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Staat Informationen : Grenada

Informationen:


Grenada, offiziell Staat Grenada ([greˈnaːda], englisch State of Grenada), ist ein Inselstaat und der Name einer hierzu gehörigen Insel der Kleinen Antillen, die geographisch zu den Inseln ĂŒber dem Winde in der Karibischen See gehört. Der Inselstaat bildet einen eigenstĂ€ndigen Mitgliedstaat des Commonwealth of Nations.

Geografie

Die Insel liegt zwischen der Karibik und dem Atlantischen Ozean, etwa 200 Kilometer nordöstlich der KĂŒste Venezuelas und sĂŒdlich von Saint Vincent und den Grenadinen.

Der Staat besteht aus mehreren Inseln der Inselgruppe der Grenadinen, einem Teilarchipel der kleinen Antillen, von denen die Insel Grenada selbst die grĂ¶ĂŸte ist; kleinere Inseln sind Carriacou, Petite Martinique, Ronde Island, Caille Island, Diamond Island, Large Island, Saline Island, Les Tantes und Frigate Island. Der nördlich angrenzende Teil der Grenadinen gehört zum Nachbarstaat St. Vincent und die Grenadinen. Der Großteil der Bevölkerung lebt auf der Hauptinsel Grenada, wo auch die Hauptstadt St. George’s sowie die StĂ€dte Grenville und Gouyave liegen. Die grĂ¶ĂŸte Siedlung auf den kleineren Inseln ist Hillsborough auf Carriacou.

Die Inseln sind vulkanischen Ursprungs und weisen fruchtbare Böden auf. Westlich von Ronde Island und etwa 8 km nördlich der Hauptinsel Grenada liegt in ca. 180 m Meerestiefe der einzige noch aktive Vulkan dieser Region, der Kick-’em-Jenny. Das Innere der Insel Grenada ist sehr bergig. Der höchste Punkt ist der Mount Saint Catherine mit einer Höhe von 840 Meter ĂŒber dem Meeresspiegel. In den Bergen entspringen zahlreiche kleine FlĂŒsse, sie bilden zwei große Seen: den Lake Antoine und den Grand Etang Lake. Im Verlauf der FlĂŒsse gibt es zwei nennenswerte WasserfĂ€lle: Annendale Falls und Concord Falls. Das Klima ist tropisch: heiß und feucht in der Regenzeit und etwas kĂŒhler in der Trockenzeit. Grenada liegt am sĂŒdlichen Rand des HurrikangĂŒrtels und hat in den letzten 50 Jahren nur drei Hurrikane erlitten, davon jedoch zwei seit dem Jahr 2004.

Bevölkerung

Die Einwohner Grenadas stammen zu ĂŒber 95 Prozent ganz oder teilweise von Afrikanern ab, die von den europĂ€ischen Kolonialisten zur Sklavenarbeit auf die Insel verschleppt wurden. Wenige Reste der ursprĂŒnglich ansĂ€ssigen Kariben haben die Eroberung der Insel durch die Franzosen im 17. Jahrhundert ĂŒberlebt. Etwa drei Prozent der Grenader haben ĂŒberwiegend indische Vorfahren, die im 19. Jahrhundert als Indenturarbeiter aus dem Gebiet der heutigen indischen Bundesstaaten Bihar und Uttar Pradesh nach Grenada gebracht worden sind. Daneben gibt es noch eine kleine Minderheit europĂ€ischer Herkunft, hauptsĂ€chlich französischer und britischer Abstammung.

Bevölkerungsentwicklung

Seit den 1970er Jahren gibt es eine stete Abwanderung aus Grenada in das benachbarte, wohlhabendere Trinidad und Tobago.

Sprache

Die Amtssprache ist Englisch. Daneben sind Kreolsprachen im Gebrauch. Das englischbasierte Grenada-Kreolisch wird von fast der gesamten Bevölkerung verstanden und gilt daher als lingua franca. Das auf Französisch zurĂŒckgehende Antillen-Kreolisch (Patois genannt) wird nur noch von wenigen Ă€lteren Leuten in abgelegenen lĂ€ndlichen Siedlungen gesprochen (Stand 1998). Bei den Grenadern indischer Herkunft werden noch einzelne Wörter aus dem Hindi und anderen indischen Sprachen verwendet.

Religion

Etwa 64 Prozent der Einwohner sind katholisch und 22 Prozent Anglikaner. Die grĂ¶ĂŸte protestantische Gemeinschaft bilden die Adventisten mit 6 Prozent. 5 Prozent gehören zu verschiedenen Pfingstkirchen, 2 Prozent sind Methodisten und circa 0,5 bis 1 Prozent zu den Baptisten in Grenada.

Weitere Religionsgemeinschaften mit christlichen Wurzeln sind die Zeugen Jehovas mit knapp einem Prozent der Gesamtbevölkerung und die synkretistischen Spiritual Baptists. Sie zÀhlen ungefÀhr 300 Mitglieder und haben ihre Wurzeln in Trinidad und Tobago.

Auswanderung

Grenada ist heute wie viele andere karibische Inseln ein Auswanderungsland mit einer großen Zahl junger Menschen, die das Land verlassen. SchĂ€tzungen zufolge leben neben den rund 100.000 Menschen, die die Inseln bewohnen, mindestens ebenso viele geborene Grenader in anderen Teilen der Karibik (zum Beispiel Barbados, Trinidad und Tobago) und mindestens eine ebenso große Zahl in IndustrielĂ€ndern (besonders in den USA, Großbritannien und Kanada). Dies bedeutet, dass nur noch rund ein Drittel der gebĂŒrtigen Grenader dort lebt.

Geschichte

Kolonialzeit

Grenada wurde 1498 von Kolumbus entdeckt, er nannte die Insel „ConcepciĂłn“. Der Ursprung des Namens „Grenada“ ist unbekannt. Es wird angenommen, dass die Insel spĂ€ter von spanischen Seefahrern nach der Stadt Granada umbenannt wurde.

Die Spanier besiedelten die Insel, welche von kriegerischen Kariben besiedelt war, jedoch nicht. SpĂ€ter versuchten die EnglĂ€nder vergeblich, die Insel zu besiedeln, mussten sich aber 1609 zurĂŒckziehen. Seit 1649 verkauften einheimische HĂ€uptlinge Land an französische HĂ€ndler. Die Franzosen unterwarfen die Insel bald militĂ€risch, dabei wurde die karibische Bevölkerung praktisch vollstĂ€ndig ausgerottet. Die Franzosen nannten die neue Kolonie „La Grenade“ (spĂ€ter von den Briten „Grenada“ genannt) und grĂŒndeten 1650 die Haupt- und Hafenstadt „Fort Royal“, das spĂ€tere St. George’s, die sich bald zum wichtigsten französischen FlottenstĂŒtzpunkt in der Karibik entwickelte.

Die Insel blieb bis zu ihrer Eroberung durch die Briten im SiebenjĂ€hrigen Krieg 1762 unter französischer Kontrolle. Grenada wurde zwar im Pariser Frieden 1763 an das Vereinigte Königreich abgetreten, die Franzosen gaben aber ihren frĂŒheren Besitz noch nicht verloren. WĂ€hrend des Amerikanischen UnabhĂ€ngigkeitskrieges wurde die Insel 1779 von den Franzosen erneut zurĂŒckerobert, jedoch im Frieden von Paris (1783) an Großbritannien zurĂŒckgegeben. Auch wenn die Briten noch im Jahr 1795 einen pro-französischen Aufstand niederschlagen mussten, gehörte Grenada seit diesem Zeitpunkt endgĂŒltig zum Britischen Weltreich. Grenada wurde als Teil der British Windward Islands verwaltet und erhielt 1877 den Status einer Kronkolonie. Am 1. Februar 1881 trat die Kolonie dem Weltpostverein bei.

20. Jahrhundert: UnabhÀngigkeit und Revolution

Unter der britischen Verwaltung wurde am 1. August 1951 das aktive und passive Frauenwahlrecht eingefĂŒhrt.

Von 1958 bis 1962 war die Insel ein Teil der Westindischen Föderation. 1974 wurde Grenada unter Premierminister Eric Gairy, der gute Beziehungen zu den USA und Großbritannien unterhielt, unabhĂ€ngig. Das Frauenwahlrecht wurde bei der UnabhĂ€ngigkeit bestĂ€tigt. Gairy regierte zunehmend diktatorisch und unterhielt zur UnterdrĂŒckung von Gegenbewegungen eine Geheimpolizei. Gairys Regierung wurde 1979 in einer unblutigen Revolution von der linken Bewegung New Jewel Movement (NJM) unter Maurice Bishop abgesetzt. Bishop wollte fĂŒr Grenada Blockfreiheit und gute Beziehungen zu den USA ebenso wie zur Sowjetunion und zu Kuba. Die Beziehungen zu den USA verschlechterten sich jedoch nach 1981, als Ronald Reagan PrĂ€sident der Vereinigten Staaten geworden war, rapide, und es wurde unter anderem ein Boykott von der US-Regierung gegen Grenada verhĂ€ngt. Soziale Reformen (u. a. kostenlose Gesundheitsversorgung, Bau neuer Schulen) sicherten Maurice Bishop eine hohe Beliebtheit in der Bevölkerung. Unter seiner Regierung begann ein Konsortium unter FĂŒhrung einer britischen Firma mit dem Bau des Flughafens Point Salines. Dieser sollte den Tourismus beleben. Die Menschenrechtssituation verbesserte sich, allerdings wurden wie schon unter Gairy keine freien Wahlen abgehalten. In einem Staatsstreich wurde Bishop 1983 von innerparteilichen Konkurrenten um seinen Vize-Premierminister Bernard Coard abgesetzt und spĂ€ter vom MilitĂ€r ermordet.

US-Invasion 1983

Nach dem Staatsstreich gegen Bishop baten der Generalgouverneur von Grenada Paul Scoon – als Vertreter von Königin Elizabeth II. die Funktion des Staatsoberhauptes von Grenada ausfĂŒhrend – und die Organisation Ostkaribischer Staaten die USA um eine Intervention. Scoon stellte sich damit als Vertreter der britischen Krone gegen die britische Regierung unter Margaret Thatcher, welche eine Intervention ablehnte.

Am 25. Oktober 1983 starteten die USA unter Berufung auf die Bitte Scoons mit der Organisation Ostkaribischer Staaten eine Invasion (Operation Urgent Fury), in deren Folge die Regierung der NJM gestĂŒrzt wurde. Die völkerrechtliche LegitimitĂ€t der Intervention war stark umstritten; der Einsatz wurde unter anderem von den US-VerbĂŒndeten Großbritannien und Kanada sowie von der UN-Vollversammlung kritisiert. Die Operation wurde zunĂ€chst auch damit begrĂŒndet, die Sicherheit US-amerikanischer StaatsbĂŒrger auf Grenada zu garantieren. Wahrscheinlicher ist, dass die US-Regierung eine starke Anlehnung von Grenada an Kuba und Nicaragua befĂŒrchtete. Nachdem einige AnhĂ€nger Coards festgenommen und spĂ€ter zu langjĂ€hrigen Haftstrafen verurteilt worden waren, erfolgten 1984 Wahlen, die seitdem regelmĂ€ĂŸig stattfinden und als frei gelten.

Grenada im 21. Jahrhundert

In den Jahren 2000 bis 2002 versuchte eine Wahrheitsfindungs- und Versöhnungskommission, die auch international Beachtung fand, die Geschehnisse der Jahre 1979 bis 1984 aufzuarbeiten.

Anfang September 2004 wurde Grenada vom Hurrikan Ivan schwer in Mitleidenschaft gezogen. 95 % der HĂ€user der Hauptstadt St. George’s wurden zerstört oder beschĂ€digt. Die fĂŒr die Landwirtschaft wichtigen Plantagen der Insel wurden verwĂŒstet. Der Verlust von mehr als 35 Menschenleben war zu beklagen. Die Trinkwasser- und Stromversorgung brach zusammen.

Im Juli 2005 wurde Grenada erneut von einem Hurrikan – Hurrikan Emily – heimgesucht. Der Sturm forderte auf Grenada mindestens ein Todesopfer. Erneut wurden einige GebĂ€ude und die Infrastruktur beschĂ€digt. Am schlimmsten wurde die exportorientierte Landwirtschaft getroffen, da Emily zahlreiche MuskatnussbĂ€ume zerstörte.

Politik

Politisches System

Grenada ist Mitglied des Commonwealth of Nations, der CARICOM, der OECS, der AOSIS, der OAS und der CELAC und gehört zu den TrÀgern der UniversitÀt der Westindischen Inseln.

Grenada ist als Commonwealth Realm eine Monarchie unter der britischen Krone, daher ist die britische Königin Elisabeth II. auch Königin von Grenada und dessen Staatsoberhaupt. Die britische Krone wird von einem Generalgouverneur reprĂ€sentiert (seit Mai 2013: Dame CĂ©cile Ellen Fleurette La Grenade). Die tatsĂ€chliche Exekutivgewalt liegt in den HĂ€nden des grenadinischen Regierungschefs, des Premierministers. Dieser wird formal vom Generalgouverneur ernannt. Wie in parlamentarischen Demokratien ĂŒblich, wird der Regierungschef aber auf der Grundlage der politischen KrĂ€fteverhĂ€ltnisse bei den Parlamentswahlen bestimmt. Gewöhnlich wird der Premierminister von der stĂ€rksten Partei im Parlament gestellt.

Das Parlament besteht aus einem Senat (dreizehn Mitglieder) und einem ReprĂ€sentantenhaus (fĂŒnfzehn Mitglieder). Die Senatoren werden von der Regierung und der Opposition ernannt, wĂ€hrend die ReprĂ€sentanten von der Bevölkerung in fĂŒnfjĂ€hrigen Legislaturperioden gewĂ€hlt werden. Die New National Party (NNP) gewann bei den Wahlen am 13. MĂ€rz 2018 (wie bereits in der vorhergehenden Legislaturperiode) alle 15 Sitze. Der von 2008 bis 2013 regierende National Democratic Congress (NDC) ging leer aus. Keith Claudius Mitchell von der NNP, der das Land bereits von 1995 bis 2008 regiert hatte, ist seit 2013 erneut Premierminister.

Grenada hat seit der US-Invasion 1983 kein stehendes Heer, die Verteidigung ist Aufgabe der USA.

Verwaltungsgliederung

Grenada ist in sechs Verwaltungsbezirke (Parishes) und das Nebengebiet (Dependency) Carriacou eingeteilt. Die Einwohnerzahlen in der folgenden Tabelle beziehen sich auf die VolkszÀhlung vom 25. Mai 2001.

Wirtschaft

Grenada teilt mit sieben anderen Mitgliedstaaten der OECS eine gemeinsame Zentralbank und eine gemeinsame WĂ€hrung, den Ostkaribischen Dollar. Die wirtschaftliche Situation Grenadas in den letzten Jahren waren von hauptsĂ€chlich in den Branchen Tourismus, Baugewerbe und Handel geprĂ€gt, begĂŒnstigt von Steuerreformen und einer soliden Finanzpolitik. Im Zuge der Finanzmarktkrise kam es jedoch in zahlreichen karibischen LĂ€ndern zu einem starken Einbruch des Tourismus, der einen starken Anstieg der Leistungsbilanz- und Haushaltsdefizite zur Folge hatte. Im MĂ€rz 2013 schließlich konnte Grenada – wie schon einige andere karibische LĂ€nder in den Jahren zuvor – Anleihen nicht mehr bedienen und wurde zahlungsunfĂ€hig.

Am 28. Januar 2016 legte die EU-Kommission ein Maßnahmenpaket zur BekĂ€mpfung von Steuerflucht vor, bei dem unter anderem Grenada auf der schwarzen Liste der Steueroasen auftaucht. Von dieser Liste wurde Grenada in der Zwischenzeit wieder gestrichen.

Tourismus

Die Haupteinnahme- und Devisenquelle sowie der grĂ¶ĂŸte Arbeitgeber in Grenada ist der Tourismus. Es gibt heute eine große Auswahl an Hotels, aber auch viele kleine Pensionen, GĂ€stehĂ€user und Ferienwohnungen. Der Tourismus konzentriert sich auf den SĂŒdwesten der Hauptinsel rund um St. George’s, Grand Anse, Lance Aux Epines und Point Salines. Grenada hat an seinen KĂŒsten viele touristisch attraktive StrĂ€nde. Der 3 km lange Grand Anse Beach in St George’s gilt sogar als einer der schönsten StrĂ€nde weltweit. In dieser Zone liegt der Schwerpunkt des konventionellen Strand- und Wassersporttourismus, wĂ€hrend der an Bedeutung gewinnende Ökotourismus sich auf die Parishes Saint David und Saint John konzentriert. Seit dem Bau eines großen Piers fĂŒr Kreuzfahrtschiffe ist auch der Kreuzfahrttourismus enorm angestiegen; in der Saison 2007/2008 liefen bis zu vier Kreuzfahrtschiffe tĂ€glich St. George’s an.

Exportprodukte

Grenada ist auch als GewĂŒrzinsel bekannt, da es fĂŒhrender Hersteller verschiedener GewĂŒrze ist, unter anderem Zimt, GewĂŒrznelken, Ingwer und Muskat.

Die Muskatnuss ist das Hauptexportprodukt Grenadas und ist als Symbol der Landwirtschaft Grenadas sogar auf der Nationalflagge dargestellt. Vor dem Hurricane Ivan in 2004 stammten 20 % des Weltverbrauchs an MuskatnĂŒssen aus Grenada, das damit nach Indonesien der zweitgrĂ¶ĂŸte Produzent von MuskatnĂŒssen weltweit war. Da die Muskatnussplantagen durch den Hurricane schwer beschĂ€digt wurden, musste eine von ehemals drei Muskatnuss-verarbeitenden Fabriken auf der Insel schließen. Derzeit steht Grenada nur noch an 4. oder 5. Stelle der Weltproduktion an MuskatnĂŒssen. Neue MuskatnussbĂ€ume brauchen ca. 15 Jahre bis sie wieder eine reichhaltige Ernte liefern. Zwischenzeitlich haben die Inselbewohner versucht, mehr Kakao anzubauen und zu verkaufen. Grenada-Schokolade ist an Kakao sehr gehaltvoll, enthĂ€lt mindestens 60 % Kakao-Anteil, wenig Rohrzucker und Kakaobutter, weshalb sie auch bei warmem Klima nicht schmilzt. Sie hat einen außerordentlichen Geschmack, da es auf Grenada keine Monokultur gibt und die Pflanze mit optimalen Klima- und Bodenbedingungen aufwĂ€chst.

Neben den GewĂŒrzen und Kakao sind Bananen und Zucker weitere wichtige ExportgĂŒter.

Arbeitsmarkt

Die Arbeitslosenquote wird 2017 mit 24 % angegeben und liegt damit sehr hoch. 2008 arbeiteten 11 % aller ArbeitskrĂ€fte in der Landwirtschaft, 69 % im Dienstleistungssektor und 20 % in der Industrie. Die Gesamtzahl der BeschĂ€ftigten wird fĂŒr 2017 auf 55.270 geschĂ€tzt.

Verkehr

Grenadas wichtigste Verkehrsknotenpunkte sind der Point Salines International Airport (IATA: GND, ICAO: TGPY), der heute unter dem Namen Maurice Bishop International Airport (M.B.I.A.) firmiert und der Hafen von St. George’s. Internationale Flugverbindungen bestehen zu anderen karibischen Inseln, den Vereinigten Staaten und Europa. Zwischen St. George’s und Hillsborough besteht eine tĂ€gliche FĂ€hrverbindung.

Basisdaten

  • Bruttosozialprodukt 2010: 773 Mio. Dollar (ca. 566 Mio. EUR)
  • Bruttosozialprodukt 2010 pro Einwohner: 6.918 Dollar (ca. 5.068 EUR)

Staatshaushalt

Der Staatshaushalt umfasste 2017 Ausgaben von umgerechnet 284,6 Mio. US-Dollar, dem standen Einnahmen von umgerechnet 279,2 Mio. US-Dollar gegenĂŒber. Daraus ergibt sich ein Haushaltsdefizit in Höhe von 0,5 % des BIP.

Die Staatsverschuldung betrug 2017 ca. 790 Mio. US-Dollar oder ca. 72 % des BIP.

2006 betrug der Anteil der Staatsausgaben (in % des BIP) folgender Bereiche:

  • Gesundheit: 6,9 %
  • Bildung: 5,2 % (2003)
  • MilitĂ€r: k. A. (Grenada unterhĂ€lt kein MilitĂ€r im eigentlichen Sinne)

Sport

Cricket ist der beliebteste Sport auf Grenada und gilt als Nationalsport. Grenada ist eines der LĂ€nder, das mit anderen Karibikstaaten das West Indies Cricket Team bildet, eine der „Nationalmannschaften“ im internationalen Cricket mit Teststatus, der angesehensten Form dieses Sports. Das West Indies Cricket Team nahm an jedem Cricket World Cup teil und gewann die ersten beiden Austragungen 1975 und 1979. Zusammen mit Antigua und Barbuda, Barbados, Guyana, Jamaika, St. Kitts und Nevis, St. Lucia und Trinidad und Tobago war man Gastgeber des Cricket World Cup 2007.

Literatur

  • Saskia Thorbecke: Grenada. In: Wolfgang Gieler, Markus Porsche-Ludwig (Hrsg.): Staatenlexikon Amerika: Geographie, Geschichte, Kultur, Politik und Wirtschaft. Peter Lang, Berlin 2018, ISBN 978-3-631-77017-7, S. 197–206.

Weblinks

  • Seite der Regierung Grenadas
  • Seite mit Infos zum Tourismus in Grenada
  • LĂ€nderinformationen des AuswĂ€rtigen Amtes zu Grenada
  • Datenbank inhaltlich erschlossener Literatur zur gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Situation in Grenada
  • Deutschlandfunksendung zum 25. Jahrestages des Putsches und dessen HintergrĂŒnde - Skript

Einzelnachweise



Quelle: Wikipedia

 

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Flagge: Grenada

Name englisch: Grenada
Hauptstadt: St. George's
Kfz: WG
ISO: GD
ISO3: GRD
Fläche: 344 km²
Tld: .gd
Wärung Einheit: XCD
Währung: Dollar
Vorwahl: +1-473

Ausdehnung / Grenzen (nach WGS 84 dezimal):
nördlichster Punkt: 12.5301829
südlichster Punkt: 11.9848728
westlichster Punkt: -61.8027279
östlichster Punkt: -61.3779974


 
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