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Staat Informationen : Jersey

Informationen:


Jersey (englische Aussprache [ňąd í…úňźz…™], franz√∂sische Aussprache [ í…õ Āňąz…õ], normannisch J√®rri [d í…õr…™]) ist die gr√∂√üte und mit gut 100.000¬†Einwohnern zugleich bev√∂lkerungsreichste Kanalinsel. Sie liegt im √Ąrmelkanal in der Bucht von Saint-Malo, rund 150¬†km vor Gro√übritannien und etwa 25¬†km vor der Westk√ľste der nordfranz√∂sischen Halbinsel Cotentin. Zu den anderen Kanalinseln betragen die (Luftlinien-)Entfernungen 28¬†km nach Guernsey, 20¬†km nach Sark und 50¬†km nach Alderney. Jersey ist die sonnenreichste aller britischen Inseln und verf√ľgt √ľber ausgedehnte Str√§nde. Die Hauptstadt ist Saint Helier.

Jersey ist wie die anderen Kanalinseln weder ein Teil des Vereinigten Königreiches noch eine Kronkolonie, sondern als Kronbesitz (englisch crown dependency) direkt der britischen Krone unterstellt.

Die Insel geh√∂rt mit den kleineren Inseln Minquiers und Ecr√©hous zur Selbstverwaltung Bailiwick of Jersey (zu deutsch etwa Vogtei Jersey, Selbstbezeichnung: States of Jersey). Zur Vogtei Jersey geh√∂ren daneben auch weitere Insel- und Felsengruppen, die heute nicht permanent bewohnt sind: Vor allem sind dies Pierres de Lecq und Les Dirouilles sowie weitere Inseln im S√ľden und S√ľdosten. Weitere Kanalinseln in der Umgebung geh√∂ren zur Bailiwick of Guernsey.

Größe

Jersey ist 119,6¬†km¬≤ gro√ü ‚Äď von Norden nach S√ľden 8¬†km breit und 14,5¬†km lang von Osten nach Westen. Die Insel besitzt ein 570¬†km umfassendes Stra√üennetz. Allein rund 80¬†km nimmt das Wegesystem der ‚ÄěGreen Lanes‚Äú ein. Dies sind kleine, verkehrsberuhigte Stra√üen und Wege, auf denen eine H√∂chstgeschwindigkeit von 24¬†km/h gilt. Wanderer, Fahrradfahrer und Reiter haben hier Vorrang.

Einwohner

Die Insel hatte beim letzten Zensus (2011) 97.857 Einwohner. Bis Ende 2014 ist die Einwohnerzahl auf gesch√§tzt ungef√§hr 100.800 angestiegen. Von den Bewohnern sind etwa 50¬†% auf Jersey und weitere 33¬†% auf den anderen Britischen Inseln geboren. In der Inselhauptstadt St.¬†Helier leben rund 33.500¬†Einwohner (Zensus 2011). Jeder f√ľnfte Einwohner arbeitet im Finanzsektor.

Sprache

Auf Jersey wird neben Englisch heute noch ein normannischer Dialekt gesprochen. Dieser Dialekt wird von den Einheimischen auch Jersey-French oder J√®rriais genannt. Er weicht aber so stark vom Franz√∂sischen ab, dass er nur von den einheimischen Inselbewohnern verstanden wird. Jersey-French ist in den Schulen Jerseys kein Pflichtfach mehr, kann jedoch als Nebenfach belegt werden. Es wird an den meisten Grundschulen des Landes gelehrt, an den weiterf√ľhrenden Schulen jedoch nicht mehr. In den meisten Familien wird Jersey-French nicht mehr gesprochen und ist somit vom Aussterben bedroht.

Klima

Jersey verzeichnet die meisten Sonnenstunden der Britischen Inseln. Vom Golfstrom beeinflusst hat die Insel im Sommer eine durchschnittliche Tagesh√∂chsttemperatur von 21¬†¬įC. Das Klima ist ganzj√§hrig mild und die Wintermonate sind fast immer frostfrei. Das Meer ist, durch den starken Tidenhub bedingt, relativ k√ľhl. Normalerweise erreicht es im Hochsommer, durch den Golfstrom beg√ľnstigt, maximal 22 bis 23¬†Grad Celsius.


Landesnatur, Vegetation

Aufgrund des milden Klimas, bedingt durch den Golfstrom, findet sich eine Mischung aus mediterraner Vegetation (z.¬†B. Palmen, Drachenb√§ume, Kamelien) und solcher gem√§√üigterer Breiten (z.¬†B. Ginster, Nadelgew√§chse). Auf der Insel wachsen auch wilde terrestrische Orchideen (Naturschutzgebiet Pr√©¬†Noir an der Westk√ľste), darunter einige, die dort endemisch sind. Der gr√∂√üte Teil der Insel ist entweder landwirtschaftlich bewirtschaftet oder bebaut, wobei vor allem in den kleineren Orten die H√§user oft mit G√§rten oder Parkanlagen umgeben sind. Daneben gibt es noch Reste von Mischw√§ldern in den T√§lern (z.¬†B. im St.¬†Peter‚Äôs Valley), wo auch Wanderwege angelegt sind. An einem Teil der K√ľsten, vor allem im Norden der Insel, findet man steil abfallende Klippen, die mit Ginster, Farnen sowie niedrigen Str√§uchern und Kr√§utern bewachsen sind. Diese Klippen k√∂nnen √ľber die Klippenpfade erwandert werden (Ausgangspunkt z.¬†B. Pl√©mont Bay oder Bouley¬†Bay). Im S√ľdwesten sind auch noch Sandd√ľnen zu finden.

Der Gezeitenunterschied betr√§gt bis zu zw√∂lf Meter. Bei Ebbe werden gro√üe Bereiche von Felsen oder Watt freigelegt, insbesondere im S√ľdosten der Insel. Es gibt verschiedene Seev√∂gel, darunter M√∂wenarten oder Austernfischer. Mitunter verirrt sich auch ein Papageitaucher von den benachbarten Inseln an die Klippen der Nordk√ľste. Es gibt eine gro√üe Zahl von Fasanen, die auf der ganzen Insel anzutreffen sind.

Geschichte

Die Kanalinseln geh√∂ren zu den Gebieten, die vor dem nacheiszeitlichen Meeresanstieg, der etwa 5000¬†v.¬†Chr. abgeschlossen war, Teil des kontinentalen Festlands waren und als solche bereits fr√ľh besiedelt wurden. √Ąlteste Funde stammen aus der H√∂hle von La Cotte de St.¬†Brelade. Sie reichen bis zu 250.000 Jahre zur√ľck. Dort fanden sich mehr Neandertalerwerkzeuge als im gesamten √ľbrigen Gro√übritannien. Au√üerdem wurden hier die bisher einzigen bekannten Reste eines sp√§ten Neandertalers in Nordwesteuropa freigelegt.

Von der Ankunft des Ackerbaus zeugen noch 15 von urspr√ľnglich 60 Megalithanlagen der Kanalinseln (Dolmen) und einige Menhire.

Urspr√ľnglich waren alle Kanalinseln Teil der L√§ndereien des Herzogs der Normandie und noch davor Teil von Neustrien. Im Jahre 1066 eroberte Herzog Wilhelm der Eroberer England und wurde englischer K√∂nig. Als der Festlandteil der Normandie im Jahre 1204 unter der Regentschaft von Johann Ohneland verlorenging, blieben die Kanalinseln als Rest des Herzogtums im Besitz der K√∂nige von England, und es entstanden Befestigungen wie Grosnez Castle. Die Kanalinseln geh√∂ren nicht zu Gro√übritannien, sondern dem britischen K√∂nigshaus. Bis zum Jahr 1569 hingen die Inselkatholiken vom Bistum Coutances (heute von Portsmouth) ab.

Jersey wurde im Zweiten Weltkrieg ab 1940 von der deutschen Wehrmacht besetzt. Zuvor waren ca.¬†30.000¬†Bewohner nach Gro√übritannien evakuiert worden. In dieser Zeit wurden Festungsbauten (Bunker etc.) an der K√ľstenlinie installiert. So wurde die Insel Teil des Atlantikwalls. Au√üerdem lie√üen die Deutschen durch Zwangsarbeiter eine Tunnelanlage (Jersey War Tunnels, Hohlgangsanlage¬†8 ‚Äď HO¬†8) errichten, die im letzten Kriegsjahr in ein unterirdisches Krankenhaus (englisch ‚ÄěUnderground Hospital‚Äú) umgestaltet wurde, das aber nie zum Einsatz kam. Es sollte der Versorgung deutscher Soldaten dienen, die im Kampf verwundet wurden. Beim Bau dieser Tunnelanlage kamen viele Zwangsarbeiter ums Leben.

Im September 1942 wurden von den Kanalinseln auf Anordnung Hitlers etwas mehr als 2000¬†Zivilisten ‚Äď M√§nner, Frauen, Kinder ‚Äď ins Deutsche Reich (u.¬†a. nach Bad Wurzach) deportiert (als Reaktion auf die Internierung von deutschen Staatsb√ľrgern durch die Briten im Iran). Sie wurden bis zum Kriegsende in Internierungslagern (ILAG) festgehalten.

Von der Invasion in der Normandie war Jersey nicht betroffen. Offiziell wurde erkl√§rt, man wolle sich nicht mit der Befreiung der ‚Äěunwichtigen‚Äú Insel aufhalten; √ľber m√∂gliche, tiefer reichende staatsrechtliche und politische Gr√ľnde wird spekuliert. So kam es, dass die Besatzer das Kriegsende abwarteten und erst am 9.¬†Mai 1945 kapitulierten. Aus dieser Zeit sind noch viele Geb√§ude und Anlagen erhalten, die heute als Museen genutzt werden. So gibt es eine Ausstellung in den ‚ÄěJersey War Tunnels‚Äú, die das Leben w√§hrend der Besatzungszeit darstellt.

Alte Namen

Politik

Es gibt zwei Gebiete, die offiziell den Status einer Vogtei (engl. Bailiwick, frz. Bailliage) haben, Guernsey und Jersey. Ihnen steht allerdings kein Vogt vor, sondern sie sind als Kronbesitz direkt der britischen Krone unterstellt.

Jersey geh√∂rt daher nicht zum Vereinigten K√∂nigreich und ist nicht vom britischen Parlament abh√§ngig. Die Insel geh√∂rt mit den kleineren Inseln Minquiers und Ecr√©hous zur Selbstverwaltung Bailiwick of Jersey (zu deutsch etwa Vogtei Jersey). Sie untersteht als Kronbesitz (englisch crown dependency) ausschlie√ülich der britischen Krone und verf√ľgt demzufolge √ľber eine eigene Gesetzgebung (die z.¬†T. noch auf normannisches Recht zur√ľckgeht), eine eigenst√§ndige interne Verwaltung und ein eigenes, v√∂llig unabh√§ngiges Steuersystem, das dank niedriger Steuers√§tze (Einkommenssteuerh√∂chstsatz von 20¬†%) viele ausl√§ndische Investoren anlockt.

Jersey selbst ist seit √ľber 1000¬†Jahren in zw√∂lf¬†Gemeinden (Parishes) aufgeteilt. Sie tragen jeweils den Namen der Heiligen, welche die Patrone ihrer Pfarrkirche waren. Alle Gemeinden werden zu Verwaltungszwecken weiter untergliedert. In elf der zw√∂lf Parishes hei√üen diese Untergliederungen Vingtaines, im Parish Saint-Ouen hei√üen die Untergliederungen Cueillettes. Der Begriff Vingtaine ist auch auf Guernsey in Gebrauch.

Seit einigen Jahren gibt es politische Parteien auf Jersey, die aber bei Wahlen bisher keine Rolle spielten, da bei den seither abgehaltenen Wahlen fast nur unabh√§ngige Kandidaten gew√§hlt wurden. Seit 2006 hat Jersey eine Ministerialregierung mit einem Chiefminister an der Spitze. Die ‚ÄěStates of Jersey‚Äú bestehen aus 49 gew√§hlten Mitgliedern, davon 8¬†Senatoren, 12¬†Constables ‚Äď aus jedem Parish je einer ‚Äď und 29¬†Abgeordneten.

Jersey geh√∂rte nicht zur Europ√§ischen Union und wird v√∂lkerrechtlich aufgrund eines Gesch√§ftsbesorgungsvertrages gegen Honorar vom britischen Foreign Office (Au√üenministerium) mitvertreten und gegebenenfalls auch von britischen Streitkr√§ften verteidigt. Eine andere Auffassung vertrat der deutsche Bundesgerichtshof, der in einer Entscheidung vom 1.¬†Juli 2002 (II¬†ZR¬†380/00) zu ¬ß¬†110 der Zivilprozessordnung Jersey dem Vereinigten K√∂nigreich und der Europ√§ischen Union zurechnete: ‚ÄěDa Jersey als Bestandteil des Vereinigten K√∂nigreiches, wenn auch unter Beachtung seines verfassungsrechtlichen Sonderstatus zur Europ√§ischen Union geh√∂rt, [‚Ķ]‚Äú. Jerseys Interessen und die der anderen britischen Kanalinseln werden durch das in Br√ľssel bei der EU-Kommission angesiedelte Channel Islands Brussels Office (CIBO) vertreten.

Währung

Die Insel hat eine eigene Währung: Das Jersey-Pfund-Sterling (JEP) ist angelehnt an das britische Pfund, das ebenfalls akzeptiert wird, ebenso wie Debitkarten und alle gängigen Kreditkarten. Der Euro wird derzeit nur in einigen größeren Geschäften in der Inselhauptstadt angenommen.

Wirtschaft

Das Bruttoinlandsprodukt Jerseys betrug 2013 ungef√§hr 3,7 Mrd. ¬£. Wichtigster Wirtschaftszweig der Insel mit einem Anteil von 42¬†% an der Bruttowertsch√∂pfung ist der Finanzsektor, der vor allem von den niedrigen Steuers√§tzen f√ľr ausl√§ndische Kapitalanleger profitiert und ungef√§hr ein Viertel der Arbeitnehmer auf Jersey besch√§ftigt. In einer Rangliste der wichtigsten Finanzzentren weltweit belegte Jersey den 39. Platz (Stand: 2018). Wirtschaftlich wichtig ist auch die Tourismusbranche; die Ausgaben der Besucher auf der Insel beliefen sich 2014 auf 232 Mio. ¬£. Die Landwirtschaft tr√§gt zwar nur noch 1,6¬†% zur Bruttowertsch√∂pfung bei, pr√§gt aber nach wie vor das Erscheinungsbild der Insel (mehr als die H√§lfte der Inselfl√§che wird agrarisch genutzt). Die haupts√§chlichen landwirtschaftlichen Aktivit√§ten sind der exportorientierte Kartoffelanbau und die Milchwirtschaft, die auf einer eigenen Rinderrasse, dem sogenannten Jersey-Rind, basiert. Ebenfalls bedeutend f√ľr den Export ist die Blumenzucht. Im S√ľdwesten der Insel, in der Gemeinde Saint Br√©lade liegt eine Lavendel¬≠farm, die einen nennenswerten Anteil des britischen Bedarfs an Lavendel√∂l produziert.

95 Prozent ihres elektrischen Stroms bezieht die Insel √ľber drei Unterwasserkabel aus Frankreich. Im Zusammenhang √ľber Auseinandersetzungen bez√ľglich der Fischereirechte nach dem Brexit r√ľckte dieser Sachverhalt ins Blickfeld.

Tourismus

Die Wirtschaft von Jersey lebt auch zu gro√üen Teilen vom Tourismus. Auf dem Flughafen landen Flugzeuge aus London und anderen europ√§ischen Metropolen. In die Schweiz gibt es Fl√ľge nach Bern. Dank TGV und Schnellf√§hren ist die Insel ab Paris in ca.¬†f√ľnf Stunden erreichbar. Die F√§hren fahren mindestens zweimal t√§glich. Camping ist nur auf den offiziellen Campingpl√§tzen erlaubt. Das Preisniveau ist seit der Abwertung des britischen Pfunds, an das das Jersey-Pfund gekoppelt ist, stark gesunken.

Es gibt neben der Inselhauptstadt St. Helier zahlreiche touristische Ziele, wie die arch√§ologischen Fundst√§tten (Dolmen), Mont Orgueil Castle oder die M√ľhle von Qu√©tivel. Die Buchten u.¬†a. von Saint Br√©lade, Saint Aubin und die Royal Bay von Grouville sind f√ľr Strandurlaube begehrt.

Verkehr

Jersey verf√ľgt √ľber einen Flughafen im S√ľdwesten der Insel. Die gr√∂√üten H√§fen befinden sich in Saint Helier (tidenunabh√§ngig), Gorey und Saint Aubin.

Die Gesamtl√§nge der befestigten Stra√üen der Insel betr√§gt etwa¬†570¬†km. Es wird wie in Gro√übritannien auf der linken Stra√üenseite gefahren (Linksverkehr), nur w√§hrend der deutschen Besatzungszeit wurde auf Rechtsverkehr umgestellt. Die H√∂chstgeschwindigkeit betr√§gt 64¬†km/h (40¬†mph). Die Green Lanes sind ein einzigartiges Netz kleiner, verkehrsberuhigter Stra√üen und Wege, auf denen Radfahrer, Wanderer und Reiter absoluten Vorrang vor dem Kfz-Verkehr haben. Die H√∂chstgeschwindigkeit f√ľr Fahrzeuge betr√§gt dort 24¬†km/h (15¬†mph). Dieses einmalige Projekt wurde 1996 von der Guild of Travel Writers mit dem ‚ÄěSilver Unicorn‚Äú ausgezeichnet.

Auf Jersey gibt es keine Eisenbahn mehr. Alle Inselteile sind seit Januar 2013 durch 24 Buslinien (Stand Fr√ľhjahr 2016) der ‚ÄěLibertyBus‚Äú zu erreichen. Der fr√ľhere Buslinienbetreiber ‚ÄěmyBus‚Äú hat pro Jahr mehr als 3¬†Millionen Fahrg√§ste mit ca. 80 Bussen auf 18 Linien ausgehend vom zentralen Busbahnhof ‚ÄěLiberation Station‚Äú in der Hauptstadt Saint Helier bef√∂rdert.

Kultur

1959 wurde vom Tierschutzpionier Gerald Durrell der Durrell Wildlife Conservation Trust gegr√ľndet, der den Zoo von Jersey (Jersey Zoo, bis 2017: Durrell Wildlife Park) betreibt. In einer Parkanlage gelegen, bem√ľht sich der Trust mit gro√üem Erfolg um die Rettung vom Aussterben bedrohter Tierarten. So wurden bereits verschiedene Tierarten nachgez√ľchtet und in ihrer angestammten Heimat ausgewildert. Das Projekt wird durch Spenden und Tierpatenschaften finanziert. Neben einer gut dokumentierten Orang-Utan-Gruppe gibt es weitere Menschenaffen, Lemuren, eine gro√üe Anlage f√ľr Flughunde und nachtaktive Tierarten.

Das wichtigste kulturelle Ereignis der Insel ist das Jersey Battle of Flowers, das jeweils am zweiten Donnerstag im August am Nachmittag und am darauffolgenden Freitag am Abend durchgef√ľhrt wird. Es ist eine Parade von blumengeschm√ľckten Wagen. Erstmals fand diese 1902 anl√§sslich der Kr√∂nung von K√∂nig Edward¬†VII. statt.

Auf Jersey gibt es neun Ballettschulen, die alle nach der Lehrmethode der Royal Academy of Dancing unterrichten. Alle zwei Jahre veranstalten sie einen Ballett-Wettbewerb, der in das Jersey Eisteddfod Festival of Performing Arts integriert ist.

Surfen

Jersey besitzt durch seine vielen und langen Sandstrände einige von Europas besten Surfspots. In St. Helier selbst gibt es einige Surfshops, in denen aber so gut wie alle Brettsportarten vertreten sind. Auch an der St. Ouen’s Bay sind einige Brettverleihe. Die St. Ouen’s Bay war im September 2009 der Austragungsort der EUROSURF09, der Europameisterschaften im Surfen.

Söhne und Töchter

  • Helier (‚Ć 555), Schutzheiliger der Insel
  • Lillie Langtry (1853‚Äď1929), Schauspielerin, Kurtisane und M√§tresse K√∂nigs Eduard VII.
  • Harry Vardon (1870‚Äď1937), Berufsgolfer und siebenfacher Major-Sieger
  • Ted Ray (1877‚Äď1943), Berufsgolfer und zweifacher Major-Sieger
  • Charles le Maistre (1874‚Äď1953), Elektrotechniker
  • Babette Cole (1950‚Äď2017), Kinderbuchautorin und Illustratorin
  • Guru Josh, eigentlich Paul Walden (1964‚Äď2015), Musiker
  • Graeme Le Saux (* 1968), Fu√üballspieler; wuchs auf Jersey auf
  • Andy Chatterley (* 1973), grammynominierter Musikproduzent
  • Nerina Pallot (* 1975), S√§ngerin und Liedermacherin; wuchs auf Jersey auf
  • Henry Cavill (* 1983), Schauspieler
  • Charlie Carrel (* 1993), Pokerspieler
  • Scott Clayton (* 1994), Tennisspieler

Siehe auch

  • Fu√üballauswahl von Jersey
  • Steueroase

Literatur

  • Philip Falle: An Account of the Island of Jersey, 1837. online
  • John Nettles: Hitlers Inselwahn. Die britischen Kanalinseln unter deutscher Besatzung 1940‚Äď1945. Osburg Verlag, Hamburg 2015, ISBN 978-3-95510-094-0.

Weblinks

  • Literatur zu Jersey im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
  • States of Jersey
  • Jersey Tourism

Einzelnachweise



Quelle: Wikipedia

 

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Flagge: Jersey

Name englisch: Jersey
Hauptstadt: Saint Helier
Kfz: GBJ
ISO: JE
ISO3: JEY
Fläche: 116 km²
Tld: .je
Wärung Einheit: GPD
Währung: Pound
Vorwahl: +44-1534

Ausdehnung / Grenzen (nach WGS 84 dezimal):
nördlichster Punkt: 49.2621314
südlichster Punkt: 49.1598142
westlichster Punkt: -2.2546394
östlichster Punkt: -2.0104646


 
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