hlung 2001 ergab einen Anteil von 9¬†% Christen an der Gesamtbev√∂lkerung und 9,8¬†% Anh√§nger sonstiger Glaubensrichtungen, vor allem des Hinduismus. Bei der Volksz√§hlung 2011 wurde lediglich der Anteil der Nichtmuslime erhoben, ohne zwischen einzelnen nichtislamischen Religionen und Atheisten zu unterscheiden. In Bahrain lebt noch eine kleine Gemeinde von circa 30 Juden und es ist das einzige arabische Land am Persischen Golf mit einer Synagoge f√ľr die j√ľdische Gemeinde.

Geschichte

Bahrain wurde bereits in pr√§historischer Zeit besiedelt. Unter dem Namen Dilmun existierte im 3. Jahrtausend v. Chr. eine bl√ľhende Kultur, die aus sumerischen Texten bekannt ist und auf dem Gebiet des heutigen Bahrain vermutet wird. Damals entstand die Stadt Qal‚Äôat al-Bahrain. Um 2000 v. Chr. verliefen hier die Handelswege der Sumerer und Babylonier nach Indien. Zeitweise stand die Insel unter kassitischer Herrschaft, ein kassitischer Statthalter ist aus Briefen bekannt. Um 650 v. Chr. eroberten die Assyrer das Land, und im 6. Jahrhundert v. Chr. gliederte es das Ach√§menidenreich in das Persische Reich ein. Damit verbunden war eine starke persische Einwanderung.

Im Jahr 324 v. Chr., als Alexander der Gro√üe mit seinem Heer vom Indus zur√ľckkehrte, landete sein Admiral Androsthenes auf Bahrain. In seiner Umfahrung der indischen See (gr. ŠĹČ ŌĄŠŅÜŌā ŠľłőĹőīőĻőļŠŅÜŌā ŌÄőĪŌĀőĪŌÄőĽőŅŠŅ¶Ōā) beschreibt er die Insel Tylos und deren Bewohner. Die Insel d√ľrfte Teil des Seleukidenreichs geworden sein und war ab ca. 130 v. Chr. Teil der Charakene, einer Provinz des Partherreiches. Mit dem Untergang des Parthischen Reiches wurde Tylos Teil des Sassanidenreiches.

630 n. Chr. wurde die Insel von den Arabern erobert. Der Islam wurde die vorherrschende Religion. Vom 8. Jahrhundert an √ľbten Bagdad und Damaskus, vom 13. Jahrhundert wieder die Perser die Kontrolle √ľber das Land aus, bis es 1515 portugiesisch wurde.

Im 17. und 18. Jahrhundert kam Bahrain erneut unter persische Oberhoheit, wurde jedoch 1783 unter der arabischen Dynastie Al Chalifa selbständig. Zwar geriet es 1820 durch einen Schutzvertrag mit der britischen Ostindienkompanie wieder in Abhängigkeit; jedoch gaben die Briten dem Land innere Autonomie und Schutz vor persischen und osmanischen Angriffen. Seit 1867 war Bahrain britisches Protektorat.

Im Jahre 1932 begann die BAPCO (Bahrain Petroleum Company) mit der Erd√∂lf√∂rderung und brachte den Herrschern des Landes immensen Wohlstand. Bahrain wurde au√üerdem einer der wichtigsten milit√§rischen St√ľtzpunkte des Vereinigten K√∂nigreiches im Nahen Osten.

Scheich Isa bin Salman Al Chalifa erkl√§rte am 14. August 1971 die Unabh√§ngigkeit. Er schloss einen Tag sp√§ter einen Freundschaftsvertrag mit Gro√übritannien und erkl√§rte sich zum Emir. Seit 1971 befindet sich auf Bahrain ein US-amerikanischer Luft- und Flottenst√ľtzpunkt. Iran hatte bis weit ins 20. Jahrhundert hinein Anspr√ľche auf Bahrain erhoben und sich dabei auf die einstige persische Herrschaft berufen. Erst im Januar 1970 erkannte das von Schah Mohammad Reza Pahlavi regierte Land die Souver√§nit√§t des Landes an. Im Februar 1979 wurde diese Vereinbarung wieder r√ľckg√§ngig gemacht; seitdem erhebt Iran erneut Anspr√ľche auf das Land, dessen Bev√∂lkerung mehrheitlich schiitisch ist. 1973 erhielt Bahrain eine Verfassung und es wurden Parlamentswahlen abgehalten. 1975 wurde die Verfassung ausgesetzt, das Parlament aufgel√∂st und die absolute Monarchie des Chalifa-Clans proklamiert. Erst 1993 wurde wieder eine Ratsversammlung (Madschlis asch-Schura) eingesetzt. Im Dezember 1998 flogen US-amerikanische Bomberflugzeuge vom Typ B-1 vom Scheich-Isa-Luftwaffenst√ľtzpunkt Luftangriffe gegen den Irak. Im M√§rz 1999 starb Emir Scheich Isa, woraufhin sein Sohn Scheich Hamad bin Isa Al Chalifa die Regierungsgesch√§fte √ľbernahm.

Am 14./15. Februar 2001 erfolgte ein Referendum √ľber die sogenannte National Action Charter. Ein Jahr sp√§ter, am 14. Februar 2002, verk√ľndete der Emir eine neue Verfassung, die unter anderem die Umwandlung in ein K√∂nigreich, vor allem aber eine Wiedereinsetzung des seit 1975 nicht mehr einberufenen Parlaments, allerdings in einer modifizierten Ausgestaltung, vorsah.

Seit den Unruhen in der Arabischen Welt, die in Tunesien begonnen hatten, treten seit Februar 2011 auch in Bahrain massive B√ľrgerproteste gegen die Regierung auf. Dabei gab es mehrere Tote. Die Hintergr√ľnde und die Situation im Lande unterscheiden sich jedoch von denen in den betroffenen L√§ndern Nordafrikas wesentlich.

In den Protesten vom März 2011 demonstrierte die schiitische Opposition gegen die sunnitische Regierung. Diese ersuchte Saudi-Arabien um Hilfe, das etwa 1000 Soldaten und 500 Polizisten entsandte. Der Iran protestierte scharf dagegen.

Im September 2020 wurde ein Friedensvertrag zwischen Israel und Bahrain geschlossen.

Politik

Gem√§√ü der Verfassung, zuletzt ge√§ndert 2012, ist Bahrain eine konstitutionelle Monarchie. Der Islam ist Staatsreligion. Der K√∂nig ernennt und entl√§sst die Regierung und hat dar√ľber hinaus das Recht, das Abgeordnetenhaus aufzul√∂sen und Neuwahlen auszuschreiben. Alle Bahrainer im Alter ab 18 Jahren sind wahlberechtigt. Seit 2002 verf√ľgt Bahrain √ľber ein parlamentarisches Zwei-Kammer-System, bestehend aus dem Shura-Rat (Beratende Versammlung, Oberhaus), dessen vierzig Mitglieder direkt vom K√∂nig ernannt werden, und dem gew√§hlten Parlament (Unterhaus) mit ebenfalls 40 Abgeordneten.

1999 erhielten Frauen auf lokaler Ebene das passive Wahlrecht. 2001 stimmten bei dem Referendum √ľber die neue Verfassung auch Frauen ab. Diese best√§tigte die Rechte der Frauen und trat 2002 in Kraft. Am 23. Oktober 2002 gingen Frauen in Bahrain erstmals zur Parlamentswahl.

Bei den Unterhauswahlen 2010 konnte sich die gr√∂√üte schiitische politische Vereinigung Al Wefaq als st√§rkste politische Kraft (und Opposition) mit 18 von 40 Sitzen im Abgeordnetenhaus behaupten, legte jedoch nach den Unruhen im Fr√ľhjahr 2011 ihr Mandat nieder. Die Parlamentswahlen Ende November 2014 hatte die Oppositionsvereinigung Al Wefaq ebenfalls boykottiert. Einem Dialog mit dem gew√§hlten Parlament stand sie ablehnend gegen√ľber. Am 17. Juli 2016 wurde Al Wefaq durch Beschluss des Hohen Zivilgerichts aufgel√∂st und das Parteiverm√∂gen konfisziert. Die Aufl√∂sung wurde unter anderem mit der Unterst√ľtzung terroristischer Gruppen, dem Einsatz der Religion f√ľr politische Zwecke und dem Aufruf zu ausl√§ndischer Einmischung in die inneren Angelegenheiten Bahrains begr√ľndet.

Gesetzgebung

Das Parlament unterteilt sich in ein Abgeordnetenhaus (Madschlis an-Nuwwab), dessen 40 Mitglieder alle vier Jahre gewählt werden, und eine Ratsversammlung (Madschlis asch-Schura), deren ebenfalls 40 Mitglieder vom König ernannt werden. (Zweikammersystem)

Laut Verfassung ist die Scharia eine der Hauptquellen der Gesetzgebung. Die Rechtsprechung ist unabhängig. Hindus und Christen unterliegen einer modifizierten britischen Rechtsprechung.

Bei den Wahlen zum Abgeordnetenhaus vom 24. und 31. Oktober 2002 errang die Liste islamischer Gemeinschaften 19, unabh√§ngige Kandidaten 18 und Liberale drei Sitze. Bei den Parlamentswahlen am 25. November 2006 zog erstmals mit Latifa al-Qa Ņud eine Frau als Abgeordnete in das Parlament ein. Am 23. Oktober 2010 gab es Parlamentswahlen.

Politische Indizes

Menschenrechte

Bahrain hat die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen unterschrieben. Dennoch kommt es laut Menschenrechtsorganisationen zu systematischen Verstößen vor allem der Rechte von Kindern und Frauen (siehe auch Frauenrechte im Islam). 2011 und 2012 wurde von Menschenrechtsverletzungen seitens der Regierung und Protesten dagegen berichtet.

Rechtsstaatlichkeit

Kinder werden in Bahrain in Gef√§ngnissen misshandelt und gefoltert, sagte die Menschenrechtsorganisation Amnesty International auf einer Pressekonferenz Ende 2013. Gruppen von Kindern w√ľrden unter dem Verdacht, an regierungskritischen Protesten beteiligt gewesen zu sein, gefangen genommen und inhaftiert. Einige Kinder seien bei ihrer Inhaftierung erst 13 Jahre alt gewesen. Ihnen seien die Augen verbunden und sie seien mit Schl√§gen traktiert worden. Diese Zust√§nde dokumentierte Amnesty nachweislich f√ľr den Zeitraum ab 2011. Es sei zu Vergewaltigungen gekommen, um ‚ÄěGest√§ndnisse‚Äú zu erzwingen.

Rechte der Frauen

Im Jahr 2009 wurde ein fortschrittliches Familiengesetz (Gesetz Nr. 19/2009) zur Beschlussfassung im Parlament eingebracht, das die St√§rkung der Rechte und die Selbst√§ndigkeit der Frau zum Ziel hat. Heftige Proteste der heute verbotenen Wefaq-Partei f√ľhrten jedoch dazu, dass dieses Gesetz nur auf Frauen sunnitischen Glaubens angewendet wird. Frauen schiitischen Glaubens unterliegen nach wie vor der schiitischen, dschafaritischen Rechtsprechung.

Pressefreiheit

Die Presse in Bahrain geh√∂rt zu den unfreiesten der Welt. Zensur und repressive Gesetzgebung verhindern freien Journalismus. In Bahrain sitzen sechs Blogger und B√ľrgerjournalisten in Haft.

Außenpolitik

Bahrain ist Mitglied der Vereinten Nationen (seit 21. September 1971), der Arabischen Liga, der OAPEC und des Golf-Kooperationsrates.

Die Beziehungen zu Saudi-Arabien und den √ľbrigen Mitgliedern des Golfkooperationsrates sowie den USA (Strategische Allianz) sind seit Jahrzehnten die beiden Grunddeterminanten der bahrainischen Au√üenpolitik. In Bahrain befindet sich das regionale Hauptquartier der 5. US-Flotte. Das 2006 in Kraft getretene Freihandelsabkommen mit den USA ist ebenfalls Ausdruck dieser engen Beziehungen. Bahrain steht seit 2002 auf der Liste der Major non-NATO ally und geh√∂rt damit zu den engsten diplomatischen und strategischen Partnern der USA au√üerhalb der NATO.

Bahrain ist bem√ľht, sich unter weitgehendem Verzicht auf exponierte inhaltliche Festlegungen, besonders bei Regionalfragen (Nahostfriedensprozess, Irak, Iran, Syrien, Jemen, √Ągypten), als flexibler und seri√∂ser Gespr√§chspartner zu profilieren. Bahrain ist im September 2014 der von den USA gef√ľhrten Allianz gegen die Terrororganisation Islamischer Staat beigetreten. Anfang November 2014 lud die bahrainische Regierung zu einer internationalen Konferenz zur Bek√§mpfung der Terrorismusfinanzierung ein. Im Dezember 2016 richtete Bahrain zum 12. Mal den als Manama Dialog fest etablierten Golfsicherheitsdialog aus, den das Londoner International Institute for Strategic Studies konzipiert und organisiert.

Bahrain beobachtet die Lage in arabischen Staaten mit schiitischem Bevölkerungsanteil, insbesondere Irak, Syrien, Libanon und Jemen, mit großer Aufmerksamkeit. Das Verhältnis zu Iran ist von Misstrauen in Bezug auf dessen regionalen Machtbestrebungen geprägt und erreichte infolge des Abbruchs der diplomatischen Beziehungen im Januar 2016, nachdem kurz zuvor schon Saudi-Arabien und der Sudan diesen Schritt vollzogen hatten, einen neuen Tiefpunkt. In der Vergangenheit hatten iranische Politiker mehrfach die Unabhängigkeit Bahrains in Frage gestellt. Bahrain wirft Iran zudem vor, sich in die inneren Angelegenheiten einzumischen und seit den Unruhen in Bahrain im Februar/ März 2011 Einfluss auf die schiitische Opposition und insbesondere die radikalisierte Jugend in Bahrain zu nehmen.

Ein Friedensvertrag zwischen Israel und Bahrain mit dem Königreich Bahrain durch den Außenminister Abdullatif bin Raschid al-Sajani und Israels Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu erfolgte zeitgleich mit dem Friedensvertrag zwischen Israel und den Vereinigten Arabischen Emiraten durch den Außenminister der Vereinigten Arabischen Emirate, Abdullah bin Said al-Nahjan, auch Abraham-Abkommen genannt, am Dienstag, dem 15. September 2020 um 13:37 Uhr vor dem Weißen Haus in Washington in Anwesenheit von US-Präsident Donald Trump.

Militär

Die Streitkr√§fte Bahrains bilden die Landesverteidigung. Das etwa 10.000 Soldaten (Stand: 2020) starke Milit√§r setzt sich aus dem Heer, den Luftstreitkr√§ften, der Marine, den Luftverteidigungsverb√§nden und der K√∂niglichen Garde zusammen. Bahrain gab 2019 knapp 3,7 Prozent seiner Wirtschaftsleistung oder 1,4 Milliarden US-Dollar f√ľr seine Streitkr√§fte aus. In der Armee arbeiten auch Ausl√§nder.

Verwaltungsgliederung

Bahrain ist seit September 2014 in vier Gouvernements eingeteilt. Davor war Bahrain in f√ľnf Gouvernements sowie vor dem 3. Juli 2002 in 12 Gemeindedistrikte unterteilt.

  1. Hauptstadtgouvernement
  2. Gouvernement Muharraq
  3. Nördliches Gouvernement
  4. S√ľdliches Gouvernement

Wirtschaft

Die gewerbliche Wirtschaft wird von √∂l- und aluminiumexportierenden Industriezweigen dominiert. Zurzeit werden zwei Drittel des Bruttosozialprodukts im Dienstleistungsbereich erwirtschaftet, w√§hrend √Ėl und Gas mit 12¬†% am BIP beteiligt sind, aber 77¬†% der gesamten Regierungseinnahmen und damit des Budgets erwirtschaften. Die starke Abh√§ngigkeit vom Erd√∂l versucht Bahrain durch weitere Umstrukturierung der Wirtschaft und Diversifikation der Industrie zu vermindern. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) f√ľr 2017 wird auf 34,9 Milliarden US-Dollar gesch√§tzt. In Kaufkraftparit√§t betr√§gt das BIP 70,4 Milliarden US-Dollar oder 48.500 US-Dollar je Einwohner. Das reale Wachstum betrug im selben Jahr 3,2¬†%. Beim BIP pro Kopf nach realer Kaufkraft liegt Bahrain weltweit auf Rang 23. Die Landwirtschaft machte einen Anteil von 0,3¬†% am BIP aus, die Industrie 33,8¬†% und die Dienstleistungen 65,9¬†%. Besch√§ftigt waren 2004 1¬†% der Erwerbst√§tigen in der Landwirtschaft, 32¬†% in der Industrie und 67¬†% im Dienstleistungssektor. Die Inflation lag 2016 im Durchschnitt bei 2,8¬†%, die Auslandsverschuldung bei 21 Milliarden US-Dollar. Durch den sinkenden √Ėlpreis sind die Staatsfinanzen Bahrains in eine erhebliche Schieflage geraten. Das Haushaltsdefizit betrug 2016 ca. 14¬†% der Wirtschaftsleistung und war damit eines der h√∂chsten der Welt. Die Staatsverschuldung liegt inzwischen bei ca. 90¬†% des BIP. Im Laufe des Jahres 2016 wurde die Kreditw√ľrdigkeit Bahrains von mehreren gro√üen Ratingagenturen auf ‚ÄěRamschniveau‚Äú abgestuft.

Im Global Competitiveness Index, der die Wettbewerbsf√§higkeit eines Landes misst, belegt Bahrain Platz 44 von 137 L√§ndern (Stand 2017‚Äď2018). Im Index f√ľr wirtschaftliche Freiheit belegt Bahrain 2019 Platz¬†54 von 169¬†L√§ndern.

Kennzahlen

Alle BIP-Werte sind in US-Dollar (Kaufkraftparität) angeben.

Landwirtschaft

Auf den wenigen landwirtschaftlich genutzten Fl√§chen werden Datteln und Gem√ľse angebaut. In der Viehzucht werden Rinder, Ziegen und Schafe gehalten. Aufgrund der √úberfischung im Persischen Golf verliert die Fischereiwirtschaft, die mit traditionellen Daus betrieben wird, an Bedeutung.

Bodenschätze und Industrie

Neben intensiv genutzten Erd√∂l- und Erdgasvorkommen wird seit 2008 neues √Ėl gesucht. Im Jahr 2018 wurde das gr√∂√üte Erd√∂lvorkommen der Landesgeschichte entdeckt. Bahrain besitzt seit 1971 Aluminiumfabriken mit 3¬†% Weltmarktanteil. Daneben entwickelt sich der Schiffbau zu einer bedeutenden Branche. Drittwichtigster Industriezweig des Landes ist die Textilindustrie. Die Fertigung wird √ľberwiegend in die USA exportiert. An Bedeutung gewinnt die Aluminiumrecyclingindustrie.

Dienstleistung

Aufgrund der limitierten √Ėlreserven hat das Land sich ein zweites Standbein durch einen Offshore-Bankensektor geschaffen. Bahrain ist heute eines der wichtigsten Finanzdienstleistungszentren des Nahen Ostens.

Tourismus

Auch der innerarabische Tourismus mit 12,7 Millionen Besuchern 2017 wird ‚Äď vor allem wegen der lockeren Sitten in Bahrain und des liberalen Alkoholausschanks verbunden mit der N√§he zu Saudi-Arabien ‚Äď ein immens wichtigerer Faktor. So ist jedes Wochenende Hochsaison in Bahrain. Aus dem westlichen Ausland kommen eher weniger Individualtouristen. Bahrain besitzt kaum nat√ľrliche Badestr√§nde, die zudem wenig gepflegt und sehr abgelegen oder in privater Hand sind. Einige Hotels haben k√ľnstliche Str√§nde angelegt. Im ersten Halbjahr 2018 besuchten 49.864 √ľberwiegend deutsche Kreuzfahrer die Inseln. Bahrain wird im Rahmen einer Kreuzfahrt im persischen Golf gerne angeboten. Mein Schiff (TUI) und AIDA d√ľrften die f√ľhrenden Anbieter sein. Die Schiffe kommen in der Regel w√§hrend der Woche.

An der abgelegenen S√ľdostspitze der Insel wird seit 2004 das private Urbanisationsprojekt Durrat al-Bahrain mit 13 k√ľnstlichen Inseln ‚Äď in den gleichen Formen innen ‚ÄěFische‚Äú und au√üen ‚ÄěHufeisen‚Äú ‚Äď und einer Marina f√ľr Gro√üboote und Yachten entwickelt. Hier gibt es f√ľr insgesamt geplant 7,3 Milliarden US-Dollar Investitionssumme angelegte private Strandabschnitte, Villen, Apartmenth√§user, Freizeit- und im sehr kleinen Rahmen Einkaufsm√∂glichkeiten. Die Investitionen bedienen in erster Linie wohlhabende arabische Zweitwohnsitzinhaber.

Verkehr

Bis 1986 war Bahrain nur mit Schiff und Flugzeug erreichbar. Seitdem besteht der King Fahd Causeway als Stra√üenverbindung √ľber das Meer nach Saudi-Arabien und wird j√§hrlich von bis zu 3 Millionen Fahrzeugen genutzt. Eine weitere Verbindung nach Katar, die Freundschaftsbr√ľcke, ist geplant; dieses Bauwerk w√§re dann die l√§ngste Seebr√ľcke der Welt. Der einzige Verkehrsflughafen des Kleinstaates ist der Internationale Flughafen Bahrain auf der Insel al-Muharraq. Er ist Sitz der staatlichen Fluggesellschaft Gulf Air.

Die bisherige Hafenkapazit√§t s√ľdlich des Ortes al-Hidd wurde √ľberwiegend f√ľr die Verladung von Roh√∂l benutzt. Da auch in Bahrain dieser Einkommenszweig allm√§hlich zur Neige geht, hat man seit 2005 mit Hochdruck an der Schaffung neuer Hafenkapazit√§ten gearbeitet. S√ľd√∂stlich der bestehenden Anlage wurde auf einer aufgesch√ľtteten Halbinsel der neue Hafen Hidd Port gebaut und im M√§rz 2009 in Betrieb genommen. Er dient mit einer Kapazit√§t von 1,1 Millionen TEU vor allem dem Containerumschlag und folgt damit √§hnlichen Ausbauten wie in Dubai, Abu Dhabi und Katar.

Das gesamte Straßennetz umfasste 2010 etwa 4.122 km, wovon 3.392 km asphaltiert sind.

Außenhandel

2003 importierte Bahrain vor allem Roh√∂l, Maschinen und Transportausr√ľstungen aus Saudi-Arabien, den USA, Frankreich, Deutschland und aus dem Vereinigten K√∂nigreich.

Es exportierte vor allem Erd√∂l und Erd√∂lprodukte nach Saudi-Arabien, in die USA, nach Taiwan, nach Indien, Japan und S√ľdkorea.

Staatshaushalt

Der Staatshaushalt umfasste 2017 Ausgaben von umgerechnet 9,4 Mrd. US-Dollar, dem standen Einnahmen von umgerechnet 5,85 Mrd. US-Dollar gegen√ľber. Im Jahr 2018 beschloss das Land ein Reformprogramm, das von einem USD 10 Mrd. Kredit der Nachbarstaaten Saudi-Arabien, Vereinigte Arabische Emirate und Kuwait flankiert wurde. Das Haushaltsdefizit Bahrains sank 2019 auf 4,7¬†% des BIP nach 6,8¬†% im Jahr 2018. Die Staatsverschuldung war vor den Reformma√ünahmen auf ann√§hernd 93¬†% des BIP gestiegen.

Aufgrund seiner Wirtschaftslage erhebt der Staat mit Ausnahme bei √Ėlgesellschaften keine Einkommensteuer, womit das Land zu den sogenannten Steueroasen geh√∂rt. Jedoch werden in der gehobenen Gastronomie und auch der Hotellerie Verbrauchsteuern von bis zu 20¬†% erhoben. 2019 wurde eine Mehrwertsteuer von 5¬†% eingef√ľhrt.

Sehensw√ľrdigkeiten

Bahrain ist die Insel der gr√∂√üten pr√§historischen Grabst√§tten der Welt. Tausende H√ľgelgr√§ber erstrecken sich auf 30¬†km¬≤ entlang der Stra√üen zwischen den einzelnen Vierteln. Die Anzahl wird auf 170.000 gesch√§tzt.

Die in al-A‚Äôali gefundenen Totengr√ľfte werden als K√∂nigsgr√§ber bezeichnet. Beeindruckend ist ihre Gr√∂√üe, teils 40¬†m im Durchmesser und 24¬†m hoch.

Die Altstadthäuser Muharraqs gehören zu den ältesten des Landes: Das Haus des Perlenhändlers, Bait as-Siyadi, das ehemalige Herrscherhaus, Bait Isa bin Ali.

Das Al-Dschasra-Haus zeigt recht authentisch ein Bild der R√§umlichkeiten, und wie fr√ľher ein schlichtes Zuhause aussah.

Das Arad-Fort wurde Ende des 15. Jh. erbaut und in der Dhau-Werft kann man den Bootsbauern √ľber die Schulter schauen.

Qal’at al-Bahrain (Archäologische Stätte des Forts von Bahrain) ist seit den 1950er-Jahren die bedeutendste Ausgrabungsstätte. Hier wurden Tempel freigelegt, die vermutlich aus der Dilmun-Zeit, dem 2. Jahrtausend v. Chr. stammen. Der Barbar-Tempel, der Diraz-Tempel und der Sar-Tempel liegen am nördlichen Ende der Insel.

Seit 1976 versucht man im Reservat al- ŅAreen, fast ausgestorbene Tiere und Pflanzen zu erhalten. Auch ein kleiner Zoo ist zu besuchen. Au√üerdem gibt es Busrundfahrten zu verschiedenen Gehegen.

Der Baum des Lebens Schadscharat al-Haya im S√ľden des Landes ist ein riesiger Mesquite-Baum, von dem niemand wei√ü, woher er sein Wasser bezieht.

In Janabiyya ist eine riesige Kamelfarm, die nur von westlichen Touristen besucht werden darf.

Die Formel-1-Strecke in Sakhir, der Bahrain International Circuit, kann an einigen Wochentagen besichtigt werden.

Familien aus den Nachbarl√§ndern und auch die Einheimischen besuchen gerne die Einkaufszentren in Seef, die besuchenden M√§nner bevorzugen die Vergn√ľgungsviertel in Hoora und Juffair, wo sie Alkohol, Drogen und jede Art von Sex gegen Bezahlung bekommen k√∂nnen. Die Aktivit√§ten sind leicht verdeckt und selten gibt es Razzien und Bestrafungen.

Parks

Im S√ľden in der N√§he der Formel-1-Strecke gibt es einen kleinen Zoo, den Al-Areen-Wildpark. In der N√§he des Wildparks befindet sich ein gro√üer Wasserpark, das ‚ÄöLost Paradise of Dilmun‚Äė. √úberall in Bahrain gibt es kleinere Parks, in Budaya einen kleinen botanischen Garten.

Sehensw√ľrdigkeiten in Manama

W√§hrend Manama in der Diplomatic Area und in Seef mit Glast√ľrmen und Hochh√§usern ein Finanzzentrum darstellt, gibt es auch traditionsreiche, orientalische Viertel mit Windt√ľrmen.

Der durch das Bahrain-Tor (Bab al-Bahrain) zug√§ngliche Suq mit seiner ihn durchquerenden Goldstra√üe lag zuvor direkt an der K√ľste, doch durch die Gewinnung von Land r√ľckten H√§user und Pl√§tze immer mehr vom Wasser weg. Im Suq ist auch ein gro√üer Hindutempel beheimatet. In der Umgebung befinden sich zudem einige Kaufmannsh√§user, deren Verzierungen den einstigen Reichtum seiner Besitzer zeigen.

Manama war Kulturhauptstadt der Arabischen Welt im Jahr 2012.

Museen

Eines der größten Museen der Golfregion ist das Nationalmuseum im Norden Manamas, welches Kultur und Geschichte vermittelt.

Als Museum f√ľr Tradition gibt es seit 1948 das Heritage Center, ein Geb√§ude aus dem Jahre 1937, das einst den Staatsgerichtshof beherbergte.

Das Haus des Koran, Bait al-Qur‚Äôan, ist ein Koranmuseum. Auch ungew√∂hnliche Exemplare des Werkes, wie das Kleinste, das √Ąlteste oder der erste in Deutschland gedruckte Koran, werden dort pr√§sentiert.

Ein paar Stra√üen weiter befindet sich das M√ľnzmuseum mit 250 M√ľnzen aus Gold, Silber und Bronze.

Moscheen

Im Stadtteil Juffair befindet sich mit der sunnitischen Al-Fatih-Moschee die gr√∂√üte Moschee des Landes mit Platz f√ľr 7000 Gl√§ubige.

Als Beispiel fr√ľherer Architektur zeigt sich die Al-Chamis-Moschee aus dem 8. Jahrhundert.

Einkaufszentren

In Bahrain befinden sich viele Einkaufszentren. Die beliebtesten und gr√∂√üten sind das Bahrain City Center, Al ‚ÄôAli Mall und die Seef Mall ‚Äď alle in einer Stra√üe in Seef. Diese Malls sind wie alle Malls von westlichen Marken gepr√§gt, haben aber auch arabische Artikel wie z.¬†B. Abaya oder Jalabiya. Die Moda Mall im Bahrain World Trade Center ist mehr f√ľr exklusive Marken. In den letzten Jahren vermehrten sich die Malls stark und es kamen unz√§hlige neue Malls dazu. Erw√§hnenswert scheint nur THE AVENUES zu sein, eine Mall gegen√ľber dem Four Seasons Hotel direkt am Meer. Man kann drau√üen sitzen und spazieren gehen. Das Angebot ist in allen Malls sehr √§hnlich.

Sport

Das j√§hrliche Formel-1-Rennen ‚ÄěGro√üer Preis von Bahrain‚Äú fand 2004 erstmals statt. Im Jahr 2011 fiel es aufgrund politischer Unruhen aus. Das f√ľr M√§rz 2020 geplante Rennen wurde aufgrund der COVID-19-Pandemie zun√§chst auf unbestimmte Zeit verschoben und fand dann im November statt.

Die bahrainische Fu√üballnationalmannschaft ist gemessen an der Gr√∂√üe des Landes eine sehr erfolgreiche Fu√üballelf. Bei der Asienmeisterschaft 2004 in China erreichte sie den vierten Platz nach einer 2:4-Niederlage gegen den Iran im Spiel um den 3. Platz. Bei der Qualifikation zur Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland erreichte die Mannschaft ihre bisher beste Platzierung im Rahmen dieses Wettbewerbes. Nachdem sie in der letzten Gruppenphase der Asien-Qualifikation stand, erreichte die Mannschaft die Play-offs um die Qualifikation zur WM. Dort verlor sie dann allerdings gegen die Auswahl von Trinidad und Tobago knapp mit einem Gesamtergebnis von 1:2 und verpasste damit die Qualifikation f√ľr das Turnier. Auch bei der Qualifikation zur Weltmeisterschaft 2010 in S√ľdafrika stand das Team in der letzten Play-off-Runde und schied gegen Neuseeland nach einem 0:0 zu Hause und einem 0:1 ausw√§rts aus.

Die erste olympische Medaille f√ľr Bahrain gewann Maryam Yusuf Jamal, eine eingeb√ľrgerte √Ąthiopierin, mit der Bronzemedaille im 1500-Meter-Lauf w√§hrend der Olympischen Spiele 2012 in London.

Bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking lief der bahrainische Mittelstreckenl√§ufer Rashid Ramzi, ein eingeb√ľrgerter Marokkaner, die schnellste Zeit √ľber 1500¬†m. Die olympische Goldmedaille wurde ihm jedoch im November 2009 vom IOC wegen Dopings aberkannt.

In der Snooker-Saison 2008/09 fand in Bahrain mit der Bahrain Championship ein Snookerweltranglistenturnier statt.

Bei der Handball-Weltmeisterschaft der Männer 2011 in Schweden nahm erstmals die bahrainische Nationalmannschaft teil.

Im Mai 2015 formierte der Scheich das Bahrain Elite Endurance Triathlon Team. Im Juli folgte der Gewinn der Ironman-Europameisterschaft, im August der Ironman-70.3-Weltmeisterschaft und im Oktober der Sieg beim Ironman Hawaii.

F√ľr die Olympischen Spiele 2016 b√ľrgerte das Land mehrere Leichtathleten ein, darunter die (urspr√ľnglich) kenianischen Marathonl√§uferinnen Rose Chelimo und Eunice Kirwa. Cholima gewann bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften 2017 in London Gold im Marathon der Frauen. 2019 gewann sie in Qatar bei den Weltmeisterschaften die Silbermedaille.

Das 30.000 Zuschauer fassende Nationalstadion in Riffa, s√ľdlich der Hauptstadt Manama, wird haupts√§chlich als Fu√üballstadion genutzt.

Literatur

  • Marlies Heinz: Bahrain als Handelsdrehscheibe im 3. und 2. Jt.v.Chr., in: Uwe Finkbeiner, Reinhard Dittmann, Harald Hauptmann (Hrsg.): Festschrift f√ľr R. M. Boehmer, Beitr√§ge zur Kulturgeschichte Vorderasiens, Mainz 1995, S. 237‚Äď256.
  • Michael Schmidmayr: Politische Opposition in Bahrain. Stabilit√§t und Wandel in einem autorit√§ren Regime. (Weltregionen im Wandel, Band 11) Nomos, Baden-Baden 2011, ISBN 978-3-8329-6511-2.
  • UN Resident Coordinator‚Äôs Office in the Kingdom of Bahrain: @1@2Vorlage:Toter Link/www.undp.org.bh(Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven: Human Development Achievements of the Kingdom of Bahrain ‚Äď A Ten-year Review) . (PDF; 3,9¬†MB) 2010.

Weblinks

  • CIA World Factbook: Bahrain (englisch)
  • Website der Regierung Bahrains (arabisch, englisch)
  • Website der Bahrainischen Nachrichtenagentur BNA (arabisch, englisch)
  • Website der Botschaft des K√∂nigreichs Bahrain in Berlin
  • L√§nderinformationen zu Bahrain des Ausw√§rtigen Amtes
  • Datenbank inhaltlich erschlossener Literatur zur gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Situation in Bahrain

Einzelnachweise




Quelle: Wikipedia

 

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Flagge: Bahrain

Name englisch: Bahrain
Hauptstadt: Manama
Kfz: BRN
ISO: BH
ISO3: BHR
Fläche: 665 km²
Tld: .bh
Wärung Einheit: BHD
Währung: Dinar
Vorwahl: 973

Ausdehnung / Grenzen (nach WGS 84 dezimal):
nördlichster Punkt: 26.3265283
südlichster Punkt: 25.5798401
westlichster Punkt: 50.3781509
östlichster Punkt: 50.8228639


 
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