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Staat Informationen : Vanuatu

Informationen:


Vanuatu ([¬†[v…Ďňźn äňą…Ďňźtuňź]], auf Bislama: Ripablik Blong Vanuatu) ist ein souver√§ner Inselstaat im S√ľdpazifik.

Der aus 83 Inseln ‚Äď bzw. Inselgruppen ‚Äď bestehende Inselstaat ging 1980 aus dem seit 1906 bestehenden britisch-franz√∂sischen Kondominium Neue Hebriden hervor und hat heute etwa 267.000 Einwohner.

Geografie

Das Inselgebiet von Vanuatu erstreckt sich √ľber 1300¬†km des S√ľdpazifiks und z√§hlt zu Melanesien. Zum Staat geh√∂ren 83 Inseln (davon 67 bewohnte Inseln), meist vulkanischen Ursprungs, welche √ľberwiegend zur Inselgruppe der Neuen Hebriden z√§hlen. Weiterhin geh√∂ren die Banks- und die Torresinseln zu Vanuatu.

Nur wenige dieser vanuatuischen Inseln haben eine Größe, die sie bedeutend macht. Die größten Inseln sind Espiritu Santo (3955,5 km²) und Malakula (2041,3 km²). Der höchste Punkt auf Vanuatu ist der Tabwemasana (Tabwémasana) mit 1879 m auf der Insel Espíritu Santo.

Bemerkenswert ist der aktive Vulkan Mount Yasur auf der Insel Tanna sowie der Lombenben auf der Insel Ambae, der im November 2005 Aktivit√§t zeigte. Immer wieder ersch√ľttern Erdbeben die Inseln, so auch 1999 und 2002. Letzteres richtete in der Hauptstadt Port Vila erheblichen Schaden an. Beide Erdbeben hatten jeweils einen Tsunami zur Folge.

Bevölkerung

Vanuatu hat ca. 267.000 Einwohner (2014), etwa 98,5 % der Bevölkerung sind Melanesier.

32,6¬†% der Bev√∂lkerung sind bis 14¬†Jahre alt, von 15 bis 64¬†Jahre sind es 63,7¬†%, √ľber 64 Jahre sind lediglich 3,7¬†% der Einwohner. Vanuatu hat ein j√§hrliches Bev√∂lkerungswachstum von etwa 1,5¬†%, wobei die Geburtenrate bei 22,72 pro 1000 Einwohner und die Sterberate bei 7,82 pro 1000 Einwohner liegt. Die S√§uglingssterblichkeit liegt bei 5,4¬†%. Die Lebenserwartung der Bev√∂lkerung liegt im Zeitraum von 2010 bis 2015 bei 71,4¬†Jahren (M√§nner: 69,4¬†Jahre, Frauen: 73,6¬†Jahre). 26¬†% der √ľber 15-J√§hrigen sind Analphabeten.

Bevölkerungsentwicklung

Quelle: UN

Sprachen

72,6 % der Bevölkerung geben als Muttersprache eine der 110 Sprachen Vanuatus an. Mit dieser Menge an Sprachen hat Vanuatu die höchste Sprachendichte (Sprachen pro Einwohner) der Welt. Alle diese Sprachen zählen zum melanesischen Zweig der ozeanischen Sprachgruppe. Bislama, eine in der britisch-französischen Kolonialzeit entstandene Kreolsprache, wird von knapp 23,1 % als erste Muttersprache angegeben; tatsächlich stellt es aber die tägliche Sprache der Einwohner des Inselstaates dar. Neben Bislama gelten auch Englisch und Französisch als Amtssprachen, werden aber kaum noch aktiv gesprochen: Englisch wird von 1,9 % der Einwohner, Französisch von 1,4 % gesprochen. Andere Sprachen werden von 0,3 % der Gesamtbevölkerung gesprochen.

Einwohner ohne gemeinsame Sprache verst√§ndigten sich fr√ľher √ľber Zeichnungen, die in den Sand gezeichnet wurden. Rituelle Sandzeichnungen, die aus einer durchgehenden Linie bestehen, wurden 2003 von der UNESCO als Kulturerbe der Menschheit anerkannt.

Religion

31,4 % der Bevölkerung gehören der presbyterianischen Kirche an und 13,4 % der anglikanischen Kirche. 13,1 % der Einwohner sind römisch-katholisch, 10,8 % sind Siebenten-Tags-Adventisten und 13,8 % gehören einer anderen christlichen Konfession an. Daneben gibt es noch etliche einheimische Glaubensrichtungen, zu denen sich aber nur noch 5,6 % der Gesamtbevölkerung bekennen. Die bedeutendsten sind Cargo-Kulte wie die John-Frum-Bewegung und die Prinz-Philip-Bewegung. (Alle demografischen Angaben sind auf dem Stand von 2006.)

Geschichte

Viele der Inseln von Vanuatu sind schon seit Jahrtausenden bev√∂lkert. Die √§ltesten Funde werden auf das Jahr 2000 v.¬†Chr. datiert. Der portugiesische Seefahrer Pedro Fern√°ndez de Quir√≥s erreichte am 3.¬†Mai 1606 Esp√≠ritu Santo. Im Glauben, den ‚Äěverlorenen‚Äú s√ľdlichen Kontinent gefunden zu haben, nannte er die Insel nach dem Heiligen Geist Terra Australis del Espiritu Santo und vereinnahmte sie (und alles bis zum S√ľdpol liegende Land), im Namen des spanischen K√∂nigs und der katholischen Kirche.

1768 segelte Louis Antoine de Bougainville auf der Fregatte La Boudeuse zwischen Esp√≠ritu Santo und Malakula und widerlegte somit Quir√≥s Theorie, es handle sich um den Teil eines s√ľdlichen Kontinents.

Nach der zweiten Reise des britischen Entdeckers James Cook ließen sich ab 1839 europäische Siedler auf den Inseln nieder. Ab 1887 standen die Inseln offiziell unter britisch-französischer Herrschaft.

Franzosen und Briten einigten sich im Jahr 1906 auf die Gr√ľndung des Kondominiums Neue Hebriden auf den Neuen Hebriden.

Aufgrund verschiedener Infektionskrankheiten, die vor allem von den europäischen Siedlern ins Land gebracht wurden, fiel die Bevölkerung bis 1935 auf 45.000 Einwohner.

Während des Zweiten Weltkrieges wurden die Inseln Efate und Espíritu Santo von den Alliierten als Militärbasen genutzt. In den 1960er Jahren drängte die Bevölkerung zu mehr Selbstbestimmung und später nach Unabhängigkeit. Vor der Unabhängigkeit wurde das aktive und passive Frauenwahlrecht im November 1975 garantiert.

Volle Souveränität erlangte der Inselstaat am 30. Juli 1980 durch die Zustimmung der beiden europäischen Schutzmächte. Bei der Erlangung der Unabhängigkeit wurde das Frauenwahlrecht bestätigt.

Am 15. September 1981 trat Vanuatu den Vereinten Nationen bei. 1983 trat Vanuatu der Bewegung der Blockfreien Staaten bei.

Die 1990er Jahre waren gepr√§gt von politischer Instabilit√§t, was zu einer gr√∂√üeren Dezentralisierung im politischen System des Inselstaates f√ľhrte.

Katastrophengefährdung

Vanuatu steht auf Platz 1 der Liste der durch Katastrophen besonders gef√§hrdeten Staaten, dem WeltRisikoBericht. Fast j√§hrlich ereignen sich Erdbeben, alle 10 Jahre wird mit einem schweren Beben gerechnet. Auch ist mit dem Mount Yasur ein Vulkan aktiv. Die akutesten Bedrohungen gehen von den j√§hrlichen tropischen St√ľrmen bzw. Zyklonen aus, zuletzt 2020 durch den Zyklon Harold, der zu schweren Zerst√∂rungen f√ľhrte. Mittel- bis langfristig drohen Risiken durch den Anstieg des Meeresspiegels.

Zyklon Pam

Zwischen dem 14. und 15.¬†M√§rz 2015 w√ľtete in Vanuatu der Zyklon Pam, der weite Teile Vanuatus zerst√∂rte, weswegen die Regierung am 15.¬†M√§rz 2015 den nationalen Notstand ausrief. Der Zyklon war mit Windgeschwindigkeiten von mehr als 300¬†km/h einer der st√§rksten je gemessenen Zyklone. In der Hauptstadt Port Vila wurden 90¬†% aller Geb√§ude zerst√∂rt oder stark besch√§digt.

Der Zyklon wird als die schwerste Katastrophe in der Geschichte von Vanuatu bezeichnet. Laut Angaben der Vereinten Nationen kamen mindestens 24 Menschen durch den Zyklon ums Leben, 3300 Menschen wurden obdachlos. Präsident Baldwin Lonsdale gab dem Klimawandel eine Mitschuld am Ausmaß der Zerstörung.

Politik

Politisches System

Vanuatu ist eine parlamentarische Republik mit einem Pr√§sidenten als Staatsoberhaupt. Der Pr√§sident, der haupts√§chlich repr√§sentative Funktionen aus√ľbt, wird alle f√ľnf Jahre von einem gemeinsamen Gremium aus Mitgliedern des Parlaments und den Pr√§sidenten der Regionalparlamente gew√§hlt. Vom 22.¬†September 2014 bis zu seinem Tod war Baldwin Lonsdale aus der Provinz Torba Pr√§sident des Landes. Seine Wahl erforderte acht Wahlg√§nge, bis er die notwendige Zweidrittelmehrheit mit 46 von 58 Stimmen erreichte. Er l√∂ste den vom 2.¬†September 2009 bis 2.¬†September 2014 amtierenden Iolu Abil und dessen danach amtierenden Interimspr√§sidenten Philip Boedoro ab. Nachfolger des in der Region angesehenen Baldwin Lonsdale wurde im Juli 2017 Tallis Obed Moses.

Der Regierungschef Vanuatus ist der Premierminister, der vom Parlament mit Dreiviertelmehrheit gewählt wird. Der Premierminister bestimmt selbst die Mitglieder seines Kabinetts.

Premierminister ist seit dem 20. April 2020 Bob Loughman. Er löste damit Charlot Salwai ab, der seit 2016 amtierte.

Vanuatu hat ein Einkammersystem. Das Parlament hat 52 Mitglieder, die alle vier Jahre in Mehrpersonenwahlkreisen direkt gewählt werden. Der Premierminister kann das Parlament vorzeitig vom Präsidenten auflösen lassen.

Quelle: IFES

Neben dem Parlament gibt es den Malvatu Mauri, auch National Council of Chiefs genannt. Dieser Häuptlingsrat hat aber nur beratende Funktion.

Das oberste rechtsprechende Staatsorgan von Vanuatu ist der Oberste Gerichtshof, der aus einem Obersten Richter und bis zu drei weiteren Richtern besteht. Das Rechtssystem basiert auf dem britischen Recht.

Außenpolitik

Die kleinen Matthew- und Hunterinseln, welche etwa 250¬†km s√ľd√∂stlich von Anatom (Provinz Tafea), der s√ľdlichsten Hauptinsel von Vanuatu, liegen, werden sowohl von Neukaledonien (Frankreich) als auch von Vanuatu beansprucht.

Schon fr√ľh unterst√ľtzte Vanuatu diplomatisch Osttimor in seinem Bestrebungen nach Unabh√§ngigkeit von Indonesien. Daher verlieh Osttimors Pr√§sident Francisco Guterres am 31. August 2019 der Regierung Vanuatus den Ordem de Timor-Leste.

Seit dem 26. Oktober 2011 ist Vanuatu Mitglied der WTO.

Sicherheit

Vanuatu verf√ľgt √ľber keine regul√§ren Streitkr√§fte. F√ľr die Sicherheit ist neben der Polizei (Vanuatu Police Force) auch die paramilit√§rische Vanuatu Mobile Force zust√§ndig, die auch √ľber einen maritimen Arm, den Police Maritime Wing, verf√ľgt. Vanuatuische Sicherheitskr√§fte haben bereits an Eins√§tzen der Vereinten Nationen teilgenommen.

Provinzen

Vanuatu besteht aus den sechs Provinzen Malampa, Penama, Sanma, Shefa, Tafea und Torba, deren Namen sich aus den Namen der Einzelinseln zusammensetzen.

Wirtschaft

Die Wirtschaft von Vanuatu besteht √ľberwiegend aus Landwirtschaft, Tourismus und Fischerei. Die Fischerei spielt eine wichtige Rolle zur Versorgung der Bev√∂lkerung. Auch daher ist Vanuatu Mitglied der South Pacific Regional Fisheries Management Organisation (SPRFMO), die sich als internationale zwischenstaatliche Organisation von 15 Mitgliedern das Ziel gesetzt hat, die Fischbest√§nde im S√ľdpazifik zu √ľberwachen und zu bewirtschaften.

Die Mitglieder sind:

Zu den wichtigsten Kulturpflanzen geh√∂ren Kokospalmen, Erdn√ľsse, Bananen und Mais, die haupts√§chlich f√ľr den Inlandsbedarf kultiviert werden. Im Jahr 2010 wurden auf einer Fl√§che von 96.000¬†ha Kokospalmen (Ertrag 2010: 170.000¬†t), auf 2.428¬†ha Erdn√ľsse (Ertrag 2011: 2.616¬†t), auf 1.455¬†ha Bananen (Ertrag 2010: 10.735¬†t, 2017: 16.547 t) und auf 1.402¬†ha Mais (Ertrag 2010: 783¬†t) angebaut. 2017 wurden 26 Tonnen Kaffee geerntet.

Auf einigen Farmen werden Rinder und Schweine gehalten, die 2010 2500¬†t Rindfleisch und 3417¬†t Schweinefleisch erbrachten. Vereinzelt werden auch Kaffee (2011: 25¬†ha), Kakao (2011: 500¬†ha) und Gew√ľrze (2011 auf sieben Hektar mit einem Ertrag von 95¬†t) angebaut. Die Wirtschaft ist trotz eines expandierenden Dienstleistungssektors noch stark landwirtschaftlich gepr√§gt und somit anf√§llig f√ľr Naturkatastrophen und Wetterschwankungen. Es existieren keine nennenswerten Bodensch√§tze.

Etwa 65¬†% der Bev√∂lkerung bestreiten ihren Lebensunterhalt durch den prim√§ren Sektor. Durch diverse Wirtschaftsreformen wie die Einf√ľhrung einer Mehrwertsteuer von 12,5¬†% gelang es, den Dienstleistungssektor zu st√§rken, so dass der Tourismus weiter expandieren konnte. 2011 waren es ca. 94.000 Besucher. Auf Kreuzfahrtschiffen erreichten 125.000 Tagesbesucher die Inseln.

Vanuatu erlangt auch zunehmend Bedeutung als Offshore-Finanzplatz. In Vanuatu gibt es keine Einkommensteuern, K√∂rperschaftssteuern oder Kapitalertragsteuern. Der Staatshaushalt wird durch Einfuhrsteuern, die Mehrwertsteuer (12,5¬†%) und durch diverse Geb√ľhren finanziert.

Exportiert werden in erster Linie landwirtschaftliche Produkte, deren Mengen j√§hrlich stark schwanken k√∂nnen. 2010 wurden Agrarg√ľter im Wert von 24¬†Mio. US-$ exportiert; jedoch mussten Nahrungsmittel im Wert von 56,3¬†Mio. US-$ importiert werden. Auch in den Jahren davor √ľberstieg der Wert der Lebensmittelimporte (2009: 53,1¬†Mio. US-$) stets den Wert der Lebensmittelexporte (2009: 28,1¬†Mio. US-$) in erheblichem Ma√üe. Vanuatu exportiert u.¬†a. Rindfleisch (2010: 352¬†t nach 904¬†t im Vorjahr), Kopra (2010: 5.693¬†t nach 15.107¬†t im Vorjahr und 3.205¬†t 2008), Kakao (2010: 1.978¬†t nach 1.480¬†t im Vorjahr) sowie geringe Mengen von Kaffee (2010: 1¬†t nach 4¬†t im Vorjahr) und Bananen.

Am 28. Januar 2016 legte die EU-Kommission ein Maßnahmenpaket zur Bekämpfung von Steuerflucht vor, bei dem unter anderem Vanuatu auf der schwarzen Liste der Steueroasen auftaucht.

Die wichtigsten Handelspartner sind Neukaledonien, Australien und Neuseeland.

Mit dem Citizenship Tourism Investment Program (CTIP) versucht Vanuatu Menschen zu gewinnen, die in das Land investieren. Im Jahr 2020 haben bis Mitte August √ľber 650 Menschen die M√∂glichkeit genutzt, bei zugelassenen Agenturen f√ľr je 130.000 USD (rund 110.000 Euro) die Staatsb√ľrgerschaft von Vanuatu zu erwerben, um 32¬†% mehr als im ganzen Jahr 2019. Je 80.000 USD flie√üen direkt als Geb√ľhr an den Staat, weiters zahlen die Agenturen Steuern auf ihre Erl√∂se. Der Staat erzielte so trotz Einbruch des Tourismus im Zuge der Coronavirus-Pandemie und den Zerst√∂rungen durch den Zyklon Harold im ersten Halbjahr 2020 einen √úberschuss von 3,8 Milliarden Vatu (28,4 Millionen Euro). Der gr√ľne Pass mit dem Wappen Vanuatus samt Staatsmotto ist auch beliebt daf√ľr, dass Inhaber mit ihm in mehr als 100 L√§nder visafrei einreisen k√∂nnen, darunter jene der Europ√§ischen Union, Gro√übritannien, Russland und Hongkong. Nur wenige der "K√§ufer" der Staatsb√ľrgerschaft siedeln sich tats√§chlich im Land an oder investieren in der Folge hier.

Vier Chinesen, nach denen Interpol fahndete, wurde 2020 die Staatsb√ľrgerschaft wieder aberkannt; sie wurden verhaftet, isoliert und an China ausgeliefert. Sie sollen an PlusToken beteiligt gewesen sein, einem betr√ľgerischen Schneeballsystem mit Kryptow√§hrungen.

Währung

Als Währung fungiert auf Vanuatu der Vatu (VUV). Am 24. Apr 2021 betrug der Wechselkurs 1 EUR = 130,42 VUV, entsprechend 100 VUV = 0,76675 EUR.

Unternehmen

Die Betreiber des Kazaa-Netzwerkes von Sharman Networks haben sich dort niedergelassen, um Verfahren in den Niederlanden zu entgehen und von Steuervorteilen zu profitieren. Auch WinMX, eine Peer-to-Peer-Software und der OnlineTVRecorder wechselten ihren Standort dorthin.

Staatshaushalt

Der Staatshaushalt umfasste 2005 Ausgaben von umgerechnet 72,2¬†Mio. US-Dollar, dem standen Einnahmen von umgerechnet 78,7¬†Mio. US-Dollar gegen√ľber. Daraus ergibt sich ein Haushalts√ľberschuss in H√∂he von 1,8¬†% des BIP.

Die Staatsverschuldung betrug 2008 106 Mio. US-Dollar oder 18,5 % des BIP.

2006 betrug der Anteil der Staatsausgaben (in % des BIP) folgender Bereiche:

  • Gesundheit: 4,1¬†%
  • Bildung: 9,5¬†% (2003)
  • Milit√§r: 0,0¬†% (Vanuatu hat kein Milit√§r im eigentlichen Sinne)

Verkehr

Das knapp 1000 Kilometer lange Verkehrsnetz Vanuatus besteht zu 75¬†% aus nicht asphaltierten Stra√üen und Wegen. Es gibt auf den Stra√üen von Vanuatu keine generelle Geschwindigkeitsbegrenzung. F√ľr die √úberwindung von Mittel- und Langstrecken stehen auf Vanuatu insgesamt 31 Flugpl√§tze bereit, davon drei mit asphaltierten Start- und Landebahnen. Einer der wichtigsten Flugh√§fen ist der Flughafen Bauerfield. Die nationale Fluglinie ist Air Vanuatu. Die Handelsmarine verf√ľgt √ľber etwa 50 Schiffe, von denen keines einen inl√§ndischen Besitzer hat. Gr√∂√üere H√§fen befinden sich in Forari, Port Vila und Espiritu Santo.

Kultur und Medien

Die Kulturlandschaft Chief Roi Mata‚Äôs Domain ist seit 2008 UNESCO-Welterbe. Auch die Sandzeichnungen, die fr√ľher der Kommunikation zwischen den einzelnen Inseln und St√§mmen dienten, wurden von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannt.

Einer der bedeutendsten zeitgen√∂ssischen K√ľnstler Vanuatus ist der von der Insel Wallis stammende Aloi Pilioko, der u.¬†a. das farbenfrohe Relief an der Fassade der Hauptpost in Port Vila schuf. Unweit davon ist ein interessantes Wandgem√§lde auf der Fassade des Verwaltungsgeb√§udes gegen√ľber der Markthalle zu sehen.

Eine Kurzwellenstation, die mit 10¬†kW ein Inlandsprogramm in Englisch, Franz√∂sisch und Bislama ausstrahlt, kann bei g√ľnstigen Empfangsbedingungen gelegentlich auch in Mitteleuropa empfangen werden. Die Sendefrequenzen sind: 3.945, 5.055 und 7.260¬†kHz.

Die Top-Level-Domain von Vanuatu ist .vu. Mit dem Verkauf der .vu-Domain verdiente Vanuatu mehr als 42 Millionen Euro.

Literatur

  • Andreas Holtz: Nation-Building und die Frage nach Souver√§nit√§t im S√ľdpazifik vor dem Hintergrund der politischen Geschichte der Republik Vanuatu. Lit, M√ľnster 2003, ISBN 3-8258-6413-8.
  • Felix Speiser: Ethnology of Vanuatu. An early twentieth century study. Crawford House, Bathurst NSW 1991, ISBN 1-86333-021-6 (Nachdruck 1996; englische √úbersetzung des Originals von 1923: Ethnographische Materialien aus den Neuen Hebriden und den Banks-Inseln. Eingeschr√§nkte Vorschau in der Google-Buchsuche).

Weblinks

  • Offizielle Website der Regierung Vanuatus
  • Informationen des deutschen Ausw√§rtigen Amtes
  • Informationen der go:ruma.de
  • CIA World Factbook: Vanuatu (englisch)
  • Sprachenkarte Vanuatus
  • Gazetteer of New Hebrides place names (1979)
  • Deutschlandradio-Artikel √ľber die Besonderheiten der Tanbunia-Bank
  • Literatur zu Vanuatu im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek

Einzelnachweise



Quelle: Wikipedia

 

Region Regionen (0)

Abk Name O
VU.ML Malampa  
VU.PM Penama  
VU.SN Sanma  
VU.SE Shefa  
VU.TF Tafea  
VU.TR Torba  
 

Die höchsten Gipfel Die höchsten Gipfel

 

Die höchsten Hütten Die höchsten Hütten

 

Touren in diesem Staat Touren in diesem Staat

 

Bücher und Karten Bücher und Karten

Flagge: Vanuatu

Name englisch: Vanuatu
Hauptstadt: Port Vila
Kfz: VAN
ISO: VU
ISO3: VUT
Fläche: 12200 km²
Tld: .vu
Wärung Einheit: VUV
Währung: Vatu
Vorwahl: 678

Ausdehnung / Grenzen (nach WGS 84 dezimal):
nördlichster Punkt: -13.0724554
südlichster Punkt: -20.2522929
westlichster Punkt: 166.5417588
östlichster Punkt: 170.2384597


 
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