Lnder Länder/Staaten > Europa > Rumänien Rumänien

Land Karte: Rumänien | Grenzen der Regionen auf der Karte anzeigen | Nachbarstaaten auf der Karte anzeigen

Staaten Nachbarstaaten: (6)

Nachbarstaaten Info Die Nachbarstaaten werden automatisch anhand der Grenzen errechnet. Daher kann es vorkommen, dass ein Nachbarstaat fehlt oder zu viel angezeigt wird.
Wir versuchen diese im Laufe der Zeit manuell anzupassen. Bei Fehlern knnt ihr euch jederzeit an uns wenden ber das Kontaktformular.

Staat Informationen : Rumänien

Informationen:


Rumänien (rumänisch România; ) ist eine semipräsidentielle Republik im Grenzraum zwischen Mittel- und Südosteuropa. Das Land liegt am Schwarzen Meer und erstreckt sich in westlicher Richtung über den Karpatenbogen bis zur Pannonischen Tiefebene. Rumänien grenzt an fünf Staaten: im Süden an Bulgarien, im Westen an Serbien und Ungarn, im Norden sowie im Osten an die Ukraine und die Republik Moldau.

Der moderne rumänische Staat entstand 1859 durch die Vereinigung der Fürstentümer Moldau und Walachei. Nach 1945 war Rumänien während des Kalten Krieges Teil des Warschauer Paktes. Es unterhielt als einziges Land des Warschauer Paktes ununterbrochen diplomatische Beziehungen zu Israel. Seit 1989 hat sich Rumänien politisch den westeuropäischen Staaten angenähert und wurde Mitglied der NATO (2004) sowie der Europäischen Union (2007).

Mit 238.391 km² verfügt Rumänien über die achtgrößte Fläche und mit etwa 19,4 Millionen Einwohnern über die sechstgrößte Bevölkerung aller Mitgliedstaaten der Europäischen Union. Die rumänische Hauptstadt Bukarest ist mit 1,83 Millionen Einwohnern (Stand 2019) die siebtgrößte Stadt der Europäischen Union, knapp nach Hamburg (1,85 Millionen). Weitere bedeutende Großstädte sind Cluj-Napoca (Klausenburg), Timișoara (Temeswar), Iași (Jassy), Constanța (Konstanza), Craiova und Brașov (Kronstadt).

Etymologie

Der rumänische Begriff România (Rumänien) kommt von român (Rumäne), was seinerseits eine Ableitung des lateinischen romanus (Römer, römisch) ist.

Im 16. Jahrhundert berichteten italienische Reisende, dass die Bewohner auf dem Gebiet des heutigen Rumäniens sich selbst Römer nannten. In einem Brief des Kaufmanns Neacșu von 1521 wird das Fürstentum Walachei als „Rumänisches Land“ (rumänisch: Țara românească) bezeichnet. Die moderne Entsprechung România ist seit dem frühen 19. Jahrhundert gebräuchlich.

Historische Dokumente weisen die Schreibweisen rumân und român zur Bezeichnung der Rumänen auf, die ursprünglich synonym verwendet wurden. Im 17. Jahrhundert nahm die vorherrschende Sprechform rumân die Bedeutung Leibeigener an, während român seine Bedeutung als Bezeichnung der Rumänen beibehielt.

Nach der Abschaffung der Leibeigenschaft Mitte des 18. Jahrhunderts ging die Form rumân allmählich aus der Sprache verloren, ist im Deutschen aber bis heute Wortstamm von Rumänien.

Geografie

Topografie

Rumänien liegt in der Übergangszone zwischen Mittel-, Süd- und Osteuropa.

Die Staatsgrenze ist 3150 km lang. Davon entfallen 1817 km auf Flüsse, vor allem auf die Donau, die Rumänien nach Süden gegen Bulgarien und nach Südwesten gegenüber Serbien abgrenzt. Die rumänische Küstenlinie am Schwarzen Meer ist 225 km lang. Die Grenze zwischen Rumänien und der Ukraine im Norden und Osten wird durch die Republik Moldau unterbrochen. Die Grenze zwischen Rumänien und Ungarn ist etwa 447 km lang.

Rumäniens Landschaft besteht zu etwa je einem Drittel aus Gebirge, Hochland und Ebenen. Der prägende Gebirgszug des Landes sind die Karpaten; diese trennen die drei historischen Regionen Moldau, Transsilvanien und Walachei voneinander. Das geografische Zentrum Rumäniens ist das Siebenbürgische Hochland; dieses wird im Westen vom Apuseni-Gebirge und ansonsten vom Karpatenbogen umschlossen. Die Ostkarpaten bilden die Grenze zum Moldauer Hochland, das im Nordosten Rumäniens liegt.

Die Südkarpaten, die Getischen Vorkarpaten und die Getische Hochebene trennen Siebenbürgen von der Walachischen Tiefebene. Diese Region lässt sich in die Kleine Walachei (Oltenien) im Westen sowie die Große Walachei (Muntenien) unterteilen, welche die zentralen und östlichen Anteile umfasst. Die Walachei wird nach Westen durch das Banater Gebirge abgegrenzt. Dieses bildet zusammen mit dem Apuseni-Gebirge und Poiana-Ruscă-Gebirge die sogenannten Rumänischen Westkarpaten. Diese grenzen die zentralen Regionen Rumäniens zur Pannonischen Tiefebene ab. Hier befinden sich die historischen Regionen Banat (Südwesten), Kreischgebiet (Westen) und Maramureș (Nordwesten). Im Norden Rumäniens liegt die Bukowina. Im Osten des Landes grenzt die Dobrudscha ans Schwarze Meer.

Geologie

Fast die gesamte südliche Hälfte der Karpaten befindet sich auf rumänischem Staatsgebiet. Das Gebirge bildete sich während der Alpidischen Orogenese in der Trias und gehört zu einem Gebirgssystem, das sich von den Alpen bis zum Himalaya erstreckt.

Zehn Gipfel der Karpaten erreichen Höhen von über 2500 m. Der höchste Punkt der Südkarpaten und ganz Rumäniens ist der Moldoveanu mit 2544 m. Die Ostkarpaten erreichen am Pietros 2303 m, die rumänischen Westkarpaten am Curcubăta Mare-Gipfel 1848 m. Die Südkarpaten sind am massivsten, während Ost- und Westkarpaten von Senken und Pässen durchzogen sind. Teile der Ostkarpaten sind vulkanisch, der Rest der rumänischen Karpaten besteht aus Schiefer und Kalkstein.

Das Siebenbürgische Hochland ist zwischen 300 m und 700 m, das Moldauische Hochland 300 m und 500 m hoch. Das kleine Dobrudscha-Hochland erreicht an seinem höchsten Punkt 467 m. Die Pannonische und Walachische Tiefebene (Campia Romana) bleiben unterhalb der Grenze von 200 m.

Hydrologie

Der bedeutendste Fluss Rumäniens ist die Donau (rumänisch Dunărea), die mehr als tausend Kilometer durch oder an Rumänien entlang fließt. Sie stellt einen der wichtigsten Verkehrswege des Landes dar. Die Donau bildet den größten Teil der rumänischen Südgrenze zwischen dem rumänischen Teil des Banats und Serbien beziehungsweise der Walachei und Bulgarien. Im großen Donaudelta mündet der Fluss ins Schwarze Meer.

Die übrigen wichtigen Flüsse Rumäniens gehören direkt oder indirekt zum Einzugsgebiet der Donau und entwässern die Ostkarpaten. Die Theiß grenzt Rumänien teilweise nach Norden zur Ukraine ab, der Pruth die rumänische Region Moldau nach Nordosten zur Republik Moldau. Der Sereth fließt durch Moldau, der Olt durch die Walachei, der Mureș (Nebenfluss der Theiß) durch Siebenbürgen.

Rumäniens Seen machen 1,1 % der Landesfläche aus. Insgesamt gibt es über 3400 Seen. Am größten sind die Lagunen Razim mit 41.500 ha und Sinoie mit 17.100 ha.

Klima

Rumänien gehört zur gemäßigten Klimazone im Bereich der Westwindzone. Durch die natürliche Barriere der Karpaten unterscheiden sich die einzelnen Landesteile allerdings klimatisch voneinander. Siebenbürgen (westlich des Karpatenbogens) ist noch vom maritimen Klima der atlantischen Winde geprägt. Die Karpaten verhindern jedoch, dass diese Luftmassen den Osten und Süden des Landes erreichen. In der Moldau (östlich der Karpaten) herrscht ein kontinentales Klima vor. Diese Region ist kalten Luftströmen aus der Ukraine ausgesetzt. In der Walachei (südlich der Karpaten) existieren mediterrane Einflüsse; in noch stärkerem Ausmaß trifft dies auf die Dobrudscha zu.

Die jährlichen Durchschnittstemperaturen variieren innerhalb Rumäniens zwischen 11 °C im Süden und 8 °C im Norden. Kältester Monat ist gewöhnlich der Januar, wärmster Monat der Juli. Im Winter betragen die durchschnittlichen Temperaturen 0 °C an der Schwarzmeerküste und −15 °C im Hochgebirge. Im Sommer steigen die durchschnittlichen Temperaturen in den tieferen Regionen des Landes auf mehr als 25 °C. Die tiefste jemals gemessene Temperatur wurde mit −38,5 °C am 25. Januar 1942 in Bod festgestellt, die höchste mit 44,5 °C am 10. August 1951 bei Brăila.

Die Niederschläge sind tendenziell am stärksten im Nordwesten Rumäniens und am schwächsten im Südosten. Die höchsten jährlichen Niederschlagsraten treten mit 1000 mm im Hochgebirge auf, die geringsten mit 300–400 mm an der Schwarzmeerküste. Diese kommt auf 2286 Sonnenstunden im Jahr gegenüber nur 1500 in den Gebirgsregionen Rumäniens.

Natur

Rumänien ist zu 27 % von Wald bedeckt. Die Waldzone endet bei 1800 Meter, darüber befinden sich Bergweiden. Innerhalb der Nadelwaldzone (1400–1800 m) wachsen Fichten, Tannen, Kiefern, Eiben und Lärchen. Im Buchenwald (400–1400 m) dominieren zwar Buchen, doch kommen daneben auch Hainbuchen, Ulmen, Eschen und Birken vor. Die unterste Waldzone ist der Eichenwald (150–400 m), wo sich neben Eichen auch Ahorne, Platanen, Weiden, Pappeln und Linden finden lassen.

Im Bărăgan (Teil der Walachischen Tiefebene) und in der Dobrudscha existieren Steppenlandschaften, von denen allerdings große Teile landwirtschaftlich genutzt werden. Ansonsten kommen hier neben vereinzelten Laubbäumen Rosen, Prunus und Weißdorne vor. Im Donaudelta befindet sich eine Sumpflandschaft, die durch Schilfrohr, Rohrkolben, Wasserschierling und Seerosen geprägt ist.

Rumäniens Tierwelt umfasst 3600 Arten, bei denen es sich teilweise um in Europa weit verbreitete Gattungen handelt, teilweise aber auch um nur hier vorkommende. Dazu zählen in den Karpaten die Gämse, Bartgeier, Braunbär (circa 6600 Exemplare), Wolf (etwa 3100), Luchs (etwa 1500) und der Otter. Daneben finden sich in den höher gelegenen Waldregionen Rumäniens Tiere, die im Rest Europas häufiger vorkommen, wie Steinadler, Mönchsgeier, Rothirsch und Rotfuchs, in tiefer gelegenen Laubwäldern Dachs, Reh und Wildschwein. 2012 wurde der Wisent wiederangesiedelt, nachdem er um 1800 in Rumänien ausgerottet worden war. Die bisher etwa 50 Tiere (Stand 2017) leben dort nun in völliger Freiheit und vermehren sich langsam.

In der Walachischen Tiefebene finden sich kleine Populationen der Großtrappe. Das Donaudelta bietet Heimat für zahlreiche Arten von Fischen, Amphibien und Zugvögeln. Dazu zählt der in Europa nur hier vorkommende Rosapelikan. Daneben leben hier unter anderem der Purpurreiher und der wegen seines Kaviars bekannte Stör.

Im Schwarzen Meer (Dobrudscha) ist der Gemeine Delfin zuhause.

Naturschutz

Als Mitglied der EU ist Rumänien auch zur Umsetzung des NATURA–2000–Schutzgebietsnetzes verpflichtet. Zahlreiche Nationalparks existierten bereits oder wurden nach dem EU-Beitritt des Landes eingerichtet.

In Rumänien existieren derzeit 148 Vogelschutzgebiete und 383 FFH-Gebiete, die nach NATURA 2000 als besondere Schutzgebiete eingestuft werden. Das entspricht 23,4 % der rumänischen Landfläche. Deutschland hat im Vergleich 22,6 % (Stand: 12/2013) seiner Fläche nach diesem Kriterium ausgewiesen.

Das Donaudelta ist Teil des UNESCO-Weltkulturerbes und beherbergt das größte Schilfrohrgebiet der Welt. Rumänien besitzt mehr biogeografische Regionen als jedes andere EU-Land, aber die Landschaften werden zunehmend von der boomenden und modernisierten Landwirtschaft und dem Städtewachstum beeinflusst.

Das nationale Budget im Sektor des Biodiversitätsschutz ist sehr gering und es fehlt vielfach an Bewusstsein über Sinn und Zweck von EU-Naturschutz-Richtlinien. Im Oktober 2007 bekam die Regierung in Bukarest eine schriftliche Verwarnung der Europäischen Kommission, da das Land seine Gesetze zur Erhaltung der Biodiversität nicht eingehalten habe. Konkret ging es um bestimmte Schutzzonen für Zugvögel.

Herrenlose Hunde bilden ein Problem, da sie auch Menschen angreifen, wenn sie hungrig sind. Allein in Bukarest schätzt man ihre Zahl auf 60.000.

Illegaler Holzschlag, dem keine Wiederaufforstung folgt, bedroht zunehmend den Waldbestand. Grund sind die internationale Nachfrage nach billigem Holz, große ausländische Holzverarbeitungsfirmen vor allem aus Österreich, die die Holzwirtschaft bestimmen und ein pyramidenförmiges System, in dem alle Beteiligten vom Förster über die Verarbeiter bis zum Politiker von den illegalen Einnahmen profitieren. NGOs wie Plantam Fapte Bune versuchen gegen diese Entwicklung zu steuern.

Bevölkerung

Demografie

Nach dem Zweiten Weltkrieg nahm die Bevölkerung Rumäniens kontinuierlich zu und überschritt schließlich die Grenze von 23 Millionen Einwohnern. Seit der Revolution von 1989 ist diese Zahl aber infolge eines Geburtendefizits leicht gesunken. Nach dem Ergebnis einer Volks- und Wohnungszählung im Jahr 2016 lebten in Rumänien 19,87 Millionen Menschen, somit ist die Bevölkerungsanzahl seit der Aufnahme von 2002 um 8,3 % gefallen (−1.809.333 Menschen). Auf tausend Rumänen kommen jährlich 11,8 Todesfälle, aber nur 9,4 Geburten, was eine Wachstumsrate der Bevölkerung von −0,27 % bedeutet. Die rumänische Fruchtbarkeitsrate von 1,77 Kindern pro Frau liegt damit unterhalb der Nettoreproduktionsrate. Dies hat auch Auswirkungen auf die rumänische Altersstruktur, nach der – für Europa typisch – nur 15 % der Einwohner jünger als 15 Jahre alt sind. Weitere 16,1 % der Bevölkerung sind älter als 65 Jahre, 1,3 % älter als 85, wobei diese Werte angesichts der zunehmenden Lebenserwartung (75 Jahre) mittelfristig steigen werden. Ebenfalls zur Abnahme der Bevölkerung hat beigetragen, dass Rumänien aufgrund seiner wirtschaftlichen Probleme seit 1945 ein Auswanderungsland gewesen ist, auch wenn sich diese Entwicklung durch die Stärkung der Wirtschaft seit 2002 abschwächt.

2011 wurden etwa 727.500 Personen, die schon länger als ein Jahr im Ausland lebten, registriert. 46,2 % davon waren zwischen 20 und 34 Jahre alt; etwa 24,8 % zwischen 35 und 44 Jahre. Die Mehrheit dieser Menschen sind nach Italien (46,9 %), nach Spanien (23,5 %), Großbritannien (5,5 %), Deutschland (4,5 %), Frankreich (3,2 %) und nach Griechenland (2,2 %) für länger als ein Jahr umgezogen. Etwa 31,2 % sind aus der Region Moldau – den Kreisen Bacău, Galați, Iași, Neamț – und dem Kreis Suceava im Süden der Bukowina, die wenigsten der im Ausland lebenden Menschen (2,8 %) stammen aus den Kreisen Călărași, Covasna, Giurgiu, Harghita und Ilfov.

Rumänien hat eine für EU-Verhältnisse leicht unterdurchschnittliche Bevölkerungsdichte von 84,4 Einwohnern pro km². In Bezug auf die einzelnen Landesteile verteilt sich die Bevölkerung relativ ungleichmäßig. Am wenigsten dicht besiedelt ist das Banat mit 56 Einwohnern pro km². Ebenfalls unter dem rumänischen Durchschnitt liegen die Dobrudscha (57,6), das südliche Siebenbürgen (68,9), die Kleine Walachei (71,8) und das nördliche Siebenbürgen (72,4). Relativ dicht besiedelt ist die Moldau (90,5), besonders stark die Große Walachei einschließlich der Hauptstadtregion (kombiniert 103,2).

Gemessen am europäischen Durchschnitt ist der urbane Anteil der rumänischen Bevölkerung mit 54 % im Verhältnis zur ruralen ausgewogen. Allerdings ist der Altersdurchschnitt in den ländlichen Gebieten durch die Abwanderung junger Rumänen in die Städte deutlich höher. Nach 1990 haben sich verstärkt Einwohner in stadtnahen Gebieten niedergelassen. Als Reaktion auf diese Entwicklung sind seit 2005 mehrere Metropolregionen gegründet worden. Im Zusammenhang mit dem Beitritt Rumäniens zur EU im Jahr 2007 haben sich die Migrationsprozesse in, aus und nach Rumänien erheblich verstärkt.

Ethnien und Sprachen

Die Rumänen wurden 2011 mit 88,9 % als die deutlich größte Bevölkerungsgruppe des Landes registriert. Daneben existieren aber 19 verschiedene Volksgruppen, die teilweise regional die Mehrheit stellen. Davon sind 18 staatlich anerkannte Minderheiten. Eine bedeutende Minderheit sind die Ungarn mit 6,5 % (etwa 1,2 Millionen Menschen). Ihre Hauptsiedlungsgebiete befinden sich im Südosten Siebenbürgens, dem Szeklerland, sowie im Grenzgebiet zu Ungarn. Das Verhältnis zwischen Rumänen und Ungarn ist historisch vorbelastet, da beide Anspruch auf die gemeinsamen Siedlungsgebiete erhoben haben. Seit der Revolution von 1989 hat sich die Beziehung zwischen Rumänen und Ungarn allerdings entspannt. Die Demokratische Union der Ungarn in Rumänien, eine ethnische Sammelpartei, ist seitdem mehrmals Teil der nationalen Regierungskoalition gewesen.

Die heute drittgrößte Bevölkerungsgruppe in Rumänien sind die Roma mit 3,3 % (etwa 621.000 Menschen), die ohne regionale Schwerpunkte über das ganze Land verstreut sind. Sie sind sozial und wirtschaftlich häufig schlechter als die übrigen Gruppen gestellt.

Der bis Mitte des 20. Jahrhunderts hohe Anteil der Deutschsprachigen ist auf 0,2 % (Stand 2011) gesunken. Dabei handelt es sich vor allem um Siebenbürger Sachsen, die allerdings keine Sachsen im heute üblichen Sinne, sondern im Mittelalter vor allem aus dem moselfränkisch-lothringischen Raum eingewandert sind, und Donauschwaben (Banat und Nordwesten bei Satu Mare). Über 200.000 Menschen wurden zwischen 1968 und 1989 von der westdeutschen Regierung freigekauft und in der Bundesrepublik Deutschland eingebürgert. Der Altersdurchschnitt der in Rumänien verbliebenen ist jedoch relativ hoch, so dass die Gesamtzahl der Rumäniendeutschen von unter 50.000 Menschen weiter sinken wird. Daneben existieren zahlreiche weitere Minderheiten: Ukrainer (0,3 %) in der Bukowina und Maramureș; Russisch-Lipowaner (0,2 %), Türken (0,2 %) und Tataren (0,1 %) in der Dobrudscha; Serben (0,1 %), Slowaken (0,1 %) und Tschechen (unter 0,1 %) im Banat. Bei Parlamentswahlen werden für insgesamt 18 Minderheiten unabhängig von den abgegebenen Stimmen jeweils ein Sitz in der Abgeordnetenkammer ausgewiesen.

Die Verteilung der Sprachen entspricht weitgehend den einzelnen Nationalitäten. Amtssprache Rumäniens ist laut Verfassung Rumänisch (limba română), eine der ostromanischen Sprachen, das von 91 % der Bevölkerung des Landes gesprochen wird. Ungarisch nimmt mit 6,7 % regional ebenfalls eine bedeutende Rolle ein. In den Regionen, in denen jeweils eine der Minderheitensprachen von mehr als 20 % der Bevölkerung gesprochen wird, ist diese offizielle Zweitsprache in Verwaltung, Gerichten und Schulen. Die am häufigsten erlernten Fremdsprachen in Rumänien sind Englisch und Französisch, in Siebenbürgen und im Banat auch Deutsch.

Religionen

Rumänien hat als säkulares Land keine Staatsreligion. 86,7 % der Bevölkerung bekennen sich zur rumänisch-orthodoxen Kirche. Diese ist eine autokephale Kirche innerhalb der osteuropäischen Orthodoxie. Die ethnische und sprachliche Teilung Rumäniens setzt sich in der Kirchenzugehörigkeit fort, da die Ungarn vorzugsweise anderen Konfessionen als der rumänisch-orthodoxen Kirche angehören.

Protestanten machen insgesamt 6,7 % der Bevölkerung aus. Knapp die Hälfte von ihnen gehören der reformierten Kirche an, die übrigen sind Pfingstler, Baptisten, Siebenten-Tags-Adventisten, Unitarier (Unitarische Kirche Siebenbürgen), Lutheraner (Evangelisch-Lutherische Kirche in Rumänien und Evangelische Kirche A. B. in Rumänien) oder Evangelikale. Ungarn und Deutsche in Siebenbürgen sind vor allem in den traditionellen protestantischen Kirchen vertreten, während die Rumänen (sofern sie nicht orthodoxen Glaubens sind) neueren protestantischen Freikirchen angehören. Insgesamt 5,6 % der Bevölkerung sind Katholiken, wovon knapp ein Prozent auf die mit Rom unierte Rumänische griechisch-katholische Kirche entfällt. Der Großteil der Katholiken in Rumänien wird von den ethnischen Ungarn gestellt. Die in der Moldau lebenden Tschangos sind katholisch, ebenso wie die Mehrheit der Donauschwaben.

Muslime in Rumänien machen 0,3 % der Bevölkerung aus, wobei es sich vor allem um Türken und Tataren in der Dobrudscha handelt. Von den vor 1945 ursprünglich zahlreichen Juden in Rumänien ist nur eine kleine Minderheit (unter 0,1 %) übrig geblieben. Die Anzahl der Konfessionslosen liegt trotz der langen kommunistischen Herrschaft nur bei 0,2 %.

Laut einer repräsentativen Umfrage des Eurobarometers glaubten im Jahr 2005 90 % der Menschen in Rumänien an Gott, 8 % glaubten an eine andere spirituelle Kraft. Nur 1 % der Befragten glaubten weder an einen Gott noch an eine andere spirituelle Kraft, 1 % der Befragten waren unentschlossen. Rumänien war damit einer der religiösesten Staaten der Europäischen Union.

Geschichte

Antike

Das Gebiet des heutigen Rumänien wurde laut Herodot mindestens seit dem 5. Jahrhundert v. Chr. von den thrakischen Völkern der Geten und Daker besiedelt. In den folgenden Jahrhunderten kam es regelmäßig zu militärischen Konflikten zwischen den Geto-Dakern einerseits und den jeweiligen Völkern südlich der Donau (Odrysen, Makedonen, Römer). Seine größte Ausdehnung erreichte das Dakerreich unter König Burebista (60–44 v. Chr.) durch die Vereinigung mehrerer Stämme. Nach seinem Tod zerfiel der Stammesverbund wieder.

Unter König Decebal kam es zur erneuten Vereinigung der dakischen Stämme. Dieser fiel 85 n. Chr. in die römische Provinz Moesia ein. Erst zwischen 101 und 106 wurde er von Kaiser Trajan in zwei Feldzügen nördlich der Donau besiegt. Decebals Herrschaftsgebiet wurde als Provinz Dacia mit der Hauptstadt Ulpia Traiana Sarmizegetusa ins Römische Reich eingegliedert, seine Bevölkerung romanisiert. Die Provinz umfasste in etwa das heutige Siebenbürgen, das Banat und Oltenien. Aufgrund seiner Goldvorkommen war Dacia für die Römer interessant, militärisch war die Provinz allerdings von Anfang an starkem Druck durch die Nachbarvölker ausgesetzt. Daher wurde sie unter Kaiser Aurelian bis 275 wieder aufgegeben und Teile ihrer Bevölkerung südlich der Donau angesiedelt.

Während der Völkerwanderung wurde das Gebiet des heutigen Rumäniens nacheinander von Goten, Hunnen, Gepiden, Slawen, Awaren und Bulgaren durchstreift. Das Schicksal der romanisierten Bevölkerung in der früheren Provinz Dacia und der damit zusammenhängende Ursprung des rumänischen Volks ist unter modernen Historikern umstritten: Die dako-romanische Kontinuitätstheorie besagt, dass auch nach der Aufgabe der Provinz dauerhaft eine dakisch-romanische Bevölkerung nördlich der Donau verblieben sei, aus der zwischen dem 6. und 10. Jahrhundert die heutigen Rumänen hervorgegangen seien. Dem gegenüber steht die Migrationsthese, der zufolge die Ethnogenese der Rumänen südlich der Donau stattgefunden habe und diese Bevölkerungsgruppe erst nach dem Ungarneinfall (9. Jahrhundert) von Bulgarien aus nach Siebenbürgen eingewandert sei. Die zwei Thesen beantworten die Frage nicht, inwieweit diese Bevölkerung sich dem Assimilationsdruck im bulgarischen Reich widersetzt hat.

Mittelalter

Ab Mitte des 6. Jahrhunderts gehörten weite Teile des heutigen Rumäniens zum bulgarischen Reich. Auch die Christianisierung der örtlichen Bevölkerung sowie die Einführung des kyrillischen Alphabets, das bis 1862 in Rumänien verwendet wurde, fand in diesem Zeitraum statt.

In Siebenbürgen existierten im 12. und 13. Jahrhundert von Rumänen gebildete politische Einheiten, die aber vom ungarischen Árpáden-Reich abhängig waren. Jenseits der Karpaten etablierte der rumänische Adlige Basarab I. im frühen 14. Jahrhundert das Fürstentum Walachei. War Basarab zunächst nur ein ungarischer Vasall, so wurde er 1330 nach seinem Sieg über den König von Ungarn faktisch unabhängig. Auf ähnliche Weise wurde das Fürstentum Moldau geschaffen, als der Adlige Bogdan I. seine Unabhängigkeit 1365 gegen Ungarn militärisch behauptete. Die beiden rumänischen Fürstentümer grenzten sich zusätzlich vom katholischen Ungarn ab, indem zwei orthodoxe Metropolien in Argeș (1359) beziehungsweise Suceava (1401) eingerichtet wurden. Siebenbürgen erlangte als Fürstentum innerhalb Ungarns ebenfalls eine gewisse Autonomie. Hier ging die Macht jedoch von den Ungarn und den eingewanderten Siebenbürger Sachsen aus, während die orthodoxe rumänische Bevölkerung seit 1366 – und verschärft seit 1437 – rechtlich schlechter gestellt war.

Seit dem späten 14. Jahrhundert war die Walachei außenpolitisch durch die Nachbarschaft zum expandierenden Osmanischen Reich geprägt. Bedeutende Fürsten dieser Zeit waren Mircea cel Bătrân (Mircea der Alte, 1386–1418) und Vlad III. Drăculea (1456–1462, 1476), die teilweise militärische Erfolge gegen die Türken verbuchen konnten. Moldau musste sich während dieser Epoche sowohl gegen den Einfluss Ungarns als auch Polens wehren. Unter dem Fürsten Ștefan cel Mare (Stephan der Große, 1457–1504) nahm auch Moldau zeitweilig erfolgreich am Abwehrkampf gegen die Türken teil. Gegen Ende des 15. Jahrhunderts wurden die beiden rumänischen Fürstentümer allerdings dem Osmanischen Reich gegenüber tributpflichtig, auch wenn sie ihre politische und religiöse Autonomie bewahrten.

Frühe Neuzeit

Mitte des 16. Jahrhunderts verschwand das Königreich Ungarn als unabhängige politische Macht. Dies führte dazu, dass das Fürstentum Siebenbürgen faktisch eigenständig wurde.

Für Moldau und Walachei bedeutete der Niedergang Ungarns, dass sie politisch noch stärker dem Druck des Osmanischen Reiches ausgesetzt waren und schließlich zu dessen Vasallen wurden. Den Versuch einer antitürkischen Politik unternahm Mihai Viteazul (Michael der Tapfere, 1593–1601), der im Jahr 1600 von Mai bis September die drei von Rumänen bewohnten Fürstentümer geführt hatte. Diese Machtkonzentration dauerte aber nur vier Monate, da sie sowohl von den Nachbarstaaten als auch den internen Eliten abgelehnt wurde.

Das Osmanische Reich sicherte sich mit der Dobrudscha, dem Budschak (1538) und dem Banat (1551) weitere teilweise rumänisch besiedelte Territorien. Im 17. und 18. Jahrhundert trat die Habsburgermonarchie dem türkischen Herrschaftsanspruch entgegen. Die Situation der rumänischen Fürstentümer verschlechterte sich dadurch, da die Habsburger Siebenbürgen (1711), das Banat (1718), Oltenien (1718–1739) und die Bukowina (1775) unter ihre Kontrolle brachten.

Nach dem Niedergang Polens übte das Russische Reich, das sich 1812 in Bessarabien festsetzte, als dritte ausländische Großmacht Einfluss auf die rumänischen Fürstentümer aus. Auch die Innenpolitik Moldaus und der Walachei waren durch die außenpolitische Lage betroffen, da das Osmanische Reich griechischstämmige Phanarioten als Fürsten einsetzte.

Unabhängigkeit

Die Vertreter der Revolution von 1848 forderten eine Vereinigung der Fürstentümer Rumäniens, wozu sich nach der Schwächung Russlands infolge des Krimkrieges eine außenpolitische Gelegenheit bot. 1859 wurde Alexandru Ioan Cuza (1859–1866) sowohl zum Fürsten der Walachei als auch Moldaus gewählt. Am 24. Dezember 1861 schuf er eine Realunion durch die Proklamation des Fürstentums Rumänien (das sogenannte „Altreich“) mit der Hauptstadt Bukarest. Aufgrund innenpolitischer Konflikte wurde Cuza 1866 mit Billigung der Großmächte durch die Adligen zur Abdankung gezwungen und durch den deutschen Prinzen Carol I. (Karl I., 1866–1914) aus der Dynastie Hohenzollern-Sigmaringen ersetzt. Im Russisch-Osmanischen Krieg 1877–1878 unterstützten die Rumänen Russland, woraufhin ihre Unabhängigkeit auf dem Berliner Kongress bestätigt wurde. Zusätzlich erhielt Rumänien die Dobrudscha gegen die Abtretung des südlichen Bessarabiens an Russland. Am 26. März 1881 wurde das neue Königreich Rumänien ausgerufen.

1907 kam es zu einem Bauernaufstand. 1913 kämpfte Rumänien im Zweiten Balkankrieg gegen Bulgarien und sicherte sich im Frieden von Bukarest die südliche Dobrudscha. Bei Ausbruch des Ersten Weltkriegs 1914 wollte Carol I. Partei zugunsten der Mittelmächte ergreifen, setzte sich aber innenpolitisch nicht durch. Unter seinem Neffen und Nachfolger Ferdinand I. (1914–1927) trat Rumänien im Sommer 1916 der Entente bei. Auf dem damit eröffneten neuen Kriegsschauplatz eroberten die Rumänen zunächst Teile Siebenbürgens, wurden aber bald zurückgedrängt. Bis Dezember 1916 eroberten und besetzten die Mittelmächte in einer Gegenoffensive die Walachei, woraufhin Ferdinand I. und die Regierung in die Moldau fliehen mussten.

Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs schlossen sich am 1. Dezember 1918 (Nationalfeiertag) die mehrheitlich rumänisch besiedelten Territorien Russlands und Österreich-Ungarns Rumänien an. Dies führte 1919 zum Ungarisch-Rumänischen Krieg, der mit der Besetzung Budapests durch die Rumänen endete. In den Friedensverträgen von Versailles 1919 und Trianon 1920 wurden Rumäniens neue Grenzen anerkannt: Vom untergegangenen Österreich-Ungarn erhielt es Siebenbürgen, das östliche Kreischgebiet, die südliche Maramuresch, die Bukowina und zwei Drittel des Banats; vom bolschewistischen Russland zusätzlich Bessarabien.

Großrumänien

Nach dem Ersten Weltkrieg hatten sich Staatsfläche und Bevölkerungszahl des neuen „Großrumäniens“ verdoppelt, wodurch es von einem relativ einheitlichen Nationalstaat zu einem Vielvölkerstaat geworden war. Etwa ein Viertel der rumänischen Staatsbürger gehörten einer der nationalen Minderheiten wie Ungarn, Deutschen, Ukrainern oder Bulgaren an. Wie andere Staaten Europas war auch Rumänien in der Zwischenkriegszeit von politischer Instabilität gekennzeichnet. 1927 wurde Kronprinz Carol zum Thronverzicht gezwungen und sein minderjähriger Sohn Mihai I. (Michael I., 1927–1930 und 1940–1947) wurde König.

1929 wurde ein Frauenwahlrecht bei Kommunalwahlen eingeführt, jedoch wurde das Wahlrecht vom Bildungsgrad der Frauen, der sozialen Stellung und besonderen Verdiensten gegenüber der Gesellschaft abhängig gemacht. Die Verfassung von 1938 stellte Männer und Frauen in wahlrechtlicher Hinsicht gleich, und das Wahlgesetz von 1939 führte aus, dass Frauen und Männer, die lesen und schreiben konnten, ab 30 zu den Wahlen zugelassen waren.

Der Vater von Michael I. bestieg 1930 doch noch als Carol II. (Karl II., 1930–1940) den Thron. Dieser errichtete 1938 eine Königsdiktatur mit der Begründung, eine Beteiligung der faschistischen Eisernen Garde an der Regierung zu verhindern.

Rumänien wandte sich außenpolitisch in den 1930er Jahren dem NS-Staat zu. Nach Ausbruch des Zweiten Weltkriegs und der sich daran anschließenden territorialen Neuordnung Europas (siehe auch Hitler-Stalin-Pakt, Wiener Schiedsspruch) verlor Rumänien große Gebiete seines Staatsgebietes: Im Sommer 1940 fielen an die Sowjetunion die Nordbukowina, das Herza-Gebiet und Bessarabien; an Bulgarien die Süddobrudscha; an Ungarn das nördliche Siebenbürgen (Zweiter Wiener Schiedsspruch). Carol II. ging nach diesen Verlusten ins Exil.

General Ion Antonescu baute eine faschistische Militärdiktatur auf und trat den Achsenmächten bei. Während des Zweiten Weltkriegs beteiligte sich Rumänien 1941 am zunächst erfolgreichen deutschen Feldzug gegen die Sowjetunion, wodurch die ein Jahr zuvor verlorenen Gebiete wieder rumänisch wurden. Innenpolitisch wurden Juden und Roma vom Antonescu-Regime verfolgt und ermordet. Die erfolgreiche Offensive der Sowjetunion im August 1944 führte zum Sturz Antonescus und zum Frontwechsel Rumäniens. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs erhielt es zwar Nordsiebenbürgen von Ungarn zurück, doch kamen Bessarabien, das Herza-Gebiet und die Nordbukowina wieder unter sowjetische Herrschaft. Der Hauptteil dieses Gebietes bildet heute die eigenständige Republik Moldau, der Rest ist Teil der Ukraine.

Im Zweiten Weltkrieg verlor Rumänien rund 378.000 Soldaten und Zivilisten. Die rumänische Regierung war im Holocaust an der Ermordung von etwa 270.000 rumänischen Juden aktiv beteiligt.

Volksrepublik

Nach dem Zweiten Weltkrieg geriet Rumänien unter sowjetischen Einfluss. Die Eliten des alten Systems und politische Gegner wurden enteignet, verschleppt oder ermordet.

1946 wurde der Bildungszensus aufgehoben und ein allgemeines Wahlrecht für beide Geschlechter festgeschrieben.

1947 wurden alle bürgerlichen Parteien verboten, König Mihai I. wurde abgesetzt. Die Sozialdemokraten wurden mit der zuvor unbedeutenden Partidul Comunist din România (PCR) zwangsvereinigt, woraus ab März 1948 die Partidul Muncitoresc Român (PMR, deutsch Rumänische Arbeiterpartei) hervorging. Diese rief die Volksrepublik Rumänien aus, in der Gheorghe Gheorghiu-Dej der bestimmende Mann war. 1948 erfolgte eine letzte territoriale Abtretung, als die Schlangeninsel der Sowjetunion übergeben wurde.

Staat und Wirtschaft Rumäniens wurden systematisch nach kommunistischen Vorstellungen umgeformt: 1948 wurde die Industrie verstaatlicht, ab 1950 auch die Landwirtschaft. Mitte der 1950er Jahre verbesserte sich die wirtschaftliche Versorgungslage in Rumänien, was die innenpolitische Lage stabilisierte. Um den ethnischen Gegensatz mit den Ungarn innerhalb Rumäniens abzuschwächen, wurde 1952 in deren Hauptsiedlungsgebiet das autonome Szeklerland eingerichtet. Außenpolitisch strebte Gheorghiu-Dej eine vorsichtige Eigenständigkeit gegenüber der Sowjetunion an, dennoch trat Rumänien 1949 dem Rat für gegenseitige Wirtschaftshilfe und 1955 dem Warschauer Pakt bei.

Sozialistische Republik

In einer Periode politischen Tauwetters in Rumänien wurde am 21. August 1965 unter der Führung der sich nun Partidul Comunist Român (PCR) nennenden Rumänischen Kommunistischen Partei die Sozialistische Republik Rumänien ausgerufen. Führender Mann des Landes wurde Nicolae Ceaușescu, der nach dem Tod von Gheorghiu-Dej das Amt des Generalsekretärs der Kommunistischen Partei übernommen hatte. Ceaușescu emanzipierte sich und warf im Mai 1967 der Sowjetunion vor, die rumänische Kommunistische Partei unterwandern zu wollen. Im März 1968 zog er seine Verhandlungsdelegation vom Budapester Konsultativtreffen der kommunistischen Parteien zurück, weil der syrische Kommunistenführer Chalid Bakdasch Rumäniens Missionschef einen „Chauvinisten“ genannt hatte. Obwohl die Außenpolitik Ceaușescus den sowjetischen Nachbarn reizte, einen innenpolitischen Vorwand zum Eingreifen wie in der Tschechoslowakei fanden die Sowjets in Rumänien nicht. Die Diktatur der Kommunistischen Partei, ihre „führende Rolle“, war unangefochtener als in den meisten anderen Ostblockstaaten. Weiterhin betonte Ceaușescu demonstrativ die nationale Eigenständigkeit Rumäniens von der Sowjetunion und unternahm mehrere radikale Einschnitte in Wirtschaft und Gesellschaft: Gesetze zur Förderung des Kinderreichtums und ein Abtreibungsverbot sollten die Bevölkerungszahl Rumäniens steigern. Mittels ausländischer Kredite und durch die Umsiedlung von Teilen der Landbevölkerung in die Städte sollte das agrarisch geprägte Land mehr industrialisiert werden.

Diese Maßnahmen führten jedoch nach einigen vielversprechenden Anfängen nicht zum gewünschten Erfolg, sondern seit den späten 1970er Jahren vielmehr zu einer Versorgungskrise. Der Zusammenbruch der Volkswirtschaft und die mangelnde Bonität Rumäniens zwangen das Regime schließlich zum Export von Grundversorgungsgütern, die nun im Land selbst immer rarer wurden. Dennoch bewahrte Ceaușescu seine Macht zunächst durch die Geheimpolizei Securitate und einen sehr ausgeprägten Personenkult. Nach dem Mauerfall und der Wende 1989 in der DDR und den anderen Staaten des Ostblocks kam es zur Rumänischen Revolution. Demonstranten forderten das Ende des mit Gewalt regierenden Ceaușescu-Regimes. Die Securitate setzte daraufhin Schusswaffen ein, während Teile der regulären Armee dem Regime die Unterstützung verweigerten und Widerstand leisteten, was zu Straßenkämpfen mit mehr als 1000 Todesopfern führte. Nachdem sich die Armeeführung mit den Demonstranten verbündet hatte, wurde Ceaușescu am 25. Dezember 1989 vor ein Militärgericht gestellt und nach einem kurzen Schauprozess zusammen mit seiner Frau standrechtlich erschossen. Auch nach der Flucht von Ceaușescu kam es von 22.–31. Dezember 1989 noch zu 900 Todesfällen. „Die Staatsanwaltschaft beschuldigt Iliescu, der an der Spitze der Front zur Nationalen Rettung (FNR) im Dezember 1989 die politische Führung Rumäniens übernahm, für die vielen Toten verantwortlich zu sein.“ Ein Prozess ab Ende November 2019 vor Gericht soll diese Frage klären.

Rumänien seit 1990

In der nachkommunistischen Zeit konnte sich Rumänien nur langsam von den Folgen jahrzehntelanger Diktatur und Misswirtschaft erholen. Vorherrschende Partei in den Jahren nach der Revolution wurde die sozialdemokratische PSD (Partidul Social Democrat) unter dem neuen Staatspräsidenten Ion Iliescu. Die PSD rekrutierte sich größtenteils aus den alten kommunistischen Eliten. Dennoch verfolgte Rumänien fortan einen demokratischen und marktwirtschaftlichen Kurs. Außenpolitisch orientierte es sich nach Westen.

1996 wurde Emil Constantinescu neuer Staatspräsident, seine Partei, die christdemokratische PNȚ-CD, wurde stärkste Kraft im Parlament. Sie scheiterte jedoch bei den Wahlen 2000 an der Fünf-Prozent-Hürde, was eine Rückkehr der PSD an die Regierung ermöglichte. Iliescu wurde wieder Staatspräsident, Adrian Năstase neuer Ministerpräsident. Im Jahr 2004 trat Rumänien der NATO bei.

Bei den Präsidentschaftswahlen 2004 setzte sich Traian Băsescu durch, der sich auf eine Mitte-rechts-Koalition stützte. 2007 wurde Rumänien Teil der Europäischen Union. Im selben Jahr kam es zu einem Machtkampf zwischen Băsescu und dem Ministerpräsidenten Călin Popescu-Tăriceanu von der nationalliberalen PNL. Băsescu wurde zeitweilig vom Parlament suspendiert, kehrte aber nach einem für ihn positiven Referendum in sein Amt zurück.

Die Parlamentswahlen in Rumänien 2008 fanden erstmals entkoppelt von den Präsidentschaftswahlen statt. Die PSD und die neu gegründete PD-L gingen daraus als Sieger hervor, woraufhin sie eine Regierung unter Emil Boc bildeten.

Staatskrisen seit 2011

Harte Sparmaßnahmen führten zu Protesten und schließlich zu einem Misstrauensvotum im Parlament. Das Kabinett Boc II trat zurück. Der frühere Außenminister Teodor Baconschi behauptete, durch die Manipulation einzelner Abgeordneter seien einige zum Oppositionsbündnis übergetreten. Staatspräsident Traian Băsescu ernannte Anfang Februar 2012 Mihai Răzvan Ungureanu zum Premierminister und beauftragte ihn mit der Regierungsbildung.

Nach weniger als drei Monaten im Amt scheiterte Ungureanus Regierung an einem erfolgreichen Misstrauensvotum im Parlament, das von den Parteien Partidul Social Democrat (PSD) und Partidul Național Liberal (PNL) eingebracht wurde.

Im Februar 2011 formten die Sozialdemokratische Partei Rumäniens, die National-Liberale Partei unter Crin Antonescu, und die Konservative Partei unter Daniel Constantin die Koalition Uniunea Social Liberală (USL, deutsch Sozialliberale Union). Victor Ponta, Leiter der USL, wurde am 27. April 2012 von Staatspräsident Traian Băsescu mit der Bildung eines Kabinetts beauftragt. Băsescu bezeichnete die Ernennung von Ponta als normalen Ablauf des politischen Lebens eines demokratischen Staates und äußerte seine Zuversicht für die Überwindung der politischen Krise. Ponta sollte die Regierungsgeschäfte einstweilen bis zur Parlamentswahl im Spätherbst führen.

Ende Juni 2012 wurde ein Amtsenthebungsverfahren gegen den rumänischen Präsidenten Traian Băsescu eingeleitet, in dem ihm massive Verfassungsverstöße vorgeworfen wurden. Die Abstimmung im Parlament führte zur Suspendierung des Präsidenten. Die Amtsgeschäfte führte indes der nationalliberale Senatspräsident Crin Antonescu. Beim EU-Gipfel am 28. und 29. Juni 2012 nahm Ponta als Vertreter Rumäniens teil, entgegen einer Entscheidung des Verfassungsgerichts, das Präsident Băsescu das Recht zugesprochen hatte, Rumänien wie bisher auch beim Gipfel zu vertreten, indem es urteilte, Traian Băsescu habe seine Befugnisse nicht überschritten. Eine Volksabstimmung zur Amtsenthebung verfehlte Ende Juli die notwendige Wahlbeteiligung, sodass Băsescu in sein Amt zurückkehren konnte.

Bei den Präsidentschaftswahlen 2014 wurde Klaus Johannis, der Bürgermeister von Hermannstadt, zum Nachfolger Băsescus gewählt. Er setzte sich in einer Stichwahl gegen Ministerpräsident Ponta durch.

2017 kam es zu wochenlangen Protesten in Rumänien gegen die nach der Parlamentswahl 2016 gebildete Regierung Sorin Grindeanus. Sie sind der größte Massenprotest in der Geschichte Rumäniens. Im Zentrum der Proteste standen angestrebte Änderungen des Strafgesetzbuches und eine Gesetzesinitiative zur Begnadigung von Hunderten wegen Amtsmissbrauchs angeklagten Amtsträgern. Nach der Veröffentlichung der Verordnungen am 31. Januar fanden für 15 Tage in Folge in vielen Städten des Landes täglich Demonstrationen gegen die Regierung statt. Die vorläufigen Höhepunkte bildeten die Proteste vom 1. Februar mit landesweit etwa 450.000 Teilnehmern und die Proteste vom 5. Februar mit etwa 500.000 Teilnehmern allein in Bukarest. Der Senat sprach sich am 14. Februar einstimmig gegen die Verordnung aus. Auch das rumänische Parlament lehnte am 21. Februar das Dekret ab.

Die Regierung versuchte im Juni 2018, die Unabhängigkeit der Justiz und der Geheimdienste einzuschränken unter dem von Liviu Dragnea vorgebrachten Vorwand, einen „Schattenstaat“ zu bekämpfen. Im Eilverfahren wurde die Strafgesetzordnung massiv verändert. So sollten Opfer nur noch in Anwesenheit der Täter aussagen dürfen und Fristen wurden derart verkürzt, dass Untersuchungen der Justiz kaum mehr Aussicht auf Erfolg hätten.

Politik

Politisches System

Rumänien ist eine repräsentative Demokratie mit einem semipräsidentiellen Regierungssystem. Staatsoberhaupt ist der Präsident (președinte), Regierungschef ist der Premierminister (Prim-ministru). Die gesetzgebende Gewalt liegt bei einem Zweikammerparlament.

Der Präsident wird direkt vom Volk gewählt. Erhält kein Kandidat im ersten Durchgang eine absolute Mehrheit, wird eine Stichwahl durchgeführt. Die Amtszeit des Präsidenten beträgt fünf Jahre, wobei die Möglichkeit zur einmaligen Wiederwahl besteht. Als Staatsoberhaupt ernennt der Präsident den Ministerpräsidenten und ist Oberbefehlshaber der Streitkräfte. Amtierender Präsident Rumäniens ist Klaus Johannis (Ergebnis der Präsidentschaftswahl in Rumänien vom 2. und 16. November 2014).

Das Parlament ist für die nationale Gesetzgebung zuständig. Es besteht aus zwei Kammern: der Abgeordnetenkammer mit derzeit 329 Parlamentariern (Camera Deputaților) und dem Senat (Senatul) mit 136 Senatoren Die Mitglieder werden in einem gemischten Personen- und Verhältniswahlrecht gewählt. Eine Legislaturperiode dauert vier Jahre. Parteien ziehen nur in das Parlament ein, wenn sie die Sperrklausel von fünf Prozent aller abgegebenen Stimmen übertreffen. Insgesamt sind achtzehn Sitze für Abgeordnete von Minderheitenparteien reserviert.

Nach den Wahlen vom Dezember 2016 bildeten PSD und ALDE die Regierung Grindeanu.

Politische Indizes

Außen- und Sicherheitspolitik

Rumänien ist in die bedeutenden europäischen und transatlantischen Staatenbünde integriert. Es trat am 1. Januar 2007 unter Auflagen der Europäischen Union bei. Die EU verlangt allerdings von Rumänien, dass es die Korruption bekämpft, eine unabhängige Justiz aufbaut und funktionierende Behörden schafft. Im Zuge der NATO-Osterweiterung wurde Rumänien am 29. März 2004 Mitglied der NATO und ist seitdem in die transatlantische Sicherheitsstruktur eingebunden. 2004 und 2005 war Rumänien nichtständiges Mitglied im UN-Sicherheitsrat, im Juli 2004 und im Oktober 2005 führte es den Vorsitz.

Die Armata Română (Rumänische Armee) sind die Streitkräfte Rumäniens. Sie setzt sich aus 75.000 Berufssoldaten und 15.000 zivilen Mitarbeitern zusammen. Das Verteidigungsbudget macht ungefähr zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts aus. Rumänien nahm an den NATO-Missionen in Bosnien und Herzegowina (SFOR) und dem Kosovo (KFOR) teil. Außerdem unterstützt die Armee die militärischen Operationen der Vereinigten Staaten in Afghanistan und dem Irak. Die rumänische Regierung hat allerdings angekündigt, ihre Truppen aus dem Irak abzuziehen.

Die USA stehen für Rumänien insbesondere in sicherheitspolitischer Hinsicht an erster Stelle. Beide Länder schlossen 1997 eine „Strategische Partnerschaft“, die 2011 aktualisiert wurde. Vor dem Hintergrund der Entwicklungen in der Ukraine und der Schwarzmeerregion hat die sicherheitspolitische Kooperation Rumäniens mit den USA noch an Bedeutung gewonnen.

Gesundheitspolitik

Das Gesundheitswesen war bis 1996 staatlich gelenkt. Danach wurde eine Pflicht-Krankenversicherung eingeführt, über die ein Großteil ärztlicher Leistungen sowie Arzneimittel zur Behandlung chronischer Erkrankungen abgedeckt werden. Der derzeitige Beitragssatz von etwa zwölf Prozent wird paritätisch von Arbeitgebern und Arbeitnehmern finanziert. Kinder und Jugendliche, Behinderte, Veteranen und Arbeitslose sind beitragsbefreit. Die 42 regionalen Krankenkassen schließen mit den Leistungserbringern (Krankenhäuser, Ambulanzen, Gesundheitszentren) Verträge ab. Seit 2004 gibt es private Zusatzversicherungen. Nach Angaben des nationalen Statistikbüros machen „Selbstzahlungen“ 30 Prozent der Gesamtausgaben für Gesundheit aus. Der Anteil der Gesundheitsausgaben am Bruttoinlandsprodukt liegt unter 4 Prozent (Deutschland: 10,7 Prozent). Die Ausgaben für Gesundheit pro Einwohner betragen jährlich etwa 120 Euro (Deutschland: 2900 Euro). 2007 wanderten vor allem wegen der niedrigen Bezahlung etwa 4000 und damit jeder zehnte Mediziner aus.

Stand 2021 ist die Versorgung mit Arzneien bei manchen Medikamenten nicht ohne Unterstützung von Hilfsorganisationen gewährleistet.

Menschenrechte

Im Zuge der Beitrittsverhandlungen zur Europäischen Union stellte die Europäische Kommission 2005 fest, dass Rumänien beim Schutz der Menschenrechte Fortschritte gemacht habe. Allerdings ist vor allem der Umgang mit Minderheiten durch den rumänischen Staat und die rumänische Bevölkerung immer noch teilweise problematisch. So kommt es nach wie vor zu Diskriminierungen und Übergriffen gegen Angehörige der Volksgruppe der Roma. Auch ist die Situation in Institutionen für psychisch kranke Menschen nach wie vor unbefriedigend. Amnesty International weist darauf hin, dass Todesfälle in psychiatrischen Anstalten weder effektiv noch unparteiisch untersucht wurden. Auch leiden laut Amnesty International nach wie vor Menschen mit von heterosexueller Orientierung abweichender sexueller Identität unter Diskriminierung und Intoleranz.

Verwaltungsgliederung

Kreise

Die historischen Regionen haben in Rumänien keine administrative Bedeutung. Der Staat ist in 41 Kreise („județ“, Plural: „județe“) sowie die Hauptstadt Bukarest unterteilt. Diese zentralistische Verwaltungsgliederung wurde nach dem Vorbild der französischen Départements im 19. Jahrhundert geschaffen. In den ersten Jahren der kommunistischen Herrschaft wurde diese Ordnung verändert, doch kehrte Rumänien 1968 zum ursprünglichen System zurück. Davon abweichend wurden 1981 die Kreise Ialomița und Ilfov in die Kreise Călărași, Giurgiu, Ialomița und Ilfov neu organisiert. Bis 1997 war Ilfov kein selbständiger Kreis, sondern von Bukarest abhängig.

Im Durchschnitt haben die rumänischen Kreise (inklusive der Hauptstadt) etwas mehr als 500.000 Einwohner auf 5676 km². Verglichen mit föderalistischen Verwaltungsstrukturen in Deutschland oder den USA, wo einzelne Verwaltungseinheiten andere der gleichen Ebene um mehr als das Zehnfache an Größe übertreffen, weichen die Zahlen in Rumänien nur gering voneinander ab. Abgesehen von der Hauptstadtregion reicht die Bevölkerungsanzahl in den Kreisen von etwa 222.000 (Covasna) bis 829.000 (Prahova). Der flächenmäßig größte Kreis ist Timiș mit 8697 km², der kleinste Ilfov mit 1593 km². Letzterer umgibt Bukarest und ist deutlich kleiner als die übrigen Verwaltungseinheiten. Bereits der zweitkleinste Kreis Giurgiu erstreckt sich über 3526 km².

Parallel existieren in Rumänien acht Planungsregionen. Diese wurden 1998 im Zuge der Vorbereitung auf den EU-Beitritt geschaffen. Sie haben keine realen Befugnisse und sind somit auch keine juristischen Verwaltungseinheiten. Die Planungsregionen sind allerdings für die Zuteilung von EU-Fördergeldern sowie für statistische Erhebungen von Bedeutung.

2013 wurde in Rumänien ein umfassender Prozess der Dezentralisierung und Regionalisierung mit dem Ziel einer Modernisierung des öffentlichen Verwaltungssystems in Gang gesetzt. Im November 2013 leitete die Rumänische Regierung das Dezentralisierungsgesetz dem Rumänischen Parlament zu. Dieses legte den Gesetzesentwurf dem Verfassungsgerichtshof vor, der es als verfassungswidrig erklärte.

Städte

Die mit Abstand größte Stadt Rumäniens ist die Landeshauptstadt Bukarest, in der über 1,9 Millionen Einwohner leben, was sie zur insgesamt sechstgrößten Stadt innerhalb der Europäischen Union macht. Sie ist daneben das Zentrum der Großen Walachei (Muntenien).

Gleich mehrere Städte liegen etwa um einen Wert von 300.000 Einwohnern herum, wobei es sich meist um die historischen Zentren der rumänischen Regionen handelt:

  • Das im Banat gelegene Timișoara war Ausgangspunkt der Revolution von 1989.
  • Iași ist die bedeutendste Stadt der Moldau.
  • Cluj-Napoca in Siebenbürgen verfügt über eine dreisprachige Universität (rumänisch, ungarisch, deutsch).
  • Constanța in der Dobrudscha ist der wichtigste EU-Hafen am Schwarzen Meer.
  • Craiova ist das Zentrum der Kleinen Walachei (Oltenien).
  • Der bedeutende Binnenhafen Galați liegt am Zusammenfluss von Donau und Sereth.
  • Brașov war eines der historischen Zentren der Siebenbürger Sachsen.

Insgesamt haben 20 Städte Rumäniens mehr als 100.000, weitere 21 Städte mehr als 50.000 Einwohner.

Infrastruktur

Die Infrastruktur Rumäniens hat gewisse Probleme. Rumänien wird von den paneuropäischen Verkehrskorridoren Nr. 4 und Nr. 9 durchquert sowie von Nr. 7 (Wasserweg Donau) in seinem Süden begrenzt. Investitionen in den Eisenbahnverkehr sowie den Zustand der Straßen sind dringend nötig.

Obwohl Rumänien seit 1. Januar 2007 Mitglied der EU ist und dadurch Geld zur Verbesserung und zum Ausbau der Infrastruktur bei der EU beantragt werden kann, geschieht dies nur sehr zögerlich. Der mögliche Rahmen wird bei weitem nicht ausgeschöpft. Ursache ist die ineffiziente Verwaltung, welche die Infrastrukturprojekte nicht in angemessener Zeit vorantreibt.

Flugverkehr

Es existieren zwei Flughäfen bei Bukarest, weiterhin je einer bei Arad, Baia Mare, Craiova, Sibiu, Târgu Mureș, Constanța, Cluj-Napoca, Timișoara, Oradea, Bacău, Suceava und Iași. Einheimische Fluggesellschaften sind TAROM, Carpatair und die Billigfluggesellschaft Blue Air.

Straßenverkehr

Das gesamte Straßennetz umfasste 2013 etwa 84.185 km, wovon 49.873 km asphaltiert sind. Das Autobahnnetz in Rumänien befindet sich im Aufbau – geplant ist eine Gesamtlänge von 2710 km, davon sind 749 km fertiggestellt und 223 km in Bau.

Besonders wichtig für den Anschluss Rumäniens an das mitteleuropäische Autobahnnetz ist die A 1, sie soll mit einer Länge von 585 km Bukarest über Pitești, Râmnicu Vâlcea, Sibiu (Hermannstadt), Deva, Timișoara und Arad mit Szeged in Ungarn verbinden. Fertiggestellt sind 404 km (Stand Oktober 2017), wobei noch zwei Lücken bestehen. Zwischen Deva und Făget sind 55 km in Bau, während das 126 km lange Teilstück zwischen Pitești und Sibiu sich erst in Planung befindet und eine Fertigstellung noch nicht absehbar ist.

Dagegen ist die 202 km lange A 2 Autostrada Soarelui (die Sonnenautobahn) von Bukarest über Fetești und Cernavodă nach Constanța am Schwarzen Meer seit 2012 vollständig fertiggestellt.

Im Ausbau befindet sich die A 3 Autostrada Transilvaniei – sie wird Bukarest über Ploiești, Brașov (Kronstadt) und Cluj-Napoca (Klausenburg) mit Oradea (Großwardein) und der Grenze zu Ungarn verbinden. Von insgesamt 588 km sind 110 km in Betrieb, weitere 98 km in Bau. In Bau befindet sich außerdem die 70 km lange A 10 Autostrada Sebeș – Turda, die die A 1 von Sibiu (Hermannstadt) über Alba Iulia mit der A 3 bei Cluj-Napoca verbinden wird.

Zu weiteren Planungen siehe: Liste der Autobahnen in Rumänien

Um die Autobahnen und Nationalstraßen in Rumänien benutzen zu dürfen, muss eine Vignette (rovinietă) erworben werden.

Neben den relativ gut ausgebauten Autobahnen (Tempolimit: 130 km/h) und größeren Nationalstraßen sind die übrigen Straßen vor allem in grenznahen und/oder ländlichen Regionen teilweise immer noch sehr marode und mit westeuropäischen Verhältnissen kaum vergleichbar, obwohl seit 2007 viele Straßen ausgebaut bzw. renoviert wurden. Ein extremes Beispiel ist der Prisloppass an der Grenze zur Ukraine.

Die Hauptstraßen führen meist direkt durch Ortschaften, in denen es häufig vor Schulen und Zebrastreifen Bremsschwellen gibt. Neu asphaltierte Straßen sind aufgrund der Hitze des Sommers oft sehr wellig, was zum Aufschaukeln führt.

Die geltenden Tempolimits werden von der einheimischen Bevölkerung vielfach ignoriert, hinzu kommen Gefahren durch langsame und unbeleuchtete Pferdefuhrwerke, die auf den Straßen im ländlichen Raum zahlreich unterwegs sind. Dementsprechend verzeichnet Rumänien von allen EU-Staaten nach Lettland die zweithöchste Anzahl an Verkehrstoten relativ zur Gesamtbevölkerung (Stand: 2014).

Auf der Hauptverbindung zwischen Ungarn und Bulgarien (Europastraßen E 68, E 70, E 81 Szeged (Ungarn)–Arad–Deva–Sibiu–Bukarest–Russe (Bulgarien)) ist eine maximale Durchschnittsgeschwindigkeit von 50 bis 60 km/h möglich. Die Europastraße E 70/E 79 (Calafat–Craiova–Drobeta Turnu Severin–Timișoara–Arad), die als Alternative zur viel befahrenen Strecke durch die Karpaten dienen könnte, wird zurzeit (Oktober 2009) auf der ganzen Strecke ausgebaut. Die zahlreichen Baustellen sind, mit Ampeln abgesichert, einspurig passierbar, deshalb sinkt hier die Durchschnittsgeschwindigkeit auf etwa 30 bis 40 km/h.

Das rumänische Tankstellen- und Werkstättennetz ist gut ausgebaut, Vulkanisier-Services sind weit verbreitet. Auf Europastraßen sind die Zapfsäulen meist rund um die Uhr geöffnet. Daneben gibt es zahlreiche Raststätten und Mini-Markets, die immer geöffnet haben.

Eisenbahn

Große Teile des Streckennetzes und des rollenden Materials der Rumänischen Staatsbahn (CFR) haben einen starken Modernisierungsbedarf, wobei es in den letzten Jahren punktuelle Verbesserungen gab. So werden seit Anfang 2003 im Fernverkehr moderne Desiro-Züge (CFR-Baureihe 96) unter dem Namen „Săgeata Albastră“ („Blauer Pfeil“) eingesetzt.

Kommunikation

Größter Anbieter im Telefon-Festnetzbereich mit drei Millionen Festnetzanschlüssen ist Romtelecom, der privatisierte Nachfolger der Rumänischen Post. Es gibt mehr Mobilfunkanschlüsse als Festnetzanschlüsse in Rumänien. Mobilfunknetzbetreiber sind:

  • Orange Rumänien, mit etwa 10 Millionen Kunden 2012.
  • Vodafone Rumänien, mit etwa 8,3 Millionen Kunden 2011.
  • Telekom Rumänien (bis September 2014 Cosmote Romania), mit etwa 6,4 Millionen Kunden 2012.

In Rumänien verfügten 2011 laut Eurostat 47 Prozent der Haushalte über einen Internetzugang, etwa 31 Prozent der Haushalte über einen Breitbandinternetanschluss, das war der niedrigste Wert in allen 27 EU-Staaten. 2012 stieg die Anzahl der Haushalte mit Internetzugang auf 54 Prozent, 2016 lag sie bei 72 Prozent.

Medien

Im Fernsehbereich ist der private Kanal Pro TV seit langem Marktführer, vor dem Privatkanal Antena 1 und dem öffentlich-rechtlichen Fernsehen TVR 1. Im Hörfunkbereich bietet das öffentlich-rechtliche Radio Romania zahlreiche landesweite und regionale Programme an.

Die führenden überregionalen Tageszeitungen gehören meist wohlhabenden rumänischen Unternehmern, die vorher oft hohe politische Ämter besaßen. Nach der Wende waren der Schweizer Ringier-Verlag und der deutsche WAZ-Konzern an vielen Zeitungs- und Zeitschriftenverlagen beteiligt.

Wichtigste deutschsprachige Publikationen sind die täglich erscheinende Allgemeine Deutsche Zeitung für Rumänien (ADZ) in Bukarest und die wöchentliche Hermannstädter Zeitung (HZ) in Hermannstadt. Die deutschsprachige Presse im Gebiet des heutigen Rumäniens existiert bereits seit mehreren Jahrhunderten. Schon 1778 wurde im von Deutschen gegründeten Hermannstadt eine erste Zeitschrift für Siebenbürgen aus der Taufe gehoben.

Mehrere Lokalstudios von Radio Romania und Televiziunea Română (TVR) produzieren deutschsprachige Hörfunk- und TV-Programme. Dazu gehören beispielsweise Radio Neumarkt, der Deutsche Dienst von Radio Rumänien International oder die Fernsehsendung „Deutsch um 1“ bei TVR 1.

Wirtschaft

Zu den Bodenschätzen Rumäniens gehören Erdgas, Kohle (vor allem Braunkohle), Salz, Gold und Erdöl. Das Land wird zu 41 % durch Ackerland genutzt, zu 29 % durch Wald, zu 21 % durch Weide und zu 3 % durch permanente Saat. Rumänien erwirtschaftete im Jahr 2020 ein Bruttoinlandsprodukt (BIP) von etwa 223 Mrd. Euro, was einem BIP pro Kopf von 21.617 Euro (in KKS) entspricht. Im Vergleich mit dem BIP der EU, ausgedrückt in Kaufkraftstandards, erreichte Rumänien 2020 einen Index von 70 (EU-27 = 100). Im Global Competitiveness Index, der die Wettbewerbsfähigkeit eines Landes misst, belegte Rumänien Platz 68 von 137 Ländern (Stand 2018). Im Index für wirtschaftliche Freiheit belegte das Land 2020 Platz 38 von 180 Ländern.

Trotz der positiven volkswirtschaftlichen Gesamtentwicklung in den Jahren von 2001 bis 2008 (BIP-Wachstum von durchschnittlich 6 %) bedarf die rumänische Wirtschaft weiterer Reformen. Im Krisenjahr 2009 verringerte sich die Wirtschaftsleistung des Landes um erhebliche 6,6 %. Im darauffolgenden Jahr 2010 schrumpfte die Wirtschaft um weitere 1,1 %, erholte sich jedoch 2011 (+ 2,2 %). In den darauffolgenden Jahren gehörte Rumänien wieder zu den am schnellsten wachsenden Wirtschaften in Europa. 2016 stieg das Bruttoinlandsprodukt um 4,8 %. 2017 stieg die Wirtschaftsleistung um 7 %, womit Rumänien die am zweit-schnellsten wachsende Volkswirtschaft innerhalb der EU war und sogar zu den wachstumsstärksten Ländern weltweit gehörte. Im darauffolgenden Jahr ging das Wachstum auf 4,1 % zurück. Für 2019 erwartet die EBRD einen weiteren Rückgang auf 3,2 %.

Laut Schätzungen lag der Anteil des Dienstleistungssektors am BIP 2011 bei 50 %, der Anteil des Industriesektors bei 37,8 % und der Landwirtschaftssektor bei 12,3 % des BIP. Im Jahr 2004 waren mit 22,6 % Rekordzuwächse im Landwirtschaftssektor zu verzeichnen. Die jährliche Teuerungsrate ging in Rumänien seit der ersten Welle der EU-Erweiterung 2004 von 9,6 % auf 8,6 % im Jahr 2005 und auf 6,1 % 2010 zurück.

Obwohl die Wirtschaft 2005 weiterhin wuchs und auch das Exportvolumen gesteigert werden konnte, hatte Rumänien 2005 eine Steigerung des Außenhandelsdefizits gegenüber dem Vorjahr um 3 Mrd. Euro zu verzeichnen, was mit der im Verhältnis zur Produktionsleistung überproportional gestiegenen Nachfrage nach Importgütern zu erklären ist, die durch Erleichterungen bei der Kreditvergabe möglich wurde. Das hieraus resultierende Leistungsbilanzdefizit belief sich auf rund 9 % des Bruttoinlandsprodukts.

Im Juli 2011 hat Rumänien das Zahlungssystem TARGET2 für den Euro-Transfer lanciert. Seit 2005 gilt eine Einheitssteuer von 16 Prozent.

Infolge der Finanzkrise geriet auch Rumänien Ende 2008 in finanzielle Schwierigkeiten. Mitte März 2009 beschloss der Internationale Währungsfonds (IWF) Hilfen von knapp 13 Milliarden Euro in einem zweijährigen Stand-by-Kredit für Rumänien bereitzustellen, ergänzt um 5 Mrd. Euro aus dem Notfallfonds der Europäischen Kommission und zusätzlichen 2 Mrd. Euro von weiteren internationalen Organisationen.

Kennzahlen

Privatisierung und Beschäftigung

Die Privatisierung der staatlichen Betriebe wird fortgesetzt. Im Juli 2004 erhielt der österreichische Energieversorger OMV die Aktienmehrheit an dem rumänischen Öl- und Erdgaskonzern PETROM (60.000 Mitarbeiter). Ende 2005 erhielt die österreichische Erste Bank den Zuschlag für eine Beteiligung von 61,88 % an der größten rumänischen Bank, der Banca Comercială Română (BCR). Der Kaufpreis von 3,75 Mrd. EUR war bisher die mit Abstand größte Direktinvestition in Rumänien. Nach Zahlen der Wirtschaftskammer wurden bisher rund 30 Prozent aller ausländischen Investitionen in Rumänien von österreichischen Firmen getätigt.

Die Arbeitslosenquote betrug im Juni 2018 4,5 % und liegt damit deutlich unter dem EU-Durchschnitt. Im Jahr 2017 betrug die Jugendarbeitslosigkeit 18,4 %. 2014 arbeiteten 28,3 % aller Arbeitskräfte in der Landwirtschaft, 28,9 % in der Industrie und 42,8 % im Dienstleistungssektor. Die Gesamtzahl der Beschäftigten wird für 2017 auf 8,95 Millionen geschätzt; davon sind 43,1 % Frauen.

Ab Januar 2020 schreibt der Staat einen gesetzlichen Mindestlohn, je nach Qualifizierung, von monatlich zwischen 2230 und 2350 Lei vor. Anfang April waren von den registrierten Arbeitsverträgen, 42 % mit gesetzlichen Mindestlohn beschäftigt. Nach wie vor suchen aber viele Rumänen Arbeit im Ausland, vorzugsweise in den Mittelmeerländern Italien und Spanien. Ein Fünftel der rumänischen Bevölkerung zählt zu den Working Poor.

Industrie

Die Industrie trägt zu beinahe 35 Prozent zum Bruttoinlandsprodukt bei und beschäftigt etwa 20 Prozent aller Arbeitskräfte. Hergestellt werden in Rumänien vor allem Elektronik wie Computer, Telekommunikationsausrüstungen, Unterhaltungselektronik und Halbleiter; daneben Fahrzeuge wie die Marke DACIA Automobile Dacia, Schiffe wie der von Damen Shipyards Group in Galați gebaute Helikopterträger Karel Doorman, mit 204 m das größte Schiff der Königlich Niederländische Marine, verschiedene Flugzeuge und Hubschrauber bei Întreprinderea Aeronautică Română (IAR), moderne Panzer wie der TR-85M1, Produkte der chemischen Industrie, Stahl, Medikamente bedingt durch eine starke Pharmaindustrie und Produkte der Leichtindustrie wie Textilien, Schuhe oder Lebensmittel. Ein Viertel der rumänischen Exporte sind Textilprodukte.

Landwirtschaft

Rumänien ist mit knapp zwölf Millionen Tieren nach Großbritannien und Spanien der drittgrößte Schaf- und Ziegenproduzent der Europäischen Union (EU). In der EU ist Rumänien seit 2018 der größte Maisproduzent.

Tourismus

2015 erwirtschaftete der Tourismus 1.542 Millionen Euro. Die Zahl der Gäste 2016 betrug 10,9 Millionen.

Zum Herbst des Jahres 2004 war der Baustart für das erste von zwei touristischen Großprojekten geplant. Nach einem Fossilienfund entsteht im Kreis Hunedoara ein Dinosaurierpark. Der Baubeginn des zweiten Großprojekts – des Themenparkes Dracula-Park bei Sighișoara (Schäßburg) – wurde bisher von einer Bürgerinitiative verhindert und soll jetzt in der Nähe von Bukarest entstehen.

Mit dem 1. Juli 2005 erfolgte eine Währungsumstellung. Der Kurs betrug am 19. Juli 2017 4,567 Lei = 1 Euro. Es wurden neue Geldscheine und auch Münzen in Umlauf gebracht, die alten Zahlungsmittel haben ihre Gültigkeit verloren (2007).

In Rumänien besteht seit Januar 2005 eine Vignettenpflicht für PKW und LKW auf allen Straßen. Die Vignetten (Rovinietă) sind an den Grenzübergängen und den meisten Tankstellen von OMV, Rompetrol und Petrom erhältlich. Bei der Ausreise wird an der Grenze oft kontrolliert, ob die Rovinietă und der dazugehörige Kaufbeleg vorhanden und gültig sind. Der Preis der Vignette richtet sich seit 2008 nicht mehr nach der Abgaseinstufung (Euronorm), sondern wird pauschal erhoben. Die Vignette wird bisher nicht gelocht oder gestempelt, daher muss der Kassenbeleg unbedingt aufgehoben werden.

Staatshaushalt

Der Staatshaushalt umfasste 2016 Ausgaben von umgerechnet 62,1 Mrd. US-Dollar, dem standen Einnahmen von umgerechnet 56,8 Mrd. US-Dollar gegenüber. Daraus ergibt sich ein Haushaltsdefizit in Höhe von 2,8 % des BIP. Die Staatsverschuldung betrug 2016 73,3 Mrd. US-Dollar oder 39,2 % des BIP. Von der Ratingagentur Standard & Poor’s werden die Staatsanleihen des Landes mit der Note BBB− bewertet (Stand November 2018). Das Land gilt damit als Schuldner mittlerer Güte.

2006 betrug der Anteil der Staatsausgaben (in % des BIP) folgender Bereiche:

  • Gesundheit: 4,5 %
  • Bildung: 3,5 % (2005)
  • Militär: 1,9 % (2007)

Korruption als strukturelle Erscheinung

Korruption auf vielen Ebenen ist Alltag in Rumänien. Korruption und Amtsmissbrauch gelten in dem Land als gravierendes Problem. Die Kultur der Korruption ist tief in den moralischen, konzeptuellen und praktischen Einstellungen eines bedeutenden Teils der rumänischen Bevölkerung verwurzelt und wird in vielen Fällen noch als normale Problemlösungsstrategie angenommen.

Gründe hierfür sind die verbreitete Armut der Bevölkerung und die Unterbezahlung der öffentlich Bediensteten: Besonders von orthodoxen Priestern, Behördenmitarbeitern, Krankenhausangestellten und Lehrern werden Geldbeträge als Zusatzeinkommen eingefordert. Die Gesetzeslage ist immer noch instabil; Abgeordnete verweisen darauf, EU-Stellen hätten sie zu Antikorruptionsgesetzen gezwungen und verhindern in der Folge deren Umsetzung. Auch die Selbstbereicherungsmentalität der politischen und wirtschaftlichen Eliten spielt eine große Rolle.

Gemäß Umfragen glauben 96 Prozent der Rumänen, dass Korruption zu den schwerwiegendsten Problemen im Land gehöre. Ein Drittel der Befragten konnte Beispiele für die Zahlung von eigenen Schmiergeldern in den letzten 12 Monaten angeben. Die rumänische Sprache kennt 30 Redewendungen für die Umschreibung von Schmiergeld. Bereits in den ältesten rumänischen Texten kamen die ursprünglich slawischen und türkischen Begriffe bacșiș, ciubuc, șperț, șpagă und mită vor.

Rumänien lag 2020 im Korruptionswahrnehmungsindex von Transparency International im weltweiten Vergleich auf Platz 69, in Europa damit gleichauf mit Bulgarien und Ungarn, hinter Montenegro (67. Platz) aber vor Serbien (94. Platz). Zwar ist der innenpolitische Wille und der außenpolitische Druck – besonders durch die Europäische Union – für Reformen vorhanden, jedoch sind die Sicherheitsbehörden und die Justiz dabei strukturelle Gründe für das Phänomen und mit ihrer Aufgabe oftmals überfordert oder selbst Teil des Problems.

Kultur

Die rumänische Kultur zeichnet sich sowohl in ihren verschiedensten historischen Erscheinungsformen als auch in ihrer gegenwärtigen Struktur durch eine in Europa einzigartige Vielfalt aus. Die Originalität der rumänischen Kultur hängt sowohl in ihren traditionellen als auch in ihren modernen Formen mit ihrer Fähigkeit zusammen, die verschiedensten Einflüsse aufzunehmen und sie in einer kreativen Synthese miteinander zu verbinden. Die Grenzlage des Landes zwischen Okzident und Orient, die zahlreichen ethnischen und religiösen Minderheiten und die ausgeprägten geographischen Unterschiede zwischen den verschiedenen Kulturlandschaften haben in dieser Hinsicht eine bedeutende Rolle gespielt. Rumänien teilt die traditionelle Kultur (Rumänische Kultur) mit der der Republik Moldau. Im Jahr 2007 war Sibiu (Hermannstadt) Kulturhauptstadt Europas. Das zivilgesellschaftliche Stiftungswesen ist bislang schwach entwickelt.

Architektur

Zu den kulturellen Hauptattraktionen Rumäniens zählen diejenigen Kulturdenkmäler, die nach der Wende von 1989 in die UNESCO-Liste aufgenommen wurden: die Moldauklöster mit Außenmalereien; Kloster Horezu; die Kirchenburgen in Siebenbürgen; die Altstadt von Sighișoara; die dakische Festungsanlage in den Bergen Orășties; die Holzkirchen in der Maramureș. Die Schwarze Kirche (Brașov) ist der östlichste gotische Dom Europas und zugleich der bedeutendste gotische Kirchenbau in Südosteuropa.

Der Parlamentspalast in Bukarest ist das größte Gebäude Europas und eines der größten der Welt. Das Gebäude – seit 1997 Sitz der rumänischen Abgeordnetenkammer – ist nach dem Pentagon das zweitgrößte Verwaltungsgebäude der Welt. Stilistisch wird der Parlamentspalast zum Neoklassizismus gerechnet. Auf der Rückseite des Gebäudes ist das Nationalmuseum für Moderne Kunst untergebracht.

Bemerkenswert bezüglich moderner Architektur in Rumänien sind folgende Gebäude:

  • der Staatliche Zirkus Bukarest (Zirkus Globus)
  • die Internationale Messe (Complexul Expozițional Romexpo)
  • Sala Palatului (mit mehr als 4000 Plätzen einer der größten Show-, Theater- und Kongresssäle der Welt)
  • das futuristische Nationaltheater Bukarest „Ion Luca Caragiale“; mit 7 Sälen, darunter dem Großen Saal (Sala Mare) mit 900 Plätzen

Musik

In Rumänien haben sich über die Jahrhunderte verschiedene musikalische Traditionen zu einer außergewöhnlichen reichen stilistischen Vielfalt entwickelt. Zu den eigentlichen rumänischen Elementen kamen griechische, slawische, ungarische, türkische, mazedonische und andere.

Traditionell häufig eingesetzte Instrumente sind Cymbal, Violine, Akkordeon, Bassgeige und Klarinette, technische Virtuosität, auch bei alltäglichen Darbietungen, sind keine Seltenheit.

Zu den außerhalb Rumäniens bekanntesten Künstlern gehören der Panflötenvirtuose Gheorghe Zamfir und die Roma-Band Fanfare Ciocărlia.

In Rumänien existieren in 18 Städten 28 professionelle Orchester für klassische Musik:

  • 18 philharmonische Orchester
  • 9 Opernorchester
  • 1 Operettenorchester

Film

Nach 1989 hat die Filmindustrie eine spektakuläre Entwicklung genommen, die sich in zahlreichen internationalen Auszeichnungen für rumänische Produktionen niederschlug (u. a. 2004 Goldener Bär für Kurzfilm für Cristi Puiu; 2005 Caméra d’or Cannes für Corneliu Porumboiu; 2007 Goldene Palme in Cannes für Cristian Mungiu; 2010 Silberner Leopard/Premio speciale della giuria, Locarno für Marian Crișan; 2012 Preis für das beste Drehbuch/Prix du scénario und Beste Darstellerin für die beiden Hauptdarstellerinnen des Films Hinter den Hügeln von Cristian Mungiu, Cannes; 2013 Goldener Bär für Călin Peter Netzer). Die Filmkritiker sprechen daher von einer „rumänischen Welle“ in der internationalen Filmindustrie.

Literatur

In Deutschland wird die rumäniendeutsche Literatur stärker zur Kenntnis genommen als die von Rumänen auf Rumänisch geschriebenen Werke. Auf der Frankfurter Buchmesse 2003 und auf der Pariser Buchmesse 2013 war Rumänien Gastland. Zu den bedeutendsten rumänischen Autoren der Gegenwart gehören Gabriela Adameșteanu, Norman Manea sowie Mircea Cărtărescu. Er erhielt u. a. den Internationalen Literaturpreis – Haus der Kulturen der Welt 2012. In Rumänien füllen sich bei Literaturlesungen teilweise Stadien.

Die international bekanntesten rumänischen Bühnenautoren sind die beiden rumänisch-französischen Autoren Eugène Ionesco und Matei Vișniec. In der Lyrik traten im 20. Jahrhundert u. a. der Mitbegründer des Dadaismus Tristan Tzara sowie Mircea Dinescu hervor.

Wissenschaft und Forschung

Das rumänische Forschungssystem hat von der sozialistischen Zeit große strukturelle Probleme geerbt, die in den vergangenen zwei Jahrzehnten nur langsam und unzureichend beseitigt wurden. Unter den staatlichen Forschungseinrichtungen ist vor allem das Institut für Atomphysik (Institutul de Fizică Atomică Măgurele) bekannt, das an dem ELI (Extreme Light Infrastructure) Projekt der Europäischen Union beteiligt ist, in dessen Rahmen bis 2015 der stärkste Laser der Welt gebaut werden soll. Neben den staatlich finanzierten Forschungsinstituten entwickelten sich langsam auch unabhängige Einrichtungen. Der ehemalige Kultus- und Außenminister Andrei Pleșu erhielt 1993 den New Europe Prize for Higher Education and Research, der ihm ermöglichte, in Bukarest mit Unterstützung des Wissenschaftskollegs zu Berlin und fünf weiterer Forschungsinstitute (Center for Advanced Study in the Behavioral Sciences, Stanford, Institute for Advanced Study, Princeton, National Humanities Center, Research Triangle Park, The Netherlands Institute for Advanced Study in Humanities and Social Sciences, Wassenaar, The Swedish Collegium for Advanced Study in the Social Sciences, Uppsala) das bekannte New Europe College zu gründen. Im Bereich der Philosophie ist vor allem die Rumänische Gesellschaft für Phänomenologie (Societatea Română de Fenomenologie) auf internationaler Ebene präsent. Das private Institut MB Telecom erhielt 2009 und 2013 auf der Internationalen Messe für Erfindungen in Genf das Grand Prix (als erster Teilnehmer in der Geschichte dieser Messe, der die höchste Auszeichnung zweimal zugesprochen bekam). Außergewöhnlich ist das IAR 111 Projekt (ein Überschallflugzeug), eine Mitarbeit zusammen mit Arca Space Corporation, welche dereinst Weltraumtouristen oder Raketen ins All transportieren soll.

Feiertage

Offizielle Feiertage in Rumänien sind:

Sport

Organisierter Fußball in Rumänien wird seit 1909 in der Divizia A (seit 2006: Liga 1) gespielt, der höchsten nationalen Spielklasse. Im selben Jahr ist auch der rumänische Fußballverband Federația Română de Fotbal gegründet worden. Seit der kommunistischen Ära wird der nationale Fußball von Steaua Bukarest/FCSB Bukarest und Dinamo Bukarest dominiert, die 25 beziehungsweise 18 Meistertitel gewonnen haben, sowie dem 14-maligen Pokalsieger Rapid Bukarest. Den bisher größten internationalen Erfolg einer rumänischen Mannschaft errang Steaua Bukarest mit dem Europapokal der Landesmeister 1986. Im Februar 1987 gewann Steaua Bukarest im Louis-II-Stadion zu Monaco auch den europäischen Supercup nach einem 1:0 durch ein Gheorghe Hagi-Tor gegen Dynamo Kiew. Gegenwärtig (2014/15) steht die rumänische Liga auf Platz 16 der UEFA-Fünfjahreswertung.

Die rumänische Fußballnationalmannschaft nahm bisher an sieben Fußball-Weltmeisterschaften und vier Fußball-Europameisterschaften teil. Die beste Platzierung war das Erreichen des Viertelfinales bei der WM 1994 und der EM 2000. Bekanntester rumänischer Spieler dieser Ära war Gheorghe Hagi, der anlässlich des UEFA-Jubiläums vom rumänischen Verband zum besten nationalen Spieler der letzten 50 Jahre benannt wurde. Der erfolgreichste Liga 1-Spieler aller Zeiten ist Marius Lăcătuș, der 10-maliger Meister und 7-maliger Pokalsieger mit Steaua Bukarest wurde.

Am 9. Mai 2012 fand zum ersten Mal in der Sportgeschichte Rumäniens das UEFA-Europa-League-Finale in Bukarest statt. Für diesen Zweck hat das Gastland 234 Mio. Euro in den Bau eines neuen Stadions, der Arena Națională, investiert.

Rumänien nimmt seit 1900 an Olympischen Spielen teil. Im ewigen Medaillenspiegel gehört es mit 86 Goldmedaillen, die weit überwiegend bei Sommerspielen gewonnen wurden, zu den 20 erfolgreichsten Nationen. Am erfolgreichsten schnitt die rumänische Mannschaft bei den Spielen 1984 in Los Angeles ab, an denen sie als einziges Team des Ostblocks teilnahm und 20-mal Gold holte. Einzige Medaille bei Winterspielen war Bronze im Zweier-Bob bei den Spielen 1968 in Grenoble.

Rumänische Turnerinnen haben große Erfolge errungen:

  • Nadia Comăneci gewann 1976 und 1980 insgesamt fünfmal Gold
  • Ecaterina Szabó viermal 1984
  • Daniela Silivaș dreimal 1988
  • Simona Amânar 1996 und 2000 insgesamt dreimal
  • Cătălina Ponor gewann dreimal Gold 2004

Rugby Union ist in Rumänen ebenfalls ein beliebter Mannschaftssport. Die Rumänische Rugby-Union-Nationalmannschaft ist eine der stärksten Europas außerhalb der Six Nations und hat bisher an fast jeder Weltmeisterschaft teilgenommen, erreichte jedoch noch nicht die K.O.-Phase. Während der Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2019 wurde Rumänien nach dem Einsatz nichtspielberechtigter Spieler für diese Spiele Punkte abgezogen, womit man erstmals die Qualifikation verpasste. Rumänien nimmt an der Rugby-Union-Europameisterschaft teil, wo man auf andere aufstrebende Nationalmannschaften trifft. Seit 2002 spielen Georgien und Rumänien den Antim Cup aus; diese Trophäe ist nach dem in Georgien geborenen rumänischen Metropoliten Anthim den Iberer benannt. 2014 kam der Pershing Cup hinzu, den Rumänien gegen die Vereinigten Staaten ausgespielt. Seit 2021 spielen Russland und Rumänien den Kiseleff Cup aus; diese Trophäe ist nach dem Herzog Pawel Kisseljow benannt, einem Russen, der bei der Ausarbeitung der ersten Verfassung für die beiden Fürstentümer Walachei und Moldau (heutiges Rumänien und Republik Moldau) entscheidend mitgewirkt hatte. Als Heimatstadion dient das Stadionul Arcul de Triumf in Bukarest.

In den frühen 1970er Jahren war Ilie Năstase ein erfolgreicher Tennisspieler, der zwei Grand-Slam-Titel gewann und die Weltrangliste anführte. Die rumänische Mannschaft erreichte zwischen 1969 und 1972 dreimal das Finale des Davis Cups. Seit 1993 werden in Bukarest die Romanian Open abgehalten. Ab Sommer 2014 findet ebenso ein WTA-Turnier für Damen unter der Schirmherrschaft von Ion Tiriac und Ilie Nastase statt. Zu den bekanntesten Tennisspielern, denen nach 1989 der Einstieg in die Top 100 gelungen ist, zählen bei den Herren: Andrei Pavel, Horia Tecău (2010, 2011 und 2012 Wimbledon-Finalist im Doppel; 2012 gewann den Australian-Open-Titel im Mixed und das Cincinnati Masters im Doppel), Victor Hănescu, Adrian Ungur; bei den Damen: Irina-Camelia Begu, Alexandra Cadanțu, Sorana Cîrstea, Monica Niculescu, Simona Halep, wobei Halep, die Nummer 2 der WTA-Rangliste ist (seit 11. August 2014) und als kommender Tennisstar nach dem Roland-Garros-Finale 2014 gilt.

In den 1960er und 1970er Jahren hatte Rumänien große Erfolge im Hallenhandball, die Nationalmannschaft der Männer wurde viermal Weltmeister: 1961, 1964, 1970 und 1974. Danach konnte an diese Erfolge nicht mehr angeknüpft werden. Auf Vereinsebene konnte das Männerteam von Steaua Bukarest im Jahr 1968 und 1977 den Landesmeistercup für sich entscheiden. 2006 triumphierte man im Challenge-Cup. 2016 gewannen die Frauen von CSM Bukarest die EHF Champions League.

Fechten hat eine lange Tradition in Rumänien, die sich durch eine große Verbreitung auszeichnet. 48 Klubs sind dem rumänischen Fechtverband beigetreten und mit 46 Gold-, 62 Silber- und 83 Bronzemedaillen haben die rumänischen Fechter auf internationalem Parkett bei Olympiaden, WM oder EM ihr Können unter Beweis gestellt.

Rumänien ist WM-Zweiter im Männervolleyball 1966 gewesen. Zwei weitere Male wurde Rumänien WM-Dritter. 1963 bei der zweiten EM, die in Rumänien stattfand, gewann man den Titel im Männerwettbewerb. Bereits 1955 bei der ersten EM in Rumänien konnte man das Turnier als Finalist abschließen. Ebenso 1959 in der Tschechoslowakei. Als EM-Dritter schloss man die EM zweimal weiter ab, ehe man 1980 in Moskau die olympische Bronzemedaille erringen konnte. Rapid Bukarest gewann den Wettbewerb der Männer für Meistervereine in den Jahren 1961, 1963 und 1965. Dinamo Bukarest entschied diesen Titel ebenfalls dreimal für sich: 1966, 1967 und 1981. Die Finale des wichtigsten europäischen Männervolleywettbewerbs für Vereine 1966 und 1967 konnten jeweils Dinamo und Rapid unter sich ausmachen.

Weitere Informationen

Literatur

  • Ronald Bachmann: Romania. A Country Study. Washington 1991.
  • Kai Brodersen: Dacia Felix. Das antike Rumänien im Brennpunkt der Kulturen. wbg Philipp von Zabern, Darmstadt 2020. ISBN 978-3-8053-5059-4.
  • Ion Bulei: Kurze Geschichte Rumäniens. Bukarest 1998. ISBN 973-96876-2-8.
  • Lucian Boia: Romania. Borderland of Europe. London: Reaktion Books, 2001.
  • Tom Gallagher: Modern Romania. The End of Communism, the Failure of Democratic Reform, and the Theft of a Nation. [Taschenbuch], University Press, New York 2008, ISBN 0-8147-3201-1.
  • Wilfried Heller: Innenansichten aus dem postsozialistischen Rumänien. Sozioökonomische Transformation, Migration und Entwicklungsperspektiven im ländlichen Raum. Berlin-Verlag Spitz, Berlin 1999, ISBN 3-8305-0003-3.
  • Wilfried Heller: Rumänien – Bilder aus einer verlorenen Zeit. Eine fotografische Landeskunde Rumäniens vor und nach der Wende. Schiller-Verlag, Hermannstadt-Bonn 2020, ISBN 978-3-946954-77-4.
  • Keith Hitchins, A Concise History of Romania, Cambridge University Press, Cambridge 2014, ISBN 978-0-521-69413-1.
  • Thede Kahl, Michael Metzeltin, Mihai Răzvan Ungureanu (Hrsg.): Rumänien. Raum und Bevölkerung – Geschichte und Geschichtsbilder – Kultur – Gesellschaft und Politik heute – Wirtschaft – Recht – Historische Regionen. 2 Bände, LIT Verlag, 2. Aufl., Wien-Berlin 2008, 976 S., ISBN 978-3-8258-0069-7.
  • Thede Kahl, Larisa Schippel (Hrsg.): Kilometer Null. Politische Transformation und gesellschaftliche Entwicklungen in Rumänien seit 1989. Reihe Forum: Rumänien, Band 10, Frank und Timme Verlag, Berlin 2010, 488 S., ISBN 978-3-86596-344-4.
  • Michael Metzeltin: România. Stat – Națiune – Limbă. Editura Univers Enciclopedic, București 2002.
  • Kurt Scharr: Die Karpaten. Balthasar Hacquet und das vergessene Gebirge in Europa. Studien-Verlag, 2004, ISBN 978-3-7065-1952-6.
  • Hugo Weczerka: Rumänien (bis 1945). In: Literaturberichte über Neuerscheinungen zur außerdeutschen Geschichte. Band 5. Oldenbourg, München 1973, S. 324–420.
  • Historisches Erbe – Kapital für die Zukunft? Deutsche Spuren in Rumänien. Dokumentation des Potsdamer Forums vom 24. April 2003 im Alten Rathaus Potsdam. Deutsches Kulturforum östliches Europa e. V., Potsdam 2003, ISBN 978-3-936168-10-5.

Weblinks

  • Länderinformationen des Auswärtigen Amtes zu Rumänien
  • Das erste Rumänien-Portal, gegr. 1996 (englisch)
  • Landesinfo Rumänien auf: romotour.ro (deutsch)
  • Länderinformationen auf: Cotaru.com „Quo vadis, Romania? – Krise, Wirtschaft und Gesellschaft im Blick“
  • Rumäniens verlorene Jahrzehnte – Mit meinem Land stimmte etwas nicht von FAZ.net
  • Oliver Jens Schmitt: Das Geschäftsmodell der rumänischen Regierung besteht im Missbrauch von EU-Fördergeldern (NZZ, 4. Januar 2019)

Einzelnachweise



Quelle: Wikipedia

 

Region Regionen (40)

Bezeichnung der Regionen: Kreis
Abk Name Lat N Lat S Lng W Lng E B O
Alba 46.576955 45.483911 22.674202 24.237305  
Arad 46.658 45.893 20.704 22.755  
Arges 45.625224 44.389607 24.429429 25.318877  
Bacau 46.814 46.009 26.009 27.52  
Bihor 47.595 46.367 21.423 22.808  
Bistrita-Nasaud 47.583 46.745 23.936 25.09  
Botosani 48.275 47.427 26.102 27.431  
Braila 45.493 44.758 27.063 28.178  
Brasov 46.202156 45.407649 24.631118 26.0807949  
Bucharest 44.768 44.258 25.889 26.46  
Buzau 45.803 44.76 26.046 27.423  
Calarasi 44.563 44.064 26.28 28.023  
Caras-Severin 45.663 44.596 21.342 22.707  
Cluj 47.333 46.4 22.666 24.239  
Constanta 45.452 43.736 27.253 29.7  
Covasna 46.293 45.564 25.448 26.485  
Dambovita 45.465657 44.424912 25.0970109 25.9665019  
Dolj 44.735 43.755 22.85 24.293  
Galati 46.128 45.395 27.25 28.216  
Giurgiu 44.566 43.719 25.494 26.462  
Gorj 45.364552 44.5896479 22.563301 23.847229  
Harghita 47.14 46.106 24.87 26.3  
Hunedoara 46.366012 45.261131 22.354193 23.591872  
Ialomita 44.865 44.355 26.27 28.11  
Iasi 47.573 46.817 26.482 28.124  
Maramures 48.006 47.305 22.966 25.032  
Mehedinti 45.092 44.101 22.034 23.489  
Mures 47.103 46.064 23.967 25.289  
Neamt 47.297 46.629 25.671 27.239  
Olt 44.914 43.753 23.905 24.851  
Prahova 45.534555 44.718381 25.4579479 26.595395  
Salaj 47.417 46.872 22.494 23.829  
Satu Mare 48.099 47.314 22.167 23.63  
Sibiu 46.297174 45.486039 23.580336 24.934663  
Suceava 47.979 47.047 24.942 26.676  
Teleorman 44.53 43.65 24.631 25.733  
Timis 46.175 45.153 20.242 22.544  
Vâlcea 45.563 44.517 23.581 24.539  
Vaslui 46.974 45.996 27.205 28.247  
Vrancea 46.174 45.385 26.38 27.58  
 

Die höchsten Gipfel Die höchsten Gipfel

Die höchsten Hütten Die höchsten Hütten

Touren in diesem Staat Touren in diesem Staat

Bücher und Karten Bücher und Karten

Flagge: Romania

Name englisch: Romania
Hauptstadt: Bucharest
Kfz: RO
ISO: RO
ISO3: ROU
Fläche: 237500 km²
Tld: .ro
Wärung Einheit: RON
Währung: Leu
Vorwahl: 40

Ausdehnung / Grenzen (nach WGS 84 dezimal):
nördlichster Punkt: 48.265274
südlichster Punkt: 43.6190676
westlichster Punkt: 20.2617593
östlichster Punkt: 29.7571015


 
Rumänien: Große Karte mit den Grenzen und allen POIs
Rumänien. Schaue dir die Lage und viele weitere Informationen an. Höchste Gipfel und höchste Hütten.

Twitter twitter.com/deinebergede Instagram instagram.com/deineberge.de Facebook facebook.com/DeineBerge Frage Kontakt Fragen, Fehler, Lob, Kritik?
Schreib uns eine Nachricht.